Beiträge von dagmar007

    Hallo Ihr LIeben,
    mir geht es gut, aber ich fühle mich fast gestresst, weil ich meinte den ganzen Haushalt mal wieder auf die Reihe kriegen zu müssen. Bei den Katzen ein schweres Unterfangen ;)

    Meine Arbeitszeiten sind länger als geplant, worüber sich mein Geldbeutel sicherlich freuen wird :) und somit habe ich nun ein ganz normales Leben mit Job, mir werden immer weitere Aufgaben übergeben, die zumeist zuvor mein Chef getätigt hat, was mir schon ein tolles Gefühl gibt. Zumal er zufrieden mit meinen Resultaten scheint.

    Die Kollegin (mit der ich später zusammenarbeiten werde) scheint zu bemerken dass ich für sie mitdenke und ein Teamplayer sein kann, denn auch hier kommt nun etwas offenes.

    Ich merke ganz dolle Änderungen an mir, über die ich selber sehr froh bin. Während ich mich früher ins Internet quälte um Berichte und Berichte für meine Sachhomepages zu schreiben, kann ich das auch mal für Tage lassen und einfach nur vor dem Fernseher sitzen und mich freuen. Früher fand ich mich wohl in meiner Leistung wieder. Was der Job vieleicht nicht gab, das versuchte ich mir abzuverlangen, ich weiss es nicht. Früher wollte ich die komplette Zeit, die ich nicht schlief, Leistung bringen. Das habe ich nicht mehr. Habe mir heute sogar erlaubt auszuschlafen, was es seit Monaten nicht mehr gab.
    Zwar hätte ich Lust aufs Schreiben und Bilder bearbeiten, aber in Sachen Zeit muss ich eben andere Prioritäten setzen. Dazu gehört auch morgen der Besuch einer Freundin. Wo ich erst dachte, Mensch, Du musst schreiben. Nein, "musst" Du nicht, sondern einfach nur bewußt Leben und auch eine Entscheidung treffen, die nichts mit Leistung zu tun hat.

    Meine Kleidung ist anders geworden - alles Dinge, die ich mir schon vor rund zwei Jahren gekauft hatte, aber einfach nicht das Gefühl hatte mich darin wohl zu fühlen. Ich kleide mich etwas fraulicher und verstecke mich nicht dauernd hinter meiner bequemen Kleidung.

    Ich nehme mir die Zeit fürs Hände- und Gesicht eincremen, was früher Luxus war - und Luxus wollte ich mir nicht gönnen. Lapalien und Kleinigkeiten, mit denen es damals anfing, dass ich mich vernachlässigt habe.

    Also, meine Lieben: mir geht es gut

    lieben Gruß von Dagmar

    Oh ja Lämmchen,
    wir lassen uns verbiegen und neigen uns noch ein paar cm mit den Wünschen des anderen. Eventuell lasse ich mir die Kleidung diktieren, mich in Dessous zwängen, die ich selber nicht mag oder aber - was bei mir der Fall war - wähle immer mehr Klamotten die zwar locker und bequem sind, aber in keinster Form weiblich. Ist mir zufällig aufgefallen nachdem ich nun wieder zwei Wochen arbeite und eine komplett andere Kleidungsauswahl treffe. Kleidung, die ich schon vor rund 2 Jahren gekauft hatte, aber nie angezogen habe, kommt nun ans Tageslicht.

    Auch ich habe mich isoliert, ich hatte zwar auch weiterhin gute Freunde, aber ich war immer nur ein paar Stunden unterwegs und das mit schlechtem Gewissen. Wie kann ich mich amüsieren, während mein armes gegenüber schlechte Laune hat?

    Weder hat mein Ex-Partner das von mir verlangt, noch mich in sein Leben oder seine Planung einbezogen. Aber ich wollte ja das es ihm gut geht. Weihnachtsschmuck, sogar ein paar Motive wie Motorrad und Auto als Weihnachtskugeln, damit auch er sich angesprochen fühlte. Pfeiffendeckel - mit Deko ect. kann er nichts anfangen. Es interessiert ihn nicht und über die Jahre hat meine Art der Deko nachgelassen.

    Nunmehr ist wieder mein Stil da und wieder keine Freizeit weil mein Haushalt wieder ansatzweise so versorgt wird, wie ich es wünsche. Ich bin (leider) keine Mega-Hausfrau, aber so einigermaßen sollte es doch sauber sein, so, und das ist nun wieder der Fall - nicht wie zuvor, wo ich einfach gefrustet war weil ich allen Dreck und alle Flaschen wegzuräumen hatte.

    Auch da entstand Scham - Besuch wollte ich nur wenig haben, sonst würden ja wieder seine Flaschen und seine Dinge auffallen, von denen ich schon lange keine Lust mehr hatte sie wegzuräumen.

    Mein Leben wurde bestimmt von den Launen des Alkoholikers und meine Scham gab mir den Rest, wie Lämmchen schon schreibt.

    Ich gebe ihr Recht, dass kein Zeitlimit gefordert werden kann. Nur eines war bei mir persönlich Fakt: meine Kraft wurde immer weniger, als es eskalierte gab es Suizidgedanken bei mir. Ich bin mir keinesfalls sicher, ob ich diese nicht in die Tat umgesetzt hätte, wenn ich den Absprung nicht geschafft hätte.

