Beiträge von dagmar007

    Liebe Kabili,
    es gibt, meiner Meinung nach, keinen Grund Dich zu schämen. Nur einen Grund alles zu verändern, gerade auch wegen der Kinder. Ihnen würde es helfen einen Erwachsenen zu sehen, der auf sich selber achtet (es ihnen somit vorlebt) und der direkt und gradlinig ist, so meine ich.

    Weißt Du Andrea, warum sollte ein Mensch gehen, der Probleme hat mit dem Leben klar zu kommen. Der gewohnte Rahmen gibt ihm doch Sicherheit. Du bist eine insgeheime Sicherheit und Deine Anwesenheit verbreitet nach außen das Gefühl "so schlimm kann er nicht sein, sonst wäre sie ja nicht mehr da".

    Wo das Hirn stehen bleibt, ich weiß es nicht - ich habe persönlich den Eindruck gewinnen müssen dass irgendwann einfach nichts mehr interessiert. Logisches Denken, erinnern ect. ist eben nicht mehr möglich. D. h. natürlich auch, dass wohl in solchen Fällen keine Einsicht möglich sein kann. Wie denn, wenn sie nicht mehr wissen was sie taten.

    Aber was "sie" tun muss uns egal sein, damit wir nicht immer wie eine Fliege in ihrem Spinnennetz hängen. Erst dann, wenn wir unser Leben beginnen zu leben und uns nach uns orientieren, können wir spüren und ausleben, was vielleicht in uns steckt und mittlerweile "fast" eliminiert wurde.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass sich auch für Dich in den fernen USA Wege finden lassen. Dein Leben - und das Deiner Kinder - selbstbestimmt und glücklich zu gestalten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich befürchte liebe Doro, dass das stimmt, was andere sagen. Auch ich kenne diese Aussagen, die gut fundamentiert gebracht wurden. Dinge, aus denen sich herauslesen lässt dass es sich nicht um "ich habe ja schon immer gesagt" handelt.

    Ich denke einfach Doro, da wollte man Dir nicht weh tun und hat ihn halt zwangsläufig akzeptiert. Sind wir mal ehrlich, die wahre Seite haben oftmals die anderen vor uns spüren müssen. Solange wir noch Helfer waren, wurde mit mir beispielsweise noch harmlos umgegangen. Das änderte sich erst mit der Aufgabe meiner Co-Tätigkeit innerhalb der Beziehung.

    Aber Du hast recht: in solchen Fällen ist akut eine faire Trennung wohl nicht möglich. Das mag sich später evtl. in eine andere Dimension bringen lassen, aber nass und aktiv im Ego verletzt geht das wohl kaum.

    Mir ging es übrigens ebenso wie Dir, ich bin ans Telefon vor vielen Monaten in der Erwartung, mensch, der muss doch mal normal werden. Irrtum...

    Halt Dich wacker

    lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Kabili,
    ich verstehe Dich nur zu gut und denke auch eine Planung und Vorarbeit muss her bevor ein "gehen" möglich ist. Schon alleine deshalb, dass Du später mit Deiner Entscheidung - wie auch immer die ausfällt - klar kommst.

    Nur...... wenn ich an mich denke, ich habe immer mehr Kraft gelassen. Über die Jahre wurde ich immer Kraftloser, hoffnungsloser und somit auch immer unfähiger etwas in die Tat umzusetzen.

    Ein Ruck ging durch mich, als ich mein Leben in Gefahr sah, nur war das weniger "Kraft" sondern mehr ein letztes Aufbäumen. Wenn es dir kräftemässig also ähnlich geht wie mir, dann kann ein guter Hausarzt eine gute Hilfe sein, auch weil er erst mal organisch durchcheckt, was da auch noch in Mitleidenschaft gezogen ist.

    Halt Dich wacker und denk an Dich - und daran, dass Deine Batterie wieder aufgeladen werden muss ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Mal ein ganz ernstes Wort liebe Kathrin:
    DU weißt, daß DU WERTVOLL bist?
    Dir ist klar, dass jeder Mensch es verdient hat respektvoll und ehrlich behandelt zu werden?
    Fairness und Zuverlässigkeit ist wichtig für Dich und Dein Leben?

    Dann nämlich muss man/frau ganz klar sagen, dass DU Deine Freiheit gewonnen hast und Dein Gegenüber einen wertvollen Mensch verloren hat. Denn sind wir mal ehrlich, mit einem solchen Verhalten ist bei vielen Menschen keine Freundschaft mehr möglich. Mit einem Ex, der ehrlich und fair war kann ich nach einer gewissen Zeit der Trauer wieder normal umgehen. Mit einem Menschen, dessen Ehrenkodex anders ist als meiner da leben wir in unterschiedlichen Welten und haben keine Berührungspunkte. Da will ich keine Berührungspunkte - denn da klafft ja nur Entgegensetzlichkeit.

    Liebe Pandora, leg mal Panoras Büchse weg und erlaube Dir Dich als wertvoll zu sehen! Nicht Du bist betrogen worden sondern ein kranker Mensch hat sich eine neue Lösung überlegt um kritiklos weiter zu leben. Wie ich darauf komme? Wie ich so anmaßend sein kann?
    Weil ich persönlich denke, jede beendete Beziehung - egal durch wenn oder durch was, muss erst einmal verarbeitet werden. Eine soforte neue Beziehung bzw. ein Betrug ist Verdrängung in meinen Augen - nicht mehr und nicht weniger!

