Beiträge von dagmar007

    Liebe Inga,
    ich kann Dir dazu eigentlich nichts sagen, weil ich es für mich aufgegeben habe gegen den Alkohol zu kämpfen, der viele Menschen in ihrem Leben begleitet.

    Ich selber trinke kaum und mag es nicht wenn Menschen die Kontrolle über sich selber verlieren. Mir war es irgendwann einmal zu mühsam zu strafen oder zu ignorieren. Mir eine jede Handlung zu überlegen, die vielleicht die Gegenseite zum Nachdenken anregen sollte.

    Ging nicht, wie auch, die Sucht war da, das Suchtmittel begehrt und für den Alltag sorgte schon ich (Mietzahlungen ect.) Warum also hätte sich da etwas ändern sollen wenn nicht ich selber mich und die Lebenssituation durch Umzug geändert hätte.

    Dieser Sumpf, von dem Du sprichst, der verschlang mich und gerade kurz vorm unter gehen habe ich mich selber am Schopf gepackt um nicht im Morast unterzugehen. Der Sumpf (namens Alkohol in einer Beziehung) hätte mich nicht los gelassen, warum auch: was er hat (der Sumpf und der Süchtige) das hat er und gibt es nicht mehr her.

    Es geht nicht um Entschuldigen der Alkoholkrankheit oder die Einsicht der Betroffenen, die ich als Angehörige gerne hätte, das nämlich liegt nicht in meiner Macht. Somit kann ich persönlich es auch nicht ändern, sondern mich nur aus dem Dunstkreis (mental oder räumlich) entfernen. Einfach nur mich selber versuchen abzugrenzen und dem anderen nicht so viel Macht über mich und mein Wohlfühl-Gefühl zu geben.

    Viel Glück wünscht dir Dagmar

    Bääh, ich spiele gleich HB-Männchen: meine für die KW 38 avisierten Möbel kommen vielleicht mal in KW 42. Es ..... mich an ohne Ende, Gästebett ist der Hit, keine Couchen im Wohnzimmer, aber heute mal die Chance auf den Kaminofen im Flur (den ich eigentlich im Wohnzimmer hätte haben wollen, was aber technisch mit vielen, vielen Unsummen an Geld verbunden gewsen wäre).

    Bääähhhh.... dann meinte ich partout im Holzofen einen Apfelstrudel machen zu müssen, Teig vorbereitet und Küchenmaschine defekt ... Bingo, alles von Hand schälen und reiben und dabei natürlich auch so ein paar Gramm Haut lassen. Gewichtsabnahme hatte ich mir anders vorgestellt ;)

    Ansonsten geht es mir relativ gut, die großen Obstbäume im Garten möchte ich nicht ausreichen, mir würden derzeit eigentlich die Bonsais genügen ;)

    Durch meine viele Rumspielerei am Holzofen verliere ich natürlich Zeit ohne Ende, die ich eigentlich für Bewerbungen nutzen sollte. Solange die Möbel aber nicht da sind und Handwerker im Haus sind, bin ich natürlich gehandicapt.... Boahh, das waren genau die Dinge, warum ich damals in der Beziehung stecken blieb.....

    Ich kann nichts ändern, habe aber doch eine tierische Wut in mir!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Muschelchen,
    ganz so leicht war es bei mir in Sachen erkennen der Co-Abhängigkeit nicht. Die "üblichen" unterstützenden Aktionen wie für den Arbeitgeber lügen, Alk besorgen, vertuschen ect. waren bei mir nicht gegeben. Somit haben sogar fachkompetente Leute mich ganz, ganz fragend angesehen wenn ich von meiner Co-Abhängigkeit sprach....

    Wenn ich aber mal genau suche, dann finde ich sie in eben anderen Facetten:
    - meine Stimmungen waren vom Verhalten des Alkoholkranken geprägt
    - Verantwortung für Miete/Strom habe ich übernommen, weil dieses ja auch die Sicherung meines Lebens ist
    - Vom Brot bis zum Toilettenpapier war alles im Hause, in dem auch ich lebe
    - ich bin nicht gegangen obwohl es mir nachweislich nicht gut ging....

