Beiträge von dagmar007

    Hallo Julchen,
    diesen Verdacht hatte ich auch - dass einfach nichts mehr interessiert - und sprach den Ex darauf an, dass wohl seine ganzen Begabungen und Interessen, sein gesamtes handwerkliches Geschick uninteressant geworden sei "nein, ich mache immer noch was...."

    Hmm, musste ich leider erleben. Meine Autobatterie wurde alle paar Monate ausgetauscht. Kein Problem wäre es gewesen zu sagen, da ist etwas - Stromfresser ect. - das ich nicht finde, lass mal die Werkstatt nachsehen.
    Nun ist das Ergebnis da, da jetzt ja ein KFZ'ler mein Auto macht. Einfach "nur" die falsche Batterie. Früher mal, ja früher - da hat man nicht nur die Wäsche mit der Hand gewaschen ;) da hätte er sich auch in diversen Fachforen kundig gemacht.

    Er hat genial Katzenkratzbäume gebaut, vor Jahren. So was von wunderschön und herrlich - für die Tiere und den Menschen. Ich bat ihn im letzten jahr um eine Verzweigung. Machte er: Ast hielt nicht und war mit spitzen Nägeln versehen.

    Kein Problem, jemanden anderen zu gewinnen - mittlerweile traue ich mir das auch selber zu. Aber es tut weh wenn man bemerkt dieses logische, zuweilen sogar ganz einfache, Denken ist nicht mehr da.

    Haushalt ect., ich bin keine gute Hausfrau - aber dennoch, es ist sauber und hygienisch. Ihn interessierte das nicht. Mich hätte interessiert, ob das früher mal anders war. Am Anfang unserer Zeit war wenigstens ab und zu der Gedanke an Streichen oder mit viel herausschieben der Ansatz "Wir machen gemeinsam das Haus".

    So, und da sind wir wieder beim Thema: gemacht um seine Ruhe zu haben. Anstatt zu sagen "Nein" ich will nicht. Somit habe ich unbewußt seine Grenze verletzt (er mich nicht darauf hingewiesen) und ihn genervt. Geniale Lösung, wo ein Gespräch genügt hätte zu sagen, mensch ich kann oder will das nicht machen. Gefreut hätte es mich nicht, aber es wäre eine klare Ansage und ich wäre viel zu stolz dann nochmals darum zu bitten wenn ich ein nein höre.

    Ich hatte wirklich den Eindruck Lämmchen, es läuft alles anders, beim Alkoholiker, auch wenn der Spiegel ziemlich unten ist. Die Nachbarskinder sagten mal zu mir "der ist faul". Das habe ich nicht verstanden, weil er eines nie war: faul. Ich hackte dann nach. Er mache alles so langsam und würde einfach nur leer in die Gegend sehen.

    Mensch Leute, daß ist so schlimm jemanden so zu sehen. Zu sehen, derjenige verliert die Lebensenergie. Den Zusammenhang mit dem Alk sah ich erst am Ende.

    oh Mensch Leute, wenn das nur am Anfang einer Kariere jemandem klar sein könnte was alles der Preis ist für ein paar lockere und flockige Stunden: leere Tage mit leeren Blicken.... Entsetzlich ...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen Ihr Lieben,
    auch ich finde den Beitrag von Laufschnecke sehr gut, weil ich denke, dass dieser Punkt des versteckens das Schlimme kennzeichnet, was sich nun entwickelt(e) wenn es darum geht im stillen, heimlichen Kämmerchen ebenso alleine und stille unterzugehen.

    Ich denke auch die Kommentare, die als zynisch vertanden werden müssen es nicht unbedingt sein. Denn ich als Angehöriger bin maßlos traurig zu sehen, wie kreative Energien verpuffen. Mein Ex war früher so was von handwerklich begabt, irgendwann schien dafür keine Zeit mehr zu sein, weil Beschaffung, Entsorgung, Verzehr so viel Zeit benötigt haben.

    Ich habe hier nie verstanden, wenn von trockenen Alkoholikern gesagt wurde "alles dreht sich den ganzen Tag um den Stoff". Innerhalb dieses Threads verstehe ich es besser weil einfach ein Kreislauf geschlossen wird.

