Beiträge von Cari21

    Übrigens gibt es gute Literatur:

    Hier im Forum bei Buch-Tipps oder so ähnlich.
    Ich habe schon einige davon gelesen, vor allem für die Kinder alkoholkranker Menschen oder über Co-Abhängigkeit.
    Ich fühlte mich da sehr verstanden.
    Auch Selbsthilfegruppen sind eine gute Anlauftstelle.
    Dass du hier ins Forum gekommen bist, war doch schon mal ein sehr guter Schritt. Also weiter so.

    Hallo Birke

    Ich kenne dein Problem nur zu gut und kann auch gut verstehen, wie du dich fühlst.
    Auch ich war jahrelang co-abhängig - bin es auch jetzt noch zum Teil, denn so einfach geht das leider nicht weg mit dem "Sich-Verantwortlich-Fühlen".
    Auch das Hinterfragen seines bisherigen Lebens ist mir bestens bekannt. Somit kann ich dich da vielleicht etwas beruhigen.

    Mein Rat ist: Am besten eine Therapie machen. Ich bin so froh, dass ich vor einem halben Jahr eine angefangen habe.
    Das "im Griff haben" ist ein typisches Muster eines Co-Abhängigen.
    Pass da also auf, dass du jetzt nicht in die Perfektionsfalle trittst. Dein bisheriges Leben hast du so bewältigt, wie du im Stande warst, es zu bewältigen und nun hast du dich eben weiterentwickelt und einen grossen Schritt gemacht. Trotzdem hast du zuvor nichts falsch gemacht. Nutze die Chance, dass du das alles für dich schon erkannt hast.
    Denn jetzt wo du es weisst, kannst du Dinge Schritt für Schritt ändern. Es ist nicht einfach, die alten Muster loszuwerden, deshalb ist eine Therapie wirklich ratsam.
    Bei Gelegenheit kann ich dir ja noch ein paar Sachen darüber erzählen, wenn du möchtest.

    Bis dahin alles Gute

    Hallo zusammen

    Heute möchte ich mich mal dafür bedanken, hier dieses Forum entdeckt zu haben. Es hat mir schon so viel geholfen.
    Man fühlt sich nicht so allein mit seiner Trauer, seiner Angst, seinen Gefühlen, weil es vielen ähnlich geht.
    Auch der Austausch ist toll. Durch vieles was ich lese, bekomme ich neue Denkanstösse und den Mut, den ihr alles besitzt, mit euren Problemen umzugehen, macht auch mir Mut.

    Seit alle herzlich gegrüsst.
    Ich bin jetzt zwei Wochen an der schönen Nordsee :)

    Cari

    Hallo liebe Lume

    Danke für deine sehr hilfreichen Worte :-).

    So Erinnerungen kenne ich auch zur Genüge und auch die Angst davor, dass sich meine Eltern trennen könnten. Denn die Entscheidung wäre mir schwer gefallen. Von daher kann ich dich auch hier gut verstehen.

    Gestern Abend rief noch meine Mutter kurz an. Irgendwie war ich nach dem Gespräch wütend, traurig und enttäuscht zugleich. Das Gespräch verlief eigentlich normal wie immer, wir hatten keine bestimmten Themen. Ich habe nur gemerkt, dass wenn ich erzähle wie es mir geht, dass sie dann auh grad von sich erzählt; sie übernimmt sich ja selber ständig, was sie langsam zu realisieren scheint. Aber es stört mich, dass sie nicht auf das von mir Gesagte eingeht. Dabei wird sie wohl, genau wie ich, vom ständigen "Helfen" die Nase voll haben, was ich ja auch verstehen kann. Aber wieso immer auf meine Kosten?
    Aber ich dachte auch: Wieso kann sie nicht mal von sich aus anrufen? Wieso macht das auch mein Vater erst, wenn ich einen "Denkanstoss" gebe. Immer rufe ich zuerst an und sie rufen erst dann an, wenn sie merken, dass ich mich lange nicht gemeldet habe; denn das mache ich ja dann mit Absicht. Mein Vater wollte schon so oft eine SMS schreiben, macht es aber trotzdem nicht. Ich weiss, dass das nicht an mir liegt, aber ich bin trotzdem traurig darüber:-(
    Ich merke auch, dass ich mich jetzt schon sehr von meinen Eltern abgegrenzt habe. Früher habe ich meine Mutter immer als meine Freundin gesehen und jetzt merke ich, dass da eine gewisse Distanz da ist, dass ich auch ihr zum Teil misstraue. Das macht mich traurig und natürlich denke ich, wie wohl so viele, dass ich auf meine Eltern doch nicht böse sein darf; ich schäme mich sogar zum Teil und fühle mich schlecht deshalb. Ich weiss; meine Gefühle sind berechtigt und ich muss mich nicht dafür schämen und trotzdem tue ich es.
    Ich hoffe ich kann einigermassen damit umgehen, sie nach meinem Urlaub mal für 2 Tage zu sehen. Ich liebe sie ja, aber irgendwie ist da auch Enttäuschung über vieles, was sich nicht einfach wegzaubern lässt, und trotzdem kann ich es ihnen nicht direkt vorwerfen. Ich muss es akzeptieren.
    Am besten ich lasse mal alles auf mich zukommen...

    So, heute Abend geht es dann in den Urlaub. Ich freue mich darauf, wenn auch noch mit mulmigem Gefühl;-).
    Aber ich denke, ich habe mir die Ruhe wirklich verdient und hoffe, dass ich mich auch ein bisschen entspannen kann :-).

    Mal sehen, wenn ich Glück habe, kann mein Partner seine Netzwerkkarte mitnehmen, dann kann ich doch ab und zu mal reinschauen ;-).
    Ansonsten hoffe ich, wir schreiben uns dann nach den Ferien wieder :-).

    Und übrigens: Du kannst mich gar nicht enttäuschen. Jeder Versuch, und wenn es nur erstmal gedanklich ist, ist doch schon mal wertvoll. Setz dich nicht unter Druck, der richtige Zeitpunkt wird kommen, wo es dir gelingt.

    Alles Gute und liebe Grüsse
    Cari

    Ja, natürlich musst du deinen Teil dafür tun. Die Therapie dient ja nicht dazu, dass sie dir Sachen vorgibt und du sie dann ausführst.
    Entweder sie gab dir die falschen Ratschläge - weil sie sich wirklich zu wenig damit befasst hat - wobei, eigentlich dürfen Therapeuten in dem Sinne keine Ratschläge geben. Du bist die Expertin und sie muss mit dir rausfinden, was du für dich brauchst. Das nur so nebenbei.

    Und was meinst du mit: Dein Leben im Griff haben?
    Verstehe mich nicht falsch, aber musst du denn dein Leben im Griff haben, um dich gut zu fühlen? Diese Frage habe ich mir auch vor ein paar Tagen gestellt. Da wir zu Hause auch immer alles im Griff haben mussten, nur ja keine Gefühle zeigen, muss man jetzt so weiter machen?
    Ausserdem sehe ich da immer noch so eine Abhängigkeit zu deiner Mutter - DIR geht es jetzt wieder schlecht, weil deine MUTTER ein Problem hat? Oder sehe ich das falsch, dann sage es mir bitte. Klar, ich verstehe, dass man da traurig und verzweifelt ist, aber du hast auch nur dieses eine Leben. Soll es dir jetzt jedes Mal so schlecht gehen, wenn das passiert?

