Beiträge von dagmar007

    Meine liebe Karotte,
    na aber hallo meine Liebe ... Du hast so viel Kraft und hast Angst vor einem Umzug? DU???

    Was meinst Du was ich hatte - und welche dumme Angst!!! Liebe Karotte, mit dem Möhrenkraut, welches auf Grund der Temperaturen langsam verwelkt ;) ich habe nun meine Couchen und würde mich freuen, wenn Du mitsamt Deinem Töchterchen mal vorbei kommst!

    Da kann ich Dir zeigen welche Unterschiede von meinem Leben zuvor und dem jetzt - vor dem ich so viel Angst hatte - bestehen.

    Nein mein liebes Karottchen, jetzt möchte ich Dir ans Schienbein treten, noch leicht, aber dennoch merklich! Du weisst was bei mir los war, meine Augen vernachlässigt (Mit der neuen Brille hast du ja auch angefangen, klasse, Hoffnung auf den klaren Blick aus der nicht mehr rosafarbenen Brille)!

    Mein Blutdruck ist bestens!!! War zur Zeit meines schlechten Arbeitsplatzes und der Beziehung so schlecht, dass sogar Medis nicht wirkten!!!!!!

    Laborwerte bestens - war früher anders !!!!

    Natürlich fehlt Dir Kraft - wie mir damals - Karotte!!!! Nächster zarter Tritt: Du spielst mit Deinen Kräften (so wie ich über 8 Jahre). Du lässt Deine Batterie leerlaufen und je leerer sie wird, desto mehr Kraft benötigst Du später um wieder auf Minimalleistung zu kommen! Ich bin noch nicht an meinem Normalpunkt angekommen, trotz 3 monatiger zurückliegender Trennung. Mir fehlt noch immer Kraft bis ich bei mir zurück bin!!!

    Überleg mal, was DU DIR schuldig bist!!

    Die Einladung steht! Und denke nicht im Traum dran meinen Lieblingssatz zu verwenden : "Du hattest einfach Glück, bei mir läuft das eh anders!"

    Karotte, ein weiterer Apell, den ich viel zu spät umgesetzt habe: Bist du es nicht Deinem Partner schuldig ihn in seine alleinige Verantwortung zu entlassen, ihm keine Alk-Reserven zu bieten, weil Du nunmal zusammen mit ihm wohnst? Solltest nicht auch Du ihm sein Deckmäntelchen herunterziehen???

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Smile,
    ich habe mich eingeigelt gehabt, hatte etwas Angst und war in "Hallo wach"´-Verfassung, aber es ging mir gut.

    Tja Leute, was soll ich sagen: einfach nur tausend Dank an meine Schutzengel, dass mein Abzug und Umzug so gelaufen ist wie er lief? Dafür dass ich die Kraft hatte zu gehen, auch wenn es schwer fiel? Dafür dass ich nun wieder lebe?

    Meinem Ex ist der Auszug nicht gelungen, es könnte daran liegen, dass die Straße (seit 4 ! Jahren Baustelle) rund ums Haus unterkoffert wird, ich weiss es nicht. Somit werde ich noch weiter in Hab-Acht-Stellung bleiben, aber dank der klasse Polizeibeamten auf eine andere Art als zuvor.

    Wenn ich gerade realisiere, in welch unterschiedlichen Situationen wir stehen (ich in meinem süßen kleinen, liebevollen Hexenhaus) und er zwischen zwei Wohnorten, im Winter, bei Gefriergraden und Wasserleitungen von Altbauten, so stelle ich fest, das ist schon schlimm genug.

    Es war so übel und respektlos, was an meine Person gerichtet war, aber ich bin nun im Warmen und fühle mich wohl (wenn auch immer noch etwas ängstlich).

    Alles das, was sich dort abspielt zeigt mir was nun gewesen wäre hätte ich nicht meine 7 Sachen gepackt und wäre gegangen. Jetzt wäre ein Umzug schwer möglich, weil die Strasse nicht befahrbar ist. Die alten Rohre drohen einzufrieren, weil die Straßen rund ums Haus aufgerissen sind. Wenn in dieser alten Hütte nun das Wasser nicht regelmässig läuft ist manches vorprogrammiert. Zwei Häuser weiter besteht bereits Einsturzgefahr, konnte ich in der Tageszeitung lesen. Diverse Häuser der ehemaligen Nachbarschaft brechen bereits durch die Baurarbeiten und die Instabilität der Straße so zusammen, dass man/frau von außen in die Häuser sehen kann.

    Liebe Leute, ich empfinde eine solch große Dankbarkeit dafür dass mich Freunde in die Knie getreten haben, ich hier die eine oder andere "rumeierei" vorgeworfen bekam und dass das Ding einen Namen hat - Umzug - rechtzeitig.

    Das, was die Nachbarn in dem Ort seit Mai mitmachen ist der Horror: du kommst aus dem Haus, von dem Du nicht weisst, ob Du abends noch rein kommst. Bei uns war morgens die untere Treppe weg, abends die obere. Du wusstest nie wo parken (da ging es noch) um das Auto entladen zu können. NUnmehr kann keiner der ehemaligen Nachbarn "entladen" sie müssen alle ziemlich weit weg parken, und das nun im Winter. Andere kommen nicht mehr ans Heizholz ran und so geht es auf dieser Dauerbaustelle schon ewig und wird wohl immer schlimmer ....

    Bin ich gottfroh, dass ich das nicht erleben muss...

    Lieben Gruß von Dagmar, die täglich an ihre Schutzengel denkt!

    Freut mich, liebe Smile,
    wenn ich Dir helfen kann, so wie mir andere helfen konnten, die auch schon weiter waren in diesem Prozess, der lange dauert.

    Vor allen Dingen überrennen einen anfänglich die Gefühle von Schmerz, das gibt sich - es wird besser und das Hirn beginnt (wenn man/frau will) wieder zu arbeiten. Aber dazu ist echt der eigene Wille notwendig.

    Natürlich wird es besser, und irgendwann mal sogar gut! Wenn Du bereit bist DIR eine Chance zu geben - davon mal abgesehen hast DU sie IHM auch gegeben, seine Sache, was er damit macht!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Merliy,
    mir brachte Erfolg im Amtsblättle selber Anzeigen zu schalten. Da ich ja viele Katzen habe war bei mir die Chance eine Wohnung zu bekommen gering.

    Und nun habe ich ein so tolles Hexenhäuschen (und ich bin arbeitslos!), von dem ich niemals gewagt hätte zu träumen. Ich liebe Merliy, bin sehr froh, dass ich davon gelaufen bin. Davongelaufen aus einer kranken Beziehung, gelaufen in mein Leben.

    Liebe? Ich habe jeden zweiten Tag die Worte gehört : "Ich liebe Dich" komischerweise war die Handlung entgegengesetzt. Worte können lügen, Taten weniger.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich glaube, da hat Jenny etwas richtiges gesagt "mit den verpackten Handlungsweisen" die uns zu Taten auffordern.

    Natürlich gilt das für alle Menschen und nicht nur für Süchtige oder Abhängige. Es ist leider so, dass ein gesunder Mensch ganz schnell sagen kann "nöö, will ich nicht" - das gedrille Helferlein ist gezwungen in sich zu hören.

    Papi, Du fragst sinngemäss ob Co anders ist als Alkohol bzw. die Süchte anders oder die Art sie zu bewältigen.

    Ich kann mir vorstellen, etwas anders schon, weil das eine eine stoffabhängige Sucht ist, das andere menschenabhängig. Der Alk springt Dir nicht vom Supermarktregal hinterher, ein Mensch, der Dich einspannen will eventuell schon ;)

    Zwar greift der Trinker aktiv zur Flasche und der Co-Abhängige ergreift jede Möglichkeit (übertrieben gesagt) um Hilfe zu geben. Aber während der Alk "anders" Schmeichelt als ein Mensch denke ich doch, dass beide Süchte sehr ähnlich sind, die Bewältigung aber eine andere.

    Ich sehe es so: wie ein trockener Alkoholiker lernen muss seinen Gefahrenquellen aus dem Weg zu gehen müssen Co's lernen mit den Gefahrenquellen umzugehen, denn Menschen können wir nicht aus dem Weg gehen....

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die Deine Fragestellung interessant fand

    Hallo, liebe Smile,
    wenn ich von Deinen Hunden lese, dann kann ich nur sagen sei froh wie es gelaufen ist.

    So wie bei mir muss es nicht woanders sein, aber mein Ex hatte plötzlich NULL Gefühl für die Katzen, von denen er zuvor tat als liebe er sie, bzw. wo er einige ins Haus holte.

    Das wäre aber nicht das schlimste:irgendetwas war vorgefallen als ich nicht im Hause war. Ab da haben die Tiere jede Nacht in sein Bett gepinkelt. Ich bin sicher, dass er nichts gegen die Tiere tat, aber ich weiss, dass Tiere ganz besonders auf stoffliche Abhängigkeiten reagieren.

    So, liebe Smile,
    nun wieder zu Dir :) Und vor allen Dingen DU zu DIR! Wir waren in einer Beziehung, die nicht gesund war. Wir waren es nicht und unsere Partner auch nicht. Wenn Du und ich daran arbeiten, dann können wir lernen gesunde Partnerschaften zu führen. Egal, mit wem! Sollte Dein "Gegenüber" klug werden, selbstverantwortlich - und damit trocken - gibt es alle Chancen der Welt. Wenn aber nicht, dann wäre er Balast für Dich, selbstschädigend und eine Zumutung für Deine Familie.

    Deshalb: Du gibst ihm eine Chance aufzuwachen - er für sich aufzuwachen und Dir Dich zu leben. Ob ein Abhängiger diese Chance nutzen kann und will bleibt ihm überlassen! Das nämlich liegt nun in seiner Verantwortung und nicht mehr in der unseren. Deshalb also gelten alle Vorwürfe an uns nicht mehr!

    Halt Dich tapfer!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Um in der comic-Sprache zu sprechen: peng, krach, bumm, würg, krrr, crrrr oder???

    Keep cool, auch wenn das nun das Hämmerchen war, welches Du Dir auch noch selber abgeholt hast, so dürfte es reinigende Wirkung haben. Ohne Gefühl? Waren das nicht immer die Worte derer, die die Sucht überstanden haben??? Haben sie uns nicht immer gesagt, da gibt es nur Gefühl für Alk???

    Zu seinen Aussagen, die Dich verletzt haben hätte/habe ich ganz viel zu sagen .......

    Ich denke, jeder aktiv Süchtige ist ersteinmal befreit wenn er alleine ist und für sich selber genießen und planen kann. Nicht mehr kontrolliert wird und das Gefühl hat das "Leben ist mein" und keinen strafenden Blick mehr zu spüren wenn der Gang wankend ist. Warum nicht auf 40 qm ein gutes Gefühl .... ironisch gesagt: die Freundin ist ja mit dabei ;) die lieben Promille....

    So, nun weiter im Text:
    Kann es ein, dass manch ein Süchtiger dem Umfeld erzählt wie toll es ihm jetzt geht da er/sie doch überdecken muss das etwas schief ist. Kann sein, dass bewiesen werden muss dass das Leben noch unter Kontrolle des Alkoholkonsumenten ist? Kann es nicht sein, dass diese Menschen wissen was sie zu erzählen haben um Wirkung zu erzielen? Kann nicht sein, dass sie sich aus der momentanen Situation heraus wirklich erleichtert fühlen?

    Was sich dann im Laufe der Zeit abzeichnet, das könnte dann ganz andere Facetten bekommen .... aber willst Du wirklich alle Aussagen glauben oder Dir zu Herzen nehmen? Ich selber wurde so oft angelogen, dass ich auch solche Details nicht mehr glauben konnte (wie es bei mir aussieht zu Recht).

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Pandora, diese Frauen sind ebenso krank wie wir, steht zu vermuten. Dennoch muss ich klar sagen, dass Niveau welches ich in den letzten Monaten an meinem Ex bemerkte, das wäre mir auch früher nicht entgangen (er ist über die Jahre ganz schön verlottert) und in dem jetzigen Stand wäre ich nicht hängen geblieben.

