Beiträge von dagmar007

    Lieber Mustasch,
    das sind schöne Zeilen, die Du geschrieben hast, Zeilen, die wohl für jeden Menschen gelten, der sich selber immer mehr isoliert (vielleicht ohne es zu merken).

    Da hatte ich beim Lesen ein paar "hallo-Wach"-Momente.

    Lieben Gruß von Dagmar
    Co

    Weißt Du, liebe Frau Prof. Schröder,

    es läuft alles rund und seine 2 bierchen stören mich nicht, ich wünsche mir kraft, gehen zu können, wenn es wieder weiter geht lächel

    mich haben zwei Bier auch nicht gestört, (das ging Jahre) die Steigerung auf vier habe ich nicht registriert (muss wohl innerhalb von nicht mal 3 Monaten gelaufen sein) und die wöchentliche Steigerung die dann mit "Abfackeln des Hauses" und sexuellen Übergriffen einher ging hat wohl noch eine weitere Steigerung herbeigeführt.

    Wohlgemerkt auffällig und extrem wurde die Situation nach 10 Jahren stillen zwei Bieren, innerhalb von Wochen!

    In diesem Sinne wünsche ich Dir mehr Glück als ich es hatte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Schau Doro, auch ich habe mir "Schuld" implementieren lassen und diese "angenommen". Klar, an allem war ich schuld ;) Da ich gar nicht registriert hatte, dass der Alkohol ihn bereits steuerte und ich ja dachte, die Beziehung ist eine Beziehung, die man nicht aufs Spiel setzt nach 10 Jahren, da nahm ich zu bereitwillig diese Zuweisungen an.

    Das ganze Spiel geht dann über Isolation, die Minderung des eigenen Selbstwertes und und und.

    Aber - und das ist der springende Punkt: erst wenn ich erkannt habe, dass ich Opfer bin - mich dazu machen ließ kann ich etwas ändern! So! Das hast Du getan! Ich auch .... ob zu spät oder überhaupt ist Jacke wie Hose für mich.

    Erkennen und versuchen dagegen anzugehen, in Deinem Tempo auf Deine Art und so wie Du damit zurecht kommst, aber nicht verharren!

    Doro, auch ich kann mir den Irrsinn nicht erklären, der in meinem damaligen Partner ausbrach. Auch ich muss noch lernen mich abzugrenzen, siehe den Nachbarn. Na und? Dann lernen wir halt! Immer ein Stückchen mehr. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut oder?

    Weißt Du Doro, wenn das zuhören Deines Gatten bei Dir bewirkt dass Du Dich schlecht fühlst, dann scheint er nicht gut für Dich zu sein. Ich für meinen Teil versuche Menchen aus meinem Leben auszuschließen, die mir nicht gut tun. Auch mir fällt das schwer, weil es ja etwas mit meinen Grenzen zu tun hat.

    Opfer-/Täter-Bilanz? Nun bei mir sah es so aus:
    Job verloren weil Arbeitgeber sich verkalkuliert hat
    Lover verloren, weil der Frau Alk bevorzugte
    vom Lover betrogen weil eine Rotweindrossel an meine Stelle rückte
    Wohnung verloren und Tiere in Gefahr weil der Alk ihn zu einer Zeitbombe machte....

    Das wäre die Opferbilanz .....

    Meine heutige Lebensbilanz ist die:
    herrliches Hexenhaus für mich alleine und meine Tiere, die hier in Sicherheit sind!
    Ein Job der Spaß macht und mir gut tut. In der heutigen Zeit weiß niemand wer wie lange wo arbeiten kann, ich genieße jeden Tag und hoffe es gibt noch viele.
    Ich lebe glücklich alleine und verweise Leute, die mir nicht gut tun ... auch wenn es mich Überwindung kostet.

    Mein Exlover.... hm, keine Ahnung
    aber in seinem Unternehmen wurden 30 Leute gekündigt, die anderen haben Kurzarbeit. Er lebt wohl 80 km vom Arbeitsplatz (der ihm wohl nie Spaß machte und wo er auch keine näheren Kollegen hat, die ihn schätzen) entfernt was sonst ist weiß ich nicht....

    Hier interessiert mich nicht mehr wer Opfer oder Täter war. Ob er als "armer Kerl" gezwungen wurde 80 km weit weg zu ziehen, weil ich als Mietzahler ausfiel ... Ist alles sein Problem .... Seine Rolle - Opfer? Täter? Kann er sich selber raussuchen.

