Hey Dagmar, gehts Dir gut...sag mal piep.
LG Karotte
Tockenes Resümee eines Co's
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hey dagmar.
ein gesundes und glückliches neues jahr für dich.
hoffe es geht dir gut.
glg kathrin -
Hallo Ihr Lieben,
danke der Nachfrage
mir geht es sehr gut. Ich denke gerade, Mensch, wenn ich arbeite 20 Std. die Woche ab 7.1. habe ich weniger zu tun als jetzt. Menschenskind GuV fürs Arbeitsamt als Arbeitlosengeldbezieher weil ich noch eine Nebentätigkeit ausübe. Die ganzen Bewerbungen die ich massig geschrieben habe, die ganzen Recherchen, dagegen ist eigentlich die kommende Arbeitszeit wenig.Noch Jahresabschlüsse erledigt - müssen ja auch wenigstens in Kontoform da sein, sortieren muss ich noch ein bischen. Noch die letzten Krämereien zum Umzug wegen Adressänderung, Infos ans Sozialamt wegen Mietkostenzuschuss, bzw. Papiere anfragen wegen vermögenswirksamer Leistung, weil ja der aktuelle Stand gewünscht wird. Also langweilig wird es mir nicht.
Es gab - erstaunlicherweise - keine Anlieferung mehr. Dann wird es wohl noch kommen und auch dieser Umzugstermin meines Ex scheint gescheitert zu sein. Das war (scheinbar) nunmehr der zweite Termin der geplatzt ist. Deshalb doof, weil ich noch ein Streunermädchen abholen möchte, aber freiwillig gehe ich nicht in die Nähe des Hauses wenn er dort noch "torkeln" könnte.
Liebe Leute, ich habe ganz viel überlegt, mit einer schönen emotionallen Abstandsbasis. Ich war über die letzten Fotos gestolpert - da kam mir nur ein Gedanke: nein, nie wieder....
Als wir uns kennenlernten:
Haare länger, regelmässig beim Friseur (danach Selbstscherung mit entsprechenden Löchern oder Glatze)
Kleidung Jeans oder Lederkluft (jetzt veraltete und kaputte Navy-Sachen)
Damals wenigstens der Versuch zu lächeln (heute nur noch ein brummiges Gesicht, war auf den Fotos überdeutlich).Das sind sichtbare Änderungen.... da kann ich nicht mehr davon sprechen "was mal war, es war doch mal so schön, so ist er doch gar nicht" doch.... die Bilder sprechen Bände....
Mir ist jetzt auch klar geworden, wie das gefühlsmässig bei jemandem trinkenden laufen könnte: durch den Alkohol fühlt(e) man sich früher wohl und anerkannt, deshalb ist nur er wichtig - oder das Gefühl zurück zu bekommen, wie es mal war. Der Partner - in meinem Fall - Ex ist halt da, aber eigentlich unwichtig (weil nur nebenbei erwähnt). Wichtiger wäre das Feeling und das sich gut fühlen. Selbst, wenn das nicht mehr gelingt, dann wird nach diesem Kick gesucht und nicht nach tiefgreifenden Gefühlen. Denn derjenige hat ja etwas verloren .... er sucht ja weiter Kick und Wohlfühlgefühl .... wie soll da eine Konzentration auf den Partner möglich sein. Deshalb denke ich auch, dass ein Austausch möglich ist ohne im derzeitigen Zustand damit Probleme zu haben. Denn der Partner (oder auch die die dem Partner folgen werden) sind nicht mit dem Kick verbunden. Geht der Partner wird immer noch die Suche nach dem Kick und dem Wohlfühlgefühl Vorrang haben und erst dann eben der nächste Partner gesucht.
Ist komisch, je mehr Abstand drin ist, desto anders wird es in mir belichtet. Mir geht es gut, Silvester war schön mit meinen Katzen und ich genieße einfach nur die wenigen Tage, die ich noch zuhause sein kann.
Ich bin wieder kreativ gewesen und habe gestern diverse Artikel erstellt. Mehr, als in den letzten Monaten zusammen .... fast .....
Einer von meinen Tigern wird hömopathisch behandelt, weil er sehr dünnen Kot hat. Wie es aussieht mit Erfolg
Ich liebe den Kerl so dolle, wir haben schon so oft gegen den Tod gekämpft, da bin ich froh über jeden Fortschritt. Er bekommt nun Bachblüten, Globuli und jedes Futter mit Reis versetzt. Alle paar Stunden (auch nachts) lasse ich ihn zum Haupteingang raus, muss ihn aber im Nebeneingang wieder reinlassen, damit die anderen nicht auch raus gehen. Nachts will ich die Tiere hier haben, um zu sehen ob der Hunger o.k. ist, Kot/Urin und auch mal gehörig streicheln um zu sehen dass keine Blessuren an ihnen sind.Nun ist es ja nicht mehr ganz so schnatterkalt, die letzten Tagen waren schlimm - bei bald minus 10 Grad reichen die zwei Holzöfen nicht, da musste schon ein Heizerle mitwandern, wo ich gerade war (gerade in den Räumen, in denen kein Ofen steht).
Jetzt schau ich mal, ob ich Tulpen, Osterglocken oder Hyazinthen vorziehen kann, nachdem ich heute morgen ab 5.30 Uhr dabei bin meine Weihnachtsdeko abzuräumen. Jetzt ist nur noch die Aussendeko dran, die mache ich dann in den nächsten Tagen weg.