    Co-Abhängigkeit hat viele Facetten, das, was so leichthin in Verbindung mit Süchten, stoffbezogen, auftreten kann, muss nicht zwangsläufig geboten sein. Spätestens ab dem Moment, wo ich persönlich mich nicht abgrenzen kann muss ich mich befragen ob ich persönlich das Co- als meinen Begleiter empfinden muss.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Das finde ich aber schön "Jeden Tag mit einem Lächeln zu beginnen und der Tag wird mein Freund sein" Das muss ich für mich versuchen zu verinnerlichen. Nein Shaila, das finde ich schön weil es lebensbejahend ist und vertrauend. Ich denke mal, das kann einfach nur ein schönes Wort eines ganz "normalen Pfarrers oder oder oder" gewesen sein, der den Menschen Kraft geben will.

    Selbstbewußtsein - ist ja nach außen vorhanden ;) da ahnte keine was. Nach innen muss ich arbeiten und diese Verletzungen, die nun zu Narben wurden gut pflegen.

    Beispiel: ich habe früher immer gehofft, dass ihm mein selbstgebackenes Brot schmeckt und ihn gefragt "schmeckt es". Ich bin doch wohl nur ein dummes Huhn? Das kann ich doch selber beurteilen, da brauche ich seine Meinung doch nicht.

    Ich hatte Angst vor dem Umzug - ich habe Angst dass mein Auto kaputt geht - ich habe Bedenken, es finanziell nicht zu schaffen ... aber ich habe die Angst verspürt dass die Sucht mich umbringt. Ich hatte alles verloren - es gab also nichts mehr zu verlieren und ich bin gestartet..... vielleicht komme ich auch demnächst mal bei mir an.

    Was mir mein Leben lang sehr half war, wenn ich verletzt war, oder gedacht habe ich wurde verletzt, mal zu hinterfragen ob von der Gegenseite wirklich ein Angriff kam oder ob ich mir das einbilde. Ich trete mir auch schon mal gegen das Knie und sage "werte Dame, so wichtig bist Du auch nicht, dass für alles schlimme Du verantwortlich bist, Du Narzisst Du..." Denn auch das schlechte und die Fehler auf sich zu beziehen ist egozentrisch, finde ich ....

    Einfach ein Lächeln in den Tag, liebe Shaile ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Charakter - Alkohol - es kann beides sein. Zumal der Alk die Kritikfähigkeit nicht unbedingt erhöht ;)

    Er hat das Talent die Schuld auf Dich abzuwälzen, und Du das Talent, diese Schuld anzunehmen ;) Ich bin da ebenso gut! Will das aber nicht mehr weiter leben, weil so keine Offenheit funktioniert - keine Vertrautheit und keine Freundschaft, ganz zu schweigen von Partnerschaftsbeziehung.

    Eigentlich ist aber gar nicht so wichtig, was oder warum es war sondern dass es Dir oder mir vielleicht nicht gut tut. Und wenn mir etwas nicht gut tut, dann sollte ich es mit Vorsicht in mein Leben integrieren oder eventuell nicht in meinem Leben halten.

    Es hat nur lange gedauert bis ich auch bereits war offen zu fragen und zu antworten was ich will, was ich nicht will oder was ich überhaupt ertragen kann. Das wieso, warum, weshalb sollte keine Rolle spielen, sondern nur ob es mir gut tut oder nicht. Aber das zu leben ist für mich nicht ganz so einfach wie es aufzuschreiben ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich hatte für mich das Gefühl, liebe Charmenida, dass ich mich zum Objekt machen ließ - als ob es nur um Befriedigung oder Sexualität, nicht aber um personenbezogene Zuneigung ging.