    Mein Leben jedoch, hat an Qualität gewonnen deshalb habe ich gar keine Lust auf eine Opferrolle, die ich einnehmen könnte, da es mir viel, viel besser geht als je zuvor.

    So.... und ich denke, da sind wir bei einem wichtigen Punkt: geht es mir gut, dann ist egal wer an was schuld ist, oder? finanziell geht es mir mau... keine Frage, aber die anderen Dinge wiegen so viel mehr. Egal, wie lange ich sie - oder den Job - halten kann. Jeder Tag, wo es so ist ist meiner - ohne Schuldzuweisung und ohne Schuldanerkenntnis!

    Lieben Gruß von Dagmar
    Halt Dich wacker!!!!

    Weißt Du Doro, ich sehe schon auch eine Opferrolle und Taten, die einem Menschen nicht zugemutet werden dürfen. Aber Du bist ja gegangen und nicht in Deiner Opferrolle verblieben! Du hast etwas geändert, ich denke mal "Opferrolle" gilt mehr für Menschen, die sich nicht weiter bewegen, zumindst sehe ich es so.

    Schau, mein Ex ist abgezwischt als Handwerker sämtliche Hausmauern bearbeiteten, es war die Hölle und ich war nichtmal Mieter sondern nur Untrermieter und für Land-/Stadt Ansprechpartner. Ich empfinde mich immer noch für die Situation als Opfer. Er zischt ab und ich habe Bagger im Haus und Handwerker davor.

    Ich bin gegangen, nicht so schnell wie ich wollte, klar, musste es noch aushalten, aber bin gegangen. Ich empfinde das immer noch als Unverschämtheit und den blanken Horror, aber jetzt eben ist eine / meine Grenze gefragt.

    Die sexuellen Übergriffe Doro, dazu gehörten meiner Meinung nach auch keine zwei. Ich musste ja irgendwo leben, auf der Strasse ging nicht, Frauenhaus gibt es hier nicht. Ich sehe es hier auch nicht so, dass zwei dazugehören. Aber auch hier waren nun meine Grenzen und ich bin gegangen. Gewiss, einige Übergriffe fanden statt, ist in meinen Augen immer noch der Hammer .....

    Aber es ist vorbei weil ich gegangen bin und nicht mehr willens war Opfer zu sein - wie DU!

    Vielleicht reagierst Du derzeit etwas stärker weil Du emotional ansprechbarer bist, ich weiß es nicht, aber das mit der Opferrolle muss nicht unbedingt auf Dich passen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, lieber Zhig,
    Ortswechsel ein heißes Thema: mein alkoholkranker Exfreund (10 Jahre Beziehung) hat mich in eine Region weit weg von meinen Freunden und meiner Familie gebracht. Ich fühlte mich hier nie heimisch ....

    Die Beziehung ist beendet, er ist 80 km weitergezogen, weg vom Arbeitsplatz, aber seine Sucht nahm er mit, wie mein letzter Stand ist.

    Ich selber bin nun bei mir angekommen, fühle mich hier - nur 5 km entfernt vom ursprünglich gemeinsamen Haus - wohl, zuhause und willkommen.

    Nicht der Ort, die Region oder der Zeitpunkt waren entscheidend sondern meine Einstellung zur Region und den Menschen hier.

    Und weißt Du was, diese 10 Jahre hätte ich saugerne verschwiegen, da der Expartner nicht ganz unbekannt ist. Aber das soll nicht sein - das Leben serviert mir auch das anders: es bietet immer Anknüpfpunkte, die mich nicht vergessen lassen was über 10 Jahre los war. Alles das, was uns begleitet(e) war ein Teil unseres Lebens. Steht uns nciht auf die Stirn geschrieben, prägt aber Verhalten, Umfeld und Mitmenschen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft,
    lieben Gruß von Dagmar, Co

    Ach weißt Du, liebe Koketterie,
    Opfer und Täter wird es wohl fast so viele geben wie Menschen auf der Welt. Welche Rolle ist denn länger, besser und mit so vielen Facetten zu spielen wie die von Täter oder Opfer.

    Und es kann gespielt werden bist zum St. Nimmerleinstag wenn sich noch zwei Schauspieler finden, die sich abwechseln als Täter und als Opfer.
    Und zwar nicht nur in Suchtbeziehungen. In ganz beiläufigen KOntakten kann jemand meinen sich so "um Dich zu sorgen" und Du böse, lässt ihn einfach "verhungern".

    Dann bin ich eben böse, sorry. Ich setze meine Interessen an erste Stelle. Splüre ich, dass mir jemand nicht gut tut, dann bin ich so frei ihn aus meinem Umfeld zu entfernen.

