Beiträge von B.Nyborg

    bin bei freunden und muss schon den ganzen abend lachen. haben einen schönen fernsehabend und quatschen und nehmen uns selbst nicht so ernst. eben kratzten wir uns selbst (ich mir den rücken) lachten über unsere flöhe und ich musste daran denken, welche kratz"orgien" ich mit meinem -

    wie nenn ich dich denn jetzt bloß? ich wünsche mir einen namen für dich.

    - na, ihr wisst und ich weiß, wen ich meine - das muss jetzt reichen -

    wir veranstaltet haben. den körper kratzen, die haut reißen, ein glücksgefühl nach dem anderen. ja, auch in den einfachen dingen kann man eine tiefe befriedigung finden. das ist noch nicht einmal schwer.

    morgen machen wir ein verspätetes oder nachgezogenes weihnachtsessen für mich, weil mein weihnachtsessen letztes jahr so grottenschlecht war. es gibt enten - 3 stück mit klößen und rotkohl. 12 leute sind geladen. das wird lustig. das wird lecker! das wird hoffentlich reichen ;)

    ich wünsche allseits einen guten abend. manchmal muss man sich selbst einfach mal loslassen und das schöne in den kleinen dingen genießen. das leben ist es wert. menschen sind es wert. wir sind es wert. ich bin es wert.

    kk.

    So, jetzt ist mal Schluss mit meiner ganzen Gefühlsduselei. Die geht mir nämlich jetzt mittlerweile selbst auf den Nerv. Was ist denn die Wahrheit? Ich bin ein Wassermann, ein logisch denkender Mensch, freiheitsliebend, verändernd, dynamisch, egozentrisch. Ich bin ebenso ein Krebs, voller Gefühl, festhaltend, klammernd, immer die Sicherheit im Auge.

    Was hab ich denn gehabt? Eine Abhängigkeitsbeziehung. Eine Geschichte mit einem Mann, der überhaupt nicht zu mir passt. Eine Geschichte, die ich mir passend malen wollte. Immer und immer wieder. Ich habe gedrückt und bin gegen Mauern gelaufen, wollte sie umrennen, wollte ihn überrennen. Er hat das nicht mit sich machen lassen. Ist immer seinem Weg gefolgt, ob ich das nun wollte oder nicht. Meistens wollte ich nicht, wollte ihn anders.

    Ich wollte Liebe, die ich nicht bei ihm fand. Ich wollte Tiefe, die er nicht besitzt. Ich wollte besitzen. Seine Luft atmen. Sein Leben leben. Seins zu meinem machen. Ich wollte, dass er mich in meiner Tiefe erkennt. Ich wollte, dass er mich anerkennt. Und habe die ganze Zeit dabei geschwiegen. Geschwiegen, weil er meine Worte nie verstand. Geschwiegen, weil ich meine Situation nicht verändern wollte. Geschwiegen, weil ich bei ihm - nicht bei mir - sein wollte. Ich wollte, dass er genauso von mir abhängig ist, wie ich es von ihm bin.

    Dabei hatte er mich längst erkannt. Er erkannte mein Versuche, ihn zu manipulieren. Er erkannte, dass ich mir selbst mit meiner tiefen Oberflächlichkeit auf den Nerv gehe. Er wusste längst, was ich nie sehen wollte, dass ich eines Tages weitergehen werde. Ohne ihn. Ich habe mich gewunden. Mich durch jede Lücke geschlängelt, die ich fand, um ihm zu folgen. Ich habe gekämpft. Gegen mich. Die ganze Zeit. Ich dachte ich kämpfe für mich, für uns.

    Ich hätte niemals kämpfen brauchen. Es war von Anfang an aussichtslos. Ich hätte es die ganze Zeit nehmen können, wie es ist. Und viel eher weitergehen können. Er hätte mich zwar festgehalten, doch nicht aufgehalten. Er wollte, dass ich bei ihm bin, denn ich gab ihm ein gutes Gefühl. Ich gab ihm ein Stück mehr Einfach für sich und sein Leben. Er hat mich gut und behutsam festgehalten. Zuckerbrot und Peitsche. Und mir doch auch immer die Wahl gelassen, das zu tun, was ich wollte. Zu gehen.

