Hallo Elke,
ich verfolge Dein Thema schon die ganze Zeit...Ich wünsche Dir viel Kraft, ich kenn diese Situationen so genau, aber leider auch immer wieder die "Rückzieher" meinerseits....Trotzdem lernen wir immer wieder dazu...
Ich wollte Dir auf Deine Frage wegen der Suchtberatung sagen, es war meine erste Anlaufstelle vor Jahren, ich habe dort als Angehörige mir Gespräche geholt, Gott sei Dank!!!!
Ich war dort, da wußte er noch nicht mal das er ein Problem hat, aber ich, daß ich "verrückt" georden bin und auch Hilfe brauche.
Ich kann es Dir für den Anfang nur empfehlen und da kriegt man recht schnell den ersten Termin wenn man sein Problem erläutert. Beim Terapeuten dauern die Termin länger und ich habe das Gefühl das Du schnell Hilfe und Ratschläge für DICH brauchst. Da kann man erst mal Zeit überbrücken bis man mal einen Terapeuten termin hat...
Ich wünsche Dir viel Kraft und sende liebe Grüße
Nele
Beiträge von Nele 43
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Liebe Heike, ich hoffe Du hattest einen schönen Tag und konntest etwas bei Dir bleiben...es sollte Dich nicht interessieren ob und wie lange er trinkt!
Ich habe heute so die letzten Beiträge gelesen und kann mich nur anschließen, vor allem das was Thelma schrieb,...er benutzt Dich, Suchtkranke tun das
, aber das er Dich bestiehlt ...
Mit Liebe hat das Ganze wirklich nichts zu tun, ich denk auch das es in unseren "Beziehungen" mit zumindest den nassen Alkoholiker, mehr um Abhängigkeit geht, die Angst vor dem Verlassenwerden, Verlustängste etc...meist ist das schon seit Jahren in uns,...eine solche "Beziehung" aber dann der Auslöser...und wir denken wir "brauchen" ihn. Was im Ernst haben wir "zu Schönes" erlebt? Sicher gab es einige Sachen die schön waren, aber im Endeffekt war doch alles durch die gegenseitige Manipulation möglich....Und wenn Du schreibst er ist ganz anders wenn er nicht trinkt, ...Manipulation? Bei so viel Promille dauert es sicher einige Zeit bis er wieder "klar" denken kann,...ist dies der Fall braucht er Nachschub. Ich habe auch immer gedacht ich kann ihn doch nicht verlassen und als ich dann selber Hilfe gesucht habe und angefangen mich zu verändern(ist auch noch ein langer Weg),...und ich ihn nicht mehr wollte und ihn verlassen habe (so schlimm war das Alleinsein nicht mehr,...ich war die Hälfte von 7Jahren allein, auch wenn er da war...
)hat er nach mehreren Rückfällen auch angefangen seinen Weg zu finden. Wir sind zusammen,...jeder tut was für sich,...auch das Trockenwerden ist nicht einfach,...im Gegenteil, es ist nicht alles der Alk!...Ich sende Dir liebe Grüße und paß auf Dich auf. Gute Idee mit dem Tatoo!!!!