    Wenn mich der andere nun als Täter betrachtet, so ist das sein Problem. Wäre ich nämlich nicht dieser "Täter in seinen Augen", so wäre ich vor mir ein Opfer, welches sich belästigt fühlt durch die Gegenwart eines Menschen.

    So nah liegen also Opfer und Täter beinander ;)

    Einer sieht es so - das Gegenüber anders - ist hier nicht automatisch eine Opfer/Täterrolle vorprogrammiert wenn es sich nicht um zwei reife Persönlichkeiten handelt, die in der Lage sind die gegenseitigen Grenzen zu akzeptieren? Sehe ich nämlich meine Grenzen verletzt, dann werde ich "lieber" zum Täter, als in der "Opfer"rolle zu stecken.

    Und schon kann ich mich entscheiden was ich bin, beides ist nicht ideal .... ich wäre auch lieber "lieb", wer mich und meine Wünsche jedoch nicht annehmen kann, bei dem bin ich dann halt "böse" damit muss und kann ich, leben.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    ich für mich muss mal ganz klar feststellen, wenn ich die Zeit des "(ver")erkennens in Ruhe durchgestanden habe und meine vermeintliche Begeisterung auf die Normal-Erdung zurückkommt, dann erst beginne ich den Menschen klar zu sehen.

    Dann erst kann ich für mich versuchen mir zu überlegen, ob das ein Mensch ist, mit welchem ich auf Dauer klar kommen könnte. Vieles, habe ich derzeit erfahren, erledigt sich von alleine wenn man den anderen näher kennt.

    Das muss nicht unbedingt schlecht sein, kann aber (wie in meinem Fall) darlegen, dass sich jemand versucht darzustellen. Ob so wie er ist oder so wie er meint man würde oder sollte ihn sehen? Das kann ich absolut nicht beurteilen, das wird die Zeit zeigen.

    Aber, eines kann ich beurteilen:
    früher wäre ich schon lange in einer Beziehung gesteckt (musste ja gleich meine Sicherheit haben) und wäre dann vielleicht, wahrscheinlich, unzufrieden weil interpretierte Eigenschaften nicht da sind.

    Ich muss Euch ganz erhlich sagen, ich genieße diese "Aha-Momente" die neue, nicht immer gute Züge ans Licht bringen. Denn so besteht auch die Möglichkeit zu sehen, wenn ein Mensch bockig wird oder wie er reagiert wenn er meint sich "blamiert" zu haben.

    Um eines habe ich mich in der Vergangenheit beraubt, wenn ich Flugzeuge und Schmetterlinge im Bauch, und den Verehrten Typ an der Angel, hatte: eine neutrale Auseinandersetzung ohne aneinder gebunden zu sein.

    Als Paar "musste" man/frau ja wieder einen Weg zusammen finden, man/frau war ja zusammen. Nunmehr treffen zwei Menschen aufeinander, die sich einander nicht sicher sein können, zwei Menschen, die immer wieder versuchen müssen ob sie den Kontakt zueinander noch wollen oder erreichen.

    Es ist eine komplett andere Basis unter Vorbehalt und Rückzug einen Kontakt aufzubauen als gleich mit der Tür und dem Wunsch nach Symbiose ins Herz des anderen zu fallen.

    Früher, ja früher ;) wenn da ein schlechtes Gefühl in der Luft lag, dann wollte ich es beseitigen. Habe vielleicht auch des lieben Friedens eingelenkt. Nun aber, lasse ich das Gefühl stehen, lebe es aus und sehe wie weitere Begegnungen sich entwickeln.

    Ich hatte gestern ein Gespräch mit jemandem, welches in Trotzköpfchenaktion endete. Er zog sich aus dem Gespräch zurück. Bitte schön, seine Entscheidung.... nicht nachvollziehbar, aber seine Sache....

    Heute morgen versuchte mir dieser Mensch auf vielen Umwegen klar zu machen, warum er zuweilen "anders" reagiere. Nun gut, auch das ist seine Sache und legitim, für mich nicht nachvollziehbar, muss es auch nicht sein!

    Aber genau dieses auf neutraler Basis wieder in Kontakt zu kommen, genau um solche Dinge habe ich mich früher beraubt. Um genau die Freude, die ich heute morgen sehen konnte, als ich erblickt wurde. Genau diese Erleichterung, den Stein, der nicht zu überhören war bei meinem Gegenüber als der Kontakt da aufgenommen wurde wo er geendet hat, ohne dumme Kommentare (auch da war ich früher ein Fachmann, pardon Fachfrau) ohne Frotzelei oder dumme Fragen.

