Beiträge von crevette

    Liebe Ettena!

    Vielleicht bin ich in einer ähnlichen Situation wie Du: ich habe mich von meinem Mann getrennt, nachdem er den Konflikt "Alkohol oder Ehe" für sich so gelöst hat, dass er sich für den Alkohol entschieden und unsere Ehe gegen etwas neues eingetauscht hat, das ihn nicht am Trinken hindert. Und obwohl ich weiss, dass diese Trennung das einzig richtige war, bin ich schrecklich traurig darüber und stelle mir unsinnige Fragen.

    Und Du stellst Dir auch unsinnige Fragen! Was Du falsch gemacht hast? - Wieso sollst Du etwas falsch gemacht haben???!!!
    Ist es tatsächlich möglich, dass er mit der Neuen und ohne Dich jetzt so ist, wie Du ihn Dir immer gewünscht hast???!!! Wieso solltest Du ihm das glauben? Vielleicht behauptet er das bloss - um Dich dafür zu bestrafen, dass Du ihn verlassen hast? - oder um Dich wieder "anzulocken"? - oder einfach, um darüber hinwegzulügen, dass er immer noch so ist, wie er "zu Deiner Zeit" auch schon war, nämlich süchtig und nicht bereit, etwas dagegen zu unternehmen?

    Ich kann so gut verstehen, dass es Dir mies geht, aber ich hoffe, Du bekommst viele Antworten, die Dir gut tun - und die etwas schlaueres sagen können, als ich, ich wollte einfach reagieren, auch wenn ich nichts gescheites zu sagen habe. Und ich wünsche Dir alles alles Gute und dass Du Dich nicht von unsinnigen Fragen darin beirren lässt darin, an Dich zu denken und nicht an ihn!

    Liebe Grüsse,

    c.

    Hallo zusammen und Danke für Eure Beiträge! Ich hoffe schwer, dass das ich den Kopf langsam aber sicher so frei kriege, dass die Gefühle sich dann auch an das halten, was der Kopf sagt. Der Kopf kriegt nämlich nicht bloss grosse Augen bei der Geschichte, der sagt mir noch ganz andere Sachen als Du, bokins! :)

    Aber das Titanic-Gefühl ist eben doch da. :( Argh, und dabei steh ich nicht mal auf Leonardo! ;)

    Und ich wünsche ihm (meinem Mann, nicht Leo! :)) doch so sehr, dass er aufhören kann mit dem Alkohol und damit, sich das Leben so zu versauen. :(

    Ok, lassen wir dieses Eisberg-Thema und schwimmen weiter...

    Liebe Grüsse,

    c.

    Liebe Dagmar, liebe Lilly!

    Herzlichen Dank für Eure Antworten - ich hab jetzt noch n bisschen was mehr, das ich noch nicht richtig einordnen kann. :) Aber besser, ich versuche, etwas über mich selbst einzuordnen, als dass ich dauernd versuche, irgendwelche Wirrheiten meines Mannes einzuordnen, stimmt's? :)

    Also dann mal ran, schonungslos ehrlich und ausgerüstet mit Euren vielen Denkanstössen!

    Liebe Grüsse,

    c.

    P.S. und Dir, Dagmar drücke ich feste die Daumen, dass das mit dem "Katzenhaus" klappt!!!

    Hallo Butterböhnchen!

    Ich weiss nicht, ob Du Deinen Thread noch verfolgst, ich habe ihn erst eben entdeckt und gesehen, dass er schon "älter" ist und dann einfach aufhört: wie ist es weiter gegangen?

    Sorry, wenn ich so neugierig frage, aber Dein "Herz vs. Kopf" trifft mich genau und auch das "ich hab' schnellere Erleichterung erwartet und erhofft" bringt meine Ungeduld auf den Punkt und noch viele andere Stellen in Deinen Texten...

    Ich hoffe, es geht Dir in der Zwischenzeit sehr sehr gut und würde mich freuen, davon lesen zu können!

    Liebe Grüsse,

    c.