    Ach liebe Tihasso, "zur Zeit trocken" ach wie oft dachte ich das, und wie oft hat sich das später als Irrglauben rausgestellt? Auch ich hatte die Gedanken und Selbstvorwürfe, wie schrecklich ich doch sein muss, wenn jemand durch/wegen mir trinken muss.

    A u f g e w a c h t - wenn ich so schrecklich war, dann hätte er pur Schluss machen können, ohne Lügen, ohne Stories - einfach nur Schluss machen! Da diese Person aber die Probleme aller Art nicht bewältigen konnte kann es wohl nicht nur an mir gelegen haben. Auch wenn ich mir gerne die Schuldzuweisungen angezogen habe....

    Liebe Tina, ich empfinde es so, als habe er Dich ausgetauscht und nicht mehr und nicht weniger. Ich habe nicht den Eindruck dass er geläutert ist oder mit sich selber auf einem reinigenden Weg. Denn dann hätte er - meiner Meinung nach mit Dir ein abschließendes, klärendes Gespräch geführt und die Kinder außen vor gelassen.

    Ich glaube, Deine Gefühle macht jede-/r mit. Sie sind nachvollziehbar - aber eventuell falsch. Ich kann in meinem Fall sagen: nicht nur, dass er mich behalten wollte und mit der "Nachfolgerin" etwas haben wollte, nein auch der Pegel stieg seit ich weg bin und die anderen zwangsläufigen Infos sprechen keinesfalls von "Besserung". Obwohl ich es ihm mittlerweile wünschen würde, damit ich aus seinem Wutraster rauskomme.

    Halt Dich wacker
    lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Tina,
    so weh es auch tut, aber genau das ist der Punkt: alleine sein geht nicht! Auch das kenne ich von jemandem....

    Schau Tina, wenn es einem Menschen nicht gelingt mit sich selber alleine zu sein, dann hat der Partner nur eine Funktion (na ja, vielleicht auch mehrere) aber zumindest die Funktion Verantwortung abzunehmen.

    Für mich bedeutet es in der Übersetzung dass Dein Expartner noch nicht in der Lage ist selber für sich verantwortlich zu sein. Das bedeutet zwangsläufig, dass er für Dich kein "Partner" wäre, wie Du es verdient hast.

    Ich könnte mir vorstellen, liebe Tina (aber da kann ich mich täuschen) dass zumindest ein nasser Trinker sich im Niveau betreffend Partnerin einige Grade darunter bewegt. Einfach deshalb um sicher zu gehen, nicht wieder einen Drachen wie uns zu bekommen, der das Trinken vermiest.

    Ich bin mir zuweilen auch nicht so ganz sicher, ob diese neuen Freundinnen nicht als Druckmittel eingesetzt werden sollen. Ich empfand das in meiner Beziehung so, dass er sich damals alle Seiten warm halten wollte. Nun, das geht bei Dir nicht, Du hast Deinem Ex-Partner die Schranken gewiesen.

    Ach Tina, ich weiß nur zu gut, wie schlimm es einem danach geht und wirklich tröstliches kann ich nicht schreiben, dass den Schmerz leichter erträglich macht: vielleicht ausser der Tatsache, dass Du Dir denken kannst wie sein Leben weitergeht .... und erahnen kannst wie Deines weitergeht .... Welches würdest Du wählen, wenn Du als Mäuschen einem der Haushalte zugehörig sein müsstest ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach je, Tina,
    das ist bestimmt ein saukomisches Gefühl. Kann ich nur zu gut nachvollziehen.... Ich denke, dass es mit Euch nicht mehr geht ist eine Sache, dass der andere dann aber sein Leben tatsächlich neu startet, noch eine ganz andere, die dann schmerzt - auch wenn sie vielleicht die endgültige Abnabelung ist.

    Trotzdem finde ich solche "Wiederzusammenkünft" nach solch langer Zeit ein bischen komisch. Gerade so, als sollte die Zeit dazwischen ausgelöscht werden... ist vielleicht von mir aber Einbildung, aber erinnert mich einfach an Verdrängen.... selbst wenn er nicht mehr trinkt.

    lieben Gruß von Dagmar
    und halt Dich wacker!

    Hallo Ihr LIeben,
    auch ich habe ein imenses Problem mit der Bezeichnung.