    Ich finde es einen ganz schwierigen Grad dem Betreffenden die Zeit zu lassen, die er/sie benötigt, aber rechtzeitig demjenigen die Augen öffnet bevor alle Kräfte verbraucht sind. Tragischerweise haben wir Co' s es nämlich zuweilen verlernt zu spüren wenn unsere Batterie am Ende ist.

    Ich wünsche Dir ein gutes Ladegerät ;) für Deine Batterie

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Weibchen,
    war das nicht schon Dein Problem Anfang Oktober in Deinem ersten Beitrag?

    Wenn Du zurückblicksst, dann frage ich mich, hast Du heute mehr Kraft als bei Deinem ersten Beitrag? Was hat sich für Dich geändert? Bzw. in welchem Punkt hat Dein Partner sich geändert.

    Das was ich bei Dir verfolge war mein Spiel über einige Jahre - immer wieder kam ich über Los - und statt mir meine Los-Prämie abzuholen erlebte ich ein paar Verschlechterungen in meinem Leben.

    Ich fand damals unzählige Gründe nicht zu gehen, der Zeitpunkt war damals wohl noch nicht so, dass ich alles verloren hatte. Das kam dann später: mit Null bin ich gestartet - ohne Job und ohne Wohnung. Nunmehr ist alles da und ich lebe wieder ... Wer weiß, vielleicht wäre mir das vorher schon geglückt???

    Wie siehst Du Deine/Eure Zukunft? Hast Du nicht Angst um Deine Kraft und Deine Seele? Keine Angst vor seelischen Verletzungen oder davor, dass er innerhalb seiner Sucht unberechenbar wird?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Kabili,
    mir wurde hier an dieser Stelle im Forum sehr geholfen, weil mir das Verhalten eines Suchtkranken (- mittlerweile kann ich mich selber betrachten und mir vieles selber erklären-) verdeutlicht wurde.

    Allerdings dürfte unser Co-Problem sein, dass wir hierher stolpern und sagen "der Partner trinkt, das ist das Problem in der Beziehung und wie kann ich das lösen".

    Und schon sind wir auf dem Holzweg. Ich selber konnte alles was passierte ebenfalls nicht verstehen bis ich hier hören musste "Alkoholismus hat weder Logik noch ist die jeweilige Handlung nachvollziehbar". So, nun stand ich da wie der große Depp und musste mir nun selber helfen.

    Genau da ist die Krux von Alkoholiker und Beziehungssüchtigem (Co.) begraben. ICH - ICH - ICH - Das, was so egoistisch klingt, ist der Ansatz von allen uns hier die ein Manko haben. Denn nur dann, wenn wir unser ICH kennen, können wir auch ein UNS leben.

    Ich dachte mich zu kennen, und doch ist nun eine ganz andere Person in mir als die, die ich noch in der Beziehung war. Mein alkoholverzehrender Freund wurde ein anderer als der, den ich kennengelernt hatte. Gekannt habe ich ihn vermutlich nie, da er immer schon (wenn auch kleinere Mengen Alkohol) konsumiert hatte. Somit war er schon damals in einem "angeheiterten" Zustand.

    Wir Co sind nur zu genial, wenn es darum geht zu behaupten, wir tun alles für uns und sind ja nicht co. Wir richten uns die Wohnung ein (wer überlegt im Gegenzug vielleicht dass er/sie es für den Partner gemütlich machen möchte, damit dieser nicht trinkt???) Wir behaupten unsere Interessen und unseren Freundeskreis zu leben damit wir leben (und wie oft wird das gemacht um dem abhängigen Partner eine Portion Eifersucht zu vermitteln??) Wir bilden uns ein, wenn der andere nicht mehr trinkt, dann ist alles gut ... Pfeiffendeckel - warum waren diese beiden Partner in einer Beziehung, die krankmachend war? Doch wohl kaum weil es so selbstsichere Menschen waren, die ihre eigene Gesundheit und Autonomität an erste Stelle stellen.

    Du weißt, daß er nicht trinken will? Nun, das kann ich leider nicht behaupten, denn ich persönlich habe NULL Ahnung, was in meinem Ex vorging. Hätte er aber wirklich nicht trinken wollen, so hätte es hunderte von Wegen gegeben mit fachlicher Hilfe das "aufhören" zu "beginnen".
    Ja, aber wir Co's meinen oft zu wissen was der andere denkt, fühlt oder was ihm gut tut.

    Und dann wundern wir uns noch, wenn sie uns vorwerfen "weil Du so bist, trinke ich". Nun, sie finden immer eine Ausrede, klar, aber ganz unrecht haben sie nicht. Egal wie wir es sehen: weil Du mich deckst kann ich trinken, weil Du es nicht willst kann ich streiten um dann zu trinken und so weiter und so fort.

    Ich habe mich am Anfang immer betroffen gefühlt wenn das Wort "rumeiern" gefallen war. Aber Fakt ist tatsächlich ob ich mein Leben leben will - und den anderen seines selbstverantwortlich leben lassen will oder ob ich weiterhin - bewußt - in einem Teufelskreis bleibe, der zwei Menschen unglücklich macht.