    Ich will mich schütteln. Abschütteln. Mir selbst an die Stirn tippen und einen Vogel zeigen. Dreh dich Brumkreisel, dreh dich. Wie blöd bist du eigentlich? Die Wahrheit liegt vor deinen Augen und du siehst sie, aber reagierst nicht. Du kapierst alles, aber tust nichts. Willst lieber warten, bis die Welt sich ändert. Bis der Ritter in der schwarzen Rüstung dich rettet! Ja, es ist alles bedeutend. Liebe und so. Bist extrem. Extrem dämlich. Mach die Augen auf! Wach auf! Es ist dein Leben. Du machst es dir kaputt. Kein Anderer.

    ... Wie er jetzt wohl sagen würde, nen kleinen Schuss so mit Leben und Therapie haste ja schon immer gehabt ...

    kk.

    ich glaube, es kann sich niemand vorstellen, wie es ist, an "einem menschen zu erkranken", wenn es selbst nicht erlebt/gelebt wurde. liebeskummer und herzbruch kommt dem wohl am nähesten, wenn ich jemandem beschreiben müsste, der nicht weiß, wovon ich rede. so ist mein gefühl seit dem gestrigen abend. selbst die dir am nahestehendesten, ich selbst als erkrankter mensch kann es kaum fassen. und doch irgendwie.

    am vorletzten tage des nun vergangenen jahres fand ich eine e-mail "hallo" von meinem liebsten, dem verlassenen. er schrieb sie ebenso wie seine sms am heiligen abend. am vorletzten tag des vergangenen jahres antwortete ich. mit böser stimme. ruhe forderte ich ein. irgendwann mit weicherer stimme. ruhe erbat ich.

    am letzten tage des nun vergangenen jahres bekam ich seine antwort. sie endete mit ... dein A***loch. ich schrieb einen lange geübten abschiedsbrief "und tschüss". einen abschiedsbrief, der längst überfällig war, den ich aber erst jetzt in der lage war zu verfassen. fünf lange monate stille in meiner stimme, fünf monate eigenständig leben, fünf monate hier in diesem forum sein, haben mir die kraft und den mut gegeben, die sätze zu formulieren. meine bitte, meine erklärung, meine wünsche, eine letzte ferne traurig lächelnde loslassende umarmung mit auf seinen weg. auch er endete mit den worten ... dein A***loch.

    auch ich bekam eine letzte ferne umarmung. auch ich bekam ein traurig lächelndes loslassendes "tschüss" mit auf meinen weg. ich glaube ihm. er ist ein guter mensch, ein großer mensch. er wird seinen weg gehen und mir meine freiheit für ein gesundes leben gewähren. ein suchtloses leben. ein leben ohne taubheit in seinen armen. unsere engel werden auf uns, aufeinander aufpassen. es ist, wie es ist.

    es ist traurig und erfüllend. ich weiß, dass er meine worte verstehen kann, wenn er vielleicht auch nur teilweise den inhalt meiner worte für sich greifen kann. es gibt kein grau. es gibt nur scharz und weiß. auch wenn ich mir so sehr dieses grau wünschte. er sich sicher auch. so ist das wohl bei suchtkranken.

    den letzten abend des nun vergangenen jahres habe ich wie den anfang des nun vergangenen jahres verbracht. rauschlos. im entzug. mein körper ist schwach. mein herz kaputt. mein freies leben liegt vor mir. es war ein gutes jahr! mein bestes in meinem leben! ich kann wieder weinen! ich finde im lächeln tränen. ich habe aufgeräumt und platz für neues geschaffen. ich habe zum ersten mal in meinem leben etwas richtig richtig gemacht. losgelassen. ich habe mir eine 1 verdient, ich gebe mir eine 1!

    ich wünsche ein frohes gesundes neues jahr. leben! lieben! lachen! auf diese weise will ich mein neues jahr zu einem fest machen, das mich mein leben feiern lässt.

    herzlichst

    kk.

    Manchmal - gerade jetzt oft - wünschte ich mir, meine Mutter würde mir diese Frage stellen. Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, mich auch in der Familie offen als rauschfreie Drogensüchtige zu "outen". Nachdem ich Anfang diesen Jahres mit den Drogen brach, brach ich auch mit dem Alkohol. Ich ließ komplett alles Berauschende aus meinem Leben. Anfang Dezember trank ich Wein. Dann öfter mal ... Potenzieller Einstieg!