    Wir waren zu anders - das was ich suchte konnte er mir nicht geben und was er suchte wollte ich nicht geben. Es war zwischen uns mehr eine Objektbezogenheit als personenbezogene Zuneigung. Mal davon abgesehen, kann ein Suchender (der sich vielleicht noch nicht einmal selbst gefunden hat) überhaupt personenbezogen empfinden?

    Ich konnte es wohl nicht, schätze ich mal. Denn alles das, was ich als Beziehung lebte ist nicht das was ich als Beziehung leben möchte.

    Schwer zu erklären - ich denke einfach, wir waren zu unterschiedlich in Auffassungen und Erwartungen an den anderen.

    Ich denke mal, sie wollten Dich nicht verletzen und empfanden das vielleicht sogar als Bagatelle, deshalb müssen sie nicht an die Partner denken. Ich weiß es nicht. Ja, auch ich habe ganz, ganz viel verdrängt, wohl einfach weil es mich verletzt hat - ich aber nicht bereit war zu sehen es passt nicht.

    Ach je, ich weiß, warum für mich Beziehungen gerade so weit weg sind wie der Satelit, der mich hier ins Netz bringt ;)

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Ruhe für Dich selber

    Lieben Gruß von Dagmar

    Das finde ich klasse, lieber Feuervogel, dass Du nicht kontrollierst. Dadurch nämlich erhältst Du Dir Autonomität. Denn diese Kontrolle schwächt ungemein! Ich habe damals kontrolliert am PC meines Ex. Punkte wo ich früher sagte ich kontrolliere nicht, also bin ich nicht co. Nein, den Alk hatte ich damals nicht kontrolliert - aber was Co-Abhängig ist, das hatte ich nicht verstanden (trotz dem Fressen vieler Bücher).

    Meine Verletzung war damals extrem, dennoch habe ich es verbannt, wohl weil es für mich nicht erträglich war. Nunmehr wird mein Abstand immer größer, dadurch gelíngt es mir diese Vorkommnisse in einer nicht mehr auf mich bezogenen Situation zu sehen. Komischerweise kommen dadurch auch viele Erlebnisse wieder hoch.

    Das Gefühl hat mich damals erschlagen, als es mir ging wie Charmenida. Für mich spielte es damals - wie auch heute - keine Rolle ob es Sucht war, ich war verletzt, betrogen und benutzt.

    Heute weiß ich für mich ich konnte mich aus der Objektstellung lösen und beginne nun mein Leben, personenbezogen. Denn genau solchen Schmerz und solche Kontrolle will ich nicht mehr ausüben. Egal, ob es um reale Kontakte geht oder ein Faken - beides ist für mich nicht ehrlich und passiert hinter meinem Rücken, verletzt mich und stellt die Beziehung in Frage.

    Die Gegenargumente von runterspielen bis es ist ja gar nicht so, na das macht Spaß. Wären es Fake-Geschichten gewesen, dann wäre spätestens dann der Zeitpunkt gekommen das zu bereinigen, evtl. sogar zu sagen warum das geschah und was es bewirkte. Denn zuweilen kann ein solches Gewitter ja auch klärend sein.

    Ich wünsch Dir ganz viel Kraft für Dich, liebe Charmenida und sei nicht zu traurig, ich denke nicht dass er es macht um Dich zu verletzen, damit Du noch Power für Dich hast.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Immer ganz langsam ;)

    Ist es nicht so, dass da, wo ursprünglich kranke Verhaltensmechanismen waren es sich immer falsch anfühlt, wenn nun richtigere eintreten?

    Das, was jahrelang nicht gut für einen war, das war doch gewohnt und fühlte sich richtig an. Das was wir jetzt durch- und erleben könnte anders sein, weil es ja nicht mehr den Mustern der Vergangenheit entspricht.
    Es ist neu befremdlich und vielleicht auch beängstigend. Wer weiß, liebe Ingrid, vielleicht ist genau das der Umschwung zum Umsetzen in die Realität - auch wenn es Dir gerade anders erscheint.