    Alki klingt für mich so als Abkürzung und abwertend, Alkoholiker klingt für mich auch nicht so toll, weil sich dahinter ein kranker Mensch versteckt - der allerdings Alkoholiker ist.

    Was wäre nun also die sinnvollste, respektvollste und ehrlichste Bezeichnung in den Augen der Betroffenen ?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Fränkin,
    ich denke Hoffnung ist immer erlaubt und sie dient ja auch der Tatsache, einen Menschen nicht einfach abzuschreiben....

    Aber nun kommt MEIN PERSÖNLICHES ABER:
    Es wäre für ihn zu hoffen, dass er es schafft und aufwacht, aber das darf nichts mit Deinem Leben zu tun haben.

    Ich für mich würde meinem Ex wünschen aufzuwachen um noch eine Chance für sich und seinen kranken Körper und die dazugehörige Seele zu haben. Das aber hat nichts mit mir zu tun! Mir muss wichtig sein, wie es mir geht, dass ich einen neuen Job bekomme und mit meinem Leben glücklich bin.

    Zwei Leben - zwei unabhängige Menschen und zwei mal die Chance das eigene Glück zu finden. Aber jeder für sich....

    Wenn Euch das Leben später zusammen führt, liebe Fränkin, wäre das (vielleicht) o.k. Bis dahin aber heisst es für Dich frei zu werden, zu lernen und nur auf Dich zu vertrauen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du,
    liebe Laurina,

    dieser Einsatz, den habe ich ihm ja beschert, weil er hier Randale machte. Mir ist mit den vielen Gesprächen bei und mit den Polizeibeamten aufgefallen, dass Abhängigkeit für diese Beamten nichts unbekanntes ist.

    Auch bei mir wurde ganz genau hinterfragt, wie lange er so sei und was ich für meine Sicherheit mache. Sprich, es wurde ganz genau abgeklopft, ob in mir eine Helferseele schlummert.

    Nach dem letzten Einsatz für mich logisch: Die Jungs in Grün haben sich hinter mich gestellt und sich einer Gefahr ausgesetzt. Die beiden Beamten haben Körper- und Einsatzbereitschaft gezeigt. Das aber ergibt nur einen Sinn, wenn wir uns distanzieren von denjenigen, denen gegenüber sie als Polizei so auftreten müssen.
    Was für eine Frechheit wäre es doch gewesen, wenn diese beiden Beamten, die meine Angst sahen, für mich eintreten damit ich später wieder mit dem Agressor lächelnd durch die Strassen laufe.

    Und genau so etwas erleben diese Beamten leider regelmässig.

    Und schau Laurina, unser Umfeld hat schon lange mitbekommen was los ist. Ob jemand sich noch sozial und einer Gesellschaft zugehörig benimmt oder nicht. Nur ich selber, habe es nicht richtig sehen wollen. Gewusst ja, aber die Augen zugemacht.... Ich habe mir gleich nach dem Ende der Beziehung eine neue Brille gekauft - a) wegen der Sehkraft und b) als Erinnerung daran, was ich zuvor alles übersehen wollte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Jetzt habe ich, liebe Fränkin, Deinen Thread missbraucht und hoffe, Du benötigst nie die Polizei!

    Liebe Fränkin,
    tiefer Respekt vor jedem Menschen der es aus der Sucht schafft. Denn so schwer wie dieser Weg ist, so bedeutet er doch zumeist ein "in sich gehen" und damit (wenn Trockenheit bleibt) ein tiefes Bewußtsein über sich, andere und Handlungshintergründe.

    Einfach nur schön, dass es bei Deinem Vater so geblieben ist. Ja liebe Fränkin, wir lassen uns durch solche Erlebnisse gerne Hoffnung machen. Und das obwohl wir weder in die Psyche des einen noch des anderen sehen können. Wir bilden uns ein, was X schafft, dass müsste auch Y gelingen. Wir "meinen" wir "hoffen" wir vergessen uns wieder mal selber.