    Tja, und dann sehe ich es für mich mittlerweile so, dass es ein Verrat an der Partnerschaft ist, wenn ich in einer Suchtbeziehung bleibe und dadurch das Aufwachen des anderen verhindere. Das ist für mich - sorry, auch wenn es hart klingt - wie eine Mittäterschaft am Alkoholismus. Die Tatsache weiterhin zu decken, einzustecken und dem anderen seine Verantwortung abzunehmen.

    Das gilt nur für mich, das muss sich niemand anderer auf die Fahne schreiben, aber wenn ich doch meine zu "lieben" dann muss mir jedes Mittel recht sein dem anderen zur Erkenntnis zu helfen. und wenn das der grausame Weg der Nichthilfe ist, dann muss ich auch diesen annehmen.

    Viel Glück und Kraft wünscht dir
    Dagmar

    Hallo, liebe Nancy,
    nur zu gut kenne ich Deine Situation: nicht nur, dass man/frau meint, alles habe sich gegen einen verschworen, dann kommt auch noch Agression, Wut und eine damit verbundene Angst.

    Auch ich erlebe hier Besuche, Müllabladungen ect. Ich hatte auch schon einen entsprechenden Polizeieinsatz der sich gewaschen hat.

    Ich selber habe mich - und tue es jetzt noch - wenn es nach "Besuch" aussieht im Haus verkrümeln und die Lichter löschen. Ich denke auch das ist o.k. Agressoren so weit wie irgendmöglich aus dem Weg zu gehen. Diese Angst, die Du oder ich haben, die wird jedoch mit der Zeit weniger. Vielleicht wird auch die Kraft des alkoholisierten Ex-Partners weniger? Vielleicht wird der Grad seiner toxischen Vergiftung auch größer?

    Denn genau das ist der springende Punkt, liebe Nancy: sich selber tut der Agressor doch am meisten an. Wir zittern und bibbern mal, haben Angst (die verdammt groß sein kann) aber wir haben auch unser Leben für uns strukturiert und neu aufgebaut.

    Ja, mir kann man(n) Angst machen und meinen Herzschlag beschleunigen. Jetzt - kurzzeitig - aber das war es dann auch. Mein Leben hat seine Struktur gewonnen. Und da, wo ich wie Du Angst hatte vor übler Nachrede ect. bin ich soweit stabil, dass ich nunmehr sagen kann, die Leute, die einen solchen Auftritt erleben sollen sich selber ihr Urteil bilden. Ist es gegen mich, nun gut, dann geht meine Welt wohl nicht unter.

    Mir wurde am Anfang gedroht im Zusammenhang mit meinem Vermieter. Es machte mir damals Angst. Ich war neu hier und die Leute wussten nichts über mich. Ich denke, nun haben sie sich ihre Meinung gebildet (so hoffe ich) und ich müsste bei großen Müllanlieferungen eben ausführlich das erklären, was ich bisher nur angerissen habe.

    Aber, liebe Nancy, was ist ein "bischen" Angst gegen das, was noch alles hätte innerhalb einer Partnerschaft mit jemandem so wütenden passieren können? Dieses Verhalten ist da, somit auch die Wut in sich und diese Charaktereigenschaft.

    Ich kann Dir nur sagen, am Anfang war ich traurig, hilflos und ängstlich. Irgendwann habe ich dann für mich feststellen dürfen dass nur er sich vergiftet mit seiner Bösartigkeit. Wer nämlich ein solch nagendes Gefühl in sich spürt, der spürt es nicht nur während der Wutangriffe gegen uns sondern auch vermutlich lange weitere Zeiten am Tag.

    Es ist schwer Nancy, es ist beängstigend, aber es zeigt doch wie wichtig unser Schritt war und dass es schon sehr spät war. Wäre ich ein zwei Jahre früher gegangen, vielleicht wären solche Aktionen nicht erfolgt??? Ich weiß es nicht, ich weiß nur dass dieses Verhalten mir zeigt wie wenig ein solcher Mensch Partner sein kann. Nach diesen Aktionen war ich nur froh, dass es eine Nachfolgerin für mich gab oder gibt (kenne den Stand nicht) denn die Lady hat ihn nun, darf ihn behalten und das ausbaden, was sie zusammen m it ihm inszeniert hat. Gelinde gesagt, muss ich Dir sagen, die beiden haben sich verdient. Und ich bin sehr, sehr, glücklich mein Leben für mich auf die Reihe zu bekommen ohne Sehnsucht nach einer Partnerschaft zu haben. Denn genau hier würde ich für mich wieder eine Gefahr sehen, die ich derzeit noch nicht einmal überschauen könnte. Denn genau diese Wutbrocken, die sich plötzlich entwickeln - von jetzt auf nachher - da wüsste ich nicht, wie ich einen solchen Menschen erkennen könnte.

    Und so etwas möchte ich mir n i e wieder antun.

    Halt Dich wacker, es lohnt sich ;)

    LIeben Gruß von Dagmar

    Du hast es passend erklärt. Nach den ersten Zeilen fragte ich mich nämlich, wenn mich eine Pflanze erfreut, dann ist diese ja auch ein "Außeneindruck".

    Aber Deinen Worten mit der gemütlichen Wohnung ect. kann ich vollstens folgen. Meine Holzschlepperei ist zeitintensiv und Arbeit, Asche ect. aber es ist schön zu wissen alles ist im Haus, es ist herrlich wenn das Holz sich in Flammen verwandelt. Wenn ich mir die Zeit nehme Gesicht oder Hände einzucremen (was ich früher nie getan h abe, war mir doch selber viel zu unwichtig) genau dieses Belohnungssystem gab es aber bei mir schon früher .... irgendwie ist es aber wohl in der Zeit "abgestumpft" verloren habe ich es gott sei Dank nie :)

    Auch eine Sache, über die ich der Familie und Freunden gegenüber dankbar bin. Denn sie haben mir wohl diese Fähigkeit gegeben mich zu "freuen".

    Ich denke, es ist auch schwer in einer Gruppe einer Therapie weil wirklich alle auf unterschiedlichen Stufen der Selbstliebe stehen und aus den unterschiedlichsten Gründen eine solche Therapie besuchen.

    Viele weitere Erkenntnisse, liebe Ette, wünscht Dir Dagmar

    für mich ist jeder Aha-Moment etwas wertvolles geworden, worüber ich mich freuen kann.

    Hallo Ihr Lieben,
    vor vielen Jahren, als ich mir selber nicht grün war, aber bereits einige Zeit erwachsener habe ich das gelesen vom "akzeptieren des inneren Kindes". Also sich selber mit allen Ängsten, Problemen ect. so annehmen wie man-/frau ist.

    Ich habe damals (als alter Erwachsener) meine Kinderlieblingspuppe rausgeholt, dieser ein paar passende Kinderklamotten gekauft - ganz bewußt - um stellvertretend die Puppe nett einzukleiden. Klingt verrückt, ich habe nicht Ersatzmama gespielt, keine Angst, aber es war für mich das Symbol, dass bei mir als Kind von Elternseite manches nicht so lief wie es förderlich gewesen wäre und dadurch diverse Ängste oder Verlassenheitsgefühle entstanden sind.

    Mir hat es geholfen, einfach durch das Bewußtsein "Halt - Du - geh mit Dir nachsichtig um".

    Ich denke, das muss keine Puppe sein, dass kann eine Pflanze ebenso sein (wobei die Gefahr dass sie ohne Verschulden eingeht doch groß ist) ein Stofftier, ein Bild, ein Spruch oder vieles andere. Bei mir hilft ein Gegenstand, der mich erinnert.

    Letztendlich sind wir doch so wie wir sind. Die guten Seiten basieren doch oft auf "schlechten" Eigenschaften, oder? Gut und schlecht - auch Enttäuschungen, die wir verursacht haben oder erleiden mussten - gehören doch genau zu dem gesamten Menschen den wir darstellen, oder?

    Sich selbst lieben.... für mich begann das mit dem Akzeptieren was geschah, wie ich wurde und dem Versuch manches in ein anderes Lot zu bringen. Ich habe nicht viel angestellt im Leben, habe aber versucht (auch noch nach langer zeit) mich bei den Menschen zu entschuldigen, denen ich weh getan hatte. Mir war egal, wie sie es aufnehmen - wichtig war, dass ich in der Lage bin meine Fehler zu sehen und in Worte zu fassen. Es waren alles Bagatellen, oftmals konnten sich die "Opfer" laut deren Worten nicht einmal mehr erinnern. War mir egal, ich mit meinem Gewissen wusste ich war da nicht fair und wollte zumindest sagen "ich war nicht fair". Aus - Ende - Babella. Ich bin so, ich bin nicht perfekt, aber ich bin bereit zu sagen wenn ich unfair war.

    Lieben Gruß von Dagmar
    Co

    Hallo ... wurde Rom an einem Tag erbaut?
    Kann Trauer und Abschied in ein paar Wochen gelebt werden????

    Hallo Olive,
    schön, dass Dir klar ist was abging und das es für Dich nicht gesund war, noch besser, dass Du auf dem Wege bist es zu ändern. Aber die Trauerphase dauert länger. Es ist doch eine komplette Umorientierung. Ich stand irgendwo neben mir und wusste oft nicht was ist richtig, was ist falsch und was bin überhaupt ich und was Gewohnheit.

    Meinst Du nicht auch, liebe Olive, dass jahre (jahrzehntelanges) selbstschädigendes Verhalten einen schwächt?

    Ich habe mal zu meiner Psychotherapeutin gesagt ich bin so schlapp und müde. Manchmal habe ich das Gefühl ich nehme den Schlaf um mich aus der Realität zu "beamen". Sie blickte erschreckt, denn das gibt es wohl tatsächlich auch als Krankheit.

    Aber jetzt - Über 6 Monate nach der Trennung und Kontaktlosigkeit - beginnt es zu passen. Mir genügen wieder 6 Stunden Schlaf pro Nacht, wie es in normalen Zeiten war.

