Beiträge von Roa

    statt sofort zuzusagen, wenn eine Freundin zwei Tage bei mir pennen will, kurz bevor ich meine klausuren hab, also jede menge stress, habe ich sie gebeten, ob sie nicht doch noch einmal überlegen kann, dass es sich arrangieren lässt, dass sie nur eine nacht bleibt, auch wenn das heißt, dass sie um 6uhr morgens rausmuss und so sachen.

    Ich stelle meine Bedürfnisse nicht mehr grundlos hinter die von andere.

    Liebe Weitsicht,

    jetzt wo dus schreibst werden mir auch meine Gründe klar

    Zitat von Weitsicht

    Ich habe auch grosse Angst davor, dass ich vielleicht durch unbedachte Worte sie/ihn verletzen könnte und er/sie dadurch wieder Trinken würde.

    Das ich da nicht früher drauf gekommen bin.

    Jahre lang hab ich ja vorgespielt bekommen, meine Worte können Auslöser für meine Mutter sein zur Flasche zu greifen.

    Warum also auch nicht bei anderen Alkoholikern, ob nun trocken oder nicht.

    Das Risiko wieder ungewollt für die Krankheit anderer Verantwortung zu nehmen, ist mir zu hoch.

    Ich halte mich ja auch im realen Leben fern von Menschen mit Alkoholproblemen, warum sollte ich hier gegenteilig agieren!

    Danke dir, dass du deine Gedanken darüber geteilt hast.

    Roa

    hallo almacya,


    Zitat von almacya

    Ich habe Schwierigkeiten mit meinem Selbstvertrauen, aber ich glaube das kommt eher durch meine Eltern. Vor neuen Situationen habe ich manchmal Angst, aber das ist keine richtige Panik.

    das kann ich nur unterschreiben

    Roa ;)

    Hey!

    Zitat von Krümel89

    Mir ist heute aufgefallen das ich durch das schreiben hier und das lesen schon kleinere Fortschritte mache...ich halt emir immer vor ich bin nicht alleine und andere habens geschafft und ich schaffe es auch. So lebt es sich schon ein Stück weit besser.

    das freut mich :)

    Zitat

    weil ich es für mich selbst überflüssig finde..ich frage meistens die mädels hier ob se mit mir was essen gehen oder so! damit ich mich vernünftig ernähre und ich bin furchtbar sparsam..

    na das solltest du ändern, nimm dich selbst wichtig, aber ich hab das gefühl da biste schon dabei ;)
    muss man sich halt echt erstmal dran gewöhnen.
    auf einmal so viel verantwortung für andre los zu sein

    Zitat

    ich hoffe du hattest einen schönen Tag?!

    och ja, war einer dieser tage an denen meine stimmung extrem schwankt, zwischen selbstmitleidig und gestresst zu fröhlich und relaxt. das is immer komisch so viel gefühlsverwirrung, und anstrengend.
    wenn jede kleinigkeit ein ausläser sein kann für den nächsten wechsel.

    ich werd jetzt schnell was essen, aber hab leider noch einiges für die uni zu tun heut abend.

    wie war dein tag heut? wünsch dir jedenfalls nen shcönen abend ;)

    Roa

    Hi almacya,

    ich denke auch, es würde einfach so oder so nichts bringen ob du was sagst zu ihrem umgang, also spar dir die mühe.

    das kenn ich gar nicht von zu hause, meine mutter hat praktisch keine bekannten und freunde, also weder 'gute' und 'schlechte' gesellschaft.

    außer eine freundin, bei der sie auch zeitweilig während ihres entzuges war, aber was bewirken konnte die frau natürlcih auch nicht.

    gruß, roa

    Liebe Steffi,

    Zitat von Steffi1301

    Ich WOLLTE ja auch immer wissen, was los ist, auf dem neuesten Stand sein, vielleicht doch mal eben noch kurz was dazu sagen, schlichten, unterstützen, weiß der Geier was.

    schlichten, immer noch mal meinen Senf dazu geben, das kenn ich auch nur zu gut. :roll:

    und "wie ein einziger tag" kann ich auch nur empfehlen ;) einer meiner lieblingsfilme.