    Ich denke, jeder der hier ist, egal ob Co, Alkoholiker oder Kind wollte helfen, dem Suchtkranken und erst später sich selber. Verhöhnen oder lächerlich machen war (so glaube ich) der Grund von keinem Schreiber hier.

    Ich denke auch nicht (oder hoffe) das diese Verstecke als gute Nachspionierthesen beitragen. Warum auch? Es hilft ja keinem!

    Laufschnecke sagt es einfach so passend: es wird aufgezeigt wie viel Energie benötigt wird. Ich denke ich habe in einem vorhergehenden Thread schon gesagt, wie ich es als Co empfinde. Dass ein Mensch gnadenlos überfordert ist mich solchen Aktionen und selber sicher hier und da der eigenen Scham erlegen ist weil er (ab und zu spürt) etwas anders zu machen als andere. Ja, sogar es anders zu machen als er/sie früher selber, wo Alk noch gesellschaftlich in einer Gruppe konsumiert wurde.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Paddy,
    mir könnte das mit dem Geburtstag auch passieren, ohne dass ich was mit Alk je am Hut hatte. Ich glaube, da ist vielmehr die Erziehung und die eigene Wertung entscheidend.

    Geburtstage hat mein Ex glaube ich, egal wie fertig er war, nie vergessen.

    Weißt Du Paddy, das wirkt alles gefühlskalt (ich persönlich bin auch der Meinung, mancher Alkoholiker kann schwer oder keine Gefühle empfinden oder leben) aber ich denke einfach, dieser Mensch ist gnadenlos überfordert (was nichts! absolut nichts!! rechtfertigt!!!!)

    Den Tag durchstehen, Material holen, wegbringen, Geschichten, Beruhigungen für das Umfeld, die täglichen Lasten des Alltags, Bekannten Gefallen tun und und und.

    Vergeßlichtkeit. Ja - denke ich.... aber vielleicht ist es auch bequemer manches nicht mehr zu wissen?

    Schau Paddy, was soll er denn machen außer den Geburtstagstisch zu übersehen? Sagen, dass er es vergessen hat? Sich selber "schlecht machen"? Da ist übersehen vielleicht harmloser. Jedes verhinderte Gespräch könnte eine Chance mehr sein seine Ruhe zu haben.

    Ja Paddy, diese Sucht und Gier nach dem Stoff macht krank und nicht mehr aufnahmefähig. Vielleicht ist vieles von dem, was unser Leben bestimmt, in "deren" Leben ohne Bedeutung. Aber wir müssen (so glaube ich persönlich) versuchen alle diese Dinge nicht persönlich zu nehmen und nicht als bewußte Verletzung an uns registrieren sondern einen solchen Menschen als (sucht-)krank behandeln.

    Weißt Du Paddy, Demenzkranke im hohen Alter sind fast genauso wie Alkoholiker musste ich feststellen. Eventuell werden selbige Hirnzellen gekillt, das weiß ich medizinisch nicht. Ein Demenzkranker steht plötzlich auf der Polizei, macht eine irrige Anzeige und wirkt als absolut klar im Kopf. Was meinst Du, wieviele demente Menschen (die nachweislich alleine nicht lebensfähig sind) einen Richter überzeugen dass sie topfit sind..... Das ist ja das irre, dieses überzeugte ist ebenso ein Teil der Menschen wie das vergessliche und Kranke. Es scheint möglich zu sein, in gewissen Momenten klar zu reagieren auf die Umwelt, und dann eben wieder nicht.

    Paddy, mach Dich nicht verrückt durch den Schmerz, der Dir nicht angetan wurde weil Du Paddy bist sondern weil Dein Gegenüber krank ist, bemitleidenswert krank ....

    Zum Überleben wählst Du den richtigen Weg: Dein Überleben und Deine Zufriedenheit sichern.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Mensch, da haut es mich fast um "Werkbank mit doppeltem Boden" oder Erdlings Cola-Dosen mit Nieten, die dann noch verblombt waren....

    Aber jetzt mal ganz ehrlich: das ist Stress, das ist grausam und ich bin mir sicher, dass jede-/r der versteckt mal mehr oder mal weniger einfach sich bewußt ist "anders zu sein als andere".