Sodele, nun wieder ab ins "Gewusel".
Lieben Gruß von Dagmar
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Hallo Dagmar
ich bewundere deine Energie, kann mich leider zu gar nichts aufraffen.
Wie viele Katzen hast du eigentlich?
julchen
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Hallo, liebes Julchen,
mit mir im Haus leben 6 Tiere (3 sind meine Haustiere) wobei ich vier Streuner mitnehmen konnte, mein xxl musste ja leider eingeschläfert werden. In meinem alten Ort gibt es noch Tiere, die ich versuchen möchte nachzuholen, was schwierig sein wird. Derzeit unmöglich, da der Ex noch dort wohnt und ich mich keiner Gefahr aussetze. Ich habe mich dort um ca. 10 Streuner gekümmert und alle auf meine privaten Kosten kastrieren lassen und zum Tierarzt gebracht.Vorteil ist bei mir die Katzencommunity, die ich betreibe, dadurch konnte ich schon zig Tiere vermitteln. Kein Problem sind Katzenbabies, die deren Mütter bei mir abgegeben haben (Daggi's Katzenklappe) aber die älteren Semester lassen sich vom Menschen - ausser mir - nicht anfassen, da ist an vermitteln nicht zu denken.
Das hat mich am meisten getroffen, dass ich nicht alle Tiere einfangen konnte. Das war die größte Grausamkeit, die "er" mir antun konnte. So viele dieser Tiere habe ich gegen den Tod begleitet, manchmal gab es Wunder (älteres Tier wurde von akut behandelter Katzenmama gesäugt und überlebte den Katzenschnupfen, von mir ließ sich damals das Tier nicht anfassen und zum Tierarzt bringen. Viele dieser Tiere musste ich beim Arzt operieren lassen und habe Tage um ihr Überleben gebangt. Nun wäre sie gesund und relativ fit, und ich kann sie nicht hierher holen...
Aber ich glaube, sie halten noch durch .... so wie mein Eulchen, wo mich derjenige anrufen wird wo sie ist, wenn der Ex mal verschwunden sein sollte. Und wenn nicht, dann habe ich sie kastriert und dafür gesorgt dass es keine weiteren Katzenbabies gibt, die elend verenden. Deshalb habe ich das Asyl ja damals gemacht - kein Mensch in dem Ort kümmerte sich um Kastration oder entwurmen der Kleinen. Wir hatten das einzige Grasstück und die Tiere kamen zum Sterben ....
Dort schon habe ich entdeckt: entweder ich packe selber an oder ich kann es vergessen, denn kein Tierschutzverein oder Tierheim wollte damit etwas zu tun haben "Lohnt sich das" waren die Fragen.....
Und ob es sich gelohnt hat ... für mich .... nicht für meinen Geldbeutel ..... aber diese Tiere geben so viel, dass es mit Geld nicht aufzuwiegen ist! Und sie haben mir die Kraft gegeben das zu erreichen, was ich mit ihnen hier leben kann.
Mir fehlt noch eine Menge Power, liebes Julchen, ich war mal viel kräftiger und zäher, aber damals habe ich mich verschlissen und nicht gelebt. Ich habe damals nur funktioniert und dachte das muss ich noch und das muss ich noch und überhaupt muss ich noch. Es gab damals keinen gemütlichen Krimi am Fernsehen .... Ich habe mich komplett überfordert. So im Sinne von, wenn die Beziehung nichts gibt, dann muss mein Erfolg aus nebenberuflichen Arbeiten kommen.
Jetzt ist es anders ... Was kommt das kommt. Wie ich überleben soll mit knapp 600 Euro?? Ich weiß es nicht, aber auch das wird gehen, irgendwie....
Lieben Gruß von Dagmar
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Zitat von dagmar007Alles anzeigen
Als nicht alkoholgenießende Ex-Partnerin eines Alkoholikers muss ich folgendes, trockene, Resümee (nach einer Partnerschaft von rund 8 Jahren, in der die letzen beiden Jahren eine rasante Verschlechterung bzw. Stoffsteigerung meines Ex zeigten) erstellen:
Die (gut funktionierende) Sexualität war für ihn im Gegensatz zu mir und meinen Gefühlen kein Zeichen von Liebe und Zuneigung und Zugehörigkeit, sondern Selbstbestätigung, Potenz und Machtgefüge gegen mich.
Zärtlichkeiten von meiner Seite, die bei einem Neuanfang eingebracht wurden empfand er als Einschränkung bzw. störend oder übertrieben, somit ist meine Person (denn als die Beziehung begann war es ebenso verschmust) nie als Partner angenommen worden.
Positive Gefühle scheint mein suchtkranker Freund nicht empfinden zu können, bzw. sie werden durch den Alk verschleiert. Negative Gefühle wie Wut können von einer Sekunde auf die andere ausbrechen und haben sich oftmals auf die Nachbarschaft ausgebreitet, die dadurch entsprechend reagiert hat (Autoreifen zerstochen ect.)
Vor den Problemen resigniert er, indem er sich entweder im Hobbykeller die Kanne gibt oder mit Bekannten (Freunde hat er keine) sich die Oberkante gibt.
Deshalb geht auch eine große Gefahr ihm durch Autofahren im Hochpromillezustand aus, was nicht nur ihn sondern auch andere Menschen gefährdet.
