Liebe Inga,
ich kann Dir dazu eigentlich nichts sagen, weil ich es für mich aufgegeben habe gegen den Alkohol zu kämpfen, der viele Menschen in ihrem Leben begleitet.
Ich selber trinke kaum und mag es nicht wenn Menschen die Kontrolle über sich selber verlieren. Mir war es irgendwann einmal zu mühsam zu strafen oder zu ignorieren. Mir eine jede Handlung zu überlegen, die vielleicht die Gegenseite zum Nachdenken anregen sollte.
Ging nicht, wie auch, die Sucht war da, das Suchtmittel begehrt und für den Alltag sorgte schon ich (Mietzahlungen ect.) Warum also hätte sich da etwas ändern sollen wenn nicht ich selber mich und die Lebenssituation durch Umzug geändert hätte.
Dieser Sumpf, von dem Du sprichst, der verschlang mich und gerade kurz vorm unter gehen habe ich mich selber am Schopf gepackt um nicht im Morast unterzugehen. Der Sumpf (namens Alkohol in einer Beziehung) hätte mich nicht los gelassen, warum auch: was er hat (der Sumpf und der Süchtige) das hat er und gibt es nicht mehr her.
Es geht nicht um Entschuldigen der Alkoholkrankheit oder die Einsicht der Betroffenen, die ich als Angehörige gerne hätte, das nämlich liegt nicht in meiner Macht. Somit kann ich persönlich es auch nicht ändern, sondern mich nur aus dem Dunstkreis (mental oder räumlich) entfernen. Einfach nur mich selber versuchen abzugrenzen und dem anderen nicht so viel Macht über mich und mein Wohlfühl-Gefühl zu geben.
Viel Glück wünscht dir Dagmar