    Verstecken. Das habe ich viele Jahre gemacht. In meiner Sucht, bei meinem Liebsten. Ein Dahinzittern, ein Sorgen, ein "Nicht-wissen-was-als-nächstes-passiert" - das habe ich in meinem Versteck nicht erlebt. Doch das würde ich jetzt erleben, jetzt, wenn ich jetzt zurück zu ihm gehen würde. Nein, das will ich in keinem Fall. Ich tue mir leid. Ich tue mir leid, weil ich nicht zurück kann. Nicht zurück kann in dieses Einfache. Weil es ihm nicht gut tun würde.

    Weil es mir nicht gut tut. Weil in mir diese Flamme brennt, mir selbst den Kopf breit und einfach zu machen. Weil in mir tatsächlich "Freude" herrscht auf das nächste Glas oder die nächste Flasche Wein, dass ich z. B. Sylvester trinken könnte. Weil in mir der Drang herrscht zu fliehen in meinen Drang. Ich hätte früher niemals gedacht, dass ich selbst ein Alkoholproblem kriegen könnte. Ich dachte, Alkohol wäre nicht meine Droge. Aber letztlich muss ich auch das strikt verneinen. Auch ich bin ein potentieller Alkoholkranker. Ich bin Drogensüchtig!

    Aber auch weil in mir ein Feuer brennt. Eine Freude auf das Leben. Auf mein Leben. Ein Feuer, zu schreiben, mal ein Autorennen mitzufahren, tanzen zu gehen, tanzen zu lernen, Sport zu machen, gesund zu sein. Reisen und Musik zu hören, Lieben und Lieben lassen. In meiner Schwere Einfach zu sein. Wohl wahr, ich habe viel geschafft dieses Jahr. Ich lächle darüber. Ich stehe auf jetzt und jeden Tag und weiß, die Zeit heilt meine Wunden. Mit seinen Worten hat er mich tief gezogen. Eine tiefe grobe Narbe ist gerissen. Ich bin sehr schwer geankert. Und ich hoffte, bei der Familie Halt zu finden. Doch der Halt war nicht da. Wenn jeder an sich denkt, dann ist an alle gedacht!

    Ich habe gestern in meinen "Notfallkoffer" im Kopf gekramt. Habe einen langen langen Spaziergang gemacht. Habe mich mit meinem Liebhaber getroffen und dort ein wenig Frieden gefunden. Mir geht es bescheiden gut, doch es geht mir gut. Ich habe mich heute morgen hübsch angezogen. Für mich. Meine mir selbst geschenkten neue Schuhe und ein neckisches Kleidchen dazu. Für mich allein. Heute Abend treffe ich zwei gute Freunde. Gehe essen. Essen - lange nicht mehr gemacht... Zum Jahreswechsel werde ich es mir gut gehen lassen. Gute Musik hören. Unter guten Menschen sein. Ich werde keinen Wein trinken.

    Alles Liebe. AllEin.

    Karsten, Danke! Für die Tränen! Für das Erinnern!

    Katrin, Drogensüchtig und CoAbhängig

    Man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben. Man soll ja bekanntlich bei einer guten Aussage über die Vergangenheit für die Zukunft dreimal auf Holz klopfen, damit sie weiterhin ihre Gültigkeit behält. Beides habe ich offenbar vernachlässigt.

    Mir ist so schlecht. Ich trage es mit Fassung. Doch mein Suchtcharakter beherrscht mich so sehr zur Zeit. Ich würde am liebsten den ganzen Tag mit berauschtem Schädel einfach nur in der Ecke sitzen und mich wohl fühlen. edit Karsten

    Ich bin so schwer. Wenige heiße Tränen begleiten mich. Sie brennen mir die Gesichtshaut weg. Die Sehnsucht nach meinem Freund ist so groß. Die Sehnsucht, mich satt zu fühlen. Die Sehnsucht, in die Arme genommen zu werden. Die Sehnsucht, mich woanders zu fühlen. Die Sehnsucht, die Verantwortung einfach wieder abgeben zu können. Für nur einen kurzen Augenblick... Ich fühl mich so einsam. Ich fühl mich so schwer.

    Ich habe Pläne, weiß, wie ich mit meiner Schwere umgehen muss. Aber ich fühle mich so schwach. Ich möchte mich dem hingeben. Ich liege Nachts wach und möchte schlafen. Doch es geht nicht. Ich sitze Tags innerlich schlafend und wäre gern wach. Doch es geht nicht. Ich möchte weinen, wirklich weinen. Ich stehe zurück versetzt vor und hinter der Situation, wie sie begann, die Erkenntnis meiner Co-Abhängigkeit. Nur etwas gefasster. Etwas stärker. Und schwach. Ich darf nur einfach gerade nicht nachgeben. Ich muss mich beschäftigen.

    Ein lieber Gruß

    kk.

    nach einem langen sonnenspaziergang sitze ich nun neben einem stück leckeren kuchen und einem heißen engelstee zum frühstück vor dem fenster. draußen auf dem kahlen schönen baum sitzt ein merkwürdiges vogelpärchen und lässt sich durch die sonne wärmen. so wie auch ich mich wärmen lassen habe. das licht in mich aufsog. eine taube und ein rabe, die ihren weg anscheinend zusammen fliegen. denn fliegt die eine weg, fliegt der andere hinterher. und beide kommen zusammen wieder. es vermittelt frieden. auch schräge vögel finden einen begleiter.

    ich bin zum ersten mal seit jahren froh, dass weihnachten vorbei ist. das erste weihnachten ohne meinen freund, wenn auch nicht ganz wortlos seinerseits. ein weihnachten bei der familie, die gestückelt voneinander in verschiedenen städten feierte und teilweise in trennung lebt. am heiligen abend waren wir nur zu viert! das war traurig. wir sind nun schon nicht mehr viele, aber dieses jahr, waren wir eben besonders wenig. es gab keinen richtigen tannenbaum und mein lieblingsweihnachtsschmaus fiel aus, weil die mama die zutaten nicht bekommen hat.

    es wurde viel gemeckert und teilweise auch so einiges getrunken. jeder schiebt halt so seinen film. der eine mags, der andere nicht. jetzt bin ich wieder daheim. heimat. es fühlt sich so gut an. gestern abend ging es mir furchtbar. die liebe seele ist geflüchtet vor der verrückten familie und darf ihr eigenes leben wieder in sich aufnehmen. ein langer spaziergang in der nacht. und eine gute mütze schlaf im eigenen bett. die innere ruhe trägt schon wieder viel mehr. die sonne scheint. es ist gut, wie es ist. der energiepegel in mir steigt wieder. fast aufgebraucht erschien sie mir.

    ich wünsche euch allen einen guten tag. traurigkeit erlebt das herz. licht erhellt den himmel. zeit heilt. machts euch gut. denn euer gut ist besser und euer besser das beste.

    herzlichst

    kk.

    Mein guter alter Freund. Wortlos sitze ich vor meinem Telefon. Das Herz schlägt mir bis zum Kopf und darüber hinaus. Ich habe es erwartet. Du schreibst. Lange sitze ich vor der noch geschlossenen Sms. Überlege, ob ich sie gleich ins Nirvana befördern soll, einfach garnicht erst lesen. Ich entscheide mich dagegen. Frohe Weihnachten und ich soll auf mich aufpassen. Das tue ich! Du denkst an mich... Ich auch an dich. Was solls. Ich denke immer an dich. Bei jedem Aufstehen und bei jedem Zubett gehen.

    Wen willst du erreichen? Mich? Hast du geschafft. Mein Herz tut weh weh weh weh weh weh......... Was willst du erreichen? Eine Antwort? Damit das gleiche Spiel wie die letzten Jahre wieder von vorne los geht? Einen Funken Hoffnung für uns beide, der dann doch wieder im Nichts verrinnt?

    Die Zeit des Liebens und des Vergebens. Deine Worte. Meine Tränen, die ich wieder nicht weinen kann. Lass mich los. Lass mir meinen Frieden. Lass mich meinen Weg gehen. Bitte. Gehe deinen eigenen. Du hast jetzt einen neuen alten Freund, der dich tröstet. Ich habe keinen. Ich muss alles klaren Verstandes ertragen und ich will alles mit einem Lächeln tragen. Bitte geh und verklebe mir nicht mein Herz. Verklebe mir nicht meinen Kopf mit bittersüsser Hoffnung und sanftem Schmerz.

    Mein Herz es sehnt sich nach dir. Es sehnt sich nach taub. Egal wie. Egal wo. Es schlägt viel zu schnell. Seit Tagen nun schon.