    Wenn es sein soll, dann wird es sein - auch noch in Wochen, Monaten oder Jahren - wenn nicht, dann nicht....

    Vielleicht nicht verständlich dass das, was früher für mich Kampf und Belastung war, nunmehr in ein beglückendes Element gewandelt wurde.

    Noch etwas wurde anders: während ich früher nur noch Augen und Ohren für denjenigen hatte, mit dem ich mich beschäftigte oder den ich kennenlernen wollte, so ist das heute anders. Mein Gespräch mit anderen Menschen wird nicht abgebrochen, weil da jemand "besonderer" ist.

    So aber weiß das Gegenüber vielleicht noch viel eher dass ich ihn schätze, indem ich nach diesem Gespräch dann eines mit ihm führen kann. War es früher nicht eher so, dass der andere sich eingeengt gefühlt haben musste: kaum sehe ich ihn bin ich in seiner Nähe .....

    Nun, ich komme zuweilen mit meiner Denke selber nicht so ganz klar, aber sie ermöglicht ein friedliches und harmonsiches Miteinander.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Nancy,
    mir persönlich tat der Kontakt nicht gut weil es mir ebenso ging wie Dir ... ein paar Funken Hoffnungen und ein paar passende Knöpfe gedrückt, schon war mein Trafo von meiner ureigenen Batterie abgekoppelt.

    Dieses "beim anderen sein" tut weh, kostet Kraft und wirft einen sooooooooooo zurück. Zumindest mich. Immer noch denke ich so an manches, aber viel, viel weniger und ganz anders, aber jeder dieser Gedanken ist schwermütig und nimmt fröhlichen und glücklichen Momenten (die ich mit anderen Dingen verbringen könnte) die Kraft.

    Halt dich wacker....

    lieben Gruß von Dagmar

    auch mein Geburtstag war alleine ... auch ich habe es überlebt und ich war nicht weniger alleine als in den Jahren zuvor , nur ich wusste es bereits im Vorfeld....

    Liebes Karottchen,
    lass nur mal ihn "in seinem Saft" schmoren und behalte den vitaminhaltigen Karottensaft für Dich :) Du brauchst Deine Kräfte jetzt, besser und anders - und auch schöner :)

    Lass die Sache einfach angehen.... ja, liebe Karotte, mir geht es mit dem Geld ebenso, ich habe viele hundert Euro weniger als zuvor - eigentlich zu wenig um zu überleben. Aber, liebe Karotte: wir haben einen Arbeitsplatz erhalten, als andere (die sich ihres Arbeitsplatzes sicher glauben konnten) in Kündigung oder Kurzarbeit geschickt wurden. Ich bin Teenager-Spätlese und ein Arbeitgeber hat gesagt "ich will Dich" ohne hier Kandidaten gegeneinander aufzuwiegen. Eine Entscheidung für mich und meine Person ohne Einschränkung (außer dem Gehalt :( Es muss irgendwie gehen. Ich selber weiß auch noch nciht wie, aber ich weiß, dass ich mich sozial als schlecht bezahlter Mensch ganz anders fühle als als ständiger Antragsteller bei den Ämtern.

    Bei mir, liebe Karotte, war der Arbeitsplatz in den letzten beiden Monaten die Beste Therapie in denen mir Menschen (ohne dass sie es wußten) zeigten dass das Leben ganz andere Facetten besitzen kann als mein Ex und mein ehemaliger Arbeitgeber, der aus finanziellen Gründen Personal rausmobbte. Wir werden erst sehr viel später sehen liebe Karotte, ob das "wenige" Geld vielleicht nicht doch "mehr" ist, als wir denken.

    Halt Dich wacker ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    k.o. bin ich immer noch, werde es vielleicht auch bleiben - da ich mich jetzt auch um mich kümmere spüre ich den Körper und seine Bedürfnisse - das spürte ich früher nämlich nicht und funktionierte nur noch - somit mehr Leistung, die sichtbar ist, ob sie besser war, stelle ich in Frage....

    Hallo, liebes Julchen,
    schön, dass es dir so gut geht.

    Die Träume - die ich auch hattte, wenn auch in anderer Form - die lassen nach. Bei mir dauerten sie an bis ca. 3 Monate nach dem Auszug und der Einstellung meines Kontaktes, wobei er noch regelmässig hier auftauchte. Jedoch änderten sich die Träume mit zunehmendem Abstand.

