Beiträge von Koko

    Hallo Claudia, hallo Juergen,

    es geht mir nicht so doll, war die letzten Tage nicht in der Lage zu schreiben. Wollt ich auch heut nicht, aber wenn ihr schonmal so lieb anfragt, will ich auch antworten. (gelesen hab ich ja trotz allem hier taeglich)

    Ich war/bin ziemlich verunsichert. Besonders die Aussage, dass "die Grundlage jeder! Suchtbehandlung, das Loesen des Problems Alkohol ist"hat mich vor den Kopf gestossen. DIE SUCHT schlechthin, ist also der Alkohol? Wenn ich das Problem geloest habe, ist alles weiter nicht mehr so schlimm?
    Bitte nicht falsch verstehen, wenn man mehrere Suechte hat, muss man ja mit einer beginnen und da bietet sich der Alkohol eben an.
    Wenn ich aber jetzt davon ausgehen, dass mit dem Trockenwerden eine Suchtverlagerung in Richtung Essstoerung normal sein kann, wird mir Angst.
    ... und ich marschiere in grossen Schritten darauf zu und ich glaube nicht, dass man das vergleichen kann, dass diese Sucht "schoener" ist.

    Kann sein , dass ich etwas sensibel in dieser Richtung bin, aber ich musste mich als ich wegen der Bulimie in die Klinik gegangen bin immer vor meiner Mutter rechtfertigen ( Wenn man immer zum Psychologen geht, reden die einem schon was ein...wegen "sowas" -die Krankheit wurde nicht beim Namen genannt- gefaehrdet man nicht seinen Job, da reisst man sich zusammen und kann das auch allein...u.s.w.)
    Ach ich glaub jetzt verdeddere ich mich, jedenfalls fuehlte ich mich unverstanden und hatte Angst zu antworten, um nicht noch mehr Kritik auf mich zu ziehen...nichts gegen Kritik, aber bin momentan nicht der Fels in der Brandung, alles haut mich um, fuehle mich wie ein ping-pong Ball meiner Suechte

    Trotz allem liebe Gruesse von einer etwas gestressten Koko

    Hi nochmal,

    mir geht es im Moment richtig besch... eigentlich schon seit Dienstag, als ich aus Deutschland zurueck bin, habe aber bis jetzt gebraucht, um es mir einzugestehen. Der Hauptgrund, ist der Abschied (besser Nichtabschied aus Dtl). Mein Sohn (21) hat sich nicht von mir verabschiedet, weil er sauer war,(zu recht), dass ich wieder getrunken hatte.Nun bisher war es noch nie so gewesen, vielleicht, weil er noch nie das Gefuehl hatte, dass ich so ernsthaft (klingt gerade nicht so glaubhaft)dran war. Hatte es oft meinen Kindern versprochen, aber so wie jetzt hatte ich es noch nicht versucht. Ich kann schon nachvollziehen, wie sehr meine Kinder wieder enttauescht von mir waren..sollte es auch wissen, bin selbst ein "erwachsenes Kind", aber das ist jetzt eine Situation, die mich gerade ueberfordert. Wenn mich nie jemand in meiner Famielie verstanden oder unterstuetzt hat, so doch meine Kinder, trotz allem.
    Und nun das, fuehle mich gerade wieder so unzulaenglich, so sehr als Versager und es tit so weh, gerade die zu enttaeuschen, die noch zu mir stehen.
    ich muss gerade sehr aufpassen, nicht in meine Depressionen zu verfallen, die mich lange in Ruhe gelassen haben...die Denkensweise, ich hab es nicht verdient geliebt zu werden, ich enttaeusche doch nur alle, ich bin einfach nicht so stark, ich schaff es einfach nicht...hinzu kommt meine Einsamkeit, das Fehlen von Liebe, von jemandem, der mir zur Seite steht...merk schon, dass ich Schluss machen muss, sonst zieh ich mich nur selbst noch mehr runter....Keinene Missverstaendnisse, ich will nicht aufgeben, aber manchmal ist es so schwer immer wieder aufzustehen...da faellt mir ein, es gibt ein Lied von den "Toten Hosen" "..steh auf, wenn Du am Boden bist.." sollte ich mir vielleicht mal wieder zu Gemuete fuehren, hat mir ne Zeit lang geholfen

    Bevor ich noch mehr Stuss schreibe, hoer ich lieber auf, aber musst es jetzt irgendwie loswerden, dafuer ist das Forum doch auch da? Richtig?...auch wenn es gerade so aussieht, dass ich meinen "Seelenmuell" hier loswerden will. Ist nicht so gemeint, brauchte nur gerade "einen Gespraechspartner"
    Danke fuers "zuhoeren"
    Wuensch euch einen schoenen Sonntagabend
    LG Koko

    Hallo Stefka,

    die therapie, die Du, bzw. Dein Freund, sucht, kann ich Dir bieten, allerdings hier in England... ich haette sie nun allerdings lieber in deutsch. (halte mich z. Zt. berufsbedingt in England auf)
    Was ich Dir, besser gesagt, Deinem Freund damit sagen will, selbst mit Sprachbarrieren (war fuer mich erst auch ein Grund hier nicht nach Hilfe zu suchen) wird es ihm helfen, denn der Grund, warum er Hilfe sucht, ist ja der selbe, wie bei den "deutschsprachigen Suechtigen" auch. Aus diesem Grunde sollte er sich nicht von der Sprache abschrecken lassen.
    LG Koko

