Beiträge von malinca

    Hallo Thelma, ich kleine Heulsuse habe tatsächlich keine Tränen vergossen, auch wenn´s manchmal kurz davor war. Aber ich sehe das mittlerweile als Selbstmitleid und das brauche ich nicht. Das versuche ich mir dann immer klar zu machen. Die täglichen Telefonate waren alle o.k. Keiner stellt Forderungen, weder er noch ich. Die Kinder haben mir viel Freude gemacht und meine Familie nervt mich nicht und läßt mich mich sein.

    Freut mich für Dich und Deine Kinder, daß zumindest Weihnachten gut verlaufen ist.

    Meinen beiden Süßen (4 und 6 Jahre) die ihren Onkel (also meinen Mann) sehr lieb haben - sie haben ihn noch nie betrunken o.ä. erlebt - habe ich erklärt, daß ihr Onkel krank ist und wir deshalb jeder eine eigene Wohnung haben müssen. Das wir uns noch lieb haben, aber nicht mehr zusammen sein können, da wir uns sonst streiten. Und das es so besser für uns ist. Haben sie auch so ganz gut aufgenommen und scheinbar verstanden. Sie wissen, daß sie ihren Onkel erst sehen können wenn er "gesund" ist.

    Ich habe zu Weihnachten eine "XXXBittekeine MarkennennenS.Käferchen" bekommen, ist so blöd, daß sie schon wieder gut ist. Die soll Glück, Reichtum und Liebe herbeiwinken. Schauen wir mal.

    Bis bald, liebe Grüße Malinca.

    Hallo julchen148, das was Du jetzt gemacht hast war ein sehr guter Schritt. Das tut jetzt ganz doll weh und es wird ein harter Weg. Aber Du mußt durchhalten. Diese Sprüche "ich lass mich nicht mehr kontrollieren ect." kennen wir hier alle zu Genüge. Wie Van schon geschrieben hat, irgendein Grund gibt es immer. Was jetzt ganz wichtig ist, versuche konsequent zu bleiben. Wie sind Eure Wohnverhältnisse. Hat er die Möglichkeit woanders hinzugehen, zu nächtigen ? Du mußt jetzt ganz stark sein, denn wenn Du, nachdem Du ihn rausgeschmissen hast, gleich wieder zu Dir läßt, wird das Spielchen ewig so weitergehen. Und Du und Deine Kinder werden nie zu Ruhe kommen. Das ist alles ganz hart für Dich, aber bleib bei Dir und denke an Dich und nicht an ihn. Er ist alkoholkrank, aber mündig und erwachsen und für sich selber verantwortlich. Du schaffst das für Dich und Deine Kinder!!!! Liebe Grüße Malinca.

    Guten Morgen Thelma, ich hoffe Dir geht es heute zumindest ein klitze-kleines bischen besser?! Du machst keine Riesenschritte zurück. Du hast schon mal das ganze Rüstzeug was Du brauchst, jetzt mußt Du halt noch Deine Kräfte sammeln um es umzusetzen. Und das braucht halt alles seine Zeit. Bei dem einen gehts halt schneller, der andere braucht etwas länger. Aber auch Du wirst das hinkriegen. Und lass die Tränen einfach laufen, auch das hilft um den Druck etwas kleiner werden zu lassen.

    Ich werde hier aus Hamburg zusammen mit meiner kleinen Schwester (klein ist gut, auch schon 28 geworden) von unserer großen Schwester abgeholt und dann gehts zu unseren Eltern bis zum Wochenende. Wird auch nicht einfach werden, denn es ist das erste Weihnachten ohne meinen Mann, aber ich werde das Beste daraus machen und mich mit meiner Nichte und meinem Neffen freuen. Und wenn ich weinen muß, geh ich halt schnell mal raus.

    Bin auf jedem Fall auch die nächsten Tage Online. Ich habe extra eine Speedport für meine Eltern gekauft, damit ich auch dort mit meinem kleinen süßen Laptop mobil bin (großes Haus, PC sonst im Untergeschoß).

