Beiträge von Maruschka

    Hallo Caro,

    Ein bißchen verspätet :oops: :
    Ich denke, dass das der einzige Weg ist. Wenn auch ein verd.... schwerer Weg.
    Meine Mutter ist ja zwangsweise "trocken gelegt". Aber ihre Verhaltensweisen (haben die sie in die Sucht getrieben???) hat sie nicht abgelegt. Mir hilft da nur striktes Abgrenzen. Ich stelle die Regeln auf. Auch wenn es oft hart ist. Aber ich habe sofort gemerkt, dass es mir nicht gut ging, nachdem sie öfter versucht hat, mit mir telefonisch Kontakt aufzunehmen. Und habe ihr das dann gesagt. Und sie respektiert es zumindestens momentan.

    Du wirst das schaffen. Denk an dich und deine Familie.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo liebe Weitsicht,

    auch von mir verspätete herzliche Glückwünsche zum "Drei-Wöchigen". :D

    Zitat

    Kein Partner, und auch kein Kind kann uns diese ungesunde Liebe unserer Eltern, zu uns, ausgleichen oder ersetzen.
    Es wäre von uns unfair unserem Partner oder unseren Kindern gegenüber, sie in dieser Hinsicht zu missbrauchen.
    Ich weiss was Du damit ausdrücken möchtest, ohne Selbstliebe ist auch keine gesunde Partnerschaft möglich. Auch hier müssen beide Frau und Mann hinsehen welchen Mangel sie mit in ihre Partnerschaft brachten, gerade was eine Ehe angeht, gab es auch keine guten Vorbilder.


    Ich habe bereits erkannt, wieviel ich von dieser ungesunden Kindheit und die nicht erfüllte Hoffnung auf Liebe in meine Ehe brachte. Und auch begonnen, meinen Anteil zu sehen und Verhaltensweisen zu ändern. Aber es ist schwierig dabei zu bleiben, wenn der Partner diesen Weg nicht mitgeht. Ich habe manchmal das Gefühl, mein Mann versteht mich überhaupt nicht mehr. :?

    Zitat

    Das gegenseitige SEIN-LASSEN, VERTRAUEN-KÖNNEN, EHRLICHKEIT, GEBORGENHEIT, sind unsere Ziele auf unserem gemeinsamen Weg.


    Erreicht man Gegenseitigkeit und Gemeinsamkeit auch, indem man nur an sich selbst arbeitet?

    Ich hoffe, dir geht es gut?

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Weitsicht,

    super, dass du deinen Stresstag ohne Rückfall hinbekommen hast.
    Das freut mich für dich. :lol::lol: Aber es ist doch oft so, dass man immer dann den größten Stress hat, wenn man ihn absolut nicht brauchen kann. :roll:

    Ich hatte nie Probleme mit dem Rauchen. Mein Vater war sehr starker Raucher. Das hat mich als Kind schon abgeschreckt. Aber mein Mann hat geraucht als ich ihn kennengelernt habe. Er hat dann vor ca. 15 Jahren aufgehört (ganz ohne mein Zutun). Das fand ich gut. :D

    Ich wünsche dir weiter viel Erfolg beim "Entwöhnen".

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend.
    Renate

    Hallo Weitsicht,

    Zitat

    In Bewegung sein, hole mir meinen Stepper aus dem Keller, jetzt sollte ich ihn regelmässig auch benutzen

    Zitat

    Werde mich jetzt auf mich konzentrieren und meine Meditationen (Entspannungsübungen) öfters machen, um auf mein inneres Kind zu hören, es möchte gut von mir bemuttert und bevatert sein, und sich auf mich verlassen können.

    Hast du schon mal bewegte Meditationen gemacht (z.B Kundalini)?
    Echt genial. Erst 45 Minuten unterschiedliche Musikstücke mit 15 Minuten schütteln, 15 Minuten tanzen, 15 Minuten stehen oder sitzen, und zum Schluss 15 Minuten liegen bei Stille. Die Musik ist echt toll dazu. Und zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen :lol: : Bewegung und Meditation!

    Wie geht es dir mit dem Nichtrauchen??

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Caro,

    Zitat

    ...ich will und werde mich weiterhin mit dem wort GEDULD ganz dicke anfreunden...denn aus ihr resultiert sooooo vieles

    Das Wort kenn ich doch von irgendwo her :lol: .
    Ist die Grundlage unserer Arbeit an uns selbst!!

    Also ich wünsche Dir viel Geduld mit dir
    und natürlich mir viel Geduld mit mir :lol::lol: .

    Liebe Grüße
    Renate
    (Leider ist das scheußliche Wetter jetzt auch bei uns angekommen).

    Hallo Weitsicht,

    auch von mir großes Daumendrücken für dein Vorhaben :lol: .

    Zitat

    Ich wollte niemals eine Beziehung führen, wie es mir meine Eltern vorgelebt haben.