    Hallo Spedi, hallo Juergen,

    mittlerweile bin ich am Ende mit meinem Latein, weil ich nicht weiss, wie ich euch mein Problem erklaeren kann. Das soll kein Vorwurf sein, vielleicht ist es auch gar nicht moeglich als Aussenstehender das zu verstehen.
    Meine erste Sucht war die Esssucht (fing an so mit 13, 14) spaeter wurde daraus Bulimie (essen, kotzen, klingt krass, aber was anderes ist es nicht),
    begleitet von Tablettenabhaengigkeit, Depressionen und Selbstverletzung, irgendwann hat sich der Alkohol auch noch dazugesellt.
    Wegen der ersteren Sachen war ich 2x, vor 6 und vor 4 Jahren in der Klinik. Tablettenabhaengigkeit und Selbstverletzung denke ich, hab ich ueberstanden,Depressionen hab ich eher selten, mit meiner Essstoerung war es um vieles besser geworden, aber in den letzten Jahren, hat sich die Abhaengigkeit fast unmerklich eingeschlichen. Als ich nun vor ein paar Wochen beschloss, trocken zu werden, weil es einfach immer schlimmer wurde, begann das Problem mit dem essen wieder groesser zu werden. Es ist lange nicht so schlimm, wie es mal war, aber das ist meine Angst, raus aus einer Sucht, zurueck zur anderen.
    "Alter Grundsatz in der Suchtbehandlung:erst das Problem Alkohol loesen, dann alles andere.."
    sorry Spedi, wenn ich Dir widerspreche, gilt fuer die Alkoholsucht...wenn der Alkohol erstmal zur Sucht geworden ist, geb ich Dir natuerlich recht, aber ich war vorher auch ohne Alkohol suechtig.
    Das fatale an der Bulimie ist, im Unterschied zu anderen Suechten, man kann das Suchtmittel "Essen" nicht meiden.
    Aber nun genug, vielleicht haette ich das in diesem Forum nicht ansprechen sollen, da ihr euch ja hier vordergruendig mit Alkohol beschaeftigt...aber das ist eben "auch" mein Problem.
    von daher bin ich schon richtig hier, aber mit anderen Problemen eben auch nicht.
    'tschuldigung, wollte keine Verwirrung stiften, aber hier bietet es sich so an, etwas loszuwerden, was bei einem selbst fuer "Kopfchaos" sorgt.

    Nichts fuer ungut, liebe Gruesse Koko

    Hallo Juergen,

    auch wenn ich Dir (bis jetzt) nicht ganz zustimme, regt mich Deine Meinung zum Nachdenken an. Ich werde mich im Moment, was den Bikerclub betrifft nicht verrueckt machen, da ich wie gesagt das naechste halbe Jahr sowieso nicht da sein werde. Vielleicht hilft mir dieses halbe Jahr auch alles nocheinmal mit einem gewissen Abstand und mehr objektiv zu betrachten.
    Zur Zeit ist fuer mich das hier und das heute wichtig, sprich meine derzeitige "Heimat" ist England, also muss ich mich mit dieser Umgebung auseinandersetzen... aber auch in Bezug auf meine Vergangenheit, meine Suechte hab ich ja mitgenommen. Ich hoffe, es kam gestern nicht falsch rueber, was meine Nuechternheit betrifft. Sie ist sehr wichtig, denn um mich mit meiner Sucht wirklich auseinandersetzen zu koennen, brauche ich keine verschwommenen Gedanken, sondern einen klaren Kopf...aber meine alte Sucht hat mich nicht vergessen und sitzt mir immernoch im Nacken, hofft vielleicht, wenn ich nicht mehr trinke, hat sie wieder eine groessere Chance...aus diesem Grund muss ich doch forschen, was die Ursachen sind, oder?

    LG Koko

    Hallo live,

    habe gerade bei Dir ein bisschen gelesen. Meine Gedanken dazu: An Deiner Stelle wuerde ich auf jeden Fall erstmal versuchen, Hilfe vom Jugendamt zu bekommen. Natuerlich, und dass ist meine Erfahrung, ist das Jugendamt so gut, wie die Mitarbeiter, die dahinter stecken. Ich habe Erfahrungen in beiden Richtungen gemacht. Wenn Du das Glueck hast, einen engegierten Mitarbeiter zu erwischen, hilft es Dir schon ungemein. Wenn nicht, kannst Du immernoch versuchen, die Hilfe von Freunden, Bekannten in Anspruch zu nehmen.
    Nicht nur Kinder von Alkoholikern koennen schwierig dein, aber die Voraussetzungen fuer Probleme sind natuerlich bei uns "viel besser"
    Ich z.B. hatte kaum Probleme mit meinen Kindern, aber als ich letztens bei Ihnen war(wohne voruebergehen im Ausland), musste ich ohne Verabschiedung meines Sohnes(21) wieder fahren. Ich war so enttaeuscht, aber verstehe ihn auch. Bevor ich zu Besuch kam, hatte ich ihm geschrieben, dass ich vom Alkohol wegkommen will und ihn gebeten, dass kein Alkohol in der Wohnung ist....Aber ich hatte einen Rueckfall...auch wenn vieles anders war als sonst, ich denke, seine Enttaueschung war zu gross.
    Und dass ist wohl ein sehr grosses Problem fuer unsere Kinder. Sie setzen soviel Hoffnung in uns, wenn wir aufhoeren wollen und sind so enttaeuscht, wenn wir scheitern.
    Ich habe eigentlich ein gutes Verhaeltnis zu meinen Kindern, aber die letzte Sache war wie ein Schlag ins Gesicht. Meine Kinder zu enttaeuschen ist das schlimmst fuer mich.
    Weiss nicht, ob Dir das irgendwie geholfen hat, wollte Dir nur irgendwie mein Mitgefuehl zum Ausdruck bringen.
    In unserer Welt tun wir soviel fuer unsere Kinder, aber wir ebttaeuschen sie auch oft.
    Ich wuensche Dir Kraft fuer Dich und fuer Dein Kind, aber der beste Weg ist, an Deiner Abstinenz festzuhalten...ist zumindest meine Ueberzeugung