    Verzwing nicht alles auf einmal, es wird sich setzen und dann wird es sich auch sortierter setzen, vielleicht kommt jetzt gerade zu viel Input.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich denke es spricht auch über eine tiefere innere Suche und eigene Unzufriedenheit. Ich kenne ja diese Surferei und Fakerei auch, ich habe damals eifersüchtig und vorschnell gedacht. Ich war verletzt, es tat weh und überhaupt ...... boah......

    Jetzt sehe ich das ganz anders. Hätte ich meine Augen aufgemacht dann hätte ich registriert dass etwas nicht stimmt und nicht einfach versucht nach gehörigem Zinober alles zu vergessen.

    Ich hätte damals mehr hinterfragen müssen. Hätte ich damals gespürt, was ich heute spüre, dass Gefühle nicht gelebt werden (können) und es das eigene Glück nicht zu geben scheint, dann hätte ich vielleicht mit Abstand (wie ich ihn jetzt beginne zu bekommen) begriffen dass Sucht halt doch viel mit Suchen zu tun hat. Warum gibt es so viele Polytoxikomanen (hoffentlich einigermaßen richtig geschrieben).

    Menschen, die versuchten durch eine Sucht Glück, Zufriedenheit oder Ruhe zu erlangen. Es gelang mit einem Suchtmittel eventuell nicht oder nur unzureichend und als Ersatz oder zusätzlicher Kick kam das nächste Suchtmittel. Ein Suchender auf der Suche nach der passenden Lösung ...

    Eine verdammt traurige Seele, die sich nicht einmal mehr finden kann wenn sie wollte, weil sie sich nicht mehr spüren kann. Ich hatte in den Jahren zuvor die Lügen vergessen. Ob ich es heute könnte, wollte oder überhaupt nach solchem Wissen noch Kontakt hegen würde, ich weiß es nicht?

    Ich vermute sehr viel Zeit und sehr viele Beweise von Ehrlichkeit sind notwendig um einmal erschüttertes Vertrauen wirklich zurück zu bringen.

    Tröstenden sagen kann ich nicht viel, leider. Aber so sehr es uns auch weh tut das zu erleben, vermutlich ist es für den anderen der sein Leben lang sucht auch schlimm. Ich aber kann für mich entscheiden dass ich nicht mehr suchen sondern finden will - damit anfangen muss ich dann natürlich selber. Manch ein anderer hat diese Chance nicht ...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Ingrid,
    hat nicht jeder Prozeß des "Loslösens" einige verschiedene Phasen? Hat nicht jeder Prozeß der Selbsterkennung verschiedene Stufen? Gehört nicht vielleicht genau diese Trauer dazu? Vielleicht ist es jetzt zum ersten Mal ein "gesundes" Verhalten zu überlegen was in einem vorgeht?

    Habe ich Dich jetzt richtig verstanden? Du hast jemanden kennengelernt, auf den Du gerade geistig fixiert bist?

    Ich habe ganz sicher auch diesen Filter und genau den gilt es zukünftig umzupolen. Bei mir wird das noch lange dauern, aber ich habe auch keinen Blick auf Männer, in Bezug als Partner - als Mensch und Gesprächsthema klar, aber als alles andere da geht bei mir absolut nichts.

    Ach weißt Du mit dem Gefühlsleben an andere preisgeben mache ich es mir im Moment einfach wenn es mir nicht so gut geht: auf die Frage wie es mir geht antworte ich dann "wenn Sie wissen wollen, wie es mit dem Bäume ausreißen steht, dann würde ich sie um die Bonsais bitten...."

    Wer mich verstehen will, der kann das dann, wer nicht ... der soll es dann auch nicht verstehen...