    "PS: ich liebe dich" hab ich mir aber nicht anschauen mögen, will mir meine Fantasie nicht zerstören. Das Buch war so wunderbar, das will ich so erinnern, wie ichs mir vorgestellt hab beim ersten Lesen.

    Aber dein Freund hat schon Recht: wieso tuen wir uns das immer wieder an? Dieser Drang zum Leiden. Und diese ständige Verbindung von Liebe und Leiden die uns da vorgegaukelt wird.

    Aber weißt du was, immer noch besser als irgendwelche filme über hirnlose axtmörder. ;)

    Ich wünsch dir nen schönen Abend, Roa

    Hallo Krümel,

    Zitat von Krümel89

    von Tag zu Tag kriege ich schlechtere Laune wenn an diese "Feier"tage denke.


    "Feier"tage - da schreibst du was wahres. Geht mir auch so, bei uns is das immer ein Riesenschauspiel. Werds mir dieses Jahr so schön wie möglich machen und freue mich auf meine Schwester und Freunde, die auch alle nach Haus kommen.

    Zitat

    Aber jetzt bleibe ich bis zum 19ten von zuhause weg...


    ich auch ;)

    Zitat

    Ja ich habe hier ein paar Leute kennengelernt,aber das dauert halt auch ne zeit vertrauen mit anderen zu knüpfen.

    ja, fällt mir auch nicht leicht und es haben mich schon nach so kurzer zeit, die ersten enttäuscht, aber ich hab inzwischen drei mädels hier mit denen es schon richtig eng ist :)

    aber das kommt mit der zeit und dann fühlste dich auch nicht mehr so einsam mit sicherheit ;)

    Zitat

    wenn ich feiern gehe dann trinke ich auch mal gut einen. Ich bin seit dem ich 15 bin nie wieder wirklich abgestürzt, ab einem Punkt hör ich einfach auf ( um niemals die kontrolle über mich zu verlieren

    ja, die Kontrolle verlieren, all das will ich auch nicht mehr. Darum trink ich bloß noch wenig und wenn mir danach ist

    Zitat

    Ich trinke keinen Alkohol wenn ich Stress oder Probleme habe.

    und ebenfalls nicht als problemlösung. wenn ich das höre oder merke wie ich es selbst denke (lässt sich nicht vermeiden, schließlich hat mans so lange vorgelebt bekommen, da kommt die idee wie von selbst auf "jetzt was trinken, dann vergisste alles") dann klingeln bei mir alle alarmglocken.

    Zitat

    Allerdings habe ich auch meine Prinizipien. jedoch bin ich seitdem 15ten lebensjahr Raucher...also einer sucht bin ich doch erlegen...trotz das ich asthma habe.

    ja, ich häng gern viel zu lang vorm pc (sieht man ja bei meinen prompten antworten), auch ne sucht, leider zu schwer bekämpfen, weil ich den pc ja auch benutzen muss, lässt sich also nur einschränken.

    ein satz von dir hat mich allerdings aufhorchen lassen: du trinkst unter anderem kontrolliert um...

    Zitat

    immer auf meine Mädels aufpassen zu können

    das klingt sehr nach typischem co-verhalten. auch deine mädels sind alt genug um einschätzen zu können was alkohol bewirkt. es ist also ihre entscheidung, wenn sie sich betrinken.

    ich hab mich auch schon um kotzende freundinnen gekümmert. klar wenns jemandem sehr schlecht geht verweigere ich die hilfeleistung nicht. aber grundsätzlich geb ich acht mich nicht zu sehr zu kümmern.

    ich hab schon betrunkenen freunden das glas weggenommen etc. und im selben augenblick gemerkt, dass ich mich verhalte wie bei meiner mutter, versuche den alkoholkonsum der anderen zu kontrollieren. und das tut mir nicht gut.

    und ich denke auch es birgt die gefahr später co-abhängig zu werden, vielleicht sogar an einen trinkenden ehemann zu geraten.

    ich lass eine betrunkene freundin nicht allein nach haus fahren, wenn ich auch auf der party war und den selben heimweg hab, klar, aber wenn sie sich beim absteigen samt fahrrad hinlegt, dann muss sie sich selbst aufrappeln. und ich sag keinem wie viel er trinken soll und ob überhaupt. ich will den kampf nicht weiterkämpfen. nicht immer wieder die gewohnte situation von zu hause inszenieren...

    denn ich weiß ich kann den kampf nicht gewinnen.

    meine freunde sind selbst für ihr leben verantwortlich. ich weiß nicht, ob dus gelesen hast, aber ich habe auch leute in meinem bekanntenkreis von denen ich denke, dass sie bereits abhängig sind.

    aber das ist nicht mein problem, nicht meine schuld und ich kann es nicht ändern.

    Ich wünsch dir einen schönen Abend, Roa

    Liebe Weitsicht,

    Zitat von Weitsicht

    Danke Roa für Deine Rückmeldung


    ich danke dir, dass du das thema mal angeschnitten hast.

    Zitat

    sprach ein trockener Alkoholiker zu ihnen. Müssten mehr Menschen dazu bereit sein.

    ja, finde ich auch, dass würde unsere gesellschaft sehr viel weiter bringen. es ist und bleibt ein tabu-thema. und auch wenn andere drogen mehr in der öffentlichkeit diskutiert werden, wird alkohol gerne außen vorgelassen. "nimmt" ja schließlich jeder.
    wenn man mal was hört, dann über all die schlimmen jugendlichen, die alle nicht mit alkohol umgehen können und mist bauen. na, von irgendwo müssen sie es ja gelernt haben!! aber davon hört man nur sehr selten mal was in den medien.
    habe ich auch vorgestern in meinem thread geschrieben. wie mich eine freundin, nachdem ich erzählt hatte, dass ich nur noch wenig trinke nach ner zeit wo ich auch mal bis zu erinnerungslücken betrunken war, doch tatsächlich aus spaß alkoholikerin nannte. schon das wort hört man bei jugendlichen fast nie im ernsthaften gebrauch. so als ob es keine krankheit wäre eben.
    Das schlimme ist, genug der Leute haben selbst im Verwandten/Bekannten-kreis, ob engeren oder weiteren, irgendwie Erfahrung mit dem Thema, aber lieber machen sie die Witze mit, als das Thema mal ernsthaft anzuschneiden, da würde man ja nur blöde sprüche abbekommen.

    Find ich erstaunlich die Einstellung deines Sohnes. Gerade Jungs stehen ja unter noch größerem Druck mitzutrinken und für mich war der Druck schon zu viel in einem meiner Freundeskreise.

    Zitat

    Wir hatten unsere Kinder immer aufgeklärt, da es in unserer beider Familien vorkam, dass der Alkohol unser Familienleben erheblich in unserem Leben einschränkte, und wir dadurch ungesunde Verhaltensweisen entwickelt hatten.

    das finde ich sehr wichtig. Das habe ich auch vor, wenn ich mal Kinder habe.

    Zitat

    denke dass Suchtstruktur nicht ganz auszulöschen ist, man es unbewusst von Generation zu Generation, in irgendeiner Weise weitergibt (Wieviele Süchte und Abhängigkeiten gibt es heute?). Das macht mir etwas Angst

    Das geht mir auch so, ich hab Angst davor ein solches Verhalten weiterzugeben. Familienkrankheit bedeutet bei Alkohol auch eine Krankheit über Generationen hinweg.
    Und ja es gibt so unheimlich viele süchte und leicht zu erkennen sind sie bei weitem nicht, suchtverhalten ist eben auch irgendwie menschlich

    Zitat von Roa

    es geht eben nicht darum, wie ihre familie sich bei allem gefühlt hat. ganz ganz vorne steht die bekämpfung ihrer sucht.

    Zitat von Lorren1

    das ist doch unmenschlich Hoch Drei, ich sollte doch wissen wollen, wie meine Familienmitglieder Fühlen und Denken und ihre Bedürfnisse altersgerecht stillen wollen und sie fordern und fördern. Wieso haben sie ansonsten Kinder gewollt. Das geht mir nicht in den Kopf. Und da hakt es bei mir noch.

    ich erkläre es mir folgendermaßen: kinder wollen und vorhaben sich richtig um sie zu kümmern ist eine sache. wenn aber dann der alkohol ins spiel kommt und darum bei der kindererziehung versagt wird führt das erstmal zu schuldgefühlen. schuldgefühle holen dich aber auch nicht raus aus deiner abhängigkeit. ich denke um trocken zu werden ist es notwenidig durch und durch egoistisch zu sein.

    was ich nicht verstehe: manche hier sind auch schon jahre trocken und dennoch scheuen sie das thema kinder.

    man weiß natürlich häufig nicht in wie weit sie mit ihren eigenen dinge geklärt haben oder nicht, in wie weit sowas zu persönlich ist, als dass das hier in den offenen bereich geschrieben wird.

    dann wiederum: wenn sie trocken sind, wenn sie gelernt haben, verstanden, und nun ein gesundes leben führen - warum wollen sie das nicht auch im offenen bereich teilen? Is da scham? vielleicht besonders was die kinder betrifft?

    Das sind jetzt alles nur vermutungen, vielleicht unfair, ich weiß nicht, ob sie das hier auch mitlesen.

    Zitat

    Ich einer Illusion aufgesessen bin, dass beide mich wegen ihrem ängstlichen und klammerndem Verhalten eigentlich nur lieben konnten. Hilft hier die Wahrheit, den Schmerz darüber auszuhalten, um gesündere Wege zu gehen?. Verschwinden dann auch Schuld- und Schamgefühle?

    Mir schon, weg sind sie nicht, aber sie sind weniger dominant geworden, nachdem ich die Wahrheit akzeptiert habe. Und vor allem habe ich mir so selbst meine Selbstwertgefühl zurück gegeben. Es lag nicht an mir, dass mir meine Eltern keine Liebe geben konnte, wie ich sie brauchte, sie waren nicht dazu fähig und ich weiß aus welchen gründen. daraus kann ich für mich folgern, dass ich dennoch liebenswert bin. das ist unheimlich wichtig für mich.

    Zitat

    Denn sie die Trinkende habe ich eher verurteilt als meinen Co-Abhängigen Vater, das ist von meiner Seite nicht in Ordnung gewesen. Beide hatten ihren Anteil, dass sie so reagiert haben, auf Herausforderungen ihres Lebens, wie sie es getan haben. Im Grunde liebte ich sie beide.

    Ich auch, ich hab sie dennoch allem zum Trotze geliebt irgendwo, wir waren eben Kinder.
    Ich finde es auch schade, denn ich habe hier durch die Co-abhängigen meinen Vater, den ich sehr viel mehr verurteilte besser verstehen gelernt.

    Zitat

    Vielleicht sollten wir es doch mal wagen trockene Alkoholiker hier anzuschreiben, den ersten Schritt zu tun.


    das wäre vielleicht vor allem fairer, als das wir uns hier "hinter ihrem rücken" den kopf zerbrechen.

    Zitat

    Ängste sind überwindbar, wenn wir bereit sind, ohne Vorurteile, uns gegenseitig zu öffnen und uns zuzuhören.

    ja, du hast recht es wäre wünschenswert und sicher einen versuch wert.

    Liebe Grüße, Roa

    Liebe Loreen,

    ich freu mich auch sehr für dich, toll wie das gelaufen is. Da kannst du wirklich stolz auf dich sein.

    Darf ich fragen wie lange du die Mädels nicht gesehen hast? Würde mir wahrscheinlich klar werden, wenn ich die letzten 150 seiten mal überfliegen würde, aber ich muss echt ins Bett :)

    ich wünsch dir, dass es so gut weitergeht! Roa

    Hallo Nee-Cee!

