Beiträge von Samsara

    Hallo Seidenraupe,

    Zitat

    Es wäre falsch, wenn ich jetzt sagen würde, der Wein hätte mich gar nicht beschäftigt.

    Für mich wäre es wichtig, dies im Auge zu behalten. Das Suchtgedächtnis ist mitunter äüßerst tückisch und macht sich bemerkber, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Das kann auch Wochen nach so einer Feier sein.

    Pass gut auf Deine Gedanken auf, bevor sie zu Taten werden - ich habe es selbst am Anfang meiner Trockenheit so erlebt. Da kannte ich das Forum und die *Grundbausteine* allerdings noch nicht....

    Dir einen schönen Sonntagnachmittag,

    Schattenspringer

    Guten Morgen Seidenraupe,

    Du schriebst, dass die gestrige Gruppe *nicht so interessant* war und Du Dir neue Teilnehmer wünschst.

    Frage: bringen nur neue Teilnehmer durch ihre Geschichten *frischen Wind* in die Gruppe?

    Sicherlich könnt Ihr doch Themen vorschlagen, die Euch beschäftigen, oder?

    Ich moderiere eine SHG - dort trägt jeder Teilnehmer zum Verlauf des Gruppenabend bei. Die Gruppe ist nur so gut, wie jeder Einzelne sich dort einbringt.

    Für heute wünsche ich Dir eine gute Gruppenstunde!

    Schattenspringer

    Hallo,

    Nachdem ich in den letzten Tagen gut für mich gesorgt habe, bin ich schon wieder auf dem Weg der Besserung - Kopf, Nase und Ohren sind wieder frei.

    Ich habe diese erzwungene *Auszeit* insofern positiv gesehen, als sie mir erlaubte, mich langsam aber kontinuierlich um Dinge zu kümmern, für die ich im Arbeitsprozess oft wenig Zeit habe. Im Vorfeld eines Umzugs habe ich so einige wichtige Dinge auf den Weg bringen können, ohne mich dabei groß anzustrengen.

    Nebenbei konnte ich -intensiver als sonst- mal wieder hier im Forum lesen und schreiben :D Gut so...

    Einen schönen Tag,
    Schattenspringer

    Guten Morgen Seidenraupe,

    Ich halte es grundsätzlich nicht für falsch, dass wir uns diese Fragen stellen und genau die Situationen analysieren, in denen wir getrunken haben.

    Die Fragen helfen uns, das Muster zu erkennen, mit dem wir uns regelrecht *konditioniert* haben. Erst danach konnte ich in ähnlichen Situationen gegensteuern. Die Konditionierung, die wir uns über einen langen Zeitraum aufgebaut haben, können wir auch nur in einem langsamen Entwicklungsprozess wieder aufbrechen. Das kostet Zeit und Geduld. Die Hoffnung auf schnelle Erfolge produziert Enttäuschung.

    Schön, dass Du am Ball bleibst - Tag für Tag.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Lieber Lütze,

    Du hast Dich verändert, Dein Umfeld nicht. Bei mir hat das zum Bruch mit denjenigen geführt, die nicht mehr zu mir passen.

    Wenn Dich diese *Ignoranz* (für mich ist es -wie schon geschrieben-Respektlosigkeit) nervt, helfen nur klare Verhältnisse.

    Du hast das Recht, mit Deinem Wunsch nach einem abstinenten Leben Ernst genommen zu werden.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo Seidenraupe,

    Ich finde es gut, dass Du die Dinge nun gezielt und aktiv angehst.

    Für mich war und ist es wichtig, mir trotz meiner Aktivitäten (von denen es eine ganze Reihe in meinem Leben gibt) immer auch Momente der Ruhe und Entspannung zu schaffen, um mich nicht zu überfordern. Atempausen sind wichtig, um Kraft für den weiteren Weg zu haben.

    Alles Gute für die Gruppe morgen - ich wünsche Dir, dass Du Dich dort angenommen fühlst.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo Emma,

    Es freut mich, dass ich Dir durch die Schilderung meines Weges in *Schatten und Licht* etwas mitgeben konnte, was Dir weitergeholfen hat. Ich schreibe überwiegend im Tagebuchbereich, aber gelegentlich auch im offenen Forum, obwohl es dort so gut wie kein Feedback (mehr) gibt.

    Was löst das eigentlich in Dir aus, wenn sich Dein Ex immer mal wieder in Erinnerung bringt?

    Zitat

    Ich glaube, dass er langsam wieder auf dem
    Weg ist, und ins NÜCHTERNE LEBEN zurück findet.

    Aus diesem Satz schließe ich, dass er bzw. sein Leben Dich gedanklich noch sehr stark beschäftigt. Liege ich da richtig? Wartest Du ab, bis
    er[/u] wieder auf Dich zukommt?

    Einen schönen Tag wünsche ich Dir,
    Schattenspringer

    Hallo Stibbe,

    Schön, dass es Dir jetzt gutgeht.

    Zwischen Deinen beiden Einträgen liegen 4 Wochen.
    In meiner Anfangszeit hat mir das regelmäßige Schreiben hier im Forum sehr viel Kraft gegeben. Dazu gehört nicht nur das Aufschreiben positiver Begebenheiten, sondern auch das Schreiben über belastende Situationen, Zweifel, Ängste. Hier sind sicher viele Betroffene, die ähnliche Situationen durchlebt haben und daher etwas dazu schreiben können.

    Zitat

    die Erkenntnis habe das ich als Alkoholiker nie mehr auch nur ein bisschen trinken darf.

    Irgendwann wirst Du für Dich das Wort *darf* (das klingt ein wenig nach Verzicht) in *ich möchte nicht mehr trinken* bzw. *ich brauche den Alk nicht mehr* ersetzen.
    Hast Du Dir mal die Grundbausteine angeschaut? Konntest Du in den letzten 4 Wochen etwas davon in Deinen Alltag integrieren?

    Schönen Abend,
    Schattenspringer

    Hallo,

    Nachdem ich als Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel bislang mit Erfolg dem Viren - und Bakterien*beschuss* getrotzt habe, hat es mich nun doch erwischt...

    Mein Arzt hat mich wegen einer schweren Erkältung und einer beginnenden Mittelohrentzündung für den Rest der Woche aus dem Verkehr gezogen.

    Im Vorfeld einer OP Anfang März und Vorbereitungen für meinen baldigen Umzug passt es mir natürlich nicht in den *Kram*, von meinem Körper so ausgebremst zu werden :roll: Während ich Pläne schmiede, hat die Realität manchmal etwas anderes mit mir vor.

    Ich werde mich in den nächsten Tagen schonen und brav meine Medizin einnehmen. Meine Ärztin ist über meine Krankheit informiert und hat bei der Ausstellung des Rezepts in Wasser aufzulösende Tabletten zum Schleimlösen aufgeschrieben, anstatt mit Alk versetzte Säfte zu verordnen. Auch bei homöopathischen Mitteln ist hier ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe angesagt.

    Allen eine gute Woche - bleibt gesund :)

    Schattenspringer

    Hallo Seidenraupe!

    Ich habe Dich ja bereits im Vorstellungsbereich gegrüßt und sage auch nochmal *Herzlich Willkommen*!

    Schön, dass Du Dich entschlossen hast, Dich hier im Forum mit anderen Betroffenen auszutauschen! Sicher findest Du Anregungen, die Dir auf Deinem Weg weiterhelfen.

    Viel Glück,
    Schattenspringer

    Hallo Emma,

    Mit der Frage *wie sieht ein suchtmittelfreies Leben* aus, hast Du Dich u.a. an die trockenen Alkoholiker gewandt.

    Ich bin beides: co-abhängig (war mit einem gewalttätigen Alkoholiker verheiratet) und habe zum Schluss im Übermass zum Suchtmittel ALK gegriffen, statt mich aus der Beziehung zu verabschieden, die mir nicht guttat.

    Ich musste mich somit von 2 Suchtmitteln lösen :von der *Sucht, gebraucht zu werden* und vom ALK. Ein schwerer, aber kein unmöglicher Weg. Für mich war es wichtig, mich auch in einer Beziehung nicht wieder völlig aufzugeben, um einem anderen zu gefallen. Dazu gehört ein sehr achtsames Hinschauen auf das, was ich selbst möchte und was andere (auch ein möglicher Partner) von mir erwarten. Wo liegen meine eigenen Bedürfnisse und wo werde ich von fremden Interessen bestimmt, die ich als meine vermeintlich eigenen betrachte?

    Im Hinblick auf ALK bedeutet ein suchtmittelfreies Leben: alkfreies Zuhause, ich habe das Glück, dass mein Partner überhaupt nicht trinkt, ich meide Feste, wo der ALK das Regiment übernimmt (für mich: Karneval).Als Basis für ein zufriedenes suchtmittelfreies Leben besuche ich (und leite mittlerweile) regelmäßig eine reale SHG und schreibe nun im 3. Jahr hier im Forum.

    Meine Erfahrung mit dem *Verlieben* ist, dass mir der passende Partner zu einer Zeit begegnete, als ich nicht gesucht und daher keine Erwartungshaltung hatte. Geh`es locker an und bleib`authentisch.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo Lütze,

    Ich finde es ziemlich respektlos von Deinem familiären Umfeld, Dir trotz Deines ausdrücklichen Wunsches, keinen Alk mehr trinken zu wollen, weiter Trinkangebote zu machen. Da ist es egal, ob Du 3,5 Jahre oder erst 1 Jahr trocken bist.

    Mich würde das total wütend machen :twisted:

    Wie gehst Du dauerhaft mit dieser Missachtung Deiner Person um?

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo Poster,

    Zitat

    24 Stunden und eine Armlänge ist für mich keine Agenda.

    Diesen Satz verstehe ich nicht, kann Du mir bitte erklären, was Du damit ausdrücken willst?

    Ich bin schon ein wenig länger als *70 Tage* unterwegs - vielleicht bin ich da, wo ich heute stehe, weil sich das Denken in *24-Stunden-Einheiten* bewährt hat?

    LG
    Schattenspringer

    Hallo Tom,

    schön, dass Du Dich hier austauschen möchtest!

    Wenn Du möchtest, bekommst Du Anregungen, die Dir einen Weg aus dem Scherbenhaufen zeigen. Du entscheidest, ob und wie Du diesen Weg für Dich gehst.

    Zitat

    Macht es Sinn jetzt damit zu beginnen?

    Im JETZT, in jedem Moment, steckt die Chance, etwas anders als bisher zu machen. Du bist Kapitän und bestimmst den Kurs, den Dein Lebensschiff ansteuert. Ein Kurswechsel bringt immer die Möglichkeit, neue Ufer anzusteuern. Macht das für Dich keinen Sinn?

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch,
    Schattenspringer

    Hallo Georg,

    Sorry, ich hätte auf den *Ironiemodus* hinweisen sollen :!:

    Sicher kennst Du diese Schilder, die das Mitbringen von Hunden in Geschäfte untersagen *Wir müssen leider draußen bleiben!*

    Dieses Bild habe ich auch für den ALK vor Augen gehabt, dem ich den Zutritt zu meinen 4 Wänden verwehre... Für mich ist das kein Verzicht, sondern eine bewusste Entscheidung.

    Ich habe nichts dagegen, wenn andere trinken - nur eben nicht in meiner Wohnung. In meinem Bekannten - und Freundeskreis gibt es niemanden, der damit nicht klarkommt.

    Schönen Abend,
    Schattenspringer

    Lieber Kommal,

    Danke für Dein Feedback!

    Wie wichtig die Unterstützung des Partners auf dem Weg in eine stabile und zufriedene Trockenheit ist, wird mir immer wieder durch Gespräche in unserer Gruppe vor Augen geführt. Es gibt ja leider auch Partner, die nicht einsehen, warum das Zuhause alkfrei sein soll.

    Bei mir zu Hause gibt es überhaupt keinen ALK, aber mir hat es sehr geholfen, dass mein Partner -obwohl wir nicht zusammen wohnen und eine Fernbeziehung führen- in seiner Wohnung keinen ALK vorrätig hat und bei Feiern auch keinen anbietet.
    Er hat seine letzten Geburtstage mit über 30 Leuten ganz ohne ALK gefeiert und es dabei in Kauf genommen, dass einige Leute zunächst etwas konsterniert reagierten, als eine alkfreie Veranstaltung angekündigt wurde.
    Mittlerweile hat unser Beispiel im Bekanntenkreis aber bereits *Schule* gemacht, weil die Leute es selbst erlebt haben, dass man eine tolle Stimmung bis in die frühen Morgenstunden ganz ohne ALK haben kann.

    Ich werde in Kürze einen *runden* Geburtstag feiern - auch hier müssen der Geist des Weines und andere Spirituosen leider draußen bleiben....

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Guten Morgen,

    Heute ist der 4. Jahrestag in meiner Beziehung mit einem Partner, der keinen Alk trinkt.

    Wir haben es geschafft, auch in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben und über eine Distanz von mehr als 2 Fahrtstunden eine nicht immer einfache (Wochenend-) Beziehung zu führen.

    In dieser Zeit ist es gelungen, uns gemeinsam weiterzuentwickeln, wozu auch die (nicht immer einfachen und manchmal auch nervenzehrenden) letztlich aber konstruktiven Streitgespräche geführt hatten.

    Ich musste lernen damit umzugehen, dass jemand wirkliches Interesse an mir hat und gerne die Gründe für mein Handeln erforscht. Mich mit jemandem abzustimmen -anstatt einsame Entscheidungen zu treffen (wie ich es in der Beziehung mit meinem saufenden Ex immer musste- gelingt mir inzwischen besser, aber nicht immer. Es gibt immer wieder Situationen, die sich als neues *Übungsfeld*anbieten

    Ich bin froh und dankbar, so einen verlässlichen Partner an meiner Seite zu haben.....Da ist noch viel Raum, sich gemeinsam weiterzuentwickeln, ohne sich dabei einzuengen!

    Einen schönen Tag,
    Schattenspringer

    Hallo Benni,

    wenn Du etwas länger auf Deinem abstinenten Weg unterwegs sein wirst, wird sich herausstellen, wer Deine wirklichen *Freunde* sind.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich mit neuen Interessen und Hobbies auch der Freundeskreis ändern wird. Es haben sich neue soziale Kontakte ergeben, die mich so nehmen wie ich bin und die akzeptieren, dass ich keinen Alkohol trinke und bei Feiern, die ich selbst ausrichte, auch keinen anbiete.

    Die alkoholfreien Feiern haben sogar dazu geführt, dass viele es jetzt auch so machen.

    Alles Gute auf Deinem Weg,

    Schattenspringer

    Hallo liebe Wegbegleiter!

    Nach meinem Thread musste ich länger suchen, bevor ich ihn aus der Versenkung ans Licht holen konnte :D

    Es ist *eigentlich* noch gar nicht sooo lange her, seit ich Anfang Dezember das letzte Mal ein update eingestellt hatte.

    Einiges, was ich dort angedeutet hatte, habe ich umgesetzt - so war ich z.B. zum Jahreswechsel wieder zum Retreat in dem Zen-Kloster, das ich im Jahr zuvor bereits besucht hatte. Obwohl alles wie im Jahr zuvor war (außer natürlich die Teilnehmer), hatte ich das Gefühl einer noch intensiveren Erfahrung und verstand die Zusammenhänge noch besser. Wie auch im Vorjahr, begrüßten wir das neue Jahr meditierend und später mit Weihrauch. Danach gab es für alle leckeren Jogi-Tee oder Chai.

    Seit Anfang Dezember hat sich wieder vieles verändert - ich werde umziehen und mich beruflich nochmal verändern. Die neue Wohnung, die ich zum 01.05. beziehen werde, kam praktisch *auf mich zu*, ohne dass ich gesucht hatte.
    Ich sah die Anzeige, vereinbarte einen Termin aus Neugier und fand *die* Wohnung in guter Lage und in der Nähe meiner Arbeitsstelle. Ich freu mich schon sehr auf die Veränderungen und richte die Räume bereits im Geiste ein. Ich möchte die Räume in verschiedenen Farben und ganz nach meinen Vorstellungen gestalten - Ideen habe ich genug 8)

    Seit meiner letzten beruflichen Veränderung im Herbst stellte ich fest, dass es dort bestimmte Umstände gibt, die es mir auf Dauer nicht möglich machen, dort zufrieden zu arbeiten.Da ich diese Faktoren nicht ändern kann, verlasse ich die Situation und wage nochmal eine Veränderung. Zunächst war mir nicht wohl dabei, nach so kurzer Zeit (5 Monate) schon wieder zu gehen.
    Mithilfe eines Fachgesprächs konnte ich die Sache aber aus einem anderen Blickwinkel betrachten: es gelingt mir mittlerweile immer besser (und schneller), Situationen zu erkennen, die mir nicht guttun und mich daraus zu lösen. Hierin zeigt sich aus meiner Sicht auch die Entwicklung, die ich auf meinem Weg durchgemacht habe, sehr deutlich....

    Um einen anderen Standpunkt einnehmen zu können, ist es manchmal gut, sich Hilfe von außen zu holen - besonders dann, wenn wir selbst so involviert sind, dass wir gar nicht alles erkennen können.

    Schattenspringer

    Hallo Lütze,

    Schön, dass momentan im Beruf und in der Beziehung alles gut läuft und Du Dich an den Früchten Deiner Trockenheitsarbeit erfreuen kannst.

    Was macht es für einen Unterschied, wenn Du die Gründe hinterfragst, warum das so ist? Lass es laufen und freu Dich darüber!

    Meinen Kaffeekonsum habe ich in den letzten 2 Jahren stark eingeschränkt und bin sogar auf der Arbeit auf Tee umgestiegen. Da ich keinen schwarzen und keinen grünen Tee vertragen kann, hat es ein wenig gedauert, bis ich die für mich *richtige* Teesorte gefunden habe. Nun aber genieße ich die Winterabende mit Kerze und einer guten Tasse heißem Tee :D

    Einen besinnlichen 2. Adventsabend wünsche ich Dir!

    LG
    Schattenspringer