    Vor allen Dingen beissen wir uns fest am Thema "Trockenheit". Haben wir uns schon mal überlegt, wie unser (Ex-)Partner dann überhaupt sein wird? Wie er zu Dir oder mir stehen würde? Wie er mit Schamgefühlen (falls vorhanden) umgehen kann, wie Gefühle bewältigen (was neu gelernt werden muss) wie mit Problemen umgegangen wird (die zuvor nur weggesoffen wurden). Nein, liebe Fränkin, dass ist alles viel komplizierter als Du oder ich nachvollziehen können.

    Wie sind unsere Gedanken gebündelt? Wie fixiert auf den anderen? Wie schwer loszulassen für uns??
    Wie soll es dem anderen leichter gehen - nur nicht gegneüber uns - gegenüber seinen Lebensautomatismen, seinem Konsum und seiner Gefühlswelt.

    Auch mir ging es wie Aura, ich kannte die Auswirkungen der Sucht bzw. die Persönlichkeitsveränderungen nicht! Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, dass Moral, Anstand und Respekt einfach weggeworfen werden (können) und Gewalt, Wut und Aggression weichen. Ich wusste es nicht! Meine Gespräche mit diversen jetzt trockenen Alkoholikern zeigten ein Lächeln auf deren Gesicht, weil das nicht untypisch sei.

    Ein Polizeieinsatz gegen meinen Ex weil er hier wieder einmal Zinober machte zeigte mir wie die Polizei "Menschen in diesem Stadium" einschätzen. Schwere Lederhandschuhe, Skimütze über den Kopf, klettern am Haus entlang, Gespräch mit dem Staatsanwalt betreffend gewaltsamer Türöffnung.
    Dinge, die für mich unvorstellbar waren, und das, obwohl in jeder Zeitung gelesen werden kann dass die meisten Verbrechen unter Alk passieren. Die meiste Gewalt unter Alk. Und das mir, bei der zig Bücher über Sucht/Co-Abhängigkeit im Regal stehen, die zumeist sagen während illegale Drogen oftmals zu ruhigen Kandidaten führen bewirkt der Alk das Gegenteil.

    Ich denke, nicht jeder Alkoholiker verliert Moral - aber ich befürchte, jeder verliert Persönlichkeit und Gehirnzellen. In jedem Fall wird er nie wieder der Mensch sein, von dem wir uns einibildeten ihn zu "lieben".

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar

    Ach, liebe Lilly,
    Du hast Dein Mundwerk an der richtigen Stelle und das Herz "tackert" auch richtig :) Du kannst also da fragen wo Du etwas wissen willst, denn so schätze ich Dich ein und mit Herz udn Gefühl dabei sein.

    Du kriegst das hin, ein bischen Bammel ist gut habe ich mir sagen lassen, da es zeigt dass man/frau interessiert ist. Ohne Bammel geht es schon fast in Richtung Überheblichkeit. Wurde mir von einem Olympa-Wettkampfrichter gesagt, weil ich bei jedem Seminar, welches ich abhielt, Bammel hatte. Jeder Bammel war später ein schöner Tag :)

    Du hast so viel geschafft, dass das nun das i Tüpfelchen sein kann.

    Lieben Gruß und ganz viel Power, Energie und vor allen Dingen Spaß und ein tolles Umfeld wünscht
    Daggi

    Ach Smile,
    fühl Dich mal gedrückt ....

    Auch ich habe "interpretiert" dass nach allem dem Mist, den mein Ex hinter sich hatter er doch "eigentlich" interessiert sein müsste an Harmonie, Ruhe und an der (vermeintlichen Selbsteinsicht) er hätte "früher mal zuviel getrunken". Ja klar, und natürlich wurde er lt. seinem Vater von allen Menschen ausgenutzt, und wenn er mal Hilfe gebraucht habe, so wäre keiner da gewesen....

    Nun ja, ich habe interpretiert was für ihn gut sei. Ich war der Meinung, nun müsse Ruhe in sein Leben kommen. Nicht er .... Klar, war genau richtig weil ich so nach außen hin genau das Bild projezierte, er es verstärkte und nach innen alles genauso weiterlief wie es verhängnissvoller nicht hätte sein können.

    Aber mit meiner Illusion, meiner Struktur von "so ist es gut" und so soll "meine Welt aussehen" und seine "sieht doch bestimmt ähnlich aus" habe ich über viele Jahre ein falsches Bild kopiert. Und das noch nicht einmal gut....