Liebe Grüße Nele
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Hallo Heike,
was Du alles in Deiner Jugend und Kindheit erlebt hast, das ist so schlimm! Ich habe das Gefühl (meinPartner hat ähnliches erlebt), das Du Liebe und Nähe bei Menschen suchst die Dir nicht guttun! Du scheinst Angst vor dem Alleinsein zu haben...aber bist Du das nicht schon die ganzen Monate seit Du mit ihm zusammen bist? Er kann Dir NICHTS geben...Alkoholismus ist eine körperlich, seelisch und geistige Krankheit und es ist wahr das man den Menschen doch Mitgefühl entgegenbringen sollte die von dieser Krankheit betroffen sind...aber Du gehst daran kaputt und bist nur wieder der "Halt und die Putze"!!!!Er scheint das aus dem Elternhaus nicht anders zu kennen wenn ich das so gelesen habe...., das er krank ist gibt ihm noch lange nicht das Recht Dich zu schlagen etc...wenn er sich schon bei anderen "Dingen" nicht mehr unter Kontrolle hat...Sorry! Aber das ist das Letzte was man sich gefallen lassen darf! Selbstwertgefühl! Versuch die gutgemeinten Ratschläge (sind ja einige von trockenen Alkoholikern, die da wissen wovon sie schreiben) in die Tat umzusetzen,...viell. schaust Du Dich ja mal nach einer SHG um, für DICH!!!! Ich habe auch viel durch und sie hat mir in der schlimmsten Zeit geholfen. Auch ich mußte alles helfen und aufopfern etc. lernen zu lassen...auch Dein Partner muß seinen Weg finden,...ob es auch der deinige sein wird???? Paß auf Dich auf und sei lieb gegrüßt
Nele -
Hallo Heike, wenn ich Deine Geschichte lese...rückblickend auf meine letzten Jahre und hätte ich von heutiger Sicht aus damals schnell gemekrt was mit mir passiert....hätte ich ganz schnell die Beine in die Hand genommen und weg!!!!Man ist so schnell in diesem Kreislauf und es wird schwer rauszukommen....als Co schon erst recht....Man kann nicht helfen, man geht unter Umständen vor die Hunde wenn man nicht selber merkt was mit einem los ist und es heißt: "Helfen durch nicht helfen"! Du wirst im Co Bereich lesen wie sehr sich die "Geschichten" und Schicksale ähneln, ich wünsch Dir viel Kraft und "Mut zur Veränderung",
liebe Grüße Nele -
Hallo Dagmar,
man entwickelt sich schon auf jeden Fall weiter innerhalb der Beziehung, aber es muß halt wirklich die Zeit bringen, nach dem letzten Rückfall ist noch nicht viel Zeit vergangen, wir waren da auch getrennt in dieser Zeit, das waren halt meine Grenzen (es ist jetzt gerade mal 4Monate her). Es waren seit der 1LZ vor 3Jahren ständig Rückfälle und Trennungen...da gab es leider auch nicht nur den Alkohol....Und genau das ist das Problem mit dem ich echt Schwierigkeiten habe...da ist der Alk keine Entschuldigung für mich!
Diese Themen der Vergangenheit kommen auch nicht mehr so in unsere Gespräche...aber verschiedentlich kommen halt irgendwelche Erinnerungen sei es durch Worte etc....Ich denk das kann man nur merken wenn man mit dem gleichen Partner in Beziehung ist...das muß auch keine Suchtbeziehung sein...es sind halt Vertauensbrüche gewesen die man nur schwer verarbeiten kann...Aber es wird immer besser, Vertrauen muß wachsen...das kommt nicht so von selbst wieder...wenn nicht, dann muß man eine Entscheidung treffen.liebe Grüße Nele
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Hallo Wiki,
ich seh das auch so, Geld ist nicht alles, man muß halt abwarten wie die Situation weiter geht...laß es auf Dich zukommen.
Ich für meinen Teil würde schon dafür sorgen das Dein Heim alkoholfrei bleibt, ich denk das es für einen Suchtkranken besser ist, ich würde auch nicht immer das Suchtmittel ansehen wollen und nicht "dürfen"....Aber die Entscheidung kannst Du für Dich allein treffenich denk nicht das man da um "Genehmigung" fragen muß,...auch Du mußt Dich wohlfühlen und mit Deiner Entscheidung zufrieden sein. Du wirst für Dich die richtige Entscheidung treffen, ...wir haben keinen Alkohol im Haus...
ich sende Dir liebe Grüße, Nele -
Hallo ihr alle,
ich möchte auch noch kurz was zu dem schreiben was Ette schrieb.
Ich bin nicht der Meinung das es irgendetwas mit Co zu tun hat wenn man auch mal nach dem Befinden anderer Menschen fragt oder eben auch mal den alk.kranken "trockenen" Ex darauf anspricht... Es ist einfach nur menschlich und wenn einem Menschen am "Herzen" liegen ist es einem nun mal nicht egal. Ich denke aber das der Suchtkranke diesbezüglich die Sache anders sieht, ich erlebe es ja selbst seit Jahren. Zum Einen ist der Suchtkranke ja eigentlich ein Egoist (soll nicht böse klingen), das Suchtmittel stand immer an erster Stelle, oft sind sie selber auch in Verhältnissen aufgewachsen wo viell. wenig Zuneigung und Liebe auch dem Anderen gegenüber da war. Man kann sich auch gut um sich kümmern, aber sind Menschen beliebt die es nicht interessiert wie es anderen geht(z.B. das eigenen Kind oder Mutter, Partnerin etc)? Selber tut es einem doch auch gut wenn man nach seinem eigenen Befinden gefragt wird, ich seh das nicht als Kontrolle,...aber der Betroffenen anscheinend schon
Ich denk auch wenn es der Ex ist, man hat sich ja auch mal geliebt und er war mal ein Teil seines Lebens. Es ist einfach das Mitgefühl Anderen gegenüber,...so seh ich das für mich. Aber da sind wir wohl etwas vom eigentliche Thema abgekommen,...
wollte mich aber auch gern dazu noch äußern,
liebe Grüße an euch Nele -
Hallo Erdling, ich freu mich über Deine Zeilen und ich lese aus Deinen Zeilen genau das heraus was mir so schwer fällt (und nicht nur mir...),...mit dem "Gewesenen" versuchen abzuschließen,...aber wie wir schon im Co-Bereich schrieben, vergessen kann man nicht, irgendwann mal vergeben.
Das der Betroffenen nicht immer mit dem was war konfrontiert werden möchte kann ich gut verstehen (würde ich auch nicht wollen, egal ob alk.krank oder als gesunder Partner), aber das ist ja eben das Schwierige...Ich habe mir jetzt, um mich zumindest etwas in den Betroffenen "einfühlen" zu können, Literatur "das blaue Buch", Namen darf ich ja nicht nennen, bestellt. Es ist schon so wie Du auch schriebst...Was für mich halt immer noch schwierig ist, die "Launen"
, man hat halt immer Rücksicht genommen und lieber nichts gesagt und es ging einem schlecht dabei....
Ich muß mir immer wieder sagen das dies ja nicht unbedingt was mit mir zu tun hat, das ist eben das Problem der Co`s, immer so auf den anderen konzentriert. Auch wir haben unsere sogenannten "Rückfälle"...wo wir auch sehen müssen das wir uns wieder "ein" kriegen. Ich hoffe das ihr in den doch schon gut langen Monaten Deiner Trockenheit eure Beziehung festigen konntet. Ich wünsch Dir noch ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße 
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Hallo ihr alle,
ich lese mich in letzter Zeit wieder mal total durch...gutes Thema! Es ist für mich als Co tatsächlich schwierig alles so gut hinzubekommen das es mir richtig gut geht. Es ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle, ich merk erstmal wie sehr mich doch die letzten Jahre beeinflußt haben. Trotz Terapie und SHG (in letzter Zeit ist dieses Forum meine SHG)...ich stürz mich nach wie vor in Arbeit um mich abzulenken, nehm mir aber in letzter Zeit doch häufiger auch wieder meine Hobbys zur "Hand" und nehm mir Zeit für mich...aber gewisse Verhaltensweisen kommen halt doch noch durch...nicht mehr zu kontrollieren und versuchen Vertrauen auf zu bauen...das fällt so schwer...das kennt sicher ein jeder von uns.
