Guten Morgen liebe Wegbegleiter,
Danke Correns und Berta, dass Ihr Eure Gedanken mit mir geteilt habt!
@Correns
Zitat
Meine Seele würde gerne langsamer.
Aber mein Kopf ist meist schon vorne weg gerannt.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr mir Deine Beiträge den Spiegel meines früheren Handelns vor Augen halten.
Auch bei mir -die ich eine begeisterte Anhängerin des Mulittaskings und auch noch stolz darauf war- war der Kopf immer schon in weiter Zukunft, egal was ich tat. So gelang es mir nur selten, tatsächlich zu genießen, was gerade unmittelbar im JETZT war. Ich befand mich im Zustand permanenter inner und äußerer Rastlosigkeit und habe dies dann versucht, mit Alk zu dämpfen (einer der Gründe, zum Alk zu greifen).
Ich konnte auch zuerst nicht allzu viel anfangen mit einer Geschichte, in der ein Zen-Mönch gefragt wurde, was denn das Geheimnis seiner Gelassenheit und Zufriedenheit sei. Daraufhin habe dieser geantwortet, wenn er sitze, dann sitze er. Wenn er stehe, dann stehe er, wenn er gehe ....etc. Daraufhin wunderten sich die anderen (und ich damals auch
) und antworteten, dass sie doch all das genauso täten...
Der Mönch habe dies bestritten indem er sagte, dass sie bereits stünden, während sie noch säßen und sich bereits auf den weg gemacht hätten, während sie noch stünden.
Irgendwann begann ich mich selbst zu beobachten und stellte fest, dass all das auf mich zutraf. Ich kann nicht behaupten, dass die Entdeckung der Langsamkeit und Entschleunigung für jemanden leicht ist, der immer mit Tempo 200 auf der Überholspur unterwegs ist und atemlos *keine Zeit, keine Zeit* in Gedanken hechelt.
Bei mir hat sich mit Meditation und der Beschäftigung mit dem Zen im Laufe von 4 Jahren allmählich Grundlegendes geändert - sicher haben mir dabei meine klösterlichen Auszeiten ohne Handy und andere moderne Kommunikationsmittel geholfen (ist auch nicht einfach für mich, da das Internet mein Arbeitsmittel ist)
Zu Deinem Satz, dass Deine Seele gerne langsamer würde, fällt mir die Geschichte ein, in der ein Indianer aus dem fahrenden Zug aussteigt, sich an den wegrand setzt und darauf wartet, dass seine Seele nachkommt. Früher konnte ich mit diesem Bild überhaupt nichts anfangen.
berta
Zum Zitieren kann Dir sicher die Forenleitung einen Link schicken (da gibt es glaube ich eine Anleitung). Es ist gar nicht schwer 
Nach einer Trennung Anfang des Jahres hatte ich mich nun auf ein stilles Weihnachten mit mir in Form einer bequemen Hausanzugparty (also ohne den Hype mit festlicher Bekleidung und so
) mit Kerzen, Tee und einem einfachen vegetarischen indischen Essen eingestellt.
Zuerst hatte ich ein wenig Bammel, denn die letzten Jahre hatte ich mit Partner in dessen großem Familienverband mit Musizieren, etc. verbracht.
Nun schneite mir unverhofft für den 24.12. noch eine Einladung ins Haus, die ich auch angenommen habe, nachdem ich hier die Chatzeit bis 20.00 Uhr gemacht habe. Liebe Freunde, die ich schon sehr lange kenne - sie wollten mich nicht alleine lassen.......
Gestern hatte ich meinen letzten Arbeitstag in diesem Jahr und freue mich auf meine freien entschleunigten Tage 
Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch - lasst Euch von dem Stress da draußen nicht anstecken 
Herzliche Grüße,
Samsara