Beiträge von dagmar007

    Na also, liebe Renate - beginnt doch das kommende Jahr dann gut : mit einer intakten Nähmaschine und einem netten SOS-Helfer.

    Genau das ist es was ich meinte, liebe Renate der Rauchfangkehrer (bei uns Kaminfeger genannt) ist eine Person des alltäglichen. Hier kann mann/frau üben wie herzliche Kommunikation sein kann. Üben ohne sich zu blamieren, ohne ein Gefühl einen Korb zu bekommen, ohne an eine neue Liebelei zu denken sondern einfach "neue Menschen kennenlernen". Das was dann nämlich im Alltag funktioniert wird dann auch in "freier Wildbahn" so gelebt, weil es dann Dein Verhalten ist.

    Ich freue mich für Dich dass es bald soweit ist und Du Dein selbstbestimmtes Leben führen kannst. Weißt Du, liebe Renate, viele Menschen helfen sehr gerne, aber sie müssen es wissen! Bei mir hat sich leider herauskristallisiert, dass viele der Dinge, in denen mein Ex sich für unersetzlich hielt von ihm falsch gemacht wurden. Das zeigt sich jetzt am Autp bspw. darin, dass seit Jahren eine falsche Batterie drin war (also auch immer eine falsche gekauft wurde), die dann spätestens bei kalten Temperaturen nicht mehr mitspielte und den Geist aufgab.

    Holz - ja Renate - wir hatten gemeinsam auch früher Holz. Ich habe ihm alles überlassen und es mir bequem gemacht. Dafür war es ungemütlich kalt oder heiss im Haus. Ich habe ihn verantwortlich gemacht für die Brennmaterialbeschaffung, ich war der Meinung, wenn ich schon den Haushalt alleine mache, dann solle er doch bitteschön das Holz und so weiter und so fort .....
    Schön dumm, ich fror, hatte nie das passende Holz. Würdest Du jetzt mein Hexenhaus sehen, würdest Du vermutlich lachen:
    1 Korb Anzündeholz (Kaminanzünder, Longfeuerzeug)
    1 Korb Kohlebriketts 1 Korb Holzbriketts
    1 Korb Kiefernholz, wenn es mal schnell warm werden muss
    1 Korb Buche/EIche Kaminholz
    1 Korb Buche/Eiche - kleinere Äste und Stämme
    ganz zu schweigen von meinem Kaminset während es nur einen Hacken im Haus zuvor gab.

    Na klar, alles teuerer als früher - aber: jetzt brennt es - es brennt in meiner Temperatur und das Haus ist warm. Aber ich muss etwas dafür tun!!!

    Das ist das mit der Selbstverantwortung und der daraus entstehenden Zufriedenheit. Daraus folgert dann die Frage: wie oder wann geht es mir besser - jetzt alleine, selbstverantwortlich, oder zuvor, als bei uns keiner von beiden die Verantwortung richtig übernahm?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich befürchte, liebe Karotte, da muss ich Dir recht geben. Allerdings zeigt sich oft erst später was dran ist an Hetzkampagnen, zuweilen werden die ersten Aktionen ja "noch" gefressen.

    In meinem Fall gibt es keinen gemeinsamen Freundeskreis - er hatte seine Kumpels, ich meine Freunde - Berührungen gab es von seiner Seite zu meinen Leuten nicht.

    Was natürlich betrieben wird ist die Verteilung der Schuld am Zustand des Hauses, welches er bewohnt (bzw. ich bewohnte). Er hat wohl den Umzug nicht bewältigen können und erzählt im Ort wohl dass ich daran schuld wäre....

    Ich persönlich denke Schuldzuweisungen oder mit Dreck zu werfen ist einfach nur ein Weg um selber alle Verantwortung von sich zu weisen und nichts ändern zu müssen. Wenn Smiles Ex-Lover Stories erzählt, oder meiner wie ich die Wohnung hinterlassen hätte, so will doch der eine erklären warum er das richtige getan hat und der andere, dass er nicht schuld ist - beide wollen Unterstützung vom Umfeld und nicht bei sich selber suchen.

    Du hast mich auf etwas gebracht liebe Karotte: sich mit Gewalt und Hetzerei Beachtung zu verschaffen, weil andere Wege nicht gekannt werden oder verschlossen sind.

    Komisch eigentlich, die normale Kommunikation und die normalen Verhaltensweisen scheinen in gewissen emotionalen Situationen ausgeblendet zu sein oder zu werden. Sprich: logisches und realistisches Denken nicht mehr möglich, weil dieses "eben unbefriedigte Bedürfniss" welcher Art auch immer im Raum steht.

    Wie glücklich darf ich doch sein, wenn ich versuchen kann meine eigenen Bedürfnisse zu erspüren um dann zu versuchen diese selber zu erfüllen bzw. Wege zu finden wie ich an deren Realisierung arbeiten kann. Somit aktiv etwas für die Erfüllung meiner Wünsche/Bedürfnisse tun kann. Wenn ich diese Zeit nämlich aktiv nutze, so komme ich hoffentlich nicht in Versuchung inaktiv zu schimpfen ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    die noch munter kopieren/scannen muss wie der Weltmeister für den Mietkostenzuschuss

    Hallo Ihr Lieben,
    das bedeutet, lieber Nachwuchsoptimist, dass es sinnvoll ist wenn bei einem Paar welches sich entwickelt ein gewisser Abstand herrscht, damit beide Partner sich in die eigene Richtung entwickeln können um quasi später, wenn jeder für sich gefestigt ist, prüfen ob sie wieder zusammen finden?

    Ich finde es klasse, liebe Maxima, dass Dein Partner auf dem Weg der Trockenheit ist und vor allen Dingen Perspektiven für sich selber zeigt. Ich wünsche ihm die Kraft, diese auch durchzuziehen.

    Ich für mich als Co musste feststellen dass ich vieles von mir selber "vergessen" hatte, wie ich sein kann, was ich bin oder bewegen kann. Ich hatte den Blick zu sehr auf die Partnerschaft gelegt. Ich beginne nun (nach 4 Monaten Trennung, räumlicher Art und Kontaktabbruch) wieder ich selber zu sein. Allerdings lässt sich meine Situation nicht mit Deiner vergleichen, da mein Ex keinerlei Krankheitseinsicht hegt.

    Da ich selber im Musikmanagement war ist mir die Szene in diesem Zusammenhang leider bestens bekannt. Schöner gig, klasse, wir trinken hinterher noch, auf- ab- und umbauen, ohh Mann, ein Bier zum erholen. Keine Gigs? Lasst uns nach der Probe beim Griechen oder einem Bier besprechen was wir machen können?
    Gerade die Musik hat so viele Emotionen und Gefühle, die sie bewegt, da erscheint es mir wahnsinnig schlimm dagegen anzugehen. Ein sehr, sehr guter und lieber Freund von mir war Gitarist, extrem sensibel und Alkoholiker ..... ich habe das Leiden miterlebt, die Panik, wenn ich ihn auf der Toilette suchen musste weil er Angst vor dem Gig hatte.

    Wie sieht es im Rest der Band aus? Trinken alle? Verstehen sie das Thema um ihn herum? Können sie ihn verbal stützen (also nicht ausgrenzen sondern stabilisieren und Verständnis beweisen?)

    Aus meiner eigenen Erfahrung mit vielen, auch Profimusikern, würde ich sagen, es wäre ganz, ganz wichtig dass er sich hier selber beleuchtet was er will und was ihm die Musik bedeutet. Ich habe viele Abstürze erleben müssen, weil Träume nicht in Erfüllung gingen und die Leute dermaßen auf das Parkett schmissen, dass sie nicht mehr auf den normalen Fußboden kamen.

    Ich drücke Dir die Daumen,

    lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Smile,
    wie können wir etwas verstehen, was nichts mehr mit Logik oder Ratio zu tun hat? Bist Du Dir sicher, dass er sich selber versteht, Dein ehemals "bestes Stück"?

    Hass und Wut, die ich abbekam machten mich gnadenlos traurig und wütend. Ich fragte mich, was habe ich getan? Ist doch ganz einfach zu beeantworten: Ich habe nicht mehr mitgespielt :)

    Überleg mal wie oft Menschen miteinander streiten, wo es schon lange nicht mehr um das Eingangsthema geht sondern es quasi nur noch um das verbale hochschaukeln geht? Da musst Du nicht in den Bereich von Sucht und Co gehen sondern einfach mal am Arbeitsplatz näher hinsehen.

    Wut ist, meiner Meinung nach, immer ein Zeichen dass jemand Probleme mit sich selber hat. Sonst nämlich stünde er/sie über den Dingen und hätte besseres zu tun als sich über andere lächerlich zu machen oder sie durch den Kakao zu ziehen. Geht es mir gut, so nehme ich mir nicht die Zeit SMS'en zu tippen wie der Weltmeister. Diese Zeit nutze ich anders, oder?

    Natürlich muss er sich vor seinen Kumpels aufspielen. Was dachtest Du denn ;) Einen Grund muss es für den Wechsel in der Partnerschaft ja geben. Also wäre es doch ganz nett, wenn er von seinen Kumpels bestärkt werden würde. Ob das der Fall ist oder nicht lassen wir einfach mal dahingestellt.

    Du weisst, dass es den Straftatbestand Stalking gibt. Du kannst Dich mal mit dem Opferschutzbeamten der Polizei unterhalten, der dürfte Dir mehr sagen als ich hier (da hier juristische Geschichten nicht so angebracht sind). Auch ich hatte einen heissen Polizeiauftritt als er hier mal wieder Ramabzamba machte. Seit dem ist Ruhe und ich würde hoffen, es bleibt so.

    Ich hatte monatelang Angst, dachte dann es passiert doch nicht und wumms.... gerade wenn ich am vergessen war..... Wo der Mann geblieben ist, denn Du liebtest? In seiner Welt, während Du von einer anderen träumtest und Dir nun eine eigene aufbaust.

    Keine Angst Smile, Du bekommst Abstand, es wird irgendwann nicht mehr so weh tun. Aber leider müssen wir alle durch und dieses Gefühl ausleben "das kann alles nicht wahr sein".... ist es leider doch.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hab mehr Zutrauen zu Dir, liebe Pandora,
    Du kannst ihn ja jederzeit wieder kontaktieren, wenn Du den Eindruck hast Du brauchst Hilfe. Solange Du Bammel hast bist Du Dir der Gefahren bewußt und wirst nicht übermütig (trotz Glühwein hoffe ich ;-).

    Also meine Liebe,
    vertraue Dir ruhig mal selber :)

    Dagmar

    Hallo, liebe "pandra"
    oder doch Pandora ;)

    vielleicht brauchst Du die "Büchse" nicht mehr um zu schießen. Ich denke nun nicht, dass Dein Doc Dich "abschießen" wollte. Er traut Dir wohl zu Deinen Weg zu gehen und spürt, dass Du selber sehr genau um die Gefahren weisst, aber auch wo es lang geht.

    Auch meine Psychotherapeutin ist mit meiner Ecke Co-Abhängigkeit nicht so ganz einverstanden, würde mich da nicht einsortieren - vielleicht einfach weil wir an Stabilität und Handlungsfreiheit gewonnen haben. Letzteres dürfte während aktiver Co-Abhängigkeit nicht möglich sein.

    Nein, ich glaube nicht, liebe Pandora, dass Du erst kommen kannst, wenn Du am Boden liegst ;) Ich denke, Dein Doc hat das Gefühl, dass Du gerade am Aufstehen bist und das ohne seine "Krücken" kannst. :)

    Du musst niemanden überzeugen, liebe Pandora, vielleicht hast Du das schon; vielleicht sieht er hinter Deine "Spachtelmasse"? Vielleicht schätzt Du Dich selber schwächer ein als Du bist? Denn, liebe Pandora, die Gefahr der Rückfälligkeit und falschen Auswahl könnte uns wohl ein Leben lang (mit und ohne Doc) begleiten.

    Halt Dich wacker - und hab Vertrauen zu Dir!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du, liebe Karotte, um die Trauer um einen geliebten Menschen, kommt da vielleicht auch zuweilen noch unser eigenes Leid hinzu. Ab dem Moment kann mann/frau vielleicht einfach besser trauern.

    Ja, das Dein Körper rebelliert, das denke ich mir. Was meinst Du, was bei mir alles im argen lage, was jetzt (komischerweise ;) verschwunden ist? Das Problem könnte sein, dass wenn wir nicht auf unseren Körper hören, dieser sich langsam verabschiedet ....

    Pass auf Dich auf liebe Karotte,

    Dagmar

    Hallo, liebe Karotte,
    danke für die lieben Wünsche, vor allem in Sachen Mum kann ich sie brauchen. Ich fahre am Montag hin, so quasi-vorweihnachtstreffen, da sie ja ab 23.12. in Krankenhaus muss.

    Ach Karotte, ob Nebenjob oder wie bei mir Teilzeit, es ist ein Start und ich drücke Dir alle Daumen und Zehen, die ich habe. Wichtig ist einfach sich nicht unterkriegen zu lassen. Denn neben den Zeugnissen ist die Person wichtig. Aber wann sind wir pur und wir selber? Nur dann, wenn wir mit uns gut klarkommen oder?

    Ich habe derzeit scannerei und Schriftkram ohne Ende um den Mietkosten-/Heizzuschuss zu beantragen. Aber auch hier spüre ich von Seiten des Sozialamtes Unterstützung. Ich wurde gestern extra angerufen (die Anträge waren mir bereits zugesandt worden) ob ich noch in diesem Jahr vorbeikommen will, dann würde ich gleich alles ab Januar bekommen. Nun, ich habe aber doch noch gar keine Lohnabrechnung? "Die können Sie dann nachsenden".

    Siehst Du, auch da denkt jemand für mich mit, denn logisch, ab dem Moment wo der "Antrag" (unabhängig von den Unterlagen) vorliegt, entsteht im Falle der Genehmigung ein Anspruch zu genau dem Tag.

    Egal ob Alkoholiker oder Co: hinfallen (finanziell ect.) ist keine Schande, aber das liegen bleiben.

    Viel Glück wünscht Dir Dagmar
    und wie gesagt "Du bist immer willkommmen"

    Es freut mich liebe Thelma,
    wenn ich den einen oder anderen Anstoß geben kann.

    Ja, liebe Thelma, ich habe Kraft und Energie wenn es um Jobbewerbungen geht, darum, dass ich als mollige damals 35jährige als erste und damals einzige Frau Kung-Fu-Vollkontakt begonnen habe und den Ausbilder gemacht habe. Aus alleiniger Kraft ein privates Katzenasyl aufgebaut und auf eigene Kosten kastriert dass das Elend auf dem Land aufhört.

    Aber das sind alles ganz reale Dinge - die sachlich abgehandelt werden können.

    Anders sieht es im Gefühlsbereich aus: Verstrickt in eine kranke Beziehung obliegt diesen nicht den Gesetzen von Logik, Verstand oder realer Erfüllung der Ziele. Vielleicht ist genau das das Problem???
    Als Powerfrau die Ziele umsetzen und als Partnerin das eben nicht können?
    Sich einfach nicht auf das Leben einlassen können, welches sich ständig ändert?

    Powerfrau zu sein hat nichts mit Selbstwertgefühl zu tun. Vielleicht sogar eher das Gegenteil: vielleicht ist eine Powerfrau deshalb Powerfrau um sich Selbstwertgefühl zu "erarbeiten"?

    Ja, liebe Thelma, ich war unten - mein Leben keinen Pfifferling mehr wert. Nicht wert aus meiner Sicht sondern aufgrund der Gefahren die sich rund um mich herum ergaben und aufgrund der Arbeitslosigkeit. Arbeitslos ohne Heim und dann auch ohne Partner.

    Was hätte ich noch zu verlieren gehabt??

    Vor was hatte ich zuvor Angst:
    Kleines Gehalt, die Kosten für Autoreparaturen dadurch nicht bestreiten zu können, durch das Wohnen auf dem Land lange Anfahrt zum Arbeitsplatz, Angst vor Pannen. Meine Tiere, denen ich ein Asyl aufgebaut hatte, sollten ihr Dach über dem Kopf verlieren? Ich selber konnte nicht brutal sein, oder egoistisch genug - mein Ex-Partner sehr wohl! Habe ich dadurch eine kranke Symbiose angestrebt, wo einer quasi den anderen ersetzt?

    Er keine Emotionen - ich zuviel
    Ich Überlebensängste - Er Überheblichkeit
    Wenn wir das aufteilen, dann sind wir wieder auf einer vermeintlichen Normalität.

    Während ich keinen Alkohol trinke, so trank mein Ex zuviel - sind wir auch hier nun beim Pro-Kopf-Durchschnittsverbrauch??

    Alles für mich persönliche ärmliche Resultate. Aber vermutlich die Realität. Und schau, liebe Thelma, wie schlimm muss es für einen Abhängigen sein eben das auch anzunehmen (wie ich dazu gezwungen war und bin). Wie soll ein ängstlicher Mensch (der sich selber mit Alkohol medikamentös behandelt) damit fertig werden?

    Ja Thelma, ich war am Ende:
    ich habe mich meinem Hausarzt anvertraut was im Job innerhalb eines Pflegeheimes läuft, was ich nicht mehr verkrafte. Er verstand sofort war abging - ich fand auf die schnelle eine Psychotherapeutin, die wusste, was in eben diesem Pflegeheim abgeht; sie kannte es selber von Hausbesuchen. Ich habe zugegeben, dass ich das Leben so nicht mehr bewältigen kann und Hilfe benötige - die mir ganz doll zu Teil wurde - sogar von Seiten der Krankenkasse!!!
    Nicht jeder Abhängige hat die Kraft Ärzte, Therapeuten oder Fachleute in seine Probleme einzuweihen und die Kraft sich von ihnen helfen zu lassen. Das aber war bei mir der Einstieg in den Ausstieg!

