Moin, moin
wollte noch schnell allen einen schönen, trockenen Start in die Woche wünschen, mach mich auf die Socken, bis später, Laufschnecke ![]()
Beiträge von Laufschnecke
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Gute nacht, Live
wünsche dir ganz viel Kraft für den morgigen Tag
Lese gern bei dir, finde mich oft in deinen Erzählungen wieder. Mensch, wie sind mir doch die Leute hier im Forum ans Herz gewachsen
,hätte ich nie geglaubt. Aber jetzt ist mein erster Weg in meiner Wohnung angekommen oder nach dem Aufstehen zum PC, es ist mir so wichtig geworden, zu lesen und mich mitzuteilen.
Fühl dich, wie Koko sagt:umaermelt (find ich einfach schön, diese Formulierung), bis morgen, Laufschnecke
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Da bin ich noch mal
Habe mit meinem Ex unseren Sohn von der Konfi-freizeit abgeholt, haben zusammen Pizza gegessen u. ihn erzählen lassen. Mein Gott, bin ich froh, wie "normal" er sich entwickelt, er wirkt wie ein typischer Teenie, es war sooo schön, ihm zuzuhören
Scheint bei den Mädchen gut anzukommen, immerhin trug er eine Herzkette von "L." , welche wiederum eine Boxershorts von ihm als Suvenier mitgenommen hat
. Da wir eine gemeinsame Leidenschaft haben: Horrorfilme, erzählte er mir ganz aufgeregt von Scary movie 3, einer der Jungs hatte einen portablen DVD-Player mit und sie haben ihn (nartürlich nachts) geguckt. "Mama, hast du den schon mal gesehen? Nein? Dann müssen wir ihn unbedingt mal ausleihen, total cool
" Hab ihn schon gesehen, aber habe ihm angeboten, einen DVD-Abend bei mir zu machen, er kann ja noch Freunde einladen und wir machen Home- Kino mit Popcorn u.Chips am Freitagabend bei mir. Er war total begeistert und ich freue mich, dass ich etwas mit ihm zusammen machen kann. Als ich nach Hause wollte, legte er mir seinen Arm um die Hüfte und sagte: "Meine Mama!" Und ich sagte: "Mein Sohn, ich bin so stolz auf dich!" und er antwortete:"Ich auf dich auch!"
Daran werde ich denken, wenn ich jetzt ins Bett gehe, sicher ist er sich der Tragweite dieses Wortwechsels nicht bewußt, aber ich weiß jetzt, dass er nicht den Weg geht, den ich mit 13 gegangen bin, es war richtig, ihn bei seinem Vater zu lassen in diesem halben Jahr und ich habe Hoffnung, dass sich unser Verhältnis bessern wird, wenn ich weiter trocken bleibe.
Mir ist noch immer ganz warm ums Herz(klingt vielleicht kitschig, aber egal) und es gibt mir Kraft, mich weiter mit mir auseinander zu setzen und den Weg, den ich begonnen habe, mit all meinen Kräften fortzusetzen
Habe morgen amb. Psychotherapie und werde nochmal das Problem mit meinen Eltern aufgreifen, ausserdem werde ich morgen meinem Chef mitteilen, dass ich im Sept. weitere 2 Wochen 4 Std. tägl. arbeiten werde,auch wenn er sich sicher ist, dass es dann bereits 6 Std. sein würden. Nein, das schaffe ich nicht, und meine Abteilung wird deswegen nicht zusammenbrechen, höchstens die Planung meines Chefs
...
