Beiträge von Samsara

    Hallo,

    Lieben Dank an Matthias, Manfred und Alpenrose für Eure Antworten auf die Frage aus meinem Seminar.

    In der letzten Zeit hatte ich recht viel um die Ohren – daher kommt meine Rückmeldung auch etwas verspätet.

    Sicher kann über die Frage kontrovers diskutiert werden, aber dies scheint mir wichtig

    Manfred schrieb

    Zitat

    Wenn sein Verhalten in einem bestimmten Bereich seines Lebens exzessiv (lebensbestimmend) wurde, dann würde ich von Suchtverlagerung sprechen.

    Zitat

    Bei den nicht stoffgebundenen Süchten ist er für mich dann rückfällig, wenn er wieder in das alte Verhaltensmuster zurückfällt.

    Alpenrose schrieb

    Zitat

    zum großen Teil sind es ja diese Verhaltensmuster, die uns in die Süchte treiben und daher müssen wir die ändern sonst werden wir immer von einer Sucht in die nächste stolpern und somit rückfällig werden, egal auf welche Art und Weise

    Ich sehe das ähnlich wie Alpenrose – daher ist es für mich auch unerheblich, ob der Stoff eine *bewusstseinsverändernde* Wirkung hat.

    Wenn sich alles um den nicht *stoffgebundenen* Ersatz dreht, kann dies auf lange Sicht unser Bewusstsein auch negativ beeinflussen.

    Nochmal danke für Eure Denkanstöße!

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo Manfred,

    ...dann will ich Dich nicht länger im Unklaren lassen :wink:

    *Schattenspringer* - weil ich auf meinem bisherigen Weg immer wieder über den eigenen Schatten springen musste, um mich weiterentwickeln zu können.

    Herzliche Grüße,
    Schattenspringer(in)

    Liebe Gotti,

    Ich wünsche Dir, dass Du die Betreuung Deiner Mutter mit all Deinen sonstigen Aufgaben vereinbaren und dabei noch Kraftquellen für Dich finden kannst.

    Vielleicht kannst Du einige Deiner Aufgaben delegieren? Die neue Situation erfordert neue Wege....

    Ich gehöre übrigens auch zu denjenigen, die traurig darüber sind, dass unsere Wegbegleiterin Backmaus nun andere Pfade beschreitet. Wie beim Wandern begleiten uns manche Menschen nur eine begrenzte Zeit, bevor sich die Wege wieder trennen. So Gott will, begegnen wir uns vielleicht irgendwann einmal wieder :)

    Einen guten Wochenstart wünscht
    Schattenspringerin

    Lieber Harry,

    Schön, mal wieder von Dir zu lesen - danke für Deinen tiefgründigen Beitrag.

    Ich wünsche Dir, dass Du auch in diesem Jahr Kraftquellen für Dich findest, die Dein Fundament weiter stärken - einen wachsamen Blick für die kleinen Dinge am Wegesrand hast Du ja :D

    Alles Gute wünscht
    Schattenspringerin

    Hallo,

    Mal wieder ein kurzes Feedback aus meiner Ecke.

    Von Donnerstag bis Sonntag habe ich am vorletzten Teil meiner Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer im verschneiten Siegerland teilgenommen. Es war wieder eine sehr intensive und dichte Zeit, aus der ich wichtige Impulse für mich mitgenommen habe.

    Unter den vielfältigen Themen hat mich besonders die Frage Ist Suchtverlagerung ein Rückfall :?: beschäftigt.

    Hierzu sollten wir uns für JA bzw. NEIN in 2 Bereiche aufstellen und unseren Standpunkt begründen. Ich habe mich für JA entschieden und würde gerne wissen, wie andere, die hier regelmäßig oder gelegentlich mitlesen, die Frage für sich beantworten würden. Da sie in unserem Seminar sehr kontrovers diskutiert wurde und diejenigen, die es mit JA beantwortet hatten, in der Minderheit waren, würden mich Eure Gedanken hierzu interessieren.

    Ein Mann aus meiner Gruppe schilderte seine Geschichte der Suchtverlagerung. Nach dem Verzicht auf ALK betrieb er so exzessiv Nordic Walking, dass er es in einem Jahr mit Vorbereitungen und Teilnahme an mehreren Marathonläufen auf über 2500 km brachte. Als er seinen letzten Lauf lustlos und körperlich völlig übersäuert, aber immer noch in Bestzeit, hinter sich gebracht hatte, kapierte er, dass nun das Laufen sein Denken und Fühlen ebenso beherrschte, wie früher der Alkohol. :shock:

    Einer der Seminarleiter brachte dann den Satz, dass viele Dinge, von denen Menschen körperlich oder mental abhängig werden, nicht von vorne herein Suchtmittel sind, sondern von uns erst dazu gemacht werden (Arbeit, Sport, Essen, Beschäftigung mit dem PC, Kaufen, etc. -der exzessive Einsatz ist hier ein wichtiger Faktor). Der Erfahrungsbericht des Gruppenmitglieds hat mir diesen Punkt nochmal sehr anschaulich vor Augen geführt.

    Neben wichtigen Themen wie *Umgang mit dem Thema Rückfall* und *Feedback* der Gruppenmitglieder zu meiner Person hat mich die Übung zum Thema *tragen und getragen werden* sehr bewegt.
    Menschen, die sonst eher die *tragende Rolle* einnehmen, konnten sich auf eine Decke legen, die dann von 4 Personen durch den Raum getragen wurde. Hinterher fand ein Austausch darüber statt, wie sich der Einzelnen in seiner Rolle gefühlt hat.
    Mir kam dabei eine Übung in Erinnerung, die ich im Rahmen meiner damaligen ambulanten Therapie nicht geschafft habe: jeder sollte sich auf einen Kasten stellen und sich rückwärts in die Hände von 6 Paaren (darunter der Therapeut) fallen lassen. Ich habe bis zum Schluss gewartet und habe es nicht geschafft. Ich glaube, es war weniger fehlendes Vertrauen in die anderen, als in mich selbst. Ich habe das dann gestern in meiner Gruppe auch so erzählt...

    Ob ich es wohl heute schaffen würde :?::?:

    Schattenspringerin

    Hallo liebe Espoir,

    Seminarbedingt war ich einige Tage nicht imForum und möchte Dir daher etwas verspätet -aber von ganzem Herzen- zu Deinen 18 Monaten auf Deinem neuen Weg gratulieren. Du hast schon sehr viel geschafft und ich freu mich mit Dir!

    Gleichzeitig habe ich aber gemerkt, wie eng Lachen und Weinen mal wieder beieiander sind, denn mich macht der Weggang meiner geschätzten Wegbegleiterin Backmaus nachdenklich - gleichzeitig habe ich gelernt zu respektieren, dass Menschen ihre Entscheidungen treffen, auch wenn ich sie nicht verstehe.

    Herzliche Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo Zhig

    Zitat

    bin schon länger hier,lese immer und möchte mich auch wieder beteiligen..

    Mir ist aufgefallen, dass Du von Zeit zu Zeit hier mit einem neuen Thread auftauchst und dann wieder verschwindest....

    Das ist, wie wenn einer sich nur alle Jubeljahre mal in seiner SHG blicken lässt - nämlich nur dann, wenn es ihm dreckig geht. Das macht die Kommunikation etwas schwierig.

    Wenn Deine Trockenheit wirklich Priorität hat, weil Du Deine Sucht alleine nicht in den Griff bekommst, dann solltest Du dran bleiben - Kontinuität und Konsequenz sind unabdingbar.

    Mit Hass führst Du einen aussichtslosen Kampf, der Deine Energie frisst und Deine Wunden offen hält - für mich ein gefährlicher Stolperstein auf dem Weg in eine zufriedene Trockenheit :roll:

    Schattenspringerin

    Hallo liebe Backmaus und liebe Gotti,

    Danke für Euren Besuch und Euer Feedback!

    Zitat

    Stille.

    So was von wichtig.

    Manche Menschen haben anscheinend Angst vor der Stille und umgeben sich daher lieber mit geschäftigem Lärm :(

    Ich denke, es gibt verschiedene Arten von *Stille* - angenehme und unangenehme.

    Eine besonders unangenehme Stille habe ich während meiner Kindheit und später in der Ehe kennengelernt - wenn mich mein Vater oder mein Ex mit Schweigen bestrafen wollten, wenn ich mich nicht wunschgemäß verhalten hatte (in deren Augen)

    Ich nenne dieses grausame Spielchen *Wer schweigt am längsten* und ich kann noch heute sehr schwer mit dieser Art von Stille zurecht kommen..... Eine Art seelischer Folter für mich :x

    Die Stille im Meditationsraum ist eine andere - sie fühlt sich sehr angenehm und heilsam an. Immerhin begibt sich das Meditierende ja auch freiwillig in diese Situation, in der er durch nichts abgelenkt werden soll von seiner inneren Einkehr. Ich kann es schwer beschreiben und kann akzeptieren, dass das sicher nicht jedermanns Ding ist...

    Für mich war es sehr heilsam und dies wollte ich durch meine Zeilen *In der Stille* auch so zum Ausdruck bringen! Schön, dass es Dich auch anspricht, Gotti.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin
    (die morgen schon wieder für 4 Tage zum vorletzten Seminarblock meiner Grundausbildung zur Suchtkrankenhelferin entschwindet)[/quote]

    Lieber Matthias,

    Wenn ich die Frage *Was hat es mir gebracht ?* im Rahmen einer Kosten - Nutzen-Analyse beantworten würde, ist das in meinen Augen ein falscher Ansatz, der der Sache nicht gerecht wird. :P

    Ich denke, dass sich der Sinn mancher Dinge, die gerade bei mir hochkommen, vielleicht erst mit etwas mehr Abstand erschließt und kann daher noch kein endgültiges Statement abgeben.

    Was ich aber sicher sagen kann, ist, dass die Tage dort meinen Blick auf mehr Achtsamkeit bei den Dingen gelenkt haben, die ich gerade tue. Ich neige dazu, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, anstatt mich ganz bewusst und ausschließlich auf die Sache zu konzentrieren, die ich gerade mache.

    Indem ich mich ganz bewusst auf das konzentriere, was ich gerade erledige, bekomme ich ein ganz anderes Verhältnis zu der Sache und zu mir. Das heißt: ich bin gegenwärtig (nicht bei dem, was gestern war oder morgen eventuell sein wird, sondern im hier und jetzt), ganz bei mir und bei dem, was ich gerade tue. 8)

    Das klingt sehr simpel, ist für mich aber keine ganz leichte Übung. Alleine unter dem oben beschrieben Aspekt hat mir der Aufenthalt im Kloster etwas sehr Entscheidendes gebracht, auf dem ich aufbauen kann. Da bleibe ich auf jeden Fall *dran*....

    Herzliche Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo,

    Heute morgen durfte ich in aller Herrgottsfrühe die Auswirkungen des Frostwetters auf die öffentlichen Verkehrsmittel in meiner Region spüren. :roll:

    Während ich noch störungsfrei aus meinem Wohnkaff wegkam, war die Umsteigebahn in der Stadt bereits durch technische Probleme gehandicapt. Leider ließ sich die Störung in der Elektronik auch durch mehrmaliges Herunterfahren im Laufe der sehr langsamen Fahrt nicht beheben, so dass der Fahrer sich 3 Haltestellen vor meinem Ziel dazu entschloss, die Bahn austauschen zu lassen. Für uns Fahrgäste hieß das raus in die Saukälte und warten. Nicht auf *Godot*, sondern auf die Folgebahn. :? Bis das defekte Fahrzeug weg und ein Fahrerwechsel vorgenommen werden konnte, verging ebenfalls reichlich Zeit, so dass ich mit etwa 30 Minuten Verspätung auf meinem Zeitkonto meine Arbeitsstelle erreichte. Dafür bin ich nun um 05.00 Uhr aufgestanden. Möglicherweise wäre es mir mit dem Auto auch nicht wesentlich besser ergangen, nur wärmer.....

    Leider konnte eine ganze Kanne Bratapfeltee meine Betriebstemperatur nicht wirklich erhöhen :roll: Ich denke schon mit Schrecken daran, wenn ich heute Abend nach der SHG wieder in der Kälte stehen werde.

    Die *Klostertage* waren wirklich sehr komplex und dicht! Ich merke, dass es mir schwer fällt, die Vielfalt der Gefühle und Eindrücke, die mit diesen Erfahrungen einhergehen, überhaupt in Worte zu fassen. Das will bei mir ja schon was heißen, wenn mir mal die Worte fehlen. Manches ist auch schwer zu beschreiben, da die Rituale auch vor dem kulturellen Hintergrund zu verstehen sind. Ich werde mich da selbst noch ein wenig einlesen müssen, um zu verstehen.

    Am 30.12. hatten wir im Anschluss an einen Vortrag zum Themenkomplex Vergebung, Versöhnung, Neubeginn eine Gongmeditation. In der Buddhahalle befindet sich ein riesiger Gong und der Zen-Meister forderte uns auf, uns auf unsere Matten zu legen (wer wollte, konnte auch auf seinem Kissen sitzenbleiben) Die ersten Schläge auf dem gewaltigen Gong (obwohl nur ganz leicht angeschlagen) haben mich so berührt, dass mir die Tränen aus den Augen liefen. Ich nehme an, dass die vorangegangen Tage sehr viel in meinem Inneren freigesetzt haben, was sich nun auf diese Weise seinen Ausgang gesucht hat. Ich bin noch immer sehr erstaunt darüber, was da mit mir passiert ist. Da hat meine Seele mit Perlen nur so um sich geschmissen.(ausgehend von der wunderbaren Vorstellung, dass *Tränen Perlen der Seele* sind :D )

    Ich merke nun in meinem wieder begonnenen Alltag, dass es nicht möglich ist, nach diesen Tagen einfach zur Tagesordnung überzugehen und weiterzumachen wie bisher....

    Eine bewegte Schattenspringerin

    Hallo liebe Wegbegleiter!

    Mit einem lieben Dankeschön an Backmaus für die guten Wünsche für das Jahr 2010 melde ich mich zurück aus der *Versenkung*!

    Nachdem ich gestern im Schneechaos in NRW für knapp 200 km Autobahn über 4 Stunden gebraucht habe, bin ich nun auch wieder in heimatlichen Gefilden und seit heute auch mit vollem Programm wieder am Arbeiten. Allerdings wird dies eine kurze Woche, denn von Donnerstag bis Sonntag fahre ich zu meinem vorletzten Seminar meiner ehrenamtlichen Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer.

    Die Tage im Zen-Kloster Daihizan Fumonji in der Nähe von Altötting waren für mich sehr nachhaltig und ich bin noch ein wenig mit dem Sortieren beschäftigt.

    Es ist unglaublich, was im Inneren während der Meditation alles freigesetzt werden kann und wie sich dies beim Einzelnen äußert. Bei aller Fremdheit der Abläufe im Kloster haben mir dort die festen und wiederkehrenden Rituale und Regeln geholfen, mich dort zu orientieren und recht schnell zurecht zu finden.

    Wir waren 17 Leute, die sich dort zum Neujahrs-Retreat zusammengefunden haben – davon waren 2 aus Österreich und eine Person aus der Schweiz.

    Alles in dem Kloster war in seiner Einfachheit und Schlichtheit sehr klar und auf das Wesentliche reduziert.

    Das Essen war schlicht vegetarisch – oft gab es etwas mit Möhren, Kohl, Mangold und Kartoffeln. Nicht viel Würze, um nicht vom Eigengeschmack der Zutaten abzulenken – und doch raffiniert in seiner Einfachheit.

    Im Zen geht es ja u.a. darum, dass Du das, was Du gerade tust, mit ganzem Herzen machst. Wenn Du auf Deinem Meditationskissen sitzt, gibt es in diesem Augenblick nichts außer Deinem Sitzen und wenn Du in der Küche zum Kartoffelschälen eingeteilt bist, sollte es nichts außer dem Kartoffelschälen geben.... :D

    Ich schreibe bewusst *sollte*, denn ich bin ja auch so ein Multitaskingtalent, der es sehr schwer fällt, sich ganz auf eine Sache zu konzentrieren und nicht schon 1000 andere Dinge -zumindest im Kopf- zu wälzen. :oops: Ich bin aber nach den Tagen im Kloster davon überzeugt, dass das achtsame und bewusste Tun eine Übungssache ist.

    Übungssache ist auch das Sitzen auf dem Meditationskissen (idealerweise im Lotussitz, was aber sehr viel Disziplin und langjährige Praxis erfordert). Normalerweise dauern die Sitzperioden 30 Minuten und werden abgelöst von einer 15 minütigen Gehmeditation. Während des Sitzens sollte man ganz ruhig -wie ein Berg- sitzen und nicht dauernd rumruckeln, da dies die Stille in der Zendo stören würde. :roll:

    Ich habe gemerkt, dass es beim Sitzen keinen Zustand gibt, der erreicht werden kann und dann auch so bleibt. Es ist immer wieder anders – manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich mit der letzten Schwingung der Klangschale direkt in eine tiefere Ebene hinabgleiten und dort auch verweilen konnte. Doch recht oft ließ ich mich beim Sitzen von Außengeräuschen ablenken, oder dadurch, dass etwas an meinem Körper juckte oder der Fuß kribbelte. Der Sitzende sollte versuchen, diesen Schmerz auszuhalten und sich auf das Atmen zu konzentrieren (zählen soll auch helfen), aber irgendwann kam bei mir der Punkt, an dem das nicht mehr funktionierte. :roll:

    Na, ich bin ja noch am Üben. Dafür, dass ich eine der wenigen war, die überhaupt nicht über eine regelmäßige Praxis verfügt, wie sie in einem Zen-Kreis vermittelt wird, habe ich mich schon recht gut gehalten. Unser Zen-Meister meinte immer, dass es das wichtigste ist, dass wir überhaupt sitzen. Mit dem TUN kommt dann auch die Praxis.

    Gegen die Kälte -bedingt durch die niedrige Raumtemperatur in der Zendo (Meditationshalle) und das regungslose Sitzen- gab es Decken. Wer wollte, konnte sich gleich mit mehreren ausrüsten, wovon vor allem die Frauen reichlich Gebrauch machten. Mir hat eine dünnere Wolldecke um die Beine gereicht – dazu Fleecejacke und Schal.

    Über meine Empfindungen beim Schweigen werde ich noch gesondert berichten....

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo MrHardcore,

    Naja, ich *erwarte* gar nichts, aber es wäre interessant zu erfahren, wie Du Deinen Weg bis heute gegangen bist. Du schreibst, dass Du seit 6 Jahren trocken bist und dass Du an Deinem Ziel *zufriedene Trockenheit* arbeitest. Das tue ich auch. :D

    Für diejenigen, die von den Langzeittrockenen wie Dir noch etwas lernen möchten, wäre es sicher interessant lesen, ob Du eine Therapie gemacht hast usw. Du schreibst, Du bist den geraden Weg gegangen – was genau bedeutet das für Dich?

    Ich bin auch schon länger trocken, moderiere inzwischen selbst eine Angehörigengruppe und werde in diesem Jahr meine ehrenamtliche Ausbildung zur Suchtkrankenhelferin beenden. Ich schreibe bei den Alkoholikern im Tagebuchbereich und im offenen Bereich (wenn es Dich interessiert, kannst Du mal bei *Schatten und Licht* reinschauen)

    Meine Wurzeln liegen -wie ich mittlerweile weiß- im Co-Bereich und ich habe zu lange in einer destruktiven Beziehung ausgeharrt, weil ich mich zum Schluß selbst mit ALK ruhig gestellt habe. Im Jahre 2003 habe ich damit angefangen, mich aus diesen Verstrickungen zu lösen. Seitdem bin ich unterwegs, habe mein Leben neu strukturiert und bin manchmal sehr erstaunt, an welche Ufer freundliche Winde mein Lebensboot, dessen Steuerfrau ich bin, inzwischen schon geführt haben :D

    Herzliche Grüße,
    Schattenspringerin

    (mein Nick ist übrigens auch *Programm*, denn es gibt immer wieder Situationen, in denen ich über meinen Schatten springen muss :wink: )

    Hallo MrHardcore!

    Schön, dass Du Dich hier mit Deinen Erfahrungen am Austausch im Forum beteiligen möchtest.

    Zitat

    Inzwischen sage ich mir, warum denn nicht?

    Da Du selbst eine reale SHG besuchst, weißt Du, dass die Gruppe nur so gut ist, wie der Einzelne bereit ist, sich dort einzubringen. Dies gilt übrigens auch hier im Forum....

    Ich hoffe, dass Du zufrieden ins neue Jahr gekommen bist und wünsche Dir Kraft und Mut für alles, was dieses Jahr für Dich bereit hält.

    Vielleicht schreibst Du uns ein wenig mehr über Deinen persönlichen Hintergrund?

    Herzliche Grüße und eine gute Woche,

    Schattenspringerin

    Hallo liebe Espoir,

    zurück aus der Stille klösterlicher Mauern möchte ich kurz hier hereinschneien und Dir alles Gute - vor allem aber Zufriedenheit, Gesundheit und Gelasssenheit- für dieses Jahr wünschen.

    Viel Erfolg und gutes Geschick bei Allem, was Du Dir vorgenommen hast!

    Du bist mir eine liebe Wegbegleiterin geworden und ich freu mich, Dich weiterhin zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo liebe Backmaus,

    zurück aus der Stille klösterlicher Mauern möchte ich kurz hier hereinschneien und Dir alles Gute - vor allem aber Zufriedenheit, Gesundheit und Gelasssenheit- für dieses Jahr wünschen.

    Viel Erfolg und gutes Geschick bei Allem, was Du Dir vorgenommen hast!

    Ich freu mich, Dich weiterhin zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Liebe Ulrike,

    Danke für Deinen Besuch und Deine guten Wünsche!

    Auch für Dich alles Gute für das kommende Jahr - auf dass wir Wege finden, mit Sorgen und Schmerzen anders umgehen und noch besser loslassen zu können.

    Herzliche Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo Ute,

    Schade, dass es Dir nicht gut geht ...

    Wir könnten Dich vielleicht etwas trösten und aufmuntern, wenn Du uns erzählst, was Dich traurig macht!

    Schreib Dir alles von der Seele, das erleichtert.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo,

    Da ich ab morgen keine Möglichkeit mehr haben werde, ins Forum zu schauen, möchte ich mich für dieses Jahr schon mal verabschieden.

    Ich wünsche Allen einen guten Start in ein gesundes, zufriedenes und glückliches neues Jahr. Stellen wir uns den Herausforderungen, die es für uns bereithält.... :!:

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    (die bis zum 01.01. in die klösterliche Abgeschiedenheit entschwindet :wink: )

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    espoir

    Herzlichen Dank für Dein Feedback - ich finde es hilfreich, wenn wir hier gegenseitig von unseren Überlegungen und Gedanken profitieren können :D

    *********************

    Ich hatte noch nie so einen entspannten 24. Dezember wie in diesem Jahr. Entschleunigt und abgespeckt von allen nicht erfüllbaren Erwartungen.

    Abends gab es Jägerschnitzel (ich hatte XXL-Schnitzel besorgt), kleine Klöße und Rotkohl - meine Tochter hatte sich das gewünscht. Ich hatte wohlweislich auf opulente Vorspeise oder Nachtisch verzichtet, das hätten wir eh nicht geschafft :oops:

    Zuvor hatte ich mit meiner Tochter abgemacht, dass wir uns beide nicht in unbequeme Festtagsklamotten schmeißen. So saßen wir mit unseren Schlunzi-Hausanzügen und dicken Socken im Wohnzimmer. Bei ihren Geschenken waren einige Überraschungen dabei, mit denen sie nicht gerechnet hat - sie hat natürlich große Augen gemacht!

    Von ihr bekam ich einen kleinen Silberanhänger mit dem chinesischen Zeichen für *Glück*.

    Zusammen haben wir uns dann im mit vielen Kerzen erleuchteten Wohnzimmer den Film *Der Name der Rose* angeschaut - ich habe sogar bis zum Schluss aufmerksam durchgehalten

    Für sie gabs Cola, für mich Bratapfeltee.

    Es war ein Weihnachtsabend der ganz anderen Art.....

    Heute früh fuhr ich gut gelaunt - trotz des fiesen, windigen und wenig weihnachtlichen Wetters- zu meinem Partner. Busse und Bahnen meinten es gut mit mir, denn es gab weder Pannen noch Verspätungen 8)

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin