Richtig "wenn Frauen zu sehr lieben" leidenschaftlich lieben. Das Buch ist klasse, war eine ganze Stunde nur bei mir. Lieben Dank für deine Buchtipps, werde ich mir in jedem Fall besorgen, ich habe immer gern gelesen, selbst dafür habe ich mir in den letzen drei Jahren nie die Zeit genommen. Morgen ist Sonntag, ein Tag vor dem ich mich immer ein bisschen fürchte, dann ist die Einsamkeit besonders groß, aber ich habe mir vorgenommen den Tag für MICH zu nutzen, vielleicht auch mal eine Liste machen was ich an mir mag, was mich liebenswert macht. Und schliesslich gibt es noch das Forum mit vielen netten und hilfreichen Leuten.
Danke meine liebe Karotte
bluevelvet
Beiträge von bluevelvet
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Hallo Karotte, da hast du sicher recht. Mein Selbstbewusstsein müsste dringend aufgepeppt werden und dafür kann nur ich etwas tun. Ich weiss auch das ich noch zu oft abschweife, meine Gedanken bei ihm sind und sich in mir alles zusammenkrampft vor lauter Trauer und Schmerz. Ich hoffe einfach das der Schmerz mit der Zeit nachlässt. Meine Freundin meinte heute, ich hätte doch eine Menge gemacht auf das ich stolz sein könne. Ich sei stark geblieben, als ich ihm sagte er müsse ausziehen. Er hat noch einen Versuch gestartet, aber ich bin von meiner Entscheidung im April nicht mehr abgewichen. Ich fahre alleine in Urlaub und das sind Dinge die er mir glaube ich nicht zugetraut hat und er merkt das er sich in mir geirrt hat, dass ich eben nicht alles ertrage für ihn. Irgendwann im März in seiner Trinkphase, als er mal wieder versuchte sein trinken vor mir zu verheimlichen und ich ihn direkt darauf ansprach hat er mich eine F...., ich will das Wort hier nicht wiederholen, genannt. Das war das erste Mal das er soetwas zu mir gesagt hat und es hat mich geschockt, War unterste Schublade und es passte nicht zu ihm. Er hat sich am nächsten Tag tausendmal dafür entschuldigt, aber das bleibt hängen. Ein andermal sass er sternhagelvoll neben mir auf dem Sofa und sagte aus dem nichts heraus, er könne mit mir nicht mehr leben, ich sei Hyperaktiv ich würde immer nur alles schnell machen er habe Angst davor mit mir S.. zu haben. Da hab ich überhaupt nichst mehr verstanden. Er ging ins Bett. Eine halbe Stunde später kommt er wieder zu mir und kuschelt sich in meinem Schoß ein und will gestreichelt werden. Das waren Momente in den ich nicht mehr wusste was ich noch glauben konnte und er redet davon, ich habe ihm nie vertraut. Ich weiss, bin wieder dabei abzuschweifen und sollte doch bei mir bleiben. Werde jetzt noch etwas in dem von kaltblut empfohlen Buch lesen.
LG bluevelvet -
Hallo Chopin
du bist wirklich super tapfer und tust genau das Richtige, recht hast du lass dich nicht unterkríegen und mach dir keine schlechten Gedanken wenn es dir an der Nordsee gutgeht.
LG. bluevelvet -
dachte gerade an letzten Jahr Mai. Er hat mir damals in unserem ersten gemeinsamen Urlaub einen Heiratsantrag gemacht, so mit Rose und Ring. (Er war noch nie verheiratet) Da hatte er einen seiner lichten Momente während des trinkens, ich wusste das er mir einen Antrag machen würde, irgendwann, aber unter solchen Voraussetzungen. Selbst später hat er immer gesagt er würde diesen Antrag nicht noch mal wiederholen, er habe für ihn Bestand. Er sei nicht so betrunken gewesen und das sei sein absoluter Ernst gewesen. Glaube ich ihm sogar, aber ist das nicht Wahnsinn.
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Hallo Karotte
lieben Dank für deine Worte. Ja richtig er hat mich durcheinander gebracht mit diesen fünf Worten, sie kleben jetzt noch in meinem Kopf. Aber das stimmt, ich habe meine Sicht der Dinge und er die Seinen. Und heute macht es mich fast ein bisschen wütend, dass er es so darstellt als sei das die Ursache für sein ganzes Dilemma. Und so wie er es gesagt hat, war mir klar das das bereits Thema in der Therapie war. Ich kenne ihn und weiss das er immer andere für seinen Zustand verantwortlich gemacht hat, bei anderen die Fehler für sein Trinken gesucht hat. Das gestern hat mir gezeigt, dass er immer noch im gleichen Denken ist, aber er hat ja noch 11 Wochen Therapie vor sich. Und wenn diese 11 Wochen sein Denken und Handeln nicht in eine Richtung der Einsicht bringen auch mal die Fehler bei sich zu suchen, dann glaube ich, habe ich den richtigen Weg gewählt. Auch ihn wird nach der Therapie der Alltag wieder einholen. Er trinkt jetzt 25 J. Vielleicht fängt er dann wiedermal in einer neuen Stadt ein neues Leben an, so wie er es in der Vergangenheit immer getan hat, aber seine Probleme nimmt er mit und nach zwei, drei Jahren holt ihn die Vergangenheit ein und er versteht die Welt nicht mehr. Ich weiß für mich warum ich ihm nie vertraut habe, woraus später auch die Eifersucht entstanden ist, er hat schließlich dazu beigetragen in den Zeiten seines Suffs und sie sogar als seine Waffe eingesetzt, weil er wusste das er mich damit kriegt. Er hat sie sozusagen auch teilweise aufrecht erhalten durch sein Handeltn und Tun. Manchmal möchte ich ihn rütteln ihm meine Sicht der Dinge verständlich machen, aber ... habe ich das nicht so lange vergeblich versucht? Ich will nicht verbittert sein, ich wünsche ihm schon das er sich in der Therapie findet, einen Weg für sich findet. Aber das wünsche ich mir für mich noch viel mehr.
L.G. bluevelvetPS heut kommt meine Freundin zu Besuch, ich wünsche mir das er nicht Hauptgesprächsthema ist, es macht mich einfach noch zu traurig
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Liebe elody,
das hört sich alles sehr traurig an und ich kenne deine Verzweiflung. Aber Biene hat da leider recht. Du kannst ihm nicht helfen, selbst wenn du es dir noch so sehr wünschst um eure Beziehung zu retten. Nur er kann sich selber helfen, aber davon scheint er noch weit entfernt. Er wird es schaffen, dass du dich noch müder, trauriger und kraftloser fühlst, als du es ohnehin schon tust. Du hast nur zwei Möglichkeiten, deine Kinder und dich zu retten, bevor sie auch noch Schaden nehmen, oder du stellst dich auf einen langen schmerzvollen Weg voller Lügen, Misstrauen , Vorwürfe, Hoffnungslosigkeit und Tränen ein. Ein hoher Preis den am Ende zu zahlst. Es ist für dich nicht leicht mit drei Kindern, aber das Vierte wird dich mehr Kraft kosten als deine drei zusammen. Lies viel hier, hole dir soviele Informationen die du bekommen kannst, damit du dich nicht selbst vergisst, dich und deine Bedürfnisse.
Ganz lieben Gruß
bluevelvet -
Hallo
muss mir jetzt einfach einiges von der Seele schreiben. Habe eben den Eintrag von Elfe gelesen. Ich glaube da habe ich noch ein Stück arbeit vor mir. Ich bin seit gestern wieder in so einem Loch, aus dem ich nicht rausfalle. Bin ihm heute auch noch über den Weg gelaufen. aber dazu später. Gestern war ich bei meinem Hausarzt, bzw. unserem. Er kennt die Geschichte, ihn natürlich auch. Er versteht nicht das ich das so lange mitgemacht habe, wie auch, und er sah natürlich auch das mir die Situation sehr zu schaffen macht. Tränen kullerten, ich hab mich wirklich bemüht, konnte sie einfach nicht zurückhalten. Er wollte wissen wie der Stand der Dinge ist, da er ihm zuletzt die Überweisung für die Entgiftung ausgestellt hatte. Erzählte ihm den Vorfall von Dienstag abend, worauf er meinte das er eher vermutet, dass er getrunken hat. Aber das ist jetzt auch egal. Er sagte mir auch, dass ich immer noch die Hoffnung habe, dass es irgendwann wieder funktioniert mit uns, dass ich mir eine Strategie aufgebaut habe um mich selber zu schützen. Er hat recht. Was mich so quält ist der Gedanke, dass bei mir die ganze Zeit was nicht gestimmt hat, dass ich mal wieder Schuldgefühle habe, dass ich Glaube durch meine Eifersucht und dieses Nichtvertrauen viel kaputt gemacht habe. Aber ich konnte nicht anders. Jetzt lese ich das Buch "wenn Frauen zu sehr lieben" und finde mich gleich im ersten Kapitel wieder. Manchmal hab ich Angst, dass bei mir soviel im argen liegt, dass mein Leben nicht ausreicht um das alles aufzuarbeiten. Und immer habe ich die Hoffnung, ja vielleicht funktioniert es ja irgendwann noch mal, wenn wir beide was für uns tun und neu aufeinanderzugehen, und gleich darauf wieder der Verstand da ist und sagt, es wird nicht sein. Aber der Gedanke ist eben manchal tröstlich. Ich will da aber nicht in so einen Kreislauf geraten.Bin ich sehr krank? oder habt ihr das auch so ähnlich empfunden. Mir ist das bekannt was in dem Buch geschildert wird, der Hang dazu sich immer wieder in den gleichen Typ Mann zu verlieben. Ich war zweimal verheiratet, beidesmal Männer die "normal" waren, in die ich nicht so überschwenglich verliebt war. Ich habe sie geheiratet, weil ich dachte sie würden mir die Ruhe geben die ich brauchte. Aber später musste ich feststellen, dass mir das normale keine Erfüllung brachte. Und was habe ich jetzt? Manchmal möchte ich vor mir davon laufen, in einen anderen, positiveren Körper schlüpfen. Ich könnte schon wieder heulen. Naja und heute Nachmittag musste ich noch zu Schlecker und in die Stadt. Als ich bei Schlecker aus dem Auto stieg, kam er mit seinem Roller angefahren und musste zum Zeitungsladen gleich nebenan. Mein Herz setzte einen Schlag aus. Es war nicht möglich noch irgendwie auszuweichen. Er wirkte ein wenig verlegen, wussten wohl beidé nicht wie wir uns nun verhalten. Er habe an dem Abend keine Lust gehabt aufzumachen, schon gar nciht als er Ines durch den Spion gesehen hätte, ansonsten sei da nichts gewesen, zumindest nicht das was ich wahrscheinlich wieder denke. Ich habe ihm dann nur gesagt das ich Angst hatte. Ob er das überhaupt versteht. Ich meinte dann, dass die Situation halt eben ziemlich seltsam ist und wir es wohl nicht vermeiden können, dass wir uns mal begegnen und das hoffentlich auf einer Ebene die für beide o.k. ist. Er taute auf und es kam ein wenig von der alten Vertrautheit auf. Ich habe ihm dann gesagt, egal was gesagt oder getan wurde, niemand habe Schuld, das es ein Teil unserer Krankheit ist und wir es nicht besser wussten. Daraufhin meinte er nur ich habe ihm nie vertraut. Wie recht er hat. Bin ich deswegen Schuld an seinem Trinken? Er war schliesslich schon rückfällig, da waren wir noch nicht mal richtig zusammen, aber da liegt der Anfang meines Übels. Gesagt habe ich ihm das nicht. Ich habe den Satz einfach so hingenommen. Hab ihm noch gesagt das ich jetzt auch endlich was für mich mache, wollte natürlich wissen was. Wir haben dann noch über dieses und jenes gesprochen und uns mit einem Kuß auf die Wange verabschiedet. Jeder ging seines Weges und es tat verdammt weh. Bin dann in die Stadt, zuerst froh über den Auslauf des Gespräches und später brannte wieder dieser Satz in meinem Kopf, du hast mir nie vertraut. Und der macht mich fertig. Das klingt so, als wenn dieser eine Satz alles entschuldigt, was er uns, mir angetan hat. Die Begnung hat mir mehr zugesetzt als ich mir eingestehe. Einem Menschen zu begegnen mit dem man so vieles geteilt hat und plötzlich ist davon nichts mehr übrig. Man geht und wünscht dem Anderen alles Gute. Das tut sehr weh. Ich sage euch noch was. Irgendwie wusste ich auch, dass wenn er mit der Therapie beginnt, dass das unser Ende ist. Dafür wird einem in der Therapie oft genug gesagt das eine Beziehung wie die unsere nicht funktionieren kann. Er hat zwar immer gesagt, er habe da seine eigene Meinung, aber wenn es einem lange genug vorgekaut wird...
Davor hatte ich panische Angst, dass er derjenige ist, der die Beziehung beendet, deshalb wollte ich ihm zuvorkommen. Soviel zu Strategie und Selbstschutz. Bin zur Zeit froh für jeden Tag den ich schaffe, ein Tag näher an dem Ziel das es besser wird. Ist ziemlich viel geworden, aber musste das jetzt einfach loswerden. Ich wünsche euch eine gute Nacht.
L.G.bluevelvet -
Hallo Chopin,
ich kann dich so gut verstehen und sosehr Nachempfinden. Gestern auf Arbeit ging es mir noch einigermassen gut. Ich heule meist los wenn ich nach Feierabend nach Hause komme und die Tür hinter mir zufällt und mich diese maßlose Leere und Hilflosigkeit überfällt, dass ich oft nicht weiss wohin mit mir. Letzte Nacht konnte ich nicht einschlafen, suchte mal wieder nach Antworten auf meine Fragen. Ich wünsche dir auf jeden Fall eine wunderschöne Zeit am Meer. Ein Ortswechsel wirkt oft Wunder. Berichte wie es dir erging, ohne ihn. Mir wird es Anfang September so ergehen. Ich bin noch unsicher. Fliege alleine für eine Woche weg, dabei dachte ich immer das man die schönste Zeit im Jahr mit jemanden teilen möchte. Bleib stark und mach ganz viel für dich.
Liebe Grüße
bluevelvet -
Hallo Pusteblume
es klingt gut was du schreibst, sehr positiv du hast noch nicht ganz die Freude am Leben verloren bist auf einem guten Weg und wirst dein Schirmchen finden. Du bist stärker als du denkst. Geniesse deinen Urlaub nur für dich.
LG bluevelvet -
Liebe chrishmda.
Das kommt mir alles sehr sehr bekannt vor was ich hier lese. Mein Freund und ich waren uns auch emotional sehr nah. Ich vermisse ihn unendlich, seine Nähe, seinen Geruch, morgens beim Erwachen als erstes sein geliebetes Gesicht zu sehen. Nie mehr gemeinsame Dinge mit ihm erleben können. Er fehlt überall. Du schreibst, ob du das jemals wiederfindest? Wenn du irgendwann dazu bereit bist, vielleicht.
Er will jetzt Therapie machen, warum jetzt auf einmal. Zusage? Will er dich besänftigen, ist es ihm gelungen?
Wenn du dich ganz auf ihn einlässt, hast du Angst dich selbst zu verlieren, aber du geniesst seine Nähe, oh ja das kenne ich und es gab Zeiten da hätte ich ihm alles gelaubt. In anderen Beziehungen hatte ich das Problem auch nicht, jedenfalls nicht so extrem. Woran das liegt frage ich mich auch gerade. Es ist der Reiz. Ich habe mir vorgestellt wie es wäre, wenn der Alkohl nun eine Frau wäre die so eine wichtige Rolle in seinem Leben spielt, das er nicht wirklich von ihr ablassen kann. Was würden wir dann tun? Uns zum Affen machen? wohl eher nicht. Ich glaube es hat viel mit dieser unsichtbaren Nebenbuhlerin Alkohol zu tun, er betrügt uns schließlich nicht körperlich, nur emotional. Und wir hoffen das wir doch gegen die allemal eine Chance haben. Ich hatte keine. Sucht ist eben stärker als Liebe. Ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung irgendwann treffen kannst.
LG bluevelvet -
Hallo skybird,
musste das jetzt zweimal lesen und erst mal auf mich wirken lassen. Ja das stimmt, da ist was wahres dran. Es war immer in meinem Unterbewusstsein, unterschwellig.Aber warum bei ihm so extrem, hängt das mit der Abhängigkeit zusammen, mit der Ungewissheit, mit der Innigkeit mit der ich geliebt habe. Mit dem Nebenbuhler Alkohol, der nie endende Reiz den Nebenbuhler besiegen zu wollen und den liebenden Mensche für sich zu haben, nicht teilen zu müssen?
Bindungsangst?, nein ich lebe gern in Zweisamkeit, aber mein Fehler ist seitjeher, dass ich immer zuviel, fast alles von mir gegeben habe und erwarte das der Partner mir das Gleiche zurückgibt. Ich glaube hier muss ich ganz stark an mir selber arbeiten in der Zukunft, mich einfach mehr zurückhalten, zurücknehmen.
LG bluevelvet -
Hallo ihr Lieben
Danke für euer Feedback, es tut soooooooo gut.
Ja stimmt, ich habe mir immer gewünscht das er auf mich genauso acht gibt wie ich auf ihn, dass er mit meinen Gefühlen genauso sorgsam umgeht wie ich mit den Seinen. Das ich ihm mein Herz geschenkt habe, weil ich hoffte es in gute Hände zu geben. Und am Ende hat er mich dort getroffen, wo es mir am meisten wehtut und das schlimme ist das er das ganz ganz genau weiss. Vor langer Zeit schon habe ich mal zu ihm gesagt, dass ich wüsste das er mir irgendwann einmal sehr weh tun würde.
Trotzdem harrt man aus, wartet förmlich auf diesen Augenblick und steht fassungslos dar wenn es tatsächlich eintritt und ist überwältigt von diesem Schmerz. Ich danke euch ganz doll für das Geschriebene, es ist in meinem Kopf und arbeitet.
LG bluevelvet -
Ich bin so dankbar das es euch gibt, dankbar für eure Teilnahme, Hilfestellungen und Anstösse. Wenn ich hier lesen kann, dann hilft mir das ungemein, lenkt mich von meinen trüben Gedanken ab und baut mich ein wenig auf. Der Tag heute war stressig, ist immer so wenn man es nicht brauchen kann. Als ich die Tür hinter mir zu gemacht habe, musste ich erstmal losheulen und die ganze Anspannung ablassen. Er hat liebe gespielt, verspielt. Das mit dem Herzen, ja das hat mir gut gefallen, denn genauso ist es und fühlt sich so an.
Was ich mir heute noch Gutes tue? Ich bin jetzt erstmal froh das ich zu Hause bin, mich hier wieder ein wenig aufbauen kann und später werde ich mich mit meinem Kater auf der Couch fletzen. Es ist nicht so einfach für mich mit neuen Kontakten, als ich vor drei Jahren hierher kam, habe ich meine Familie und Freunde verlassen und hier noch keinen richtigen Anschluss gefunden. In meinem Alter sind nun mal die meisten liiert und pflegen ihr Familienleben. Haben wir schließlich auch gemacht, nur das sein Teil der Familie, 2 Brüder die auch hier leben, sich wieder von uns zurückgezogen haben aufgrund seiner Rückfälle. Die haben einfach genug von ihm. Aber ich konnte es verstehen und fand das sehr schade. Ich habe mir aber fest vorgenommen mich in meinem Urlaub wieder in einem Fitnessstudio anzumelden. Selbst da bin ich in den letzten Monaten nicht mehr hin, weil mir die Kraft, Lust und Ruhe dazu fehlten. Über das Wochenende kommt eine Freundin aus Neuss zu mir. Dafür bin ich ihr sehr dankbar, dass sie fast immer da ist wenn ich sie brauche. Und ich spüre Freude das sie kommt, das klingt doch gut, weil die Wochenenden machen mir noch ein wenig Angst. Mein Termin bei der Caritas ist positiv verlaufen, ich habe ab nächste Woche Einzelgespräche bei einer netten Therapeutin. 1 X die Woche als Co-Abhängige. Den Tip habe ich von meiner Ärztin bekommen, das wusste ich auch nicht, dachte das das rein eine Einrichtung für Abhängige ist.
Soweit, hoffe ich habe euch nicht gelangweilt, stimmt soll ich nicht denken, schreibe nur was mir gerade so einfällt und durch den Kopf geht. Ich wünsche mir noch, dass ich heute nicht so oft an ihn denke, er hat es nicht verdient und ich kann es immer noch nicht fassen.
LG bluevelvet -
Hallo kaltblut
ich war nur bei ihm, in Gedanken und es ist dann als wenn ein Mechanismus eingeschaltet wird, eine eingebaute Chipkarte in meinem Kopf die mein Handeln beeinflusst, die mich steuert. Diese Ungewissheit, diese Angstzustände machen mich verrückt. Ich stecke noch voll drin in der Co-Abhängigkeit. In den drei Jahren mit ihm, suchte ich nach Antworten auf Fragen die mich immer quälten, weil ich merkte das bei ihm irgendetwas nicht stimmt. Zwei Gesichter. Ich brauche eine Art Gewissheit, eine Bestätigung das mein Loslassen die richtige Entscheidung war, dass ich doch wie frührer auch, auf meinen Kopf und meinen Bauch vertrauen darf und ich mir nicht alles eingebildet habe, wie er es immer sagte. Ich will euch nicht nerven, oder langweilen, habe im Hinterkopf eure Antworten und Ratschläge. Bin bemüht einiges umzusetzten, weiss das ich auf viele Antworten vielleicht nie eine Antwort erhalte.
Es fällt mir schwer zu mir zurückzukehren, bei mir zu bleiben. Bin froh auf Arbeit zu sein, werde den Tag überstehen. Zu Hause würde ich nur durchdrehen.
LG bluevelvet -
Hallo an alle die mir so liebe und hilfreiche Rückmeldungen geben, aber in Moment bin ich einfach nur am Boden. Sitze auf Arbeit und kann mich auf nichts konzentrieren, da ich glaube verrückt zu werden. Es tut mir leid, ich hab es nicht geschafft, hab gestern Abend um 22:00 Uhr noch eine SMS geschickt und nur gefragt: Geht es dir gut. Keine Antwort. Da er gegenüber wohnt und ich, wenn ich von meinem Balkon schaue in sein Wohnzimmerfester sehen kann, und dort noch Licht brannte, hab ich angerufen. Er hat nicht abgehoben. Ich kann euch nicht schildern welche Unruhe, welche Angst in mir war, den ganzen Nachmittag schon den ganzen Abend. Ich habe da so einen siebten Sinn den ich so oft verfluche. Ich hab gezittert an Arm und Bein. Meine Kollegin und Freundin angerufen die in dem gleichen Haus wohnt wie er. Ich bin zu ihr rüber und wir sind mit dem Aufzug auf seine Etage. Hinter der Tür rührte sich nichts. Ich habe geklingelt und geklopft, wollte einfach nur endlich Gewissheit haben, wollte wissen was sich hinter dieser Tür abspielt. Erst nach mehrmaligem Klingen, hörten wir ihn durch den Flur kommen und seine Stimme sagte in einem Ton der mir fremd war, der nicht zu diesem Menschen den ich seit drei Jahren kenne gehörte, die mir durch Mark und Bein ging. Es geht mir gut, es ist alles in Ordnung. Nach dem Motto hau ab. Meine Freundin war sprachlos und zog mich zurück in den Aufzug. Ich bin derart verzweifelt, ich zerfrage weil ich endlich eine Gewissheit brauche, ob meine schlimmsten Befürchtungen wahr sind. Es gibt für mich nur zwei Erklärungen. Entweder er hatte jemanden da mit dem er sich bereits tröstet und sein Ego aufmotzt, oder er hat getrunken, denn wenn alles o.k. wäre weiß ich er hätte auf meine SMS geantwortet. " Ich tue alles um trocken zu werden, ich will dich auf keinen Fall verlieren, ich kämpfe für uns". Was fang ich damit an. Jetzt. Ich vermute fast das Erste. Er hatte auf jeden Fall etwas zu verbergen. Kann ich mich in diesem Menschen so getäuscht haben, der mir weis machen wollte das ich mir immer nur alles eingebildet habe. Das er mich jetzt eiskalt abserviert, weil er schließlich bei mir sein Gesicht verloren hat und nun wieder ein Umfeld sucht das er täuschen kann. Ich kann nicht mehr weiß in Moment nicht wie ich den Tag überstehen soll. Versuche umzusetzen was ihr mir geschrieben habt. Ich fühle mich so machtlos so unendlich betrogen. bluevelvet.
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Hallo muecke
habe eben deine Geschichte gelesen und kommt mir irgendwie bekannt vor. Klingt nach einem Menschen, der ebenfalls Probelme hat Verantwortung zu übernehmen. für dich nicht und für sich selber erst recht nicht. Das kenne ich alles, eine kleine Zärtlichkeit, was diese drei Worte "Ich liebe dich" doch alles bewirken können. Man würde ihm in diesem Moment alles glauben, oder? Aber das sind nur drei Worte und sie wissen wie sie uns kriegen, wissen wo unser wunder Punkt sitzt. Das wissen sie ganz genau. Sie können Zärtlichkeit und Beschimpfungen, unsere Eifersucht, die sie glaube ich gern erzeugen immer zur richtigen Zeit einsetzen und wir springen darauf an. Gehen der Spinne blind in Netz. Ich möchte das nicht noch mal erleben, mein Selbstwertgefühl hat erheblichen Schaden genommen, das braucht Zeit. Und die Wünsche ich dir auch. Was nutzt eine schöne Fassade, wenn das Fundament fehlt. Ich mag ein Jnein auch nicht.
Liebe Grüße
bluevelvet -
Hallo Pustblume
verzweifel nicht, auch wenn du glaubst das es dir das Herz bricht. Ich bin auch noch nicht lange hier im Forum, aber als ich deine Zeilen gelesen habe, wie tapfer du durchhälst den Kontakt abzulehen, da war ich fast ein bisschen neidisch. Ich hätte diesen Schritt viel früher machen müssen. Ich hab den richtigen Zeitpunkt verpasst. Auch wenn das für dich in Moment kein Trost ist, so wünsche ich dir weiterhin ganz viel Kraft beim Durchhalten.
Liebe Grüße
bluevelvet -
Hallo kaltblut, hallo muecke
musste mich jetzt vor den PC setzten, bloss Ablenken und freue mich über eure Rückmeldungen. Es tut gut zu wissen, dass man verstanden wird und Trost findet, weil man oft das Gefühl hat sich selber nicht mehr zu verstehen, oder verrückt zu werden vor lauter Grübeln. Z. Z. bin ich wieder ganz unten, keinen Hunger, keinen Plan. Es ist viel schmerzhafter zu Erkennen, als über Jahre die Augen zu verschliessen und zu denken das wird schon, wenn du dir nur mehr Mühe gibst. Manchmal denke ich meine Angst vor dem Alleinesein ist größer, als meine Angst vor ihm, um ihn. Ich hoffe es hört irgendwann auf. Was mich so ein traurig macht ist, dass er sich jetzt vermutlich gut fühlt, sich gar keinen Kopf macht, er hat ja nun schließlich Menschen um sich die ihn verstehen, nicht kritisieren und nur Verständnis aufbringen für seine schlimme Krankheit. Hab ich ja schließlich nie, nein, bin ja auch nicht betroffen. Ich würde das nicht sagen, würde ich ihn nicht so gut kennen. Ich wünsche ihm, dass er es schafft, das er die Ursachen findet, diesmal. Aber irgendwie ist das alles verdammt ungerecht. Oder tue ich im Unrecht, ach verdammt ich weiß es nicht. Aber ich habe es zugelassen da führt kein Weg dran vorbei, dafür kann ich niemanden schuldig sprechen.
Wie war das, die klugen Jungfrauen sehen sich vor, die Dummen leben in den Tag hinein.
Liebe Grüße bluevelvet
PS: Hallo kaltblut, warte sehnlichst auf das von dir empfohlene Buch, hoffe das es morgen in der Post ist. -
ich habe gestern abend noch ein wenig im Forum gelesen, bin dann später u. a. auf meinen letzten Bericht an Ette hängengeblieben. Was hab ich da geschrieben?! Das ich das Gefühl hatte nur geliebt zu werden weil ich ihm geholfen habe, weil ich alles tat um ihm zu helfen. Wie krank und Co bin ich eigentlich. Das ist ein altes vertrautes Verhaltensmuster aus meinen Kindertagen, ein roter Faden der sich durch mein Leben zieht. Nur wenn du perfekt bist und Leistung bringst, keinen Anlass für Ärger gibst, dann bist du liebenswert. Das ist die Tür die ich geöffnet habe. Hab ich denn gar nichts aus meine Therapie mitgenommen? Hatte er da überhaupt jemals eine Chance mein Vertrauen zu gewinnen? Dann schreibe ich noch, dass ich Angst vor Veränderung habe. Hallo, wer Angst vor Veränderung hat stagniert, erstarrt und harrt aus. Die Angst vor dem A...tritt resultiert aus den Bemerkungen seines Bruders, dass noch jede seiner Freundinen diesen Tritt bekommen hat, wenn es ihm erst wieder besser geht und er ganz oben auf der Welle schwimmt. Nur wenn es abwärts geht sucht er die sanfteren Wogen auf. Mir ist schlecht, dass muss ich jetzt erstmal verdauen. Muss gleichzeitig versuchen mir nicht wieder für alles die Schuld zu geben, seit Donnerstag nichts mehr von ihm gehört, meine Gedanken bei ihm.
LG bluevelvet
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Hallo aniramhund
Da warst du nun schneller als ich.
Lese gerade das du eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragst. Prima, umso besser. Ein Schritt ist getan
LG. bluevelvet