So, ab ins Bett, habe Knopfschmerzen und bin doch ganz schön erledigt,
wünsche allen, die noch on sind (so sagt mein Sohn immer) einen schönen Restabend und einen trockenen, neuen Tag
Alles Liebe, eine (mal wieder) müde Laufschnecke -
Hallo, Lobanshee
Gute Idee, da fällt mir ein, dass ich mir im Klinikum abends oft einen "Sockentee"( weil Baldrian drin war und er wie getragene Socken roch), gemacht, werde ich wieder einführen. Lavendelgeruch mag ich überhaupt nicht, ist aber trotzdem einen Versuch wert
Was ich auch ganz vergessen habe
: Hab gestern ja noch 2 pos. Briefe bekommen, den ersten von der Krankenkasse, sie hat das verfollständigte Bonusheft akzeptiert u. zahlt 20% mehr zum Zahnersatz dazu
und der zweite war von meiner Zusatzversicherung, sie übernimmt 40% der Gesamtkosten, wird also nicht mehr ganz so teuer
Tja, da steht dem nächsten Zahnarztbesuch wohl nichts mehr im Wege
Augen zu und durch (bibber...) -
@ Kawi: Ja, werde in den geschlossenen Bereich wechseln, muss noch das Geld überweisen, dann gehts los.
Ich möchte ein Tagebuch anlegen, weil ich weiß, dass ich mich dadurch noch besser kennenlernen kann. Merke ja schon jetzt, wie gut es mir tut, meine Gefühle und Gedanken aufzuschreiben und auch von anderen Erfahrungen und Problemen zu lesen.
Freu mich drauf
@Live: Sei mir nicht böse, aber hier im offenen Bereich möchte ich diese Geschichte ungern erzählen und wenn ich mich jetzt damit intensiv befasse, habe ich Angst, dass es mich aus der Bahn wirft. Vieleicht soviel: Es geht nicht um körperl. Gewalt, aber Mißbrauch spielt schon eine Rolle, zudem ist meine Mutter schwer manisch-depressiv, ist, solange ich denken kann, medikamentenabhängig und hat jahrelang getrunken, das Leben meines Vaters ist eine einzige Lüge und ich war praktisch mit ca. 12 Jahren erwachsen und habe die Rolle Mutter- Kind Kind- Mutter getauscht.Nach außen hin wurde gelogen und im wahrsten Sinne des Wortes betrogen was das Zeug hergab und finanz. ging es über die Jahre steil bergab. Es gab Gerichtsverhandlungen, Verurteilungen, Gefängnisstrafen für meinen Vater, es gab Zwangsräumungen, überstürtzte,planlose Umzüge und den Gerichtsvollzieher nannten wir schon beim Vornamen
Habe mit meinem Therapeuten eine Traumatherapie geplant, Wartezeiten liegen ungef. bei einem Jahr.
Wenn du magst, kannst du ja auch mal von deinen Eltern erzählen o. grob umreißen, höre-äh-lese gerne von dir, fühl dich umarmt
skybird : Danke, bin auch stolz auf mich.
Tja, dass ich nicht für meine Eltern verantwortlich bin, ist mir schon klar und ich bin auch nicht verantwortlich für meine Schwester, sie ist ebenfalls erwachsen und muss selbst entscheiden, wieweit sie sich draufeinläßt, das theoretische bergreife ich schon, aber es fällt mir sehr schwer, es in die Praxis umzusetzen
Hier zu schreiben, hilft mir dabei sehr.
Finde es toll, dass du hier im Forum als Co liest und schreibst,lieben Gruss, Laufschnecke -
Hi, Koko
Jaaaa, wir sind etwas besonderes
Kennst du das Zitat von Fr. v. Bodelschwigh? Hängt bei mir im Wohnzimmer an der Wand:edit , keine Zitate einfügen! Danke Hartmut
Wünsch dir einen schönen Sonntag, auch wenns regnet, machs beste draus, Laufschnecke

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Hallo alle zusammen, bin hier
Weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, vielleicht erst mal damit, dass ich den Tag gestern trocken überstanden habe
.