    Vermutlich wurde zuvor etwas aus dem eigenen Leben versteckt (Emotionen, Gefühle, Wünsche) und nun auch noch der Stoff. Besorgen, verstecken, entsorgen. Genau dass ist wohl das was ich anfännglich nicht verstand "beim Alkoholiker dreht sich der ganze Tag um den Alk". Klar, muss nicht das konsumieren sein, kann die Beschaffung, Entsorgung oder das Versteck sein.

    Mein Ex hat meistens offen getrunken (obwohl die Buddel auch mal im Laptopkoffer war) aber wer weiß, wo da noch was gebunkert war. Zumal ich nie verstand, dass er von ursprünglichen asbachalten Geist des Weines zum Gerstensaft umgestiegen war. Ich dachte immer, es geht anders rum: vom Gerstensaft auf härteres....

    Ich war/bin zutriefst betroffen, wie unwürdig meine Beziehung endete. Aber mir war auch klar, dass solche Aktionen das Ego eines Menschen nicht gerade aufbauen, wenn er dabei ertappt wird, und das ist zwangsläufig hie und da der Fall. Alle Wut, ale Enttäuschung, gegen einen Alkoholiker kann man/frau sich wirklich abschmieren (meine ich) wenn man/frau sieht zu welchen Überlebensmechanismen gegriffen werden muss, zu denen dann noch zwangsläufig das Lügen hinzu kommt "meine Flasche ist das nicht im Garten".....

    Schade, daß so viel konstruktive Werkbank und Cola-Dosen-Energie damals in solche Bahnen gelenkt wurde.

    lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Salome,
    wenn ich Dich richtig verstanden habe, so ist Dein Leben ähnlich verlaufen wie das meines alkoholkranken Freundes (von dem ich mich getrennt habe). Er wurde mit der Zeit wütend, ausfallen und hat sich mit dem gesamten Kleindorf zertritten. Es ist ein Ort für sich, und auch Einwohner für sich, aber er als Norddeutscher und Menschen aus einem 320-Seelen-Kaff in Baden-Württemberg, das ging gleich gar nicht gut.

    Lange Rede kurzer Sinn: er hat es überall (!) geschafft ganz arg negativ im Gedächtnis zu bleiben (ihm legte man sogar nahe den Ort zu verlassen).

    Ich denke, liebe Salome, es ist dann schon sehr schwer wieder auf die Beine zu kommen und zu beweisen "Hallo Leute, ich bin wer und ich bin es wert". Auf der anderen Seite aber wird es auch in solchen aufgehetzten Gemeinden den einen oder anderen geben, der wieder auf Dich eingehen würde, könnte, wenn Du Dich vielleicht ihm/ihr nähern könntest.

    Du sagst "selber verschuldet" bzw. eingebrockt. Gut, Menschen machen Fehler! Aber Menschen können auch daran etwas ändern - den Weg scheinst Du gerade gehen zu wollen! Und Menschen können verzeihen.... Sicher dauert das seine Zeit und sicherlich wirst Du anfänglich mit Argusaugen beobachtet. Aber warum nicht zeigen dass Du etwas ändern willst, dass Dir bewußt ist, dass etwas falsch lief?

    Die SHG dürfte von Menschen besucht sein, die Deine Ängste aus eigener Erfahrung kennen - vermute ich mal. Sie werden Deinen Willen, wenn er wirklich fest ist, ganz sicher verstehen und Dir eine gute Hilfe sein können, denke ich.

    Halt Dich wacker,
    lieben Gruß von Dagmar

    Volltreffer Spedi,
    das ist nämlich ein Punkt, den ich jetzt auch komplett "übersehen" habe obwohl ich diesen als wichtig kennengelernt habe und ihn sogar in meiner persönlichen Geschichte als Auslöser betrachte.

    Wenn Eltern ihrem Kind nicht ermöglichen verantwortungsvoll und konsequenzentragend aufzuwachsen, wir ein erwachsener Mensch das ebenfalls nicht mehr lernen können. Dort, wo Ellbogen den Ton angaben, da war Kampfesdenken oder Aggression zu Hause. Unwesentlich ob der Alk dazu in Bezug stand oder nicht....