    Und schau, ich habe mir auch meinen kleinen Laptop gerade erst gekauft und habe das diesmal für mich getan. Und erfreue mich sehr daran.

    Also von Deinem ersten Geld in Deinem neuen Job (viel Glück und Spaß dabei) kannst Du Dir dann auch einen holen. Nach Weihnachten sind die garantiert noch viel günstiger zu haben.

    Kopf hoch, liebe Thelma und laß Dich nicht unterkriegen. Laß Dich heute auf keine sinnlosen Diskussionen mit Deinem Mann ein. Die bringen eh nichts. Und Du bist sowieso nichts schuld.

    Bis bald, ich drück Dich ganz doll!!!

    Ganz liebe Grüße aus dem hohen Norden, Malinca.

    Hallo Thelma, ich fühle mit Dir und kann Deine Gefühle total verstehen, ich konnte mich auch nicht abgrenzen. Konsequenz: Mein Mann hatte heute die Wohnungsübergabe und somit seine eigene. Seit wir die Trennung beschlossen haben können wir wieder relativ normal miteinander umgehen. Aber gib die Hoffnung noch nicht auf. Dein Mann hat seine Therapie ja noch vor sich. Und Du wirst relativ schnell mitbekommen, ob die Therapie bei ihm etwas bringt oder nicht. So kannst Du Dir in aller Ruhe Gedanken machen, wie es weitergeht. Ich schicke Dir hiermit gaaaaannnnnzzzzz viiiiieeeellll Kraft zum Durchhalten bis Januar. Liebe Grüße Malinca.

    Hallo S.Käferchen, ich danke Dir für Deine lieben Grüße und Wünsche. Da steht noch sehr viel Verarbeitung bzw. Trauerarbeit oder wie auch immer an. Wenn mein Mann ausgezogen ist werde ich mal darauf schauen, dass ich mehr an mich denke und nicht so viel an ihn.

    Ich wünsche Dir und Pandora und allen lieben Leuten hier im Forum ein friedliches und schönes Weihnachtsfest und möchte mich bei Euch bedanken. Ohne Euch hätte ich die Augen und Ohren wahrscheinlich noch lange nicht aufbekommen.

    Viele liebe Grüße, auf das 2009 alles für uns besser wird. Malinca

    Hallo Pandora, ich lebe noch. So langsam kommt Bewegung in die ganze Sache. Er hat eine Wohnung zum 01.01.2009 bekommen, bzw. die Übergabe soll morgen schon stattfinden. Ich habe meinen Mann 4 Wochen nicht gesehen, aber tgl. mit ihm telefoniert. Die Telefonate waren aber ganz sachlich und ohne Verletzung. Heute habe wir uns das erste mal wieder gesehen. Es ging um seine Wohnung und wie wir alles regeln wollen. Auch dieses Gespräch war sachlich, aber emotional doch sehr anstrengend. Aber wir wollen uns beide nicht mehr verletzen und wollen versuchen Freunde zu bleiben. Ich hoffe wenigstens das klappt. Denn ganz loslassen kann ich noch nicht. Der Auszug bedeutet zwar die entgültige Trennung als "Paar" und darüber sind wir uns beide im Klaren. Und auch sehr traurig, aber wir haben beide begriffen, dass das díe einzige Chance für uns ist, uns nicht ganz zu verlieren. Ich habe das Gefühl mein Mann ist am Anfang eines guten Weges und ich wünsche ihm dafür nur das Beste. Übermorgen fahre ich zu meiner Familie für 5 Tage, ich weiß, daß die Feiertage (die ersten seit 15 Jahren ohne ihn) nochmal sehr traurig für mich werden, aber auch das wird vorbeigehen. Ich bin froh, daß jetzt doch alles schneller ging als gedacht und unser "Leidensweg" jetzt doch nicht so arg lang war, wie ich es hier im Forum schon so oft gelesen habe. Mein Mann hat, nachdem ich alles an ihn abgeben habe, schon sehr viel selbst gemacht. Spricht Termine bei Therpeuten für die Anschlußbehandlung nach dem Klinikaufenthalt, Termin beim Psychologen wg. der Medikamente , Termin wg. Umschulung beim Rentenversicherungsträger, Zahnarztbesuch ect. Also es geht also. Ich lass jetzt eh nur noch alles auf mich zukommen und wenn ich halt weinen muß, dann laß ich das auch zu. Liebe Grüße Malinca.

    Hallo Gotti, vielen Dank für Deine Zeilen. Ich habe dieses Forum auch sehr spät gefunden. Bin aber froh, daß ich es überhaupt gefunden habe. Sonst wäre ich überhaupt noch nicht annähernd soweit. Als ich mich durch viele Threads gelesen habe, wurde mir klar - ich habe zwar auch viel gelitten, aber im Gegensatz zu anderen Schicksalen, habe ich es bisher zwar auch nicht leicht gehabt, aber ich will nicht das es mir noch schlechter geht. Und ich habe begriffen, mein Leben kann niemand anderes für mich ändern, nur ich alleine. Und da ich leben will (d.h. für mich Freude am Leben haben und die guten Seiten des Lebens wieder sehen) muß ich etwas tun. Und sicherlich gibt es immer mal wieder schlechte Tage, aber mittlerweile kann ich diese zumindest ganz gut verarbeiten und sie sind nicht mehr so häufig. Und für mich gibt es kein Zurück mehr. Z.B. habe ich überlegt, ob ich Weihnachten daheim bleibe, damit mein Mann nicht alleine ist (er hat ja sonst niemanden). Aber dann habe ich mir gesagt, nein Du fährst zu Deiner Familie. Er hat die Wahl und hat sich gegen mich entschieden. Die Konsequenzen muß er dann auch tragen (auch wenn mir am Heiligabend sicherlich ein paar traurige Gedanken durch den Kopf gehen werden-auch die werden vorbeigehen). Und jetzt freue ich mich schon auf meine Nichte und meinen Neffen, die ich über alles liebe. Und die wären sicherlich sehr traurig gewesen, ihre Tante Malinca nicht zu sehen. Aber ich habe auch eine tolle Familie, die mich liebt und sehr verständnisvoll ist. Sie sind auch bestens über die Alkoholkrankheit informiert und demzufolge ist mein Mann für sie auch nicht der "schlimme Alki" sondern sie sehen die Gesamtsituation und das hilft auch ungemein. Ich wünsche Dir auch ganz viel Kraft für Deinen Weg und eine noch schöne Weihnachtszeit, viele liebe Grüße Malinca.

    Hallo Pandora, ich verstehe schon was Du meinst. Mir ist auch bewußt, daß mich mein Mann, selbst wenn er eine eigene Wohnung gefunden hat, noch ein ganzes Stückchen meines weiteren Leben begleiten wird. Auch die Sorgen um ihn und seine Gesundheit. Mir wäre es so wichtig zu wissen, daß er sein Leben auf die Reihe bekommt und wieder glücklich wird oder zumindest ein einigermaßen zufriedenes Leben führen kann. Ich versuche aber auch mittlererweile mich in den Vordergrund zu stellen und wenn mich so arg schlechte Gefühle überkommen (Mitleid ect.) dann denke ich immer "Stopp Malinca - Du mußt an Dich denken - Du mußt für Dich sorgen. Und mit diesen "Selbstaufrufen" klappt das mittlerweile auch ganz gut, so lasse ich kann ich auch mein Selbstmitleid ganz gut ausblenden. Therapeutische Hilfe habe ich noch nicht in Anspruch genommen. Das werde ich tun, wenn er seine eigene Wohnung hat, um dann alles verarbeiten zu können. Im Moment verdränge ich ziemlich viel, was für mir für den jetzigen Zeitpunkt auch richtig erscheint um meine Kraft zu behalten, anschließend möchte ich aber alles für mich aufarbeiten und das wird wohl nur mit therapeutischer Hilfe gehen. Ich bin froh, daß ich meine "Hobbytherapeuten" - meine Familie und Freunde habe die wirklich ganz tolle Personen sind denen ich für ihre Geduld und ihr Verständnis unendlich dankbar sind. Sie fordern nichts von mir, sondern lassen mich meinen Weg mit meiner Geschwindigkeit gehen. Punktum es ist für uns alle ein schwerer, steiniger Weg. Aber wir werden das schon schaffen, liebe Pandora. Wir müssen uns nur unsere Zuversicht bewahren und an uns glauben. Viele liebe Grüße, Malinca.

    Hallo Pandora, ich bin auch schon 15 Jahre mit meinem Mann zusammen. Die Alkoholproblematik ist mir erst vor 1 Jahr bwußt geworden und nach dem Procedere (Entzug, Tagesklinik) habe ich ihm gerne zu Seite gestanden. Und es gab immer Tage, Wochen, Monate wo es super lief. Momentan ist er gerade im KH aufgrund schwerer Depressionen. Ich habe ich mich jetzt nach dem üblichen Hin- und Her dazu entschieden, daß wir getrennte Wege gehen. D.h. er muß sich jetzt während des KH-Aufenthalts eine Wohnung suchen und damit das ganze etwas schneller geht, helfe ich ihm dabei. Sprich suche ihm Wohnungsangebote raus, damit ich bald meine Wohnung für mich habe. Mir ist es auch unheimlich schwer gefallen, mich zu lösen. Aber ich habe gemerkt, daß die Hauptgründe dafür nur noch Mitleid waren, ich glaube man verstehts Anfangs noch als "Liebe", aber wenn man es schafft hinter die eigene Fassade zu schauen und mit sich ehrlich zu sein ist es keine Liebe mehr, zumindest nicht die Liebe zu einem Partner, sondern eher die Liebe wie zu seinem Kind. Und dann habe ich mich gefragt, wielange ich so noch weiter leben möchte. Ich habe auch wie Melinak nichts mehr essen können und wurde so auch stark untergewichtig. Und mein Volltagsjob mußte trotzdem bewältigt werden, immer nett und freundlich obwohl man nur heulen könnte. Obwohl es jetzt kurz vor Weihnachten ist, habe ich die Einsicht gefunden, dieser Lebensabschnitt ist für mich beendet. Und ich habe schon ganz viele Pläne für die Zeit nachdem er endlich ausgezogen ist. Und sicher werde ich dann noch oft an ihn denken, aber ich habe die Verantwortung für sein Leben wieder an ihn abgegeben und die Verantwortung für mein Leben wieder übernommen. Versuche mal ganz egoistisch an Dich und Deine Kinder zu denken. Du hast ein Recht darauf. Durch dieses Forum habe ich soviel und so schnell gelernt. Ich habe meine Familie und meine Freunde über meine Co-Abhängkeit und die Alkoholkrankheit meines Mannes aufgeklärt und ihnen auch genau das Krankheitsbild beschrieben und dadurch ist es auch für sie leichter mit mir umzugehen und mir in bestimmten Situationen zu helfen. Z.B. sage ich dann zu ihnen, bitte hört mir einfach nur zu und wertet nicht. Und das hilft auch ungemein. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und sende Dir ganz liebe Grüße Malinca.

    Hallo Trudchen, ich würde Dir empfehlen eine Psychologe/in (Facharzt für Neurologie/Psychatrie) aufzusuchen, die können Dich dann am besten beraten, bzw. Dir einen Therapeuten empfehlen. Was die Selbsthilfegruppen angeht - such doch mal eine Suchtberatung auf. Die beraten auch die Angehörigen von Alkoholikern und können Dir diverse SHG an Deinem Ort nennen und Dir auch sonst ganz gut helfen. LG Malinca.