Allerdings bin ich heute völlig fertig und fange schon wieder das Grübeln an
Bin gestern abend erst gegen 21.00 zurückgewesen, wollte mich dann erst an den PC und dann vor die Glotze hängen, habe aber den Fehler gemacht, auf einen Anruf von einer Mutter aus der Klasse meines Sohnes zu reagieren, da er sehr dringend klang
( bin noch bis Do. Klassenpflegschaftsvorsitzende, gebe es aber dann auch gesundheitl. Gründen ab).Es dauerte nicht lange, da dämmerte es mir, dass sie entweder getrunken oder was anderes genommen hatte und der Grund, weswegen ich zurückrufen sollte, nur vorgegeben war, sie weiß, dass ich Alkoholikerin bin, und sie sitzt in der Patsche. Lange Rede, kurzer Sinn, habe sie darauf angesprochen und sie gab zu, seit einiger Zeit sehr starke Beruhigungsmed. zu nehmen, sie sei nach 2 Jahren trocken, also: Alkoholikerin. Immer, wenn ich das Gespräch beenden wollte, bat sie mich, es nicht zu tun, und so haben wir bis 0.30 telefoniert
Ist genau das, was ich jetzt nicht gebrauchen kann, jemand, der sich von mir Hilfe erhofft, ich bin im Moment nicht stark genug, mich mit ihren Problemen auseinanderzusetzen. Habe ihr ganz klar gesagt, dass sie Hilfe braucht und sich an ihren Arzt, Psych.Krisendienst oder an die nächste Psychiatrie wenden muss. Nur - ob sie sich heute noch daran erinnert?
Aber eigentlich will ja von gestern erzählen
: War pünktl. da und der Tag ist schnell rumgegangen, Riesennproblem waren für mich, wie zu erwarten, meine Eltern
Ihre Geschichte zu erzählen, würde hier den Rahmen sprengen, aber ich glaube, diese Beschreibung ihrer Situation trifft es auf den Punkt: Es geht ihnen richtig schlecht, sie haben die Karre ihres Lebens so gründlich in den Dreck gefahren, dass ich beim besten Willen keine Lösung sehe.
Ich kann ihnen auf gar keinen Fall helfen, sehe aber, wie sich meine Schwester immer wieder um sie bemüht. Das gibt mir das Gefühl, dass ich sie im Stich lasse, ich lasse sie allein mit dem Problem. Ich weiß, dass meine Schwester allein für ihr Leben verantwortlich ist, es ist ihre Entscheidung, auch sie weiß, dass es keine erreichbare Lösung gibt, trotzdem: sie ist meine Schwester und wir gehören irgendwie zusammen.
Ein Punkt ist, dass meine Eltern hoffnungslos verschuldet sind und im Moment scheint es mal wieder so knapp zu sein, dass sie weder ein Geschenk für ihren Enkel besorgen konnten, noch für sich selbst Zigaretten( sind beide starke Raucher), denn als ich gegen Nachmittag eine rauchen wollte, war meine Schachtel( neu) halbleer. Auch die von dem Patenonkel meines Neffens. Die Schachteln lagen draußen auf der Terrasse, weil in der Wohnung nicht geraucht wird.
Mein Vater konnte kaum an der Unterhaltung teilnehmen, er war abwesend, müde und schlief manchmal einfach ein. Er ist schwer herzkrank, und, wie ich jetzt festgestellt habe, medikamentenabhängig, genau wie meine Mutter. Sie von starken verschreibungspfl. Beruhigungsmitteln, er von starken, ebenfalls verschreibungspfl. Schmerzmitteln.Unbeholfen versuchte meine Mutter, die Situation zu entschärfen und das hat mir besonders weh getan
Diese Hilflosigkeit, diese Hoffnungslosigkeit. Jetzt laufen mir shon wieder die Tränen runter
Nachdem meine Schwester sie zum Bahnhof gebracht hatte, hatten wir endl. ein bischen Zeit zum Reden. Ich habe ihr geraten, sich nicht so reinzuhängen, aber sie sagte, dass sonst keiner mehr da ist, der sich kümmert, sie spiele mit dem Gedanken, ihnen eine Wohnung in ihrem Dorf zu suchen, damit sie nicht immer so weit fahren müsse, wenns mal wieder Probleme gibt(ca.100 km).Aber gleichzeitig sagte sie auch, dass sie sie auf keinen Fall pflegen kann, da sie seit ihrer Kindheit unter Panikatacken leidet, sobald jemand krank wird.
Meiner Meinung nach gehören meine Eltern entmündigt und in eine Betreuung, aber das werden sie niemals zulassen, wir haben schon versucht, für unseren Vater einen finanz. Vormund zu beantragen - vergeblich. Da meine Mutter schwer rheumakrank ist, kann sie sich allein schon jetzt nicht mehr versorgen, also müßte man einen Antrag auf Pflegebeihilfe stellen.