    Ich habe es sehr spät realisiert was Sache ist. Vielleicht noch immer nicht ganz Aber ich habe realisiert dass ich leben will, ich habe realisiert dass ich nicht mehr dieses Gefühl des "unerwarteten" und "chaotischen" haben möchte.

    Ich will mein Heim, ohne Flaschen, ohne einem Geruch von Alk, ich will das meine Tiere sich sicher fühlen können und nicht so komische Aktionen, die plötzlich ab einem Tag geschahen wo wohl seine Neue im Haus war. Seit dem Tag pinkelten die Tiere in sein Bett ... Tag für Tag.....

    Sag mal Smile, er ist gegangen ohne Theater? Ohne Dir aufzurechnen was er alles an Leistungen ins Haus gesteckt hat (Respeckt vor ihm!). Wenn ich mir überlege, welche komischen Forderungen ich zugeworfen bekam, dann hat Dein Ex wohl wenigstens den Anstand etwas "sauber" enden zu lassen. So sauber eben, wie es in einer solchen Situation geht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Smile,
    auch ich sprach von LIEBE. Es war eine gegenseitige Abhängigkeit in meiner Beziehung.

    Das, was LIEBE ist oder sein könnte, hätten wir nur pur und nüchtern leben können. Die letzten Jahre war das nicht der Fall. Vielleicht meinte ich das ... aber Liebe hätte bedeutet ein Verhalten an den Tag zu legen, welches Kommunikation ermöglicht und nicht Flucht um Flucht nötig macht. Liebe hätte bedeutet Probleme anzureißen, anzusprechen um bereit zu sein sich von Fachleuten helfen zu lassen. LIEBE - wenn wir wirklich von LIEBE sprechen WOLLEN, ich befürchte, dann dürfen wir keine süchtige Beziehung zu Grunde legen.

    Konnte ich noch LIEBEN? Nein! Denn durch die Ereignisse der Sucht (damals noch nichtwissend was ich damit zu tun habe) erlitt ich so viel Schmerz, dass es mehr der Versuch war, dass alles wieder "gut" wird und ich nicht zugeben muss mich selber belogen zu haben.

    Smile ich dachte es war Liebe ... es war etwas anderes (in meinem Fall) ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    So, liebe Smile,
    ach schau mal, auch ich hatte meinen Ex übers Internet (allerdings nur 120 km Distanz) kennengelernt (wie bei euch ewige Telefonate, Kennenlernen, auch das Thema Alk angesprochen weil ich schon eine Ahnung hatte, vermeintliche Einsicht aber das war auch nur in der Kennenlernphase), auch er war ein Handwerker von "Gottes Gnaden". Allerdings scheint diese Fähigkeit sich langsam zu ändern. Langsam, na sagen wir lieber über die letzten Jahre scheint immer mehr verloren gegangen zu sein.

    So was von schade, wenn solche Energien dem Menschen keine Freude machen und er/sie nicht das Interesse hat sie umzusetzen.

    Ich selber habe mich nachträglich ganz vuiele Dinge gefragt:
    Warum erzählte er seiner Mutter gleich zu Beginn dass es mich nicht stören würde wenn er ab und zu mal was tränke(na klar! ihm war sein Problem schon geläufig denke ich ....)
    Warum übers Internet? Waren wir uns zu unsicher im Reallife jemanden passenden zu "erhalten". Ich hatte zwar einen Schwarm im Reallife, aber der wurde dann abgelöst....
    Für mich steht die Vermutung nahe, dass auch mein Ex nach meiner Aussage ich sehe nicht mehr zu wie er durch den Alk verändert wird, im Netz nach einer Nachfolgerin gesehen hat.
    Was nämlich bei und mit mir funktionierte könnte wieder funktionieren.

    Ich für mich bin froh, dass ich derzeit NULL Interesse an Beziehung ect. habe, somit keine Gefahren in dem Bezug auf mich lauern. Aber ich bin mir sicher, wäre bei uns nicht die Entfernung gewesen (über die man viel vertuschen konnte) weil es nur eine Wochenendbeziehung war, dann wäre ich nicht hierher gezogen und hätte vielleicht früher aussteigen können.