    Schau, wenn wir als nicht stoffbezogene Abhängige schon solche Probleme mit Ängsten oder dem Leben haben, wie soll es jemandem, der ein Suchtmittel benötigt (welches ihn sozial evtl. ausgrenzt) leichter gelingen als uns? Mal ganz ehrlich Thelma, ich empfinde keine Wut mehr gegen diesen Menschen. Ich bin traurig was aus dem wurde, was ich als Zuneigung und Liebe empfand, aber ich kann nur traurig sein über einen Menschen, der sein Leben wegwirft. Aber es ist seines und er kann damit tun und lassen was er möchte.

    Und auch bei Dir gelingt es liebe Thelma, Dich mit Dir zu treffen um Dein Leben glücklich zu gestalten! Jeder benötigt eben dazu seine Zeit, sein Tempo und seine Auslöser bzw. Erkenntnisse.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Fish,
    ich finde es wichtig und toll, dass Du für Dich erspüren kannst was Du willst und was nicht.

    Du beginnst das umzusetzen und das ist doch der nächste Schritt, wenn das dann auch noch so richtig in allen Facetten gelingt, dann ist das doch ein super Weihnachtsgschenk, oder?

    Ich bin ja schon mal gespannt, wie dann am Ende wirklich der 24.12. bei Euch aussehen wird. Vielleicht feierst Du auch nur mit den Kiddies bei Dir? Ich bin mal gespannt....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ladies, (natürlich auch die Gentlemen ;)
    hallo Namensvetterin,

    ich denke, Du hast hier ein ganz wichtiges Thema angesprochen, welches auch ich zur Genüge erleben musste "Angst".

    So, wenn ich jetzt alle Enttäuschung auf die Seite packe dann stelle ich fest dass es sich um eine ängstliche Natur handelt, die vor dem Leben und den alltäglichen Problemen davon rennt. Ein Mensch also, der nicht meine Wut oder meinen Hass verdient, sondern ein Mensch, der sich nicht auf die Reihe bekommt.

    Ich habe meinem Ex-Partner einmal gesagt er verdiene eine Medaille weil er dafür sorgte dass ich die Beziehung beenden musste. Ich selber hätte es nie getan weil ich dazu zu krank war.

    Und er verdient diese Medaille!!! Ich wäre Zeit meines Lebens in diesem Trott geblieben, meine Kraft wäre immer geringer geworden und unser Leben immer schlechter - für beide Seiten.

    Schau, ich bin heute morgen zum Brunnen um Wasser zu holen, sah die Mülltonnen und dachte: "Mensch, alle die Jahre waren das Dinge, die waren für ihn selbstverständlich. Nunmehr ist das nicht mehr interessant, ebenso wenig wie Hobbies und Interessen. Oder sagen wir lieber so, vor 4 Monaten war es so, was jetzt ist weiß ich nicht weil wir keinen Kontakt haben und ich auch den Kontakt zu ehemaligen Nachbarn meide. Diese "klären mich auf" was mir nicht gut tut, auch wenn die Neugierde sagen würde "Her mit allen Infos".

    Schau, Du und ich schreiben von den Ängsten unserer Alkoholkranken Partner. Aber ebensolche Ängste hatte ich und damit habe ich mich mit ihm zu einer ängstlichen, krankmachenden Symbiose verbunden. Er hatte da keine Ängste wo ich sie habe (Existenz ect.) und keine Interessen oder Emotionen, wo ich zu viele habe. So: ich bin also ebenso defekt wie er!

    Ich sah den Alk als Grundproblem, was falsch war. Grundprobleme lagen schon in jeder von unseren Persönlichkeiten, der Alk sorgte lediglich dafür, dass es eskalierte und am Ende eigentlich kriminell wurde.

    Wie lange aber habe ich gebraucht mich aus diesen Mustern zu entfernen, zu begreifen was läuft und wo meine Beteiligung liegt. Und das obwohl mein Hirn nicht von Substanzen benebelt wird oder toxisch vergiftet ist.

    Wie soll es nun jemand begreifen dessen Leben nicht mehr autonom ist sondern nur noch in Verbindung mit einer täglichen Infusion Alk am Leben gehalten werden kann.
    Die Scheinwelt von der Du sprichst ist glaube ich die Realitätsverkennung, die scheinbar nicht selten ist, wie ich gelesen habe. Aber hier könnten uns Erdling und andere vielleicht besser in Sachen Aufklärung helfen.

    Vielleicht hasst er Dich?? Vielleicht hasst er sich?? Vielleicht ist in ihm einfach ein Bollwerk von Emotionen, Süchten und Chaos, mit denen er nicht klarkommt.

    Du bist ihm voraus! Du beginnst an und mit Dir zu arbeiten. Du beginnst Dein Leben zurück zu erobern. Egal, wie jung oder wie alt jemand ist, das Leben kann so viele Facetten haben, die schön und lebenswert sind, dass es sich immer lohnt neu anzufangen.

    Ich bin jetzt 47 und nun derzeit die ärmste Kirchenmaus, die ich je war. Dennoch: ich bin glücklich in meinem Heim, mit meinen Tieren, meinen Freunden und mit mir selber. Ich hatte mein Leben lang wenig Geld, aber immer das doppelte von jetzt .... komischerweise gehe ich jetzt das Thema Existenzangst ganz anders an - und komischerweise reagiert mein Umfeld.

    Ich hatte schriftlich beim Sozialamt um einen Antrag auf Mietkostenzuschuss gebeten. Dieser wurde mir gleich zugeschickt. Ich habe meine beschämende Situation offen deklariert und um Hilfe gebeten. Gestern kam ein Anruf vom Sozialamt, damit wir einen Termin noch in diesem Jahr machen (Unterlagen könne ich dann falls noch nicht vorhanden nachreichen) damit ich gleich zum 1. Januar Unterstützung/Mietkostenzuschuss erhalten kann.