    Gib Dir Zeit Olive, setze Dich nicht selber unter Druck!

    lieben Gruß vor Dagmar

    Hey, liebe Olive,
    beim nächsten Mal weniger Flüssigkeit. Ich habe gestern in einem Fachbuch gelesen, bei zuviel Flüssigkeit geht Hefeteig zu sehr auf und kommt aus der Form. Ist also nicht unbekannt :) auch beim Fachmann :)

    Huch, war das ein Tag :) gestern....

    Gestern morgen kommt mein Chef und sagt "wir bringen ab nächste Woche ein neues Körnerbrötchen raus". Na klasse, denke ich "schreiben wir doch einfach darüber". "Gute Idee", meinte mein Chef, geh zu XYZ und befrage ihn nach der Herstellung. Nun gut, XYZ war noch am rumdoktorn hatte alles noch im Ofen und wir wollten heute Details austauschen. Aber .... das Detail war ein dreieckiges Brötchen, von den Leuten im Verkauf also nicht bekannt, konnte somit nur Ausschuss sein. Kam also in den Ausschusskorb und irgendjemand hat sich (während alle gesucht haben wie die Wahnsinnigen) vermutlich gewundert über den etwas anderen körnigen Geschmack dieser fünf - bestimmt am Meisten gesuchten Brötchen ;) Während also sehnsüchtig fünf dreieckige Brötchen gesucht wurden waren diese wohl schon auf dem Weg der menschlichen Verdauung....

    Da auch noch ein neues Brot ins Programm kommt sowie ein "süßes Stückle" war ich heute morgen die lachende Dritte: mein Chef brachte alles zum fotografieren in Sicherheit und ich durfte es mit nach Hause nehmen. :)

    Der Brezelbackkurs gestern war klasse. Die Ergebnisse auch. Aber es ist natürlich etwas anderes wenn in Riesenteigmaschinen provesionell Teig hergestellt wird und dann nach Anleitung gebacken werden darf. Bei mir war es etwas weniger an Menge, weil ich zumindest gleich an guten Fotos interessiert war.

    Neben Brezeln gab es noch Laugenknoten, Laugenzöpfe (aber aus nur einem Strang) sowie Laugenmäuse. Genial :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Doch Olive,
    DU findest Deine Orientierung. Ich verstehe aber verdammt gut was Du meinst. Die ganzen Interessen, die mal vorhanden waren, wurden in den Hintergrund geschoben und quasi alles drehte sich um das Suchtmittel.

    so vermute ich mal meinst Du das.

    Nun, in dem Punkt habe ich schon das Riesenglück, dass es immer ganz viele Dinge gab, die mich glücklich machten.

    Aber: diese Dinge gibt es bei Dir ganz sicher auch. Du musst sie aber wieder neu entdecken. Die Kraft hast vielleicht jetzt noch nicht, sie wird aber wieder kommen.

    Ich bin jemand, der sehr gerne mit sich selber alleine ist. Zuweilen war es mir viel zu viel, was an Besuch oder Telefonaten bei mir ankam. Alles lieb, und gut gemeint, aber zu viel. Aber diejenigen, die mir gut taten, mit denen traf ich mich, telefonierte und nunmehr beginnt (das habe ich gestern entdecken können) eine andere Art von Spaß am Umfeld. Aber es war ein langer Lernweg.

    Liebe Olive, es ist alles noch da, was Du mal kanntest, es muss nur wieder ans Tageslicht kommen. Du kannst für Dich beginnen Dich zu fragen was Dich interessiert und diese Wege weiter gehen. Glaub mir, es wird viel geben. Nur ... in den ersten Phase von Trauer und Verarbeitung ist es fast zuviel das alles neu zu entdecken. Bei mir kommt das erst jetzt - nach einem halben Jahr !!! wieder richtig ans Tageslicht.

    Du solltest Dich nun aber nicht schlecht machen und davon ausgehen, dass Dein Partner Deine Unzulängklichkeiten übertüncht hat. Sicherlich haben wir es uns "bequem" gemacht und weniger in uns gehört als in "ihn". Das war aber gebeugt von Naivität, Unwissenheit und dem, was wir als "Liebe" empfanden. Es bedeutet keinesfalls, dass Du für Dich alle Ecken und Kanten von Dir ausgeblendet hast. Aber wir waren auf einem falschen Pfad - ich auch! - in der Erwartung ohne Alk wird alles besser.

    Ich wusste nichts von toxischen Vergiftungen, von dem Saufdruck, von den rein körperlichen Abhängigkeiten, die nicht nur beim Parkbänkler zu sehen sind. Nein, um nichts in der Welt hätte ich mir vorstellen können, dass Wut und Agression einen bisher friedlichen Menschen ausfüllen. Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass ein Mensch so an sich und seinen Bedürfnissen vorbeilebt .... dabei habe ich das doch selber getan ...

    Auf Olive, wenn es Dir wieder besser geht: Ärmel hoch - oder zu mir zum Brezeln backen kommen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Bewußt etwas provokativ gewählt ist dieser Titel, weil ich - was mich betrifft - gerade das Gefühl habe, mir geht es "eigentlich" wie einem Alkoholiker, der nach dem Entzug gerade Therapie macht.