    Ertappt.... Anfänglich habe ich das Alk-Thema in der Familienproblematik versucht zu finden, dann irgendwann mal resigniert und aufgegeben, als ich mich trennte und dann versuchte zu bewältigen, da war ich dann vielleicht zu sehr bei mir selber um dann nochmal auf den 0-Punkt zurückzukehren, was doch immer wieder sinnvoll ist. Mit jeder persönlichen Veränderung können sich auch die Betrachtungsweisen alter Erlebnisse wandeln.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber Medicus,
    das was Du schreibst über Flucht und geografische Entfernung habe ich bei meinem Ex-Partner erlebt als ich auszog.

    Oder drücken wir es so aus, er versucht derzeit wohl in seinem nassen Zustand den Umzug auf die Reihe zu bekommen (Inland) was jedoch nicht so funktionieren zu scheint.

    Weißt Du Medicus, ich denke Du hast es richtig erfasst, man/frau kann vor jedem Problem davonrennen, kurzzeitig, aber es wird einen wieder einholen.

    Ich für mich habe die Erfahrung machen müssen, dass ich alle Dinge abgeschlossen haben muss, zumindest in mir und in meiner Seele und dem Herz, damit ich frohen Mutes in etwas neues einsteigen kann. Das kann auch beruflich sein. Mein letzter langjähriger Job ging übel ins Ende - Kündigungsmobbing weil der Arbeitgeber (Pflegeheim) sich schon lange nicht mehr selbst finanzierte.
    So eine Art von Handling ist für mich nur mies - offene Worte und eine Kündigung wären mir lieber gewesn. So bin ich mit Rechtsanwalt meinen Weg gegangen, habe "gewonnen" und freue mich nun auf meinen neuen Job in einer komplett anderen Branche. Aber das alte musste weg sein um Freude für das neue zu machen. Keine Verbitterung was passierte, keine Angst, dass das wieder passiert. Einfach ein Neustart.

    In diesem Sinne: halt Dich wacker

    lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Frozen Tears,

    Du schreibst:
    Würde diese liebevolle Art nicht vielleicht doch aus Versagungsängsten, Unterdrückung, Gewalt existenzängsten entstanden sein dann wäre dieser Mensch vielleicht erst garnicht der Sucht verfallen...

    dazu fällt mir ein:
    wäre dieser Mensch sich selber treu in Wut, Agression und anderen Gefühlen, so wäre er/sie vielleicht nicht liebevoll.....

    Weißt Du, diese Geschichte vom ehemals liebevollen Vater in trockenen Phasen, der sich später zum Eigenbrötler entwickelte, der mürrisch ist, genau diese Geschichte sagte mir "hallo, dass ist das, was Du selber denkst und für möglich hältst"

    Genau das sind nämlich die Punkte der Veränderung wo sich dann erst zeigen kann ob ein Paar zueinander findet mit den gemeinsamen Veränderungen. Wenn der co-Partner sich freigeschwommen hat und für sich selber autonom lebt, dann haut es ihn vielleicht nicht um wenn der trockene Partner nun jetzt kein Partner mehr sein kann oder will. Bleibt aber der co gefangen, so ist er eine Gefahr für den Trockenen (ihn in seinen Mustern zu halten und es sich bequem zu machen) und eine Gefahr für sich selber.

    Rückzug finde ich nicht schlecht, wenn er dem eigenen Wunsch entspricht. Ich bin auch jemand, der sich gerne zurückzieht, ich finde es schön - genieße es, genieße aber auch das Gespräch mit Freunden oder anderes in Geselligkeit.

    Wichtig ist einfach nur, so denke ich: das es der eigene innere Wunsch ist und keine Handlung, die zwangsläufig sein muss. Selbst gewähltes alleinsein ist keine Einsamkeit bzw. eine schöne Einsamkeit. Isolation, ungewollt, ist ein Schritt in Richtung Traurig sein.

    Somit Konsenz: das a und o scheint zu sein die eigenen Wünsche zu erfassen und in die Tat umzusetzen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    oh Kathi,
    Trauerprozesse und die Trauerfähigkeit sind bei jedem Menschen anders. Und auch die Fähigkeit jemanden einzubinden.