    Ja dann tanzen wir mal weiter in dieser Richtung... Hier im Forum zu lesen und zu schreiben hilft auf alle Fälle schonmal ganz sicher dabei!

    Liebe Grüsse,

    c.

    P.S. darf ich noch kurz fragen, wie man das hier macht mit den Antworten? Ich meine, ob ich auf Kommentare zu meinem Thread auch nur dort antworten soll oder wie ich's bei Dir gemacht habe in Deinem Thread? Wobei ich ja eignetlich hier bei Dir geschrieben habe, weil ich mich auf Deinen Thread bezog... und in meinem habe ich dann auch geschrieben... ui, kompliziert! :) Aber auch da werd ich hoffentlich noch dazulernen!

    - und gleich nochmal hallo Dagmar! :)

    Du schreibst schneller, als ich hier mithalten kann, meine Antwort eben bezog sich noch auf Deinen vorletzten Text.

    Ja, die Abenteuerlichkeit der stories... man kommt sich vor wie im falschen Film... Und Du hast absolut Recht von wegen Frauengeschichten in Ordnung bringen, bevor sie sich mit uns in Verbindung setzen. Ich meine noch viel mehr: sie müssen sowohl die Frauengeschichten in Ordnung bringen als auch ihr Alkoholproblem konkret und konsequent in Angriff nehmen, bevor wir uns überhaupt wieder sinnvoll mit ihnen auseinandersetzen können. Und dann würde sich das Problem des "ihm glauben oder nicht" stellen, ich weiss... :(

    Ach verflixt, ich versteh das alles irgendwie nicht...

    Liebe Grüsse,

    c.

    Liebe Dagmar

    Abstand... Du sagst es! :(

    Den räumlichen hab ich ja schon und die Abgrenzung meinerseits hat auch schon längst vor der Trennung angefangen gehabt, aber den Abstand im Kopf muss ich mir erst erarbeiten... von Abstand der Gefühle ganz zu schweigen!:(

    Liebe Grüsse,

    c.

    Liebe Lilly

    vielen Dank für Deine Antwort und die klaren Worte. Und ich bin ja eignetlich auch ganz Deiner Meinung - von wegen konservativ, viel konservativer als mich, das findest Du nicht so leicht! :) - dass das absolut nicht geht, dass sowas das Ende bedeutet. Und ich weiss auch, dass sich unsere Beziehung schon länger immer mehr verschlechtert hatte, weil ich schon längst auf Distanz gegangen war und ich für ihn immer mehr zum "Buhmann" geworden war, der ihm das Trinken vermiest.

    Aber die Situation ist eben nicht so, dass er sich da einfach in eine nette Frau verknallt hat und sie sich in ihn und dass das nun mal so ist und ich mich damit abfinden muss. Das wäre ja schlimm genug und ich würde es scheusslich finden und darunter leiden. Aber immerhin würde es für ihn Sinn machen und das könnte ich verstehen.

    Seine Geschichte ist aber so komplett surreal und selbstzerstörerisch irgendwie, dass ich sie nur mit dem Alkohol erklären kann und damit, dass er wie den Bezug zur Realität und zu sich selber verloren hat. Er hat sich da im Ausland mit einer Prostituierten eingelassen, die nicht ihn, sondern sein Geld will und er weiss das auch und findet das auch nicht gut. Und trotzdem will er da wieder hin, weil er es "spannend" (sein Wort dafür) findet. Obwohl er weiss, dass er dabei "auf die Schnauze fallen wird" (seine Worte...) und er genau weiss, wie idiotisch die ganze Sache ist. Und er will diese Idiotie auf Biegen und Brechen durchziehen mit einer weiteren Reise zu ihr, weil er sich einredet, dass er da dann schon feststellen wird, dass das nichts ist und er eben "auf die Schnauze fallen wird" und dann zurückkommen kann. Zu mir, wenn ich ihn noch nehme und wenn nicht, dann wäre das zwar sehr schlimm, aber das wäre dann eben meine Entscheidung.