    Herzlich Willkommen im Forum! Du wirst hier auf viel Verständnis von Menschen mit ähnlichen Geschichten und Problemen treffen! Ich hoffe der Austausch wird auch dich weiterbringen auf deinem weg!

    19 scheint ein besonderes Alter zu sein, immer mehr melden sich an ;) Ich bin auch 19, meine Mutter ist Alkoholikerin.

    Weswegen bist du hilf- und ratlos? Hast du durch deinen Vater auch selber finanzielle Probleme? Ist es sein oder dein Hund?

    Du kannst deinen Vater so bitter es ist nicht aus seiner Sucht befreien, das muss er schon selbst wollen.

    Was du erzählst von den Geschichten die er erzählt und für real hält, da habe ich gar keine Erfahrung mit, war er mal in psychotherapeutischer Behandlung oder irgendwas der gleichen?

    Wie geht es dir? Gelingt es dir dich auf die Schule, aufs abi, auf deinen Ziele, auf dich zu konzentrieren?

    Liebe Grüße, Roa

    Liebe Weitsicht,


    Zitat von Weitsicht

    Durch Aufklärung schon in den Schulen wäre es auch möglich, anders unsere Kinder zu begleiten, liebe- und verständnisvoller.

    ich erinner mich noch an einen ausflug in eine ausstellung zum thema sucht. ich glaube es wurden viele witze gemacht. ich weiß nicht wie es den anderen damit ging, ob es was genutzt hat. ich habe mir all die infos zu alkoholismus mitgenommen und dann noch den ganzen restlichen kram, damit es nicht auffiel, wonach ich schaute.

    mir hat das damals viel erklärt, ich glaub das war einer der punkte wo ich es eher als krankheit verstanden haben. danach haben wir alkoholismus nicht mehr durchgesprochen, zum glück, hätte mich glaub ich ziemlich fertig gemacht, mit allen klassenkameraden, während die ihre witze machen, die körperlichen auswirkungen durchzusprechen, aber an sich find ichs auch wahnsinnig wichtig das in die schulbildung einzubringen. um kinder die angst und scham zu nehmen und es vom witz zur krankheit werden zu lassen.

    Zitat

    Ich hoffe noch dahinter zukommen, wie geht es Euch so in den beiden Bereichen? Könnt ihr frei und unbefangen dort schreiben?. Fühlt ihr Euch dazugehörig?, oder eher im eigenen Bereich am besten verstanden?

    mir geht es auch so, hier fühle ich mich am besten aufgehoben. habe mich auch schon gefragt warum und finde deine erklärung sehr scüssig. wir haben was von beiden.

    und das war für mich auch ausschlaggebend bei der shg, habe mich in der für EKAs so viel wohler gefühlt.

    aber ich find es auch schön, an und dann mit den "anderen", den co-abhängigen zu schreiben, besonders als jule1 hier geschrieben hat. das kann einem auch sehr viel geben.

    allerdings kann ich mit dem forumsteil der alkoholiker nicht so viel anfangen. ich denke sie sind die größten und müssen die größten einzelkämpfer sein. es geht eben nicht darum, wie ihre familie sich bei allem gefühlt hat. ganz ganz vorne steht die bekämpfung ihrer sucht. das find ich auch richtig. aber ich weiß da auch nicht, was ich beitragen kann, wenn ich mich da einklinke. habe auch angst viel zu leicht vorwurfsvoll zu klingen, ohne das ich es will. ich denke "sie" fühlen sich auch schnell angegriffen, wenn man als kind schreibt, vermuten man wolle mit den trockenen hier abrechnen was man zu hause mit den nassen eltern nicht kann. das will ich gar nicht, aber ich hab gefühl das "vorurteil" is da und man muss sehr aufpassen mit der formulierung.

    das sind so meine ersten gedanken dazu, roa

    Hallo Esther!

    Ersteinmal wünsch ich dir einen schönen 1.Advent!

    Du fährst also jedes Wochenende nach Hause trotz der Entfernung?