    Ich für mich musste letzte Woche feststellen, dass ich total im Keller war für ca. 5 Tage bevor es merklich aufwärts ging. Ich denke bei mir geht jedem Aufbau eine Bewältigung voraus, die schmerzhaft ist.

    Viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar

    Ich denke, es ist gar nicht interessant, was die anderen mitbekommen, sondern wie Du dich fühlst. Und mir ging es nicht gut wenn ich täglich die Fahne riechen musste. Ich zog mich selber zurück und somit auch aus der Beziehung raus. Aber vielleicht bist Du da "stärker" als ich und bist bereit diesen Weg zusammen mit ihm zu gehen, wobei es ja bei Deinem Partner eine gewisse Einsicht zu geben scheint, was schon ein Ansatz sein kann.

    Oh Shaila, "breit" ist zwar der Vollrausch, da hast Du recht, aber am Auto rumwerkeln ist meines Erachtens auch mit Spiegel nicht so gut. O.k. der Spiegel muss in manchen Fällen sein, um überhaupt eine solche Reparatur durchzuführen, wohl fühlte ich mich aber nicht nach solchen Reparaturen.

    Davon mal abgesehen war bei mir irgendwann das Level erreicht, dass ich keiner Reparatur mehr traute und auch grundsätzlich davon ausgehen konnte dass der Verursacher des Defektes ja so und so ich sein müsste. War mir irgendwann mal echt zu doof...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Während es mir die letzen 7 Tage nicht so besonders ging weil mein Verarbeitungsmechanismus ziemlich viel ans Licht brachte, so scheint durch die Sonnenstrahlen wieder ein Aufwärtstrend angezeigt zu sein.

    Bei mir also wohl das übliche Spiel, besinnen, erkennen, trauern - etwas tiefer fallen - um dann doch wieder etwas gestärkt in die nächste Phase zu gehen.

    Allerdings gefällt mir weniger, dass nun immer mehr Dinge und Geschehnisse so sporadisch ans Licht kommen. Ändern kann ich so und so nichts mehr und das nachträgliche Erkennen hilft mir nur in dem Punkt zu sehen wie blind ich sein wollte.

    Aber nun gut, wer weiß, wie bei mir Verarbeitung aussieht und was mein Körper und meine Psyche mir da noch diktieren.

    Allerdings spüre ich nach dem "up" dass Kräfte zurück kehren, Kreativität auch wieder ankommt und anklopft. Noch lange nicht wie in Hoch-zeiten, aber um Klassen besser als in den letzten Monaten.

    Es klappt derzeit wieder problemlos um 6.00 Uhr aufzustehen und sich wohl zu fühlen, was über Monate nicht mehr der Fall war. Ich komme nun wieder leichter (aber später in Sachen Uhrzeit) in den Schlaf und bin einigermaßen zufrieden was ich an den Tagen leiste. Noch lange nicht genug für meine Verhältnisse, aber ganz anders als vor Monaten.

    So, nun sollte ich überlegen, was ich aus einem großen Kürbis zubereiten kann :) Der Nachbar unterhalb hat recht große Kürbisse und hat mir angeboten, ich könne mich bedienen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Shaila,
    genau diese Ängste hatte - habe ich auch mit Waschmaschine, Auto ect. Alles das ist auch passiert! Aber weißt Du was: ich war hier alleine lebend nicht hilfloser als mit ihm zusammenlebend. Wenn er nämlich "breit" mein Auto repariert, woher weiß ich dann, ob ich an meinem Ziel heil ankomme? Dabei habe ich noch nicht einmal Wut unterstellt.

    Die Waschmaschine, die wird dann repariert, wenn mal Lust da ist, das kann aber Wochen dauern.

    Ich habe nun vorgesorgt. Ich musste mir ja auch eine kaufen (und freue mich irre über das Ding, auch wenn ich kein Geld habe - weil sie viel kürzer läuft also viel weniger Strom braucht als die "alte", viel sauberer wäscht ect.) und ich einen Vertrag über 5 Jahre habe, wo die Wartung und die Ersatzteile dann kostenfrei ausgetauscht werden.

