Aber ich bekomme diese Frage nicht aus dem Kopf, wie jemand so leben kann und scheinbar will....das macht mich wahnsinnig und wenn es mir -so wie momentan gut geht- beschäftigt mich die Frage trotzdem und wieder hat es etwas mit ihm zu tun...so war es auch am wochenende: Ich habe zwar gemacht wonach mir war, mir ging es gut dabei aber darüber nachdenken mußte ich trotzdem, das ist verrückt und -jup ich weiß es- co-abhängig. An solchen Tagen und Phasen, wo er nicht trinkt und die üblichen Versprechen abgibt und Reue zeigt und auch sagt, er trinke, weil er keine Aufgabe habe und wenn negative Nachrichten kommen und er wolle das nicht mehr...da kann ich dann für mich auch wieder Dinge tun und mir geht es gut dabei, das ist alles ziemlich verrückt und zum ersten Mal habe ich am vergangenen Wochenende das getan, wonach mir war obwohl er getrunken hat....das tat gut und ich möchte das auch beibehalten, bzw. ich werde das beibehalten. Denn ich weiß eigentlich sicher, dass nun nur wieder einige trockene Tage vielleicht auch Wochen kommen und es dann wieder losgehen wird.
In seiner Anwesenheit daheim habe ich gar nichts getrunken, obwohl ich ab und an beim Essen schon mal gern ein Glas trockenen Weißwein trinke, hab ich aber nicht. Am Wochenende im Bistro hab ich es mir gegönnt und auch das tat mir gut *lach* mit einem leckeren Stück Flammkuchen dazu in netter Gesellschaft....sorry wenns so durcheinander ist, ich schreib einfach meine Gedanken runter.
Warum lebe ich in Selbstmitleid Linde? (frage zum 3. Mal lach)
Ganz liebe Grüße
Professorchen
Beiträge von prof_schroeder
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Hallo Ellit, habe gerade Deinen Thread gelesen und mir fiel dabei erschreckend auf, dass es mit meinem anfänglichen Verhalten meinem Mann gegenüber viele Parallelen aufweist. Ich habe anfangs auch gezweifelt, hat er ein Problem , hat er keins usw....habe Flaschen gesucht und gefunden, gezählt und ihm selbst schon volle Flaschen hingestellt....dann waren wieder Alkoholpausen, dann wieder tägliches Trinken angesagt...Ich war sogar vor diesem Wochenende wieder mal so fertig, dass ich in meinem Thread vollkommen wirr herumgeschrieben habe, ich stecke mittendrin, bin eindeutig Co-abhängig und will auch da raus (ob mit oder ohne Trennung weiß ich nicht). Ich kann Dir sicher keine weisen Ratschläge geben, ich kann Dir nur sagen, dass ich glaube, dass Du keinesegs ungerecht bist sondern, dass Dein Mann mit Sicherheit ein Problem mit Alkohol hat....Du bist schon am Anfang wirklich klar denkend...Respekt....ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe und ganz viel Kraft, um zu DIR zu finden.
Lg Professorchen -
"nach der pause": es geht mir immer noch gut, war in der pause daheim, habe ein wenig küche aufgeräumt, er war nüchstern, hatte staubsauger repariert etc. ...aber ich weiß, dass das wieder mal vorübergehend sein dürfte, wie in den letzten monaten immer: " wochenlang nichts trinken und dann plötzlich 7 tage absturz" was ich nicht verstehen kann, ist einfach wie kann so was gehen, dass man wochenlang nicht trinkt und dann plötzlich tagelang (das wildeste waren 7 tage am stück) vollkommen abstürzt...???????? nun ja ich weiß, das ist wieder was ihn betreffend und nicht mich .....lg
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es ging mir jedenfalls am we gut......
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guten morgen ihr lieben leute hier,
ich hatte -man soll es kaum glauben- ein schönes und entspanntes wochenende. ich habe mir am samstag den hund geschnappt und bin megamäßig am strand spazieren gegangen, bin im bistro eigekehrt, habe eine nette touristin kennengelernt und hatte wunderbare stunden. ich habe mir pizza abends gemacht und einen coachabend, am sonntag spaziergang und sonne geniessen gewesen lächel......alles ohne ihn und ohne ihn zu fragen..ehrlich gesagt fiel mir das schwer aber gestern abend habe ich resumiert: das wochenende war klasse ...ich bemitleide mich nicht, wie kommt linde darauf? hm......vielleicht war das jetzt auch nur ein vorübergehendes aufblitzen am wochenende und es lag an der ruhe, die zuhause herrschte...ich weiß es nicht..ich weiß nur, es stimmt ich muss etwas tun....lieben gruß -
HAllo Linde, voller Selbstmitleid? Nein ich bemitleide mich nicht, siehst Du das so? hm.....ich eigentlich nicht....