    Es wird mir geholfen. Ich versuche nicht mehr eine Sucht zu decken, eine Beziehung, in der sich beide Partner etwas vormachen oder ein Leben, welches nicht mehr lebenswert ist. Jetzt bin ich also pur - das Umfeld kann mich so akzeptieren oder ablehnen, bleibt jedem überlassen. Meine persönliche Lebensqualität hat sich jedoch um eine vielfaches erhöht, auch wenn die Mäuschen viel weniger wurden und ich bei weitem unter dem normalen Sozialhilfesatz lebe....

    Ich drück Dir die Daumen, Du gehst es gut für Dich an und ich wünsche Dir einfach die Kraft, die auf diesem Wege noch erforderlich ist.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    mir selber ist über die Monate aufgefallen, dass "wie fühlst Du Dich" eigentlich erwartet wird mit gut, schlecht oder mittel oder einfach einer allumfassenden Antwort.

    Nun, für mich habe ich es anders gelöst. Mir selber kann es gut gehen, ja ich mich nahezu glücklich fühlen innerhalb meiner Lebenssituation. Das kann mir aber dennoch Trauer und Abschiedsschmerz erlauben ohne meine Grundverfassung massgeblich zu trügen. Für mich war die Trauer ein sinnvoller Begleiter. Warum tut mir etwas weh, warum beziehe ich es auf mich? Warum suche ich meine Fehler?

    Ach Trudchen, Namensvetterin ;)
    Was meinst Du welche Gründe ich alle gehört habe weil es nicht mehr gut geht, nur einen nannte er nicht: die Neue. In meinem Fall war die Lady ein vielfaches älter als ich. Die Gründe die ich gehört hatte weil er der Meinung war es tut nicht gut waren so was von irrwitzig und somit nicht mehr glaubwürdig. Im ersten Schmerz und der Verletzung des Egos ist mir aber gar nicht aufgefallen was da für ein Mist verzapft wird.

    Erst ganz viel später fiel mir auf, im Prinzip war er zu feige zum Schluss machen, aber nicht feige genug "auf zwei Frauen tanzen zu wollen". Meinst Du wirklich, jemand, der krank ist ist noch in der Lage zu sagen ich will Dich nicht mehr weil Du zu eigenständig wirst und mich nicht mehr in meiner Sucht unterstützt?

    Ich hatte meinem Ex ein Foto von ihm in erbärmlichsten Zustand nebst Brief übergeben mit der Aussage ich sehe mir das alles nicht länger an, diese Schlägereien, Bewustlosigkeiten ect.

    Ihm blieb nichts anderes übrig als sich eine Nachfolgerin zu suchen, die nunmehr meine Co-Aufgaben übernimmt. Das aber kann er wohl so nicht definieren ohne sich Schwach zu zeigen, oder?

    Jetzt mal ganz im Ernst liebe Dagmar: es tut weh wenn eine Beziehung endet, man darf traurig sein und muss es verarbeiten. Aber glaubst Du wirklich ein Mensch, der im Teufelskreis der Sucht gelandet ist, kann langfristig und zuverlässig fühlen und handeln? Selbst wenn er wollte, er kann nicht mehr, denke ich.

    Ich wollte verstehen und begreifen - ich konnte nicht nachvollziehen warum sexuelle Übergriffe und pure Gewalt oder Drohungen erfolgten. Einige der trockenen Alkoholiker haben mir ganz deutlich gemacht dass es kein erklären und verstehen geben kann weil so vieles irational oder abhängig ist von der aktuellen Situation - somit also auch nicht berechenbar.

    Ich stolperte immer wieder über die Aussage - auch meine - aber ich liebe ihn doch, oder habe ihn geliebt....

    Wenn das so ist, dann ist es ein Akt der Fairness für beide Seiten wenn jeder in die Selbständigkeit entlassen wird. Denn eine krankmachende Beziehung ist für keinen der Partner gesund. Sollte wirklich eine "Liebe" da gewesen sein, dann kann diese irgendwann vielleicht einmal gelebt werden, ausserhalb des Dunstkreises der Sucht.

    Dazu ist aber notwendig, dass beide Menschen sich ihrer Schwäche bewußt werden, und dadurch die Stärke beweisen zu sich selber zu stehen. Dann können Menschen an sich arbeiten und versuchen sich wieder zu finden.

    Die Wut, die man am Anfang empindet ist nur zu verständlich. Auch spürte sie ganz stark in mir. Aber sie wurde merklich weniger, mit jeder Freude die ich in meinem Leben habe. Vielleicht geht das ein bischen damit einher dass wenn ich mir verzeihe, ich auch dem anderen verzeihen kann - damit also meine Wut nicht mehr notwendig ist und keine Kraft mehr unnötig verbraucht.

    Ich denke auch, eines dürfen wir nicht vergessen: während wir gerade versuchen an uns zu arbeiten und zu erkennen, so ist der (Ex-)Partner noch mitten in seiner Sucht. So wir wir vielleicht noch vor wenigen Wochen uns selber schlecht behandelt haben und nachlässig uns gegenüber waren, so sind wir nun ein paar SChritte weiter gekommen....

    Unser Ex-Partner hat sich jedoch vermutlich nicht weiterbewergt sondern ist in seiner Spiral gefangen.

    Lieben Gruß und haltet Euch wacker,

    Dagmar

    Ja, liebe Renate, das dürfte ganz schwer sein die Kinder zu schützen, weil sie den anderen ja auch lieben . Davon mal abgesehen war ich aufgeklärt und wusste doch so gar nichts über den Alkohol.

    Ich denke mal, dieser Alk-Vorsichtsriecher wird wohl vorhanden bleiben. Denn den hatte ich schon vor meiner Beziehung. Ich war jedoch der Meinung, ich sei intolerant, ich müsse Alk in Mengen akzeptieren. Sehe ich nun anders: egal in welchen Mengen, es ist für mich ein unangenehmer Geruch. Derzeitiger Stand - muss nicht so bleiben, ist jetzt so und schiebt Menschen von mir weg, die danach duften, denn da sollte ich dann Verduften....

    Was irgendwann mal ist, wie ich irgendwann mal denke, ist mir derzeit egal.

