Beiträge von dagmar007

    Liebes Mädchen,
    ich wünsche Dir auf diesem Wege Bärenkräfte, die Du brauchen wirst.

    Während es bei meinem Exlover keine Aggression gegen mich gab hat sich das von einem Moment auf den anderen geändert - evtl. durch ein Trauma verursacht durch drei fast gleichzeitige Todesfälle in seiner Familie.
    Du bist willens den Weg zusammen mit ihm zu gehen - Du bist nicht willens Dich zu trennen. Dein gutes Recht - ich dachte auch lange so.

    Wo bist Du wie auf welchem Weg? Irgendwas ist da an mir vorbeigegangen ..... Du bist auf dem Wege ihm zu verzeihen und es nochmals zu probieren, wo ist da ein Weg aufgezeichnet - wo ist da DEIN Weg zu erkennen? Du gehst mit ihm SEINEN WEG DER SUCHT wie Du selber schreibst: "total exessiv bis zum kontrollverlust und meistens mindestens 2 tage hintereinander (ohne so richtig nüchtern zu werden dazwischen...). "

    Oder habe ich irgendwas überlesen dass er sich ärztliche Hilfe gesucht hat, eine Selbsthilfegruppe aufgesucht hat oder gerade auf Entgiftung ist?

    Du hast ihn nicht aufgegeben - wie Du zu Dir stehst, kann ich von weitem nicht beurteilen. Das ist DEIN GUTES RECHT - UND SEINS ZU TRINKEN. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und ich kann gut verstehen dass Du Dich nicht trennen willst und es versuchen möchtest. Du meinst die Kraft zu haben,

    in diesem Sinne alles, alles Gute.
    Dagmar

    Liebe Verflixt,
    ich glaube dass das was Dein Partner Dir angetan hat weniger ist als das, was er sich selber antut. Nicht, dass Du mich falsch verstehst: Du (und mir geht es nicht anders) sind traurig, leiden, verarbeiten ect. aber wir haben die Chance, dass das Unglück endet und wir unser Leben anders weiter führen als zuvor.

    Bei mangelnder Krankheitseinsicht geht es weiter wie alle Jahre zuvor. Nur: jedes Jahr des weiteren Missbrauchs dürfte den Körper schädigen. Denkst Du nicht auch, dass da schon körperliche Probleme sind, die ignoriert werden? Glaubst Du nicht auch, dass zuweilen (und sei es nur wenn eine Stromrechnung ins Haus kommt) die Depression an der Türe klopft weil wieder Verwaltungskram bewältigt werden muss?

    Ich verstehe Deine Gedanken gut, liebe verflixt, aber ich möchte um nichts in der Welt tauschen mit jemandem, der alkoholkrank ist. Wie schwer fällt uns schon das loslassen des Süchtigen, wie sind wir in unserer Sucht gefangen obwohl doch unser Kopf den richtigen Weg diktiert. Oder soll ich sagen diktieren will.....

    Der Suchtkranke hat diese Chance nur sehr reduziert, denke ich. Sein Kopf spielt wohl manchmal mit, aber sein Organismus/Stoffwechsel könnte ihm einen Strich durch die Rechnung machen.

    Du und ich wir weinen, trauern, bemitleiden uns. Aber was ist das wohl gegen Entzugserscheinungen?

    Ich glaube liebe Verflixt, die ausgleichende Gerechtigkeit von der Du sprichst, die ist mehr als gegeben und mehr als uns recht sein kann. Denn toll ist es nicht zu wissen oder zu vermuten wohin der Weg des ehemals "geliebten" Partners zu gehen scheint.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh, das glaube ich liebe Amenda,
    es ist natürlich auch nicht ungeschickt für Menschen, die Böcke schießen oder kriminell werden diese Aktionen dann ausblenden zu können.

    Nun ja, schwer nachvollziehbar für mich, ändert aber so und so nichts mehr an der Situation. Ich denke auch, alles kommt so wie es kommen musste. Im Nachhinein ergibt es Sinn warum ich erst beim Tiefpunkt von mir gegangen bin. Ergibt es Sinn der Wut ausgesetzt zu sein um nicht rückfällig zu werden. Ergibt es Sinn ausgetauscht zu sein um nicht wieder die alte Rolle anzunehmen.

    Nun und meine Gegenseite lebt weiter wie zuvor, wohl ebenso wenig glücklich oder unglücklich - lebt halt.

