Hallo,
Der ZEN-Workshop am Wochenende war für mich Neuland - eine ganz neue Erfahrung mit einem spirituellen Weg, zu dem ich bislang noch keinen Zugang hatte.
Mein Partner, der eine etwas andere ZEN-Richtung praktiziert, hat mich *angesteckt* und ich konnte für mich sehr viel mitnehmen.
Die streng ritaulisierten Formen wie das Grüßen des Sitzplatzes vor dem Niedersetzen auf die Matte waren natürlich recht gewöhnungsbedürftig, genauso, wie die 45Minütigen Meditationseinheiten, bei denen wir 45 Minuten mit dem Gesicht zur Wand auf unserem Meditationskissen im Lotussitz gehockt haben. Es war so still, dass man eine Stecknadel fallen hören konnte
Anschließend erfolgte eine Gehmeditation, ehe es für weitere 45 Minuten auf die *Matte* ging..
Danach wurde ein traditionelle Frühstück (auf der Matte sitzend im Lotussitz) gereicht, das aus einer Schüssel Reisbrei mit Sesam und etwas eingelegten Gemüse bestand. Da ich jegliche Art von Brei hasse, musste ich schon über einen recht großen Schatten springen
Nach dem Essen gab es einen kurzen Vortrag über *heilsame Nahrung*, der mich heute zu folgenden Überlegungen veranlasst hat:
In dem Vortag über *heilsame* und *nicht heilsame* Nahrung ging es zunächst vordergründig nur um Essen, aber auf den zweiten Blick war es sehr viel mehr.
Wenn wir uns wertschätzen und unserem Körper etwas Gutes tun möchten, so achten wir auf gesunde und heilsame Nahrung, die wir gut kauen und mit Achtsamkeit genießen. Wir können uns natürlich auch für Fastfood entscheiden, das wir hastig und vielleicht auch noch achtlos im Gehen einfach so runterschlingen.
Genauso können wir für unsere Seele heilsame Beziehungen knüpfen, die uns gut tun. Zum einen die liebevolle Beziehung zu uns selbst, dass wir dafür sorgen, dass wir zufrieden sind, indem wir auf unsere inneren Bedürfnisse achten und uns selbst an erste Stelle setzen. Genauso wichtig sind aber auch liebevolle Beziehungen zu anderen Menschen, die geprägt sind von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt. Durch liebevolles Miteinander und Geben und Nehmen können wir uns weiterentwickeln.
Wir können unsere Seele verhungern und verdursten lassen, indem wir in destruktiven Beziehungen verharren, die uns erniedrigen, demütigen, manipulieren und an unserer Weiterentwicklung hindern Bei mir war der ALK der unheilvolle Klebstoff, der mich daran hinderte, mich viel früher aus diesen unwürdigen Zusammenhängen zu lösen
Schließlich können wir unserem Geist heilsame Nahrung in Form von guter Literatur, Musik, Kunst oder jeder anderen Form von Kreativität geben, der uns beflügelt und neue Horizonte eröffnet.
Im Gegensatz dazu können wir uns aber mit weniger heilsamen Mitteln betäuben, zudröhnen und so dem Geist die Flügel stutzen, dass er aus seinem Gefängnis nicht mehr heraus kommt.
Indem wir mehr und mehr auf unsere innere Stimme hören und auf unsere Bedürfnisse achten, werden wir immer sicherer in der Unterscheidung sein, was *heilsam* und was *nicht heilsam* für uns ist.
Für mich war es eine sehr wertvolle Erfahrung 
Schattenspringer