    Ich hatte es mir in Phantasien vorgestellt wie ich mit meinem Mann leben wollte.

    Mir ging es genauso. Ich wollte z.B. diese Extrem-Streitereien, die meine Eltern hatten, in meiner Beziehung nicht haben. Ich dachte immer, mit mir nicht. Habe aber dann andere Extreme entwickelt. Indem ich den Streitigkeiten aus dem Wege ging (dadurch viel Frust und Wut geschluckt habe) oder wenn sich eine Auseinandersetzung nicht mehr vermeiden ließ, mich sehr schnell in meinen Schmollwinkel verzogen habe und ziemlich viel persönlich auf mich bezogen habe.
    Ich habe mir auch immer eine Traumbeziehung in meiner Phantasie ausgemalt. Viel Liebe und kein Streit (Schmalz tropft....). Aber dies beruht natürlich darauf, dass wir unser Familienbild aus dem Fernsehen oder aus Büchern bezogen haben.

    Zitat

    Es gibt keine Norm dafür, wir müssen unsere eigenen Regeln und Umgangsweisen finden.


    Ein wichtiger und wahrer Satz. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo KM,

    Zitat

    Ehrlich gesagt ist es ja eine tolle Nachricht, allerdings kommen in mir nun auch Zweifel auf... WANN soll ich denn bitte SO EINE LANGE ZEIT in anspruch nehmen??

    Ich war letztes Jahr in der gleichen Lage. Aufgrund meiner kleinen Problemchen :lol: habe ich darüber nachgedacht, in eine psychosomatische Klinik zu gehen. Wegen der Arbeit wollte ich drei, höchstens vier Wochen wegbleiben. Und dann kam die Genehmigung der Krankenkasse für sechs Wochen. Aufgrund meiner Reaktion wegen einer beruflichen Veränderung (hatte kleinen Nervenzusammenbruch), war mir dann klar, dass ich die vollen sechs Wochen ausnutzen werde. Die Schuldgefühle, dass ich ja sechs Wochen nicht da bin und meine Vertretung in dieser Zeit ziemlich belastet ist und das Grauen davor, was an Arbeit nach diesen sechs Wochen auf mich warten wird, war mir dann überhaupt nicht mehr wichtig. Ich dachte nur noch daran, jetzt denkst du mal an dich. Und ich war froh über diese Entscheidung. Ich habe diese sechs Wochen Abstand für mich gut nutzen können. Ich habe viel über mich gelernt.
    Ich habe keine Kinder, das hat die Angelegenheit natürlich vereinfacht. Aber vielleicht kannst du dich erkundigen, ob von der Krankenkasse eine Familienhilfe o.ä. zumindestens zeitweise gezahlt wird.

    Und das mit dem "nicht verdienen": Vergiß das wieder ganz schnell. Wenn dein zuständiger Bearbeiter nicht der Meinung gewesen wäre, dass du die Maßnahme brauchst, hättest du sie auch nicht bekommen. So einfach ist das.

    Nutz die Zeit für dich.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Caro,
    ich habe mich gerade durch deine letzten Tage gelesen. Wow, ganz schön ereignisreich.

    Das mit der bösen Tochter, die schuld an allem Unglück der armen Mutter ist, das kenne ich auch. :D Aber hast die Situation toll in den Griff bekommen.

    Wie du bei deinem Schwiegervater reagiert hast, Hut ab.

    Ich denke, deiner Schwester einen Brief zu schreiben, ist eine gute Lösung. Dann kann sie sich die Zeit nehmen, die sie braucht, um auf dich zuzugehen. Aber in dem Wissen, dass sie dann bei dir willkommen ist.

    Liebe Grüße und ein schönes WE
    Renate

    Hallo Feelein,

    du kannst deiner Mutter nicht helfen. Die Situation wie sie jetzt ist, macht DICH krank. Du kannst nur DIR helfen. Bring DICH in Sicherheit. Grenz DICH ab. Lass los.
    Ich habe auch lange versucht, meiner Mutter das Leben zu erleichtern. Und nicht erkannt, dass ich das gar nicht kann. Ich habe mein Leben zurückgestellt. Meine Bedürfnisse so lange verleugnet, bis ich nicht mehr wußte, dass ich welche habe. Es hat lange gedauert, bis ich den Absprung geschafft habe mit 23 Jahren. Und mich dann mein Leben lang mit Schuldgefühlen deswegen gequält, bis ich vor kurzem erst verstanden habe.
    Ich wünsche DIR von ganzem Herzen, dass du nicht so lange brauchst wie ich. Und DEIN Leben leben kannst. Und nicht das deiner Mutter.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Caro,

    leider ist das Wetter bei uns nicht so toll wie vorhergesagt. Jetzt schaut die Sonne zwar ab und zu zwischen den Wolken raus, aber ein eiskalter Wind weht (bibber). Da habe ich mir die Zeit genommen, ins Forum zu schauen.

    Du hast geschrieben:

    Zitat

    es gab ne zeit da sah ich die uhrzeit(z.b.nachmittags)als grund NICHT einkaufen,bummeln,etwas erledigen zu gehen!wahnsinn,wollte einfach nicht raus..schön daheim bleiben und weiter "leiden"...ich glaub das alles nicht.wie sehr ich mir geschadet hab mit meinem verhalten...

    Und wieder hat es "autsch" gemacht. Diese Gedanken kenne ich doch so gut. 8):?

    Ich freu mich ganz toll für dich für deinen Kurztrip nach Hamburg und wünsch dir ganz viel Spaß und Freude. :D:D

    Ich wünsche dir noch einen schönen Samstag.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Weitsicht,

    ich habe es leider nicht geschafft, mich von meiner Mutter rechtzeitig abzunabeln. Was im übrigen auch nicht in ihrem Sinne war. Ich finde es daher toll, wie du das mit deinen Kindern praktiziert hast.

    Nach der Trennung meiner Eltern (war da immerhin schon 20 Jahre alt) bin ich mit meiner Mutter mitgegangen, da sie an mein Mit- und Verantwortungsgefühl pochte: “Ich kann das ohne dich nicht schaffen. Ich verspreche dir, alles wird sich ändern.“ Und schon war ich mitten drin in ihrer neuen Partnerschaft (die Trennung von meinem Vater erfolgte nicht ohne Grund). Aber ich merkte bald, es hat sich nichts verändert. Nur der Partner wurde ausgetauscht.

    In dieser Situation war ich froh, dass ich meinen Mann kennen lernte. Und ich kann mir jetzt eingestehen, ich habe ihn damals als Vorwand benutzt, um dieser Situation zu entkommen.

    Ich versuche seit einiger Zeit zu reflektieren, wie sehr diese Anfangssituation meine Ehe beeinflusst. Meine Schuldgefühle, die ich meinem Mann gegenüber habe, dass ich ihn benutzt habe. Und wie ich diese negativen Gefühle vielleicht dazu gebrauche, um andere Gefühle nicht zulassen zu können? Weil ich es vielleicht nicht “verdiene”, glücklich zu sein? (Blöder Gedankengang, sagt mein Verstand .)

    Auch ich habe manchmal Probleme mit dem Verhalten meines Mannes, da es meinen Ansichten und Mustern widerspricht. Aber vielleicht geht es ihm genauso in Bezug auf manche Verhaltensweisen von mir? Ich konnte hier manche Parallelen feststellen. Mein Mann geht oft etwas aggressiver vor (war mir damals ganz recht). Ich bin eher wie du der angepasste Typ, der sich zuviel Gedanken um die Reaktionen anderer macht.

    Ich finde es gut, daß du und dein Mann in der Lage seid, Gespräche über euer Problem zu führen.
    Nichts ist meiner Meinung nach schlimmer, als Sprachlosigkeit und sich zu weigern, das Problem anzuschauen.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Dani,

    ich bin neu hier, habe aber schon eine Zeitlang mitgelesen. In allen drei Bereichen. Ich tue mich noch schwer, zu akzeptieren, dass Alkoholismus eine Krankheit ist. Aber durch das Lesen von einigen Threads der Alkoholiker habe ich einige andere Denkansätze erhalten. Für meine weitere Entwicklung und Gesundung ist es gut, auch diese Seite kennen zu lernen.

    Zu dem angesprochenen Thread: Anfangs konnte ich oft die aufgezählten Punkte - auch wegen dem humorvollen Schreibstil - mit einem Lächeln lesen. Aber zum Schluss hin, blieb mir immer öfter das Lächeln im Hals stecken.
    Es ist gut, sich dem Wut und dem Hass zu stellen. Aber man sollte nicht drin stecken bleiben. Sonst richtet er sich gegen einen selber.
    Eine bekannte Psychoanalytikerin hat geschrieben, dass die Verachtung für die Eltern manchmal hilft, den Schmerz, dass man sie nicht idealisieren konnte, von sich fernzuhalten. Solange man verachtet, muss man nicht die Trauer erleben, dass man nicht ohne Leistung geliebt worden ist. Aber durch die Vermeidung dieser Trauer verachtet man sich selbst. .
    Ich habe mich hier sofort angesprochen gefühlt.
    Hinter dieser Verachtung für meine Eltern habe ich meine Wut versteckt, so gut, dass diese sich gegen mich selber gerichtet hat in Form von teilweise unerträglichen Spannungskopfschmerzen seit meiner Teenagerzeit. Wichtig ist, zu erkennen, dass diese Wut da ist (habe auch lange genug dazu gebraucht :D:oops: ) und sie dann loszuwerden. Jeder muss hierzu seinen eigenen Weg finden. Mein Weg war voller Umwege, die ich gegangen bin. Einer der Wege, die ich jetzt für mich gefunden habe, ist dieses Forum in der Form wie es besteht.

    Liebe Grüße
    Renate