    Ich für mich erfreue mich an vielen kleinen Dingen - und ärgere mich auch über manche ;) aber ich fühle und lebe mich. Das tat ich lange Zeit zuvor nur noch schmerzlich und mit sehr wenigen Glücksmomenten, die nun langsam wieder kehren.

    Auch die Kraft scheint langsam, viel zu langsam, wieder zu kehren.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Dieses "ändern" in sich selber geht schon. Aber auch das brauchte bei mir seine Zeit. Die erste Trauer musste verarbeitet sein und ich musste akzeptieren : es ist vorbei, er ist nass und zieht den Alk mir und einem sozialen Miteinander vor.

    Nach der Trauerphase kam die Bewältigungsphase, in welcher ich immer fragte warum, wieso, weshalb um dann zu denken "Herrgott, viel zu viel Zeit, die Du vergeudest um dich zu fragen wieso, warum, wesehalb."

    So kam Schritt für Schritt. Allerdings bei mir nur dadurch möglich, dass keine Rückfalle waren und ich mit ihm nicht wieder zusammenkam. Denn während der Trennungsphase im selben Haus wurde ich rückfällig, verlor mich selber und das bischen Stabilität, welches ich mir erarbeitet hatte.

    Ich bin dankbar über seine Aggression nach meinem Umzug. Denn durch die Angst vor ihm war mir das Umfallen unmöglich und der Abstand durfte wachsen.

    Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr Euch selber die Ruhe gebt zu Euch zurück zu kommen. Es geht, aber ich selber musste mir erlauben durch das durchzugehen. Auch diese verdammte Trauer, die ich nicht zum Abschluss bringen wollte. Weil das ja das endgültige, hoffnungslose Loslassen war.

    Lieben Gruss von Dagmar

    Hey liebe Amenda,
    danke auch für Deine Erklärung.

    Das lässt es mich recht leicht nachvollziehen, wie eine Partnerin gegen eine andere eingetauscht wird. Bei einem guten Trinker dürfte dann ja ebenso wenig positive Erinnerung wie negative da sein - einfach so gut wie nichts ... einfach nur "da war mal jemand".

    Nicht unbedinigt schön zu wissen, aber so ist es halt.

    Gut, dass Du das von Dir erfahrene für Dich so umsetzen konntest. Nicht jede wird damit fertig, wenn sie missbraucht wird. Aber das ist eben der so oft angesprochene Tiefpunkt, bei dem einfach klar wird: ändern oder abstürzen.

    Wobei ich es schon hammerhart finde. Ich hätte - in meiner Naivität vermutet dass die Dinge irgendwo gespeichert sind und dann hie und da auftauchen. D. h. ja in der Übersetzung wirklich jemand hält sich für einen tollen, liebenswürdigen und hilfsbereiten Menschen während die Realität ganz anders und voller Agression sein kann.

    Na ja... irgendwo hat der Spruch ja schon seinen Sinn her: keine Macht den Drogen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Thelma,
    darum sind wir doch hier um an unsere Grenzen zu kommen, sie zu erkennen und etwas zu ändern. Hat es doch für alle Seiten vielleicht einen "Hallo wach - da geht es hin" Effekt erzeugt oder?

    Es ist doch auch garnicht möglich in Erwägung zu ziehen was es bei anderen auslösen kann - ist aus einer Stimmung heraus geschrieben und ja nicht falsch. Es ist ja Dein Gedankengang.

    Ich kenne den Satz "da wo es weh tut, da bist Du richtig" Also: haben wir doch wieder was bewusst erkannt oder.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Ihr Lieben,
    das mit dem Schlaf wird besser.

    Nachdem ich nun 3 ! Monate ausgezogen bin war heute die erste !!! Nacht, wo ich spät abends ins Bett bin und mit dem Wecker aufwachte. Die erste Nacht, die mir keine 3stündigen Weckorgien bescherte oder Toilettengänge oder oder oder.

    Ich hoffe, es bleibt so, wenn nicht, dann weiss ich zumindest dass es geht - wenn auch nur einmalig,nämlich heute.

    Ich vermeide es am Haus des Ex vorbeizufahren und auch an anderen gemeinsamen Orten wenn es geht. Denn diese Stiche wären dann bei mir da und würden mich zurückwerfen. Dafür wäre mir persönlich kein Umweg zu weit.

