Beiträge von Samsara

    Hallo live,

    Zitat

    ich eigemtlich laut sagen könnte, ich habe Probleme

    Wo genau drückt denn der Schuh? Wir freuen uns mit Dir über Deine Erfolge, aber hier darfst Du auch über Deine Sorgen berichten!

    Wir "hören" Dir zu und vielleicht erleichtert es Dich, wenn Du es Dir von der Seele schreiben kannst. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid :wink:

    Schön, dass Du auch weiterhin mit klarem Kopf Deinen Problemen ins Auge schaust!

    Alles Gute,
    RoteLampe

    Liebe Espoir,

    schön, dass Du mal wieder bei mir vorbeigeschaut hast :wink:

    Das mit den Prüfungen kam mir auch in den letzten Tagen in den Sinn. Ohne einen klaren Kopf zu behalten wäre ich wohl nicht so gut aus der Sache herausgekommen...

    So war ich in der Lage, mir meine unangenehmen Gefühle anzuschauen und sie auseinanderzunehmen. Das Schreiben hier und die Kommentare meiner Mitleser hier und im Geschlossenen haben mir geholfen, einen Schritt aus meiner engen Sicht herauszutreten und die Perspektive zu verändern. Solange ich nur in meinem eigenen Gedankensud schmorte, konnte ich diese andere Sicht zum Teil gar nicht einnehmen.

    Die letzten Tage und die damit verbundene Denkarbeit waren nicht immer angenehm, aber ich bin wieder ein Stück weiter auf meinem Weg gekommen. Nachdem ich ein paar Steinchen aus dem Weg geräumt habe, geht`s jetzt mit neuer Kraft weiter :wink:

    Ich wünsche Dir einen schönen und entspannten Sonntagabend und frische Kraft für die neue Woche!

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo Backmaus,

    nach einem tollen Sonntag an der frischen Luft schaue ich mal wieder hier im Forum vorbei - irgendwie muss einmal am Tag wohl sein :wink:

    Ich denke, pro oder contra Offenheit muss jeder für sich selbst und situativ entscheiden- da wird es keine Patentrezepte geben. Trotz meiner negativen Erfahrungen habe ich bei meiner aktuellen Bewerbung meine ehrenamtliche Tätigkeit bei meiner Selbsthilfeorganisation angegeben und dies auch auf Nachfrage begründet. Ich wollte auch hier mit offenen Karten spielen, denn es kann ja immerhin später sein, dass mit der Tätigkeit irgendeine öffentlichkeitswirksame Aktion in Verbindung steht. Hier könnten dann im Nachhinein blöde Nachfragen kommen. Ob mir diese Offenheit Vorteile gebracht hat, wird sich ja in Kürze herausstellen.

    In Köln ist z.B. jedes Jahr der Tag des Ehrenamtes, bei dem auch Organisationen ausgezeichnet werden. Unsere Organisation ist jedes Jahr mit einem Stand vertreten, auf dem sich jeder über Sucht und Hilfsangebote informieren kann.

    Bei privaten Kontakten entscheide ich situativ, inwieweit ich mich oute. Meine engen Freunde, Familie und Wanderfreunde wissen Bescheid - aber bei losen Kontakten und einmaligen Begegnungen auf Seminaren laufe ich nicht mit einem Schild "Alkoholikerin" herum.

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend,

    RoteLampe

    Hallo Backmaus,

    Ich werkele meistens dann herum, wenn ich innere Unruhe verspüre - immer noch die bessere Alternative zum Griff zur Flasche, finde ich....

    Heute habe ich einerseits die Tatsache genutzt, dass ich ein Auto zur Verfügung hatte (habe selbst zurzeit keinen fahrbahren Untersatz außer meinem Tretesel :wink: ) und auf meinem Balkon noch etwas Ordnung schaffen wollte. Ich habe endlich einen kleineren runden Tisch für wenig Geld entdeckt, der meinen Riesentisch ersetzen soll, da dieser den halben Balkon für sich einnimmt :roll: . Er war mal in einer anderen Zeit und für andere Gegebenheiten angeschafft worden.