    Liebe Gruesse Koko

    Hi Paolo,

    Danke fuer Deine ausfuehrlichen Worte.Mit vielem, was Du schreibst hast Du wohl recht. Vielleicht auch bei allem,
    trotzdem sehe ich es fuer mich in manchen Dingen etwas differenziert. Vermutlich werde ich mit meinen Ansichten auf Widerspruch stossen, will trotzdem versuchen zu erklaeren, warum manches fuer mich etwas anders ist(erscheint).
    Zunachst die Bikertreffen. hierzu sei gesagt, dass fuer mich eigentlich nur ein Bikertreffen wirklich wichtig ist, das von unserem Club. Bin seit 11 Jahren Mitglied und habe immer mitgeholfen, Fuer das Gelingen unseres Treffens mitzusorgen. Die Biker haben mir sooft geholfen, wenn es um Hilfe bei meinen 5 Umzuegen ging, wenn ich einen finanziellen Emgpass hatte und waere mir in letzter Zeit etwas zugestossen, haette ich gewusst, dass meine Kinder finanziell Unterstuetzung vom Club bekommen haetten. Mag fuer euch etwas weit hergeholt klingen, aber, wenn man niemand hat, schon gar nicht meinen Ex(der Hat sein damaliges Leben einfach vergessen...) war das fuer mich schon beruhigend.
    Ausserdem was meine Abende im Club betrifft, ist es momentan kein Thema, da ich eh in England bin. Wenn ich zurueckkehre, werde ich darueber nachdenken muessen.
    Die andere Sache ist, ich glaube fuer mich ist wirklich vordergruendig, die Ursachen meiner Suechte zu erkennen. (...und jetzt wird ein Aufschrei der Empoerung durch eure Reihen gehen...) aber meine Nuechternheit hilft mir nicht, wenn ich in dem Masse, in dem ich das Trinken bleiben lasse, zu meiner alten Sucht zurueckkehre und essen und kotzen meinen Tagesablauf bestimmen. Ich will auf keinen Fall die Prioritaeten, die fuer euch stehen, angreifen, aber ich will nicht vom Regen in die Traufe kommen...
    Ich bewundere wirklich jedewn von euch, der dem Alkohol abgeschworen hat, halte es auch fuer mich als unumgaenglich, aber nicht fuer den Preis einer anderen Sucht... deswegen Ursachenforschung
    In der Hoffnung auf ein ganz klein wenig Verstaendniss und mit ganz grosser Anerkennung fuer jeden von euch verbleibe ich
    mit lieben Gruessen
    Koko

    Hallo,

    danke fuer die ermutigenden Worte, Zuspruch tut gut, da es manchmal sehr kraeftezehrend immer und immer wieder von vorn anzufangen.

    @ Karsten
    habe ueber Deine Worte nachgedacht. Natuerlich waere es zu einfach, wenn man sich von etwas nur die "guten" Seiten (in dem Zusammenhang das falsche Wort, hoffe, ihr wisst, was ich sagen will) heraussuchen koennte und das Schlechte nicht haben will. Funktioniert natuerlich nicht, da man alles im Zusammenhang sehen muss.
    Tja , was will ich?
    Ich versuch es mal zu erklaeren. Ich moechte meine Suechte loswerden. Aber fuer mich spielen da auch andere eine Rolle. Ich weiss nicht, ob ihr das nachvollziehen koennt, aber fuer mich ist z.B. meine Essstoerung genauso belastend und zerstoerend, wie der Alkohol.
    Ich will versuchen herauszufinden, was die Ursachen dafuer sind, dass ich so anfaellig fuer Suechte bin. Wo liegen die Ursachen, womit hat es angefangen? Warum stille ich meinen "Hunger", meine Sehnsuechte mit einer Sucht? Warum trinke oder esse ich was, wenn ich einsam, ueberfordert, traurig, enttaeuscht bin? Warum fluechte ich in die Sucht?
    Aber ich kann mir vorstellen, dass ich bei meiner Suche nach Antworten weit zurueck muss, vielleicht bis in die Kindheit, da meine Essstoerung mit 13, 14 Jahren begann.
    Ich weiss noch nicht recht, wie ich es anstellen soll, vielleicht waere es dafuer besser in den geschuetzten Bereich zu gehen. Es gibt Sachen , bei denen ich nicht moechte, dass sie jeder lesen kann.
    Wie funktioniert das eigentlich mit dem Tagebuch? Schreibt ihr da die aktuellen Sachen rein oder befasst ihr euch mit der Vergangenheit? Ist es mehr als Aufarbeitung fuer einen selbst gedacht oder als Dialog mit anderen Teilnehmern?

    LG Koko

    Guten Morgen, hallo Hartmut, hallo Katrin,

    danke fuer eure Antworten und euer Verstaendnis.Es ist schon schwer fuer mich gewesen, hier wieder reinzuschreiben, mich wieder zu melden, um zu sagen, dass ich einen Rueckfall hatte. Wer gibt schon gerne Fehler zu.
    Andererseits will ich ja weitermachen und einer der Grundbausteine ist Ehrlichkeit.
    Ein Problem fuer mich ist, dass ich nicht mit Widerwillen an Alkohol denke, er ist von daher noch immer eine grosse Gefahr fuer mich, also noch immer Verzicht. Anbdererseits hat mir die Zeit ohne Alkohol gut getan und ich will dorthin zurueck. Was mich abschreckt, ist die Sucht, die dahinter steckt, das nicht aufhoeren koennen, die morgendliche Angst, jemand koenne etwas bemerken und natuerlich die Folgen...wenn ich meine Mutter sehe, weiss ich eines genau, ich habe noch mehr im Leben vor, als irgendwann als menschliches Wrack vor mich hin zu vegetieren.