Verlässlichkeit bzw. die eigenen Aufgaben (Rechnungsbegleichung, Schreiben vom Gerichtsvollzieher ect.) kann er nicht mehr bewältigen, da dies hohe oder höhere Konzentration erfordert, als es ihm möglich ist aufzubringen. Außerdem ist es ihm lästig und es wird aufgeschoben bis eben dieser Gerichtsvollzieher im Hause steht.
Bequemerweise trifft der dann ja immer die Ex-Freundin
Somit stellt die Bank keine Kreditkarte aus, auch nicht auf Guthabenbasis.Das äußere Erscheinungsbild ist gelinde gesagt nicht mehr sozialkonform. Die Zähne gleichen einem Mienenfeld und was der Rest des Körpers verrät kann ich persönlich nicht sagen.
Aufgrund der Konzentration auf den Alkohol werden die Lügengeschichten nun langsam so dumm, dass ein Erstklässler sie kaum mehr glauben könnte.
Der Seitensprung, bei dem er nun regelmässig trinken geht, kann keine größere Belastung für mein Selbstwertgefühl sein. Bei einem Gespräch stellte es sich heraus, dass er zu niemandem körperliche Nähe möchte und auch Streicheleinheiten gar nicht gewollt sind. Somit kein Seitensprung sondern gesellschaftliches, genussvolles Zulaufen lassen.
Ganz nebenbei fiel mir auf, dass seit sein letzter Zechkumpan aus dem Ort ausgezogen ist, und er sich im letzten Jahr mit fast allen im Ort verkracht hat, ihn kaum jemand in seinem Werkstattraum besucht, der für ihn eine Kneipe darstellt....
Ich konnte ihm gestern nur noch sagen: "Ich danke dem lieben Gott, dass er diese Beziehung hat enden lassen".
- der Führerschein - eine Gefahr für das Umfeld
- die Zahlungsmoral - ein Problem für Vermieter und Wirtschaft
- Familie und Partnerin litt unter Unzuverlässigkeit
- Freunde gibt es keine aufgrund von unangepasstem Verhalten und Unzuverlässigkeit
- Zweckgemeinschaften (du hilftst mir, ich helfe Dir) fallen aufgrund von Unzuverlässigkeit auch zusammen.
+ der Umsatz der Alkoholindustrie...nur muss mein Herz sich das auch noch alles durch jede Herzkammer pumpen .... Diese Auflistung war für mich ein ganz wichtiger Teil auf diesem Weg!
Lieben Gruß von Dagmar
Hallo Dagmar,
faszinierend diese Ähnlichkeiten - fast so als wäre es ein und derselbe Mann. Auch mein Freund hat Probleme mit dem Erledigen einfacher Alltagsdinge - wie z. B. Bezahlen offener Rechnungen. Auch seine Ex ist Gerichtsvollzieher...
Wahrscheinlich sind aber alle Alkoholiker und Kiffer in bestimmten Bereichen gleich...
Nora -
Das klingt schön, Dagmar, und ich glaub, die Tiere geben einem wirklich viel. Meine erste Katze war an der Autobahn angebunden und meine jetzige saß einfach im Keller(keine Ahnung wie die reinkam) und hat entschlossen zu bleiben.
Das mit den Finanzen muss ich jetzt auch in Angriff nehmen. Seit ich meine Kinder hab hab ich nur Nebenjobs gemacht. In meinen Beruf kann ich nicht zurück, keine Ahnung. Ich denk ich such einfach noch paar Nebenjobs fürs erste und dann seh ich weiter. Irgendwas ergibt sich bestimmt.
Schöne Grüße
julchen
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Hallo, liebe Dagmar

schönen guten Morgen,na, irgendwie habe ich die Vermutung (ohne die Situation meines Ex genau zu kennen) dass das irgendwie auch mal wieder ähnlich läuft. Dagmar, Dagmar (einmal ich - einmal Du

Hmm, verstehen kann ich, dass Du ihm helfen wolltest. Machen würde ICH es NICHT! Eine Beziehung ist für mich gegenseitige Unterstützung (so wie es bei Euch und uns früher einmal war). So, er will Deine Unterstützung/Freundschaft/Partnerschaft so nicht mehr, also würde ich auch keinerlei Unterstützung mehr beitragen. DU hast gemanagt, jetzt soll er merken wie es ist wenn man das alleine tut. Mensch, sind wir mal ehrlich, in Beziehungen holt uns der Alltag ein und Schmetterlinge fliegen weg. Was bleiben sollte ist Fairness, Partnerschaft, Zuverlässigkeit - also weit weg von der Romantik, einfach nur das ehrliche "füreinander da sein". Er will Schmetterlinge und Romantik - gut, dafür fehlt dann eben der Rest

Und wie ich es höre... auch wenn ich weiss, dass es eigentlich nicht gut ist, weil das ja immer noch eine Bindung ist "Ätsch" es geht Dir schlecht....
Aber wie gesagt, ich kann es nachvollziehen und nachfühlen.....
Packen wir mal Schadenfreude, falls vorhanden
weg und betrachten alles mal ganz realistisch:
Ich habe oft den Eindruck, dass das Niveau des neuen Partners fällt. Ich habe auch den Eindruck, dass oftmals ein neuer Partner gesucht wird, einfach damit einer da ist, und die alten Probleme wegfallen. Das aber dadurch ein Packen neuer kommt, wird im ersten Moment missachtet. Meiner wollte beide behalten - die neue und mich - Deiner doch bestimmt auch.... So, wenn das aber nicht geht müssen sie ja das "wenige" nehmen, was sich selber anbietet um nicht alleine zu sein.So und jetzt sind wir bei uns. Das Problem haben wir nämlich nicht - wir haben keine Nachfolger gesucht sondern versuchen uns selber zu finden. So, da sind wir also schon viel fester in uns selber verankert als der/die Ex.