    Mir ging es so wie Dir in dieser Scheiß-Abhängigkeit, auf die ich so keine Lust mehr hatte, nein, ich konnte auch nicht ausziehen, weil ich ja kein Geld habe..... Alles Pseudoausreden für mich.

    Erst als es um meinen Kittel und meine Unversehrtheit ging, da begann ich langsam aufzuwachen. Und ganz wach bin ich noch immer nicht, noch manches wird mir erst jetzt bewußt und noch vieles wird mir bewußt werden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Tja, das habe ich in ähnlicher Form erlebt und es nicht als Warnung in mir selber hängen lassen. Nach meinem heutigen Stand steht zu vermuten, dass ab dem Moment als ich sagte "ich sehe dem Trinken nicht mehr zu" diese Aktivitäten erhöht wurden und der Ersatz-Co engagiert wurde.

    Nun, was es bei Deinem Partner ist kann ich persönlich nicht beurteilen. Für meine Zukunft weiß ich dass ich mir keine Ausreden mehr anhöre - auch nicht bei gefakten Daten (Schatz, das bin ich ja gar nicht, habe mir nur meinen Spaß daraus gemacht, so würde ich ja nie jemanden in Natura kennenlernen). Denn alleine schon die Bereitschaft mit gefakten Adressen oder Namen zu arbeiten ist für mich der Ansatz andere Menschen hinters Licht zu führen.

    Ich selber habe keine Toleranz mehr für solche Spielchen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hm, liebe Verflixt,
    nun wissen wir also, dass Sucht es zumeist nicht möglich macht Vereinbarungen von Seiten des Süchtigen einzuhalten.

    Nun stellt sich natürlich die Frage, wenn eine Seite ihren "Vertrag" nicht erfüllen kann, was die "Gegenseite" macht....

    Für mich bedeutet es nämlich in der Konsequenz dass ich keine Zuverlässigkeit erwarten kann, deshalb auch selber nicht bereit bin diese zu geben. Wer aber nicht zuverlässig ist, auf den kann ich nicht bauen und vertrauen, somit "eigentlich" kein Mensch, mit dem mich viel verbinde(n)t kann, will oder soll.....

    Denn alleine die Tatsache, dass Süchtige keine Vereinbarung halten können darf für mich persönlich kein Alibi sein und auch auf keinen Fall vor entsprechenden Folgen schützen.

    So, ich befürchte, nun rattert bei Dir das Köpfchen :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Doren,
    ich kann Dir leider keine Ratschläge geben, weil wir unser Alk-Problem in unserer Partnerschaft nur durch eine Trennung lösen konnten.

    Ich für meinen Teil müsste für mich Deine Fragen so beantworten:
    Eine Beratungsstelle kann nie schaden, aber jeder muss für sich entscheiden ob er offen sein kann für die dort erteilten Ratschläge.

    Entmündigung gibt es in Deutschland nicht mehr! Ganz sicher ist Alkoholismus kein Grund für eine Entmündigung sondern nur schwere körperliche Schäden, die dafür sorgen dass ein Kranker nicht mehr für sich selber entscheiden kann. Dieses wird durch ein Vormundschaftsgericht geregelt.

    Ich konnte niemanden je bewegen Hilfe zu suchen und anzunehmen. Ich selber war nicht einmal in der Lage zu vermitteln, dass etwas nicht stimmen könnte. Ich konnte nur versuchen mich selber vor körperlichem und finanziellen Schaden durch Auszug zu schützen.

    Ich kann nur versuchen mir selber zu helfen und mich aus meiner seelischen Abhängigkeit zu befreien, was längere Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Es ist schon viel, wenn es mir gelingt auf mich selber Einfluß haben zu können, auf einen anderen Menschen kann und will ich es nicht um nicht später zu hören "wegen Dir habe ich".