    Wobei ich meine Träume als Helferlein betrachte und schon seit Teenagerzeiten akzeptiere, dass sie unverarbeitetes an den Tag bringen. Oft auch für mich Lösungen, die mein Unterbewußtsein schon kennt, die aber mein Ration nicht realisieren will.

    Ja, Julchen, das mit dem Lachen oder der eigenen Fröhlichkeit..... Ich habe quasi nichts mehr zu lachen gehabt und mich der Laune meines Gegenübers angepasst, war ähnlich misslaunig wie dieser.

    Was meinst Du, wie erstaunt ich war, als ich mich selber ganz spontan lachen hörte oder bei einem Lied im Radio mitsang. Dinge, die ich schon viele, viele Jahre nicht mehr getan hatte. Ich kannte sie, aber ich kannte sie nicht mehr in meinem Leben. So verändert sich Teilbereich für Teilbereich des Lebens und schon manch einer, hat Probleme, uns jetzt wieder zu erkennen, weil viele Dinge anders wurden.

    Ja Julchen, man/frau begegnet den Mitmenschen ganz anders - woraufhin die auch wieder anders reagieren und schon ist die Welt kompett umgedreht.

    Lieben Gruß und ich freue mich darauf weiterhin über genau diesen Weg zu lesen.

    Dagmar

    Für mich ist das kein Thema mehr: Alkohol mag ich nicht besonders, dieses eine Glas im Jahr, das es früher gabe, das vergesse ich.

    Davon mal abgesehen bin ich nicht mehr mit meinem alkoholkranken exfreund zusammen, somit für mich kein Thema.

    Allerdings: wäre ich in der Nähe von jemandem, der Alkprobleme hatte, dann würde ich keinen zu mir nehmen wenn er/sie in meine Nähe kommt. Alleine schon die Fahne wollte ich demjenigen nicht antun. Wobei das nun für mich keine Einschränkung ist.... weil ich das Zeug eben nicht besonders mag.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Was ist wirklich Liebe? Ich selber kann es nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber eines weiß ich für mich: ich will sie nicht mehr wieder haben diese Schmetterlinge - die nämlich nicht nur für vermeintliches Glück bei mir standen, sondern auch Angst davor, dieses "Glück" zu verlieren. Ja, ich kannte dieses auf und ab - die Schmetterlinge, die zu Flugzeugen wurden, und eventuell dann viel zu schwer im Bauch lagen.

    Liegt es daran, dass es damals die einzige große Liebe war? Liegt es daran, dass man/frau als Teenie noch Träume hat oder liegt es einfach nur daran, dass wir etwas fühlten (was sich evtl. sogar später als Gefahr deklarierten).

    Dieses oder diese Gefühle möchte ich nicht mehr verspüren. Ich würde viel lieber das intensivieren, was ich im Kontakt mit manchen Menschen um mich herum spüre, ein Gefühl von in deren Gegegenwart (auch wenn sie kurz ist) sicher zu sein und deren Nähe zu genießen, sich daran erfreuen (egal, wie kurz sie ist) und sich einfach nur freuen diesen Menschen zu sehen. Das eigentlich kommt für mich persönlich einem guten Gefühl für mich viel näher. Ohne Wallung im Körper, ohne Unruhe sondern mit Ruhe und Kraft.

    Aber wie gesagt, ich kann es noch nicht sagen, bin noch zu weit weg vom Thema eventuelle Bindung.

    lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Kathrin,
    ich weiß nicht, ob es wirklich daran liegt, dass Du oder ich nur Augen und Ohren für den Ex oder seine Erlebnisse hatten...

    Ich glaube viel eher, dass ich beispielsweise gar nicht mehr in der Lage war andere Menschen zu spüren und anzunehmen wie sie sind. Mein Schubladendenken ist schon noch immer da und mein größter Feind.

    Dieses vereinsamen, von dem Du sprichst, da haben wir uns isoliert. Nunmehr kommen wir ans Tageslicht und sagen "hallo, da bin ich". Somit haben andere Menschen auch die Chance das zu beantworten.

    Ich denke Kathrin, jeder Mensch spürt, ob er einfach nur seiner selbst wegen gemocht und "gekannt" wird oder ob er/sie einen "Zweck erfüllen" soll.

    Wer nun spürt, offen und Ehrlich - ohne "missbraucht" werden zu sollen - gemocht zu werden, der wird automatisch auf den anderen neugierig, oder? Er/sie kann vielleicht die Nähe genießen weil keine Erwartungen oder Forderungen damit verbunden sind. Er/sie kann gehen oder kommen - wir überlassen es ihm/ihr. Wodurch der Andere die Freiheit genießen kann und sich nicht eingeengt fühlt.

    Ja, Pandora, es fühlt sich gut - aber gleichzeitig fremd und unbekannt an....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Vor allen Dingen, Ladies, was ist Liebe. Für mich derzeit den anderen wertschätzen und sich über seine Gegenwart freuen (alles andere ist für mich dann eher der sexuelle Teil, der mit "Liebe" als solches wenig zu tun hat).

    Somit lernen sich zwei Menschen kennen und beginnen sich zu "beschnüffeln". Entweder sie begegnen sich dananch nicht wieder oder sie intensivieren den Kontakt. Sie werden sich persönliches erzählen, den anderen versuchen näher - per Wort - kennenzulernen. Schon das habe ich früher erzwungen. Den anderen wollte ich so häufig wie möglich sehen um ihn dann zu befragen ;)

    Warum denn? Heute kann ich abwarten ob der andere ein Gespräch beginnt. Gelang mir früher aus Ungeduld nicht! Heute kann ich mit dem anderen ein wechselseitiges Gespräch führen, wo ich früher oftmals die Gesprächsführung hatte. Wenn geschwiegen wird, dann ist es o.k.

    Früher benötigte ich Ausreden (es ist etwas kaputt) um mich so schnell wie möglich mit dem anderen zu treffen, als ob mir etwas davonliefe. Heute ist mir egal wer davon läuft ob er/sie wieder kommt oder nicht. Wenn es sein soll, dann passiert es.

    .... aber .... ich zeige dem anderen (was ich früher nicht konnte, sondern nur über meine Ausreden bzw. Coole Art) das ich ihn wertschätze, auf ihn achte, ihn vermisst habe oder oder oder. Früher hätte ich dabei gedacht mich zu blamieren offenes Interesse am anderen zu zeigen - heute ist es mir wichtig dem anderen gegenüber auszudrücken dass er mir sehr wohl bewußt ist.

    Dieses abwarten, los lassen und auf das Glück vertrauen heisst für mich keinesfalls nichts tun und die Hände in den Schoß legen. Im Gegenteil! Es bedeutet für mich persönlich dem anderen ohne meine One-Woman-Show zu begegnen. Denn ich frage mich nach den letzten Wochen habe ich mich früher vielleicht nur präsentiert? Habe ich den anderen so wahrgenommen wie er/sie war oder war mir nur ein Ziel wichtig, auf dem Weg dahin ich eine "Rolle" eingenommen habe ohne auf den anderen zu achten?

    Ich weiß es wirklich nicht - ich weiß nur, dass sich Kontakt für mich jetzt anders anfühlt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Chanell,
    Du fragst: ER eine KUR macht unter therapeutischer Aufsicht mit Tabletten gegen den Alkohol...
    Aha.. ist das gut?? Hat das einen Sinn???

    Na, da will ich doch mal gegenfragen: Sinn für wen? Für ihn zum Trockenwerden? Für Dich, weil Du die Hoffnung nicht aufgegeben hast? Oder für Euch, weil die Hoffnung als letztes stirbt und Du noch sehr in seinem Leben zugegen bist?

    Ich denke Chanell, jeder Weg hat seine Berechtigung. Jeder Weg kann gut oder richtig sein, wenn der Mensch - der vor hat ihn zu gehen - es will. Wenn der Mensch für sein weiteres Leben trocken werden möchte und anders leben möchte.

    Ich denke, es lässt sich schwer sagen, welches der Beste Weg ist weil jeder Mensch jeden Weg anders geht und die "Erleuchtung" eventuell erst im Laufen kommt. Ich denke, das alles kann nur die Zeit zeigen. Nicht in Wochen, fast nicht in Monaten, sondern nur in Jahren....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hm, liebe Karotte,

    Du schriebst:

    Dagmar, das kenne ich auch...mit dem Laufen lassen und darauf vertrauen das es kommt wie es kommen soll...Vertrauen. Fällt mir manchmal immer noch schwer. Und doch macht es mein Leben jetzt oft viel leichter...wenn ich nicht klage oder sichergehen will, sondern höchstens forsche für was ist es gut und schau mer mal was kommt...gute Sache..tolles Gefühl. Ich hoffe bald automatisch...immer wieder und öfter...

    Karotte

    Ps.: Was ich mich allerdings frage was ist mit den Dingen denen ich früher hinterher ging...dran blieb...kämpfte...und die noch da sind...gehören die da jetzt hin und zu mir oder sollte ich mich davon auch lösen weil sie wenn ich aufs Leben vertraut hätte vielleicht gar nicht da wären?

