Hallo Ratlosemutter,
ich schreibe Dir als trockene Alkoholikerin, als eine Tochter die auch ihre Mutter fast zur Verzweiflung getrieben hat.
Meine Mutter hat immer zu mir gestanden (auch aus Zweifeln und Vorwürfen) , bis zu dem Punkt wo sie sich Hilfe holte und zu mir sagte: ich kann und ich will nicht mehr. Wenn Du aufhörst zu trinken, dann bist Du willkommen, sonst nicht, hol Dir Hilfe. Klopfe nicht an meine Tür, sie wird so lange Verschlossen sein, bist Du mir zeigst das Du ohne dieses Zeug leben kannst.
Und .. ich habe mich verkrochen, weiter getrunken, bis es nicht mehr ging und ich es ihr beweisen wollte, ich holte mir Hilfe.
Irgendwann hat es klick gemacht, dass ich es nur für mich mache.
Zitat
Aber wie weit soll ich ihn jetzt fallen lassen? Kein Essen mitmachen oder die Wäsche? Ob man jetzt für 3 oder für 4 kocht, ist doch egal.
Es ist nicht egal, weil Du auch an Dich denken musst.
Du schreibst Du hast es mit Deinen Vater schon mal durch, als Kind konntest Du nicht viel machen und Du möchtest es nicht noch mal, aber Du kannst jetzt für Dich sorgen.
Ob er nun Alkoholiker ist oder "nur" Mißbrauch vorliegt, liebe Ratlosemutter - wenn es Dir damit nicht gut geht, lass Dein Bauchgefühl entscheiden, aber nur er kann für sich selbst die Entscheidung treffen für sein Leben etwas zu machen.
LG die kawi