    Bei meinem Ex starben Großeltern und Vater in wenigen Wochen hintereinander. Er kann keine Gefühle zeigen, ob er trauern kann weiß ich nicht. Der Alk war ab jetzt Chef und dürfte es geblieben sein.

    DU musst DEIN Leben mit DEINEM Schmerz bewältigen und weiterkommen, weiterleben und diesese kleine, kurze Leben in Deinem Herzen behalten - egal was der Partner tut.

    Manchmal soll manches einfach nicht sein .....

    Ich wünsche Dir viel Kraft,

    lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, lieber (kleiner oder großer ;) Punker,

    ein Freund von mir meinte mal in einer sentimentalen Stimmung:

    "weisst Du, ich bin hier der große Clown und Macher. Geht es mir mal schlecht, dann interessiert es keine Sau und es kommt nur der Kommentar ach trink doch einen".

    Genau das scheint ein Querschnitt zu sein, was gewisse Bekanntschaften sind. Da diese so und so nicht gerade glücklich machten dürften könnte ich mir vorstellen, dass Du auf lange Sicht in diesen Menschen nichts verloren hast. Denn es scheint ja nicht um Dich zu gehen als Menschen sondern um die Aspekte des Anstoßens, der Trinksprüche ect. pp.

    Du findest Deinen Sinn und die Dinge, die Dir etwas bedeuten. Du bist bereits jetzt in der Lage zu erkennen, daß etwas gegen den Strom läuft. Junge, das können viele mit 40 oder 50 nicht!!! Ich fände es toll, wenn Du den Weg weiter gehen könntest und wolltest - allen denen vorleben, was gehen kann wenn man(n)/frau auf dem Weg zu sich selber ist .... was sicher nicht einfach sein wird....

    Ich drücke Dir die Daumen

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich hatte den Pfeffer bei mir im Bett ;) ich hatte Angst, dass den sexuellen Übergriffen noch Gewalt folgt.

    Und ich sage Dir, gedanklich war ich darauf vorbereitet, ihm "Pfeffer unter dem Ar..." zu machen. Wenn es dann die Augen getroffen hätte, hätte ich eben falsch gezielt gehabt.... Sorry, aber ich möchte auch gesunde Augen behalten.

    Da mit dem Umzug mag ja ein Weg sein, aber ob der funktioniert ist die eine Sache (ich bin umgezogen und habe ebenso Theater.

    Davon einmal abgesehen hast Du ein soziales Umfeld, welches Dir wichtig ist, er behindert das Umfeld, er sorgt dafür, dass Du beständig und dauerhaft Einschränkungen Deines täglichen Lebens hast. Du kannst vielleicht nicht jederzeit aus dem Haus, kannst vielleicht (wie ich) nicht immer zum Briefkasten um Bewerbungen abzugeben, weil er eventuell gerade mal vorbei kommen will. Einkaufen - nur zu den und den Uhrzeiten, wo ich mich gefahrlos fühle. Das sind massive Eingriffe in den täglichen Lebensablauf, die eine einstweilige Verfügung sehr wohl ermöglichen. In Deinem Fall gleich erschwert weil Dir schon Gewalt angetan wurde.

    Ich denke mal, sein Verhalten macht Dir bestens klar wo er steht und wo Du stehst und was Du bereits alles geschafft hast. Halte durch und lass Dich nicht "kirre machen".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du was, liebes Julchen, ich hatte früher auch wenig Geld - aber doppelt so viel wie jetzt. Immer noch zu wenig zum Leben aber mehr.

    Glücklich war ich nicht. Zwar konnte ich überleben, auch wenn ich mir damals nichts leisten konnte, aber ich musste nicht wie jetzt vor Stromrechnungen zittern.

    Glücklich war ich damals nicht!

    Glücklich bin ich eher jetzt, wo ich mich leben darf, meine Interessen ausleben, keine strafenden Blicke weil meine Interessen "verrückt" sind. Die Zeit reicht mir vorne und hinten nicht, weil gerade zu diesen Temperaturen viel Zeit für die Holzgeschichten aufgewendet wird. Dennoch : ich fühle mich einfach nur wohl dabei - ich habe etwas geschaffen wenn oder weil es warm ist.