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Ich fühle mich mies...echt richtig mies....ich schue seit Monaten schon immer in den Postkasten, nehme die Post raus, versuche alle finanziellen und unangenehmen uns beide betreffenden Dinge selber zu regeln...damit er ja nichts mitbekommt und wieder schreit und wieder weiter und mehr trinkt....ich bin krank, wirklich krank oder? lg uschi
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Wenn ich darüber nachdenke, dann verstehe ich es von mir selbst nicht mal mehr....heute morgen meinte er, nun sei wieder Schluss mit Trinken, aber ich glaube das nicht, denn es ist immer so, wenn er sich dann nicht meldet per sms bei mir stundenlang, hat er getrunken und schläft dann, ich sitze im Büro, kann mich nicht konzentrieren, habe gleich Wochenende und denke bereits jetzt wieder daran, hoffentlich hat er die Post nicht rausgenommen....und hoffentlich hat er nicht getrunken usw....dabei weiß ich ganz genau selber, dass ich da raus muss, ich muss raus mit Schrödi, das ist ein Teueflskreis und was ich schreibe auch mit Sicherheit vollkommen dur cheinander und schwer zu verstehen....verzeiht.....lg Uschi
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...es ist zwischenzeitlich bereits so, also ich mache mittags immer meine pause zuhause, er trinkt bei schlechten ereignissen und ich bin so irre, dass ich oftmals früher mittags heim rase, um den Postboten abzufangen und ihm die vielleicht schlechten Nachrichten nicht zu zeigen, das ist doch Wahnsinn oder? Die Angst, er könnte Post öffnen, wo etwas schlechtes drin steht bringt mich dann immer fast um....warum tue ich das?
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Immer wieder nehme ich mir vor, an den Wochenenden Dinge zu tun und sie allein mit Schrödi zu tun, die ich gern tun möchte...und dabei bleibt es dann meist auch....dann sitze ich doch nur zuhause rum und denke nach statt mir Schrödi zu schnappen und mit ihm einen langen Spaziergang zu machen....immer wieder sage ich mir, ich muss es ändern, Koffer packen, an mich denken...und dann tue ich es nicht und wenn die Trinkphase wieder vorbei ist, denke ich nicht mehr daran...und jedes Mal wenn es wieder losgeht, ist der Wunsch erneut da, zu gehen...ich kann keinen klaren Gedanken fassen...
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...und komme nicht klar, ich habe auch keine Kraft mehr irgendwas zu sagen zu ihm, er will es ja einfach nicht sehen, er fühlt sich scheinbar gut dabei...er sagte, ich solle mir keine Gedanken machen, er kompensiere und danach sei alles wieder im Lot und ich solle dann doch einfach ihn ignorieren....er will es so aber ich will es so gerade und eben nicht....
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Guten Morgen Ihr Lieben, habt Dank für Eure lieben Worte, die ich lese, aufsauge, die mich derart beeindrucken, dass ich heulend vor dem Rechner sitze...ja Yvonne, mein Schrödi leidet, wenn mein Mann loslegt, er verzieht sich dann hinter mich und klammert sich quasi fest...gestern als ich heim kam, war er angetrunken, nicht böse oder agressiv und wollte mir wieder erzählen, er sei kein Abhängiger, er kompensiere nur seine Probleme damit. Ich habe nichts gesagt dazu sondern geschwiegen. Heute morgen meinte er wieder, er habe nur kompensiert, das tue er einige Tage, dann sei es wieder gut. Aber egal wie es ist, dieses ewige Tage trinken, Tage trocken und hin und her ist es, was mir meine gesamte Kraft raubt....und mein Wissen, dass ich etwas für mich tun muss und Eure lieben Worte und teils ähnlichen Geschichten ....ja ich weiß es wohl und eire trotzdessen rum....
