Beiträge von dagmar007

    Weißt Du Laurina, mein Ego war schon angekratzt, als da die neue Lebensabschnittsgefährtin auftauchte.

    Aber ... dieses Leben wollte ich ja schon lange so nicht mehr! Ich sagte damals zu ihm, ich müsse ihm eigentlich einen Orden überreichen weil er alles durch sein Handeln zum Ende gebracht hätte, ich selber hätte es nie getan!

    Und genau das Wissen, das wir netten Co's ertragen und ertragen und noch weiter tragen, ermutigt den Trinkenden eine Grenze um die andere zu verletzen, weil wir die unseren ja nicht auftrecht halten. Deshalb genau das "loslassen". Angefangen haben wir in Sachen Hilfestellung, weiter geht es über das eigene Leben. Bis wir aber in diesem - neuen Leben - zu Hause sind, das dauert einfach seine Zeit.

    Ich für mich habe keine Ahnung, ob es mal wieder einen neuen Partner in meinem Leben geben wird. Aber eines ist Fakt: es soll dann ein Partner sind und kein Lebensabschnittsgefährt ... mehr nämlich war auch ich nicht innerhalb der kranken Beziehung.

    Ja Laurina, die anderen sind ja immer viel schlechter, mieser und überhaupt "Was willst Du eigentlich?" Jetzt weiß ich es! Hätte ich früher die Frage gestellt bekommen, so hätte ich sie wohl nur ungeschickt und unzutreffend beantworten können.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Doro, ist ist derzeit eine schwierige Zeit, auch für Menschen ohne Probleme.

    Musst Du immer stark sein? Darfst Du Dich nicht auch mal schwach fühlen? Ich habe es die letzten Tage und das ist o.k. Es freut mich nicht, aber ich habe die verdammte Pflicht mir gegenüber das wenigstens soweit zu aktzeptieren, wie es neben meinen Pflichten möglich ist. Manche Pflichten müssen nämlich nicht heute sein.

    Warum musst Du tapfer sein? Du bist Doro und darfst - wie jeder andere Mensch - auch mal schwach, traurig oder nicht belastbar sein!!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Lämmchen,
    nach viel Trauer und vielen Tränen strahlen die Augen oft wieder wunderbar. Vielleicht einfach, weil sie sich sauber gewaschen haben.

    Ich denke Trauer, Liebe und alles andere sind Gefühle, die wir brauchen - besonders zur und bei der Bewältigung. Vielleicht müssen wir erst trauern um dann neu aufbauen zu können?`

    Ich war lange sehr traurig und darf nun anderes spüren, das wünsche ich Dir auch ... und zwar ganz viele gute Gefühle

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Bluedevil,
    les Dir unsere Geschichten durch, ich denke, dann kannst Du ersehen, was das bedeutet. Ratschläge kann Dir niemand geben, da nur Du entscheiden kannst ob Du das aushalten kannst und willst bzw. es tatsächlich Deinem Kinid zumuten willst, kannst und darfst.

    Natürlich kann er ohne Schnaps sein :) Aber für wie lange: Stunden, Tage, Monate .... und dann???? Das Problem ist doch nicht nur der Alkohol, das ist doch das, was dahinter steht warum der Alkohol diese Rolle einnahm, welche Persönlichkeitsveränderungen er bewirkt und welche gesundheitlichen Gefahren.

    Ich denke Bluedevil es wäre eher interessant zu wissen, was Du willst und was Du vom Leben erwartest als Dich zu fragen, was bei ihm wie laufen könnte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    So Natsch,
    nun kommt ein neuer Abschnitt. Einer, der zuweilen einer Achterbahn ähneln wird, aber somit auch hochs und tiefs haben wird, aber glaube mir, so tief, wie es mal wird wird es nicht mehr werden wenn du es Dir traust die Berg- und Talfahrt einer Trennung zu gehen.

    Auch mir ist aufgefallen, dass mein Ex sich nie vor mich stellte. Warum auch? Kann ich doch selber ... aber genau das verletzte mich. Ich dachte mal, man/frau steht zu einander. Ja, auch hier war es jemand, den man brauchte.
    Da aber Natsch, sehen wir doch wie die Wertigkeiten ausgelegt sind. Wer am meisten helfen kann, dem rollt man/frau den Teppich aus - der dumme Helfer bleíbt ja eh. Habe ich doch vorgelebt, ich bliebt obwohl es damals tausend Gründe zu gehen gab.

    Ich wünsche Dir sehr viel Stärke, denn für mich war die Zeit nach der Trennung zwischen Hochgefühl und tiefer Trauer angesiedelt - einfach war sie nicht...

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Etwas habe ich vergessen, liebe Laurina: je liebevoller ich mit mir umging (eincremen, für mich sorgen ect.) desto weniger an Enttäuschung, Wut ect. war in meinem Körper speicherbar. Somit auch nicht ihm gegenüber. Also musste zwangsläufig das loslassen kommen. Eigentlich ohne bewußtem Gedankengang dazu. Er und seine Lebens- bzw. Handlungsweisen passten einfach nicht mehr in mein Leben....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, Ihr Lieben,
    es ist schwer bei sich zu bleiben. Ich denke aber auch, es ist nur zu natürlich noch an den anderen zu denken. Auch mir geht es noch täglich so. Es hat sich jedoch die Art der Gedanken verändert, die sich nun in einem neutralen Raum befindet. Ich weiß nun, dass dort Kurzarbeit ist und - falls er überhaupt noch in Beschäftigung ist - zwei Tage arbeitet. Da kam mir nur ein Gedanken: Junge, nun hast Du die Chance, Dein neues Heim und Leben (mit der Rotweindrossel) gemütlich zu gestalten oder Dich zu Tode zu saufen. Ohne Wut, ohne Trauer - einfach nur Fakt.

    Ja Laurina, alle Deine Gedanken kenne ich - habe sie gelebt, getrauert, gespürt und oft gedacht mein Leben ist sinnlos.

    Auch heute noch gibt es Tage - sogar oft weil mich Entwicklungen oft überrennen - die nicht einfach sind. Verzeihen und in Liebe loslassen, Du wirst es Laurina - aber gib Dir Zeit. Bei mir dauerte es einige Monate.

    Wie geht es? Oh je, bei mir Schrittchen für Schrittchen. Mit jedem weiteren, wertvollen Mensch, der in mein Leben trat wurde er für mich fremder. Mit jedem kleinen eigenen Glück, jedem Tier welches sich wohlfühlt, jeder meiner Pflanzen die gediehen wurde er ferner. Irgendwann einmal (ist erst ein paar Tage her) musste ich feststellen: in meinem Leben wäre kein Platz für ihn.

    Liebe Laurina, wir haben geliebt und sind natürlich verletzt. Natürlich sind wir traurig. Das dürfen wir doch auch! Neben dieser Trauer dürfen wir aber auch die anderen Facetten des Lebens registrieren, leben, erleben und vielleicht auch genießen.

    Ich muss - nach heutigem Stand - sagen dieses Loslassen ist mir erst gelungen als ich nichtsexuelle Zuneigung und Fürsorge eines Herren der Schöpfung erlebt habe, die so meilenweit größer ist als die des Expartners dass ich nur schemenhaft vermuten kann was wirkliche LIebe sein dürfte.

    Was Respekt und Interesse an der anderen Person ist - was es bedeutet sich langsam anzunähern und ohne Drohungen oder Blendertum einfach nur da zu sein und zu umsorgen bzw. interessieren. Erst da habe ich merken können "Huch, wir unterhalten uns ja viel tiefsinniger als das bei der letzten Partnerschaft jemals der Fall war". Erst hier konnte ich merken, dass mich jemand an seinem Leben und den Gedanken teilhaben lässt, während in der Partnerschaft der Ex alles in sich reingefressen hat....

    Gebt Euch Zeit, meine Lieben, erlaubt auch die Trauer... aber auch wache Augen auf die anderen Menschen, die es gibt....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du, liebe Gesche,
    ich stelle jetzt als Teenagerspätlese fest, es gibt auch andere Wege sich kennenzulernen, als die die ich früher kannte. Vielleicht zuverlässigere. Ängstlichere, ganz sicher, vorsichtiger und dennoch geprägt von dieser Vorsicht zeigt sich wer in meinem Dunstkreis bleibt und mit welchem Verhalten.

    Nein sagen ist im privaten Bereich ebenso wichtig wie in allen anderen. Da vielleicht sogar besonders, weil es unser Heim ist - unsere Burg "unser Castle". Das ist etwas was ich jetzt gerade ganz extrem gegen Eindringlinge (einen!) verteidige.