    Und Julchen, ich weiß wie grausam es im alten Haus gewesen wäre. Schon alleine baulich bedingt! Das waren Dinge, die hatte ich im Vorfeld nicht überlegt. Ich dachte nicht an die letzten Winter wo alles im Haus fror, egal was man-/frau machte. Ich dachte nicht mehr daran aus diesem Ort mit 320 Einwohnern nicht mehr rauszukommen weil es im Tal lage und die Straßen den Berg hochführten und auch Winterreifen nicht förderlich waren aus dem Tal rauszukommen.

    Ganz zu schweigen von Beton, wohin das Auge sah. Und hier: Schnee, Brunnen, verschneite Bäume und weiß .... zwischendurch meine Fußspuren und die der Katzen. Ein schwarzer Kater, mein Mohrle, der sich im Schnee wälzt und mein Mr. Schneeulchen, den man fast nicht sieht: Grundfarbe weiß mit etwas grauem Tiger.

    Meine Küche aus der es gerade nach Ostergebäck durftet. Ich teste schon mal und fotografiere was so alles aus Backmischungen möglich ist, einfach also, aber doch originell.

    Julchen, ich denke, ich weiß noch gar nicht, was noch alles an glücklichen Fügungen mit der Trennung verbunden war.

    Nein, mein Leben ist nicht einfach und die Leben der Streuner sind sehr angeschlagen und ich muss sehr kämpfen, aber ich will es und es bedeutet mir etwas. Ich will es, ich mache es, ich muss mich nicht rechtfertigen und ich bekomme nicht mehr zu hören "Du hast nur Zeit für die Tiere".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, lieber Spedi,
    selbstverständlich gebe ich Dir Recht in Sachen Selbstverantwortung und "Aufklärung über Alkohol".

    Gerne nehme ich mich als naives Beispiel, als kleines dummes Ding, welches selber dem Lügen nicht mächtig ist und somit davon ausgeht selber nicht angelogen zu werden. Also habe ich, dumm wie ich war, komplett alles übersehen, was es zu sehen gab - Richtige Räusche gab es die ersten Jahre nicht....

    Auch ich war sehr, sehr verbittert. Ich betrachtete mich als aufgeklärt, klar, was Alk bewirkt, dass man/frau alkoholiker wird, dass Leber ect. Aber was ich nicht wusste dass die Psyche sich verändert, wie toxische Vergiftungen sich auswirken. Zwei Seelen in einer Person kannte ich bei psychischen Erkranken (machte aber nicht den Zusammenhang mit Alk) in meiner Logik fest.

    Spedi, es gab keinen Alk bei uns zu Hause, ich sah es nie, auch mein Freundeskreis ist soweit alkfrei, ich bin da komplett naiv und habe das nicht gesehen, was jeder von Euch gleich von Anfang an gesehen hätte.

    Und Spedi, es ist schon so, dass wenn man/frau keinen Alk trinkt sich selber ausgrenzt. Damit habe ich kein Problem, aber ich habe es erlebt. Eingeladen auf ein Getränk, wenn ich sagte Cola "Nee, das zahle ich nicht". Kein Problem, zahle ich selber, aber Du siehst die Gedankenstruktur, die es gibt.

    Manchmal bin ich dankbar über meine Navität - denn sie basiert auch darauf, dass ich als Kind das Grauen von süchtigen Eltern nicht erleben musste.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach ist das herrlich :)
    Keine Angst dass ich kein Wasser mehr habe weil die Wasserrohre zufrieren (im Notfall gibt der Trinkbrunnen vor dem Haus derzeit noch Wasser). Keine Angst, dass der Heizkessel versagt weil ich Glut von einem Holzofen zum anderen schaffe und die beiden rund um die Uhr heizen.
    Keine Angst kein Gas zu bekommen - mein Holzgas entwickelt sich von alleine :)

    Gut, mein Handgelenk ist ständig gezerrt, trotz schmieren und Arztbesuch wird das nicht schmerzfrei, aber nun ja, einen Tod muss man halt sterben. Es ist viel Arbeit - aber ich liebe es rauskommen zu "müssen". Die Asche zu leeren, das Holz zu holen. Diesen Naturstoff, der mir so viel Wärme gibt.