    In diesem Sinne einen schoenen Tag
    Koko

    Hallo Biene, hallo Paolo,

    tja, wie kam es zum Rueckfall?
    Zunaechst, ich war auch auf den anderen Parties. Ich weiss, was ihr jetzt denkt...Wie kann man das nur machen, besonders wenn man gerade erst 3 Wochen nicht getrunken hat. Also die 700 Jahrfeier meines Geburtsorts war wirklich sehr schoen, habe da auch nichts getrunken und festgestellt, dass ich auch ohne Alkohol lustig sein kann, aber es war schwer immer nein zu sagen, mir ist genuegend angeboten worden.
    Die Betriebsfeier war nachmittags, war soweit auch o.k., habe ein kleines Radler getrunken, was mir jemand mitgebracht hat.
    Naja beim Bikertreffen war dann der eigentliche Rueckfall, mit dem ich aber irgendwie schon gerechnet hatte. Die ersten Tage, Vorbereitungen, war ich halt nur zum arbeiten da(Zelt aufbauen, einraeumen, Tische aufstellen...) abends, wenn die anderen dablieben, bin ich heim. Als das Treffen dann war, hatte ich natuerlich auch Dienste, die bis 2, 3 Uhr nachts gingen ja und danach hab ich eben dann auch Bowle oder Bier getrunken. Und nach dem ersten Abend war damit auch die Hemmschwelle ueberwunden, die mich bis dahin abgehalten hatte. Es war nicht so wie sonst die Jahre, nicht so viel und nicht so durcheinander. Habe versucht, es etwas zu kontrollieren, oefter mal ein Wasser dazwischen, aber ich habe auch gespuert, dass ich ganz schnell wieder zum taeglichen Alkoholkonsum zuruckkaeme, wenn ich jetzt nicht konsequent wieder von vorn anfange.
    Es ist so schwer jeden Tag aufs neue, nichts zu trinken und so einfach wieder reinzukommen.
    Und ich kann nicht mal sagen, dass mich diese Erkenntnis ueberrascht hat und ich keine Ahnung hatte, nix mit Ausreden, ich hab es gewusst...umso schlimmer.
    Es ist mir zwar schwergefallen, es anzusprechen, aber ich habe schon bei einigen gesagt, dass ich befuerchte Alkoholiker zu sein und nicht so werden wolle, wie meine Mutter. Sehr haeufig bekam ich die Reaktion, dass es bei mir ja wohl nicht so schlimm ist und ich es nicht vergleichen koenne. Aber ich weiss, dass es so ist und wenn ich so weitermache ich genauso an den Punkt komm, wie meine Mutter. Andererseits wissen sie auch nicht, was ich so allein jeden Abend getrunken habe.
    Meiner Mutter geht es uebrigens ein wenig besser, sie kann ein paar Schritte laufen, isst wieder und hat zugenommen (wiegt jetzt 4kg mehr, erstaunliche 37 kg)
    Naja, besser kann man es kaum vor Augen gehalten bekommen, wo der Alkohol hinfuehrt.

    Ja so war das, hab eine Gratwanderung gemacht und bestaetigt bekommen, dass es nicht geht.und hab die Erfahrung gemacht, dass es mir wahnsinnig schwerfaellt, zu sagen, dass ich Alkoholiker bin. irgendwie hab ich es doch eher abgeschwaecht...befuerchte, dass ich einer werde oder hab Angst, so zu werden, wie meine Mutter...ich trinke zu viel

    Es wird schon wieder viel zu viel, aber ich muss mich damit auseinandersetzen, damit dieses Thema wieder vordergruendig in meinem Denken ist. Die letzten Tage hab ich es halt einfach verdraengt.

    LG Koko

    Bin wieder da,

    seit letzter Nacht bin ich zurueck in England, die 10 Tage sind rum. Der Urlaub war schoen und anstrengend aber.... ich hatte einen Rueckfall.

    Faellt mir schwer, das hier zu schreiben, sitze bestimmt schon eine halbe Stunde vor der Tastatur und weiss nicht, wie ich anfangen soll.
    Tut mir leid, euch enttaescht zu haben.
    Nun ich gebe zu, ganz tief in mir drin, war klar, dass ich diesen Rueckfall haben werde (wollte???)

    Aber zu dem Bikertreffen musste ich einfach, der Hauptgrund war ja nicht zum feiern, sondern zum arbeiten. So ein Treffen bedeutet fuer die Veranstalter (der Club) eine Woche Arbeit, deswegen hatte ich diesen Zeitpunkt gewaehlt.Ich habe mich auch gegenueber sonst zurueckgehalten, aber das aendert nichts an der Tatsache.

    Aus Angst vor eurer berechtigten Kritik wollte ich erst gar nicht schreiben.Aber ich kenne mich auch, desto laenger ich zoegere , umso laenger halte ich mir die Option offen trinken zu koennen.
    Also starte ich wieder bei Tag 1 heute.
    Das stand uebrigens genauso fest, dass ich trotzdem weitermache, bzw. wieder anfange.
    Ich weiss nicht , wie ich es erklaeren soll und ob das jemand versteht, aber es war, wie ich es geschildert habe.

    Hab mich ja gefreut, dass ihr an mich gedacht habt, deswegen sollt ihr auch eine Antwort bekommen, wenn es auch nicht die ist, die ihr hoeren wolltet.