    Du Renate, ich denke, das mit den Alpträumen hat schon so seine Bewandniss mit der Bewältigung (bei Dir derzeit vielleicht mit der Angst um Deine Tochter).

    Ich habe vor kurzem geträumt, mein geliebter - eingeschläferter xxl - wäre mir quitschfidel in meinem Haus begegnet. Ich vermute mal, dass auch das einher geht mit meiner Entwicklung und meiner abnehmenden Angst vor meinem Ex. Ich beginne mich freier zu bewegen und somit erhöht sich die Gefahr ihm zu begegnen.
    Allerdings hat mich dieser Traum etwas bewegt nicht unvorsichtig zu sein, da erst seit ein paar Wochen Stille herscht und es ganz schnell möglich sein könnte, dass wieder ein Wutbrocken hier vor der Türe steht.

    Ich hatte damals, als ich noch zusammenlebte, jede Nacht selbigen Alptraum - war weg als ich hier war, aber es gab weiterhin Träume, die dann aber etwas abgewandelt waren.

    Ich denke, da sagt uns das Unterbewußtsein etwas.

    Liebe Grüße und halt Dich wacker,
    Dagmar

    Liebes Trudchen,
    hallo Namensvetterin,

    Du siehst, Du bist in guter Gesellschaft: viele von uns waren langjährig in Partnerschaften. Auch bei mir waren es 8 Jahre, wobei die Eskalation ruckizucki innerhalb von Wochen ging.

    Aber Trudchen: alle Jahre der Welt dürfen nicht dafür sorgen, dass wir uns noch länger vergessen. Nun gut, was passiert ist, ist passiert. Ich - Du - Er - Sie . Es wussten es nicht besser und haben sich so verhalten wie es richtig erschien....

    Nun "wissen" wir "eigentlich" was wir uns angetan haben und vielleicht sollten wir nun beginnen uns auf uns zu konzentrieren. Liebes Trudchen, ich verstehe alle Deine Gedanken und Fragen nur zu gut, weil ich bald 3 Monate versucht habe alles zu verstehen, um es für mich abschließen zu können.

    Allerdings habe ich während dieser Zeit mich selber zu sehr in den Hintergrund gestellt. Ich denke nämlich, sonst wäre es mir schneller besser gegangen.

    Warum machen wir den Terror so lange mit? Vielleicht weil wir an das Gute im Menschen glauben wollen und nicht erkennen dass die Sucht viel stärker ist? Wenn Du oder ich etwas versprechen, dann besteht die Chance, dass wir uns bemühen unsere Versprechungen zu halten. Ein Suchtkranker ist krank - wie das Wort schon sagt - selbst wenn er/sie will so kann er /sie nicht so wie er "will" weil der Körper schon ein Eigenleben entwickelt hat durch den Stoffwechsel.

    Liebes Trudchen, mein Ex hatte eine Neue, wollte mich jedoch gleichzeitig behalten - na klar, zwei Co's sind besser als keiner, oder :) Alles das blabla, alle die Stories, alles vermeintliche Geplappere über seine Gefühle bzw. er wisse nicht was er tue, was richtig oder falsch wäre. Alles das war einfach in meinem Fall ein leeresch Gewäsch, durch das versucht wurde so lange wie möglich so geschützt und gut wie möglich innerhalb der Sucht zu bleiben.

    Kannst Du es unseren (Ex-)Partnern nich nachsehen? Sie merken vielleicht selber dass irgendwas nicht stimmt, könnte ich mir vorstellen. Sie müssten aber an ihren Kern kommen um ihre Mitschuld zu sehen. Das aber geht a) durch den Alk nicht mehr, der das Realitätsbewusstsein einschränkt und b) durch das Gefühl "minderwertig" zu sein oder eben "Hochwohlgeboren" zu sein. Egal was: es ist ausserhalb der Realität.

    Ich glaube Erdling beschreibt es sehr gut, obwohl ich es mir bei ihm gar nicht vorstellen kann, dass er in einem solchen Strudel war. Denn wenn ich mir ansehe, wir klar und deutlich er jetzt - also Du Erdling, ich rede nicht so gerne über andere sondern lieber mit Ihnen - alles beurteilen kann und was da ist an Wissen über die Dinge, die gelaufen sind, so kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Einsicht bei vielen Suchtkranken vorhanden ist. Auch nicht bei allen jenen, die "trocken" sind oder gerade "Pause" machen. Das was von Erdling kommt scheint mir schon eine beklemmende und bekennende Offenheit zu sein, deren Deutlichkeit vielleicht auch selber verhindert dass ein Genesener rückfällig wird.

    Sind wir nämlich am nächsten Punkt: erkennen, wahrnehmen und etwas ändern. Diese Stärke haben nicht viele Menschen.

    Liebes Trudchen, versuch Dich nicht unterkriegen zu lassen! Auch ich wurde ersetzt durch eine Lady die trinkt - nun gut :) Die beiden haben miteinander Spaß und ich nunmehr mit meinem Leben. Aber das musste ich mir hart erkämpfen, ich weiss nun aber für was: für mich, mein Leben und meine Tiere. Für einen neuen Job und dafür stolz darauf zu sein, wie ich beginne für mich zu sorgen.

    Trudchen :) Und wie gut viele von uns verstehen können wie es Dir geht. Weil viele von uns diesen Schmerz erlebt haben. Aber Trudchen, selbst wenn bei mir Kummer und Trauer zu finden waren, so auch der Wunsch zu überleben. Da, wo meines Erachtens große Agression oder Sachzerstörung von einem Suchtkranken ausgeht, da ist schon eine sehr niedrige Hemmschwelle.... Irgendwann vielleicht auch nicht mehr Dir gegenüber .... Ich persönlich bin mir in meinem Fall sicher .... nur noch wenige Wochen, und ich hätte mein Leben angekratzter gehabt als es jetzt ist.

    Traurig sein ist o.k. Abstand zu brauchen ist o.k., aber dabei immer wieder versuchen bei sich selber zu sein und nach dem eigenen Besten und den eigenen Wünschen zu sehen. Wenigstens versuchen.....