    Hallo Trudchen, ich bin zwar erst 36, trotzdem war es nicht eínfacher mich von meinem Mann zu lösen. Aber so wie Du schreibst, hörst sich das schon richtig gut an. Ich "höre" daraus, daß Du die Kraft hast das alles zu schaffen. Ich bin auch immer wieder "hingefallen", aber ich sage mir heute - alles ist besser als diese Beziehung weiterzuführen. Denn davon profitiert nur einer, und daß bin nicht ich. Und jetzt wo ich den Mietvertrag auf mich alleine ändern konnte und er sich eine Wohnung sucht geht es mir schon viel besser. Lieber alleine und zufrieden mit mir selber. Und auch wenn es mit 36 vielleicht leichter ist als mit 60 einen neuen Partner zu finden. Ich will gar keinen mehr. Ich glaube man muß einfach anfangen sich selber anzunehmen auch wenn sich das immer so leicht sagt. Und ich finde Du hörst Dich sehr kommunikativ an, es wird für Dich bestimmt nicht schwer wieder auf andere Leute zuzugehen. Distanziere Dich einfach deutlich in Deiner Umgebung von Deinem Mann. Wenn mich jemand auf den meinigen anspricht, sag ich jetzt immer sie sollen sich an ihn wenden. Mich geht das nichts mehr an. Laß Dich nicht quälen mit irgendeiner "Tussi". Schreib ihr eine Glückwunschkarte und schenke ihr Deinen Mann und wünsche ihr viel Spaß mit ihm. Das hört sich zwar ziemlich sarkastisch an, aber ich finde Du bist mit Deinen 60 Jahren jung genug um noch ganz viele, viele schöne Jahre zu haben. Liebe Grüße Malinca.

    Hallo Milkie, die Therapie die mein Mann gemacht hat war leider ohne Familientherapie. Deshalb habe ich da keine Erfahrungen. Wenn ihr ein Haus habt, besteht da nicht die Möglichkeit, daß jeder sein eigenes Zimmer bzw. seinen eigenen Wohnbereich hat. Du hörst Dich nämlich ziemlich verzweifelt an und Du brauchst, glaube ich erst mal ein bischen Abstand und Luft zum Atmen und zum Nachdenken. Klar kannst Du ihm noch eine Chance geben, aber sage ihm, daß Du nicht mehr bereit bist mit einem nassen Alkoholiker zusammenzuleben. Hab Dein Mann denn schon einen Termin für eine Therapie? Denn wenn er nach der Entgiftung gleich wieder so weiter macht wie vorher, ist die nächste Entgiftung ja vorprogrammiert. Gab es nicht die Möglichkeit für ihn auf der Entgiftungsstation zu bleiben, bis er einen Therapieplatz hat? LG Malinca

    Hallo Lilly, nach meinem Urlaub komme ich jetzt endlich zum Antworten. Du hast recht, ich hatte immer einen Partner an meiner Seite, mein erster Freund war nicht süchtig und eigentlich ein sehr netter und guter Mensch. Ich war sehr jung und habe ich Hals über Kopf verliebt in meinen jetzigen Mann und zwei Jahre später waren wir verheiratet. Du hast auch recht, daß ein vollkommener Kontaktabbruch das Beste für mich wäre. Ich kümmer mich jetzt auch nur noch insofern, daß ich die Unterlagen für die jeweiligen Wohnungsbewerbungen erstelle, daß mache ich aber nicht für ihn, sondern für mich. Damit ich (im Moment noch unsere gemeinsame Wohnung) bald für mich alleine habe. Dann habe ich mir fest vorgenommen erstmal auf Abstand zu gehen und nur noch das zu tun, wobei ich mich wohlfühle, was ich vor mir (ohne schlechtem Gewissen) verantworten kann. Denn ich möchte jetzt, das es mir recht bald wieder gut geht. Mittlerweile habe ich irgendwo Kraftreserven gefunden oder nenne es Überlebenswillen, ich möchte wieder L E B E N für mich!!!!! Nur noch für mich Verantwortung übernehmen. Und mit Eurer Hilfe werde ich das schaffen, sicher wird auch die Einsamkeit mal "heimtückisch" einfallen, aber wie hier schon viele geschrieben haben, wir waren doch oft sehr einsam trotz Partner. Also wird auch das wieder vergehen. Liebe Grüße Malinca.