    Liebe Gruesse Koko

    Hi alle zusammen,

    da ich nicht genau weiss, ob ich es morgen noch schaffe, mich zu melden, tu ich das heute.
    Vermutlich werdet ihr die naechsten Tage nichts von mir hoeren, weil ich 10 Tage Urlaub habe. Donnerstag frueh gehts los.
    Soweit laeuft alles wie gehabt, heut ist mein 15.Tag "ohne". Allerdings macht mir die Bulimie nach wie vor zu schaffen. Es ist im Rahmen, aber es ist da.( Dabei bin ich mir gar nicht so schluessig, ob es schlimmer, als mit dem Alkohol ist oder nicht, weil ich es jetzt bewusster erlebe. Selbst, wenn ihr keine Ahnung von Bulimie habt, vielleicht kennt der/die eine oder andere die Essanfaelle spaet abends, wenn man viel getrunken hat. Ist zwar nicht dasselbe, weil es bei mir eine Sucht ist, aber so vielleicht fuer euch ein bisschen verstaendlicher.)
    Dachte eigentlich bis vorhin, dass es mir gut geht, der Tag war soweit o.k.
    Aber vorhin, als ich begonnen habe, im Forum zu stoebern, hab ich geheult???? Keine Ahnung, warum, wieso?

    Also uebermorgen gehts nach Deutschland. Freu mich wahnsinnig auf meine Kinder, so lange waren wir noch nie getrennt. Meinen Sohn hab ich Neujahr das letzte Mal gesehen und meine Tochter im Maerz, sie hatte mich fuer eine Woche hier in England besucht.
    Alles andere macht mir Angst.
    Meine Eltern zu sehen, besonders meine Mutter. Weiss nicht , was mich erwartet. Ihr ging es damals (vor einem halben Jahr schon schlecht). Den Schilderungen meiner Kinder zufolge, ging es ihr da noch gut. Sie war da schon rappelduerr, soll aber noch weiter abgenommen haben, ausserdem kann sie wohl gar nichts mehr ausser im Bett liegen.Einerseits tut mir das wahnsinnig leid, andererseits sage ich mir, sie hat es so gewollt.Sie hat sich fuer diesen Weg entschieden, Selbstmord auf Raten, ich kann ihr nicht helfen...klingt jetzt wohl sehr boese

    Dann habe ich auch Angst oder ich bin ratlos, was die Parties betrifft. Das eine ist ein Betriebsfest meiner alten Firma, sie haben mich eingeladen. Das andere ist eine Jahrfeier unseres Dorfes, Moeglichkeit meine alte Schulklasse zu sehen, das letzte Mal war vor 5 Jahren.
    Das 3. und fuer mich schwierigste ist "die Party" meines Bikerclubs dieses Jahr. Das heisst, ne Menge Arbeit, Vorbereitungen, Essen, Trinken verkaufen...jede Hand wird gebraucht...aber natuerlich kann man auch feiern, wenn man keinen Dienst hat.
    (Vermutlich werdet ihr mir sagen, nicht hinzugehen. Ich bin ehrlich, es wuerde mir sehr schwer fallen.Wahrscheinlich, dass es das einzige Mal dieses Jahr ist, dass ich in Dtl. bin .Von daher waere es praktisch, bei den Parties koennte ich viele auf einmal sehen, will nicht jeden besuchen, sondern die meiste Zeit meinen Kindern widmen)

    Ach ich weiss auch nicht (oder ich weiss doch, will aber niemand enttaeuschen)

    So, nun aber Schluss. Werd auf jeden Fall morgen nochmal reingucken. Von Deutschland kann ich mich nicht melden, da ich dort kein Internet habe.
    Muss noch Koffer packen.
    noch einen schoenen Abend
    Koko

    Hi Dagmar,

    mit Deinem Einwand hast Du recht. Wenn ich mich korrigiere und sage, wir Suechtigen lassen es zu, dass etwas anderes in unserem Lebensmittelpunkt steht, etwas was uns nicht gut tut, unser Leben bestimmt, drueckt es vielleicht besser aus, was ich meine.

    Bei Deiner Schilderung viel mir dieser Spruch ein, mit den drei Dingen, die wichtig sind im Leben ein

    ...aendere, was Du aendern kannst,
    ...nimm an, was Du nicht aendern kannst
    ...und lerne zwischen beidem zu unterscheiden

    Krieg ich nicht mehr original zusammen, aber sinngemaess ist er so.
    Also dann lass uns weiter daran arbeiten :)

    Auch ich wuensche Dir (uns) Glueck auf diesem Weg
    LG Koko

    Hi ,

    zunaechst danke fuer eure schnellen Antworten. Da ich heut nicht zur Arbeit muss, muss ich nicht erst bis zum Abend warten.
    Klar hab ich meine Plaene fuer heute, ein bisschen was hab ich ja schon gelernt :) , aber die sind heut zeitlich flexibel.

    Tja ihr habt schon recht und es tauchen immer wieder dieselben zentralen Themen auf, ich muss mich selbst zum Mittelpunkt meines Lebens machen (eigentlich ganz logisch, wer soll mein Leben sonst leben, aber wir Suechtigen haben haeufig ein Problem damit. Wir lassen es zu, dass sich andere in "unseren" Lebensmittelpunkt stellen.)

    Ich bin auch nicht mehr am Anfang, wie bereits geschrieben, versuch ich schon, im Rahmen meiner Moeglichkeiten, mein Leben zu gestalten. Ich suche auch nicht mehr krampfhaft nach einer Partnerschaft und trotzdem manchmal, je nach meiner psychischen Verfassung, vermisse ich was, mal mehr, mal weniger.