    Zitat:
    "Von daher, was soll mir jetzt eine weitere Therapie bringen? Ich kann doch nicht bei jedem Ereignis dahin rennen?
    Irgendwie werde ich damit auch fertig werden. Ich muß halt auch "nur" noch versuchen, einigermaßen normal mit meiner Mutter umzugehen. Ist doch eigentlich einfach, oder?"

    Eine Therapie kann dich in dem Sinne weiter bringen, indem du mehr auf dich schaust.
    Das mit dem: ich kann doch nicht bei jedem Ereignis da hin rennen". Den Gedanken kenne ich: Ich weiss nur, dass das bei mir bedeutete, dass ich einmal wieder Angst vor einer Abhängigkeit hatte. Klar muss man irgendwann wieder alleine klar kommen, das kommst du doch eh, oder bewältigst du etwa nicht täglich deine Aufgaben, arbeitest du etwa nicht an dir? Nicht deine Therapeutin ändert dich, sondern das hast du dir selbst zu verdanken.
    Soviel also zu Abhängigkeit.

    Du musst also versuchen, normal mit deiner Mutter umzugehen? Wie meinst du das? Meinst du nicht auch, dass du o.k. bist, so wie du bist und auch deine Gefühle ihr gegenüber verständlich sind? Kommt es jetzt nicht mal auf sie an?
    Nicht du steuerst das doch allein, ob ihr wieder normal miteinander umgehen könnt.

    Ich könnte wohl jetzt noch einen halben Roman dazu schreiben, muss dabei aber aufpassen, dass ich nicht selbst in mein altes Muster "Helfersyndrom" reinkomme.
    Ich will nur damit sagen, dass ich deine Gefühle gut verstehe, du aber am Verhältnis zu deiner Mutter nicht viel wirst ändern können. So schnell wird sie sich nicht ändern und wenn du dort wohnen bleiben möchtest, ist es wohl besser, ihr geht euch aus dem Weg, wenn dich das "zur Normalität übergehen" stört, was ich auch verstehe.

    Ich weiss ehrlich gesagt jetzt gar nicht, auf was du mit deiner Anfangsfrage hinaus willst? Wie können wir dir helfen? Hilft dir nur schon, dass wir alle nachvollziehen können, wie es dir damit geht?

    Liebe Grüsse
    Cari

    Hallo Rattlesnake

    Ich kann summerdream da nur zustimmen. Was ich bisher von dir gelesen habe zeigt auch mir, dass du emotional noch sehr verstrickt bist. Ich weiss ja nicht, wie du es selbst siehst?

    Zu deiner Beruhigung: Ich arbeite schon eine Weile an mir, bin auch noch nicht ganz aus den Verstrickungen raus. Ich denke, das ist eh nicht so einfach, wichtig ist, dass du weisst was abläufst und auf dich schaust.

    Die Aussage: Du hast leider nix zu tun...
    Die kenne ich nur zu gut. Das bedeutet eigentlich nur, wenn ich etwas zutun hätte, dann könnte ich mich besser ablenken, dann wäre ich wieder wertvoll und bringe der Menschheit etwas. Aber wenn ich nur so rumsitze, dann kommen alle Probleme hoch und ich bin doch so echt zu nichts zu gebrauchen...
    Auch das mit den Kindern passt.
    Also ich erzähle dir das jetzt mal nur aus meiner Sicht. Ob das für dich auch so zutriffst, musst du dann für dich entscheiden.
    Noch vor ein paar Monaten war ich froh, wenn ich auf Arbeit konnte. Doch fühlte ich mich gebraucht, dort musste ich nicht über mich nachdenken und ich funktionierte. Und das perfekt!
    Dass ich mich total überforderte, über meine eigenen Grenzen ging, nicht mal mehr richtig gemerkt habe, wann es genug ist, habe ich nicht gesehen. Bis ich dann täglich totmüde war und mich meinen Problemen stellen musste und endlich auf mich schauen musste.
    Das alles nennt man übrigens auch noch "Helfersyndrom". Das heisst man definiert sich, auch durch die Situation zu Hause, über das Helfen anderer, über das Funktionieren, weil man dadurch Anerkennung bekommt und auch irgendwo Zuneigung erhält. Das man dabei aber oft nicht man selbst ist und auch Menschen hilft, die es 1. nicht verdient haben, weil sie nie für dich da sind und 2. die sich nicht helfen lassen wollen, das will man natürlich nicht sehen.

    Summerdream hat vollkommen recht. Man muss nicht alles unter Kontrolle haben. Ich kenne dieses Gefühl und am Anfang wird man fast wahnsinnig, wenn man nicht mehr gegen seine Gefühle kämpfen will, denn dann funktioniert man nicht mehr, man lässt sie zu, denn sie gehören zu dir! Das ist nicht einfach, aber das alles bist nun mal du und wenn du funktionieren willst, dann lässt du es nicht zu du selbst zu sein.

    Ich sage dir das jetzt nicht, um dir einen Ratschlag zu geben, was du zutun hast, denn das muss jeder für sich entscheiden. Ich sage es dir, weil ich mich ein Stück weit in dir erkenne und weiss wie lange es braucht, bis man das erkennt.
    Vielleicht hilft es dir auch ein wenig zu sehen, dass du nicht allein damit bist.

    Fakt ist: Tu etwas für dich, du hast es dir mehr als nur verdient! Dein Vater muss sich selbst helfen - so hart das klingt. Er weiss, wo er sich Hilfe holen müsste und er weiss auch genau, was zu tun wäre, damit es ihm besser geht. So lange er das nicht einsieht, kannst du nichts machen.

    Nutze dir Chance und mache etwas für dich. Das Forum hier ist schon mal ein guter Schritt. Ich sag nämlich immer wieder: Wir haben nur dieses eine Leben, das wurde uns geschenkt, also sollten wir es auch nutzen und das Beste rausholen (wenn auch nicht immer einfach ;) ).

    Alles Gute wünsche ich dir.

    Liebe Grüsse
    Cari

    Hallo Brit

    Du schriebst in deinem letzten Bericht, wie schlimm du das alles fandest, was du hier über uns gelesen hast, was wir haben durchmachen müssen.
    Du kommst doch selbst aus einer Alkoholikerfamilie? Schau auch mal darauf. Eigentlich sollte dir das bestens bekannt sein. Wenn du das erkennst, wie es dir damals damit erging, denn ich denke damit muss man sich befassen, wenn man endgültig davon loskommen möchte, müsstest du am besten wissen, wie deine Tochter sich fühlt.

    Gib ihr und dir Zeit. Ich finde es toll, dass du das für dich erkannt hast und nun voll und ganz für deine Tochter da sein möchtest. Den meisten von uns ist das nicht passiert :-/.
    Was du über deine Tochter geschrieben hast, zeigt doch nur, wie sehr sie dich liebt und, dass sie dich braucht. Nutze diese Chance!

    Ich wünsche euch alles Gute.

    Liebe Grüsse,
    Cari

    Hallo Cassandra

    Wie lange bist du denn in Therapie, wenn ich fragen darf?
    Ich kann dir jetzt mal die Situation von mir schildern, wie es mit meiner Therapie lief, die ich noch weiter mache.

    Ich kenne diese Gedanken von: Es bringt mich nicht weiter, ich drehe mich im Kreis und komme immer mit den selben Sachen, und es ist trotzdem noch nicht besser. Bis ich gemerkt habe, dass ich mich gegen meine Gefühle wehre, dagegen den wahren Kern vor meiner Therapeutin zu zeigen oder auch über die Ängste sprechen zu müssen. Weisst du, bei mir war es auch so, teilweise immer noch, dass ich mich unbewusst gegen Veränderungen wehre, wenn sie sehr krass sind. Ich merke das jetzt nur daran, dass ich jetzt frei bin und mein Leben geniessen kann und doch habe ich so Angst davor, dass sofort negative Gedanken kommen, wenn ich am Geniessen bin.
    Ich habe dann sehr offen mit meiner Therapeutin darüber gesprochen und ihr auch gesagt, was mir weniger etwas gebracht hat. Die Beziehung kann man nur aufbauen, und sie lebt auch davon, dass man sich ständig Feedback gibt. Der Therapeut kann ja nicht in einen reinschauen und wissen, dass man selbst mit Dingen unzufrieden ist und an manchen Stellen nicht weiterkommt. Die Therapeutin muss dann andere Wege finden, wie sie dir helfen kann.
    Klar kann eine Therapeutin die Gefühle nicht komplett nachvollziehen, dafür kann man ja dann in eine SHG gehen, aber sie kennt genaue Strategien, wie man mit gewissen Dingen umgeht, sie hört einem zu, man kann sich mal so richtig ausweinen und sie versetzt sich in einen hinein.
    Ich möchte meine Therapie nicht missen, muss ich sagen. Wenn man wirklich etwas ändern will, so meine Meinung, ist es fast sehr schwierig, das ganz allein zu schaffen, weil man gewisse Dinge auch nicht sieht, nicht von Aussen betrachten kann und dann in seinen Mustern hängen bleibt.

    Aber letztendlich hat auch jeder seinen eigenen Weg, wie er das bewältigt. Ich wünsche dir alles Gute dafür und dass du deinen Weg findest.

    Liebe Grüsse
    Cari

    Man, heute bin ich ein richtiger Trauerkloss :(
    Ich kann nicht einmal genau sagen, über was alles. Wenn ich genauer drüber nachdenke, dann sind es sehr viele Sachen...

    Gestern Abend rief mich mein Bruder an, das hat er jetzt lange nicht gemacht, fragte wie es mir geht usw. Einerseits habe ich mich so gefreut und im nächsten Moment kann ich es wieder kaum glauben, dass meine Familie sich für mich interessiert.
    Das macht mich dann erst recht traurig.
    Mein Vater hat im Moment eine trockene Phase und möchte natürlich jetzt wieder viel gut machen. Er zeigt Interesse, freut sich, wenn ich die ganze Familie besuchen komme...einerseits freue ich mich und andererseits bin ich so tieftraurig und habe ein richtiges Misstrauen, dass sich das wieder ändern könnte.

    Überhaupt habe ich Schwierigkeiten mich richtig zu entspannen und zu geniessen. Und wenn ich es denn mal ansatzweise kann, dann kommt grad wieder so ein negativer "Warngedanke", dass ich auf der Hut sein soll und lieber nicht geniessen, es könnte ja durch etwas negatives wieder zerstört werden.
    Mir fällt es schwer Spass zu haben, dabei habe ich so viele schöne Dinge um mich herum und ich mache ja auch grosse Fortschritte, allerdings bin ich mir noch nicht über alle bewusst und es nicht einfach, diese hervorzuholen.

    Am Freitag gehe ich in die Ferien. Ich fahre an die Nordsee. Auf der einen Seite freue ich mich und dann ist aber immer noch dieses Gefühl von Unbehagen und ich kriege es nicht wirklich weg. Ich möchte mich im Urlaub erholen, setze mich aber, glaube ich, zu sehr unter Druck mit diesem Gedanken.

    Schreibt mir doch, wem es ausser mir noch so geht. Ich bin für jede Geschichte, aber auch jeden guten Ratschlag, wie ihr damit umgeht, sehr dankbar.

    Alles Liebe

    Cari

    Hallo Summer!

    Das ist ja ein toller Fortschritt, den du da gemacht hast. Ich finde Schlafen ist etwas sehr wertvolles und wichtiges; umso besser, wenn du das jetzt wieder kannst :)
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    Gestern Abend habe ich mich mal entspannt und einigermassen zufrieden gefühlt.
    Ich lag im Bett und betrachtete die neu aufgehängten Kerzenhalter, die so schönes warmes Licht geben.

    Liebe Grüsse
    Cari

    Ach, ging dir das in der Schule auch so? :)
    Ich habe sogar meine guten Noten verborgen, wenn jemand anderes, den ich gern hatte, schlechter war als ich und sich meines Erachtens dafür geschämt hat.
    Im Moment merke ich so Selbstabwertungen viel und oft und dann überkommt mich meistens eine richtige Trauer.
    z.B. habe ich gestern unser Schlafzimmer mit einem Bild und zwei schönen Kerzenhaltern verschönert, dachte dann im nächsten Moment, als ich es so betrachtete, dass es blöd aussieht und ich wieder mal keinen Geschmack besitze :-/.
    Zum Glück merke ich es jetzt und kann mir dann ein grosses STOP setzen.

    Mit dem Aufdrängen, das kenne ich auch nur zu gut. Man hat die Anerkennung ja gar nicht verdient und so toll ist das ja nun auch wieder nicht, was ich da gemacht habe usw. usf. Ich denke sofort, ich sei jetzt zu abgehoben und zu egoistisch oder wenn ich mal stolz bin, dass ich ja sowieso nicht wirklich dran glauben kann.
    Ich denke das legt man nur mit Übung ab, hat man mehrere positive Erfahrungen damit gemacht, dann kann sich das legen. Wie immer braucht das sehr viel Zeit und Geduld.

    Das ist wirklich fies, zu hören, dass man alle Verhaltensweisen auf die Vergangenheit schiebt. Das musste ich mir aber auch schon anhören - sei also getröstet. Natürlich kann man nicht alles dafür verantwortlich machen, immerhin sind wir jetzt auch erwachsen und müssen die Verantwortung für uns und unser Handeln übernehmen, das heisst aber nicht, dass wir Schuld sind für gewisse Muster, die wir damals als Schutz entwickeln mussten. Wichtig ist doch, dass wir sie erkennen und etwas dagegen tun möchten.

    Ich drücke dir schon jetzt die Daumen, dass du dich traust, deine Mitkommilitonin anzusprechen ;) Das wäre dann ein grosser Schritt, würde ich sagen...

    Mmh...ich bin nicht wirklich zu einem richtigen Entschluss gekommen, was meine Mutter oder meine Eltern betrifft. Eigentlich kann ich gut nachvollziehen, wie alles ablief und warum auch meine Mutter so gehandelt hat. Böse war sie nie mit mir, sie hatte einfach kaum Zeit für mich, da sie als einzige arbeitete und ansonsten überwiegend mein Vater im Vordergrund stand. Aber hassen? Ich empfinde irgendwie keinen Hass, sondern eher Enttäuschung im Allgemeinen und viiieeellll Trauer. Ich glaube ich müsste viel mehr heulen, was das betrifft, versuche aber irgendwie immer noch die Starke zu sein und unterdrücke meine Tränen, so dass es sich dann anfühlt, als hätte ich einen dicken Klos im Hals.