Schau, so lange wir gegen die Nachfolger wettern, schimpfen oder uns über sie auslassen, so treibt es diese beiden noch mehr zueinander. Einfach weil die Expartner die Gegner sind, gegen die sie stark sein müssen und können - sie müssen sich ja so auch nicht mit sich auseinander setzen. Egal, wie gut oder wie schlecht ihr deutsch ist, lass es ihn doch genießen. Es ist nicht Deine Aufgabe ihn darauf hinzuweisen, er darf es selber erfahren. Seine Selbstverantwortung - auch die, seine Papiere selber zusammen zu stellen. Egal, wie schön oder intelligent sie ist: er meinte, sie Dir vorziehen zu müssen. Nun gut, dann soll er auch alles hinnehmen, mit gutem wie mit schlechtem Spiegel, in guten wie in schlechten Launen. Seine Entscheidung!
Daß ist das, liebe Dagmar, wo die "alten Hasen" sagen: bleib bei Dir und wir würden ihnen gerne im Anfangsleid entgegenschreien: Aber es tut doch so weh, ich liebe ihn, ich vermisse ihn....
Durch unser denken an ihn, durch das klammern an Beziehungen kommen wir nicht an und zu unserer eigenen Zufriedenheit. Haben wir das aber einmal geschafft - oder sind wir auf dem Weg dazu - dann sehen wir klarer.
Wir haben die Gnade nicht suchtmittelabhängig zu sein, somit unseren Stoffwechsel nicht zu übertölpeln zu müssen. Ein Substanzabhängiger hat aber seinen eigenen Körper zum Gegner, seine Gesundheit dürfte schon angeschlagen sein und die Psyche wohl auch, denn aus irgendeinem Grund entstand bei ihnen (wie bei uns) diese Sucht.
So, und wenn wir uns jetzt fragen, wollen wir mit diesem Menschen weiterhin zusammen sein, der nicht in der Lage ist seine eigenen Dinge zu regeln, was sagen wir da? Wenn uns auffällt, wie wenig dieser Mensch für sich selber Verantwortung tragen kann, wollen wir da wirklich, dass wir füreinander da sind in "guten wie in schlechten Tagen". Jetzt, wo wir sehen, wie eine solche Beziehung für Außenstehende wirkt, wollten wir sie da wirklich zurück???
Denn genau alles das wollten wir als wir feststellten: wir lieben ihn und es tut so weh.....
.... uns fehlte jeglicher Abstand und jegliche Neutralität ....
Diese aber konnte ich persönlich nur aufbauen, durch räumliche Trennung, Kontaktsperre und den Versuch mich selber zu erspüren. Trauerarbeit (immer noch nicht ganz überstanden), Bewältigung von Problemen (ging komischerweise), Angst um die finanzielle Situation (war sie zuvor besser? nein, anders....) Wie können wir sehen was wirklich in unserer BEziehung passiert wenn die Augen von Tränen des Verlustes getrübt sind? Nur wenn zwischendurch unsere Augen blitzen über die Freude, die unser Leben mit sich bringen kann (und wenn es auch nur kurz ist) nur dann haben wir (wenigstens kurzzeitig) den klaren Durchblick.
Weißt Du Dagmar, ich denke wir sind in die Abhängigkeit gesunken wie auch die Partner. Bei beiden wurde die Spirale enger und führte nach unten. Bei uns in der Psyche, beim stofflich Abhängigen zu anderen Folgen .... aber immer Folgen, die belastender wurden, oder?
Halt Dich wacker und freue dich daran, dass es bei Dir schöne Zeiten gibt, Du Dich wohlfühlen kannst und dafür kein menschliches Gegenstück benötigst. Dass Du Dir genug sein kannst und alles selber in Angriff nehmen kannst.
Lieben Gruß von Dagmar
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Komisch liebe Dagmar,
ich wurde zum 1. April 2008 arbeitslos, und genau da suchte er sich meine Nachfolgerin. Ich hatte zuvor, was für mich nicht üblich ist, gegen den Arbeitgeber mit Rechtsanwalt gekämpft und ihm gesagt, ich sehe mir Deinen Verfall nicht länger an.Ich dachte die ganze Zeit unterschwellig ob es auch daran liegt, dass ich den Job los bin und er Angst hat dass ich in Hartz 4 komme bzw. er mich unterhalten sollte, könnte, müsste, dürfte.... dieser Gedanken ist sehr, sehr tief, aber niemand kann sagen, ob das Alkoholikertypisch ist oder nicht - deshalb habe ich mir diese Fragestellung bisher verkniffen.
Eigentlich hätte ich meinem Ex diese Weitsicht nicht zugetraut. Dein offenes Schreiben bringt jedoch genau meine Grundgedanken aufs Papier....
Ich hatte am Anfang auch gedacht "Bombenfrau". Komisch nur, dass sie niemand aus seinem Säuferkreis kennenlernte. Nun, dann sah ich ein Foto und fragte ihn wo das Bild seiner Oma herkäme, sie war doch zuvor gestorben, sind das alte Bilder..... Volltreffer, es war die Dame....