    Hallo Milkie, ich habe dieses Forum erst gefunden, als ich schon ziemlich am Ende war. Ich habe auch keine Trennung gewollt und habe gedacht es würde ohne gehen, bin mehrere Male ausgezogen, wieder eingezogen, habe Konsequenzen angedroht und dann doch nicht eingehalten. Also so ziemlich alles falsch gemacht. Mein Mann hat Entzug und Therapie gemacht und war dann ein halbes Jahr trocken, im Nachhinein nennt man das wohl Trinkpause. Ich habe mich auch "geändert", aber das war nicht mehr ich. Ich habe all meine Kraft für den Erhalt der Beziehung aufgebracht und es hat alles nichts gebracht. Nachdem ich soviele Fehler gemacht habe, kann ich Dir nur raten trenne Dich. Du mußt Dich nicht gleich scheiden lassen. Aber wenn Du die Möglichkeit hast, Dir eine eigene Wohnung zu nehmen, dann mach das. Wenn Dein Mann dann eine Therapie macht und er dann immer noch mit Dir zusammensein möchte und Du das dann auch noch willst, besteht immer noch gute Chancen sich wieder langsam anzunähern. Aber Du braucht ganz viel Ruhe für DICH und die wirst Du mit ihm in einer Wohnung die nächste Zeit nicht mehr haben. Denn selbst wenn Dein Mann die Therapie durchzieht, wo soll dann erstmal das Vertrauen herkommen? Ich weiß das klingt jetzt richtig deprimierend, aber ich weiß wovon ich rede. Wie gesagt ich habe auch immer gedacht, es muß doch einen anderen Weg geben, aber eine räumliche Trennung ist wirklich das Beste. Und besonders für Dich, Selbstmord liebe Milkie, warum willst Du Dir das Leben nehmen, da warten bestimmt noch viele schöne Dinge auf Dich. auch wenn es Du im Moment denkst das Leben hat sich gegen Dich verschworen. Ich habe auch lange gebraucht um das einzusehen. Jetzt bin ich getrennt und mein Mann wird bald in eine eigene Wohnung ziehen und soll ich Dir was sagen, vor ein paar Wochen hätte ich noch gedacht ich würde nicht ohne ihn leben können. Aber jetzt weiß ich, ich schaffe das. Nicht für ihn, nicht für meine Familie oder sonst irgendjemand nur für mich ganz alleine. Du wirst das auch schaffen, mach immer einen Schritt nach dem anderen, aber mach nur das was Du möchtest. Laß Dir keinen Druck von Deiner Familie ect. machen. Ich habe gemerkt, wenn ich meine Entscheidungen ganz a l l e i n e treffe dann kann ich auch sehr gut damit leben. Es wird alles seine Zeit brauchen, Du wirst immer mal wieder umfallen, aber denke wirklich immer nur an Dich an Dein Leben. Und schreibe hier, wenn Du Dich traurig fühlst und laß die Tränen laufen, das hilft ganz ungemein. Ich habe meinen Mann auch über alles geliebt und liebe ihn immer noch, aber ich weiß das Beste für uns beide ist ein klarer Schnitt. Sonst gehen wir beide kaputt. Mein Mann versucht auch heute noch die sogenannte Co-Knöpfe zu drücken, aber jetzt durchschaue ich es halt und laß mich nicht mehr manipulieren. Milkie Du schaffst das, ich wünsche Dir ganz viel Kraft und alles Liebe, Malinca.