Grrr
merke schon wieder, dass ich mich doch reinhäge, jetzt habe ich ihnen schon so viel Zeilen gewidmet, das wollte ich gar nicht
Muss mal ne Pause machen, sonst platze ich hier gleich.... -
Hallo, Ihr Lieben
Bin startklar und guter Dinge
,also los.
Werde den Tag auf mich zukommen lassen u. das Beste daraus machen,
schönen, trockenen Samstag, Eure Laufschnecke.
P.S.: Mir fehlt das Forumjetzt schon, würds am liebsten mitnehmen....
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Guten Morgen, Live
Wünsche dir einen schönen,trockenen Tag
Ich finde, du hast schon viel erreicht,mach langsam, zieh mal die Bremse und genieße, was sich verändert hat.
Denke auch oft an meine Entgiftung und wünschte, ich hätte ein Photo von mir mit dem Zustand, in dem ich am Einlieferungstag war. Weiß es nur von Erzählungen meiner Mitpat., ich muß fürchterlich ausgesehen haben.
So will ich nie wieder in einem Krankenhaus aufschlagen
Wenns dich tröstet: ich rauche auch viel zu viel, meine Hosen wollen einfach nicht mehr passen ( hab sie wohl zu heiß gewaschen,hihi) und ich habe oft Albträume nachts, schlafe nicht durch und bin morgens wie gerädert. Aber wie ich hier im Forum so lese, ist das alles normal und wird sich mit der Zeit geben
Und außerdem: ist alles besser als trinken
Genieß den Tag heute und freu dich einfach, dass du nicht trinkst
,alles Liebe, Laufschnecke -
Kawi, du hast recht, habe versucht, meine Schwerster nochmal anzurufen, aber sie ist mit den Kindern beschäftigt.
Grundsätzlich soll sie aber wissen, dass ich nicht mehr die "starke grosse Schwester" bin, ich habe einfach grosse Problme mit mir selbst, da ist zur Zeit kein Platz für meine Eltern und ich bin auf einem Weg, der noch lange nicht zu ende ist, auch sie soll erfahren, dass allein mit dem Trinken aufzuhören, nicht reicht, um wieder "die Alte" zu sein, würde ich wider so werden, werde ich auch nicht trocken.
Tja, Schwesterherz ist jetzt alt genug, um auf sich selber aufzupassen, jetzt bin ich dran
Wenn es sich morgen nicht ergibt, dann später, aber ich muß es ihr sagen.
Danke noch mal an alle, der Suchtdruck ist weg, möchte nur noch ins Bett und mit meiner Katze schmusen...
Freu mich schon auf morgen früh, werde aufwachen und kein schlechtes Gewissen haben müssen, dass ich getrunken habe
Juchu! -
Ja, auch mir tut es gut, hier zu schreiben und zu lesen
@Sokid: Stimmt, Sehnsucht ist eigentlich ein schönes Wort, Verlangen trifft es eher. Habe ein Lieblingsbuch, Lieblingsgedichte und Sprüche, aber ein Liebliningswort? Muß ich mal nachdenken, werde es beim Einschlafen machen, mal sehen, was mir da durch den Kopf geht, auf jeden Fall nichts negatives. Werd morgen berichten.
@ Koko:
Wir schaffen das
Es ist einfach ein schönes Gefühl, sich hier mitteilen zu können und von anderen zu lesen. Wir sind nicht allein
Wünsche dir auch weiterhin viel Kraft, lese gern bei dir im Thread!
Ganz lieben Gruss
Ja, meine Gefühle gehören zu mir, und ich will sie nicht mehr ertränken.
Ich weiß, dass ich sehr sensiebel bin, aber besser, als nichts mehr spüren zu können.
Werde jetzt noch das Geschenk für meinen Neffen verpacken, eine kleine Modenschau abhalten( irgendwie passt nichts mehr so richtig) und ins Bett gehen. Muß früh raus, um 9.00 ist der Gottesdienst und ich muß noch ne gute Stunde fahren um pünktl. zu sein.
