Beiträge von kawi

    Guten Morgen Glenny,

    für mich ist es kein outen, wenn ich erzähle ich bin trockene Alkoholikerin, es ist mein Schutz.

    Und ja, auch mir ist egal was mein Gegenüber darüber denkt, weil es hier um mein Leben geht.

    Die ambulante Therapie kann sehr unterschiedlich sein, aber wichtig ist, das Du für Dich dabei bist.
    Hier kannst Du für Dich Hilfe erhalten, sofern Du es zulässt.

    Zitat

    Also, wenn Du Lust hast erzähle mir mehr über Deine ambulante Therapie.


    Das würde ich persönlich nicht so gut finden, weil es hier im Forum um Dich geht und nicht um Andere.

    So meine Gedanken.

    die kawi

    Zitat von bibo614

    Hallo an alle, es liegt mir da was auf dem Herzen und ich hätte gerne mal gewusst, ob Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Es geht mir um die Grundbausteine 4 und 8 (Offenheit und Ehrlichkeit; Unterstützung durch die Familie und das Umfeld).

    Hallo Bibo614,

    über Jahre etwas kaputt gemacht, dass kittet sich nicht so schnell. Die Erfahrung habe ich gemacht.

    Ich rede offen über meine Sucht, manchmal habe ich mein Gegenüber auch vollgequatscht damit. Aber es hat mir geholfen.
    Offenheit und Ehrlichkeit ist in erster Linie für mich wichtig, wie gehe ich mit meiner Sucht um. Ohne diese Ehrlichkeit und Offenheit wäre ich heute nicht mehr trocken, weil ich mich verstecken müsste, aber das muß ich nicht. Ich lebe im hier und jetzt und ich bin auch nicht schlechter oder anders als ein gesunder Mensch.

    Meine Familie hat versucht sich damit auseinder zu setzen, aber sie können nicht das verstehen, was ich als Süchtige verstehe, also habe ich mir "Gleichgesinnte" gesucht und auch gefunden.
    Heute habe ich ein Umfeld, was mich akzeptiert und respektiert so wie ich bin, eine trockene Alkoholikerin.

    Zitat

    Grundbausteine 4 und 8 nicht anwendbar

    doch aber nicht von heute auf morgen.

    LG die kawi

    Liebe Ratlosemutter,

    Zitat

    Kann ich noch die Hoffnung haben, dass er erst am Anfang ist und das Ruder noch herumreißt oder geht es doch zwangsläufig in die Laufbahn eines Alkoholikers??

    Ich weiß es nicht.

    Aber wenn Du so schreibst erkenn ich mich ein bisschen wieder.

    Nur schlimm ist wenn er nicht macht, wenn er sich Hilfe holt und nicht mehr trinkt, dann ist es machbar.
    Du ich bin zwar schon einige Jahre trocken aber ich bleibe eine Alkoholkerin, ich bin eben eine trockene Alkoholkerin.

    Wenn ich darf,ich umarm Dich und schicke eine große Portion Kraft.

    LG die kawi

    Hallo

    inder Grabe in der Frankfurter Allee 40, aber ich glaube dort ist am Wochenende geschlossen.

    Cafè Q 43, Kurfürstenstraße 43
    Café Nüchtern, Fehrbelliner Str. 55
    schau mit www. unter Landesstelle berlin, da findest Du viele, sicherlich auch in Düsseldorf.


    @ NL2009

    Zitat

    warum sollen "normale" Menschen auf deine Krankheit Rücksicht nehmen, indem garkein Alkohol angeboten wird ?

    aus Liebe, aus Repekt .... .

    die kawi

    Hallo Ratlosemutter,
    angefangen hat es zwischen 14 bis 16, ausgeklinkt bin ich mit 18 (eigene Wohung). Mit 23 hat man mir gesagt in dem Alter bist Du nur gefährdet, daran habe ich mich festgehalten, obwohl ich es besser wusste. Mit 26 da hat es dann klick gmacht ud seit dem bin ich trocken - nun über 11 Jahre.

    Ja auch ich war gehässig und auch abweisend, agressiv....

    Mach Dir bitte keine Vorwürfe, sondern denke in erster Linie an Dich.

    Ich schicke mal ne große Portion Kraft zu Dir.

    LG die kawi

    Hallo Ratlosemutter,

    ich schreibe Dir als trockene Alkoholikerin, als eine Tochter die auch ihre Mutter fast zur Verzweiflung getrieben hat.
    Meine Mutter hat immer zu mir gestanden (auch aus Zweifeln und Vorwürfen) , bis zu dem Punkt wo sie sich Hilfe holte und zu mir sagte: ich kann und ich will nicht mehr. Wenn Du aufhörst zu trinken, dann bist Du willkommen, sonst nicht, hol Dir Hilfe. Klopfe nicht an meine Tür, sie wird so lange Verschlossen sein, bist Du mir zeigst das Du ohne dieses Zeug leben kannst.

    Und .. ich habe mich verkrochen, weiter getrunken, bis es nicht mehr ging und ich es ihr beweisen wollte, ich holte mir Hilfe.
    Irgendwann hat es klick gemacht, dass ich es nur für mich mache.

    Zitat

    Aber wie weit soll ich ihn jetzt fallen lassen? Kein Essen mitmachen oder die Wäsche? Ob man jetzt für 3 oder für 4 kocht, ist doch egal.


    Es ist nicht egal, weil Du auch an Dich denken musst.
    Du schreibst Du hast es mit Deinen Vater schon mal durch, als Kind konntest Du nicht viel machen und Du möchtest es nicht noch mal, aber Du kannst jetzt für Dich sorgen.

    Ob er nun Alkoholiker ist oder "nur" Mißbrauch vorliegt, liebe Ratlosemutter - wenn es Dir damit nicht gut geht, lass Dein Bauchgefühl entscheiden, aber nur er kann für sich selbst die Entscheidung treffen für sein Leben etwas zu machen.

    LG die kawi

    Holla,

    es gibt auch nicht suchtkranke Menschen die sich aus Liebe und Respekt zum Partner für ein alkohlfreies Leben entscheiden.

    Ein solches Exemplar habe ich.

    Nachdem ich zum Beginn unserer Beziehung offen darüber gesprochen habe, hat sich mein heutiger Mann entschieden nichts mehr zu trinken. Er hat es nicht an die grosse Glocke gehängt sondern einfach nichts getrunken.

    Unser Heim ist alkoholfrei und wenn wir unterwegs sind, hat er - seine Aussage - kein Verlangen Alkohol zu trinken.

    Zum Anfang haben es seine Freunde nicht verstanden - er hatte hier Gespräche mit ihnen. Irgendwann erzählte mir sein bester Kumpel, dass er sagte: es wäre für ihn selbstverständlich nichts zu trinken, da es um mein Leben geht und er würde sich freuen wenn sie es respektieren würden, verstehen müssten sie es nicht.

    So meine Gedanken.

    die kawi

    Hallo Lefty,

    ich lese bei Dir hier schon seit einigen Tagen, dass es Dir nicht wirklich gut geht, so ne Null-Bock-Stimmung?

    Was hast Du die letzten Tage eigentlich für Dich gemacht?

    VG die kawi

    Also devot, bin ich definitiv nisch. :wink: Dagegen wehr ich mich. Sollte eigentlich spassig klingen :lol:

    Mh, aber Fussball schauen = Suchtverlagerung?? nee ein gutes Spiel schau ich mich auch an, bzw, schlaf auch mal dabei ein.

    Sofern mich Sachen aufregen, arbeitet es doch in und mit mir?

    Als ich trocken wurde, war ich faziniert vom Sport, bis zu 7 x die Woche´, zum Glück für mich flaute es irgendwann ab, Sport war tabu, aber für mein Ventil gehe ich heute 2* die Woche (hier kann ich super toll auch meinen Frust loslassen).

    VG die kawi

    Zitat

    Ich schildere mal grob die heutige Situation. Es gibt eine Person in meinem Arbeitsumfeld, vor der fast alle Kollegen Angst haben.

    Zitat

    Diese Kollegin ist wirklich der Graus, ich habe jetzt mitbekommen, dass sie mich hintenrum bei Vorgesetzten schlecht macht, mit Lügen. Und das, obwohl ich über ein Jahr ihre Faulheit vor den Vorgesetzten gedeckt habe

    .

    Auf jeden Fall ist das Mobbing, aber was soll daran schlecht sein, mal aus der Haut zu fahren?
    Wenn fast alle Kollegen Angst haben, wie soll sie sich Gehör verschaffen? Wenn alle Kuschen? Es kann dazu führen, dass sie als Anstifter dasteht und den Job verliert, wenn die Gegenpartei dies als Mobbing bezeichnet.

    Kämpferherz, hast Du die Möglichkeit Dir einen neuen Job zu suchen, oder aber Kollegen zu finden die hinter Dir stehen?

    Darf ich noch etwas fragen?

    Warum löst er bei Dir die Mißmutigkeit aus?

    Und es gibt doch noch andere Ventile, als Schokolade essen, und ich vergleiche jetzt keine Äpfel mit Birnen versprochen. :wink: