Zitat von Fliegender Stern
Ja, es war toll,bis zum Schluß...
Lieber fliegende Stern,
Ich konnte auch nie "Nein" sagen, hatte aber auch FAST nie das Bedürfnis. Eher im Gegenteil. Ich war immer bereit für ihn. Es gab aber auch unangenehme Situationen, in denen er zu viel getrunken hatte und es nicht merkte, wenn er mir weh tat... Mein Fehler, dass ich in diesen Momenten dann auch schwer "Nein" sagen konnte. Hab es ihm auf andere Weise gezeigt. Aber auch ich vermisse diese Momente mit ihm!
Gestern ist es - leider - wieder einmal eskaliert, die Situation zwischen uns. Es ging nur um eine Kleinigkeit, zehn Euro um die er mich bat, und ich hatte ein Problem damit. Man muss dazu sagen, dass er mir eine Menge schuldet und in den letzten Monaten - natürlich, weil er keinen Job hat und auch noch andere finanzielle "Verpflichtungen" aus dem letzten Absturz dazu gekommen sind - keine Andeutungen gemacht hat, sie mir zurück zu zahlen. Im Gegenteil, wenn er von Geld verdienen sprach, dann immer nur, dass er seine anderen Schulden, extra erwähnt, nicht die von mir, zurück zahlen würde. Das frustrierte mich und dann immer wieder diese Situationen, in denen er sich einfach von mir nahm, was er brauchte, tagelang - wie zum Beispiel Zigaretten.
Ich wollte ihm das Geld nicht verweigern, aber ich habe einen blöden Spruch gebracht, der ihm klar machte, dass ich das ungern tat. Schon stellte er alles in Frage (er hatte schon etwas getrunken) und wollte die Beziehung beenden. Eine lange Diskussion darüber folgte, verletzende Worte von beiden Seiten. Dann zogen wir weiter und ich gebe zu, er versuchte immer wieder eine Annäherung, die ich auch nicht abwies. Aber er machte obszöne Sachen, die mir vor Augen hielten, dass er wieder einmal zu viel getrunken hat, und die mich nur anekelten. Da hab ich mich entfernt von ihm.
Naja, schlußendlich sind wir getrennt nach Hause gegangen.
wie es mir jetzt geht, kann ich nur schwer beschreiben. Kaum kam ich zuhause an, hab ich es schon wieder bereut. Ich dachte an seine netten Eigenschaften und an seine Worte "Was macht es denn, wenn dein Freund betrunken ist und gut gelaunt, ich bin ja nicht schlecht zu dir!"
Ich versteh mich selbst nicht mehr! In den letzten Tagen habe ich soviel bei euch darüber gejammert, wie unwohl ich mich in dieser Beziehung fühle und welche Zweifel ich an meiner Liebe habe, aber jetzt?
Ich habe stark überlegt, ob ich heute von dieser "trennung" schreibe, denn es ist mir schon unangenehm, dieses ewige hin und her. Lächerlich, hat gestern ein Freund von uns beiden gesagt. Die Beziehung ist lächerlich.
Es ist schwer, sich einzugestehen, dass einfach zu viel passiert ist und sich die Gefühle vielleicht verändert haben. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, stand ich wirklich nicht mehr voll und ganz hinter ihm. Ich hätte zum Beispiel nie einen Kredit für ihn aufgenommen oder selbst der Gedanke an Heirat war in weite Ferne gerückt.
Warum? Weil mir die Sicherheit gefehlt hat!
Danke, dass ihr mich verstehen könnt!
Euer am Boden liegendes Blaubärchen