    Das geht nicht von heute auf morgen - muss es auch nicht - aber einfach Schritt für Schritt vorwärts zu Deinem Leben.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar

    Wisst Ihr was: Gewicht hin, Gewicht her - wenn wir uns in uns wohlfühlen, dann wird sich auch das Gewicht mehr oder weniger anpassen.

    Ich selber war in der Zeit der Beziehung der komplette Frustesser und habe es nicht mal so richtig registriert, wie die Nervennahrung verfuttert wurde.

    Mein letzter Check beim Onkel Doc ergibt wie meine rutschenden Hose eine Gewichtsabnahme von rund 7 kg. Unbewußt hat sich meine Ernährung verändert. Wenn ich mag, so esse ich immer noch süßes. Aber bewußt weil ich will und nicht unbewußt weil die Nerven es brauchen.

    Wenn nun jemand durch Nervenkrieg zum abnehmen tendiert, wird auch das sich regulieren, wenn er/sie mit sich besser zu Rande kommt, weil auch dann alles bewusst passiert - wie beispielsweise die Essensaufnahme.

    Ladies (die Herren mögen es mir nicht übel nehmen): was die Männer mögen oder nicht wäre mir schnurz :) die sollen ja mich als Mensch und nicht meine Larve mögen :-).

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber Erdling,
    das was Du schreibst bestätigt ein mehr als deutliches Gefühl welches ich verspürte, aber tatsächlich erst nach der Trennung realisieren konnte:

    Durch den Alkohol - oder die Person selber - schien es so, als habe derjenige keine Zufriedenheit, geschweige denn Glück, gespürt. Nicht einmal die Dinge, die ihm selber wichtig schienen und so dargestellt wurden konnten ein Lächeln auf sein Gesicht zaubern. Die letzten Jahre sah ich diesen Menschen nicht mehr mit einem herzlichen Lachen (höchstens im Bekanntenkreis wenn es über jemanden anderen ging, und es schon am Rande der Lästerei befand).

    Ich konnte mir das nicht vorstellen, dachte immer nur, das läge an meiner Gegenwart oder dem Hass auf mich. Aber mit dem Abstand und dem Null Kontakt kehr eine gewisse Realitätserkennung in mein Leben zurück. Dazu auch das Wissen, dass die kleinen Dinge im Leben, die mir Freude bereiten konnten, ich bei ihm nicht sehen konnte. Ob sie nicht da waren - oder ich sie nicht sehen konnte, kann ich nicht sagen.

    Liebes Trudchen, versuche Dich zu spüren und Dir zu überlegen, welche Dinge es gibt, die Dir ein Wohlfühlgefühl geben. Das definieren über Jobs oder Tätigkeiten ist auch so ein Fall für sich ... Du selber bist etwas wert - als Mensch und als Person - und nicht nur weil Du etwas leisten kannst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Pandora,
    als Nicht-Mutter möchte ich Dir ein Geschichtlein erzählen eines Teenagers, dessen Mutter meine Beste Freundin ist - schon seit Kindheitsbeinen.

    Kein Punk, aber ein Fussballspieler erster Garde, sehr viel anderes interessierte ihn nicht, ein Freak mal Lust zum aufstehen, mal nicht - mit 18 mal gleich den Führerschein verloren weil die knapp 200 durch den Ort irgendwie zu schnell waren.

    Ein (liebenswerter) Chaot wie er im Buche steht. Aber ich kenne diesen Heilandsblitz, kenne sein gutes Herz und seine knallroten Ohren wenn er lügt. Irgendwie war für mich klar, dass er seinen Weg geht, wenn auch zuweilen schon als 6 jähriger durch Bestechen der Lehrerin in dem er ihr die Autotür aufhielt.

    Jetzt ist er 30 - immer noch ein Blitz - aber viel beständiger. Das mit dem Geld kriegt er immer noch nicht hin, aber er geht einen straighten Weg. Immer noch chaotisch, aber dennoch ein liebenswerter.

    Dieses Kerlchen, von welchem ich Dir gerade erzählte hatte einen Alkoholiker zum Vater, der auch an Alkoholismus übelst starb. Seine Frau und des Knabens Mutter schlief häufig mit einem Messer unter dem Kissen, um im Notfall die Kinder zu schützen.

    Während seine Mutter beständig dachte er stürze ab, so war das für mich nie ein Thema. Mir war klar, der Junge macht seinen Weg. Über ihn machte ich mir nie auch nur einen Gedanken, dass er etwas langfristig nicht auf die Reihe bekam. Auch nicht als er in der Berufsschule wegen Canabisrauchen rausflog.

    Jedes Kind testet Grenzen aus. Ich denke auch, es gibt ein Alter, da sind Kinder einfach "pubertär und in Aufruhrstimmung gegen Eltern" Mal als Punk, mal als Hippie, ach je nach Zeitstil. Und irgendwann ist diese Protesthaltung nicht mehr interessant und viele finden dann einen guten Weg.

    Gerade im Punkbereich habe ich das auch oft erlebt. Ich denke, eine Generation, die nicht zufrieden ist mit dem was abläuft, aber irgendwie nicht die Power hat dagegen anzugehen. Aber diese Power kam bei vielen nachträglich.

    In diesem Sinne:
    lass Dich überraschen :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Renate,
    genau das ist es meiner Meinung nach, wie irgendwann eine gesunde Beziehung entstehen kann: ohne dem Gefühl "sich verlieben zu müssen" einen "Partner zu benötigen" ect.

    Einfach das Gegenüber als Mensch wahrnehmen, o.k. die Geschlechtsspezifizierung können wir ja noch einschließen ;) um dann diesen Menschen als positiv zu befinden und mit ihm flirten. Flirten ist in meinen Augen einfach nur nett sein und dem anderen Aufmerksamkeit schenken. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ich selber muss sagen, das Thema Partnerschaft kommt in meinem Leben nicht vor. Einfach weil es uninteressant ist. Sollte es passieren, dann mache ich mir dann Gedanken darüber. Derzeit fühle ich mich wohl, flirte "sprich freue mich über nette Kontakte, nicht mehr und nicht weniger" und finde das Leben schön.

    Mein Leben - mit mir - für mich und meine Tiere. Nicht mehr und nicht weniger. Mir ging es ähnlich wie Dir, ich schäckerte mit dem Optiker. Schäkern ist falsch ausgedrückt: einfach nur ein nettes harmonisches Gespräch, welches über das übliche "wie teuer welcher Rabatt" hinausging. So geht das weiter mit dem Flaschner oder dem Schornsteinfeger. Nette Menschen, mit denen ein Gespräch bei Kaffee oder Tee einfach nur gut tut. Ohne Hintergedanken, ohne weitere Interessen, einfach nur den Moment als positiv empfinden.

    Mit Deiner Einstellung passt es auch irgendwann mal mit der Partnerschaft - wenn Du Dich wirklich so weit fühlst :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Smile,
    auch wenn ich täglich lese, so gebe ich derzeit seltener meinen Kommentar ab. Was auch daran liegt, dass ich viel zu wenig Zeit habe um alles zu erledigen was mir am Herzen liegt.

    Jetzt habe ich meine Weihnachtspäckerl gepackt und versendet - zeitaufwendig - natürlich überall ein sehr individueller Brief. Auch Zeit, aber ich weiß die Adressaten freuen sich.

    Dann ist es recht aufwendig Mietzuschuss ect. zu erhalten. Ich stelle also hier Kontoauszüge und Belege zusammen. Nicht immer möglich, weil Holzkauf bspw. ohne Rechnung geschah als Handschlaggeschäft.

    Ich backe in meinem Holzofen, der mir zuweilen einige Stunden Geduld auferlegt, bis er so freundlich ist mir die richtige Temperatur für Weihnachtsbrot ect. zu servieren.

    Ich verbringe viel Zeit mit den Tieren, da sie alles aus schlimmen Verhältnissen stammen und jeder Tag mit ihnen ein Geschenk ist, von dem ich nicht weiß, wieviele dieser Geschenke ich noch bekomme.

    Ich habe wieder die Kraft an meinen Homepages zu basteln und muss noch den Adventskalender für meine Katzencommunity fertig stellen. Ganz viele Dinge, die mir Spaß machen, die aber durch viele Gänge (Briketts kaufen und schleppen, Holzbriketts schleppen, Briketts in Zeitungspapier packen, meine Handgelenke pflegen ;) einfach länger dauern. Wichtig ist für mich aber, dass alles mögliche in diesem Jahr erledigt wird, da der Job im nächsten Jahr Vorrang hat.

    Es geht mir gut, ich bin für und in meinem kleinen Leben glücklich. Natürlich denke ich noch an das was war und es macht mich traurig, dass ein Mensch sich selber "entsorgt". Das aber ist seine Entscheidung und nicht meine. Ich kann die Dinge nun leben, die mir immer schon viel bedeutet haben, für die ich aber nicht mehr die Kraft und die Lust gefunden hatte, sie zu bewältigen.

    Ja, meinen Frieden habe ich ganz sicher gefunden, liebe Smile, so wie das auch Dir gelingen wird. Es war ein langer Weg bei mir und es war ein zeitintensiver Weg. Und was soll's? Ich hatte die Möglichkeit ihn zu gehen und diese Chance nutze ich.

    Meine Papiere für den Job habe ich mal zusammengestellt, sowie RV-Nr. mein Schreibmaterial (nehme ich immer selber mit, da ich mit Füller oder Bleistift schreibe und als Büromamsel etwas eigen bin und alles haben möchte). Gleich mal wie übllich ein Collegebuch, in welchem ich neues notieren kann sowie Terminarbeiten aufschreiben. Eben alles, dass ich nicht einen Tag zuvor anfangen muss zu suchen und zu kaufen.

    In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne, ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Und wie das passt, liebe Ette!
    Das das schneller, mehr, hektischer, stressiger unserer Gesellschaft und Welt nicht funktioniert hat erleben wir wohl gerade in Form von Rezession, Gewalt und anderen Dingen, die zu zeigen scheinen, dass in unserer Welt irgendetwas nicht so läuft wie es sollte wenn Harmonie und Glück zu finden sein sollen.

    Ich empfinde es für mich ähnlich, zumal ich demnächst mit Job ärmer bin als ich es zur Zeit als Arbeitslose bin. Wie ich über die Runden komme weiß ich nicht. Aber ich habe das Haus im Grünen, meine Tiere und Pflanzen, befeuere den Holzofen, der mich so viel Geduld kostet (die ich eigentlich nicht habe).

    Ich denke, Ette, dass ist genau das Gegenstück - was Du lebst - von dem was einen Menschen durch Stress und Hektik zerstören kann. In sich selbst seine Zufriedenheit finden, zufrieden sein mit dem was da ist; nicht mehr und nicht weniger. Das Leben so sein lassen, wie es ist und sich dennoch (oder gerade deshalb!) schönes herauspicken.

    Ich für mich denke so oft, der Horror den ich erlebt habe, dass ich den überhaupt überlebt habe wundert mich selber. Diesem Alptraum folgt derzeit die Erfüllung einiger Träume. Kleine wie der Holzofen, wie der Beistellherd, wie meine Tiere, wie das Grün um mich herum. Ich bin viel ärmer als vorher im finanziellen Rahmen - und doch um so vieles reicher an Gefühlen, Empfindungen und dem, was das Leben lebenswert macht.

    Was gibt es für die Seele schöneres als den lieben Hergott einen guten Mann sein zu lassen? Die Dinge anzunehmen, wie sie eintreten um dann aus ihnen das Beste zu machen?

    Früher habe ich wie ein Käfer auf dem Rücken gelegen und mit allen Beinen gestrampelt weil ich auf so vieles eingestellt sein wollte und es allen recht machen wollte.
    Nunmehr laufe ich langsam aber stetig auf dem Boden und muss nicht mehr mit imensem Kraftaufwand wieder versuchen "auf die Beine zu kommen".

    Lieben Gruß von Dagmar