    Ich habe gebetet. Habe mit den Glockenschlägen deinen Namen an den Himmel gemalt. Ich habe gebeten, dass du deinen Weg gehen kannst und irgendwann dein Glück findest. Egal wo und wie. Lass mich auch meines finden. Lass mir eine gute Erinnerung an ein krankes Leben und gib mir meine Freiheit für ein gesundes.

    Du wirst nie wissen, wie es mich schmerzt. Das darfst du nicht. Ärgere dich, dass ich dich arogant zurückweise. Vielleicht kannst du dann auch einfach weiter gehen. Deinen Frieden finden. Irgendwann. Bitte geh und lass mich los. Erst dann kann ich weinen. Lass einfach ab. Deine Worte sind gelöscht. Dein Bild ist in meinem Herzen. Dort wird es immer bleiben. Mein guter alter Freund.

    hey du glückspilz.. :)

    ich lasse jetzt einen meiner lieben engel hier sitzen. siehst du ihn? es sitzt zwischen deinen. der da links neben deinem rothaarigen grinsenden Pilzkopf und auf der richtigen seite neben deinem blonden zwinkernden Lockenkopf. Er passt auf dich auf, dass du das glück so lange genießen kannst, wie es real ist. mein engel, der auf dich aufpasst, dass du ein vermeintliches glück loslassen kannst.

    liebe amai, ich wünsche dir und deinen lieben ein ganz wunderschönes weihnachtsfest. auf dass mal ein wenig ruhe und frieden in dein/euer haus einkehrt. und ja, vielleicht auch ein nackter weihnachtsmann :)

    eine herzliche umarmung

    ich verabschiede mich bis nach den Feiertagen..

    kk.

    Was ist mit deiner Lust zu leiden?
    Hast du davon nicht langsam die Nase voll?
    Schluss mit den Gedanken des Mangels.
    Jetzt ist Jetzt!
    Da ist die Fülle des Seins.

    Ich umarme mich und fühle Unruhe. Ich umarme mich und fühle Angst. Ich umarme mich und fühle Hoffnung. Ich umarme mich und fühle Glück. Ich umarme mich und ich fühle Mich.

    ***

    Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Ich wünsche euch Liebe im Verlassen fühlen. Ich wünsche euch ein lächelndes Vergeben in den Tränen, die ihr weinen mögt diese Tage. Ich wünsche euch Frieden und Ruhe. Ich wünsche euch ein Lächeln für euch selbst. Feiert das Fest der Vergebung und Liebe. Feiert es mit euch selbst. Feiert es für mich.

    In tiefer Verbundenheit

    Herzlichst

    Koketterie

    liebe verflixt.

    ich sags ja, berührung findet nicht immer nur körperlich statt. ich fühle mich umarmt und lächle auch dir zu, wenn das jahr sein ende findet - und nicht nur dann!

    ich habe das große glück, dass ich wenigstens was den suchtkranken aus meiner vergangenheit angeht meine ruhe finde - keinem persönlichen kontakt ausgeliefert bin. wir wohnen nur ein paar häuser voneinander entfernt, aber laufen einander nie über den weg. das telefon schrillt oder piept nicht. lediglich menschen die uns beide kennen, sprechen mich manchmal auf ihn an. jedoch die meisten kennen bereits meine antwort auf die worte: er fühle sich nicht gut, wäre krank, müsse antibiotika nehmen und fühlt sich deswegen ganz schön beduselt.. aber anscheinend interessiere mich das nicht....

    ich sage immer nur: was soll ich sagen, ich bin auch krank.

    grenzen setzen. fällt mir zu deinem post von heute mittag ein. sag ihm das nächste mal, er soll dich in ruhe lassen. nicht nur denken. AUSSPRECHEN. sag ihm, du würdest dich melden, wenn du es für richtig hälst. du willst ihn vorerst nicht mehr hören, lesen, sehen. du bin verletzt und wütend und willst deine ruhe haben. und wenn er dich auch nur einen hauch liebt oder mag, dass er das respektieren soll. wenn er sein kind sehen will, sag ihm, er soll sein leben in griff kriegen, dann kann er auch die kleine sehen. ... das befreit - grenzen setzen.