    *****************

    Ich glaube es ist o.k., wenn etwas erkämpft wurde und dann kann es ja auch Bestand haben, aber vieles habe ich mir beispielsweise selber zerstört durch dieses nicht "abwarten können" denn auch das verbinde ich mit dem kämpfen.

    Ich denke, liebe Karotte, das, was nun in unserem Leben ist und uns gut tut, das soll wohl bleiben, schädliches darf und sollte gerne gehen.

    Alles was neu kommt oder kommen kann wird eben einfach nur anders aufgenommen und empfangen bzw. beantwortet. Das Endresultat muss gar kein anderes sein.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich weiß nicht, meine Lieben. Vor ein paar Tagen meinte jemand um mit mir zu flaxen "frauen halt" da ging es um die Reparatur oder Instandsetzung einer Spülmaschine.

    Irgendwie hatte ich da genau das Gefühl, dass es schon noch eine klassische Rollenverteilung gibt. Auch der Ansatz als die ältere Arbeitskollegin merkte das Ding geht nicht - gleich ein Ruf nach einem netten Kollegen .... Der dann aber .... Spülmaschine, keine Ahnung ..... Aber es war das ganz ursprüngliche Muster. Frau sucht bei Mann Rat - und ich hatte nicht das Gefühl, dass eine der Geschlechterseiten sich darin unwohl fühlte.

    Das was ich jetzt gerade sehe, meine Lieben, entspricht wohl schon der Aussage von Melanie, aber nicht nur - speziell was Gehalt ect. angeht. Es gibt bei uns Frauen die ebenso "schlecht" wie die Männer verdienen und andere die ganz "übelst" wenig bekommen. Aber in den Spitzenstundenlöhnen hält sich tatsächlich die Waage zwischen Männlein und Weiblein.

    Ich stelle fest Melanie, im Handwerk scheint es zuweilen (mein derzeitiger Eindruck) fairer zu zugehen als in der Industrie (da kenne ich nämlich komplett das was Du sagst).

    Weißt Du Melanie, ich denke wir können zurück in die Rolle der Frau ohne an Achtung zu verlieren und ohne das was Gleichberechtigung ist (Emanzipation mag ich nicht, das bedeutet nämlich für mich immer eine schwächere Gruppe muss sich an die andere hochrangeln) zu verlieren.

    Ich sehe für mich gewissen ängstliche Züge bei manchen Dingen (Autoreparatur ect.) dazu stehe ich. Gleichzeitig sind meine Internetgeschichten mehr eine männliche Domäne, während mein Auftreten zunehmend weiblicher wird, je mehr ich aus den ehemaligen Suchtgeschichten herauskomme.

    Ich frage mich für mich ob dieses ständige unter "Leistung stehen" was ich mir auferlegt habe diese Pseudo-Emanzipation für mich herausgefordert hat. Meine Veränderung in eine weiblichere Richtung war komplett unbewußt und ist mir erst aufgefallen, als sie schon lange vollzogen war.

    Früher habe ich mit den meisten Männern rumgelachst aber auch eine viel provuzierendere Art als jetzt. Während ich wohl früher eher auf supercool "machte" ist es jetzt ganz anders - nämlich aus dem Herzen heraus. Viel weicher und anders.

    Ich denke, viel hat Erziehung (an Leistung gemessen zu werden) und schädliche Beziehung (das alles weg zu stecken) damit zu tun wie wir uns fühlen und somit auch meinen nach Außen auftreten zu müssen.

    Kranke Liebe, Karotte, ja das stimmt ganz sicher. Die gesunde, die versuche ich gerade zu erfahren nämlich Zuneigung ohne "wollen". Geben ohne zu erwarten oder ohne "Zukunft" einfach jetzt da sein, anwsend sein und dem anderen die WErtschätzung zu zeigen.

    Ja Fuegeo, Du sprachst mir gerade aus dem Herzen: mit Männern zu arbeiten ist oft unkomplizierter. Aber nur oft, nicht immer ;) Ich habe das Glück, dass es bei uns im Büro keinen Zickentanz gibt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich denke, liebe Kathrin, eben genau das ist es: wenn es sein soll, so ergibt sich ein weiterer Kontakt oder mehr. Freuen über jeden Kontakt, ihn so betrachten, als ob es der einzige sein könnte, aber auch einer, dem viele weitere folgen.

    Früher war mir das nicht möglich. Irgendwie musste ich da gleich nachsetzen um Sicherheit zu erlangen, den Stromimpuls meines Herzens wieder zu sehen. Geduld hatte ich keine und auch kein Vertrauen an das, was das Leben mir serviert.

