Guten Morgen, liebe Weitsicht
Danke für Deine Rückmeldung! Wie ich das Verhältnis zu meiner Tochter heute sehe, habe ich zum Teil ja schon in meinem gestrigen Spätbeitrag beschrieben!
Ich bin froh und dankbar, dass ich heute wieder dieses Vertrauen genießen darf - denn ich war mir nicht sicher, inwieweit die Vergangenheit "geheilt" werden kann.
Wir haben bisher wenig darüber gesprochen, wie sie die Jahre ihrer früheren Kindheit erlebt hat und ich denke, dass ich mich diese Gesprächen werde stellen müssen, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Noch heute habe ich einen von ihr handgeschriebenen Zettel in meiner Geldbörse, auf der sie mir mitteilte, wie bescheiden sie es findet (fand), dass ihre Mama trinkt.
Ich fand diesen Zettel eines Tages in der Frühe auf dem Küchentisch - neben einigen leeren Alkflaschen, die sie gefunden und dort demonstrativ aufgestellt hat. Ich habe den Zettel als festen Bestandteil in meinen Notfallkoffer integriert ![]()
ZitatKannst stolz auf Dich sein, den Absprung geschafft zu haben, Deine Tochter hat ihre Mama ein zweites Mal geschenkt bekommen, vergiss das bitte nie.
Liebe Weitsicht - ich werde sehr achtsam mit dieser Erkenntnis umgehen, wohl wissend, dass es keine zweite Chance geben wird.
Die Beziehung zu meiner Tochter hat durch die Krankheit auch eine andere Qualität bekommen, ist viel intensiver geworden. Durch meine Offenheit konnte ich Vertrauen langsam wieder aufbauen und die Beziehung wieder in Ordnung bringen. Dafür bin ich sehr dankbar...
[/quote]Wir hatten beide nicht die Chance und die Zeit uns zu einem späteren Zeitpunkt (z.B. als ich Mutter wurde) wieder anzunähern oder sich auszusprechen
ZitatEs ist sehr bedauerlichlich, dass Du nicht die Chance hattest, die sich uns auf so wunderbare Weise eröffnet hat.Ich wünsche Dir, dass Du trotz allem für Dich zu einem Abschluss mit der Vergangenheit kommen kannst, so dass die Schatten der Vergangenheit Deinen weiteren Weg nicht verdunkeln.
Liebe Grüße,
RoteLampe