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und ich lese und lese und finde es beeindruckend, wie viele hier den Weg gefunden und es geschafft haben, ich freue mich für jeden einzelnen dann *lächel* und ich bekomm es momentan nicht hin, obwohl ich weiß dass es keinen anderen Weg gibt....wenn ich daran denke, gleich heim zu fahren, so freue ich mich nur auf meinen Hund.....mir bricht das Herz, ihn anzusehen und zu wissen, er will es nicht ändern.....und ich muss es ändern um nicht mit unterzugehen....
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Du hast so recht Linde, nur wie setze ich das bloß um? Mir fehlt da irgendwie das WIE.....
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Und wie bekomm ich den Dreh zu gehen? Ich weiß es nicht, ich habe schon tausend mal gedacht, endlich zu gehen, den Schritt zu machen...und dann zack bin ich nicht gegangen und harre weiter aus immer wieder hoffend, es wird alles anders....das ist vollkommen beschruppt ich weiß das....
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Ich frage mich immer wieder, woher soll ich die Kraft nehmen zu gehen, ich kann das irgendwie nicht, ich bekomme es einfach nicht gebacken...und frage mich warum eigentlich nicht und weiß es nicht einmal warum nicht....
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...weil ich nichts geändert habe, auch das weiß ich....
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Ich weiß, dass es ein Jahr her ist Linde, ich weiß es....und es hat sich nichts geändert...ich weiß
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Ich weiß überhaupt nicht auf was ich warte irgendwie, es wird von außen nichts passieren, ich weiß das, ich weiß auch, dass ich selbst etwas tun muss für mich und meinen Wunsch, ein ruhiges Leben zu führen, klar , ich weiß das alles, nur ich bin blockiert. Immer dann, wenn er wieder nicht trinkt für Tage oder Wochen kommt die Hoffnung zurück in der Zeit, ich kann das schlecht in Worte fassen, obwohl ich weiß, dass es keine Hoffnung gibt und dass er über kurz oder lang von vorne loslegt mit dem Trinken.....lg uschi
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Hallo Ihr Lieben, da bin ich wieder, es hat sich nichts geändert. meine Mama war ja bei uns zu Besuch, er hat getrunken bis zum22.09.2009 und dann aufgehört und bis exakt zum 06.10.2009 keinen tropfen getrunken, ich bin nicht (ich weiß es war falsch) zum Termin bei der Beratungsstelle gegangen. Nun trinkt er seit Dienstag. An diesem Tag erhielten wir per Post eine Nachricht vom Gericht, nichts schlimmes nur die Folge des Ärgers mit unserem Miteigentümer, also etwas worauf man mit Sinn und Verstand reagieren sollte und womit man Erfolg hat. Er fühlte sich gleich schlecht und als ich abends vom Büro heim kam zack, da stand hinterm Sofa die halbe Flasche Bacardi, die andere Hälfte hatte er sich einverleibt....der Abend war schlimm...das volle Programm Schreien, Brüllen Beschuldigen, bis ich eine Etage tiefer mit Schrödi (mein Labi ) gegangen bin und dort auch geschlafen habe.Mittwoch kein Schreien mehr, er hat geputzt und gekocht und....getrunken, er streitet ab, ich finde heute morgen leere Wodkaflasche nebst halb leerer Flasche. Er sagte dann, es sei ein reines Kopfproblem, er komme schon klar er hole sich aus dem Loch ....beim kleinsten Problem wird getrunken tagelang und dann plötzlich Schluss...Entzug...Reue....einige Wochen lang bis zum nächsten Mal, wenns nen Problemchen gibt und das Leben kein ruhiger Fluss ist....und ich weiß, dass das was ich tue falsch ist...ja sorry, ich weiß, dass ich aufhören sollte, mitr was vor zu machen, immer wieder zu glauben, wenn er dann wochenlang nicht trinkt juchhu Hoffnung, endlich ist es vorbei...dabei weiß ich doch, es wird nie vorbei sein.....was tue ich? Ich lebe damit vom Hoffen zum Bangen , von Panik und Angst zu wiederum Hoffen....das einzige, was ich bislang geschafft habe, ist mit Schrödi rauszugehen und ihn zu ignorieren statt zu diskutieren.....was wird passieren, was muss passieren, damit ich endlich begreife? wie ?
lg Uschi