    Ich habe alles verloren (Job, Partnerschaft, Wohnung ect.) und alles gewonnen. Ich bin mit NULL losmarschiert habe ein Haus gesucht, nie gedacht, dass ich eines finde, wo alle meine Katzen und ich alleine im Grünen leben dürfen. Wir fanden eines :) Es drohte Hartz 4 - nun verdiene ist gerade so viel um das Häuschen zu finanzieren, da am Anfang nur Teilzeit, habe aber - wie es nach zwei Wochen aussieht - einen tollen Job (ich hoffe alles bleibt so!) in einer Branche, die mich anspricht. Wenn ich IDeen habe wird gesagt "mach". Es hat mich gestern so gefreut, dass ich offiziell als Nachfolgerin meiner Vorgängerin vorgestellt wurde und mein Chef sagte, zusätzlich würde ich einen Teil seiner Aufgaben übernehmen.

    Das ist für mich Vertrauen in mich durch meinen Chef - bestärkt mich in meiner Zuversicht, die ich in den letzten Monaten nach der totalen Abstinenz meines Suchtmittels gewonnen habe.

    So, und das genau ist für mich der springende Punkt: alles ist neu und anders, alles muss von und durch mich neu strukturiert werden, also keine alten Mechanismen. Beim gemeinsamen Backkurs gestern habe ich mir überlegt, mein Gott, wie gut dass Du alleine bist und selber verantworten kannst ob Du hingehst, wie lange Du bleibst und ob Du dich dort wohl fühlen darfst.

    Ich persönlich war gezwungen neu zu sortieren und mich zu orientieren. Ohne Suchtmittel war ich gezwungen, mich nur nach mir zu orientieren, was mir früher nicht gelungen wäre. Durch meine Verantwortung für mich selber stehe ich auch selber in der Schuld, wenn es mir schlecht geht. Gut, der finanzielle Part ist nicht gut, der läuft auf Überlebensprobleme hinaus, aber das dürfte zu meistern sein... irgendwie....

    Aber alles das nur weil ich - und nur ich - dafür verantwortlich bin und nicht wie früher "im Trott der Jahre" einfach nur weitermarschiert bin.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, Ihr Lieben,
    auch ich finde es entwürdigend, wenn man so merkt, wie beide Seiten den Weg der Normalität (zwangsläufig) verlassen.

    Wobei ich befürchte, dass Angehörige sehr wohl begreifen was passiert, der Suchtmittelabhängige eventuell sich gar nicht über die Handlungsweise im Klaren ist sondern einfach die Schuld beim Umfeld sucht, welches ihm "nichts gönnt".

    Wenn ich Skye so lese, dann kommen Gefühle hoch, die ich gar nicht kannte - oder schon lange nicht mehr. Ich weiß nicht einmal, ob es in diesen Momenten ein "aha" war oder "schon wieder eine" oder "ach so schlimm schon" ich weiß nur noch, dass ich immer mehr geschockt war. Ganz besonders, als ich im Auto - in einer Ablage - Miniflaschen Hochprozentiges fand. Gerade im Auto (einer Waffe) hat so was ja absolut nichts zu suchen.

    So zehren also zumindest mal zwei Personen an ihren Kräften....

    Lieben Gruß von Dagmar

    nein... Spass machen kann das keiner von beiden Seiten, da hast Du mehr als Recht, liebe Skye

    Ach sind das schöne Zeilen, liebe Olive,
    einfach ganz normale Neugier - komisch, eigentlich, dass ich wohl meinte mir das gar nicht erlauben zu dürfen.

    Ich habe ja auch mit der Polizei und dem Rechtsanwalt Kontakt, aber es ist einfach so, dass es zuweilen viel zu kompliziert und somit noch nerviger wird als eh schon. Und sind wir mal ehrlich, ich habe keinen Bock ihm noch Material zu geben, über mich zu quatschen und zu lamentieren woran ich doch schuld bin. Derzeit entsorge ich eben bei jeder Müllfuhre das, was noch in den Eimer geht. Und ich sage Euch, egal, was noch kommt, den größten Müll meines Lebens - mein mir selbst gezimmertes Unglück - habe ich hinter mir gelassen.

    Der Backkurs war richtig nett. Ich hoffe, von den vielen Fotos wird was gutes dabei sein, auch was die Ideen betrifft. So, nun habe ich ein Brezelwickeldipolom :)

    Ich fühle mich dort sehr wohl und habe auch den Eindruck von den beiden Chefs, gleichalt einer, der andere rund 10 Jahre jünger, auf einer Schiene zu fahren. Nein, es geht mir dort gut, die Materie macht Spaß und es wird unterstützt dass ich einfach "loslege" - und es wird mir, so empfinde ich es, sehr viel Freiheit gegeben. Nun gut, warten wir ab, aber es beginnt schön :)

    Nein, es ist ein ganz anderes Leben als noch vor 6 Monaten. Einfach weil mein Umfeld so schön normal ist. Zuvor war ich ja in einem Pflegeheim, wo auch alles sehr belastend sein kann. Nunmehr bin ich in einem kreativem, schaffenden Job bzw. Gewerbe mit Menschen, die alles selber kreativ sind oder gerne mit Menschen umgehen - im günstigsten Fall beides :)

    Seit 8 Jahren lebe ich in der Region und hatte nie das Gefühl heimisch zu sein. Hier bin ich am neuen Arbeitsplatz, lese Lieferanten für Getreide durch und muss feststellen "Ach ja, denn kenne ich" :) Lustig, derjenige, von dem ich meinen Beistellherd geschenkt bekam :) Es ist alles so anders und fühlt sich auch so frei an. So frei und freundlich, dass es eine Beleidigung wäre in einem solchen Umfeld den alten Gefühlen den Zugang zu erlauben.