    Hallo Lilly, ich bin bei Amazon auf das Buch gestoßen und hab es hier empfohlen, da in den Kundenrezessionen viele trockene Alkoholiker geschrieben haben, daß sie dieses Buch sehr hilfreich im Krankheitsverständis ist. Und in den Kundenrezessionen stand auch, daß diese Bücher entweder auf Entzugs-Entwöhnungs- und Langzeittherapie gelesen worden ist. Sonst hätte ich es hier nicht angebracht. Viele Grüße Malinca

    Hallo Hartmut, genau diese Buch meine ich. Nach lesen dieses Buches habe ich einen gutes Krankheitsverständnis. Ich habe viele Bücher gelesen und fand das am Besten. Meinem Mann habe ich es auch empfohlen, aber durch den Rückfall hatte er kein Interesse daran. Viele Grüße Malinca.

    Hallo Tina, ich bin Co-Abhängige. Mein Partner hat nach seinem Entzug 6 Monate nichts getrunken und wirkte super motiviert. Ich war sehr uninformiert. Nach seinem Rückfall habe ich mich dann informiert und ich würde Dir gerne ein Buch empfehlen. Dadurch konnte ich die Erkrankung und wie das alles so funktionert im Kopf verstehen. Es heißt "Alk". (und ist, glaub ich von Simon Borowski) Obwohl ich nicht die Alkoholkranke sondern die CO-Abhängige bin, habe ich ab dem Tag des Entzug meines Mannes (vor genau 1 Jahr) nie wieder Alkohol getrunken, und wie alle schon schreiben. Die Gesellschaft von trinkenden Menschen ist im nüchternen Zustand nur sehr schwer zu ertragen, auch wenn man nicht süchtig ist. Es ist, wie Lilly schon schrieb, eine bewußtseinsändernde DROGE, die leider frei erhältich ist. Und mit diesem Bewußtsein kommt das für mich nicht mehr in Frage. (Auch nicht "aber Du kannst doch wenigstens mit einem Glas Sekt anstoßen, Du bis doch nicht süchtig - ne, will ich haber nicht) Du hast geschrieben jetzt fällt Dir erst auf, daß man wenn man säuft ganz normal aktzeptiert wird, lehnst Du das Trinken ab muß man sich rechtfertigen. Da hast Du recht, aber das ist doch echt finster!! Aber vielleicht liest Du mal das Buch, es ist auch nicht so streng geschrieben, sondern liest sich wirklich gut. Viele Grüße Malinca.

    Hallo Thelma, nun bin ich schon in Mecklenburg, der Abstand zu Hamburg tut mir schon ganz gut. Den telefonischen Kontakt mit ihm habe ich aber nicht unterbunden (was man ja möglichst auch machen soll). Aber das kriege ich einfach nicht hin. Er hat außer mir niemanden, keine eigene Familie einfach nichts. (Er ist ja immer noch im Krankenhaus auf der Depressionsstation). Und da er jetzt ja eine eigene Wohnung suchen muß, habe ich ihm meine Hilfe und die meiner Familie angeboten. Soweit ich hier in den Threads immer lese, sollte man das auch nicht tun. Wenn ich ihn dabei aber nicht unterstütze, muß ich vielleicht noch ewig warten, bis ich meine Wohnung für mich alleine habe und mein Leben neu ordnen kann. Und ich möchte ihn Frieden mit ihm auseinander gehen, wie er dann lebt ist ja seine Sache. Ich denke mir aber, wenn man sich jetzt vielleicht (hört sich schon wieder nach Hintertürchen) endlich dazu durchringen konnte, beide Seiten, daß ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist, kann man auch freundschaftlich auseinander gehen. Sicherlich war das Leben in den letzten Jahren sehr schwer, aber 15 Jahre kann man auch vernünftig beenden. Und sollte er dann mal wieder positiv ins Leben schauen können, kann man auch einen platonischen Kontakt pflegen, wenn das der Wunsch von uns beiden sein sollte. Ich bin mit 17 Jahren mit meinem damaligen Freund zusammengezogen und von ihm dann direkt zu meinem Mann. Ein Leben ganz für mich alleine kann ich mir sehr gut vorstellen. Alle Entscheidungen selber treffen, ohne Komprisse eingehen zu müssen oder meine Bedürfnisse hinten anzustellen. Das habe ich 20 Jahre gemacht. Und da ich gut alleine sein kann und ansonsten mein Freundeskreis nicht unser gemeinsamer war, werde ich bei aufkommender Einsamkeit sehr gut aufgefangen werden. Ich frage mich sowieso wie es bei mir soweit kommen konnte. Keine Suchterkrankungen in meiner Familie, ich bin gut behütet aufgewachsen und hatte eine wunderschöne Kindheit, Eltern und Geschwister die mich lieben, Schule/Ausbildung ohne Probleme in meiner Ausbildungsfirma immer noch angestellt seit 20 Jahren, wahrscheinlich die Harmoniesucht. Jetzt habe ich wieder viel zuviel geschrieben, ging mir halt alles so durch den Kopf. Liebe Grüße Malinca.