    Den "Nachfolger" konnte ich heute bequem mit dem Auto transportieren und habe nebenbei noch einen Oleander, der mich so anlachte und einige andere Pflanzen und mediterrane Kräuter gekauft. Da ich für solche Dinge unter der Woche wenig Zeit habe, habe ich den Tag optimal genutzt...
    Während meiner "nassen" Zeit habe ich alleine gelebt und teilweise die Dinge in meiner Wohnung seehr vernachlässigt. Zu Beginn meiner Trockenheit habe ich alles in der Wohnung umgestaltet und Dinge entfernt, die mich an meine "weinhaltige" Zeit erinnerten. Schlimmster stummer Zeuge war ein rotweinfleckiger Teppich im Schlafzimmer, den ich zuerst mit kleinen Brücken belegt hatte, um die Flecken zu verdecken. Trotzdem habe ich sie noch "gesehen" und so war es wie ein "Befreiungsschlag", als ich in meinem Schlafzimmer neuen Teppichboden verlegt, neu gestrichen und die Möbel total umgestellt hatte. Der Raum bekam ein neues "Gesicht" und ich hatte das Gefühl, symbolisch die Geister der Vergangenheit vertrieben zu haben....

    Ich habe während der Arbeitszeit keinen Alkohol getrunken (war die einsame Alkkonsumentin in den eigenen vier Wänden), aber als ich auf Anraten meines Arztes auf eigenen Wunsch eine sechswöchige Entwöhnungsbehandlung in einer Klinik machte, blieb dies dem Arbeitgeber natürlich nicht verborgen (ich habe auch mit offenen Karten gespielt, obwohl sich dies für mich nachteilig ausgewirkt hat).

    Als ich aus der Klinik zurückkam, war ich für den verantwortungsvollen Posten, den ich innehatte, nicht mehr tragbar. Angeblich instabil und für diese Aufgabe nicht hinreichend belastbar, wurde ich umgehend woanders hinversetzt. Für mich ein herber Schlag. Da ich nun denke, über einen ausreichend langen Zeitraum meine Belastbarkeit und Stabilität unter Beweis gestellt zu haben, ist es nun Zeit für mich, zu neuen Ufern aufzubrechen. Ich bilde mir zumindest ein, dass mich der Geruch der Vergangenheit immer noch umgibt, auch wenn niemand darüber spricht. Jedenfalls sind mehrere Bewerbungen innerhalb meines Amtes ohne Erfolg geblieben. So denke ich, dass es nicht schaden könnte, komplett den Bereich zu wechseln.

    Liebe Backmaus, ich hoffe, ich konnte Deine Frage so gut beantworten, wie es die Wahrung der Anonymität hier zulässt.

    In meiner Küche schmurgelt derweil ein leckerer Braten und verbreitet einen verheißungsvollen Duft. Diesem werde ich mich nun zuwenden und den Abend mit meinem Partner genießen...

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo liebe Backmaus

    Zitat

    Veränderungen,die ich plane,möchte ich dann auch so schnell wie möglich umsetzten/verwirklichen -warum?

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen! Bei mir ist die berufliche Weitereintwicklung/ Veränderung ein wichtiger Punkt für größere Zufriedenheit. Ich hatte in der Vergangenheit einige "Ereignisse", die mir immer noch "nachhängen", obwohl nieman dieses ausspricht. So kann ich auch bei Erbringung von Höchstleistungen dort nicht mehr weiterkommen.

    Die von mir angestrebte Stelle hätte den Vorteil, in einem anderen Rahmen (da in einem anderen Amt) langjährige Erfahrungen und Kenntnisse auf dem gewünschten Gebiet einzubringen. Ich denke, dass es eine solche Chance nicht so oft gibt.......

    Zitat

    Wenn ich ehrlich bin,ein bisschen Schiss habe ich auch....