    Ja, was ist fuer mich Glueck? Einfache Frage, doch schwer zu beantworten, wirklich sehr schwer... ich denke in den seltensten Faellen ist es der Zufall (Lottogewinn, bei einem Unfall nicht viel passiert ihr wisst was ich meine?), viel eher denke ich, dass man es sich erarbeiten muss. Untaetig sein, passiv sein, darauf warten bringt nichts, ich muss etwas dafuer tun. Natuerlich koennen mir viele schlimme Sachen passieren, aber ich kann darin versinken oder ich kann versuchen, das Beste daraus zu machen. Ich habe Einfluss auf das Glueck, wenn ich will..."jeder ist seines Glueckes Schmied"
    meine Kinder sind fuer mich Glueck,
    und Glueck oder gluecklichsein ist auch die Faehigkeit sich an den "kleinigkeiten" des alltaeglichen Lebens erfreuen zu koennen..
    Seht ihr theoretisch ist mein Fall nicht so hoffnungslos, hab meine Vorstellungen, wie es sein sollte, koennte. Aber es ist (noch?) nicht so :(

    Meine Freizeitgestaltung, hm... daran arbeite ich intensiver, seit ich nichts mehr trinke. Davor war es mehr oder weniger, k.o. von der Arbeit nach Hause, Flasche Wein oder ein Bier auf, das noetigste (Haushalt) erledigen, Fernsehen. Wenn ich gut war, am WE auch mal ein Spaziergang. Mein Bekanntenkreis ist klein, da ich hier bei null angefangen habe, wenn sind es Arbeitskollegen, die sehr verstreut, in anderen Orten wohnen.
    Begonnene Veraenderungen: ein wenig Sport (allein)
    lesen (allein)
    Englischkurs ( Gruppe )
    Gartenarbeit (allein)
    dazu kommen sollen nach meinem Besuch in Dtl. (naechste Wo)
    schwimmen gehen ( nicht allein)
    Shg (gruppe)
    oh vergessen hab ich das Forum, gehoert ja auch zu meiner Freizeitgestaltung (nicht allein)

    Probleme, auf Menschen zuzugehen hab ich weniger.Vielleicht, am Anfang, war mal sehr schwierig fuer mich, weil ich sehr schuechtern bin / war.
    Ich denke, an der Arbeit bin ich akzeptiert. (beliebt??) Dort bin ich aber auch ganz anders,immer freundlich, hilfsbereit, lustig, albern... und ich weiss nicht mal, ob es eine Maske ist, damit keiner merkt, wie es in mir aussieht oder ob es mein anderes ich ist, ich muss mich nicht wirklich verstellen, es ist nicht falsch, wie ich mich dort gebe.

    Ich glaube, ich hab noch ein Problem, mich kurz zu fassen :(
    Da will soviel raus aus meinem Kopf und ich hab nun endlich jemanden gefunden, wo ich es loswerden kann :D

    Also nicht boese sein
    Liebe Gruesse Koko

    Guten Morgen,

    ich moechte mal eine Frage mit einbringen, die mich schon dehr lange beschaeftigt. Schon als ich noch in meiner anderen Sucht, der Bulimie und in Depressionen gesteckt habe. Ich denke aber, dass sie fuer die Befreiung aus einer Sucht (ein Suchtmittel ist ja auch irgendwie eine Ersatzbefriedifung) sehr bedeutend ist.

    Deshalb: kann ich auch alleine gluecklich sein? Hat das jemand geschafft und wie? ( Diese Frage haette ich wohl genauso in meinen anderen Thread setzen koennen (kann ich lernen, mich selbst zu lieben), da gibt es ja einen Zusammenhang.

    Wie gesagt, setze mich schon lang damit auseinander.Ein wenig hat es sich auch gebessert, seit ich fuer mich akzeptiert habe, dass ich allein bleiben werde. Warum soll ich auf etwas warten, was nicht eintreffen wird, dieses fast zwanghafte Hoffen auf eine Beziehung und daraus resultierende Enttaeuschung.

    Ich hatte damals nach meiner Therapie begonnen, Sachen fuer mich zu tun, die ich mochte. Nachdem ich gefuehlsmaessig fast tot war, begann ich , Eindruecke wieder wahrzunehmen und zu geniessen...die Natur, Musik, Gerueche.
    Was ich lieber mit jemandem teilen wollte, hab ich eben allein getan.War allein in Ireland(ein Kindheitstraum), ein Reiturlaub(lang gehegtes, vergessenes Hobby)...aber etwas fehlt.

    Ich vermisse so, die Naehe eines Menschen, das in den Arm genommen werden, ein Kuss. Keiner der auf mich wartet, wenn ich heimkomme (ausser meinem Kaetzchen, wenigstens einer, der sich freut).Ich moechte Gefuehle teilen (geteilte Freude, ist....kennt ihr ja alle, den Spruch)
    Ich bin manchmal so muede von meinem einsamen Kampf durchs taegliche Leben, wuenschte mir eine Schulter , an die ich mich lehnen kann, die mich mal zur Ruhe kommen laesst.

    Geht es wirklich alleine gluecklich und zur inneren Ruhe zu gelangen, mit mir selbst zufrieden zu sein. Die sind alles Punkte, die ich in Bezug auf die Trockenheitsarbeit (oder Befreiung von einer Sucht) als bedeutend erachte.

    Da lande ich wieder bei der Frage, was ist (schreibe jetzt nicht falsch, da krieg ich von euch eine auf den Deckel :) ) anders an mir, warum kann ich keine Beziehung aufbauen, warum mag keiner sein Leben mit mir teilen? Nicht falsch verstehen, ich versinke jetzt nicht in Selbstmitleid (ein bisschen Wehmut vielleicht) es ist eine Frage, die halt ab und zu in meinen Gedanken auftaucht.