    Weihnachten - Silvester - nun gut, auch mein Ex verbringt das nun evtl. im Kreis meiner Nachfolgerin. Hm, tut es weh? Kann ich nicht sagen... Unsere Ansichten über Weihnachten und Gemeinsame Abende waren am Schluss so unterschiedlich, dass es eh kein "zusammen" mehr war.

    Alles das, was ich sonst liebevoll machte habe ich die letzten Jahre ziemlich eliminiert. Vielleicht habe ich an diesen Tagen ein paar wehmütige Co-Gedanken. Aber die basieren nicht auf dem ist-Zustand sondern auf dem "es war einmal.... oder es wäre so schön....." also in meinem Fall realitätsfremd.

    Wisst Ihr, wenn die Expartner keinen Kontakt suchen, so ist das dem Ego gegenüber schon (zumindest bei mir) ein kleiner Tritt. Gleichzeitig tun sie uns damit Gutes! Ich bin bei jedem Kontakt zurückgeworfen worden. Beständige Trauer war ein notwendiger Verarbeitungsprozess. Jedes Auftauchen oder jeder Kontakt aber gab mir ein Gefühl von Interesse an mir, erweckte den Wunsch alles neu und schön zu haben, alles anders aber doch mit selbigem.

    Realisierbar wäre es nicht gewesen... Seid dankbar für die Funkstille, sie tut wohler als das auf und ab durch Kontakte, zumindest mir.

    Lieben Gruß von Dagmar

    der stellt so blöde Fragen wie ich:

    Sag liebe Lilly,
    bedeutet das dann in der Konsequenz, dass der Großteil der Dinge, die im Rausch geschahen dem Ausführeden gar nicht mehr in die Erinnerung zurück gelangen?

    Sag liebe Daggi, willst Du mich veräppeln ??
    Ich dachte, sowas sei bekannt ?
    Nein, man weiß es wirklich nicht mehr, ich wußtes beispielsweise gesagtes nicht mehr, oder nur noch Bruchstücke, ich wußte aber wohl noch, das es Ärger gab… aber nix genaues mehr…

    Nein, liebe Lilly, ich wollte Dich nicht veräppeln (denke aber, das hast Du schon gespürt ;)

    Dadurch, dass ich keinen Alkohol konsumiere und auch nie einen Rausch hatte kann ich mir zwar Wissen anlesen und hier viel lernen, aber ich weiß real nicht um was es geht. Ich will es aber nicht austesten, solche Selbstversuche müssen nicht sein.

    Ich hatte einmal vor dass mir die Menge egal ist und ich mir einen relaxten Abend mache. Als ich spürte dass ich langsamer sprach und die Fliesen auf dem Boden nicht mehr so akurat waren machte es mir keinen Spass mehr und ich wollte keine Promille mehr sehen. Ich kenne weder den schweren Kopf noch Lücken im Gedächtnis.

    Das macht es mir ziemlich schwer Dinge nach zu vollziehen und auch in voller Konsequenz zu begreifen. Ich kann mir vorstellen, es gibt noch manch eine Seele im hohen Alter wie dem meinigen, der es ähnlich geht.

    Lieben Gruß von Dagmar (Daggi)

    Ich glaube Jenny,
    das eine schließt das andere nicht aus. Ein Problem ist halt in Foren dass man sich nicht sieht und nicht miteinander durch sprechen feine Nuancen spüren kann. Zuweilen schreibt man/frau schnell ein paar emotionale Zeilen und ruckzuck dreht das Thema sich weiter ohne dass weiterführende Gedanken mit bedacht wurden. Somit also die große Gefahr - einfach auf Grund des Mediums - der Fehlinterpretation.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sag liebe Lilly,
    bedeutet das dann in der Konsequenz, dass der Großteil der Dinge, die im Rausch geschahen dem Ausführeden gar nicht mehr in die Erinnerung zurück gelangen?

    Da hält sich eventuell jemand für einen liebesnwerten Zeitgenossen, während er gestern jemanden halb tot geschlagen hat? Die eventuellen Kampfspuren werden dann mit einem Treppensturz erklärt?

    Vielleicht dumm gefragt, aber ich hatte oft den Eindruck, dass im Suff gesagtes entweder nicht mehr im Gedächtnis ist oder einfach aus dem Hirn gestrichen wird oder wurde.

    Nun, wenn es aber einfach "weg" ist, dann gibt es wohl in Sachen Moral/Gewissen wenig Gründe zum Aufwachen - dann gibt es tatsächlich nur den Punkt das eigene Leben nicht mehr bewältigen zu können oder zu ertragen.

    D. h. in der Konsequenz das Loslassen von Hilfeleistungen ist die einzige Möglichkeit (Moral scheidet ja wohl aus und Gewissen auch) die Fehlleistungen zu spüren und die Tatsache, nichts mehr im Griff zu haben.

    Eigentlich auch logisch: Worte haben weniger Konsequenzen als eine nicht bezahlte Miete oder Stromrechnung.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich glaube auch nicht, liebe Thelma, dass Du jemandem zu nahe getreten bist, so hatte ich die Beiträge nicht verstanden. Ich denke, es war ein Gedankenanstoß.

    Denn auch bei mir wurden als nur Co Asoziationen frei ganz unschöner Art. Aber das ist nicht Dein Fehler oder der meines ehemaligen Alkoholikers, sondern das ist ganz einfach mein Ekel davor was ich mit mir geschehen ließ.

    Nicht Dein Thema ist das Problem, sondern dass, dass ich mich in dem Fall nicht wehren konnte. Das aber hat absolut nichts mit Dir zu tun oder schlechten Absichten sondern damit, dass wohl jede Person mit jedem Wort oder Satz andere Erinnerungen verbindet.

    Mach Dir mal nicht zu viele Gedanken, denn alles was zu Diskussionen führt kann der eigenen "Weisheit" dienen. Ich persönlich bin der Meinung, so lange Diskussionen sauber ausgetragen werden dienen sie einem jeden - und sei es nur dadurch, dass man/frau über sich selber nachdenken muss.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben, ein ganz ganz heißes Thema, denke ich, bei dem jede Lösung genauso falsch wie richtig sein dürfte, befürchte ich.

    Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass auch durch Überschriften ein Suchtdruck entstehen kann, was nicht gut tut und nicht sein muss.
    Auf der anderen Seite stellt sich dann die Frage, warum der Druck, wo liegen die Wurzeln, da hat Jenny recht.
    Aber dennoch klingt der Hauch Bier wie das kleine Gläschen Bier verniedlichend.

    So und wie soll es nun möglich sein, da einen Spagat zu finden, beides hat nämlich sein für und wider.

    Ich denke, so empfand ich es für mich, dass mir Co's wie auch trockene Alkoholiker auf meinem Weg helfen. Als Co erwische ich oftmals (ohne es zu wollen) falsche Worte, die einen trockenen Trinker treffen können (ohne dass ich es will).

    Da wir aber einander helfen können und uns gegenseitig stärken fände ich es auf der anderen Seite schön Dinge, die "aufstoßen" zu ändern. Ich gehe immer davon aus, dass es sich da um Einzelsituationen handelt und nicht um ständig wieder kehrende Änderungen von Titeln.

    Ich bin "nur" Co und kann nicht nachspüren wie es jemandem geht, für den genau dieser Hauch Bier wieder üble Asoziationen löst. Aber ehrlich gesagt, auch bei mir als Co setzten Asoziationen ein: ich dachte sofort an die allabendliche widerliche Fahne, die ich gerochen hatte Tag für Tag, die Fahne, die ich vor dem sexuellen Übergriff im Schlaf oder während dessen gerochen hatte.

    Nichts warum ich persönlich die Überschrift hätte für mich geändert haben wollen oder sollen, aber ich kann mir ansatzweise vorstellen, welche Gefühle bei einer solchen Zeile hochkommen.

    Was gut oder was richtig ist weiß ich nicht, aber dass ich Miekens Gedanken sehr gut nachvollziehen kann (von der Co Seite) möchte ich schon ganz gerne an dieser Stelle sagen.

    Ich würde auch nicht unbedingt sagen, dass eine Änderung etwas mit Rücksicht zu tun hätte oder mit Co-Eigenschaften; sondern einfach negative Gefühle auslösen kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du Thelma,
    ich denke einfach ob wir Co's mit dem Loslassen oder die Suchtmittelabhängigen vom Stoff - wir müssen entwöhnen (egal auf welchem Wege) Egal, wie gut oder schlecht jeder in der Welt steht - diese Krankheit der Abhängigkeit ist uns begeben die sich in Gruppen oder Kliniken befinden.

    Ich denke, keiner ist besser oder schlechter dran.

    Davon mal abgesehen:
    Co-Abhängige wollen nicht vom Partner entzogen werden und substanzbezogene Süchtige nicht vom Stoff - identisch

    Ich empfand das was ich erlebte und auch in der Fachliteratur nachlass so, als wäre Heroin ect. dem Alkohol gleich. Es wird auch in einigen Fachbüchern direkt darauf hingewiesen, dass die Auswirkungen nahezu gleich sind, lediglich durch die Beschaffungskriminalität ein Unterschied besteht zwischen Drogenkonsumenten und Alkoholikern.

    Weißt Du Thelma, ich kann mir schon vorstellen, wie die Härtefälle wirken müssen. Aber ist das nicht einer der Punkte die vielleicht wichtig sind? Ist das nicht vielleicht einer der Punkte, der vielleicht zum Aufwachen bringen kann?
    Ist nicht der unbehandelte Weg in der Sucht letztendlich für alle gleich?

    Ich weiß nicht Thelma, ich möchte eigentlich zwischen den Alkoholikern keine unterschiedlichen Einstufungen machen. Es gibt verschiedene Menschen mit verschiedenem Hintergrund oder Sozialgefüge, aber die Menschen in einer solchen Einrichtungen müsst verbinden der Wunsch abstinent zu werden - egal ob arm, reich, alt, jung, Penner oder Manager.
    Sie alle wurden überrollt und haben die Möglichkeit etwas zu ändern. Hier kann vielleicht auch der Härtefall weiter kommen als der "weichere Fall".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Bei mir persönlich brachte es die Zeit und der Kontaktabbruch. Aber auch das Bewußtsein, dass die Situation zwangsläufig immer schlimmer wurde. Und meine Kräfte immer weniger wurden. Einfach der Versuch, mich auf mich zu besinnen.

    Meine Handlungen waren nur logisch und entsprachen keinesfalls meinem Herzen, aber nach und nach pegelt sich das wohl ein.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Wisst Ihr, was mir in Bezug auf die Bedenken von Thelmas Mann auffiel: ich kannte mal vor Jahren einen Junkie, der sagte : "Dort ist man mit dem letzten Gesoxxe zusammen".

    Auffällig dabei aber, dass alle diese Menschen ja aus selbigem Grund dort waren und eigentlich hätten das selbige Ziel haben müssen. Clean und entgiftet zu werden.

    Nachträglich vermisse ich da von LIlly genannte Seelenverwandtschaft und entdecke oder vermute, dass es diesem Menschen damals nicht um wirkliche Entgifung ging, sondern dass es ein Weg war einer Haftstrafe zu entgehen. Er sagte das sogar in Worten aber irgendwie war ich der Meinung, nun es wird ja wohl etwas hängen bleiben.

    Ob dem so war? Ich weiß es nicht... aber ich spüre im Bereich von Sucht einfach Unterschiede zwischen jenen, die direkt aufhören wollen und die wohl einen großen Willen haben und jenen, die noch zaudern.

    Aber ich spüre das erst jetzt, Jahre nachdem ich eigentlich einer solchen Aktion selber beiwohnte.

    Ich würde hoffen, liebe Thelma, dass es Dein Partner schafft, viel mehr aber noch, dass Du es für Dich schaffst Dein Leben unabhängig von ihm glücklich zu leben. Schafft er es, könnt Ihr beide Euch vielleicht wunderbar ergänzen. Wenn nicht, so bist Du Dir dann etwas näher gekommen und schaffst es auch alleine.

    So könnte seine Therapie DEINE Chance sein.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Es wird besser, natürlich ist es ein langer Weg, der alles andere als eben ist. Aber Monat für Monat wird es besser.

    Anfänglich war ich gefangen in Trauer und Wut. Irgendwann fragte ich mich, Mensch, vor lauter Wut und Trauer kommst Du zu nichts mehr, bei dem Du Dich wohl fühlst - es wurde weniger.

    Irgendwann dachte ich an die Partnerschaft und KLICK - Hallo - es war einmal, es ist nicht mehr, ein ausgestopfter Teddybär. Im hier und jetzt war ich in solchen Momenten nicht.
    Aufwachen war gefragt....