    Das würde wohl jedem von uns so gehen - schließlich ist alles wieder ganz neu. Ein neues Team, in das Du Dich eingewöhnen musst und neue Herausforderungen. Du machst so einen souveränen Eindruck, Du schaffst das ganz bestimmt. Am Ende wirst Du feststellen, dass überall nur mit Wasser gekocht wird :wink:

    Trotz des ungastlichen Nieselregens wusele ich im Moment auf meinem Balkon herum, säubere Balkonmöbel vom Staub des Winters, topfe um und überlege mir gerade, ob ich nochmal zum Baumarkt fahren soll......

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Vielleicht wird`s leichter, wenn wir zusammen unsere Lektion in Sachen Geduld lernen (ich schau auch öfter im Thread "Geduld und andere Grausamkeiten" vorbei :wink: =

    Lieber Harry,

    auch ich freue mich auf ein Lebenszeichen von Dir und hoffe, dass es Dir gut geht 8) . Ich vermisse Deine Beiträge, die mich zum Nachdenken anregen.....

    Alles Gute wünscht

    RoteLampe

    Hallo, liebe Backmaus

    Zitat

    Ich habe die mündliche Zusage für den Wiedereinstieg .Warte täglich auf einen Anruf,wann es endlich losgeht mit der sog. Einarbeitung......

    Das erinnert mich an die Schilderung meiner Gruppenleiterin, bei der trotz mündlicher Zusage jede Station im Entscheidungsprozess ihrer Arbeitsstelle 6 Wochen gedauert hat. Das deckt sich in etwa mit meinen jetzigen Erfahrungen und sollte mir Mut geben, noch nicht alle Hoffnungen auf die von mir avisierte neue Stelle in den Wind zu schießen.

    Irgendwie merke ich, dass diese Stelle ein weiterer wichtiger Abschnitt auf meinem Weg in die Veränderung ist - daher habe ich so einen starken Wunsch, dass das auch alles für mich positiv endet. Lets wait and see....

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag - hier ist es zwar sonnig, aber die Temperaturen sind noch recht "schattig"...

    Liebe Grüße,
    RoteLampe (schon wieder etwas ruhiger :wink: )

    Hallo Bernd

    Zitat

    Hab da gleich mal angerufen und denen klar gemacht das wir auch schon AUFRECHT-GEHEN ( Neanderdal lässt grüßen )

    Suuper! Das sollte man denen, die uns so in der Warteschleife schmoren lassen, öfter mal vor Augen führen :twisted:

    Deine Arbeitssuche hat ja mit einem für Dich positiven Ergebnis geendet und das Warten hat sich gelohnt. Ich denke, dass das bei mir -irgendwann- auch so sein wird und bis dahin lerne ich meine Lektionen in GEDULD. So einfach und doch so kompliziert :roll:

    Auf keinen Fall aber darf unsere Trockenheit durch solche Geduldsprüfungen ins Wanken geraten. Und weiter geht die Reise.....

    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben einen schönen Tag!

    RoteLampe

    Lieber Bernd,

    recht herzlichen Dank für Dein einfühlsames Feedback auf meinen gestrigen Beitrag.

    Hiermit hast Du sicherlich nicht ganz unrecht:

    Zitat

    bestimmt schwierig von einer schönen zweisamkeit, in die Einsamkeit oder alleinsein, zurück zu gehen.

    Als ich von meinem Seminar zurückkam und diese innere Unruhe und Unzufriedenheit realisierte, habe ich auch daran gedacht, dass ich ja nach den gemeinsamen Ostertagen und nach dem Seminar, bei dem ich auch den ganzen Tag von Menschen umgeben war, nun wieder allein in meinen 4 Wänden war. So ganz stimmt das mit dem "Alleinsein" ja auch nicht, denn es gibt ja noch meine Tochter und unseren vierbeinigen männlichen Beschützer. Ich hatte das Gefühl, dass er heftig Anteil nahm, als die Tränen endlich kamen. Vielleicht ist es zum Teil Projektion, aber ich bin überzeugt, dass Tiere ein Gespür für Stimmungen haben unddarauf reagieren.

    Ich habe versucht, mal aufzudröseln, worin dieser "Kloß" im Hals bestand.
    Erst heute kann ich die Antwort darauf schreiben, denn heute habe ich das Mosaiksteinchen auf dem Weg der Erkenntnis gefunden, das mir gestern noch verborgen war.
    Meine miese Stimmung hing zu einem sehr großen Teil damit zusammen, dass ich in puncto Bewerbung noch immer nichts gehört hatte und unheimlich genervt über dieses "in der Luft hängen" war. Ich komme besser mit einer Absage klar -die ja möglich ist- als mit der derzeitigen Unklarheit, in der ich gar nichts planen kann. Lieber nehme ich die Dinge selbst in die Hand, indem ich tätig werde, als so untätig darauf zu warten, wann es denen beliebt, mir das Ergebnis mitzuteilen. (Ohnmachtsgefühle, Kontrollverlust?)

    In dieser Gemengelage blöder Gefühle fing ich aujf einmal an, an meiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln. Bis jetzt hatte ich ein durchaus positives Gefühl, denn ich weiß ja *eigentlich*, was ich kann und was ich bei der Vorstellung in die Waagschale werfen konnte. Die Reaktionen aus meinem Umfeld haben mich bis dato auch in dieser Ansicht bestärkt.

    Auf einmal war diese Sicherheit wie weggeblasen - je mehr Zeit verging, desto unsicherer wurde ich. Anrufen wollte ich aber dort auch (noch) nicht, denn die wollten sich melden ("so schnell wie möglich" :roll: )

    Ich habe noch eine weitere Bewerbung bei derselben Behörde (allerdings anderer Standort) seit Anfang März laufen. Da ich bisher von dort nichtmal den Eingang der Unterlagen bestätigt bekam, habe ich mich dort heute telefonich ganz freundlich nach dem Sachstand erkundigt (hat mich unheimlich Überwindung gekostet) und bekam die Auskunft, dass das "Verfahren noch nicht ganz abgeschlossen" sei. Ich könne in ca. 2 Wochen mit Nachricht rechnen (was immer das heißen mag, aber egal)

    Nach diesem Gespräch war mir klar, dass die mit einem ganz anderen Zeitbegriff arbeiten, als ich es getan habe. So langsam, wie dort die Mühlen mahlen,kann ich gar nicht denken :roll:
    Ja, ich habe mich tatsächlich total von dem Zeitfaktor unter Druck setzen lassen und dabei alle positiven Gefühle, die ich seit der Vorstellung hatte, total ausgeblendet. Die Stelle, an der ich so stark interessiert bin, soll(te) zum 01.05.2009 besetzt werden - bei dem Tempo völlig utopisch.

    Nach den Erfahrungen aus diesem Telefonat werde ich nun im Laufe der nächsten Woche bei der anderen Behörde anrufen und nach dem Resultat fragen, da ich ab Ende April auch 2 Wochen Wanderurlaub machen möchte. Ich denke, dass nun meine in den letzten beiden Tagen etwas verzerrte Sicht wieder klarer geworden ist.

    Wichtig für mich festzuhalten ist noch, dass ich bei diesem gedanklichen Kampf um Gelassenheit und gegen meine Ängste den Alkohol nicht als "Lösungsmittel" gesehen habe. Und nun geht`s weiter auf dem Weg, denn

    Zitat

    und überhaupt.....es wird alles wieder gut.

    Das Beste kommt noch :idea:

    Lieber Bernd, ich habe Dir hier so ausführlich geantwortet, weil ich es selbst für mich nochmal festhalten wollte. Diese Gefühle suchtmittelfrei aushalten zu können, sind die Basis auf dem weiteren Weg der Trockenheit.

    Dass Du Dich bei all Deiner Rennerei und Organisiererei nach geistiger Ruhe und einer Rückzugsmöglichkeit, um mal abzuschalten sehnst, kann ich gut nachvollziehen.

    Sicher kannst Du Dir auch an diesem Wochenende einige Minuten der Stille nur für Dich abzweigen...

    Bevor Du am 17. Mai wieder "aufsteigst", werden wir uns sicher noch öfter lesen.

    Ich wünsche Dir ein stressfreies und erholsames Wochenende,

    RoteLampe

    Sorry, liebe Backmaus

    irgendwie muss ich Deinen Beitrag gestern nicht mehr "gesehen" haben :roll:

    Zitat

    Sag mal,auf Deiner 2tägigen Fortbildung...war da niemand dabei,der/die auch keinen Alkohol trank?
    Gehört das Trinken von Alkohol zur sog.Gemütlichkeit dazu?

    Aus meiner Erfahrung ist das ein bißchen von der Zusammensetzung des Seminars abhängig - bei eher "männerdominierten" (ist jetzt keine Diskriminierung!!) Fortbildungen ist eben auch mit erhöhtem Bierkonsum am Abend zu rechnen.

    In diesem Seminar waren wir ja auch nur 1,5 Tage zusammen - nicht viel Zeit, sich näher kennenzulernen und eventuell zu einer alternativen Aktivität ohne Alk zu verabreden. Wir waren diesmal 20 Teilnehmer, darunter 3 Frauen. Die anderen Beiden waren abends auch schnell von der Bildfläche verschwunden!

    Am Dienstagabend ist es mir auch nicht wirklich schwergefallen, mich abends rechtzeitig zu verabschieden. Zum einen war es recht kompakter Unterrichtsstoff, der erst einmal sacken wollte - zum anderen habe ich auch gern den dort vorhandenen Internetzugang genutzt, um mich hier im Forum in Ruhe umzusehen (diese Muße habe ich spätabends zu Hause nicht immer :wink: )

    Ich hoffe, dass es Dir inzwischen wieder besser geht und wünsche Dir ein schnieffreies Wochenende mit guter Erholung.. 8)

    Wir gehörten hier heute zu den Regionen, in denen es die ganze Nacht und bis jetzt kräftig geschüttet hat, was eine erhebliche Abkühlung der Luft zur Folge hatte - also die warmen Socken noch nicht zu weit wegpacken :wink:

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo Bernd und alle, die gelegentlich hier hereinschauen,

    Zitat

    hier, und Da, bei uns und so...

    Das Schreiben in diesem Forum und das Feedback, das ich hier und vor allem im geschützten Bereich bekomme, sind mir eine wertvolle Hilfe in Tagen, in denen der Himmel von dunklen Wolken verhangen erscheint.

    Auch bei mir ist nicht alles eitel Sonnenschein. Gestern hatte ich einen totalen Durchhänger, fühlte mich innerlich unruhig und irgendwie getrieben und stand mir selbst im Wege. Eine der typischen Situationen, in denen ich in meinem früheren Leben zur Flasche gegriffen hätte, um diese Gefühle zu betäuben.

    Da ich mich früher mit solchen Gefühlen und meinem französischen Tröster in der Wohnung verbarrikadiert habe, bin ich erstmal mit unserem Hund an die frische Luft. Der kleine Kerl hat sich natürlich "tierisch" über den Ausflug gefreut und mir hat es fürs erste gut getan. In der Fußgängerzone habe ich mir einen Cappucchino gegönnt und das bunte Treiben beobachtet.

    Wieder zu Hause, hatte ich immer noch keine Ruhe - also Kartoffeln geschält und einen Kartoffel-Lachs-Gratin in den Ofen geschoben. Während dieser vor sich hin schmurgelte, habe ich mir meine blöden Gedanken und Gefühle von der Seele geschrieben. Das Feedback, das ich erhielt, hat meine Sicht wieder etwas geklärt und meine Gedanken in andere Bahnen gelenkt.

    Der Druck, den ich trotzdem noch verspürte (kein Saufdruck, sondern eher wie ein dicker Kloß im Hals) verringerte sich, als ich endlich losheulen konnte. Obwohl Tränen sehr befreiend sind, gestatte ich sie mir viel zu selten......
    Es fällt mir schwer, in Situationen wie gestern gelassen zu sein, in denen ich mich eher hilflos fühle, aber ich übe noch und bin auf einem guten Weg

    Liebe Grüße,

    RoteLampe

    Hallo Backmaus,

    auch von mir gute Besserung!

    Erkältung bei diesen Temperaturen steht bestimmt nicht ganz oben auf Deiner Wunschliste, oder :roll:

    Lass Dich ein wenig verwöhnen und genieße heißen Tee und Deinen Krimi.

    Alles Gute wünscht

    RoteLampe

    Hallo liebe Ute,

    ich möchte mich den Ausführungen von Rose anschließen, denn auch bei mir führten Langeweile, "innere Leere" und Einsamkeit dazu, dass ich diese für mich schwer auszuhaltenden Gefühle mit Alkohol betäubt habe.

    Immer wieder habe ich den Fehler gemacht, mich total in meiner Wohnung einzuigeln und niemanden an mich heranzulassen. Hilfsangebote von Freunden habe ich abgelehnt, denn "ich schaffe das ja allein" :roll:

    Ich hoffe, Du schaffst es, durch Dinge, die Dir wieder Freude bereiten, aus diesem "Tal der Tränen" und der Einsamkeit allmählich herauszukommen

    Was außer Stricken (und Malen ?) könnte Dir denn Spaß machen ?

    Wir haben hier z.B. eine Einrichtung der kath. Kirche, die u.a. meditativen Tanz, Schreibwerkstatt, töpfern oder auch eine Malwerkstatt anbietet. Diese Angebote sind kostenlos bzw. gegen Spende für die dort angebotenen Getränke wie Wasser, Saft, Tee. Vielleicht gibt es Ähnliches auch in Deiner Region?

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo,

    nach entspannten Ostertagen bin ich heute und morgen auf einem beruflich bedingten Seminar in der Eifel. Das Thema interessiert mich sehr und führte auch in den Pausen zu angeregten Diskussionen.

    Als nach dem Abendessen die ersten Gespräche beim Bier fortgesetzt wurden, habe ich mich allerdings höflich verabschiedet. Die haben hier auch einen allgemein zu nutzenden Internetzugang, der mir nun ermöglicht, hier mich hier noch ein wenig im Forum umzuschauen. So kann ich die Zeit sinnvoll nutzen und setze mich keinen unangenehmen Bierdünsten aus.

    Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um... Ich kann aber dafür sorgen, dass ich mich gar nicht erst in (für mich) gefährliche Situationen begebe.

    Einen entspannten Abend wünscht

    RoteLampe

    Guten Abend,

    nach sehr relaxten, lustigen, sonnigen und ruhigen Ostertagen ohne Präsenz alkoholischer Versuchungen bin ich wieder zu Hause gelandet.

    So ruhige Tage, an denen ich die Seele baumeln und die Gedanken ziehen lassen konnte, habe ich schon länger nicht gehabt. Mich treiben lassen und Ausspannen statt Action und Stress.....
    Zeit zum Träumen, aber auch Zeit für gute Gespräche und gemeinsames Lachen - all das hat mir gut getan und mich wieder geerdet. Nun bin ich bereit für neue Aufgaben :wink:

    Die Tage, die ich im Freien verbracht habe, haben mich aber auch daran erinnert, wie oft in meinem früheren Leben im Sommer Freizeitaktivitäten mit Alk verbunden waren. (der gemütliche Abend in lauer Luft auf dem Balkon bei einem Glas Wein, Einkehr in einem Biergarten beim Weizen nach einem Marsch.......)Ich konnte ohne Verlustgefühle an diese Zeiten denken und meinen alkoholfreien Durstlöscher genießen. Ich fühle mich wohl in meiner Haut !

    Allen einen guten Start in die restliche Woche,

    RoteLampe

    Guten Abend, lieber Bernd

    Schön, dass Du Euer alkoholfreies Osterfest so genießen konntest - das tolle Wetter lud ja auch zur sportlichen Betätigung im Freien geradezu ein 8)

    Bei mir gab es zwar "Gläser", allerdings waren diese gefüllt mit Apfelsaftschorle und allerlei anderen alkoholfreien Durstlöschern....Dort, wo ich Ostern gefeiert habe, gab es keinen Alkohol - auch nicht als Füllung in Ostereiern oder in irgendwelchen Torten.