    Vielleicht ärgern mich auch deshalb diese Anlieferungen/Störungen so. Wie auch immer, ich bin jetzt so richtig schön müde, muss noch einen meiner Streuner bitten wieder ins Haus zu kommen und dann freue ich mich auf mein herrliches Bett...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Melinak,
    da bleibt mir nun aber aufgrund seiner nunmehr gewalttätigen Charakterzügen nichts anderes übrig. Ich möchte eigentlich mein neues leben gesund genießen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Melina,
    er würde auch nicht mehr in mein Leben passen und ich verspüre keine Wünsche mehr nach Gemeinsamkeiten oder was auch immer. Deshalb habe ich ja schon vor Monaten den Kontakt abgebrochen und lasse Anrufe ins Leere gehen.

    Ich denke nun nicht, Melina, dass es bei meinem Ex was mit loslassen zu tun hat. Eher damit, dass er nicht weiß, wie es mit dem Sperrmüll, den dazugehörigen Karten und dem Müllkalender funktioniert. Jetzt zeigt sich ja durch die Anlieferungen dass er niemals etwas wegwarf ;)

    Nun ja, für mich ist es egal, woran es liegt, ich muss halt immer noch (und genau das stinkt mir) auf "hab acht Stellung" sein.

    Lieben gruß von Dagmar

    Hallo, liebes Kaltblut,
    ich war noch nie stimmiger mit mir selber :) wird heute abend im Brezelbackkurs bewiesen :)

    Ich denke, dieses Gefühl liegt einfach daran, daß ich wieder damit rechnen kann, dass er mir die Möbel vor die Türe stellt, die er mir bei meinem Umzug nicht gab und die ich jetzt auch nicht mehr will (es handelt sich nicht um Müll, den ich von ihm habe). Da ich nun arbeit und eine große Holzlieferung erwarte ist es schwer die Sachen wegzuschaffen. Um es auf deutsch zu sagen: Möbelstücke, die ich nicht als Einzelperson wegtragen kann. Auf die schnelle kann auch niemand helfen, innerhalb von zwei, drei Tagen schon.

    Nun ja, das Spiel wird eben so lange weitergehen, bis er verstorben ist oder seinen Umzug mal hingebracht hat. Das schlimme ist, er peilt ja nicht mehr was meins war und seins ist, somit stand hier schon alles mögliche vor der Türe.

    Eine Anzeige geht nur wenn Krach gemacht wird, alles andere zu recherchieren ist nahezu unmöglich.

    Nun ja, warten wir einfach ab.

    Weißt Du Nancy, Sehnsucht oder so habe ich keinerlei. Ich hätte nur den Wunsch, dass er nun endlich seine 7 Sachen packt und somit aus der Region verschwindet und nicht mehr hier am Haus vorbeidüdelt, wo im Regelfall dann Tage später immer irgendwelche Aktionen liefen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Danke, liebe Marion, ich denke, das wird damit zusammen hängen, denn es ist schon noch eine gewisse Angst da und der Müll hängt auch zusammen mit seinem Um-/Auszug oder wie man das nennen soll.

    Liebe OLive, ich habe viele Jahre Kung-Fu betrieben. Nicht nur, dass ich damals die älteste war, auch die einzige Frau, die aber dann sogar noch zum Trainer wurde.

    Vollkontakt-Kung-Fu, wo ich das Vergnügen und die Ehre hatte mit sehr vielen Polizisten zu trainieren, die einfach nur tolle Menschen und wunderbare Trainingspartner waren. Ein Sport den ich so vermisse, aber hier nicht ausüben kann. Sprich: eigentlich kann ich mich gut prügeln :) da mir aber dieses agressive nicht in den Genen liegt bringt mir meine ganze Kampfsporterfahrung nicht all zu viel.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Genau diese Variante :) Salzig, Laugegebäck mit Hagelsalz.

    Ich meine als Tagebuch meine Beiträge in T(r)ockenes Resümee eines Co. wenn Du die ersten Seiten liest, dann merkst Du meine Wut, Hass, Enttäuschung und das ich nichts verstanden habe, jetzt auch noch nicht alles ;)

    Die Grausamkeiten sind Dinge wie dass er mir Telefon oder Internet sperrte, was ich so gerne verdränge. Was in dem Haus loswar als die Bauarbeiten begonnen und er sich rumtrieb und mir die Bauleute von Stadt und Land überließ. Wie ein sexueller Übergriff den nächsten vorbereitet. Alles das lasse ich selten an die Oberfläche...