    Und sowas kapiere ich eben nicht! :( Und bei sowas krankem kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass es "nur" ums Beenden einer kaputten Beziehung geht. Da geht es doch darum, was der Alkohol (und sicher auch noch eine ganze Menge anderer Probleme, für die der Alkohol die "Lösung" hätte sein sollen) mit einem Menschen machen kann - oder?

    Ich weiss, ich dürfte mich gar nicht mehr dafür interessieren, was mit ihm passiert, das wäre das gesündeste, aber das krieg ich so schnell wohl nicht hin. :(

    Sorry, das war jetzt länger und ausführlicher, als ich eigentlich wollte, es soll ja hier nicht um die kranken Geschichten unserer Partner gehen, sondern um uns, aber ich wollte das doch noch erklären.

    Liebe Grüsse,

    c.

    Tja, was hat er unternommen in Sachen Trinken?

    Urlaub gebucht hat er, um das Abenteuer wieder zu treffen und dort sicher ungestört trinken zu können...

    Einige Tage nicht getrunken hat er, aber davon kennen wir die "nachhaltige" Wirkung ja zur Genüge...

    Aber mit mir in die Paartherapie gekommen ist er... wobei das ja auch eine prima Hinhaltetaktik sein kann, stimmt. :(

    Aber dass in der Therapie die Sucht nicht richtig zur Sprache gekommen ist, lag nicht an ihm, sondern am Therapeuten, der zuerst das Thema "Abenteuer-Urlaub" besprechen wollte. Ich hatte erwähnt, dass mein Mann gesagt habe, er wolle sich bei ihm nach Therapiemöglichkeiten erkundigen und das hat mein Mann ihm auch bestätigt, aber der Therapeut hat das Thema Sucht dann nur so in einem Schlusssatz erwähnte. Er hat gesagt, dass man das dann auch mal ansprechen sollte in einerm nächsten Schritt, aber nicht in der Paartherapie selbst. Hmmm... hatte mich ein bisschen enttäuscht, muss ich sagen, dass er nicht darauf einging...

    Alles in allem aber hat er nichts konkretes unternommen und ich weiss, dass ich mir weder das, noch das Abenteuer gefallen lassen will. Ich bin bloss so himmeltraurig darüber, dass er alles so wegschmeisst für den Alkohol. :( Ich kapiere es einfach nicht und wahrscheinlich ist genau das das Problem: ich versuche, etwas zu verstehen, das gar nicht zu verstehen ist und eigentlich sollte ich es jetzt einfach bleiben lassen.

    Ich lese mich weiter im Forum rum, das hilft sicher...

    Vielen Dank für Eure Reaktionen und liebe Grüsse,

    c.

    Liebe Dagmar

    Ich habe - einmal mehr - in Deinem Thread gelesen, damit ich besser weiss, wer mir in meinem Thread antwortet. Und ich habe wieder an so vielen Stellen Aspekte wiedererkannt und an vielen Stellen gedacht "genau!"...

    Du machst das so richtig und dabei hast Du es ja noch viel schwieriger als es ohnehin schon ist mit dem Abgrenzen und allem, wenn ihr noch zusammen wohnt. Ich wünsch Dir auch viel Kraft beim Weitermachen!

    Vielen Dank auch für Deine Antwort in meinem Thread und liebe Grüsse,

    c.

    Liebe Tina

    Ich weiss nicht, ob ich hier am richtigen Ort schreibe, ich wollte mich herzlich für Deine Antwort (und den Schubser!!!) in meinem Thread bedanken und gleichzeitig auch mein Beileid ausdrücken für den Todesfall von dem ich in Deinem Thread gelesen habe.

    Wenn ich mir Deinen Thread anschaue und sehe, wie Du das alles meisterst, auch wenn es manchmal so schier unmöglich ist, dann beeindruckt mich das sehr. Deine kids können stolz sein auf ihre Mama!

    Herzliche Grüsse,

    c.

    Vielen Dank für Eure Antworten, Dagmar und Lilly!

    Ich weiss es ja: Dass nur er etwas machen könnte, aber es nicht tut, sondern nur verpricht. Dass er sich alle Optionen offenhalten will, aber natürlich nur so, dass das Trinken weitergehen kann.
    Dass ich da nicht mitmachen darf und dass ich das ganz sicher nicht nötig habe. Dass ich nicht vergessen darf, was alles vorgefallen ist an Negativem, bloss weil ich jetzt solche Sehnsucht nach dem habe, was so Schön war.

    Es ist nur so verdammt nicht einfach... :(

    Liebe Grüsse,

    c.

    Hallo alle zusammen!

    Ich habe in Eurem Forum jetzt schon einige Tage voll Interesse (und Hoffnung und Schrecken und Wiedererkennen und Nicht-Verstehen und und und...) mitgelesen und mich gefragt, was ich wohl für Reaktionen auf meine eigene Geschichte bekommen würde. Und jetzt probier ich's einfach aus! :)

    Mein Mann ist Alkoholiker, seit vielen Jahren schon und über viele Jahre habe ich gehofft, dass er sein Problem in den Griff bekommt. Zuerst dachte ich hoffnungsvoll naiv, dass er es selbst und mit meiner Hilfe schafft; dann immer noch hoffnungsvoll, aber etwas realistischer, dass er es mit professionneller Hilfe schafft, wenn ich ihn dabei unterstütze; und mittlerweile weiss ich, dass er es (wenn überhaupt) nur mit professionneller Hilfe schaffen kann, dass ich ihn dafür aber alleine lassen muss. Und genau beim Alleinelassen liegt mein Problem: ich krieg's irgendwie nicht hin. :(

    Und jetzt scheint es so, als ob er es für mich hingekriegt hätte: nach fast 17 Jahren Beziehung habe ich ihn vor 7 Wochen vor die Türe gestellt, weil er mich betrogen hat.

    Prima, gut gemacht, das einzig Richtige, etc. - nicht wahr?

    Aber ich habe ihm trotz Trennung auch gesagt, dass ich mir wünsche, dass er mit Trinken aufhört, nicht wie schon unzählige Male erfolglos versucht im do-it-yourself-Verfahren, sondern mit Hilfe, mit Arzt und Therapie und allem, was es wirklich möglich machen würde. Und dass ich dann eine Chance sehe, dass wir wieder (aber anders) zusammenfinden könnten.

    Und seither bin ich auf 8er-Bahn-Fahrt zwischen Optimismus und Verzweiflung. Optimismus, wenn er mit mir zur Paartherapie geht und mir sagt, dass er professionnelle Hilfe annehmen will. Verzweiflung, wenn er sagt, dass er zwar wieder zu mir zurück will, zuerst aber nochmals in den Urlaub zu seinem "Abenteuer" fahren will und wenn in der Paartherapie bloss das Thema "Dreiecksbeziehung", nicht aber das Thema Sucht besprochen wird.

    8er-Bahn auch zwischen meinem Kopf, der weiss, dass da nichts mehr zu machen ist (oder eben doch? wenn er irgendwann wirklich aufhören könnte mit dem Alkohol? vielleicht? bittebitte?) und meinem Herzen, das fühlt, dass da noch so viel ist (oder eben doch nicht? er hat mich doch betrogen und belogen? oder war das der Alkohol, der da belog und betrog?)...

    Ich versteh nicht wirklich, was da genau abläuft mit mir und ich hab das ungute Gefühl, dass ich vielleicht auch gar nicht allzu genau hinschauen mag...

    ... aber wenn ich so auf die Uhrzeit schaue (bald 02h), dann wundert es mich auch nicht, dass ich im Moment grad nicht die allerschärfste Analyse der Situation hinbekomme. :) Und vielleicht lasse ich es für's erste jetzt auch besser mal gut sein mit meiner wirren story, sonst bekomme ich gar keine Reaktion darauf weil Ihr alle keine Fortsetzung provozieren wollt. Und dabei bin ich wirklich sehr gespannt darauf, von Euch zu lesen!

    Also dann, hoffentlich bis bald, vielen Dank für die geduldige Lektüre und liebe Grüsse,

    c.