    Zitat

    Ich merke einfach das ich null selbstbewusstsein hab und das mir das so super schwer fällt. Ich fühl mich sehr sehr einsam.

    das kenn ich auch vor ein paar jahren war ich das schüchternste und verschreckteste mädchen. ich hatte zum glück tolle freunde, mit denen ich ganz viel geredet habe und die mir wahnsinnig gut getan haben. und mit der zeit hab ich meiner schüchternheit immer stärker den kampf angesagt.

    einsam fühle ich mich dennoch immer noch, ich habe mir insofern die falschen typen ausgesucht, als dass es nie zu einer beziehung kommen konnte. sie waren stets unerreichbar, zu alt, vergeben, hoffnungslos in ne andere verliebt und und und.
    wahrscheinlich ist mir einfach keiner über den weg gelaufen der innerlich so unerreichbar war, dass mein unterbewusstsein es zu einer beziehung hätte kommen lassen. denn eigentlich konnte ich nähe nie ertragen, so sehr ich mich danach sehnte. ich wusste nicht damit umzugehen.
    inzwischen gelingt es mir schon viel besser, einsam bin ich irgendwie trotzdem noch. aber ich versuche mich im geduld üben.

    Zitat

    aufgefallen das ich mich mein Leben lang eig nur für andere da war.

    auch mal wieder sehr typisch für uns alle hier.

    Zitat

    genauso wie meine beste freundin durch ihre strake Persönlichkeit mir jegliche Art von Entscheidungen abgenommen hat.

    das kenn ich auch nur zu gut. ich hatte bis ich 15 war immer freundinnen, die sehr starke persönlichkeiten waren, entscheidungen für mich getroffen haben.

    und bei der "nächsten" besten freundin habe ich mich ganz stark von ihr abhängig gemacht. sie war eher ein alleingänger: ich hab mich mit ihr ausgegrenzt und hab nicht gewagt einen jungen, ihren ex-freund, überhaupt anzuschauen, weil sie mich so emotional erpresst hat. aber irgendwann hab ich mich von ihr abgegrenzt inzwischen sind wir wieder sehr gut und eng befreundet.

    Was hab ich so durchgemacht? Hm gute Frage, also so einiges findste in meinem thread ;)
    Also meine Mutter ist wie gesagt die Alkoholikerin, aber mein Vater war nie fähig mir die Liebe und Anerkennung zu geben die ich dadurch noch um so dringender gebraucht hätte. Ich hab immer gemeint, so schlimm is das alles gar nicht. Aber als ich etwa 10 war, gings mir schon sehr schlecht, schrieb in mein Tagebuch ich wolle sterben. Hatte wenig Freunde, war sehr verschüchtert. Und hab dann durch tolle Freunde irgendwie meinen Weg daraus gefunden. Hab mir auch selber viel Gedanken gemacht zu allem und bin irgendwann zu dem Punkt gekommen, dass ich nicht schuld und verantwortlich bin für meine Eltern. Hab mich also innerlich von ihnen abgegrenzt und bin vor 3 monaten ausgezogen. Seitdem mach ich mir noch mal sehr viel mehr gedanken und ziehe die verbindungen zwischen dem was mich in meinem momentanen leben unglücklich macht. wo mein geringes selbstwertgefühl, die angst vor nähe etc. her resultiert.

    ach und ich hatte auch ne phase wo ich selbst viel getrunken hab und hab mich immer unwohler damit gefühlt, gemerkt wie ich damit eigtl nur wieder mal verzweifelt um anerkennung und eine art "normalität" gekämpft habe.

    ich geh jetzt in eine selbsthilfegruppe, schreibe hier und tausche mich wieder intensiver mit freundinnen aus, was ich länger nicht getan hatte und rede auch offener mit meiner schwester.

    Lernst du denn übers Studium neue Leute kennen? Mit denen du was schönes unternehmen kannst, wenn du dich allein fühlst?

    Wie war dein Tag heute?

    Liebe Grüße, Roa