Jetzt gehts mir besser, glaube, ich schaffs morgen ganz gut,
alles Liebe, Laufschnecke -
Hi, Kawi
hatte gerade ein Telfonat mit meiner Schwerster, meine Eltern sind nicht, wie abgemacht, mit dem Zug bei ihr eingetroffen. Waren nicht erreichbar und meine Schwester hat sich große Sorgen gemacht, mein Vater ist u.a. schwer herzkrank, meine Mutter völlig unselbstständig ( u. höchstgeradig medikamentenabhängig). War schon wieder aufn Sprung, schnell was essen, Polizei anrufen und notfalls losfahren u. die Strecke absuchen. Gerade hat sich mein Vater gemeldet, völlig entspannt, warum sie keiner vom Bahnhof abholen würde.
Ich könnt sie würgen. Hab meiner Schwester gesagt, sie solle ihnen ruhig sagen, was wir uns für Sorgen gemacht haben. Glaube, wenn ich ihr jetzt noch mit meinen Problemen komme, ist es zu viel.
Aber du hast mir Mut gemacht, danke
Ich gebe nicht auf, und - ich bin stark - ich werde es schaffen
Bin froh, dass ich meine Eltern nur morgen sehe, der Abend heute hat mir gezeigt, dass sie gaaaanz weit hinten stehen in meinem Leben, sie sind für ihr Leben selbst verantwortlich, ich nur für meins! Zu lange haben sie mein Leben bestimmt, auch meine Schwester wird sich so langsam klar darüber, dass sie ihnen nicht helfen kann.
Bin noch immer ganz verheult, aber das ist nicht schlimm, das bin ich
Danke für dein Schreiben, ich sehe mich immer noch schwach, denke oft negativ, aber es wird sich ändern, wenn ich trocken bleibe.
Sorry, muss es mal los werden: Ich h a s s e meine Eltern und ich will nicht, dass sie mein Leben weiter beeinflussen! Ich bin so wütend auf sie, wäre froh, wenns sie nicht mehr gäbe
Klingt hart, tut aber gut, es einmal auszusprechen. -
Hallo
danke für die antworten. Ich will nicht mehr trinken, aber die Sehnsucht ist so stark, abschalten, verdrängen, aber das habe ich über 30 Jahre gemacht, ich will das nicht mehr.
@Sokid: Ist es ein Zeichen der Depreesion? Oder sind das nur meine Gefühle, die raus müssen?
@Katherine: Hört das wieder auf? Meine Schwester war schon so enttäuscht über meinen Rückfall im Juni, wird sie mir jemals glauben, dass ich es schaffen möchte?
Ach, mensch, immer sind meine Gefühle nur unter Alk. ausgebrochen, wenn vorher, dann habe ich was drauf gekippt. Aber ist es nicht so, dass man angetrunken mehr Gefühle zeigen kann und es sich auch traut?
Begreife jetzt, dass ich die LZT brauche, auch die Traumetherapie, ich werde es noch sehr schwer haben, meine Gefühle mitzuteilen, ist immer mein eigenes Ding gewesen, aber hier im Forum sehe ich das anders.
Und so schreibe ich und teiel zum ersten Mal seit ewigen Zeiten mit: ich bin traurig, verzweifelt, müde und einsam! Ich bin nicht wie die "anderen", ich bin schwach, sensibel und habe in den letzten Jahren viel zu wenig auf mich selbst geachtet
Aber ich bin doch auch jemand, ich bin doch auch wertvoll, ich lebe und ich habe meine Daseinsberechtigung genauso wie einer, der kein Alkoholiker ist.
Habe mich jahrelang über alles andere definiert, war eine führsorgliche Tochter, habe nichts von dem fam. Drama nach außen dringen lassen, habe meine Schwester beschützt und großgezogen, habe mich um meine Eltern gekümmert, die ihr Leben heute noch nicht im Griff haben, habe Abitur gemacht(was keiner von mir erwartet hatte), meine Ausbildung, habe eine Familie gegründet, einen gesunden, aufgeweckten Sohn bekommen, habe Spitzenleistungen in meinem Beruf gebracht - aber wo bin ich dabei geblieben?
Im Februar diesen Jahres wollte ich mir das Leben nehmen, dachte, alle sind besser ohne mich dran, bin ja sowieso nicht wichtig, alles läuft auch ohne mich weiter. Was fehlt der Welt schon, wenn es mich nicht gibt?
Heute bin ich froh, dass es nicht geklappt hat, denn ich will leben, ich will endlich für mich leben, mich finden, mich mögen, aber wenn ich mit mir alleine bin, fällt alles wieder über mich her.
Ich w i l l ein trockenes Leben führen, ich w i l l mit mir zufrieden sein, aber das ist unglaublich schwer
Uff, mach mal ne Pause, bin schon wieder ganz aufgelöst... -
Hallo
Gestern war alles noch so schön, habe den Tag genossen, nein, stimmt nicht, den restlichen Tag ab Nachmittag. Der Vormittag auf der Arbeit war besch..., wollte mich aber nicht davon runterziehen lassen.
Heute lief es besser, aber mir ist auchklar geworden, dass ich nicht nur nächste Woche 4 Std. tägl. arbeiten werde, sondern auch die Woche darauf.Werde nicht auf 6 Std. gehen, ist mir zu viel!!!
Jetzt sitze ich am PC und heule, weiß auch nicht, warum
Fühle mich so einsam und leer, es regnet und das ist ein Vorgeschmack auf die dunklen Tage, die mich im Herbst erwarten. Der Suchtdruck ist groß, habe es noch nie zugegeben, wenn es so war, habe mich zurückgezogen, abgescheckt, ob sich noch jemand melden könnte, bin zur Tanke und habe alles mit mir allein ausgemacht. Will ich aber nicht mehr
Ich glaube, ich habe auch Angst vor morgen, da wird mein kleiner Neffe eingeschult( in Niedersachsen findet das Samstags statt) und werde unter anderem meine Eltern sehen.
Meine Schwester ist 5 Jahre jünger als ich und keine Alkoholikerin, sie ist Lehrerin, hat 4 Kinder und glücklich zum 2.mal verheiratet.
Sie hat mir im März gesagt, wenn ich nicht gewesen wäre und sie "großgezogen" hätte, hättte sie es nie soweit gebracht. Danke für die Lorbeeren, für mich ist es dadurch schwerer geworden.
Meine Eltern - ein Thema, das ich nicht vertiefen kann, sind für mich ein riesen Problem. Habe deswegen mit meinem Arzt eine Traumatherapie beantragt.
Ach, man, wie kann man nur so heulen? Geht aber nicht anders, wenn ich hier nicht schreiben würde, würde ich zur Tanke fahren, aber das macht es auch nicht besser.
Jetzt sitze ich hier, in meinem Selbstmitleid, es ist nur ein verregneter Sommertag - die dunklen Tage kommen ja erst noch
Sorry, mein auf- und ab der Gefühle ist wohl ziemlich verwirrend, aber so bin ich, heut gehts mir gut, und schon am nächsten Tag ist alles anders.
Sind wohl die Gefühle, die ich immer und immerwieder unterdrückt habe,
brauch mal ne Pause und geh auf der Terrasse eine rauchen, gut, dass mich keiner so sieht... -
Hallo, Koko
Ich fühle mich auch oft müde und leer, habe manchmal das Gefühl, ich muss mich erholen von all der langen Zeit des Lügens, Weglaufens,Alk besorgen, schlechtes Gewissen zu haben und die Zeit der Selbstverachtung. Jetzt kann ich mich ausruhen, ich muss mich nicht mehr selbst verachten, sondern rausfinden, was ich wirklich will.
Als ich in den ersten Tagen hier im Forum häufiger gelesen habe, dass die Menschen hier nicht gegen den Alk. kämpfen, sondern kapitulieren, war ich erst sehr verwundert
,habe ich doch geglaubt, ich muss mein Leben lang kämpfen gegen diesen Sucht
. Hab viel darüber nachgedacht-und finde es richtig. Ich habe nachgegeben, er ist stärker als ich, ich kann ihn nicht bezwingen. Diese Einstellung macht es mir leichter, mich auf mein trockenes Leben zu konzentrieren.