    Ich danke meinem Leben dass ich nicht selbiges betreiben muss um mit mir glücklich zu sein. Das alleine schon sollte Dich glücklich machen, dass Du ohne Partner Dein Leben selbständig lebst. Wir armselig ist dagegen doch jemand, der nur "Platzhalter" benötigt. Das unterstelle ich nun einfach einmal ohne näheres zu wissen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich glaube, liebe Kathrin, auch ich mache den Fehler es als "Rückschlag" zu benennen, obwohl das doch ziemlich vorschnell ist. Vielleicht ist das schon wieder ein "schwarz sehen" obwohl es doch genau das ist was wichtig ist: zu spüren wo es weh tut, wo es hingeht und wo die Lösung versteckt ist.

    Das muss auch ich mir umgewöhnen fehlt mir jetzt beim Lesen meiner Beiträge auf. Eigentlich so wie ich erzogen worden war "wenn man das schlimmste einkalkuliert, so kann es nicht schlimmer kommen". Dabei aber suche ich ja schon fast zielbewußt das schlimmste weil ich kein Vertrauen habe. Uuups, auch wieder dazu gelernt :)

    Ich glaube, liebe Kathrin, das Durcheinander ist normal. Wenn Du von Deinem (Ex-) Partner weißt, dass er trocken anders ist als nass, dann stellt man/frau sich immer die Frage ist das oder jenes richtig. Nur, bei dieser Fragestellung scheinen wir uns dann schon wieder selbst zu vergessen.

    Drücken wir es mal ganz hart aus:
    Wenn es Liebe/Zuneigung war - wirklich tief und wirklich von innen heraus - dann kann jede von beiden Seiten (wenn jeder von beiden stark, gesund und alleine lebensfähig ist) wieder auf den anderen zugehen. Ob es ein mehr wird kann sich dann zeigen.

    Ist dem aber nicht so, keiner entwickelt sich weiter, oder nur einer, dann wird es eben nichts mehr - dann gibt es eben keine "guten" Tage mehr, die folgen sondern nur "gar keine".

    War es suchtbetontes Verhalten, welches in schönen Worten mit Liebe ummantelt wurden, nun, dann waren es eben Worte, sinnlos gemurmelt und nur gewissen Zweckmässigkeiten dienend.

    Aber total egal, was es war ist oder wird: DU lebst nun Dein Leben, auch wenn es manchmal drunter und drüber geht. DU entscheidest, DU trägst die Folgen Deiner Entscheidungen und DU kannst pur sein!

    Vielleicht solltest Du mit Dir selber nachsichtiger sein ;) Was ist so schlimm an einem Durcheinander? Wenn etwas sortiert wird, dann gibt es halt ein Durcheinander. So sieht es bei mir beim Hausputz auch aus :) Alles steht kreuz und quer, nach einiger Zeit aber ist alles an richtiger Stelle und manches entsorgt. Ich glaube, wir dürfen das Chaos zulassen, auch wenn wir lieber unser eigenes Gedankengut kontrollieren würden ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Genau das ist es, liebe Maddison: Du bist für Dich verantwortlich und kannst Dir etwas "genehmigen". Am Anfang muss man/frau sich zuweilen sogar dazu "zwingen". Aber peux und peux wird das langsam ins Leben integriert und gehört dazu.

    Ebenso wie Dein Gegenstück für sich und sein Handeln verantwortlich ist. Er/Sie kann das auf gesunde Art und Weise machen - aber auch auf ungesunde. Welche auch immer, darüber entscheidet jeder Mensch selber.

    Vor allen Dingen meine ich für mich erkannt zu haben, (allerdings schon vor Jahren) dass es leicht ist mir Schuld zuzuschieben, die ich dann übernehme. Als Teenager habe ich gleich mit "ich war das nicht geantwortet". Vermutlich a la Kindheit die Dagmar ist immer schuld.

    Das hat sich dann geändert. Vor allen Dingen gelang es mir irgendwann Geschehnisse nicht mehr auf mich zu beziehen und sofort in Verteidigungsstellung zu gehen.

    Hier erlebte ich letzte Woche etwas, was mir ein tolles Beispiel war: mein Chef bekam eine Antwort, von der nicht klar war ob sie schnippisch ist oder einfach nur Antwort. Er blieb in der Tür stehen, überlegte und sagte nichts. Respekt! Er hätte die Macht und Autorität durch die Stellung eine Diskussion zu führen aus der dann klar hervorginge was Sache ist. Aber er hat die Stärke und die Persönlichkeit es einfach stehen zu lassen. Fand ich toll und war für mich ein gutes Beispiel. Auch ich weiß noch nicht wie das von der Kollegin gemeint war, warum also Diskussionen; vielleicht um nichts.....

    Die Erklärungen, die andere für uns abgeben, die empfinde ich persönlich als deren REchtfertigung. Ich selber biete schon seit längerem keine Möglichkeit für diese Rechtfertigungen, die eh nicht stimmen müssen. Frage ich wo warst Du? So kann der andere sich rausreden blocke ich aber auf die vermeintliche Erklärung ab und sage "ach das interessiert mich jetzt gerade nicht, ich will (beispielsweise) schlafen", so habe ich ihm die Möglichkeit der Rehabilitation "geklaut".

    Da beginnt es mit der Selbstverantwortung für mich. Also schon ganz weit vor einem Auszug, einer Trennung oder Scheidung. Aber das zu erkennen ist - wie Du gerade merkst Maddison - nicht so einfach.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hier hatte ich fast Glück. Da die ersten Jahre immer die Kumpels schuld an seinem Trinken waren war es mir Jacke wie Hose, wenn oder falls mal viel "Ich habe mich gerade so aufgeregt, das brauche ich jetzt".

    Schön - sein Problem - aber ich eben brauche diese Aufregungen nicht. Und die Flasche führt sich jede-/r selber an den Hals. Dürfte diese Flasche vermutlich sogar noch selber einkaufen. Es ist ja nicht so, dass das Trinken nur ein Schritt ist
    1) Stoff besorgen
    2) konsumieren
    3) .... Schuldigen suchen ....
    wobei ich nicht denke, dass jeder Trinker die Schuld anderen gibt. Vermutlich gibt es auch da Menschen, die konsumieren ohne andere verantwortlich zu machen.

    Liebe Maddison,
    sein Alkohol
    sein Einkauf
    sein (vielleicht) Kater
    sein schlecht fühlen
    und seine eigene Entscheidung!!!!!

    Weißt Du Maddison, ich denke mit sich selber fühlen kommt man/frau auch weiter. Denn wenn ich ehrlich bin, dann spürte ich schnell was mir gut tut und was nicht. Die kranke Partnerschaft tat mir nicht gut - aber ich war zu feige neu zu starten.

    Dafür aber jetzt :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Kabili,
    auch bei mir waren finanzielle Gründe ausschlaggebend dass ich blieb und mich selber zu Grunde richtete. Ich war damals der Meinung mit rund 1000 Euro Gehalt alleine nicht überleben zu können und keinen Umzug zu schaffen. Also bliebt ich bis

    ich arbeitslos wurde
    nur noch 600 Euro hatte
    und umziehen musste um mein Leben in Sicherheit zu bringen....

    Meine Milchmädchenrechnung ging also nicht auf!
    Ich hatte nämlich eines vergessen: die unbekannte... nämlich den Faktor Sucht, der sich urplötzlich verändern kann und der ins überdimensionale gehen kann. Somit ging es nun rein rechnerisch ans Wurzelziehen.....

    Das tat weh - ich bin mir sicher, ich wäre nicht mehr unbeschadet, wäre ich nicht gegangen. Einfach nur, weil ich die "Unbekannte" in meiner Milchmädchenrechnung nicht berücksichtigt habe.

    p.s. ich bin absolut über Deinen Vergleich der "Kriegsgefangenen" gestolpert. Ich denke mal, jeder Kriegsgefangene würde alles, absolut alles für seine Freiheit hergeben. Es sei denn, er/sie ist schon so kaputt in Freiheit nicht mehr klarzukommen.

    Dann aber ist fachärztliche/therapeutische Hilfe gefragt, oder?

    Weißt Du, Du betonst den finanziellen Faktor sehr (natürlich kann ich das verstehen, weil Du ja überleben musst) aber es reduziert Deinen Partner nunmehr nur noch als Geldesel. Das ist auch eine gewisse Berechnung aus nur diesen Gründen eine Beziehung aufrecht zu halten. Da kommt dann (in meinen Augen) seine Tyrannei aufgerechnet mit Berechnung auf NULL als Ergebnis hinaus.

    Die Selbstmordgeschichten sind auch so ein Fall für sich, die mir klar machten ich muss weg aus der Gefahrenzone. Denn nur dann wenn ich weg bin kann mir keine "unterlassene Hilfeleistung" ect. unterstellt werden. Es ging bei mir um meine eigene Sicherheit! Was zählen Finanzen - wie gesagt ich musste mit 600 Euro/Monat starten und umziehen - gegen die eigene Gesundheit und die Abgabe der Verantwortung eines Kranken an sich selber???

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Pandora,
    ich persönlich kenne schon auch mal den kleinen Rückschlag. Aber für mich konnte ich erfahren, dass der immer das Vorzeichen für die nächste Bewältigung war. Ging es mir heute schlecht, dann war ein weiteres Stück in meiner Hausmauer neu gebaut worden - zuvor ver- und bearbeitet und eingesetzt. Jeder Punkt des Verstehens setzte bei mir zuvor "eigenartige" Gefühle voraus.

    Nass - Trocken - zwei Menschen .... Hm, glaube ich Euch wohl, aber ich denke dennoch, dass eine Grundstörung in der Psyche da war oder derjenige moralisch andere Wertvorstellungen an sich hat als ich selber wenn er fremdgeht, zum Tyrann wird ect.