    Na ja, dann mal auf in den Feierabend. Ich freue mich jetzt auf meine leckere Pasta mit Pesto a la genovese :) mmmhh... Ich liebe Pasta.
    Und sonst werde ich mich gemütlich auf's Sofa hocken und schauen, ob was gutes im TV läuft.

    Einen schönen Abend
    Cari

    Freut mich, wenn ich dir eine Freude machen konnte :) und, dass du gestern einen guten Tag hattest.

    Mein Tag gestern war eigentlich auch ganz o.k., aber ich hatte ziemlich viel gemacht (ziehe momentan wieder bei meinem Freund ein) und war abends so müde und kaputt, dass ich mal wieder eine Krise bekam. Dabei scheint es mir, als machte ich eher Rück- als Fortschritte. Ich spüre jedes Gefühl - was ja auch gut so ist - bin aber durch die Überforderung (die ich mir natürlich selbst mache) nicht wirklich in der Lage gute Erklärungen zu finden oder mich zu beruhigen. Teilweise bekomme ich dann wieder so Panik, ich könnte da nicht mehr raus kommen oder ne Depression kriegen...das ist so typisch für mich, mich in Dinge reinzusteigern und dadurch verschlimmert sich alles noch.
    Ich habe in einem Buch mal gelesen, dass man das Impulsivität nennt. Denn das bin ich wirklich. Mittlerweile erkenne ich es, manchmal kurz bevor es zum Ausbruch kommt. Teilweise war ich wegen Sachen gegenüber meinem Freund derart eifersüchtig oder regte mich über Dinge auf und dann konnte ich nur schwer damit aufhören.

    Dann hat gestern Abend die Mutter meines Freundes angerufen. Seine Eltern wissen ja noch nicht, dass wir wieder zusammen sind. Jetzt weiss es zumindest mal seine Mutter.
    Die Trennung damals verlief auch mal wieder in einer Phase der Impulsivität. Die Entscheidung kam so plötzlich, wie aus dem nichts. Ich habe nicht mal annähernd über unsere Streitereien nachdenken und eine Lösung suchen können. Ich habe alles ausgeblendet, mir noch ein richtig negatives Bild unserer Beziehung aufgebaut. Wir wollten damals in eine andere Wohnung ziehen, der Vertrag wurde paar Tage vorher unterschrieben und verpflichtete uns, mind. drei Monate drin zu wohnen und dafür auch zu zahlen. Ich habe ihn damals damit hängen lassen, er musste alles zahlen und hatte jede Menge Ärger am Hals. Heute frage ich mich, was mich dazu veranlasst hat. Ich dachte nur an Flucht. Ich habe meinen Partner für Probleme verantwortlich gemacht, wovor ich Angst hatte, diese überhaupt anzuschauen.
    Ich musste perfekt sein, also musste er es auch und ich meckerte ständig an ihm herum.
    Ich möchte mir wegen all dem keine Vorwürfe machen, denn ich weiss ja auch die Gründe dafür. Fakt ist aber auch, dass es in meiner Verantwortung lag, diese Entscheidung getroffen zu haben, wenn auch nicht mit so klarem Verstand.
    Logisch, dass seine Eltern mich jetzt nicht mit offenen Armen empfangen. Irgendwie musste ich gestern deshalb weinen, weil ich wieder mal das Gefühl das "Ablehnens" spürte.
    Heute möchte ich einen Termin für ein Treffen mit seiner Mutter ausmachen. Mit ihr habe ich mich immer gut verstanden, ich habe ich auch sehr viel über mich und das Problem meines Vaters erzählt. In dem Treffen möchte ich mit ihr darüber reden, weshalb ich ging. Ich möchte mir aber weder zuviel Verständnis erhoffen, noch möchte ich mich rechtfertigen, warum ich was tat, möchte auch nicht für alles meine Vorgeschichte in die Verantwortung ziehen, sondern einfach sagen, was ich gefühlt habe und fühle. Aber läuft es nicht doch auf das vorher beschriebene hinaus? Ich bin verwirrt :-/

    zu dem, was du schriebst:

    Mit deiner Freundin das kann ich gut verstehen. Eigentlich habe ich das auch, denn meistens wenn ich Leuten davon erzähle, dann tue ich das recht sachlich und meistens ohne grosse Gefühlsregungen, weil ich Angst habe, wenn ich den Schmerz rauslasse, dass die anderen Leute überfordert mit mir sind und ich dann eine ZUMUTUNG bin, wie du schon geschrieben hast.
    Mir geht es z.B. jetzt mit der Mutter meines Freundes so. Sie hatte immer Verständnis für mich, hat mich zum Teil sogar in Schutz genommen, mir in vielen Dingen geholfen, aber irgendwie seit meinem Weggehen habe ich grosse Angst, dass nun das ganze Gegenteil eintrifft und dass sie denkt, ich will mich mit all diesen Dingen, die ja wirklich begründet sind, nur rausreden. Eigentlich traurig, so zu denken...
    Zumal ich natürlich nicht von ihrer Meinung dazu abhängig sein sollte. Die Betonung liegt auf sollte...

    Ja, es ist wirklich bequemer nach Hause zu gehen, aber ich muss auch sagen, nach einem langen Arbeitstag verspüre ich meistens nur noch diesen Wunsch, da ich sonst überfordert bin und es mir zuviel wird, abends noch was zu machen. Vielleicht gibt sich das, wenn ich nicht mehr ganz so fest mit mir beschäftigt bin; denn das ist schon anstrengend, wenn man so an sich arbeitet.

    Zu dem, was du über deine Kommilitonin schriebst:
    Du weisst, dass dir der Mut fehlt sie zu fragen...Also, dass heisst ja nicht, dass du das dann so hinnehmen musst, oder? Wenn du das gerne möchtest, probiere es doch. Ich kenne diese Angst, die dahinter steckt, aber ganz ehrlich...die Wahrscheinlichkeit, dass sie ablehnt ist fast bei 0.

    Ja, es kann gut ein emotionales Druckmittel sein und ich kenne das gut von meinem Vater. Umso emotionaler reagiere ich jetzt darauf. Ich glaube es liegt im Moment auch daran, dass wenn ich etwas nicht tun will, dass ich es dann überbetonen und teilweise sogar rechtfertigen muss, so dass der andere das Gefühl hat, ich habe jetzt überhaupt keine Lust, sein Bedürfnis zu erfüllen.
    Ich denke aber auch, dass bei meinem Freund eine Angst dahinter steckt, mit seinen Bedürfnissen zu kurz zu kommen. Das kann auch zum Teil aus seiner Familie kommen, ist aber auch eine Sache in unserer Beziehung, durch meine Erfahrungen usw.
    Früher habe ich alles für ihn gemacht, teilweise darartig bevormundend und ungefragt, dass er manchmal sauer wurde und wenn er dann gerne etwas wollte, was ich für ihn tue, lehnte ich ab. Hier war es aber nun wirklich mal ein Wunsch von ihm, den ich nun ausgerechnet nicht erfüllte, was ihn sauer machte und mich widerrum dazu brachte, ihm vorzuwerfen, was ich denn alles für ihn tue usw.
    Wir haben über das Thema schon sehr ausführlich gesprochen, aber manchmal passiert es halt doch wieder...