Habe manchmal den Wunsch, mich einfach zurückzulehnen und zu sagen:okay, hast gewonnen, lass mich in Ruhe,geh weg, ich brauche jetzt meine Kraft für meinen Weg ohne dich!
Außerdem erlebe ich so viele Eindrücke in den letzten Wochen, die ich lange gar nicht mehr wahrgenommen habe, ist wie eine Reizüberflutung und sehr anstrengend.
Wünsche dir, du kannst dir die Ruhe gönnen und daraus Kraft schöpfen für jeden trockenen Tag, alles Liebe, Laufschnecke
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Hallo, Koko
ich finds schön, dass du deine Umgebung wieder wahrnehmen kannst, wenn ich laufe, sieht mein Weg immer wieder anders aus, frischgemähte Felder, bunte Wiesen,(Müll am Bach
), manchmal scheuche ich Fasane auf oder Feldhasen und ich kann das alles wieder s e h e n.
Gehe auch zu Fuss zur Arbeit oder fahre mit dem Rad, wenn ich aber zurückgehe, merke ich, dass mir das hilft, abzuschalten, mehr als beim Fahrradfahren, da versuche ich immer, schnell nach Hause zu kommen (kann einfach nicht langsam fahren).
Lieben Gruss, Laufschnecke
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Hi, Kawi
Hast recht, sollte faster Bestandteil meines "Küchenzettels" sein
Werds ändern.
Heute habe ich zufällig meinen Vermieter getroffen u. erwähnt, dass diese Wohnung ganz schön laut ist.
Da hat er doch glatt geantwortet: "Es gefällt ihnen nicht so gut? Schade, wollte ihnen anbieten, die Wohnung zu verkaufen, sind sie nicht interessiert? Könnte die Miete in einen Abtrag umwandeln, gleiche Summe!" Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr ein so klares Nein von mir gegeben, es kam so spontan und bestimmt, dass er sichtlich überrascht war
Dann fiel mir noch ein, dass seit Monaten die Spülung klemmt und habe ihn tatsächlich gebeten, das Problem doch bitte in den nächsten Tagen zu beheben. Seit über einem halben Jahr ärgere ich mich darüber, hab mich aber nicht getraut, ihn anzurufen. Solche Sachen fallen mir sehr schwer, Banksachen, Behörden, mein Recht einfordern.
Jetzt bin ich noch ganz überrascht, wie einfach es war. In den nächsten Tagen schickt er einen Klemptner vorbei, könnte auch sein, dass er d. Wohnung dann einem Markler zum Verkauf übergibt. Auch gut, sollte er jemals einen Käufer finden (ist ein 6 Fam. Haus in zieml. schlechtem Zustand), hab ich noch einen Grund mehr, mir etwas anderes zu suchen.
Aber diese Wohnung kaufen? Nie im Leben
Wieder was dazu gelernt
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Hallo, Live
Habe heute nachmittag in Deinem Thread gelesen, weil ich mitbekommen hatte, dass Du Probleme mit Deinem Sohn hast.
Mein Sohn ist erst 13, aber auch ich habe große Schwierigkeiten, wieder Vertrauen aufzubauen, auch ich habe ihn enttäuscht, habe versprochen, nicht zu trinken und habs doch nicht eingehalten, das Ende vom Lied war schließlich, dass er bei mir in der Wohnung sehr schlecht schlief, Angst ahtte und unsicher war. Ich habe mich im Juli letzten Jahres von meinem Mann getrennt, und mein Sohn war sehr zerrissen- bleib ich bei Papa, ist Mama traurig, bleib ich bei Mama, ist Papa traurig, und ich habe Angst bei Mama. Aber ich wollte, dass er genauso viel Zeit bei mir verbringt wie bei seinem Vater. Heute sehe ich das als puren Egoismus meinerseits.