    PS ich rede nicht von einer kurzen Zeit, die man mal allein ist. Das kann , wenn man den Trennungsschmerz ueberwunden hat, sehr schoen sein. Neue Freiheiten, den Tagesablauf, das Famielienleben, Freizeit alees slbst bestimmen zu koennen.
    Ich rede nicht von Wochen, Monaten. Ich rede von Jahren, nicht 2 oder 3 waere alles noch im Rahmen, ich rede von mittlerweile 11 !!! Jahren.

    Mich wuerde eure Meinung, Erfahrung dazu interessieren.

    Lieben Gruss Koko

    Hi Biene,

    na schon allein? Hast es Dir vorm Computer gemuelich gemacht, was? :)
    Nun ist der Tag schon fast zu ende.
    Hab lange geschlafen, weil ich in der Nacht wieder nicht so gut schlafen konnte. Dann in aller Ruhe dan Tag angegangen.Im Garten gefruehstuckt und noch etwas die Sonne genossen. Aller Geruechte zum Trotz regnet es hier nicht nur :lol:
    Dann hab ich mich, wie eigentlich fast jedes Wochenende mit meinem Kumpel auf einen Kakao in der Stadt getroffen und dann wieder ein langer Spaziergang am Fluss entlang durch den Park.Dann stadt der ueblichen 10min heute 30min Sport gemacht (ich faules Geraet, aber immerhin) na und nun bin ich erstmal hier. Klingt doch gar nicht so verkehrt, oder?

    Uebrigens habe ich auch ein grosses Problem damit, mich zu outen :(
    Meine Mitbewohnerin weiss es natuerlich (wegen der Flaschen, die mir nun nicht mehr aus dem Kuehlschrank entgegengrinsen ) und meine Aerztin und der Sozialberater. Es an der Arbeit bekanntzugeben traue ich mich nicht. Es hat aber zu einem sehr grossen Teil mit der Angst um meinen Job zu tun. Seit etwa 3 Monaten habe ich (in derselben Firma) einen besseren Job, fuer den ich mich beworben hatte, obwohl ich nie damit gerechnet haette (hallo Selbstbewusssein!!! die anderen waren fuer mich von vorneherein besser. Hab mich beworben, weil mich eine Arbeitskollegin ermuntert hatte. zu verlieren hatte ich nichts).Das heisst nun aber ich bin noch mitten in der Probezeit und ich hab einfach nur Angst. Kann sein unberechtigt, aber man weiss ja nie wie der Arbeitgeber reagiert.
    Heute habe ich es aber meinem Kumpel gesagt. Hab also nun jemand mit dem ich hier auch drueber reden kann. Wenigstens ein kleiner Schritt.

    In Deutschland wissen es meine Kinder.Hatte es ja meiner Tochter vor einer Woche geschrieben, wobei die es eigentlich wussten, aber ich habs noch nie beim Namen genannt und noch nie wirklich angefangen, den trockenen Weg zu gehen. Bei meinen Kindern ist es mir am schwersten gefallen, weil es diejenigen sind, die ich am wenigsten enttaeuschen moechte.
    Deswegen les ich hier immer viel bei den erwachsenen Kindern mit, einmal bin ich selbst eins und zum anderen will ich mir immer vor Augen halten, wie sehr Kinder darunter leiden....selbst, wenn sie erwachsen sind

    So Biene, wieder mehr geworden

    sei lieb gegruesst Koko

    Hallo Cindy,

    schoen mal wieder von Dir zu hoeren. Allerdings was Du schreibst, klingt nicht so toll. Ich weiss, diese innere Zerissenheit zwischen Kopf und Bauch kenne ich auch. Aber wenn Deine Mutter Dir jeglichen Kontakt zu Aerzten verboten hat, heisst es doch nichts anderes, als dass sie ihre Krankheit nicht akzeptiert und sich auch nicht helfen lassen will.

    Versuche, auch wenns schwerfaellt, auf Distanz zu bleiben. Du machst Dich kaputt und bei ihrer Einstellung hast Du nicht mal die Chance, dass es ihr besser gehen wird.
    Erst wenn Deine Mutter es erkennt und wenn sie es aendern will, besteht eine Chance.

    Ich habe sooo lange gebraucht, um aufzuwachen, habe mich immer schlecht gefuehlt, wenn ihr es schlecht ging, irgendwie schuldig, obwohl ich es gar nicht war.
    Ich hatte selbst meine Probleme, aber die haben nicht gezaehlt. Als ich 15 Wochen wegen meiner Bulimie in einer Klinik war, kein Besuch, kein Anruf, keine Frage, wie es mir geht. Ich war nicht krank, ich habe leichtfertig meinen Job riskiert und mir von irgendwelchen Psychologen was einreden lassen. Meine Eltern haben nicht mal meine Kinder zum Bahnhof gefahren, als sie mich besucht haben. Die Klinik war sehr weit weg, so dass meine Kids 6 Stunden mit dem Zug unterwegs waren. (nebenbei bemerkt, sie wollten mich besuchen, waren damals 15 und 16)

    Aber sie war krank, natuerlich nicht vom Alkohol!

    Ich wuensche Dir alles Gute und viel Kraft, Du brauchst sie fuer

    Dich

    Liebe Gruesse Koko

    Hallo Plejaden,

    Dein Vorschlag sozusagen den Ursachen fuer die Suechte auf den Grund zu gehen erscheint mir als passend, wenn man etwas dagegen unternehmen will. Ich denke, dafuer kaemen einige Gruende in Frage. Ist bestimmt nicht einfach.

