Hallo Jule,
na du legst ja ein tempo vor
Find ich gut, dass du Worten gleich taten folgen lässt
!!
und ich denke da liegst du absolut richtig, dass was du tuen kannst ist mit deinem verhalten zu signalisieren, sie können zu dir kommen.
Zitat von simmie
also ich persönlich würde auf die art der treffen mehr einfluss nehmen und zusehen, dass dies an die bedingung nüchtern geknüpft ist bzw. die kinder nicht alleine ihrem vater überlassen.
wie vorher schon erwähnt. ich würde auch treffen nur unter der voraussetzung arrangieren, dass du sicher weißt, dass er nüchtern ist und dass falls er dann was trinkt die kinder jederzeit da weg können. vor allem, dass sie auch wissen, dass sie sich in so einem fall melden sollen.
so nun zu deiner frage jule
Zitat von jule1
Wie hättest Du es Dir denn gewünscht, dass Dein Vater mit Dir spricht?
LG Jule
das ist wirklich nicht leicht zu beantworten. und mag auch vielleicht auf deine kinder überhaupt nicht zutreffen! da ist jeder anders!!!
ich glaube für mich wäre es wichtig gewesen, dass mein vater sich nicht zufrieden gibt mit meiner antwort alles sei in ordnung. dass er es mir glaubt, weil er es für sich glauben will.
in dem alter deiner töchter kreisten meine gedanken oftmals um einen satz "ich will sterben", ich bin auch vor überforderung einfach mal umgekippt, später habe ich mich selbst verletzt, als ich vllt 14 war und lügen erzählt woher die narben kämen. meine hilfeschreie wurden nicht ernst genug genommen.
ich denke aber, dass das auf die situation deiner kinder weniger zutrifft, da sie ein gesundes elternteil haben und dem anderen nicht dauern ausgesetzt sind, ich will dir hier keine angst machen.
Was du vllt eher aufnehmen könntest: ich hätte mir gewünscht mein vater hätte das alles deutlicher ausgesprochen weniger umschifft. natürlich muss man nicht eiskalt und knallhart zu seinem kind sein.
aber, es wurde so viel vertuscht "wie ging es mama heute" wurde gefragt, das sagte schon alles. aber ein offenes "war mama heute betrunken" ich glaube das wäre mir lieber gewesen. und auch nach außen hin, die lügen vor seiner familie "mama gings nicht gut, die wollte nicht mit" das hat mir gar nicht gut getan.
Inzwischen versuche ich offener darüber zu reden mit meinem Vater. auch das Wort Familienkrankheit das fällt von meiner seite häufig.
ich hätte mir aber gewünscht, dass es nicht aus meiner initiative heraus erst zu einem offenen dialog kommen kann.
also: offen sein, ehrlich sein (ohne zu verängstigen natürlich) das ist meiner meinung nach das beste, was man für seine kinder tuen kann. und sensibel sein dafür wie es ihnen geht. sich nicht immer von einem "mir geht es gut" abwimmeln lassen, wenn man eigentlich spürt, dass das nicht stimmt. sich auf sein gefühl verlassen und nicht das was man gerne fühlen will. natürlich ohne zu viel druck auszuüben oder gar zu 'nerven'.
von dem was du erzählst, habe ich aber das gefühl, dass du das meiste davon schon sehr gut meisterst, mach dir also nicht zu viel sorgen, aber bleib dran 
und wie gesagt. feste vereinbarungen was die besuche betriffr, ich denke da liegt simmie absolut richtig, dass macht unheimlich viel aus.
und versuche ihnen zu vermitteln, dass sie jederzeit sagen können, dass wenn sie ihren vater nicht mehr sehen wollen, sie jederzeit den kontakt abbrechen dürfen und sollen.
kinder von alkoholikern übernehmen viel zu schnell verantwortung für die eltern, wahrscheinlich in deinem fall nur für ihren vater, aber vielleicht denken sie "wenn ich nich hingehe gehts papa noch schlechter, er braucht mich" versuch das mal heraus zu finden, denn wenn das der fall ist, dann solltest du ihnen verbieten ihren vater zu sehen. Ihnen die verantwortung diese entscheidung zu treffen abnehmen!!!!
ich weiß man soll hier eigentlich nicht so direkte und konkrete ratschläge geben. aber deine kinder haben unheimlich glück, dass sie eine mutter haben die sich und sie befreit hat aus diesem teufelskreis.
und meinen eltern die verantwortung für ihr leben zurück zu geben, dass war der wichtigste schritt für mich aus all den schlimmen zeiten (siehe oben) herauszukommen, dass is der einzige weg für mich gewesen glücklich und gesund zu leben. niemals sollten deine kinder mit der begründung hingehen, sie wollen ihrem vater helfen, er wäre dann glücklicher oder sonst irgendwas!!
alles gute, Roa