    Jetzt fällt mir grad noch was sein:
    Ich habe vorhin einen Thread gelesen, auf den auch du geantwortet hast. Es ging dabei um Hass auf die eigene Mutter usw.
    Das hat mich total verwirrt und verängstigt. Im Grunde genommen hat meine Mutter mich ja auch emotional missbraucht, indem sie mir alles erzählte, mich als emotionalen Mülleimer benutzte. Ich kann mich aber auch erinnern, dass sie später oft sagte, dass ich ja auch meine Probleme habe und mich das belastet und sie mich nicht noch mit ihren Sachen belasten will. Ich widerrum habe dann abgewehrt und es war für mich natürlich selbstverständlich, dass ich ihr zuhöre.
    Mit unserem Helfersyndrom haben wir uns also wunderbar ergänzt, denn ein "Helfer" denkt nie an sich und nimmt sich auch niemals zurück.
    Sollte ich deshalb Hass verspüren? Verdränge ich etwas, rede ich etwas gut oder bin ich nur mal wieder in meiner impulsiven Denkweise hängen geblieben?
    Ich überlege angestrengt und bin verwirrt...

    Besser ich mach erstmal ne Denkpause ;)

    Bis Bald und Liebe Grüsse
    Cari

    Zuerst einmal @ summerdream:

    Vielen Dank, dass du mir diesen Tipp gegeben hast. Ich habe mir alles durchgelesen und fand gut, was die anderen dazu geschrieben haben. Es tut doch immer wieder gut, wenn es einem nicht allein so geht :-).

    Hallo Lume

    Es ist immer wieder schön von dir zu lesen :-).
    Du scheinst meine treueste "Beantworterin" zu sein *g*

    Mit der gewohnten Umgebung kann ich dich gut verstehen. Wenn ich besonders viel Stress habe oder sehr traurig bin, dann fallen mir die schönsten und vertrautesten Sachen von zu Hause wieder ein und ich möchte dann am liebsten sofort nach Hause. Es ist nun mal vertrauter als das, wo ich jetzt lebe.
    Wie lange bist du jetzt schon von zu Hause weg?

    Ich merke bei mir, dass es mit dem Heimweh vor allem in der Anfangszeit meiner Therapie ganz schlimm war. Wenn meine Therapeutin mir klarmachen wollte, dass ich mich aus dieser Abhängigkeit befreien muss und auch mal nicht hochfahren soll, vor allem wenn es mal wieder heiss hergeht daheim, dann konnte ich das absolut nicht einsehen. Für mich hat der Begriff "sich ablösen" den Weltuntergang bedeutet. Es wollte mir nicht in den Sinn, ich habe es nicht verstanden und doch wusste ich, irgendwie stimmt es so nicht, wie es jetzt ist.
    Als ich dann im März nicht hochfuhr, noch dazu an meinem Geburtstag, ging es mir so schlecht und ich hatte ein derart schlechtes Gewissen. Ich habe noch nie einen Geburtstag ohne meine Eltern gefeiert und doch weiss ich eigentlich, dass das noch öfter in meinem Leben passieren wird.

    Im Moment habe ich sogar ein bisschen Bammel davor wieder heim zu kommen.
    Entweder es liegt an dem halben Jahr, das ich sie nicht gesehen habe, oder an meinen grossen Veränderungen. Ich kann das Gefühl nur sehr schwer beschreiben. Es ist so eine gewisse Angst, einerseits wieder auf das Vertraute zu treffen und vielleicht verletzt zu werden und andererseits - mmh- wie so eine Art Angst, dass sie merken, inwieweit ich mich verändert habe und mich dann sozusagen ablehnen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es das trifft...Meine Gefühle sind auf jeden Fall gemischt.

    Ja, das siehst du richtig so, ich habe dann auch so eine Art Zwang, dass ich doch mal wieder was mit denen unternehmen sollte. Ich sehe ja auch oft, wie die anderen sich untereinander treffen und fühle mich dann einerseits so ausgegrenzt, verspüre irgendwo auch die Sehnsucht mitzukommen und auf der anderen Seite zieht es mich lieber wieder nach Hause in meine sicheren vier Wände.
    Manchmal erkenne ich mich dann selbst nicht wieder; denn sollte ich mich doch einmal aufgerafft haben, um tanzen zu gehen oder dergleichen, dann kann ich so auftauen und Spass haben, dass die anderen, die mich so ja nicht kennen, mich ganz verwundert fragen, was mit mir los ist. Kennst du das auch?

    Ich denke es ist wirklich schwierig, eine richtig gute Freundin zu finden, weil das auch Zeit braucht. Hier wo ich jetzt bin fange ich ja praktisch wieder bei null an und wenn ich vor allem merke, dass ich genau jetzt eine gute Freundin bräuchte und es ist einfach keine da, dann habe ich erst recht keine Lust, mir wieder neu eine aufzubauen.
    Ich habe zwar schon noch Freunde in der alten Heimat, aber über so grosse Entfernung ist das so gut wie unmöglich und auch nicht das gleiche, als wenn man sich persönlich unterhält.
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    Man war das ein Tag heute.
    Der Morgen verlief, würde ich sagen, mal wieder nach altem Muster. Mein Freund hat mich um etwas gebeten oder besser gesagt um zwei Sachen und die eine Sache wollte ich nicht erledigen, weil ich gemerkt habe, dass es mir zuviel ist. Genauer gesagt sollte ich bestimmten Kaffee kaufen, da der Laden aber nicht auf dem Weg liegt und ich für einen Umweg am Abend keine Zeit habe, sagte ich ihm also, dass ich ihn heute nicht holen kann und es mir zuviel ist.
    Er wiederum reagiert enttäuscht und kommt dann mit dem typischen Satz: "Dann muss ich es eben am Freitag selbst machen, wenn ich eher von Arbeit komme."
    In dem Moment habe ich das Gefühl, ich müsste mich für mein Bedürfnis rechtfertigen, werde also recht laut und rege mich über seine Reaktion und sein absolutes Unverständnis auf. Mein Freund geht dann ohne ein Wort, weil er es nicht mag, wenn man laut mit ihm redet.
    Ich schaue ihm dann hinterher und rege mich über ihn und über mich auf.
    Dabei geht es hier ja um zweierlei Bedürfnisse und beide sind verständlich.
    Ich hätte mich gar nicht rechtfertigen müssen, hatte aber sofort ein schlechtes Gewissen, weil ich abgelehnt hatte.
    Und da mein Freund meine überfürsorgliche Hilfe kennt (jetzt mittlerweile 6 Jahre) und sie auch schätzt - und natürlich nicht einschätzen kann, wann ich über meine Grenzen gehe -
    scheint es ihn nun zu verwirren, wenn ich ablehne.
    Mir fällt es halt noch schwer diese Enttäuschung anderer abzutun und zu sagen: "Ja dann halt...ich schaffe es nicht heute, kann es aber gerne an einem andern Tag machen und wenn dir das nicht langt, musst du selbst sehen."

    Gestern Abend hatte ich auch wieder mal eine kleine Krise. Bei mir scheint es wohl wirklich so zu sein, dass ich unheimlich traurig werde, wenn ich besonders müde bin. Ich könnte dann durchweg heulen, weiss teilweise aber nicht mal warum. Erst wenn die Tränen kommen, fallen mir wieder Dinge ein, die ich vermisse oder nie hatte, ich komme wieder in alte Kindheitsgeschichten rein.
    Z.B. habe ich im Moment immer das Bild vor Augen, wie mein Vater mich als kleines Kind umarmt. Manchmal kommt mir das alles so unwirklich vor.
    Oder ich stelle mir vor, wie ich in Tränen ausbreche, wenn ich Ende Juli meine Eltern besuche und sie mich zur Begrüssung umarmen. In dem Moment bekomme ich dann immer ein Gefühl zwischen Trauer, Wut und Geborgenheit. Es fühlt sich jedenfalls komisch und ich bin dann immer richtig verwirrt.

    So, es wird Zeit ein wenig weiter zu arbeiten :-). Bis 17:00 Uhr heisst es durchhalten...

    Liebe Grüsse

    Cari

    Ja, du bringst mich gerade auf einen Gedanken...Vielleicht ist genau das auch mein Problem, dass ich durch mein "Helfersyndrom" einfach zu viel von den Leuten erwarte. Soviel Verständnis - was doch wirklich des guten zuviel war - wie ich anderen entgegen brachte, erwarte ich nun wohl auch zurück zu bekommen...und desto enttäuschter wird man dann, wenn es nicht eintrifft.
    Das einzige, was ich definitiv verlange ist, dass wenn ich mich schon anvertraue, mir dann zugehört wird und vielleicht sogar etwas dazu gesagt wird.

    Ich kann dich einerseits gut verstehen, dass du auch mal wieder nach Hause musst, aber was genau meinst du mit "bei dir sein". Bist du unter der Woche sonst nicht bei dir?
    Meinst du einfach die vertraute Umgebung, dein Zimmer?

    Das ist wirklich ein schönes Erlebnis, das du da beschreibst. Kann ich gut nachvollziehen, dass dich das gefreut hat.

    Ja, mit dem Rausgehen muss ich auch langsam machen, nur mögen mich viele Leute gerade hier auf Arbeit und fragen schon immer, wann ich denn mal wieder Zeit hätte. Ich mag die meisten recht gerne, aber es ist nicht so intensiv, dass ich wirklich Lust habe, etwas zu machen. Andererseits lernt man Menschen ja nur intensiv kennen, indem man etwas mit ihnen unternimmt. Na ja, momentan bin ich nach der Arbeit lieber zu Hause, schaue gemütlich einen Film oder entspanne mich anderweitig.
    Zum Glück ist mein Freund auch eher der gemütliche Typ und verbringt gerne viel Zeit zu Hause. Ich weiss nicht, aber ich fühle mich dort geborgen.

    Eine Kollegin von mir sagte mir, als ich mich das halbe Jahr von meinem Freund trennte, dass ich doch mehr Freunde "gewinnen" soll. So ungefähr, ich würde mich von ihm abhängig machen. Ich kann allerdings nicht sagen, dass ich in diesem halben Jahr viel mehr weg gegangen bin; wenn auch etwas mehr. Aber viel glücklicher hat es mich nicht gemacht, zumal ich nicht meine eigenen vier Wände hatte; sonst wäre ich sicher auch mehr zu Hause geblieben.
    Und wenn ich meine Kollegin so anschaue; sie hat viele Freunde/innen, dadurch, so scheint mir, viele Verpflichtungen und ständig Termine. Für mich wäre das nichts, denn ich brauche auch viel Zeit für mich. Was ich brauche, ist eine richtig gute Freundin, eine, mehr brauche ich gar nicht.

    So, das soll es für heute erstmal gewesen sein.

    Bis Bald

    Cari

    Hallo Flipper

    Zuerst einmal schön, dich hier im Forum begrüssen zu dürfen.

    Ich kann dich sehr gut verstehen mit deinen Ängsten, Sorgen und Gedanken.
    Mein Vater ist auch seit mehreren Jahren abhängig und war im Februar im Delyrium, das war schlimm...

    Ich möchte dir an sich keinen Ratschlag geben, aber ich kann aus meiner Erfahrung reden.
    Was habe ich nicht alles für meinen Vater getan, mit ihm Diskussionen geführt usw. Es hat alles nichts gebracht.
    Wie der Hausarzt schon gesagt hat: Ohne seine Einwilligung geht nichts, so schlimm es auch sein mag. Was nützt es, wenn man so einen Menschen zu irgend etwas zwingt, wozu er selbst nicht bereit ist? Das kann nur schief gehen, denn er sieht so ja sein Problem nicht.

    Die nächste Sache, die du beschreibst, kenne ich auch zu gut, wenn auch nicht in diesem Ausmass. Du machst sehr viel für deinen Vater und machst dir sicher grosse Sorgen, aber wie du schon sagtest: du kannst nicht mehr. Ein gutes Warnsignal, damit aufzuhören, so hart es auch sein mag.
    Bei meinem Vater ist meine Mutter diejenige, die alles für ihn macht und das bringt denjenigen in eine derartige Abhängigkeit, dass er sich noch mehr gehen lässt und nichts für sich tut. Eigentlich ist das Helfen-Wollen ja gut gemeint und in dem Sinne auch nichts Falsches, aber für einen Abhängigen grundverkehrt. Er bekommt doch alles gemacht, wieso sollte er also aus seinem Loch rauskommen?

    Ich verstehe dich wirklich gut und ich kenne diese Angst, aber wie viel Angst du auch hast, was du auch tust, es wird sich nichts ändern, so lange er nicht will. Das ist die traurige Realität.
    Deshalb mein Tipp: Geh mit deinem Mann und deinen beiden Kindern in den Urlaub. Erstens deinen Kindern zuliebe, aber auch dir und deinem Mann zuliebe, denn das habt ihr euch nach soviel aufopferungsvoller Hilfe redlich verdient.

    Ich wünsche dir alles Gute
    Cari

    Gut, dass ich den Thread heute eröffnet habe, denn das passt gerade recht gut.

    Am Morgen wachte ich bereits mit einer recht miesen Laune auf - das ist bei mir meistens der Fall, wenn ich müde bin - und dann wird natürlich mal wieder alles kritisiert, was zu kritisieren geht.
    Auf Arbeit bin ich im Moment allein und kann mir die Arbeit gut einteilen, d.h. im Moment gehe ich es etwas gemütlicher an, da unsere Kinder in den Ferien sind. Das macht mich teilweise so unzufrieden, wenn ich nicht das bestimmte Mass an Leistung erbringe, dass ich mich dann wieder regelrecht selbst abwerte. So ungefähr, wenn ich nicht bis ans Limit arbeite, dann habe ich heute nichts geschafft.

    Das nächste ist: meine Arbeitskollegen/innen mögen mich, ich werde angelächelt, man interessiert sich für mich, fragt nach oder beginnt eine Unterhaltung und ich denke mal wieder: Hä, meinen die mich? Was mögen die so an mir bzw. warum mögen die mich? Totale Selbstabwertung.
    Je nach dem wird es noch einmal doppelt abgewertet, indem ich mich über die Abwertung an sich ärgere.

    So komme ich nirgendwo hin.
    Meine Dankbarkeit für den heutigen Tag:
    Ich erkenne, wann ich ungeduldig und unzufrieden werde. Also kann ich es ändern...Ich kann einerseits akzeptieren, dass ich solche Muster habe und versuchen mich anzunehmen. Nur geschieht dies halt erstmal nur mit dem Verstand.
    Die Seele will das ganze noch nicht so richtig mitmachen.