    Und noch immer bin ich nicht da angekommen, wo ich hinmöchte, aber manch ein Steinchen im Weg bringt mich zum Ausrutschen, aber nicht mehr zu Fall! Hoffe ich ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich denke mal, Ihr Lieben, es treffen einfach zwei Süchte aufeinander, die sich ideal ergänzen und somit nach außen ein Bild malen, welches nicht besteht.

    Das Problem ist tatsächlich zu erkennen was läuft, dass die Liebe-Nummer einfach in einer Beziehung mit zwei Kranken nicht läuft. D. h. nicht, dass eine Liebe entstehen könnte - irgendwann, bei Selbstbesinnung und Arbeit an sich und der Partnerschaft, aber für den Moment der aktiven Sucht ganz sicher nicht.

    Wenn es mal zufällig glücklicherweise erkannt ist, dann muss es noch umgesetzt werden, auch alles andere als eine leichte Nummer.

    Dann aber - ist das zufällig und glücklich umgesetzt - so kommt wohl die schlimmste Zeit:
    Der Alkoholiker muss trocken bleiben, (wenn er es für sich will)
    Der Co (wie ich) muss nun seine Person verändern und seine Wünsche klar artikulieren da die Persönlichkeit immer noch co ist und sich nur so anbietet um nun von anderen Hilfesuchenden ergriffen zu werden.

    Wie interessant und vielschichtig diese Möglichkeiten sind bemerke ich jetzt bei einem Bekannten. Und wenn ich mich gut besinne, dann fallen mir Gemeinsamkeiten auf zur Beziehung, in der ich mich gut in die Pflicht nehmen ließ.

    Nur, wo blieb meine Verantwortung für mich? Ich merke es derzeit überdeutlich da mir diese Mechanismen derzeit bewußt werden und es für mich große Kraft erfordert diesen Menschen paroli zu bieten, die jetzt quasi mit etwas gutes tun wollen, indem sie mich überrollen ;)

    Die Muster der Partnerschaft lassen sich auch im Freundes- oder Familienkreis anwenden. Somit muss ich es schaffen, diese Muster in meinem Umfeld jetzt zu verändern, um vielleicht irgendwann einmal nicht mehr die Ausstrahlung zu besitzen "co und Helferlein" zu sein.

    Und schon wieder machte ich mir Gedanken, lasse ich einen Bekannten im Stich, der Probleme hat?
    Er hat Probleme seit Jahren, die er nicht löst - sei es aus wirtschaftlichen Gründen oder einfach aus genau der Gewohnheit heraus wie ich in meiner Partnerschaft gefangen bleib. Nur, er muss seine Probleme lösen und nicht mich als Ausweichort betrachten weil er sich zu Hause nicht wohl fühlt.

    Das ist meine Verantwortung mir gegenüber und hat nichts mit im Stich lassen zu tun - aber über viele Jahre so gelebt, erzogen und innerhalb einer kranken Beziehung dem anderen das Mäntelchen der Unmündigkeit übergezogen.

    Ja Lilly, ich denke Co und Abhängiger sind sich mehr als ähnlich - sind sie ja beide abhängig. Einer vom gewünschten Gefühl, der andere von einer Substanz. Beide aber sind manipulierbar und mainpulieren - somit nicht pur! Lernen sich also wohl auch oft niemals pur, richtig und wahrhaftig kennen.

    Wie also soll eine wirkliche Beziehung gesunden? Meiner Meinung nach gar nicht ! Aber sie kann neu starten, in dem man/frau sich neu kennenlernt.

    Dennoch liebe Leute, eines ist mir immer noch nicht klar: Ich bekam erst am Schluss, als es eh schon zu Ende war die Nummern der nicht eingehaltnen Versprechungen. Sprich ich hatte nie über Alk gesprochen sondern festgestellt dass es mich stört - also keine entweder/oder Strategie.
    Wo ich meine Ausdauer hergenommen habe in einer hoffnungslosen Beziehung zu bleiben, das ist mir bis heute unklar. Vermutlich meine Angst alleine neu zu starten.
    Also nichts, das mit Liebe zu tun hat oder Verantwortung - sondern peinliche Bequemlichkeit....

    ...selbige Bequemlichkeit, die den Alkoholiker vielleicht an mich band ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja Jenny,

    ...Partnerschaft besteht nicht nur aus Liebe, sondern auch aus gegenseitigem Respekt und Ehrlichkeit. In einer von Sucht gepraegten Beziehung ist es aber schwer Respekt und Ehrlichkeit aufrechtzuerhalten, da die Sucht das meines Erachtens zerstoert ....