    Ich spüre immer mehr und immer öfter, dann, wenn kein bewußtes "ich will" von meiner Seite da ist, präsentiert es mir das Leben. Es gibt jemanden, mit dem quatsche ich einfach nur gerne. Die letzten Tage sind wir zeitlich aneinander vorbeigelaufen. Am Freitag dachte ich "schade Junge, aber ich wünsche Dir ein schönes Wochenende". Kaum Gedanke ausgedacht, da war mein Gesprächspartner da. Ab dem Moment wo ich "losgelassen" hatte ab dem Moment wo ich dem Leben erlaubt hatte seinen Gang zu gehen ohne es selber erzwingen zu wollen.

    Manchmal frage ich mich natürlich, ist das vielleicht Feigheit (denn mir gelingt es schon ganz gut etwas voran zu bringen und somit könnte ich auch einen aktiven Weg gehen) oder ist es wirklich das, was ich mir einbilde, ein Vertrauen darauf , dass kommen soll, was das Leben bestimmt.

    Ja, liebe Pandora, Du siehst aber, es begegnen Dir viele interessante Menschen. Wenn wir es nun schaffen, die Augen offen zu behalten und uns nicht wieder auf ein "Musterexemplar" einzuschießen, so haben wir die Möglichkeit, viele interessante Menschen kennen zu lernen. Ob es dann mehr wird ist doch derzeit egal. Kennen- und schätzen lernen und dann weitersehen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Samaca,
    nicht den Kopf in den Sand stecken!!!

    Ich war ohne Job - Teenagerspätlese - habe ein privates Katzenasyl und selber drei Hauskatzen kein Dach mehr (da der Exlover drohte dieses anzuzünden).

    Ich bekam ein wunderschönes Hexenhaus (habe selber inseriert) Freunde halfen beim Umzug und nun habe ich 3 km von hier einen wunderschönen Job mit supertollen Kollegen gefunden.

    Auch ich habe/hatte diese Grundsatzangst! Mir persönlich haben ganz niedrig dosierte Antidepressiva geholfen alle Geschehnisse auf ein reales Level zu bringen und mich im "normalisierten" Zustand auf mein neues Leben einzulassen. Es geht, aber dazu ist erforderlich, dass Du Dich nicht aufgibst.

    Immer, wenn Du denkst, es geht nicht mehr - dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her...

    .... aber du musst es sehen "wollen"...

    Lieben Gruß von Dagmar
    Co

    Hallo, liebe Zahnina ;)

    auch bei mir war es eine Beziehung von fast einem Jahrzehnt. Mehr also, als ein fünftel meines Lebens. Auch ich habe von Anfang an die Brisanz nicht erkannt, eine Steigerung bemerken müssen und letztendlich innerhalb von wenigen Monaten den kompletten Horror.

    Es ist nicht leicht auszusteigen und neu zu starten. Es lohnt sich ganz sicher immer, aber der Weg ist langsam und steinig und das, was nun gesünder und sicherer für mich als Co ist fühlt sich relativ neu und unbekannt an.

    Bekannt waren Schmerz, stets auf Hab-Acht-Stellung was passiert, welcher Polizist, Gerichtsvollzieher oder sonst auch immer vor der Türe steht. Oder ist es gar eine Anzeige.... in der stärker werden Sucht ist nämlich auch eine ganze Anzeigenlawine ins Rollen gekommen.

    Wenn Du gehst, liebe Zahnina, dann wird ihm (vielleicht?) sein Zahn gezogen, dass er sein Leben im Griff hat. Vielleicht ermöglicht ihm das die Chance des Aufwachens. Ich bin zu spät gegangen, ich denke mal, mein Gegenstück ist zumindest bisher nicht erwacht von seinem Dornröschenschlaf mit der Pulle. Wer ihn wachküst wird vermutlich irgendwann einmal eiin Nierenversagen oder Papa Korsakow sein. Ich weiß es nicht, aber ich weiß dass mein Leben neue Facetten bekommen hat und wieder ein Leben ist.

    Ich weiß aber auch, dass der Weg nicht einfach ist und auch die Traurigkeit und Angst vor der Zukunft uns ständig "in den Hintern tritt". Es ist nur die Frage, ob nicht ein einmaliger starker Tritt in Richtung "Dein Leben selber in die Hände nehmen" besser ist als viele "kleine Tritte im Miteinander, durch welche der Hintern nicht mehr sitzfähig ist".

    Ich wünsche Dir viel, viel Kraft für Deinen Weg.

    Lieben Gruß von Dagmar