Nun lese ich mich auch bei den alk.Betroffenen durch und nehm mir da so einiges mit, es ist sehr hilfreich...mein Partner ist in der Trockenwerd(-bleib)phase,...aber die ettlichen Rückfälle da kam ich immer wieder aus dem "Tritt". Ichlese öfter Bücher, für mich und auch um die Krankheit und den Betroffenen besser verstehen zu können...
Alkohol zu Hause,....war nie ein Thema, ich selber trinke nicht. Manchmal kommt mir jedoch die Frage an: Wie unterstützt mich mein alk. Partner (seelisch, geistig)...?Ich will damit sagen das es oft unheimlich schwer ist...
und dabei sende ich liebe Grüße -
Hallo Marion,
ich kann Dich sehr gut verstehen was Deinen Sohn betrifft....aber meinst Du nicht das unsere Kinder vielmehr merken wenn es uns nicht gut geht. Wir sind gereizt und abwesend...es geht uns nicht gut weil wir nicht wissen wie wir uns entscheiden sollen..eigentlich dürfte man sich in der Hinsicht gar keine Frage stellen...Viell. könntest Du ja mit Deinem Sohn auch mal zu einem Terapeuten gehen?
Im Moment muß ich für mich auch sagen,,,mir geht es nicht gut...auch wenn sie trocken werden ist nicht alles gut,
liebe Grüße Nele -
Hallo Marion,
...das ist genau das wovor wahrscheinlich jedem "graut" der mit seinem Partner zusammengeblieben ist...
Auch ich habe Angst wiedermal vor der Entscheidung stehen zu müssen, meine Geschichte ähnelt der Deinigen (...welche nicht)...
Rückfälle mu´man immer in betracht ziehn..wissen tun wir das, aber wenn es dann so ist...? Ich weiß es auch nicht, aber ich weiß das ich die Jahre, die ich hinter mir und meinem Sohn habe NICHT noch einmal durchmachen kann und will!
Wie würdest Du Dich fühlen wenn Du ihn verläßt, würdest Du es schaffen und denkst Du nicht das auch Dein Sohn es schafft?
Ich sende Dir liebe Grüße,
Nele -
Hallo Wiki,
die Opfer sind wir.
Ich denk auch nicht mal das sie uns weh tun wollen,(aber es tut uns weh) man soll es wohl so sehen das die Krankheit sie "gefangen" hält und das sie wohl ihren Tiefpunkt brauchen um etwas dagegen zu tun. Im Moment scheint das bei ihm wohl nicht der Fall zu sein...manchmal kommt der Tiefpunkt nie...Solange immer jemand für sie da ist und keine Konsequenz zeigt...Warum soll sich ein Mensch da ändern? Wahrscheinlich ist es besser Du läßt ihn und wartest ab...versuche Dich um Dich und Dein Kind zu kümmern...ich weiß, es geht manchmal nicht. Man ist nur am grübeln und hat sogar ein schlechtes Gewissen wenn man nichts tut oder sich nicht melkdet. Aber wir können für die Krankheit nicht! Lies Dich mal ruhig noch bißchen durch, es tut gut! Warum hast Du Angst vor dem Alleinsein? Warst Du es nicht schon seit Jahren?
Liebe Grüße Nele -
Hallo Wiki,
es ist schlimm zu lesen was Du alles erleben mußt. Gewalt habe ich zum Glück nicht erlebt,...schade das Du trotzdem Schwierigkeiten hast Deinen Partner zu verlassen...ich habe auch einen Sohn,...schlimm das sie schon erleben müssen (mußten) das es der Mama nicht gut geht...
Ich hoffe das Du doch viell. mal den Absprung schaffst,...ich bin auch der Meinung das wenn jemand zur Gewalt neigt, da ist auch Alkohol KEINE Entschuldigung für mich, der wird es wieder tun.