    Ich denke das genau ist ein Punkt, den ich anfänglich ausgeblendet habe. Nicht verstehen konnte weil ich immer von mir selber ausgegangen war "was du nicht willst, was man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu".

    Ich bin kein Lügner, könnte mir meine eigenen Lügen noch nicht mal merken :) und bin naiverweise davon ausgegangen, der von mir "geliebte Partner" denkt ebenso. Wie ich drauf kam? Keine Ahnung ob er das mal in Worte packte oder ich es interpretierte?

    Soll auch keine Rolle mehr spielen, denn die Säulen für eine gute Partnerschaft sind bei uns nicht tragfähig gewesen.

    In den anderen Punkten scheinst Du es ebenso zu sehen wie ich - oder ich wie Du ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh je, liebe Wolke ;)
    Wenn ich die Antworten hätte, so ginge es mir leichter.

    Auch ich habe keine Angst vor Einsamkeit, im Gegenteil: derzeit muss ich abwimmeln und überdeutlich werden, da ich endlich wieder mit mir alleine sein möchte und etwas Zeit für mich haben.

    Diese Sehnsucht, liebe Wolke erklärte mir meine Psychotherapeutin so: Es gab gute Zeiten, es gab schlechte Zeiten - es waren Zeiten der Zweisamkeit. Nach einer Trennung ist man "alleine". Da Zweisamkeit schöner sei als Einsamkeit denkt man an die schönen Dinge und möchte wohl dadurch den Partner zurück (Letzteres ist meine Definition).

    Mit der Einsamkeit ist nicht das gemeint, denke ich, was uns gut tut, sondern es ist die Schulter des Partners oder einfach das gemeinsame, soziale Essen ect.

    Schau Wolke, ich denke die Hoffnung nach langjährigen Beziehungen, dass alle Alpträume sich zum Happyend entwickeln werden bei vielen von uns da sein, da möchte ich nicht einmal mich ausschließen. Das vermissen ist auch gut nachvollziehbar denke ich. Ich denke aber auch, dass ich persönlich noch nicht in der Lage bin alles objektiv zu sehen. Ich bin bei mir persönlich sicher, dass ich noch nicht emotionsfrei in der Lage bin alles zu sumieren um dann zu sagen:
    das ist das Resultat der Partnerschaft.

    Weißt Du Wolke: Kinder, die misshandelt wurden schreien nach den misshandelnden Elternteilen wenn sie im Heim sind und in Sicherheit. Für diese Kinder war die Misshandlung Aufmerksamkeit. Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob es bei mir ähnlich ist.

    Ich selber bin noch nicht gesund genug alles realistisch zu betrachten.

    Da ich selber ein solches Kind erlebt habe, welches schwerst misshandelt wurde und nach eben diesem grausamen Vater schrie ist das für mich so ein "Vorsicht"-Effekt. Dieses Kind konnte nicht laufen weil es eingesperrt war, wurde mit dem Bügeleisen verbrüht ect. an die Heizung gekettet und und und aber es schrie nach dem Peiniger, es liebte den Peiniger und hatte Sehnsucht diesen zu sehen. Auch wenn jeder dieser Besuche mit Knochenbrüchen endet ...

    Sind wir vielleicht ein bischen so wie dieser Junge verletzt worden und würden gerne vom Peiniger unsere Wunden heilen lassen? Das wäre zuviel verlangt: die Wunden müssen wir selber heilen und unser Peiniger evtl. die Wunden, die ihm angetan wurden....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sehe ich auch so Jenny,
    es war bei mir der erste Weg:
    innerhalb des Hauses getrennte Lebensbereiche
    (hat nicht funktioniert)
    Jeder sorgt selber für seinen Kram
    (na ja .....)

    Konsequenz war Um- bzw. Auszug.

    Es hätte evtl. anders laufen können - das aber liegt genau daran ob überhaupt Interesse oder eine Mögilchkeit zu finden ist Probleme zu lösen.

    Gespräche hatten in meinem Fall wenig Sinn, da ich den Eindruck habe ihn nie nüchtern erlebt zu haben und ausser Schuldzuweisungen keine Resultate zu erarbeiten waren.

    Somit in meinem Fall - was aber überall anders nicht sos ein muss - keine Lösung.

    Lieben Gruß von Dagmar