    schreib dir einen zettel, was du ihm sagen willst - formuliere in übersichtlichen stichpunkten. trag diesen zettel bei dir. ruft er an, hole diesen zettel vor und schwubs, weißt du wieder was du sagen willst, selbst wenn der kopf leer ist. die lippen werden beim ersten mal vielleicht taub sein, aber das wird sich ändern - mit jedem mal. es fühlt sich viel besser an, als sich im nachhinein zu ärgern. gib deinen ärger gleich ab. trag ihn nicht mit dir rum. das leben ist zu kurz dafür.

    ich umarm dich ganz ganz fest und wünsche auch dir und deinem kinde ein gesegnetes weihnachtsfest. du bist nicht allein. ich denk an dich und werde bei jeder umarmung einen kleinen gruß in den himmel schicken. meine engel werden sie dir bringen - jede einzelne umarmung und jeden einzelnen guten gedanken, der mich trägt.

    ***

    Hast du die Orientierung verloren?
    Ist nichts mehr wie es war?
    Ist es schwierig alles einzuordnen?
    Genial!
    Lass dich in die Arme des Nichts fallen ...

    ***

    kk.

    bin ich. schon seit tagen, fast wochen. schlafe wenig. rudere viel in der weltgeschichte. lasse mich mittels externem player im ohr durch laute stimmen anschreien oder mit ruhiger aber auch lauter musik melancholisch berieseln. das innere nach außen bringen, das trifft es dabei schon ziemlich genau.

    ich hatte so einige schöne und schlimme erlebnisse die letzten wochen. einige haben mir tränen gebracht, andere ein lächeln gezaubert. die zeit wandert dem jahresende entgegen. kommt mir vor, fast fiebere ich innerlich mit. das letzte jahr war alles in allem ein gutes jahr für mich. ich habe mir viele geschenke gemacht. bin meinen eigenen stofflichen süchten entgegen getreten. habe meiner co-abhängigkeit in die augen geschaut. habe viele unternehmungen bestitten und reisen gemacht. habe mich und viele menschen umarmt. habe mir mensch mein eigenes kleines traumhaftes heim und auch der frau in mir einen mann geschenkt. habe mein selbstbewusstsein aufpoliert und bin in jobverhandlungen getreten. habe mir mehr freizeit geschenkt. bin viel freier und offener - wieder ein stück näher zu mir getreten. ich mag mich. das war lange jahre nicht so.

    ich habe nicht vergessen, wo ich herkomme. ich liebe einen suchtkranken menschen. noch immer und wohl auch für immer. aber suchtkranken menschen gehe ich konsequent aus dem weg. zu vielschichtig ist das erkennen. das erkennen, dass auch ich suchtkrank und -gefährdet bin. "ansteckungsgefahr" lautert überall. vieles ist traurig. vieles macht mich wütend. viele baustellen umfahre ich, damit ich sie nicht zu meinem problem mache.

    bald ist das jahr vorbei und ich habe es tatsächlich geschafft, es zu überleben. mein herz ist federleicht und hat doch viele narben. wenn etwas ganz schlimmes passiert, oder aber auch etwas ganz schönes, dann reißt manchmal eine dieser narben auf und mein herz blutet. das ist leben. ich lebe. wieder. ich habe mir das leben geschenkt. das macht mich froh. das ist mein persönliches glück. ich bin voller guter hoffnung für das nächste jahr. ich werde 28. ein wunderbarer 7-schritt! das jahr 2009 - wieder eine 7! eine tolle zahlenkombi für mich. doppelter glücksgriff für so einen wassermann-krebs-kind wie mich, das jetzt schon viel mehr konstruktiv denn destruktiv leben kann.

    ich bin wirklich dankbar für alles.

    grüße in den abend und die zeit.

    kk.

    Atmen!!!!

    Lege eine Hand unter, eine über den Nabel auf deinen Bauch. Konzentriere dich nur auf deine Hände und deinen Atem. Atme tief in deine Hände. Spüre wie dein Bauch sich beim Einatmen hebt, beim Ausatmen senkt. Hab keine Angst davor!!!

    Liebe Einsam. Im Hier und Jetzt - fang an, etwas für DICH zu tun. Atme!!! Das wird dich beruhigen! Akute Schadensbegrenzung in dir.

    Liebe Grüße

    k.

    Liebe Gabriele,

    es ist traurig, was man sieht, wenn man beginnt, sich die verklebende Emotion aus den Augen zu wischen. Deine Geschichte zu lesen, macht auch unglaublich traurig. Ich fühle mit. Ich vermag zu berühren, ohne körperlich zu umarmen. Aber gerade jetzt würde ich dich gern in der Wirklichkeit in den Arm nehmen. So viele ungeweinte Träne. So ein dicker Kloß im Hals. Unsere Tränen würden sich mischen. Meine Tränen würden dir deine ersetzen, wenn der Schock sie dir noch nimmt.

    Schritt für Schritt. Schau zu dir. Dein Leben fängt dort an. Ich weiß, wie schwierig es ist, die eigene schöne Wäsche zu erblicken, wenn vor dir ein extrem großer Berg mit sauberen weißen Laken chaotisch vermischt mit Dreckwäsche liegt, und vor sich hin stinkt. Ein Berg, der immer wieder angeschaut werden will. Ich weiß, wie es ist, wenn der eigene Schrank überquillt. Ich weiß, wie schwer ein gepackter Rucksack voll mit nasser gewaschener und doch fleckiger Wäsche auf den eigenen Schultern voll herausgefilterter Fremdverantwortung wiegen kann. Schuld und Angst. Aber Gewalt??? - Halt!!! Selbstwert!

    Schau zu dir. Dort findest du deine Wahrheit. Es beginnt damit, eine stärkere Verpflichtung dir selbst gegenüber einzugehen. Alles beginnt beim Gedanken an das Aufräumen. Das Aufräumen ansich findet sich nach und nach. Ich versuche immer mein Inneres nach Außen zu bringen, weil es mir schwer fällt, mich selbst zu sehen. Im Inneren Aufräumen? Was bedeutet das? Also fange ich an, im Außen aufzuräumen. Sortiere diesen Wäscheberg nach sauber, bereits wieder schmutzig, noch gar nicht gewaschen. Das ist immer eine gute Übung für mich. Dabei gewinne ich zumeist auch im Kopf mehr Klarheit.

    Nach dem mir verschafften Überblick über die Menge, Art und Qualität der Wäsche kommt dann eine weitere meiner Übungen: Aussortieren, Zurückgeben und Verschenken. Den eigenen Schrank ausmisten. Alles was ich nicht mehr brauche. Alles was mir nicht mehr passt. Alles was zu schrill für meinen Geschmack ist. Alles was zu grau für meinen Geschmack ist. Jedes Wäschestück, was nicht mir gehört. Ich öffne die Türen meines Schrankes und lasse Luft hinein. Das befreit und schafft Platz für Neues. Auch im Kopf.

    Dann erst habe ich eine gewisse Grundordnung. Dann erst entscheide ich, wie ich meinen Schrank neu sortieren will. Saubere Laken ganz unten. Dicke Handtücher daneben. Schicke Blusen und Anzüge separat von Wohlfühlpullis und Freizeithosen. Röcke und Kleider auf einem Kleiderhaken. Meine Unterwäsche in der Schublade über den Socken und Strumpfhosen. Und in dem einen letzten freien Fach, was noch übrig bleibt, nur da liegt die Wäsche, die nicht mir gehört. Sortierte Wäschestücke, die ich noch nicht bereit und fähig bin, sie zurück zu geben. Solche, die ich nach und nach heraushole und sie mir ansehe und in meiner Zeit entscheiden kann, wann ich sie zurückgebe. Oder ob ich sie einfach aus dem Fenster auf die Straße schmeiße.

    Den ungewaschenen Dreck lege ich den Wäschekorb. So kann ich nach und nach auch diesen abarbeiten. Bei den Klamotten, für die ich teuer bezahlt habe, versuche ich abzuwägen, wie wert, wie wichtig und wie existenziell sind sie im Jetzt, im Später oder waren sie im Vergangenen. Aber die Inventur geht auch an ihnen nicht vorbei. Alles wird Stück für Stück auf eine Prioritätenliste gesetzt.

    Liebe Gabriele, nimm all deinen Mut und eine Portion deiner großen Kraft und zentriere sie. Beginne mit dem Aufräumen.

    Herzend koketterie

    Hallo Malone,

    ich habe mir deine Geschichte durchgelesen und entdecke viel Eigenes wieder! Du bist - wie du zu verflixt sagst - ebenso gerade in der Ablösephase. Herzlichen Glückwunsch dazu. Von jetzt an wird es Anders. Ich habe auch unendlich viele "Trennungen" hinter mir. Bis irgendwann der Punkt kam, dass ich nicht mehr über meine Traurigkeit und die Wut hinwegschauen konnte. Bis irgendwann der Punkt kam, dass ich mich selbst so furchtbar fand, weil ich erkannte, dass ich alles nur noch verschlimmerte. Loslassen. Auch mein großes Thema. Wohl das große Thema von uns allen.

    Ich kenne auch das Gefühl, irgendetwas tun, schon im Vorfeld davon genervt sein, aber irgendwie ablenken - muss ja weitergehen. Ich habe es so gehalten. Teilweise habe ich es wenigstens probiert. Wenn es mir wirklich nicht gefallen hat, dann bin ich halt wieder heimwärts. Hab mich eingekuschelt. Nachgedacht. Oder die Glotze laufen und mich einfach berieseln lassen. Teilweise bin ich auch einfach im Bett gelegen. Garnicht erst aufgestanden. Den ganzen Tag. Geschlafen. Mich geliebt. Mich ausgeruht. Gegessen. Mir all das gegeben, was ich überhaupt annehmen konnte in dieser Zeit. Mir all das gegeben, was ich doch eigentlich viel lieber von einem Gegenüber gehabt hätte.

    Ganz zu Anfang meiner Ablösephase bin ich geflüchtet auf eine OutdoorFeier. Eigentlich wollte ich nur eine Nacht bleiben. Flucht ins Tanzen. Frei sein. Bin dann 4 Tage und Nächte dort geblieben. Hab im Auto auf dem Beifahrersitz geschlafen. Hab die Landluft gerochen. Hab geweint. Hab getanzt. Hab die Freundlichkeit der Menschen auf mich wirken lassen. Hab Stundenlang den Mond angeschaut. Hab mir das Wolkenspiel und den Sonnenaufgang angesehen. Hab gebetet, den lieben Gott gebeten, dass alles gut wird. ... Wie gesagt, aus einer Nacht wurden vier. Ich konnte nicht weg. Ich wollte nicht weg. Ich war so krank. Das Herz so kaputt. Ich war so traurig und auch doch irgendwie unglaublich hoffnungsvoll. Ich habe mich gesehen. Ich wollte wieder atmen. Ich wollte wieder leben. Und so ging ich weiter. Langsam. Mit vielen Pausen. Mit vielen Stunden innerer Unruhe und ungeweinten Tränen. Ich konnte Wochen, ach, Monate nicht weinen. Hab mich gefühlt wie im Dauerschock nachdem mich ein Bus angefahren hätte. Irgenwann weinte ich. Eine Träne. Irgendwann viele Tränen. Irgendwann fand ich ein Lächeln.

    Ein guter Freund hat zu mir gesagt, wenn du vor einem riesen großen Problem stehst, dann teile dieses riesen Problem in viele kleine Probleme. Diese kannst du dann nacheinander abarbeiten und auflösen. Wenn man Etwas von ganzem Herzen liebt, es Einen aber traurig macht, dann muss man es loslassen. Für sich selbst. Diese vielen Erkenntnisse von denen du sprichst - auch die kenne ich. Fragte mich immer - und jetzt? Was mache ich damit? Wenn ich ja doch nicht in der Lage bin anders zu handeln?! Mit der Zeit löst sich Vieles auf. Zeit heilt alle Wunden, heißt es. Ich habe geliebt und ich liebe noch immer. Auch mein Weg war der des Verlassens. Auch ich habe das innere Gefühl das Spiel hat noch nicht sein Ende gefunden - aus den Augen aus dem Sinn. Aber im HIER und im JETZT bleibe ich bei mir. Weil ich mich Mindestens ! genauso lieben will, weil ich von mir abhängig sein will und nicht fremdbestimmt. Ich will mich. Eine Erkenntnis, die mir persönlich als eine der Schönsten erscheint.

    Ein lieber Gruß

    kk.

    und lächel dich freudig an, wenn du den 1. Preis für "Loslassen und Vorwärts gehen" erhälst. Wann ist denn die Preisverleihung? Sag unbedingt Bescheid, dann komm ich dich besuchen. :)

    Und jetzt nur nicht vergessen zu Atmen. Hast alles richtig gemacht, auch wenn die Wunden im Herzen der Mutter gerade jetzt immer mehr schmerzen. Alles wird gut.

    Eine feste und herzende Umarmung einer Freundin mit derzeit starken Schultern

    kk.