    Angenommen ich wollte es mit Hilfe des Forums versuchen, sollte ich da ein neues Thema eroeffnen oder hier weiterschreiben? Was wuerdest Du mir denn raten, bist ja schon etwas laenger dabei. Mich wuerde da schon besonders das Thema Suchtverlagerung interessieren.

    Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es mehr oder weniger ein Zwiegespraech mit mir selbst wird, ganz einfach ,um mein Leben zu durchleuchten und aufzuarbeiten. Waere das dann aber hier nicht fehl am Platze, da hier ja eher ein Erfahrungsaustausch stattfindet und nicht ein Selbstgespraech???

    So ganz spontan als erste Ueberlegung denke ich nicht, dass es am Job liegt, dass ich z.Zt. hier in England bin, habe ich mir selbst erkaempft und fuehle mich wohl. Aber auch in Dtl. bin ich gern zur Arbeit gegangen, ich brauche das. Hier fuehle ich mich etwas mehr gefordert, das ist gut so.

    Auch die Erziehung meiner Kinder hat mich nicht ueberfordert, im Gegenteil, sie sind das Beste, was mir passieren konnte. (Allerdings hab ich manchmal Angst, dass ich sie ueberfordert habe und teilweise hab ich mich auch sehr alleingelassen gefuehlt, da ich in den letzten 11 Jahren Mutter und Vater zugleich sein musste...stopp...doch Ueberforderung???

    Naja, ich will das erstmal hier unterbrechen und Deinen (oder den von anderen) Rat abwarten.

    Jedenfalls erstmal vielen Dank
    Liebe Gruesse Koko

    Hallo Catti,

    ich will Dich, euch jetzt ja nicht enttaeuschen, aber bei mir war/ist das mit dem schlafen und traeumen genau umgekehrt. Als ich noch getrunken habe, hab ich jede Nacht getraeumt, meist Albtraeume. Wie oft bin ich morgens schweissgebadet aufgewacht, konnte mich auch fast immer an die Traeume erinnern.

    Seit ich nichts mehr trinke, habe ich keine Traeume mehr, mein Schlaf ist unruhiger und ich wache oft in der Nacht auf.Bin deswegen(???) nur noch muede und fuehle mich manche Tage wie erschlagen, obwohl ich das nicht verstehe. Mein Koerper sollte doch dankber sein, sich nicht mehr mit den "Giftstoffen" auseinanderzusetzen zu muessen.

    Eine Erklaerung waere bei mir vielleicht, (mit den Traeumen das ist so seit ich hier in England bin, also ca 3/4 Jahr) , dass die absolut neue Situation fuer mich auf diese Weise verarbeitet wurde? Es war ja alles neu fuer mich, neues Land, andere Sprache, neues Arbeitsumfeld, neue Wohnung...Das einzige, was ich mitgenommen habe, war(en) meine Sucht (Suechte).

    Kann aber doch auch sein, dass man einfach ohne Alkohol anders reagiert, als mit. Also egal wie es vorher war, danach ist es anders. Weiss ich aber nicht, ist nur ne Vermutung.
    Oder ich bin einfach die Ausnahme, die die Regel bestaetigt.

    Wie auch immer, aufzuarbeiten haben wir allemal ne ganze Menge.

    Liebe Gruesse Koko

    Hi

    ich bin gerade nicht so zufrieden, wie es bei mir laeuft.

    Nein, ich habe nichts gertrunken, aber es faellt mir schwer. Habe nicht damit gerechnet, dass es leicht ist, aber den Weg, den ich momentan einschlage, ist ein anderer, als der, den ich gehen wollte.

    Was den Alkohol betrifft, nuechtern zu sein, ist in jedem Fall besser :) , keine Angst vor der morgendlichen Fahne (auch wenn ich sie nicht hatte, die Befurchtung war immer da und die Angst, es koennne jemand merken). Auch die bewussteren Gedanken, selbst wenn sie derzeit massiv und teilweise chaotisch auftreten, ist o.k.
    Aber es ist immernoch Verzicht. Ich weiss, dass ich es anders sehen sollte. Bin aber noch lang nicht so weit. :(

    Was mir Angst macht, (bis vor kurzem habe ich jede Nacht getraumt, meist Albtraeume ich schlafe jetzt sehr schlecht, wache irgendwann mitten in der Nacht auf und esse,( was nicht drin bleibt). Das sind keine Essanfaelle in der Groessenordnunmg, wie ich sie aus der Vergangenheit kenne, aber ich befuerchte eine Rueckkehr zur Bulimie. Beim Alkohol faengt man bei einem Rueckfall ja auch erst mit geringen Mengen an.

    Vielleicht versteht ihr dies nicht, weil die Bulimie eine ganz andere Sucht ist, aber eben auch eine Sucht. Auch wenn ich froh bin, nichts zu trinken, aber zu meiner alten Sucht zurueckzukehren ,macht mir genauso Angst.
    Die ist keineswegs besser.

    Ich weiss nicht, was ich tun soll. Hat jemand einen Rat , wie ich meine Neigung zu Suechten in positive Bahnen lenken kann? Bin nicht kuenstlerisch begabt, Sport tut mir zwar gut ( mach auch meine 1o min Fruehsport) , aber ich gehoere zu den Menschen, die sich dazu zwingen muessen, bin manchmal zu faul.

    Hoffe irgendeinen Tipp zu kriegen, auch wenn ich weiss, dass es fuer die meisten von euch mit der Bulimie schwer zu verstehen ist. Aber ich kann nicht die Meinung teilen, Hauptsache kein Alkohol.
    Solange ich das Gefuehl habe, diese Sucht, durch meine alte zu ersetzen, bin ich auf dem falschen Weg.

    So muss nun an die Arbeit, da bin ich sicher vor meinen Suechten :)
    Liebe Gruesse und einen schoenen Tag
    Koko