Du schreibst das Du ihn im KH besuchst weil Du Angst hast das er eher geht....Du kannst es nicht beeinflussen,...wenn er die Entscheidung für sich trifft dann ist es so, Du konntest es doch nie beeinflussen. Ich bin auch schon über 7Jahre mit meinem Partner zusammen und wir hatten mehrere Anläufe,. seinerseits und meinerseits. Selbst wenn Dein Partner jetzt im KH bleibt und event. noch eine Terapie macht,...Gewissheit hat man nie,..man muß IMMER mit allem rechnen. So schwer das auch für uns ist,...wir müssen versuchen dies zu akzeptieren oder wir gehen weg. Ich bin auch noch nicht so sehr weit, aber ich weiß das ich für mein Leben entscheide und er für seins...auch wenn wir in einer Beziehung leben...und doch jeder für sich. Wichtig ist das wir uns endlich Grenzen setzen, haben wir leider nie wirklich gemacht bzw. eingehalten.
Viell. solltest Du ihn ja mal paar Tage lassen und keinen Kontakt suchen, laß ihn doch mal den Anfang machen..Nach dem was er euch angetan hat...Du hast es nicht nötig...er sollte um euch kämpfen und nicht umgedreht.
Ich sende Dir liebe Grüße Nele -
Hallo Klaus,
schön das Du hergefunden hast. Ich meine auch das Du nicht zu tief ins "Co"...rutscht weil Du sie liegen läßt,...deck ihr doch wenigstens eine Decke über
Ich kenn das auch, irgendwann spürt man nur noch Wut oder noch schlimmer....Das hilft euch beiden aber auch nicht.
Wie wäre es wenn Du Dir mal einen Termin bei der Suchtberatung holst und ein Angehörigengespräch machst,...mir persönlich hat es für den Anfang damals sehr geholfen. SHG wäre noch ein weiterer Schritt...
Ich wünsch Dir erstmal alles Gute und freu mich zu lesen was bei Dir ist,
liebe Grüße Nele -
Hallo Erdling,
ich bin so vor ein paar Tagen auf Deinen Thread gestoßen,...ich schreib hier als Co...und muß mich mal für Deine Freundin "einsetzen"....(grins...)
All das was Du so in Deinem ersten Beitrag geschrieben hast, erinnert mich sehr an das was ich so "bin" oder empfinde.
Ich denk da kann sich der Betroffene und die (Co) Angehörige schlecht in die "Rolle" des anderen reinversetzen,...geht auch gar nicht.
Das Leben mit einem nassen Alkoholiker ist geprägt aus Unzuverlässigkeiten, Lügen etc,....(nicht böse sein).
Als Partner verliert man sein eigenes ICH, sein eigenes Leben. Ich bin auch schon über 7Jahre mit meinem alk.kranken Partner zusammen,...mehrere "Trockenwerdenanläufe" seinerseits,...mehrfache "Absprungversuche" meinerseits...seit paar Monaten "Trockenwerden(-sein)"...Auch ich habe in den Jahren das "volle Programm" hinter mir und habe trotz Hilfe die ich mir hier und beim Terapeuten hole Schwierigkeiten zu "Glauben"...der Lügen waren zu viele...leider nicht nur das,...die Eifersucht die sich in den Jahren entwickelt hat war, wie ich heute weiß, berechtigt,...ich habe ihm immer geglaubt...War wohl nichts!
Auch wir brauchen wie ihr Betroffenen unsere Zeit zur Genesung,...die Krankheit hat auch uns "angesteckt". Auch wir haben uns Verhaltensweisen angeeignet, wohl Selbstschutz, wir haben dies alles ja nüchtern erlebt. Wichtig ist das ihr offen redet und Du ihr das Gefühl geben kannst das sie Dir vertrauen kann,...zumindest seh ich das für mich so. Ich habe mal gehört das die Genesung aus der Co-Abhängigkeit genau so lange brauchrt wie sie "gekommen" bzw. sich entwickelt hat....