    Auch die Lust meiner Katzenwelt auf Freigang hält sich in Grenzen. Und mein einziger Kandidat, der regelmässig draussen ist liegt im Winterquartier (ich denke mal Plusgrade, wie es sich anfühlt im Gegensatz zu draußen.... schnatter schnatter) im Liegestuhl :)

    Ich komme relativ gut zurecht mit den ungeliebten Aufgaben wie bügeln ect. und der Rest nun ja, da bin ich mit meiner Bewältigung auch ganz einverstanden.

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die glücklich ist sich im wohligen Haus verbarikadieren zu dürfen :)

    Ach lieber Vaan,
    das ist aber leider sooooo selten. Ich sehe es wie Du, zumal ich nie Geschmack am Alk fand und mir schon immer der Führerschein viel wert war.

    Aber in jungen Jahren wurde ich ganz schön von der Seite angemacht weil ich nichts trank. Tja, da war ich für den einen oder andere eben der Spießer :) Leben kann ich gut damit, wenn das einen Spießer auszeichnet - nur es zeigt eben wie der Druck auf Menschen ist. Nicht dazu gehören, weil kein Alk fließt....

    Zu mir sagte mal ein Ex-Personalchef : Ach trinken Sie ruhig, ich liebe es, wenn die Leute aus sich herausgehen.
    Dieser Mensch war bestens bekannt ;) Klaro, Besoffene und kleine Kinder sagen die Wahrheit, meinte wohl er .....
    Ich tat ihm die Freude nicht :)

    Ob 31.12. oder 24.12. oder jeder x-beliebige Tag, Du hast schon recht Vaan, für jeden Tag gibt es einen traurigen Grund ...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Du cora,
    da gibt es noch was anderes: eine einstweilige Verfügung mit dem Zusatz, dass er sich Dir nicht nähern darf. Lass Dich dort aufklären, es gibt Wege nur bin ich halt kein Jurist... Lass DICH auf KEINEN FALL UNTERKRIEGEN.

    Du, meine Katzen drehten durch als mein Ex vor der Trüre draussen stand. Da sträubte sich alles und die sonst so friedlichen Tiere tobten. Ob sie jetzt aber nur wegen ihm tobten oder meine Angst spürten, das weiß ich nicht.

    Ruf auch mal - vielleicht vorher - bei der Polizei an Opferschutzbeauftragter. Da bekam ich damals ganz detaillierte Infos um alles vorzubereiten für eine Verfügung. Mir wurde der Gesetzestext vorgelesen, damit ich alle Unterlagen entsprechend vorbereiten kann.

    Cora, halte durch! Es wird besser, vertraue Dir. Die ersten zwei Monate war ich voll in der Panikschraube. Durch den Abstand aber kam ich immer mehr zur Ruhe. Die Angst war immer noch da, aber meine Zufriedenheit mit meinem Leben wurde größer.

    Wenn ich dann Angst gegenüberstellte dem was ich jetzt an einem neuen Heim mit den Tieren gewonnen habe war ich glücklich (wenn auch ängstlich). Ich bin es noch, es ist bei mir noch nicht alles ausgestanden - da wird noch was kommen - dennoch: Wir können uns wehren, wir können Grenzen setzen und viel wichtiger: wir können wieder glücklich werden. Glücklicher als jene Menschen, die nur so Gift und Galle vor lauter Wut und Hass spucken. Glaub mir, liebe Cora, diese Menschen vergiften sich selber.

    Selbst wenn sie uns weh tun, so wissen wir dadurch, dass es richtig war unser Leben von diesen Menschen zu trennen. Auch wenn es weh tut, aber nun müssen wir Bilanz ziehen, was wir wollen im Leben und was nicht. Auch wenn es eine schwere Zeit ist, sie hilft Dir, mir und anderen in sich selber zu hören und weiter zu kommen, sich zu entwickeln.

    Halt Dich wacker!!!!!!

    Im Notfall ein Döschen Pfeffer in die Hosentasche ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo kleener Punker,
    ich finde es absolut super, dass Du selber für Dich sagst "no more". Ich habe viele Menschen abstürzen sehen, die als sie begriffen was abgeht in einem Alter waren, in welchem Hirn und Körper schon Schaden genommen hatten.

    Ich finde es super, dass Du jetzt sagst "Stop(p)" und ich muss auch sagen Respekt vor Deinem Freundeskreis dahingehend, dass sie Dir sagen dass der Alk nicht gut tut.

    Durchhalten kannst Du bestimmt, wenn Du Deinen Weg so weitergehst, wie Du hier Deine Meinung präsentiert hast und das was Du für Dich willst. Freundschaften, die es wert sind, können auch nach einer entsprechenden Therapie wieder aufgebaut werden, denke ich.

    Super, dass Du Interessen hast, wie Bücherlesen.

    Halt Dich wacker und halte durch!

    Lieben Gruß von Dagmar
    co-

    Hallo, liebe Live,
    ich finde es super, dass Du trocken geblieben bist, Hut ab!! Auch habe ich den Eindruck, Du versuchst Dich nun langsam an die Themen/Bedrohungen der Finanzwelt ranzumachen.

    Schau, Du musst ja nichts über das Knie brechen. Ich hätte hier auch das Problem egal, ob so oder so, glücklich ist keine Lösung. Aber liebe Live, es gibt Lösungen, egal in welcher Form und egal, wann sie sich als Lösung präsentieren, nur nicht vorher verrückt machen lassen.

    Glaub mir, ich weiß bestens (als arme Kirchenmaus :) wovon ich rede. Du gewinnst langsam DEINE KRAFT zurück - das ist schon mal bombig. Du wirst sehen, mit einer POWER-Live lässt sich dann der Rest leichter durchleuchten und bwältigen.

    Halt Dich wacker,

    lieben Gruß von Dagmar

    Ach Graffiti,
    aber 2 von 3 sind schon sooooo viele. Ich denke nämlich das Wut und Agression den Menschen selber vergiftet, der es empfindet.

    Ich gebe Dir recht mit Emotionen, oftmals dürfte es diesen Menschen nicht gelingen mit sich und den Gefühlen klar zu kommen oder sie auszudrücken.

    Ehrlich gesagt, die meisten Menschen, die nicht alkoholkrank sind, die ich kenne, werden unter Alk gesellig und körperbetont, also nehmen jemanden gerne in den Arm ect. Diese Gewalt habe ich jetzt bei einem Menschen erlebt, da dafür dann die komplette Dosis :(

    Nun gut, aber mal ganz erhlich, so traurig und grausam es für mich war, so viele Spuren es auch hinterlassen hat, sie werden heilen oder zumindest weniger gut sichtbar sein.

    Seine Unzufriedenheit, ob er es schafft, diese jemals zu erkennen und zu bekämpfen, das steht in den Sternen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh je, liebe Cora, ich kenne diese Angst - auch bei mir stand er regelmässig vor der Türe, Drohungen das normale.

    Du weißt aber, dass es einstweilige Verfügungen gibt, die ohne Rechtsanwalt direkt bei der Staatsanwaltschaft durchzuboxen sind. Es könnte sogar sein, dass der Opferschutzbeauftragte der Polizei dir dabei helfen kann.

    Wichtig wäre es dass Du Dir die Vorfälle genau aufschreibst da Du erklären musst in wie weit Dein Leben beeinträchtigt ist bzw. was eigentlich passiert ist.

    Halte Dich wacker, auch wenn es verdammt schwer ist. Diese Angst, ich kenne sie.... ich warf mich früher definitiv unter den Schreibtisch wenn ich hörte sein Auto fuhr vorbei und wollte hier ins Gelände. Auch ich habe die Polizei gerufen, die Jungs waren super, aber er öffnete die Türe nicht.... Seit dem ist er stiller, droht nicht mehr - wirft aber Müll vor die Türe.

    Ja, liebe Cora, diese Agression und Wut ist schwer zu verkraften. Für mich geht es nur dadurch, dass ich mich frage, wie wütend er eigentlich auf sich selber ist und wie unglücklich sein Leben wenn er so viel negative Energie auf mich abladen möchte.

    Schau, liebe Cora, Du bist so stark geworden, ich denke, das alleine macht ihn schon wütend. Du bist DU und lebst DICH. vielleicht etwas, das er gerne würde, aber nicht mehr kann.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar