Liebe Gotti und liebe Backmaus!
Hier für Euch das Neueste von der *lahmen* Front!
Es geht aber schon wieder besser, nur ist die Schwellung von der Kniescheibe etwas nach unten gewandert und wackelt dort bei jedem Schritt wie ein Wackelpudding (fühlt sich irgendwie merkwürdig an
)
Die Schwüle des heutigen Tages dörrt mein Hirn aus, ich fühle mich träge und unmotiviert. zu heiß zum Denken ....
Als ich nach Hause kam, bin ich erstmal eine langsame Runde mit unserem Hundi gegangen. Bings hat mich schon freudig und erwartungsvoll begrüßt, als ich die Haustüre aufschloss. Was für eine Veränderung zu früher, als ich mein Nachhausekommen -das ich nicht als *nach Hause Kommen* empfunden habe- so lang wie möglich rauszögerte. Langes Arbeiten, zielloses Rumstromern in der Stadt - bloß nicht nach Hause, wo mir die Decke auf den Kopf fiel.
War ja auch egal, wann ich nach Hause kam, denn nicht mal ein Hund hat mich zu dieser Zeit begrüßt. Keine Sau denkt an mich - was war ich doch ein bemitleidenswertes Wesen
Selbst wenn ich geschlaucht nach Hause komme, gibt mir der Hund neue Energie. Es macht Laune zu sehen, wie er überall freudig rumspringt, alles neugierig beschnüffelt und einer intensiven Begutachtung unterzieht, wenn er bestimmte Witterungen aufnimmt. Dazwischen schaut er immer mal wieder mit seinen großen Hundeaugen zu mir hoch -so, als würde er sich rückversichern, ob auch bei mir alles in Ordnung ist. Mein Freund meint ja, das sei alles Projektion, aber ich sehe das mittlerweile anders. Hundi hat ein Gespür, wenn es mir nicht gut geht, sucht dann intensiv Körperkontakt und weicht mir nicht von der Seite...
Nach dem Hundespaziergang habe ich mich erstmal auf meinen Balkon gesetzt und meine Blicke über die grün-buntblühende Oase schweifen lassen. Nicht nur ich, sondern auch diverse fliegende Kleinlebewesen scheinen sich dort wohl zu fühlen und schwirren munter zwischen den Blüten umher. Gerade haben sich die ausgewilderten Alexandersittiche
mit einem ganz speziellen Kreischen versammelt. Sie sind wohl unterwegs zu ihren Schlafplätzen.
Schon vor einigen Jahren habe ich die grünen Sittiche in Köln bewundert und mich gefreut, wie die kleinen kreischenden Gesellen immer mehr Stadtteile der Innenstadt bevölkerten (u.a. eine bekannten Friedhof) Ich freu mich sehr, dass sie nun auch in die Randbezirke und in meinen Ort vorgedrungen sind. Ich lausche den Geräuschen des Abends und ab und an zetert mal eine Amsel.
Von Zeit zu Zeit genehmige ich mir einen Schluck Pfefferminztee - er ist von gestern Abend übrig geblieben und schmeckt mir nun kalt. Ich genieße es, nach diesem Tag einfach hier zu sitzen und nur die Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Ich brauche momentan kein Radio und kein Halligalli - kann es gut aushalten mit mir...
Ich freu mich, die Normalität des Alltags wieder intensiv spüren und genießen zu können 
Euch wünsche ich einen geruhsamen Tagesausklang!
RoteLampe