Komplett unglücklich, weil deren Ex-Mann für den 18jährigen Sohn keinen Unterhalt mehr zahle, der aber ohne Job ist, die anderen drei Kinder wären auch Problemfälle und sie selber würde keinen Ganztagsjob bekommen, die arme sei also sehr belastet.... Nun gut, dann hat sie nun die richtige Unterstützung an ihrer Seite. Sie habe wohl zu ihm gesagt, sie wäre früher von Männern schlecht behandelt worden. Nun, dann kann sie in diesem Jahr (falls es das Paar noch gibt) mit einer Steigerung rechnen.
Weißt Du Dagmar, am Anfang tut es weh, das Ego ist verletzt und bei mir war viel Haß und Wut. Je mehr ich meine Zufriedenheit spürte, desto mehr konnte der Hass gehen und ich auf den Boden zurück kommen. Es dauerte noch lange, ehe ich das ganze neutral sehen konnte. Eigentlich so lange, bis ich mich rundum wohl in und mit mir gefühlt habe.
Und jetzt, wo es so aaaaarrrrschkalt ist und mein Ex seinen Umzug eigentlich hinter sich bringen müsste, da stelle ich fest, was es mit Eigenverantwortung so an sich hat.
Ich würde nie im Dezember umziehen - Strassenverhältnisse und andere Probleme auch am neuen Wohnort sind nicht kalkulierbar. Dann würde ich meinem Arbeitsplatz näher ziehen und nicht 80 km weiter weg - wohlgemerkt im Winter mit desolatem Auto - aber genau das ist die Selbstverantwortung, die diese Menschen nun tragen müssen. Sie haben sich entschieden und sollen es auch ausbaden.
Geht es Dir oder mir anders? Das Leben serviert und wir dinieren.... mal beim Sternchenkoch und mal Tagesessen und auch mal nichts..... Jeder ist seines Glückes Schmied....
Was Du mit dem Lügen schreibst muss nicht böswillig sein, eventuell hat er sich seine eigenen Geschichten gebastelt und weiss es nicht mehr. Krank eben ....
Lieben Gruß von Dagmar
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Hallo Ihr LIeben,
ich bin so glücklich, dass ich diese kalten Tage (es könnten heute nach mal in Richtung -20 Grad erwartet werden) in meinem kleinen Häuschen mit meinen Öfen - und meinem Elektroöfchen, das mir wie ein Hund nachlaufen muss - verbringen kann.Lieber Gott, dieser Winter im alten Haus, den hätte ich gesundheitlich nicht ohne Blessuren rumgebracht. Ein altes, schlecht isoliertes Haus, mit unzureichender Heizung. Derzeit die Straßen aufgerissen und vollste Frostgefahr. Lieber Gott, dass mir das erspart bleibt, da kann ich nur jeden Morgen aufwachen und danke sagen - bei beim zu Bett gehen.
Selbst in Zeiten, wo der Alk keine Rolle spielte waren die Winter in dem alten Haus grausam - zumal kein grün - eingekastelt in Beton. Hier bin ich heute morgen in Lammfellstiefeln und mit ganz dicker Jacke zum Brunnen; juhu nicht eingefroren. Meinen Katzenkot entsorgt
Genial, brauche ich also nicht die größere Mülltonne, hätte ich nämlich bei den vielen Tieren sonst gebraucht bzw. hatten wir im Haus zuvor.Mein Arbeitsbeginn verzögert sich um drei Tage weil mein Chef noch kurz skifahren geht. Klasse, ich freue mich über drei Tage hier im gemütlichen Hexenhäuschen.
Ich habe gestern angefangen Zwiebeln vorzuziehen, Tulpen, Osterglocken ect. Und einiges an Samen, die nicht von der Jahreszeit abhängig sind in Töpfchen zu bringen. In einem separaten Teil, wo vielleicht die Katzen nicht wüten, ist ein Teil aufgebaut - an anderer in der warmen Küche, wo ich Exoten probiere wie Palmen und Bananenpflanzen. Mandarinen ect.
Kaum ist die Weihnachtsdeko weg - nur noch der Weihnachtsmann mit Licherkette sitzt - will ich den Frühling bezirzen....
Gestern habe ich Ostergebäck "getestet" ich habe eine Homepage über osterliches Backen, da möchte ich noch das eine oder andere neue einbringen und nach Ostern oder eine Woche vor Ostern bringt das wenig.
Tja Ihr Lieben, liebe Dagmar,
und da sollen wir uns noch trauernde Gedanken um unser altes Leben machen? Nicht wirklich, oder?:-) Wohl sind jeden Tage meine Gedanken immer noch beim Ex, lässt sich derzeit noch nicht unterbinden. Dieses aber in einer neutralen Form, die mich weder belastet noch begleitet. Natürlich wäre ich soooooooooooooooooo waaaaaaaaas vooooooooon neugierig, ob sein Umzug nun geklappt hat oder nicht.... ob die Rohre eingefroren sind oder nicht ......... ob es wann ja dort noch Strom gibt............. Klar Leute, das würde ich schon sehr gerne wissen wollen. Aber ich weiß genau es tut mir nicht gut und somit frage ich auch nicht im Umfeld nach und lenke auch Gespräche mit ehemaligen Nachbarn (schweren Herzenz) weg von diesem Thema.Eines weiß ich jedoch: Ich kann "ungestraft" die Dinge tun, die mir Spaß machen ohne einen strafenden Blick zu riskieren. Ich kann backen, pflanzen, mit den Tieren spielen ohne mir quasi dieses gespürte Glück dadurch zerstören zu lassen weil mein Gegenüber selber diese Gefühle nicht verstehen oder nachvollziehen kann und sie deshalb "niedermacht".
So Leutchen, die Asche habe ich schon rausgebracht - aber ich muss noch mal zum Brunnen

Lieben Gruß von Dagmar
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Ach ist das herrlich

Keine Angst dass ich kein Wasser mehr habe weil die Wasserrohre zufrieren (im Notfall gibt der Trinkbrunnen vor dem Haus derzeit noch Wasser). Keine Angst, dass der Heizkessel versagt weil ich Glut von einem Holzofen zum anderen schaffe und die beiden rund um die Uhr heizen.
Keine Angst kein Gas zu bekommen - mein Holzgas entwickelt sich von alleine
Gut, mein Handgelenk ist ständig gezerrt, trotz schmieren und Arztbesuch wird das nicht schmerzfrei, aber nun ja, einen Tod muss man halt sterben. Es ist viel Arbeit - aber ich liebe es rauskommen zu "müssen". Die Asche zu leeren, das Holz zu holen. Diesen Naturstoff, der mir so viel Wärme gibt.
Auch die Lust meiner Katzenwelt auf Freigang hält sich in Grenzen. Und mein einziger Kandidat, der regelmässig draussen ist liegt im Winterquartier (ich denke mal Plusgrade, wie es sich anfühlt im Gegensatz zu draußen.... schnatter schnatter) im Liegestuhl

Ich komme relativ gut zurecht mit den ungeliebten Aufgaben wie bügeln ect. und der Rest nun ja, da bin ich mit meiner Bewältigung auch ganz einverstanden.
Lieben Gruß von Dagmar,
die glücklich ist sich im wohligen Haus verbarikadieren zu dürfen
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Liebe Dagmar
ich freu mich für dich, daß du so zufrieden mit dir und deinem Leben bist.
Ich les immer gern bei dir weil du soviel positives ausstrahlst, obwohl dein jetziges Leben auch nicht so einfach klingt.
Es gibt mir Kraft zu lesen wie du dein Leben meisterst, ich komm eines Tages auch soweit(hoffentlich!!)Schöne Grüße
julchen
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Weißt Du was, liebes Julchen, ich hatte früher auch wenig Geld - aber doppelt so viel wie jetzt. Immer noch zu wenig zum Leben aber mehr.
Glücklich war ich nicht. Zwar konnte ich überleben, auch wenn ich mir damals nichts leisten konnte, aber ich musste nicht wie jetzt vor Stromrechnungen zittern.
Glücklich war ich damals nicht!
Glücklich bin ich eher jetzt, wo ich mich leben darf, meine Interessen ausleben, keine strafenden Blicke weil meine Interessen "verrückt" sind. Die Zeit reicht mir vorne und hinten nicht, weil gerade zu diesen Temperaturen viel Zeit für die Holzgeschichten aufgewendet wird. Dennoch : ich fühle mich einfach nur wohl dabei - ich habe etwas geschaffen wenn oder weil es warm ist.
Und Julchen, ich weiß wie grausam es im alten Haus gewesen wäre. Schon alleine baulich bedingt! Das waren Dinge, die hatte ich im Vorfeld nicht überlegt. Ich dachte nicht an die letzten Winter wo alles im Haus fror, egal was man-/frau machte. Ich dachte nicht mehr daran aus diesem Ort mit 320 Einwohnern nicht mehr rauszukommen weil es im Tal lage und die Straßen den Berg hochführten und auch Winterreifen nicht förderlich waren aus dem Tal rauszukommen.
Ganz zu schweigen von Beton, wohin das Auge sah. Und hier: Schnee, Brunnen, verschneite Bäume und weiß .... zwischendurch meine Fußspuren und die der Katzen. Ein schwarzer Kater, mein Mohrle, der sich im Schnee wälzt und mein Mr. Schneeulchen, den man fast nicht sieht: Grundfarbe weiß mit etwas grauem Tiger.
Meine Küche aus der es gerade nach Ostergebäck durftet. Ich teste schon mal und fotografiere was so alles aus Backmischungen möglich ist, einfach also, aber doch originell.
Julchen, ich denke, ich weiß noch gar nicht, was noch alles an glücklichen Fügungen mit der Trennung verbunden war.
Nein, mein Leben ist nicht einfach und die Leben der Streuner sind sehr angeschlagen und ich muss sehr kämpfen, aber ich will es und es bedeutet mir etwas. Ich will es, ich mache es, ich muss mich nicht rechtfertigen und ich bekomme nicht mehr zu hören "Du hast nur Zeit für die Tiere".
Lieben Gruß von Dagmar
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Hallo Dagmar
gehts dir gut? Schreib doch mal wieder.
julchen
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Hey Julchen,
Gedankenübertragung....
Hallo Ihr Lieben,
es ist wunderschön, nach 6 km Marsch zum Arbeitsplatz (3 Hinweg und 3 zurück) die Siebenmeilenstiefel auszuziehen und die Lammfellhausschuhe anzuziehen und sich einfach mal mit einem Kaffee vor den Holzofen zu setzen.Ich denke, das ist genau meine Materie und ich habe auch den Eindruck es wird mir dort gefallen (aber es ist zu früh um in Beifallsstürme auszubrechen, das mache ich dann in ein paar Monaten, wenn ich meiner Meinung sicher bin.
Mein Chef, hat mir heute einen ganz neuen PC hingestellt mit Flachbildschirm - wirklich eine edle Ausführung. Er hat mir gleich eine E-Mail-Adresse eingerichtet und den PC fast komplett installiert, und da ist eine Menge drauf.
Die Leute aus Backstube und Verkauf sind nett und pflegeleicht. Da auch die Verwaltungshansel wie ich wissen dürfen um was es geht darf ich am 21. Januar einen Brezelbackkurs besuchen (klasse, bei mir gelingt das nicht). Logisch, dass ich die Kamera mitnehme.
Gestern wollte ich schon einen der Bäcker überzeugen mir seinen m Holz mit zugeben. Nun gut, so ganz war er nicht meiner Meinung
Aber - er kämpft mit dem großen Holzofen mit der Temperatur ebenso wie ich mit dem Kleinen. Und wenn es zu warm wird, muss er ebenso wie ich tricksen und die Türe aufreißen. Also hier kann man/frau echt sagen: Fachmann und Laie kämpfen ebenso.Auf meinem Fußmarsch konnte ich gleich meinem Holzhändler "Hallo" sagen, der nämlich auch dort wohnt. Schon witzig, ich wohne hier noch nicht mal ein halbes Jahr und "kenne" mehr Leute als ich in 8 Jahren in Oberginsbach kennengelernt habe. Am Brunnen trifft man mal die Vormieter oder sonst jemanden. Schon verrückt, eigentlich.....
Ach ja, katzentechnisch befinde ich mich in bester Gesellschaft. Mein Chef, besitzt drei, die Kollegin aus der Buchhaltung - mit der ich zusammen arbeiten werde - besitzt zwei.
So, das war es mal für den Anfang,
bin etwas schach matt, bei mir war die Toilette eingefroren, das Handy streikte, am Bett gab es Probleme und so manches andere stand hier auf mein "To-Do-Liste".Lieben Gruß von Dagmar
bei der er gerade schneit und die gottfroh ist jetzt zuhause zu sein und nicht auf den Straßen unterwegs sein zu müssen.Mein Leben hat viel an Qualität gegenüber der Zeit meiner Beziehung gewonnen, dennoch sind die Gedanken noch immer nicht weg von der Beziehung, das als Zusatz, weil hier so viel geschrieben wird über das "endgültige Loslassen". Ich denke ganz sicher, dass sich mein Weg nur verändert hat, auch ich und meine Sorgsamkeit mit mir selber - das ich selber erstaunt bin - dennoch: es ist noch lange nicht aus dem Kopf raus, dass es mal einen Menschen gab.....
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Hey, liebe Olive,
beim nächsten Mal weniger Flüssigkeit. Ich habe gestern in einem Fachbuch gelesen, bei zuviel Flüssigkeit geht Hefeteig zu sehr auf und kommt aus der Form. Ist also nicht unbekannt
auch beim Fachmann 
Huch, war das ein Tag
gestern....Gestern morgen kommt mein Chef und sagt "wir bringen ab nächste Woche ein neues Körnerbrötchen raus". Na klasse, denke ich "schreiben wir doch einfach darüber". "Gute Idee", meinte mein Chef, geh zu XYZ und befrage ihn nach der Herstellung. Nun gut, XYZ war noch am rumdoktorn hatte alles noch im Ofen und wir wollten heute Details austauschen. Aber .... das Detail war ein dreieckiges Brötchen, von den Leuten im Verkauf also nicht bekannt, konnte somit nur Ausschuss sein. Kam also in den Ausschusskorb und irgendjemand hat sich (während alle gesucht haben wie die Wahnsinnigen) vermutlich gewundert über den etwas anderen körnigen Geschmack dieser fünf - bestimmt am Meisten gesuchten Brötchen
Während also sehnsüchtig fünf dreieckige Brötchen gesucht wurden waren diese wohl schon auf dem Weg der menschlichen Verdauung....Da auch noch ein neues Brot ins Programm kommt sowie ein "süßes Stückle" war ich heute morgen die lachende Dritte: mein Chef brachte alles zum fotografieren in Sicherheit und ich durfte es mit nach Hause nehmen.

Der Brezelbackkurs gestern war klasse. Die Ergebnisse auch. Aber es ist natürlich etwas anderes wenn in Riesenteigmaschinen provesionell Teig hergestellt wird und dann nach Anleitung gebacken werden darf. Bei mir war es etwas weniger an Menge, weil ich zumindest gleich an guten Fotos interessiert war.
Neben Brezeln gab es noch Laugenknoten, Laugenzöpfe (aber aus nur einem Strang) sowie Laugenmäuse. Genial

Lieben Gruß von Dagmar
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Hallo Ihr LIeben,
mir geht es gut, aber ich fühle mich fast gestresst, weil ich meinte den ganzen Haushalt mal wieder auf die Reihe kriegen zu müssen. Bei den Katzen ein schweres Unterfangen
Meine Arbeitszeiten sind länger als geplant, worüber sich mein Geldbeutel sicherlich freuen wird
und somit habe ich nun ein ganz normales Leben mit Job, mir werden immer weitere Aufgaben übergeben, die zumeist zuvor mein Chef getätigt hat, was mir schon ein tolles Gefühl gibt. Zumal er zufrieden mit meinen Resultaten scheint.Die Kollegin (mit der ich später zusammenarbeiten werde) scheint zu bemerken dass ich für sie mitdenke und ein Teamplayer sein kann, denn auch hier kommt nun etwas offenes.
Ich merke ganz dolle Änderungen an mir, über die ich selber sehr froh bin. Während ich mich früher ins Internet quälte um Berichte und Berichte für meine Sachhomepages zu schreiben, kann ich das auch mal für Tage lassen und einfach nur vor dem Fernseher sitzen und mich freuen. Früher fand ich mich wohl in meiner Leistung wieder. Was der Job vieleicht nicht gab, das versuchte ich mir abzuverlangen, ich weiss es nicht. Früher wollte ich die komplette Zeit, die ich nicht schlief, Leistung bringen. Das habe ich nicht mehr. Habe mir heute sogar erlaubt auszuschlafen, was es seit Monaten nicht mehr gab.
Zwar hätte ich Lust aufs Schreiben und Bilder bearbeiten, aber in Sachen Zeit muss ich eben andere Prioritäten setzen. Dazu gehört auch morgen der Besuch einer Freundin. Wo ich erst dachte, Mensch, Du musst schreiben. Nein, "musst" Du nicht, sondern einfach nur bewußt Leben und auch eine Entscheidung treffen, die nichts mit Leistung zu tun hat.Meine Kleidung ist anders geworden - alles Dinge, die ich mir schon vor rund zwei Jahren gekauft hatte, aber einfach nicht das Gefühl hatte mich darin wohl zu fühlen. Ich kleide mich etwas fraulicher und verstecke mich nicht dauernd hinter meiner bequemen Kleidung.
Ich nehme mir die Zeit fürs Hände- und Gesicht eincremen, was früher Luxus war - und Luxus wollte ich mir nicht gönnen. Lapalien und Kleinigkeiten, mit denen es damals anfing, dass ich mich vernachlässigt habe.
Also, meine Lieben: mir geht es gut
lieben Gruß von Dagmar
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Hey Dagmar, na das klingt doch richtig gut...und auch lustig, bei Dir auf Arbeit...ich liebe übrigens Laugengebäck...
Mit meinem Job das hat nicht so richtig geklappt...muß die Woche auch zur Arge...mal schauen was Sie mir da erzählen. Hab schon ein bissle Bammel.
Das mit der Kleidung und solchen Verwöhnsachen ging mir übrigens auch so, auch bei mir merke ich da stärkere Veränderungen. Am Wochenende mache ich ein Frauenseminar mit...bin mal gespannt was ich da mitnehmen kann für mich...Viele Grüße und alles Liebe von Karotte...
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hallo dagmar,
bemerke schon das du hier so a bissel abhanden gekommen bist und wenn ich die gründe dafür lese kann ich dir ganz gut nachempfinden.
du merkst das du gebraucht wirst,das steigert dein selbstwertgefühl,und schön ist es das du es auch annehmen kannst und was daraus machst.
ich freu mich für dich.glg kathrin
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Hallo, liebe Kathrin,
ja ich habe sauviel um die Ohren, am Arbeitsplatz gibt es mehr Stunden als ursprünglich erwartet und einer meiner Stubentiger benötigt Intensivstpflege.Dann hatte ich vor ein paar Tagen wieder Besuch des alkoholfreudigen Müllentsorgers, der mir wieder etwas servierte. Ist auch Zeit, das wieder zu entsorgen oder zu deponieren....
Er klingelte, ich dachte, ich bin im Wald. Ist doch wohl mehr als klar, dass ich einem solchen Wutbolzen die Türe nicht öffne. Gleich mit Telefon vor der Türe, falls es Randale gibt und die 110 im Anschlag. Aber meine Schutzengel waren wieder Top - 4 m Holz heisst bei mir nach Feierabend 3 Tage Arbeit bis das letzte Tageslicht weg ist. Kurz vor seiner Ankunft schickten meine Schutzengel mich ins Haus.
Jetzt sind drei Wochen am neuen Arbeitsplatz rum, ich kann sagen es macht mir Spaß und ich habe ein gutes Gefühl. Ein paar Dinge merke ich, sind an mir hängen geblieben, die ich vor der Alkbeziehung nicht kannte: begegnet mir ein Mann, von dem ich weiß, bei ihm resultierte eine Scheidung aus seinem Fremdgehen, da weiche ich zurück. Es sind also in jedem Fall Blessuren übrig geblieben - oder aber Warnsymptome. Ich kann es noch nicht einordnen, es gefällt mir aber nicht, dass ich diese Dinge spüre, bevor ich sie dann bestätigt bekomme. Das sind Dinge, die will ich nicht wissen, die gehen mich nichts an und haben in meinem Leben nichts zu suchen. Da fehlt mir dann genau die "Leck-mich-am-Arsch-Einstellung" denn letztendlich hat das alles nichts mit mir zu tun.
So gibt es sicherlich noch manches aufzuarbeiten über die Jahre. Auch ein Grund, warum ich keine Beziehung möchte - weil da noch so viel schlummert, was nur häppchenweise (teilweise nicht einmal erkenntlich) ans Tageslicht kommt.
Aber mir geht es gut und ich fühle mich wohl in meiner Haut und lebe mein Leben ganz für mich, in voller Übeeinstimmung mit mir.
Lieben Gruß von Dagmar
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