Hallo zusammen!
@Clare, Katrin, Yvonne-vielen Dank für eure Worte.
Ich bin müde, zu wenig geschlafen aber wesentlich ruhiger.
Ich weiss ihr habt alle gestern geschrieben, ich solle zu Hause bleiben.
Nachdem ich den Beitrag von Clare noch gelesen habe, war ich fest entschlossen, dass ich abschalten will und muss.
Das schreiben hier gestern und lesen gestern abend hat mir sehr geholfen.
DANKE AN ALLE!
um ca.23.30 war ich so unrugig, ich musste hier weg.
Falls jetzt jemand denkt, ich hötte nicht auf eure Ratschläge gehört-dann bitte ich um Entschuldigung und Verständnis.
Ich bin raus.
Gleich neben meinem Haus habe ich einen Bekannten getroffen.
Er war besoffen. Wollte blöd mit mir reden. Ich habe nur gesagt, er stinke nach Alkohol und bin gegangen.
Langsam spazierend gehend zu meinem Auto überlegte ich.
Der Saufdruck nach dem Chat war weg, nervös war ich trotzdem aber auch glücklich.
Ich habe nur gedacht, wie schön es ist jetzt nicht nach Alk aus dem Mund zu stinken und wie schön es ist jetzt noch ne Runde spazieren Fahren zu können(bin nie betrunken gefahren! über 20 Jahre Führerschein, in der Tat sogar alle Klassen ausser Bus. Ich in so ein Autofreeck, Führerschein brauche ich wie Luft zum atmen, deshalb käme ich nie auf die Idee auch besoffend denkend unter Alkoholeinfluss sich hinter Steuer zu setzen.
Zurück zum gestrigen Abend.
Habe die Fenster runter gelassen, laut Musik und das Fahren voll genossen.
xxx hier hat bis 24.00 offen.
Als ich dadrine war-kein Gedanke mehr an Wein!!!
Ich bin zum Eis gerannt, 1000ml+ Sprühsahne, Päckchen xxx an der Kasse.
Dann fuhr ich in die Videothek. Ich war 3 Min. vom Feierabend da, habe mir eine Komödie geschnappt und sass wieder im Auto. Ich überlegt was der große macht, die Strassen waren leer und montags ist sogar Berlin tod.
Auf dem Weg nach Hause 4 Tankstellen-kein Gedanke ans Alk. Ich habe mich nur gefreut, dass ich morgens getankt habe, der Sprit war 8 Cent teurer wieder.
Zu Hause haben wir mit meinem kleinen Sohn Popcorn gemacht, Eis!! und 2 Stunden abgelacht, obwohl ich ab 2.00 etwas unruhiger wurde.
Der große kam erst um2.20. Meine Laune wieder unten. Ich habe nur gesagt, dass war das letzte mal so lange, in der Woche und noch mit Verspätung.
Irgendwie konnte ich gut einschlaffen. heute werde ich die Dame beim Jugendamt anrufen, einen Termin vereinbaren und dahin gehen.
Ich kann nicht so weiter leben.
Gestern hatte ich riesen Ärger mit Finanzamt, wieder hohe Nachzahlung (wenig Geld z Zt ). Ich war sauer, aufgeregt, das hat mich aber nicht mit Gedanken richtung Alk geführt.
Es ist der ständiger Stress mit meinem Sohn.
Je mehr ich darüber gedacht habe und mich errinert habe, ist mir bewusster geworden, welche Situationen für mich gefährlich sind.
Ich habe zwar geschrieben, ich hätte vor 5 Jahren nach meinem Autounfall angefangen zu saufen aber rückblikend stelle ich fest, dass ich da sehr viel mehr getrunken habe als andere aber das "SAUFEN" so richtig im April 2006 angefangen hat. Der Stress mit dem Sohn hat mich umgehauen. Da ich schon Vorgeschichte mit Alk hatte, war da noch zusätzlicher großer Schritt in die Abhängigkeit.
Situationen wie Geldmangel, Stress mit der Bank, Finanzamt usw., arbeitslosigkeit sind alle zu lösen und da ich positiver Mensch bin, wusste ich, dass alles machbar ist.
In der Sache mit meinem Sohn war ich das erste mal in meinem Leben machtlos!!!
Und diese Machtlosigkeit macht mich kaputt.
Sein rap, Texte mit Beschimpfungen, und ander Dinge...ich braüchte Millionen von Buchstaben um euch alles zu beschreiben, was ich erleben musste.
Ich hoffe ich habe meine Gefühle jetzt gut zum Ausdruck gebracht, ich hoffe ihr könnt mich verstehen.
Ich habe den Eindruck, ich kann nicht über meinen Schatten springen.
Ich mache mir ständig Sorgen wie z.B. was würden meine Eltern sagen, wenn ich ihm erlauben würde ins betreute Wohnen umzuziehen.
Ich muss umdenken, etwas ändern, so gehts nicht weiter.
Ich habe heute um13.30 Gruppe in meiner Beratungsstelle. Ich freu mich schon drauf, weil die letzten zwei Male habe ich über diesen Problem geredet wg Sohn. Da kann ich wieder heute mir alles von der Seele reden.
Ich brauche Mut. Mut um für mich zu sagen: ich bin wichtig! Meine Trockenheit für die Zukunft ist aller Wichtigste. Ich muss mich trennen-von Situationen, die mich in Richtung Wein getrieben haben.
Wieso ist das so schwer absolut egoistisch zu sein?
Kann ich es lernen? Wie?
Danke fürs lesen, danke für Antworten
hab euch (unbekannterweise) lieb
live2008
edit summerdream: bitte keine firmen- und markennamen -thx