    Und ich muss nach reichlichem Abstand sagen, das was ich erlebte war viele Jahre ein entgegenkommender hilfsbereiter Mensch. Ich glaube nicht mehr, dass das aus seinem Inneren heraus kam. Ich denke, er übernahm das weil er meinte die Forderung der Umwelt sei so an ihn gestellt. Ich empfinde es so, als ob durch den extremen Alkoholgenuß genau die typischen, ureigenen Persönlichkeiten zum tragen kommen. Keinen Bock auf Verantwortung, auf soziales Verhalten. Und wenn ich mich richtig zurück erinnere, so war es schon immer so, dass Gesetz und soziale Regeln eigentlich keine Rolle spielten. Nur: damals konnte das besser vertuscht werden.

    Auch ich bin der Meinung dass ein Alkoholiker ein Grundproblem hat. Wenn dieses gelöst werden kann besteht eine kleine Hoffnung (sehen wir ja hier im Forum). Aber es darf wohl nie vergessen werden wie groß die Gefahr eines Rückfalles ist. Somit ist also der Partner fast mehr gefordert als der trocken werdende Alkoholiker.

    Der Partner muss ich meiner Meinung nach
    1) eine eigene Persönlichkeit erarbeiten, die alleine existent ist und in keinster Form vom Partner abhängig ist, am besten auch nicht von anderen Menschen
    2) Gute Nerven für die Zeit der Verarbeitung des nun Trockenen, der sich selber finden muss - was sicherlich mit Gefühlsauf- und abs von statten geht.
    3) Die Bereitschaft das gewesene in den Papierkorb zu stecken und neu anzufangen.
    4) Den Alltag komplett neu zu überdenken, Nahrung, Aufenthaltsorte, Freundeskreis ect.

    Das Hauptproblem sehe ich in der Autonomie von zwei Personen, jeder muss selbständig bleiben oder werden. Ich hatte ja anfänglich die Hoffnung, dass mein Ex es schnallt. Dennoch war für mich persönlich klar, es muss eine räumliche Trennung geben damit ich nicht in die Gefahr komme Unterstützung zu bieten, da wo er selber lernen kann selbständig zu werden. Für mich war klar, ich muss selbstverantwortlich alle Belastungen des Lebens alleine durchziehen. Ich sah es so, dass wir uns hätten beide zu selbständigen Personen hätten entwickeln müssen um dann zu sehen, ob es überhaupt noch Gemeinsamkeiten gäbe.

    Liebe "dicke Katze"
    Dir zu verzeihen ist ein Ding, welches auch ich lernen musste. Ich bin nämlich nicht perfekt, ich bin nur ein Mensch und habe das Recht Fehler zu machen, mich traurig zu fühlen oder oder oder. Ich habe das ganz "komisch" gelöst. Ich habe meine Lieblingspuppe, die ich als Kind hatte, neu eingekleidet ;) Habe für mein inneres Kind (für das sie stellvertretend war) gesorgt. Ich habe meine Zwiegespräche geführt und sie sichtbar aufgestellt. Dieses sichtbare erinnerte mich immer daran ein Mensch zu sein, alles ist menschlich, alles kann verziehen werden. Am meisten sich selber! Denn mit dem Bewußtsein irgendwo nicht klar zu kommen ist der Anfang zur Lösung getätigt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Pandora,
    erlaube mir mal, Dich als Leidensgenossin in den Arm zu nehmen :) Auch ich wurde munter flockig während der Beziehung betrogen, einfach um sich sicher zu sein eine neue Co an der Angel zu haben. In diesem Fall eine kleine Erleichterung für ihn: Im Gewgensatz zu mir auch jemand, dem das Tröpfchenb schmeckt.

    Oh litt mein Ego. Ich wurde ausgetauscht, ich bin wohl so wenig wert, ach je und schmerzlich war es und überhaupt, ich dachte mein Leben ist nichts mehr. Aber wo war das denn zuvor ein Leben?

    Wo gabe es bei uns Gemeinsamkeiten? Nirgends - mein Leben im Haus, seines in der Kellerbar. Gemeinsamkeiten? Wo denn? Sogar am Weihnachtsabend musste er noch in seinen Keller, dass es wegen dem Alk war begriff ich erst Monate später.

    Mensch Pandora, wie dankbar können wir doch sein, dass uns genau der Schmerz angetan wurde uns auszutauschen! Wärst Du gegangen? Wäre ich gegangen? Ich hätte wohl noch weiter mit mir spielen lassen und selber noch weiter gehofft, ignoriert und wäre unzufrieden gewesen.

    Nein, nicht jeder Alkoholiker geht fremd! Aber auch nicht jeder Alkoholiker hat schon eine toxische Vergiftung. Liebe Kathrin: achtete Dein Partner sich selber, hielt er sich gesund, pflegte er sich? Wenn nein, wie hätte er dann Dich pflegen, wohl behüten bzw. respektvoll behandeln sollen? Glaubst Du wirklich es liegt an Dir, dass Du betrogen wurdest? Mal ganz ehrlich, Kathrin - ob wir mit Mrs. Alk oder Mrs. Real betrogen werden ist doch Jacke wie Hose - Partnerschaft ist beides nicht. Wenn aber Mrs. Alk und Mrs. Real zusammen treffen, dann haben wir die Beste Chance zu gehen. Die Chance auf unser Leben! auch wenn es dauert ....

    Ja, liebe Melanie das Leben zeigt uns zuweilen die vielen Farben, die wir zuvor durch schwarz/weiss nicht mehr sehen konnten.