Ich habe selbst eine trinkende Mutter erlebt und sollte wissen, was ich da meinem Kind antue. In diesem Jahr habe ich meinemMann gebeten, sich um ihn zu kümmern, er muß nicht mehr bei mir schlafen, wenn er nicht möchte und auf keinen Fall soll er bei mir sein, wenn ich trinke. Es ist mir unglaublich schwer gefallen, ich vermisse ihn sehr und bin sehr ungeduldig(kannst Du in meinem Thread lesen), manchmal möchte ich ihn einfach ganz doll drücken, ihm sagen, jetzt ist alles gut, ich trinke nicht mehr, ich bin für dich da- aber das hat er alles schon mal gehört. Warum sollte er mir jetzt, nachdem ich gerade mal 2 Monate nicht mehr trinke, plötzlich glauben? Das kann ich ihm nur beweisen, und jeder Rückfall entfernt ihn weiter von mir.
Mein Sohn hat seinen Vater als Konstante, als Halt in seinem Leben, dein Sohn hat aber niemanden, er war allein mit seiner Angst, mit seiner Wut, seiner Ohnmacht, seiner Hoffnung- und jetzt soll sich plötzlich alles ändern? Ich glaube, er w i l l Dir vertrauen, aber er traut sich nicht, er ist wütend, auch auf den Kleinen, denn als er so alt war, hast du nicht versucht, mit dem Trinken aufzuhören, er mußte es ertragen. Er will zu dir zurück und doch wieder nicht. Er kommt nicht zur Ruhe .
Sicher ist er sehr extrem, aber ich denke, dass es nicht gut geht, wenn er bei dir bleibt.Du brauchst eine Auszeit von ihm und er eine von dir.
Ich wünsche dir, dass du mit Hilfe von Jugendamt oder ähnl. Einrichtungen eine Lösung findest, die euch beiden gut tut.
Ein Ertrinkender kann einen Ertrinkenden nicht retten, jeder braucht einen Retter, der schwimmen kann.
Ich finde es toll, wie du hier im Forum immer wieder offen über deine Gefühle und Situationen geschrieben hast, dass du dran geblieben bist und sehr ehrlich warst und bist.
Drücke dir ganz fest die Daumen, dass es bald eine Lösung für dich und deinen Sohn gibt,
liebe Grüsse, Laufschnecke -
Hallo
danke für die mutmachenden Worte! Habe gleich einen Termin wg. des Sozialberichtes für die LZT in der Diakonie, danach nehme ich mir "frei", die Bügelwäsche kann bis morgen warten, die Wohnung ist sauber, heute bin ich dran. Lesen (im Forum und in einem neuen Buch, das ich mir noch gönnen werde) Kaffeetrinken, faulsein und einfach nur für mich da sein.
Die letzten Tage waren sehr anstrengend
und ich fühle mich platt.
Früher hätte ich mir nie erlaubt, einen ganzen Nachmittag zu vertrödeln, so viel Zeitverschwendung, was kann ich da nicht alles erledigen. Nein, das wichtigste ist erstmal in Arbeit, auf meinem Küchenzettel ist alles vermerkt, was noch zu erledigen ist, kann also nichts verloren gehen, und den Punkt-"tu dir heut mal was Gutes, Laufschnecke" werde ich heute abend streichen können
Ups, muss los, bis dann mal, liebe Grüsse, Laufschnecke -
Hallo,Loretta
ich finds schade, dass Du beschlossen hast, nicht mehr zu schreiben,meiner Meinung nach nimmst Du Dir damit die letzte Möglichkeit, Dich mit dem Problem auseinander zu setzten, nun geht es nur noch heimlich.
Ich wünschte, es wäre so einfach, nur mit dem Trinken aufhören und schon ist alles okay.
Auch wenn es wieder einRatschlag ist: sei vorsichtig, ich habe mich nach meiner LZT auch von Leuten zurückgezogen, die mir einen Spiegel vorgehalten haben oder etwas gesagt hatten, das mir unbequem war. Mit "heimlich", "ich schaff das alleine" und "es allein nur mein Problem" habe ich persönlich schiffbruch erlitten.
Klar sind nicht alle Menschen gleich, vielleicht schaffst Dus sogar allein,ich bin froh, dass ich nicht allein bin.
Wünsche Dir alles Gute, liebe Grüsse, Laufschnecke