    Hallo Thelma, wenn ich Deine Zeilen lese, Du könntest meine Zwillingsschwester sein. Ich habe auch immer wach gelegen bis er kam, dann die berühmte "unauffällige" Schnupperprobe gemacht. Leider konnte ich mein Verhalten auch nach seiner Therapie nicht ablegen. Hätte ich mir auch fachliche Hilfe geholt zum damaligen Zeitpunkt, vielleicht hätte wir dann eine Chance gehabt. Ich freue mich aber ganz doll für Dich und Deinen Mann und hoffe, dass alles nicht gut sondern besser wird. Alles Liebe, Malinca.

    Hallo Lilly, ich gebe Dir vollkommen recht. Wenn ich bei mir nach den Gründen suche, bzw. inwiefern CO-Abhängigkeitsgründe für mich zutreffen: Keine Liebessucht, keine finanzielle Abhängigkeit, keine Bequemlichkeit (denn das leben so in wesentlich unbequemer), ich denke eine von mir falsch verstandene Liebe oder Verantwortung.

    Lilly-Zitat: (ich weiß nicht wie das funktioniert)
    Richtig, alle Alkies lügen für ihre Droge.
    Bitte aber nicht vergessen, das sie KRANK sind, das also nicht aus Bosheit oder Spaß tun.

    Ich weiß das das Alkoholismus eine Krankheit ist, ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt (das Buch "Alk" war sehr hilfreich) und somit auch das es keine Bosheit oder Spaß ist.

    Heute morgen hatten wir ein ruhiges Gespräch und sind uns jetzt beide darüber im Klaren, daß ein Weg zu zweit nicht mehr möglich ist, da kein Vertrauen meinerseits mehr möglich ist (krieg ich nicht hin) und für ihn ein Zusammenleben so nicht mehr möglich ist. Jetzt herrscht ein friedliches "Abkommen", er sucht sich eine Wohnung und macht gleichzeitig seine Therapie weiter. Mal schauen wie wir beide das so hinkriegen, jeder für sich alleine.

    Ich habe heute wieder ein Schritt geschafft. Die letzten Monate war ich nicht in der Lage zu verreisen, ich konnte mich nicht davon lösen, nicht für ihn vor Ort zu sein. Jetzt sind die Koffer gepackt. Meine Eltern holen mich aus Hamburg ab, dann gehts für 3 Tage an die Mecklenburger Seenplatte und anschließend für 1 Woche zu meiner Schwester, Schwager, Neffe und Nichte nach Stuttgart. Freue mich schon sehr, denn auch dort war ich die letzten 2 Jahre nicht mehr, da mein Mann nicht wollte. (Ich hätte natürlich alleine fahren können, was wohl meine mir jetzt bekannte CO-Abhängigkeit verhindert hat.) Das bedeutet für mich schon mal ein Stück loslassen.

    Das Leben mit mir alleine, da habe ich kein Problem mit. Ich wünsche mir halt nur auch das ihm gut geht. Liebe Grüße Malinca.