    Ihr wundert Euch aber nicht "ernsthaft" darüber, dass Ihr durcheinander seid ;) Ist doch nur logisch, dass wir - die wir jahrelang selbstschädigendes Verhalten ausgeübt haben dieses noch gewohnt sind. Es ist doch mehr als natürlich, dass uns jetzt jede Art von Egoismus als fremd, vielleicht sogar als falsch vorkommt oder? Für meine Katzen hatte ich hervorragend gesorgt, für den Lover auch ... für mich wesentlich weniger. Mein Katzenfutter ist first class, meine Lebensmittel waren Sonderangebote. Es spricht nichts gegen das eine oder das andere - aber ausgewogen - jeder muss zum Zug kommen.

    Meine Tiger haben immer noch first class :) Ich nun auch ab und zu :)

    Es fühlt sich plötzlich gut und zufrieden an - Wünsche werden erfüllt (vielleicht erstmalig wahr genommen) somit muss es sich anfühlen wie ein "Durcheinander" oder?

    Also ich für meinen Teil bin hierher marschiert ohne Wohnung (auf der Suche dananch) ohne Job und lebte damals in einem farblosen Gefängnis.

    Für mich ist es normal, dass die Farbe im Haus, das Grün - oder derzeit weiß im Garten - und der Kühlschrank (der nun auch nicht mehr Geld frisst als zuvor!) bei mir ein Durcheinander bewirkt. Vor allen Dingen dachte ich mal, ich könnte ohne mein Gegenüber nicht leben. Nun lebe ich nicht nur, lebe nicht nur gut, sondern fühle mich wohl und glücklich. Wenn das nicht genug Gründe für ein Durcheinander sind :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Maddison,
    warum sprachlos sein? Es ist seine Sprache der Schuldzuweisung. Die Sprache eines Menschen, der "schneller" sein will mit der Trennung (vielleicht weil das Ego Probleme hätte zu verkraften dass "er gegangen" wurde.

    Ach, liebe Maddison, gib ihm nicht die Macht über Dich und Deine Gefühle (zumindest nicht ganz) erlaube Dir zu verstehen, dass der Trauer irgendwann eine Erleichterung folgt.

    Liebe Maddison, bei mir war es wohl eine ganze Portion versteckter Stolz als eine neue in sein Leben trat, bzw. er dafür sorgte dass ich die Beziehung beenden musste. Ebenso wie Deiner, der von Scheidung spricht.

    Weißt Du, dass uns die Herren die "Verantwortung" komplett abgenommen haben? Weißt Du, dass wir später uns nicht wie es sich für gute Co-Abhängige gehört fragen müssen "sind wir zu früh gegangen"?
    Ich fühlte mich recht schnell ziemlich erleichtert, dass ich nicht mit mir kämpfen musste zu gehen, sondern dass die Grundlagen für mein Handeln schon gelegt waren.

    Ja, ja, bring mit, mach das, mach jenes, und was machst Du für Dich? Jetzt wird es Zeit ;) und sei es nur aus einem anfänglichen Trotz, der sich später als Grundeinstellung einlebt.

    Gehofft hatte ich auch ich ewig - tue ich vielleicht immer noch für ihn (oder um das Gefühl zu haben doch nicht so einen "Fehlgriff" gelandet zu haben). Ich weiß es nicht, es lohnt aber auch nicht das näher zu betrachten. Denn egal, was, wo oder wie - nie wieder diesen Terror!!!!

    Tja, liebe Madisson, da kam ich auf die Idee ebenso wie Du anderer Klamotten und anderer Frisur und plötzlich kam "Du bist jetzt so wie ich es mir gewünscht habe" aber das kann nicht so bleiben. Häh, nee, klar nicht, denn für ihn hatte ich mich sicherlich nicht verändert sondern für mich - endlich konnte ich Farbe leben, wieder leben...

    Und ich machte ihm Angst: neue Kleidung, anderes Selbstbewußtsein (er sagte mal er habe gedacht ich würde zusammenbrechen, und nun käme das Gegenteil) und somit auch ein anderes Auftreten nach außen. Berechtigt diese Angst: denn das war nicht mehr der Mensch, der sich selber freiwillig innerhalb einer Suchtbeziehung klein machen ließ. Das war ein Calimero, der quasi noch die Eierschalen auf dem Kopf hat und neugierig in mein Leben "stapft".

    Also, liebe Maddison, lass uns mal die sprichwörtlichen "Kükenschalen" vom Körper streichen und unser Leben leben. Lass uns die Erlebnisse und Dinge "rauspicken" die uns gut tun. Vielleicht am Anfang "gezwungenermaßen" später dann als Automatismus.

    Auf geht's :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Pandora,
    na, da hast Du mal wieder "Pandoras Büchse" aufgemacht. Seit langer Zeit habe ich heute nacht mal wieder ganz komisch geträumt.

    Und zwar suchte ich mein Auto und fand es nicht, wusste auch nicht, wo ich es abgestellt hatte. Das Auto bedeutet in der Traumdeutung weiterkommen und sich weiter entwickeln.

    So, ich finde also das Auto nicht - die Weiterentwicklung hängt. Nein, welch ein Zufall, gestern fragte ich mich kurz vor dem Schlafen, warum ich überhaupt noch zuweilen den einen oder anderen Gedanken verliere an diesen Menschen, die Geschehnisse und die Aktionen. Ich habe sie überstanden, sie sind vorbei und begleiten mein Leben nicht mehr.

    Gut, ich weiss es über den Kopf dass es vorbei ist. Aber die vielen Jahre lassen wohl noch den einen oder anderen Gedanken zu - und sei es nur durch ehemalige Gemeinsamkeiten, Orte ect.

    Ich schließe mich Melanie an: Ob ein verzeihen unbedingt nötig ist ist die andere Frage, ich für mich denke mit einem "egal" besser bedient zu sein. Wenn ich ehrlich bin, so ist so viel Farbe mehr in mein Leben gekommen, seit ich eine Beziehung führte die schlecht für mich. Mehr Farbe, als das Leben vor der Beziehung hatte.

    Wohl demonstrativ habe ich mir einen Teppich in Pastellfarben gekauft, der nun das Wohnzimmer wärmer macht. Die anderen Teppich habe ich heute in aller frühe in den Schnee gelegt und abgeklopft. Tierische Arbeit, meine Handgelenke sind lädiert, aber die Farben strahlen nun wieder herrlich - besser als von jedem Staubsauger. Wann wäre mir das früher möglich gewesen? Nie, nie, nie hatte ich so viel Platz für mich und meine Bedürfnisse. Hätte ich dieses Leben und diesen Platz ohne diese Beziehung. Nein! Ich wäre nicht hier gelandet in dieser Region! Ich wäre nicht an diesem Arbeitsplatz gelandet, wo ich Fototorten designen kann - auch wieder mit Farbe spielen.

    Seit ich hier lebe gibt es keinen Tag, an dem ich nicht für irgendetwas dankbar sein kann, was unerwartet passiert oder über etwas, das mich freut. Nein, ich muss ihm nicht verzeihen, ich muss ihm sogar wohl dankbar sein, für das Glück welches ich hier und in mir und um mich herum finden durfte.

    Auch dem was Ette sagt kann ich zustimmen: die Verletzungen geschehen durch jemanden der seine Person lebt, wie sie durch die Sucht geworden ist. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wichtig ist für mich einzig und alleine, dass ich mich aus der Suchtbeziehung gelöst habe und es mir gut geht - besser als je zuvor. Spielt der Alkoholkranke da wirklich noch eine massgebliche Rolle? Er ist da ... klar, wie die Schulzeit auch. Auch die Schulzeit war nicht immer schön, aber sie war da.

    Ja, es ist früher viel passiert - was aber interessiert mich das heute, wo meine Teppiche in frohen Farben leuchten, wo ich noch vor habe Fastnachtsküchlen zu backen und vielleicht noch ein paar Berichte schreiben kann (vielleicht auch nicht, dann vielleicht morgen, schon die letzten Wochen wollte ich schreiben und kam nicht dazu... Na und .... dann eben irgendwann....)

    Nein, das was ich jetzt im hohen Alter von 48 Jahren lebe ist mehr als je zuvor auch nur ansatzweise denkbar war.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Auch ich kenne den Tournus"vor ihm ins Bett und erst raus und auf die Toilette" wenn er aus dem Haus ist. Leben war das bei mir keines sondern einfach nur jeder erdenkliche Weg jemandem aus dem Weg zu gehen und mich selber zu verleugnen.

    Das waren Dinge, die mir damals klar machten es kann nicht - egal wie - weitergehen, denn von einem bin ich persönlich überzeugt, diese Mechanismen bleiben lange Zeit in mir stecken. Mich zu verziehen, schlafend zu stellen, um nicht in Diskussionen oder Mutwilligkeiten vertstrickt zu werden.

    Nach gutem Tournus gab es immer einen besonders aggressiven und gefährlichen Tag, an dem übernachtete ich dann bei Freunden. Hallo, das war alles andere als "leben".

    Es liegt an uns, wann und wie wir uns aus einer solchen Situation (die noch extremer werden könnte) befreien. Denn eines ist sicher: meine Aktion hat mir nichts gebracht - im Gegenteil - ich wurde geschwächt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich hatte, nachdem ich wieder einen Job habe, in welchem ich mich wohl fühle ein besonderes "Aha"-Erlebniss, welches keinesfalls für andere gelten muss, zeigt aber, wie vielschichtig eine "falsche Wahl" strukturiert sein kann oder sein könnte.

    Die ersten rund 15 Jahre meines Lebens als Erwachsener befand ich mich an Arbeitsplätzen mit liebenswerten, geschätzten Menschen mit Aufgaben, an welchen ich Spaß hatte. Gegenseitige Achtung war hier Grundlage der Arbeit.

    Das änderte sich - mit dieser Änderung kam das abrutschen in Beziehungen, die mir nicht gut taten. Ebenso wenig oder so schwer, wie ich Jobs wechselte, die mir nicht gut taten - ebenso wenig oder ebenso schwer löste ich mich aus für mich schmerzlichen Beziehungen.

    Je größer meine eigene Zufriedenheit oder das eigene kleine Glück war, desto überzeugender oder natürlicher war ich in Bewerbungsgesprächen. War ich "ich" so habe ich auch Jobs erhalten, mit respektvollen Menschen. Einmal die falsche Wahl sorgte in der derzeitigen Wirtschaftssituation für Folgeteufelskreise.

    Ich hoffe, diesen nun unterbrochen zu haben.

    Was ist Liebe Melanie?
    Ich kann mir das nicht mehr beantworten.

    Weißt Du warum.... Ich spüre derzeit von Menschen, mit denen ich keine partnerschaftliche Bindung habe, viel an Herzenswärme, mögen und schätzen meiner Person. Ich frage mich, ob da nicht viel mehr Wärme, Zuneigung und Ehrlichkeit dahinter steckt als hinter einer Beziehung in die ich das hineininterpretierte.

    Ich sehe wieder klar genug um zu entdecken wenn sich jemand freut mich zu sehen. Ich spüre und sehe wieder wenn jemand sich daran erfreut was ich mache - egal ob Freizeit oder Job. Ich sehe wieder, ich konnte zumindest mal eine Scheuklappe ablegen.

    Ich kann nicht beantworten was Liebe ist da ich persönlich vielleicht nie richtig einen Menschen geliebt habe oder geliebt wurde. Ich habe Worten vertraut, selber welche verwendet und wohl an deren Wahrheitsgehalt gedacht.

    Mich wohl und sicher gefühlt habe ich mich selten. Einiem anderen blindlings vertrauen können ebenso selten. Somit habe ich persönlich nicht die Grundzüge besessen überhaupt "Liebe" zu geben oder zu nehmen....

    Sollte ich das mal klar und deutlich erfahren können, so melde ich mich gerne wieder zu Wort :) Derzeit merke ich jedoch, dass sich mein komplettes Weltbild wandelt und diese Dinge, von denen ich zig Jahre dachte ich kenne sie für mich "unbekanntes Terrain" sind.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Kastrieren, Ihr Lieben, ist das A und O für die Gesunderhaltung der Tiere. Der Ort in dem ich lange Jahre lebte war "unterbelichtet". Es wurde noch getuschelt, dass eine Katze bei der Kastration drei Tage im dunklen Stall liegen mus.

    Ich habe auf eigene Kosten die Streuner des Ortes kastrieren lassen. Hat mich finanziell ausgeblutet, aber das Elend der Katzenbabies. In einem Jahr haben mir die Katzenmütter drei !!! Würfe gleichzeitig gebracht. Mein Katzenasyl wurde als Katzenklappe benutzt. Muttertiere lieferten bei mir die Babies ab.

    Ich habe Kater wie Katze kastrieren lassen - egal, wie wild, wenn ich sie nur zu fassen bekam.

    A) Tut die rolligkeit nicht gut
    b) tut der Paarungsakt weh und bringt Revierkämpfe
    c) rennen hormongesteuerte Kater meilenweit zur deckungsbereiten Katze - auch über Straßen, unter Autos ect.

    Ich habe so böse Kämpfe erleben müssen und Tiere, die starben an Schwanzverletzungen. Der überlegene Kater beisst den Unterlegenen bei der Flucht in den Schwanz. Das machen die Herren auch gerne bei den Damen, die dann böse Abszesse bekommen können.

    Kastrierte Tiere sind menschbezogener, ruhiger, gelassener und einfach nicht mehr hormongesteuert. Das Beste, was man diesen Tieren antun kann.

    Selbst Tiere, die ich im hohen Alter kastrieren ließ begannen plötzlich wieder zu spielen und sich wohl zu fühlen. Klar, mussten sie nun nicht mehr zwei oder drei mal im Jahr Babies austragen und beschützen.

    Das Beste, was man für ein geliebtes Tier tun kann ist kastrieren.

    Auch wäre eine Entwurmung kein Fehler - ich nehme ein Allroudmittel - Profender, da es verschiedene Arten von Würmern gibt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebes Julchen,
    pack nur nicht gleich die Kanone aus ;)

    Schau, unsere Eltern haben versucht so gut wie möglich gute Eltern zu sein. Aber sie sind Menschen wie Du und ich. Manches, vieles, machten sie wohl nicht perfekt - nein, nicht einmal "richtig", aber sie haben es versucht.

    Diese Risse in der Kindheit Julchen. Du entdeckst sie und das ist die Chance für DEIN Leben, welches Du jetzt lebst. Und es ist die Chance für Dich es Deinen Eltern nicht "nachzutragen".

    Meine Kindheit war gefühlsmässig verarmt, was Schäden bei mir hinterlassen hat. Vor einigen Jahren konnte ich mit allen diesen Dingen abschließen. Einfach in dem Wissen auch meine Eltern hatten es nicht leicht und im hier und jetzt liegt die Chance. Für mich - bearbeiten der Dinge (was schon über viele Jahre geschieht) die mich verletzt hatten, die ich ich mir aber neu und anders erarbeiten kann.

    Verzeih mir bitte, was ich Dir jetzt schreibe:
    Ich bin froh, liebes Julchen, dass Du den Absprung geschafft hast und Du nicht mehr in die Tiefen des Alkohols gezogen wirst. Ich befürchte, ich kann mir ansatzweise vorstellen was passiert um Dich herum. Und ich kann nur sagen, sei froh, dass Du den Sprung gewagt hast. Nunmehr hast Du nämlich recht stabilen Boden unter den Füßen. Nicht den Morast, der schon manch einen den Boden unter den Füßen weggezogen hat.

    Ja Julchen, wir sind schockiert, erschreckt, können es fast nicht glauben und fragen uns, was von heute auf morgen passiert ist. Wir meinen es ist von heute auf morgen - es war ein Prozeß vieler Jahre. Und in allen den Jahren hätte die Chance bestanden zu sagen "ich kann nicht mehr, ich gehe im Alk unter". Manch einer hat das geschafft. Manch einer nicht - ich bin froh, wenn diejenigen, die es nicht schafften niemanden anderen in den Abgrund ziehen können. Vor allen Dingen dann, wenn Kinder dieses "Versumpfen" nicht mit ansehen müssen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Dzan,
    wie kannst du sicher sein, dass er es nicht bemerkt? Meinst Du nicht, dass vielleicht ein entsprechender Gesichtsausdruck zu seinem Empfang seine feinen Antennen ausfahren lässt? Nicht alles muss man/frau wissen - vieles kann man spüren - im dümmsten Fall durch ein schlechtes Gewissen noch selber schlimmer machen als es ist.

    Du sprichst es oftmals nicht an ;) einmal reicht schon für einen Hinweis, oder? Er muss ja mit seinem Problem überleben, somit doppelt scharfäugig und hellhörig sein, oder?

    Darf ich Dir widersprechen: ich kann mir vorstellen, dass die Antwort normal ist "zu trinken um Stress abzubauen". Ich habe das nicht nur von Alkoholikern gehört sondern auch früher von meinem Fahrschullehrer (ob das für ihn nicht eine Gefahr darstellt, ist eine andere Sache).

    Meiner Meinung nach könnte er ebenso sagen "im Himmel ist Jahrmarkt" Eine Ausrede wird immer gefunden werden. Ein Alter Herr hat mal zu mir gesagt, wer alleine trinkt, den hat die Sucht abgeschleppt. Ich habe die Worte lange nicht begriffen. Trinken in Geselligkeit entsteht (auch wenn ich es nicht gut finde) wer alleine "automatisch" zum Alkohol greift, der ist wohl schon im Schlepptau.

    Selbst wenn es stimmt, was Dir gesagt wird, dass nur der Stress Schuld ist, so kommen dann wieder Erlings Aussagen zum tragen, denn wer Stress durch Trinken beseitigt hat ein Problem (meine ich).

    Ich befürchte, egal, wie Du es wendest oder drehst, Dein Partner wird sich über sich selber Gedanken machen müssen und wie er gedenkt mit sich selber umzugehen. Stress wird ja erfahrungsgemäss selten kleiner wenn an Grundsituationen Arbeitsplatz/Umfeld ect. nichts geändert wird.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich glaube, liebe Thelma, meine Meinung zum Thema Co-Abhängig ist so und so vielschichtig. Ich bin weder der uneingeschränkten Meinung, dass so etwas schon vor einer Beziehung zu einem "kranken" Partner war (ich vertrete die Meinung, dass es eine Schutzreaktion auf Grund dieser extremen Belastungen ist) noch dass alle Handlungen oder Gedanken immer auf Co-Abhängigkeit zurückzuführen sind.

    Aber Co-Abhängigkeit hat eine Portion dieser Verhaltensweisen. Letztendlich ist aber doch egal, wie wir dieses Kind taufen, oder? Wir lebten in schädlichen Beziehungen, unser Verhalten hat sich oftmals "zurück" entwickelt und genau das heisst es jetzt auf den richtigen Weg zu bringen. Egal, ob Co, Gmbh oder was auch immer ;)

    Eine gesunde und objektive Einstellung zu sich und über sich selber dürfte eine der schwersten menschlichen Aufgaben darstellen, schätze ich.

    Zufall - ich weiß es nicht. Aber eines ist klar, das was ich spiegle das kommt mir entgegen. Ich weiß noch, als ich meinen vorherigen Job antrat, da war ich lebenslustig und farbenfroh. Das hatte sich geändert - zeitgleich konnte man mich als Spielball verwenden.

    Wäre ich selbige geblieben, so hätte es vielleicht niemand versucht? Ich weiß es nicht. In jedem Fall ziehen Opfer Täter an und umgekehrt. Somit habe ich für meinen Fall mich selber als Opfer auf den Gabentisch gelegt und erlaubt mich zu "missbrauchen".

    Ich hoffe mal, dass ich die Stärke habe, das nicht wieder zu tun.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr LIeben,

    Fuego fragte mich:

    katze rupft sich ihr fell

    woran könnte das liegen?

    Hm, liebe Fuego - grundsätzlich wäre ein Pilz oder Ungeziefer möglich.

    Ebenso ist - so kenne ich es zumeist - eine psychische Belastung zu finden. Oftmals Umzug, neues Tier, Todesfall der Menschen oder Zuwachs durch Baby ect.

    Kannst Du kombinieren seit wann das ist und ob zeitgleich irgend etwas anderes in der Familie geschah?

    Wenn Psyche, dann würde ich persönlich zu Bachblüten greifen, da das noch die harmlosere Variante ist, die nicht gleich in den Organismus greift.

    Lieben Gruß von Dagmar