    Ich selber habe Angst, muss ich leider zugeben, vor den Schmetterlingen oder dem Gefühl "der könnte es sein". Zwar bin ich jetzt befähigt im Vorfeld die Grundlagen auf Übereinstimmung zu prüfen ohne in Schwärmereien zu verfallen. Wenn es aber passt, dann ist so ein Gefühl da von "Flugzeuge in meinem Bauch".

    Lieben Gruß von Dagmar

    die nun die FLugzeuge wegschickt und sich einen Backcamembert genehmigt :)

    Hallo Jeniqua,
    außer viel Kraft wünschen kann man/frau Dir vermutlich nicht.

    Deine Geschichte ist immer genau das, was ich in Verbindung mit meiner suchtabhängigen Beziehung zu einem Alkoholiker in ferner Zukunft gesehen habe. Einer der Punkte, die mein "Reiß-Aus" ermöglicht haben.

    Genau dieses: alles ging gut, nichts erschien besonders, noch nicht einmal den Konsum bemerketen wir "wirklich". Ein Erlebniss zieht plötzlich einen Strudel mit sich, der auch uns in die Tiefe reißt.

    Ich wünsche Dir viel Kraft für Dich

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach liebes Kaltblut,
    ich selber finde es manchmal gar nicht so schön, innerhalb der Situation ;) Wobei ich aber schon selber weiß, dass genau diese "eigentümlichen" Gefühle den nächsten Schritt einleiten.

    Denn eines ist auch Fakt: meine Situation ist gut, glücklich und schön - aber nicht einfach. Ich spüre so viel, das neu ist und was ich schwer einordnen kann.

    Wie Karotte schon sagt, man/frau ist sehr sensibel, spürt also mehr als man/frau/ich eigentlich will. Das beginnt am Arbeitsplatz und geht im privaten Bereich weiter. Dieses mehr fühlen verursacht halt auch mehr Wallung innerhalb von mir und somit immer mehr "Erdungen".

    Das mit dem "Handeln", liebe Karotte ist nun eben genau der Lernweg. Eben genau das weiter leben und stabilisieren was ich schon seit Monaten versuche.

    Die Änderungen der letzten Zeit müss(t)en sich also stabilisieren. Das beginnt am Arbeitsplatz, wo alle Arbeitsverträge erstmals 6 Monate sind, dann wieder 6 und dann unbefristet.

    Das geht weiter mit dem Nachbarn, der gerade wieder in den Hof einfährt (dritter Tag in Folge - meine Türe bleibt aber zu :)

    Und es wird sich zeigen innerhalb der Kontakte, die derzeit auf Stabilisierung/Intensivierung zusteuern.

    Na ja, Ihr Lieben, dann lassen wir das Leben mal rauschen und versuchen gut in den Kurven zu liegen :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, liebe Karotte,
    da hast Du ganz sicher recht mit dem "mehr spüren" das macht es meines Erachtens aber auch schwerer.

    Viel mehr Chancen gespürte Gefühle zu zerreden, in Frage zu stellen, an sich und den eigenen Wahrnehmungen zu zweifeln um dadurch dann wieder "abzustürzen". So schön alles auch ist, ganz einfach eben auch nicht. Immer wieder kommt der Punkt wo ich mir sage "Erdung" verlier Dich nicht.

    Ja, liebe Karotte, es scheint so zu sein, dass sich da gerade eine ganze Portion entwickelt. Während ich früher genervt war, wenn jemand sich in Gespräche mit einem Menschen einmischt den ich mag, ist es mir nun wurscht. Soll sich doch einmischen wer will, wenn wir wollen, dann bauen wir unseren Kontakt aus, wir können nicht immer belauert werden.

    Wo ich früher mit Eifer die Eifersucht suchte und fand ist das nun weg. Musst Dir vorstellen, gestern tolle Gespräche, und schon platzt mein Belagerer in diese Gespräche und muss versuchen sich in den Fordergrund zu spielen. Eigentor! Unabhängig dessen, dass wir nicht unbedingt seiner Meinung waren haben wir ihn trollen lassen und unser Gespräch dann später weiter geführt :)

    Wir - ein Wort, in welches ich schon lange, lange niemanden eingebunden habe der nicht schon langjährig in meinen Freundeskreis gehört. Eigentümlich: dieses wir. Gestern befremdlich, als mir fürsorglich gesagt wurde "bauen wir halt ein Tor wenn Dein Ex vorbei kommt". Süß, auch wenn damals keine Tore geschützt hätten, so dürfte die Gefahr jetzt gebannt sein. Aber diese Umsicht und Fürsorge ist schön.

    Aber es ist alles noch zu neu und flüchtig Bekannte beginnen nun eben sich auf etwas persönlicher Ebene zu treffen und auszutauschen, da sind noch alle Entwicklungen (in jede Richtung) möglich.

    Es erstaunt mich sehr, wie die Basis dieser Gespräche ist im Gegensatz dazu, wie die Basis von Gesprächen noch vor Jahren war. Natürlich bin auch ich älter und anders geworden. Aber die Menschen, die ich zuvor anzog, die erzählten wo man gut essen kann, welche Aktivitäten man doch machen könne oder sie gerne machen und und und. Hier sind wir nun bei dem was man/frau für sich oder das Leben möchte, welchen Standard man/frau wirklich braucht, möchte oder nicht oder wie die Einstellung zur Familie/PFlege/Tod ect ist.

    Ich stellte mir die Frage ob ich früher solche Menschen übersehen wollte/habe - sie nicht kennenlernen wollte (denn es gab sie auch schon) oder einfach nicht die Geduld hatte eine Entwicklung abzuwarten und in der Zwischenzeit von einem "Blender" abgeschleppt wurde. Oder wirkte ich früher nicht so, dass diese Gespräche angesagt waren? Ich weiß es nicht .... im Freundeskreis gab es schon immer den Tiefgang, selten aber bei Menschen, die ich neu und nicht auf partnerschaftlicher Ebene kennenlernte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Umwälzungen sind schwer, tun weh und ich würde gerne darauf verzichten. Vor allen Dingen dann, wenn es Dinge betrifft, die mir schwer fallen. Aber mit jeder "Erledigung" scheint neues Glück in mein Leben treten zu dürfen.

    Ich habe gestern von mir aus den Nachbarn aufgesucht, der sehr fordernd auftritt um quasi einer Freundschaft Nachdruck zu verleihen. Ohne ihn auf sein irrigiges Verhalten aufmerksam zu machen konnte ich ihm sagen dass er mich einengt und ich mich so nicht wohl fühle.

    Zwar hat sich deshalb nichts geändert, er nutzt eher dieses wieder sprechen können dahingehend dass er in meine Gespräche mit anderen lieben Menschen platzt, aber für mich war wichtig das gesagt zu haben was gesagt wurde.

    So als wäre es die Belohnung für meinen Mut gestern und den den ich mir heute genommen habe habe ich ein langes Gespräch im Sonnenuntergang führen dürfen, welches einfach nur mein Herz und meine Seele streichelte. Einfach nur wunderschön mit einer Seele, die ähnlich fühlt, Gespräche führen zu dürfen, die langsam - von Gespräch zu Gespräch - tiefer, enger und vertrauter werden.

    Ich kenne sie noch die Facetten: anbaggern, imponieren, sich ins Beste LIcht rücken. Jetzt darf ich gerade etwas ganz anderes kennenlernen: Herz und Seele zu öffnen und geöffnet zu bekommen. Fürsorge zu bekommen, die nichts mit partnerschaftlicher Verpflichtung zu tun hat. Menschen kennen zu lernen, die ganz ähnlich ticken, vielleicht ebenso "kompliziert/vorsichtig" sind wie man/frau selber, die es aber sehr wohl schaffen den Weg aufeinander zu zu gehen.

    Immer und immer wieder denke ich: alles das wäre und würde nicht passieren, wären nicht die Grausamkeiten und Narben der letzten Jahre entstanden. Gerade so, als würden jetzt bei mir heilende Pflanzen die Gesundung des ganzen Organismus beeinflussen, obwohl doch nur ein Teil des Körpers krank war.

    Gerade so, als würde der ganze Körper nun gestärkt werden, während die chronischen Krankheiten sich auf dem Weg der Besserung befinden.

    Wohin alles führt, ob es so positiv bleibt oder nicht kann wohl niemand sagen, kann nur ich selber versuchen zu beeinflussen; auch dadurch, dass ich mit der Auswahl derer, die meine Seele berüheren dürfen, vorsichtig bin. Aber es ist ein unermessliches Gefühl das spüren zu dürfen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Die Katzen meiner Mutter liegen in den Blumenkästen, wäre vielleicht auch eine Idee für Deinen Tisch :) Bepflanzung pur. Gras, Kräuter, was meinst Du, wie wohl sich die Miezen fühlen würden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Er wird besser, zumindest meinem Körpergefühl nach, noch nicht optimal, aber besser.

    Die Sonne scheint und ich glaube, während ich alles zum Grillen hier vorbereite knalle ich mir mal ein paar schöne Hardrockballaden rein :)

    Lieben Gruß von Daggi

    Lieber Sonnenstrahl,
    wenn ich Deine Zeilen so lese, dann frage ich mich, was passiert wenn Du akzeptierst, dass Dein Körper so reagiert und nicht versuchst Dich dagegen aufzulehnen? Unser Körper reagiert 'eh wie er will und lässt sich nicht - in erster Linie - durch den Kopf steuern.

    Ich für mich habe es gelernt Gefühl, egal, wie sie sich anfühlen erst mal zu spüren um dann für mich zu reflektieren, warum es weh tut, warum das Herz rast oder oder oder . Mein nächster Schritt ist dann genau den Gedanken mit dem Gefühl "zuzulassen" erstmal zu erspüren um dann (jetzt darf er) den Kopf ins Spiel zu bringen.

    Oft dauert es lange bis dann irgendwelche Dinge bearbeitet oder geändert werden können, aber im Regelfall klappt es.

    Es ist doch nur zu verständlich wie Dein Körper reagiert, "eigentlich" sollten wir es ihm erlauben um ihn dann "gesund zu pflegen".

    Ja, viele Dinge erinnern mich an etwas, was mit der Zeit der Suchtbeziehung zusammen hängt. Aber ... mittlerweile kommen so viele neue Impulse ausserhalb der Suchtbeziehung. Beispielsweise ein Song den ich letzte Woche hörte, ich war im Freien sah im blauen Himmel eine Mäusebussard oder ähnliches. Jetzt ist diese Erinnerung meine letzte und stärkste. Nämlich die der Musik, des freien Vogels, des blauen Himmels, den Geruch von frischem Gebäck und zu wissen, da drin sind liebenswerte Menschen.

    Zurückgezogenes Basteln habe ich erlebt mit verstecktem Alkoholkonsum. Vor meiner Nase erlebe ich nun genau das Gegenteil. Seit Monaten und wenn es jetzt schöner wird werde ich es einige Male in der Woche sehen dürfen. Auch hier ist nun der "Hobbywerker" für mich ganz anders bestrahlt.

    Sprich die eingeimpften Automatismen bedürfen bei mir einer Auffrischung durch andere Merkmale.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach, meine liebe Crevette,
    wie gut ich Dich verstehe. Das Stadium, von dem Du schreibst, in dem Du dich befindest in dem war doch auch ich bei und nach der Trennung.

    Ich war nicht mehr ich, wusste nicht mehr was ich wollte, sollte oder warum ich überhaupt existiere.

    Die endgültige Abkoppelung aber hat mir - nach einer gewissen Zeit (die mehr einer Leere glich) einen Neuaufbau des Lebens erlaubt.

    Ich weiß Crevette, was Du meinst, bin mir aber sicher, dass es auch anders geht. Ich bin mir so was von sicher, dass es auf diesem Erdball auch noch andere Männer mit ebensolchen, vielleicht sogar viel stärkeren, guten Eigenschaften gibt, mit denen Du eine glückliche Zeit erleben könntest ohne Angst haben zu müssen, ob er exotische Aktionen durchführt.

    Das, liebe Crevette, ist nämlich etwas, das bei mir hängenbliebt, das Fremdgehen! Probleme kann man haben - sogar Alkprobleme - wer aber durch Austausch der Partner reagiert, der wertet Leben und Partnerschaft in meinen Augen nicht hoch.

    Aber Mädchen, ich bin mir sicher,
    Du kommst auf den Trichter :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Doro,
    so gefällst Du mir schon viel besser :)

    Wir scheinen uns einfach nach Erwartungen verhalten zu wollen, die vielleicht grundsätzlich stimmen mögen, aber in gewissen Fällen eben nicht. Davon einmal abgesehen müssen vor allen Dingen wir mit der Verantwortung für uns und unser Wohlbefinden da stehen, denn ansonsten können wir nicht einmal unsere (bspw. finanzielle)Eigensicherung betreiben.

    Wenn dann noch freie Resourcen sind, dann verdienen Menschen diese zu erhalten, die respektvoll mit Menschen allgemein umgehen. Denn wir verdienen nunmehr uns nur noch mit solchen fairen Menschen zu umgeben!

    Nicht nur, dass Du ihm nichts schuldest, Doro, Du hast auch das Recht auf Dein Leben. Mit neuen Kontakten oder Menschen, die Dir gut tun, Dich aufbauen und vielleicht über die Jahre vergessen lassen was einmal geschah. Vielleicht Menschen kennen zu lernen, die Dir Vertrauen wieder geben können.

    Einfach Dein Leben führen, in welchem Dir wohlgesonnene Menschen ohne Berechnung Teile Deines Weges, Deiner Freuden aber auch des Leides teilen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Kathrin :)

    Der kommt!!!!! Dann wenn es Zeit ist, und Du ihn nicht mehr brauchst :) Der fällt genau dann vom Himmel, wenn Du das Gefühl hast, Dir fehlt nichts mehr zu Deinem Glück :) Dann nämlich ist er einfach nur DEIN PERSÖNLICHER LOTTOGEWINN :)

    Lieben Gruß von Daggi

    Liebe Crevette,
    ich denke, ich bin nun in der Richtung vieles oder den Großteil abschließen zu dürfen und auch alles an Hoffnungen, Wünschen oder kleinen Sehnsüchten vergessen zu können.

    Allerdings war der Weg bei mir der das ich eben ein neues Leben angefangen habe. Ich habe neue und andere Menschen kennengelernt. Eben diese neuen Menschen, von denen sich auch Blindnieten gezeigt haben, musste ich nun mit neuen Augen betrachten und mich für weitere Kontakte oder Abbruch entscheiden.

    So kam dann immer wieder: was will ich, was will ich nicht, was kann ich um mich herum ertragen oder will ich ertragen.

    So: die neuen Menschen werden nach gesünderen Masstäben in mein Leben einfließen. Nun kommt dann zwangsläufig auch eine Distanzierung von einem oder dem anderen. So, nächster Punkt: distanziert schon wegen viel geringeren Gründen als Alk/Betrug oder oder oder ..... Und es geht mir gut dabei! So .... Resümee .... jetzt kann ich wieder fühlen wer mir gut tut und wer nicht, zumindest in der Anfangsphase. Ich konnte das früher nicht mehr.

    Weißt Du Crevette, "wir verpassen nichts" .... Mädel, aber Du weißt dass Du (vielleicht) etwas verpasst - nämlich Dich selber neu ins Leben zu werfen und wieder frisch auf Deinen eigenen Füßen zu landen.... Aber liebe Crevette, ich gebe zu, es müssen nicht die Sprünge sein, die Schritte reichen auch schon .... wenn einer vor den anderen gesetzt wird. :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Crevette, auch wenn es hirnrissig klingt: aber jetzt, mit dem Abstand erfahren ich Zuneigung und andere Menschen in meinem Leben mit ganz anderen Gefühlen als in der Zeit, in der die belastende Beziehung meine Aufnahmefähgikeit trübte.....
    Ich spüre jetzt etwas (es geht nicht um Liebesbeziehungen) was ich alle die Jahre vor lauter eigenem Kummer nicht spüren konnte: Wärme! Genau die aber hätte mir schon damals gut getan :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Kathrin,
    lass Dich nicht unterkriegen!!!

    Es scheint derzeit überall so ein bischen der Wurm drin zu sein die die Traurigkeit irgendwie ein bischen schneller zu kommen als sonst.

    Heute morgen musste ich um 5.30 Uhr in der Bachstube mit einem Druck erste Hilfe leisten, auch dort war man/frau durch den Wind. Ich selber war schon gestern unkonzentriert und leicht instabil. Heute auch - speziell durch exotischen Schlaf - ganz neben mir.

    Eine Freundin, arbeitet im Pflegheim und hat ein ganz sauberes, normales geordnetes Leben, empfindet selbiges. Ich glaube Kathrin, verkriechen wir uns heute nochmal auf der Couch und warten wir auf morgen :)

    Lieben Gruß von Dagmar