    Zu Deiner Frage: Ich bin vorhin wieder gut in meinem Heimatort gelandet, konnte mich aber in den letzten Tagen nicht so ganz vom Forum fernhalten und schaute gelegentlich hier herein :wink:

    Ich wünsche Dir einen guten Start in die restliche Woche,

    RoteLampe

    Hallo Bernd,

    auch von mir ein schönes Osterfest, das Du mit Deiner Familie nach uren ureigenen Vorstellungen genießen kannst. 8)

    Es ist schön zu lesen, dass Du die Kraft hattest (und es jeden Tag aufs Neue tust) Dich für einen anderen Weg zu entscheiden - auch gegen den Widerstand Deiner Familie.


    Zitat

    Und dazu haben wir 14jahre gebraucht......da ist viel Wasser den Rhein runter geflossen

    Gut Ding will Weile haben - alles braucht seine Zeit......

    Liebe Ostergrüße

    (\/)
    (. .)
    (") (")

    RoteLampe

    Guten Abend,

    wieder neigt sich ein sorgenfreier Tag dem Ende zu...

    Im Moment gelingt es mir, einfach die Zeit hier zu genießen und negativen Gedanken keinen Raum zu lassen. Ich fühle mich leicht und beschwingt - war heute fast den ganzen Tag in der Sonne.

    Neben anderen Einkäufen haben wir uns im Baumarkt Blumenerde und Pflanztöpfe für den Balkon gekauft. Einer großen Laternenlampe aus Holz konnte ich ebenfalls nicht widerstehen - sie passt so gut auf unseren Balkon hier, so dass ich sie meinem Freund -als Osterhasen sozusagen - geschenkt habe. Gerade steht sie mit einer dicken roten Kerze auf dem nächtlichen Balkon und verbreitet ein warmes Licht.

    In die gekauften und noch vorhandenen Terracottatöpfe habe ich ein Thymianbüschchen und Minze gepflanzt, sowie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Lavendel, Dill und Sonnenblumen gesät. Da es ein großer, sehr sonniger Balkon ist, denke ich, dass alles gut gedeihen wird. Ich war ganz in meinem Element, da ich gerne Kräuter ziehe und mich freue, wenn alles wächst und gedeiht.

    Kurz habe ich daran gedacht, dass in meinem früheren Leben Arbeiten im Freien oder in der Sonne auf dem Balkon sitzen immer irgendwie mit Alkohol verbunden war. Heute habe ich nach getaner Arbeit eine gut gekühlte Apfelsaftschorle genossen.

    Nach einem unserem Abendessen haben wir noch eine 8 km-Runde um unseren See gedreht. Es war herrlich laue Luft und vom See her hörte man ab und zu das Quaken der Enten und Gänseschnattern aus dem Naturschutzgebiet um den See. Als wir an einer Stelle anhielten, konnten wie etliche Fledermäuse vorbeiflattern sehen. Ich war ganz fasziniert und blieb eine ganze Zeit lang stehen. Als wir weitergingen, hüpfte noch ein Frosch über unseren Weg, den ich gerade so in der Dunkelheit erkennen konnte.

    Manchmal gingen wir schweigend unseren Weg -gemeinsam und doch jeder für sich - und manchmal unterhielten wir uns sehr angeregt. Nun bin ich ziemlich müde und werde noch eine Weile den Abend auf dem Balkon genießen.

    Ich bin dankbar, dass ich meinen Zielen jeden Tag einen kleinen Schritt näher kommen darf - mit klarem Kopf ist dies möglich!

    Herzliche Grüße,
    RoteLampe

    Hallo live,

    die Idee mit dem Obst wäre ein Weg, den abendlichen "Hunger" vor dem TV zu überlisten.

    Solltest Du mehr auf Gemüse stehen, empfehle ich Gurken, Tomaten Paprikastreifen und Möhrenschnipsel. Die haben nicht viele Kalos und sättigen auch.

    Pass aber auf, dass Du nicht zum (Oster-)häschen mutierst :wink:

    Einen sonnigen Tag mit viel Obst und Gemüse wünscht

    RoteLampe