    Schnee von gestern, dennoch oft Dinge, die ich mir überlege, denn gerade im Internet bietet sich die Möglichkeit Probleme zu verstecken. Oder hast Du schonmal durch Telefon oder Mail eine Fahne gerochen? Dummer Witz, aber jetzt wirkt auf mich die Aussage "ich trinke Kaffee" als nicht mehr glaubhaft. Eine Bagatellfrage bei den täglichen Telefonaten, aber wohl auch eine Standardlüge... vielleicht, eventuell ... aber ist nun auch egal.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Smile,
    auch ich war der Haufen Elend - glaub nur nicht, dass es mir auch nur in einem Punkt besser ging als Dir!

    Vielleicht dauert es auch bei mir noch seine Zeit bis die Verabschiedung überstanden ist, denn auch wenn ich mich wohl fühle in meinem Leben, so muss ich doch ver- und bearbeiten.

    Aber ... durch das ruhigere und stressfreiere Leben kommt bei mir - und bei Dir auch wenn Du es zulässt - mehr Ruhe ins Spiel. Dadurch werden die Kräfte wieder wachsen. Das zu spüren zeigt uns dann schon dass wir auf dem richtigen Weg sind.

    Weißt Du Smile, ich habe es eigentlich nicht in die Hand genommen, ich wollte leben und nicht mehr leiden. Ich habe einfach irgendwo angefangen die Dinge zu ändern. Nach dem ersten kam das zweite und jeder Tag war ein guter Tag, an dem ich für mich etwas schönes erleben konnte. Und sei es nur mein Kuscheltiger, der vor dem Kamin liegt.

    Oft habe ich mich am Anfang selber erfreut, obwohl es meine Finanzlage nicht erlaubt hatte: BLumen - oft hatte ich zwei Sträuße im Haus. Ein Parfüm, mit dem ich mich wohl fühle, ein Gang zu Friseur. Ein paar Duftöle, deren Geruch mich ein heimeliges Gefühl gibt. Dinge, die mir auch in Zeiten der Zweisamkeit gefallen haben, die tun mir auch für mich alleine noch gut. Nur muss ich es mir wert sein, es für mich zu realisieren.

    Also Smile: Ärmel hoch :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Almacya,
    oh ja, 10 000 Gedanken gehen einem durch den Kopf ... aber warum eigentlich??? Ist es denn nicht sein Kopf, denn er sich angeschlagen hat??? Wolltest Du nicht den Kontakt "eliminieren" damit es Dir gut geht ;)

    Ist es so wichtig für Dich dass er sich meldet? Wenn ja warum? Weil Du noch immer wichtig für ihn sein möchtest ;) Kann ich verstehen, ich dachte ja auch ähnlich. Aber manche Menschen haben andere Prioritäten als die (Ex-)Partner.

    Ja Mamis und der Rest der Familie: was nicht sein darf kann nicht sein. Also passt man/frau mal gut auf den Jung auf, damit er nicht abstürzt. Nun gut, aber weder konnte ich der Mutter meines Ex klar machen, dass das was sie sieht nur ein Bruchteil dessen ist, was Konsum bedeutet, noch hätte sie sich vorstellen können oder würde mir glauben was noch so alles passiert ist. Warum auch? Jeder Mensch hat seine eigene Sichtweise .... daraus resultiert dann wieder "was nicht sein darf, kann nicht sein....."

    Eine Freundin hinterfrage ich auch. Aber vermutlich hat diese Freundin mich nicht so oft enttäuscht oder habe für deren Handlungen ein Deckmäntelchen ausgebreitet. Ist es meine Freundin, dann habe ich noch Kontakt zu ihr und diesen nicht abgebrochen. Dein Ex ist aber Ex und somit nicht mehr Freund....

    Oder ???

    Verstehen kann ich Dich gut, dass ist der eine Punkt, dass mir ein Anruf nicht gut getan hätte, dass weiss ich mit Sicherheit und würde es für mich nicht tun. Ich selber kann mir sogar vorstellen, dass es irgendwann für meinen Ex tödlich ausgeht. Ich möchte das dann nicht erfahren.....

    Lieben Gruß von Dagmar