    Immerhin weiss ich jetzt, was ich fühle und wann ich es fühle. Für mich ein grosser Fortschritt und auf der anderen Seite; meine Seele habe ich so lange nicht achten können, also wird sich das auch nicht auf knopfdruck ändern lassen.

    Ich versuche mich weiter an ein wenig Zeit und Geduld.

    Bis dahin
    Cari

    Hallo allerseits

    Ich dachte, ich öffne mal noch einen neuen Thread zum Thema "Dankbarkeit".
    Wer möchte, kann hier also gern einmal sich selbst "danken" für das, was er schon geschafft hat, dankbar auch für die kleinen Dinge sein.

    Ich habe nämlich bei mir festgestellt, dass ich durch meinen Perfektionismus und meine Unzufriedenheit gar nicht mehr sehe, wie viel ich eigentlich schon geschafft habe, wie viele tolle Dinge es auch in meinem Leben gibt, die man nicht missachten darf.

    Als ich meine Therapie begann, ging bei mir alles so derartig im Eiltempo; alle möglichen Themen wurden angesprochen, ich wollte alles auf einmal klären und jetzt kommt mein Inneres gar nicht mehr ganz mit.
    Darum möchte auch ich hier in Zukunft ein paar Dinge aufschreiben, die ich positiv finde oder die ich schon bewältigt habe.

    Liebe Grüsse
    Cari

    Hallo Lume, hallo Couchcool

    Gut, dass ihr das Thema "Besonders" und Hobby's ansprecht.
    Über Gedankenanstösse bin ich immer wieder froh und entdecke so manch eine Gemeinsamkeit.

    Wenn manch einer in meinem Alter wüsste, dass ich zu Hause sticke oder sonst irgendwelche Handarbeiten mache, würde er mich wahrscheinlich auslachen. Oder scheint mir das nur so?:-)
    Mich entspannt so etwas.
    Oder ich interessiere mich sehr für Gärten, für Pflanzen, möchte später selbst einmal einen grossen Garten haben, in dem ich viele verschiedene Blumen pflanzen kann.
    Interessen wie Disco und Party's kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ich tanze sehr gerne und ein-/zweimal im Jahr gehe ich auch mal gerne mit, aber sonst...Wenn ich dann aber so viele in meinem Alter sehe, die genau das tun, frage ich mich wieder, ob ich "normal" bin.
    Ansonsten habe ich auch keine bestimmten Hobby's wie andere z.B. malen.
    Ich wollte es mal mit Gitarre probieren, habe mir auch eine gekauft, aber irgendwie steht sie nur in der Ecke und ich habe keine Lust, darauf zu üben.
    Ansonsten hätte ich richtig Lust, eine eigene Biographie zu schreiben, habe aber irgendwie auch Angst davor, all die Sachen wieder aufzurollen, die auch weh tun. Na ja, mal sehen...

    Manchmal wäre ich auch gern weniger besonders, etwas unbeschwerter und nicht ganz so ernst und nachdenklich, da ich das aber nun einmal nicht bin - vielleicht wird es ja irgendwann, wenn ich mich mehr annehmen kann - möchte ich es gerne so akzeptieren, wie es ist. Nicht immer einfach, versteht sich.

    Wie geht es dir Couchcool eigentlich damit, seit du so an dir gearbeitet hast? Hast du auch das Gefühl, vor allem gegenüber Leuten, die du Jahre kennst (Verwandte usw.), du hättest dich total verändert und die könnten dich jetzt komisch finden, nicht mehr mögen etc. Wenn ich daran denke, dass ich jetzt zu meinen Eltern/Grosseltern hochfahre, mit soviel neuem Wissen/neuen Erfahrungen, dann überfällt mich leichte Panik.

    Viele Grüsse

    Hallo Lume

    Klingt wirklich traurig, das mit deinen Freundinnen :(
    Eben, ich kam jetzt auch nach Jahren mit dem Thema, war sonst immer diejenige, die stark war, für alles eine Lösung wusste. Meine Freundin ist sehr zurückhaltend, schüchtern und ich würde fast sagen griesgrämig. Ihr Vater hatte vor Jahren eine schwere Depression und kam in die Klinik.
    Wenn wir uns trafen, kam es mir oft so vor, als müsste ich den "Clown" spielen, verschiedene Themen anschneiden usw., weil sie fast nichts zu sagen wusste. Und dann ist sie immer aufgetaut...
    Im Februar ging es mir schlecht und als ich dann mal andeutungsweise anmerkte, um was es geht, kam nicht mehr als ein Stirnrunzeln. Auf der anderen Seite kann ich es aber auch nicht verübeln.
    Entweder ich kann damit leben, dass sie mit dem Thema überfordert ist oder ich muss sie als Freundin vergessen. Ich kann Menschen nicht ändern; wie sie mich nicht ändern können.
    Gute Freunde zu finden, ist wahrscheinlich genauso Glückssache, wie einen guten Partner zu finden.
    Ich werde mich in Zukunft versuchen nicht mehr vor den Leuten zu verstellen, werde nicht mehr auf Knopfdruck diese strahlende Frau sein, wenn mir nicht danach ist und vielleicht lerne ich irgendwann eine richtig gute Freundin kennen :-).

    Ich kenne das auch, mit dem Nachhause-Reisen. Ich habe aber so für mich gemerkt, dass ich dann am liebsten immer zu Hause bleiben würde, so gross war meine Abhängigkeit. Denn trotz der Alkoholsucht meines Vaters, habe ich dort immer sehr behütet gelebt.
    Aber so lange ich dieses Sehnsucht hatte, konnte ich mir hier kein richtiges Leben aufbauen, denn das ist nunmal jetzt hier.
    Hast du denn in Jena eine eigene Wohnung oder lebst du in einer WG? Das macht ja auch oft eine Unterschied aus.

    Ja, leider stimmt es, dass sich Alkoholiker dann oft das nehmen, was sie brauchen. Wobei ich da auch vorsichtig bin. Es stimmt sicher nicht immer, denn irgendwo liebt auch ein Alkoholiker, was ich schon so gelesen habe. Mein Vater macht mir z.B. immer so kleine Aufmerksamkeiten. Er hat mir einen Hammer und eine Zange (für's Handwerken ;-), geschenkt, in denen er meinen Namen und das Datum eingraviert hat. Zum einen Teil denke ich, wollte er mich wieder ein Stück zu sich zurück holen, aber zum anderen Teil denke ich trotzdem, dass er mir auch Zuneigung geben wollte, was auch immer das bei einem Alkoholiker bedeuten mag.
    Meine Mutter brachte mir dieses Jahr eine weisse Robbe aus Plüsch mit, als sie von ihrer Kur kam. Das hat mich so zu Tränen gerührt. Ich weiss, es ist nur etwas Materielles, aber ich liebe Kuscheltiere und wenn sie auch noch von einer Person geschenkt werden, die ich liebe, dann bedeutet mir das viel. Irgendwie ist es für mich so ein Symbol etwas "im Arm halten" zu können. Mag vielleicht kindisch klingen und vielleicht bin ich da in einer kleinen Fantasiewelt, aber ich mag das.

    Schon interessant, wie sich das bei dir mit der französischen Revolution geäussert hat; wie der Mensch sozusagen auch auf Stress reagiert und mit anderen Dingen ablenkt.

    Ich bekam mit 15/16 eine Phobie, d.h. ich dachte immer, ich falle in Ohnmacht, wenn ich auf öffentlichen Plätzen bin, ass ich mit vielen fremden Leuten an einem Tisch, dann konnte ich kaum etwas essen, so schlecht war mir. Frag mich nicht, wie ich das wieder los geworden bin, auf jeden Fall ohne Therapie; ich habe mich einfach immer mit der Situation konfrontiert.
    Ich muss aber sagen, dass ich mich auch heute noch in meinen eigenen vier Wänden oder dann wirklich nur mit sehr vertrauten Personen/Umfeld wohl fühle. Sobald ich länger zwischen Menschenmassen bin oder zuviele Dinge auf einmal sehe, kommt es bei mir zu einer Reiz-Überflutung und ich bin überfordert und müde.
    D.h. einerseits sollte ich mehr raus gehen und andererseits darf ich mich aber auch nicht überfordern ;-).

    Bis dahin einen guten Wochenanfang.

    Liebe Grüsse
    Cari

    Hallo Lume

    Schön, dass du mir geantwortet hast; trotz Überforderung ;-).

    Und im übrigen: Du missbrauchst meinen Thread nicht für deine psychologischen Nöte. Im Gegenteil; durch das Lesen anderer Nöte fühle ich mich nicht so allein, denn oft sind sie ja ähnlich wie die, die man selbst hat.

    Ja du hast recht, zum Teil ist es Resignation, was meine Freundschaft betrifft. Ich hatte das Thema bereits mit meiner Therapeutin. Auch sie sagte mir, dass ich von niemandem verlangen kann, dass derjenige mich vollkommen versteht. Gewisse Sachen sind nun mal für Aussenstehende nicht nachvollziehbar. Aber eigentlich erwarte ich schon von einer guten Freundschaft Verständnis oder zumindest den Versuch dazu. Ach, ich weiss es nicht...Ich bin gerade etwas verwirrt, weil ich eigentlich überhaupt nicht weiss, was eine gute Freundschaft ist.
    Ich habe hier auf Arbeit eine 60 Jährige Freundin, bei der ich damals mein Praktikum machte. Ich mag sie sehr, sie versteht mich, ich kann ihr alles erzählen und sie vertraut mir sehr viel an. Das finde ich toll.
    Aber irgendwie finde ich es nicht bei Leuten in meiner Altersgruppe. Entweder sind diese mit meiner tiefgründigen Art zu Denken überfordert - zumindest ist das meine Interpretation, wenn ich über mich erzähle und dann wird schnell das Thema gewechselt oder es wird gar nichts dazu gesagt oder die Leute sind mir einfach zu oberflächlich. Woran mag das liegen? Ich habe irgendwie in letzter Zeit immer das Gefühl, ich müsste Leuten, mit denen ich wirklich eine tiefgründige Beziehung führen möchte und die ich mag, meine ganze Lebensgeschichte erzählen, um zu zeigen wer ich bin. Aber irgendwie kann das doch auch nicht richtig sein...ach ja, es gibt ja kein richtig oder falsch ;-). Bin verwirrt...

    Das mit den 700km hat eigentlich wenig mit meinen Eltern zu tun. Ich glaube vielleicht ein bisschen im Unterbewusstsein, sonst hätte ich damals wahrscheinlich überhaupt nicht gehen können, denn ich fühlte mich ja ach so verantwortlich.
    Der Hauptgrund war mein Freund, der von dort nicht wegziehen konnte, weil er in Ausbildung war und auch eine gute Stelle hatte. Ich habe das Abitur frisch gemacht und dann bin ich grad einen Tag nach der Zeugnisausgabe weg gegangen.
    Ich war dann jeden Monat oder jeden 2. zu Hause, habe manchmal jeden Tag mit meinen Eltern telefoniert - das heisst Abstand war auch trotz der 700km nicht wirklich da. Ich war vollkommen abhängig von meinen Eltern und von der Situation zu Hause.
    Der räumliche Abstand tat mir in dem Sinne gut, dass ich nicht mehr jeden Tag Streitereien oder sonstiges mitbekommen musste.
    Ja, ist es schön, dass gerade mein Vater sagen konnte, dass ich es nicht immer einfach hatte und auch meine Mutter machte sich Vorwürfe, dass sie nicht eher weg ist von ihm, um mir ein besseres Leben zu bieten usw. Ich bin nur so misstrauisch geworden, dass ich manchmal gar nicht weiss, ob da nicht Hintergedanken versteckt sind, ob die Reaktion jetzt nicht nur kam, damit ich baldmöglichst wieder hochfahre, um mich zu kümmern...oh, ich muss aufhören das zu schreiben, merke ich. Ich weiss es einfach nicht. Ich möchte so gern glauben, dass da auch Zuneigung ist - und sicher ist da welche vorhanden. Nur habe ich eben schon genug Situationen erlebt, bei denen man "lieb" zu mir war, nachdem man seine Schuld erkannt hatte und mich nun wieder brauchte.
    Worte betrachte ich oft mit Skepsis - sagen kann man viel. Ich hätte es z.B. so gern gehabt, wenn meine Eltern mich in den Arm genommen hätten. Das hat mir immer sehr gefehlt. Und war ich mal richtig traurig, was ja oft mit der Situation daheim zusammenhing, so wurde das nur eine gewisse Zeit toleriert, dann musste ich wieder fröhlich oder zumindest "normal wie immer" sein.
    Auf der anderen Seite denke ich aber auch - das war alles so festgefahren, jeder war mit seiner Situation allein und jeder war überfordert. Es war kein Platz für den anderen da oder dann nur für meinen Vater.

    Ich finde es schön, dass du trotz deiner Überforderung geantwortet hast. Natürlich kann mir da niemand einen guten Rat geben. Ich muss es wohl akzeptieren lernen, dass es auch solche Dinge im Leben gibt bzw. dass es Leute gibt, die dies als einzige Lösungsmöglichkeit für sich sehen; denn das kommt ja nicht einfach so.
    Wahrscheinlich stecken da genau meine Grundängste dahinter: Angst vor Verlust/Tod, Angst die Kontrolle zu verlieren usw. usf.
    Da werden noch einige Sitzungen fällig sein, bis ich besser damit umgehen kann.
    Es hat mich aber ein wenig erleichtert, als du das mit der französischen Revolution geschrieben hast. Ich finde das überhaupt nicht gaga.
    Das sind ja oft so Fluchtfantasien, um nur ja nicht das eigentliche Problem anschauen zu müssen. Von dem her sehr verständlich.
    Wie hat sich das denn bei dir geäussert, wenn ich fragen darf?

    Mir passiert es übrigens immer wieder, dass ich mich in Dinge so reinsteigere. Zum Beispiel vertrage ich ja sehr schlecht Kritik und früher habe ich mich dann derartig fertig gemacht, mich hineingesteigert, dass ich plötzlich alles falsch mache oder ich war böse auf den, der mich Kritisiert hat und begann mich zu rechtfertigen.

    Ja, ja, es gibt noch viel zu lernen, stelle ich fest :-).

    Liebe Grüsse und schönes Wochenende an alle die das lesen.
    Cari