Ich für mich hätte auch nie gedacht das man selber krank ist und wie schwer es werden wird gewisse "Dinge" abzulegen. Sicher hat man schon vor der Beziehung gewisse Anlagen gehabt...ich selber komme aus einem pfl.Beruf....muß man nichts weiter dazu sagen....(grins)
Ich wünsche Dir alles Gute, liebe Grüße
Nele -
Hallo JuJoFa,
ich hoffe es geht Dir soweit gut und kannst trotz all des "Haushaltstreßes" etwas Zeit für Dich "abknapsen"....
Genau das ist ja meist das Ding, daß wir für unsere alk. Partner die Aufgaben mit übernehmen die normalerweise aufgeteilt oder zusammen gemeistert werden...Das zeichnet ja auch unsere Co-Abhängigkeit mit aus und das wir eig. keineigenes Leben leben weil wir meist das Leben des kranken Partners mit leben,...wir richten unser Leben nach ihm ein...Auch bei mir hat das einige Jahre gedauert dies zu erkennen und zu begreifen.
Ich habe meinen "Start" aus der Cö-Abhängigkeit damit angefangen zu beginnen das ich einige Sitzungen in der Suchtberatung als Angehöriger war(da war er noch lange nicht und "wußte" auch noch nicht das er ein Problem hat...) Dann habe ich mir eine SHG gesucht,...hat mir zwar sehr geholfen, aber diese SHG führte keine Gespräche mitteinander...das hat mir gefehlt...seit paar Monaten ist jetzt hier das Forum meine SHG für mich und ich zieh mir sehr viel heraus, vorallem das ich mit meinem Erlebten nicht alleine bin...Ich geh schon seit einem Jahr zu einem Terapeuten um meine Co-Abhängigkeit abzubauen...das dauert!...Ich merk auch jetzt wo er "trocken" ist wie sehr ich kaputt bin und wie sehr auch ich bestimmte Verhaltensweisen in den letzten Jahren angenommen habe...kannte ich früher alles nicht.
Es wird auch wenn der Partner trocken wird nicht alles gleich einfach, es ist auch für uns ein langer Weg und braucht seine Zeit,...entweder es funktioniert oder man muß halt doch über Trennung nachdenken. Vergessen, Verzeihen und Vertrauen...auch ganz schwer für mich.
Ich wünsch Dir eine schöne Zeit,
liebe Grüße Nele -
Hallo Pandora,
ja, das ist wahr, das man dann auf Dauer nicht gut zusammen leben kann wenn man nicht irgendwann das Erlebte "at akta" legen kann...Im Grunde ist ja auch das Vertrauen hin,...ich merke es fast täglich, zumal hier eben nicht bloß der Alkohol das Problem ist...und im Grunde ist es so wie Olive so treffend schrieb:"...solange man liebte oder geglaubt hat zu lieben ...hat man Verziehen",... man hatte keine Zeit zum Aufarbeiten, das Chaos war allgegenwertig und immer wieder kam Neues hinzu.
Ich denke schon das ich meinen Partner noch liebe, jetzt aber auf eine andere Art,...möglichst als gleichwertigen Partner und nicht als mein "zweites Kind"...Aber ich leide auch noch sehr drunter, ist ja auch alles noch nicht lange her und ich wurde durch ständige Rückfälle seinerseits immer wieder zurückgeworfen.
Ich hoffe für unsere Beziehung und unser Familienleben( was jetzt in den letzten paar Monaten erst begonnen hat) das ich all das Erlebte wenigstens so verarbeiten kann das ich keinem von uns mehr innerliche Vorwürfe mache und ganz wichtig das ich für mich Vertrauen zu ihm aufbauen kann....
Ich habe viele Jahre gekämpft, aber irgendwann kann und will man nicht mehr...
Ich sende euch liebe Grüße
Nele -
Hallo JuJoFa,
schön das Du auch hergefunden hast.
Ja, die Angst ist scheint das was uns nicht zur Ruhe kommen läßt. Ich muß da auch sehr an mir arbeiten und lernen anzunehmen das wir es mit einer Krankheit und Machtlosigkeit ihr gegenüber zu tun haben...von der auch wir angesteckt worden sind. Bei der Alkoholkrankheit muß man leider immer mit allem rechnen...auch mit Rückfällen...Oft reicht da nicht bloß das Einsehen und der Wille des Betroffenen, mein Partner hat schon zwei LZ hinter sich...und mehrere Rückfälle. Auch ich muß sehr an meiner Co-Abhängigkeit arbeiten...
Vielleicht sind wir auf gewisse Weise kränker als der Betroffene selbst...
Was tust Du für Dich? Eine Selbsthilfegruppe?
Ich wünsche Dir viel Kraft und freu mich von Dir zu lesen,
liebe Grüße Nele -
Hallo Pandora,
mir geht es genau wie Dir, ich bin dabei die Jahre schlimmen Jahre aufzuarbeiten. Auch ich wurde 7Jahre belogen und betrogen, das nicht nur von ihm, auch von seitens seiner Familie, dahin habe ich abgebrochen...
Mir meinem Partner bin ich zusammen und lebe seit einigen Monaten zusammen, er ist seit dem "trocken"...anders käme es auch nicht mehr für mich in Frage.
Ich bin seit 2Jahren in Terapie und habe geglaubt das ich nun alles besser verarbeiten kann...Ich merke aber das es mir nicht so gut gelingt wie ich es mir erhofft habe...vergessen denk ich kann man das Erlebte nicht! Jetzt wo man "Zeit" hat zum Aufarbeiten kommen so viele Verletzungen und Erniedrigungen hoch das es weh tut...Ich kann mir selbst vieles nicht Verzeihen und ich bin auch noch nicht so weit das ich meinem alk.Partner verzeihen kann, das Schlimmst auch für mich ist das Betrügen, dieses kann auch ich nicht mit der Krankheit entschuldigen. Hier steckt schon mehr dahinter...Oft sind es Persönlichkeitsstörrungen oder mangelndes Selbstbewußtsein...Ich habe ihm immer geglaubt (ich komme aus einer "gesunden" Familie und wurde so erzogen das man anderen mit Respekt und Achtung entgegenkommt)..und hätte nie gedacht das ich so belogen und betrogen werde. Das Schlimmst daran ist das ich kein Vertrauen mehr habe und mißtrauisch bin...jetzt wo wir beide auf dem Weg der Genesung sind...ich weiß nicht ob ich je wieder Vertrauen aufbauen kann, es geht mir mit dieser Situation auch oft nicht gut. Ich weiß nicht ob ich je Verzeihen kann, es ist auch meine Meinung das man nicht alles auf die Krankheit schieben kann, manches ist halt der Mensch oder sein Charakter. Ich hoffe das auch ich irgendwann Verzeihen kann aber im Moment kommt erstmal so viel "hoch" das muß ich erst verabeiten.
Ich sende liebe Grüße -
Hallo Katja,
schön das Du hergefunden hast. Auch ich bin noch nicht so sehr lange hier im Forum und es hat mir trotzdem sehr geholfen, schon alleine das Lesen und festzustellen das ich nicht alleine bin, die Geschichten ähneln sich schon sehr. Du wirst es selber merken...
Ich hatte mich in den Jahren auch mehrmals getrennt und habe immer durch Kontakt noch "festgehalten"....irgendwann habe ich es nicht mehr verkraftet, ich habe damit auch weder ihm noch mir geholfen. Er mußte seinen Weg selber finden, dieses einzusehen hat auch bei mir lange Zeit gedauert. Du mußt für Dich selber den Weg finden womit es Dir am Besten geht. Da gibt es kein Patentrezept,...aber es heißt ja:"Helfen durch nicht helfen"... Aber wir sind eben CO´S. Ich wünsch Dir viel Glück und Antworten beim Lesen.
Liebe Grüße Nele