    Alle die Ängste, mit schlagendem Herz wenn er torkelnd die Treppe zu meinem Schlafzimmer kam und ich ich fragte bricht er jetzt die Türe auf.... oder tut er den Tieren etwas... alles das habe ich noch sehr auf den "Dachboden" gepackt. Alles das, was mir bis dato an ihm fremd war, bekam ich in einer Überdosis, die ich weder begriff noch verkraften konnte. Ich denke, so fühlt sich ein Trauma an....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich war schon immer aktiv, habe auch Ruhepausen benötigt, liebe Olive, aber ich war jahrelang vor der Beziehung im Musikmanagement, war erste und einzige Frau im Kung-Fu, habe 3x in der Woche trainiert und es bis zum Ausbilder geschafft. Ich habe Energie und freue mich an vielen Dingen, zuweilen auch über meine Kräfte hinaus.

    Ich glaube eben genau das nicht, liebe Olive, das ich mich abgelenkt habe. Ich habe die Trauer (meiner Meinung nach) zugelassen. Das ist ja wirklich das, was ich nicht mag: noch weiterhin Zeit investieren um an Dinge zu denken, die nichts mehr mit meinem Leben zu tun haben.

    Was aber ist das in mir: die Überheblichkeit des Süchtigen, der meint es geschafft zu haben ohne Suchtmittel auszukommen? Ist es irgendwie Schadenfreude, dass er sein Leben irgendwie nicht so ganz auf die Reihe zu bekommen scheint - oder bin ich etwas so bösartig und möchte genau das hören?

    Es erschreckt mich (brauche ich etwa negatives um mich herum weil ich es gewöhnt bin?) dass ich in meinem harmonischen Leben mit angenehmen Menschen und keinem Horror an jemanden denke, der Horror verbreitet hat, der mir auch jetzt noch Angst macht ... denn ich erwarte noch einige Lieferungen Müll, wie am 20. Dezember....

    Ich will nicht an die Zeit oder den Menschen denken, weil sie nicht mehr zu meinem Leben "gehören" dennoch ist das noch da. So eine Art verbindende Energie, die ich absolut übel finde. Heute fand ich es nur übel, als er wieder an meinem Haus vorbei fuhr. Ich will ihn noch nicht mal in meiner Nähe über Sekunden - warum also hole ich ihn selber in mein Gedanken.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach liebe Olive, der nächste Kranz wird besser :) Ich habe heute in einem Fachbuch gelesen, wenn zuviel flüssigkeit beim Teig ist, dann quillt er auf und verliert die Form. ICh lerne dazu, wart mal ab, meine Liebe das krigen wir hin... wir haben ja noch zeit bis Ostern.

    Morgen habe ich übrigens einen Brezelbackkurs, an dem ich Fotos machen werde für meine Brot-back-Seite, kannst dich dann also in Wort und Bild informieren.

    Ehrlich gesagt, ich habe meinen Beitrag ja auch als Tagebuch geführt, ich traue mich aber nicht mehr die ersten Beiträge zu lesen. Mensch, war ich da noch naiv. Null daran interessiert, was ich brauche. Gesicht oder Hände eincremen, ach was... Mensch und genau das ist doch schön, für sich selber zu sorgen.

    Klamotten, ja die waren sauber, aber das war es auch schon. Von Farbenfreude und trotz molliger Figur das Mutige, was ich vor Jahren hatte, das war weg. Ohrringe oder Ringe, ach was, legen wir sie doch ins Eck.

    Alles das kommt wieder - jetzt - langsam, Tag für Tag etwas mehr. Helle und freundliche Kleidung, gelb, vanille trotz Schmuddelwetter. Gebügelt wird relativ schnell, obwohl ich es hasse. Auch wenn ich körperlich fertig bin, so wird das Holz geholt, weil ich am nächsten Tag (wie morgen) unter Zeitdruck stehe. Meine Briketts, die ich eigentlich noch genug hier habe, besorge ich dennoch, weil sie im Angebot sind. Früher hätte ich das nicht mehr geschafft und es verschoben.

    Alles das - und mein geänderter Tagesablauf. Früher von morgens bis abends am PC, nunmehr auch sehr, sehr gerne vor dem Fernseher. Essen? Ach irgendwas rein mit, hauptsache kein Hunger mehr. Ist alles jetzt anders.

    Mir begenen Menschen in allen Facetten, der, der sich als der "schöne ..." am Arbeitsplatz vorstellt. Der Nachbar, der auf mich ausgesprochen schüchtern, dennoch nett wirkt, die Kollegen oder Chefs, mit denen man/frau mal einen Spaß machen kann. Wenn ich daran denke, dass diese Menschen auf mich so positiv wirken, dass es eine Unverschämtheit wäre im selben Atemzug von einem Menschen zu reden, der schlecht mit sich und anderen umgeht. Auf gut deutsch: ich wollte diesen agressiven und wütenden Menschen nicht mehr in einem Umfeld haben, wo soviele andere liebenswürdige Menschen um mich sind.

    Alles das wurde mir erst klar, über Monate in denen ich - so wie Du es jetzt vor hast, liebe Olive - alle Erlebnisse aufgeschrieben habe. Und ich sage Dir, manche Grausamkeit habe ich noch immer auf den Dachboden gesperrt.

    Schreib Dich aus - tob Dich aus - beginne Dein neues leben zu leben, zu genießen, Dich daran zu erfreuen. Und habe wache Augen für das was alles an schönen Dingen um Dich herum ist.

    Lieben Gruß von Dagmar