    Nicht die Antworten, die Du oder ich erhofft hätten für ihr Leben nicht wahr? Bei mir persönlich muss ich sagen ich habe viel zu lange gepennt bevor ich jedem Menschen die Selbstverantwortung über sich selber überlassen habe ohne helfen zu wollen und Schaden von anderen fern zu halten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh, die kann ich gebrauchen, die guten Wünsche. Derzeit interessiert mich kein Mann als Mann, aber sollte das mal der Fall sein, dann beginnt es wieder genauso schwierig zu werden wie jetzt. Dann ist nämlich nicht nur eine gesunde Auswahl gefragt sondern auch ein gesundes Verhalten.

    Aber dieses Thema ist gerade genauso weit weg wie der Satelit, der auf meine Schüssel strahlt, damit ich ins Internet kann :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Seid Ihr sicher, daß Eure Partner in anderen Beziehung trocken sein können? Ich weiß nicht ob die Euch nicht vielleicht viel erzählen, was später gar nicht stimmt. Ich persönlich bin nicht in der Lage zu erkennen (außer ich rieche die Fahne) ob jemand etwas getrunken hat, geschweige denn die Menge.

    Käferchen, Du sprichst an, dass Du in Deinen Mustern festgesteckt wärst und nicht er. Wäre es möglich, dass ein Wohnortwechsel geholfen hätte? Eigentlich nur logisch, dass wenn einer von beiden wieder in Muster fällt der andere mitspielen (muss). Es sei denn, das Suchtmittel bleibt dem eigenen Leben fern.

    Ich für mich stelle fest, dass ich im neuen Heim für mich nun leichter eigene Lebensmuster aufstellen kann als zuvor innerhalb einer vermeintlichen Gemeinschaft. Hier ist neu, die Strukturen für mein Leben hier werden neu geschaffen, also auch leichter sie zu verändern.

    Nun ja, es gibt noch einen harten Weg für mich, ich würde hoffen, dass Eurer leichter ist. Vor allen Dingen, dass es Verflixt heute gelingt sich wieder ihren Seelenfrieden zu erarbeiten.

    Ich denke manchmal diese Menschen können gar nicht anders weil sie heute etwas sagen, was sie morgen schon wieder anders sehen. Ich denke das liegt in der Natur der Sucht dass einfach keine bindenden Vereinbarungen getroffen werden können.

    Viel glück leibe verflixt wünscht dir
    Dagmar

    Und dann noch was: bedingt durch Dein Auftreten und Deine ??? im Gesicht wenn Dein Mann nach Hause kommt, dann könnte auch die Stimmung selber noch gereizter werden. Es könnte quasi ein Teufelskreis entstehen, dessen Basis eine (eingebildete) Angst ist.

    Falsch ausgedrückt - nicht eingebildet sondern Erfahrungsangst. Aber wenn wir genau das nicht mehr zulassen - und einfach den Moment entscheiden lassen und das Leben so annehmen, wie es sich präsentiert, so lassen wir uns nicht mehr verrückt machen sondern reagieren dann gelassen und angebracht auf die eingetretene Situation.

    Ja, liebe Ingrid, unsere Angst ist glaube ich ein ganz, ganz wichtiger Punkt, der uns hierher gebracht hat.

    Ich merke an mir selber, dass diese Ängste nachlassen je mehr Abstand ich bekomme. Es aber immer noch Momente gibt, da lähmt sie mich und ich muss wirklich mit Konzentration auf den Boden kommen.

    Lieben Gruß von dagmar

    Bei mir ist es noch grau Caro, soll aber morgen schöner und sonnig werden und zarte 20 Grad sind angekündigt. Juhu dann gehen noch ein paar Tulpenzwiebeln ins Erdreich :) das Auto wird ausgesaugt, sieht verboten aus nach all den Umzugstouren.

    Lieben Gruß von Dagmar

    **die selber auche einen Sprung in der Schüssel hat :-)**