• Hallo ich bins schon wieder

    ich hab ja heut früh geschrieben, voller Hoffnung daß alles wieder wird. und jetzt hab ich vor einer halben Stunde meinen Mann rausgeschmissen.
    Er war in seiner Werkstatt und ich bin runter um mit ihm zu reden. Da war die Tür schon zu so daß ich nicht einfach reinkonnte.Und dann hat er noch schnell was in seiner Hosentasche verschwinden lassen. Ich hab gefragt, was das ist aber er hats mir nicht gezeigt, das geht mir nichts an und er lässt sich von mir nicht mehr kontrollieren.
    Ich hab dann gesagt er kann mir jetzt beweisen, daß nichts mehr ist oder er soll seine Sachen packen und gehen. Das war`s dann!
    Jetzt sitz ich hir und heul und weiß nicht mehr weiter.
    Wenn jemand da ist, vielleicht könnt ihr mir schreiben.

    Danke julchen148

  • Hallo Julchen

    hast Du gut gemacht-auch wenn's sich im Moment n


    Hallo Julchen!

    das war doch mal konsequent--hast Du gut gemacht auch wenn es sich jetzt noch nicht so anfühlt.Wo isser denn jetzt?Schon weg?

    L.G. Backmaus

  • Hallo Julchen!

    Technik egal in welcher Form war schon immer eine Herausforderung für mich-diesmal hat sie gewonnen.Ich hoffe Du wirst aus diesen Textfragmenten schlau!Lach doch mal!

    Backmaus

  • Hallo julchen148, das was Du jetzt gemacht hast war ein sehr guter Schritt. Das tut jetzt ganz doll weh und es wird ein harter Weg. Aber Du mußt durchhalten. Diese Sprüche "ich lass mich nicht mehr kontrollieren ect." kennen wir hier alle zu Genüge. Wie Van schon geschrieben hat, irgendein Grund gibt es immer. Was jetzt ganz wichtig ist, versuche konsequent zu bleiben. Wie sind Eure Wohnverhältnisse. Hat er die Möglichkeit woanders hinzugehen, zu nächtigen ? Du mußt jetzt ganz stark sein, denn wenn Du, nachdem Du ihn rausgeschmissen hast, gleich wieder zu Dir läßt, wird das Spielchen ewig so weitergehen. Und Du und Deine Kinder werden nie zu Ruhe kommen. Das ist alles ganz hart für Dich, aber bleib bei Dir und denke an Dich und nicht an ihn. Er ist alkoholkrank, aber mündig und erwachsen und für sich selber verantwortlich. Du schaffst das für Dich und Deine Kinder!!!! Liebe Grüße Malinca.

  • Hallo Backmaus und malinca

    danke das ihr gleich geschrieben habt.

    Ja, er ist schon weg. Wohin hab ich keine Ahnung, er hat keine Freunde mehr und zu seinen Geschwistern keinen Kontakt.
    Er hat den Schlafsack dabei und will im Auto schlafen.

    Es tut wirklich weh und man hat schon wieder im Hinterkopf, vielleicht wirds ja doch noch, aberich versuch alles um es durchzuhalten. Es geht so nicht mehr.
    Und Bachmaus, lachen tu ich morgen oder so
    Viele Grüße

    Julchen148

  • Hallo Julchen

    natürlich ist Dir jetzt nicht zum Lachen zumute.War doof von mir.Was heute gelaufen ist war mal wieder ein absoluter Vertrauensmissbrauch und Enttäuschungen hattest Du genug!Bleib stark -wir hier im Forum unterstützen Dich so gut wir können.

    Viele Grüsse Backmaus

  • Hi Julchen,
    na, das war aber ein mutiger schritt. Hoffe sehr, dass es kein emotionaler Schnellschuss war, den Du bald bereuen wirst.
    Wenn Dir das sehr ernst war, dann ist es wichtig, jetzt konsequent zu bleiben. Ihm nicht hinterher zu telefonieren oder zu smsen und ihn sein zu lassen - in seiner eigenen Verantwortung für sein Leben.

    Jetzt hat er ja einen fantastischen Grund um weiter seiner Sucht zu frönen, denn Du hast ihn schliesslich rausgeschmissen. Zieh Dir den Schuh ja nicht an, gell? :wink:

    Und wenns heftig wird, dann geh in den Chat! Der ist seit 12.00 Uhr immer besetzt und für alle Bereiche offen. Dort findest Du jederzeit Gesprächspartner! :wink:

    Liebe Grüsse
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Ist das denn die Möglichkeit - alle Altersgruppen von Suchtkranken sind vertreten, vermutlich alle Berufe und dennoch scheint es gewisse Ähnlichkeiten zu geben, die fast schon zum weinen sind.

    Diese Keller, die von innen verschlossen werden damit kein ungebetener Gast das mitbekommt. Ach Mensch Julchen, das kenne ich ohne Ende.

    Jetzt heißt es für Dich aber ganz, ganz dolle gut überlegen. Das Problem ist nämlich, wenn ein Angehöriger inkonsequent ist, dann macht er/sie sich zum Werkzeug. Leider sagt Skybird da die Wahrheit. Einfach wird es nun nämlich nicht sein beständig in der Entscheidung zu bleiben.

    Wenn es was werden soll Julchen, dann kann er etwas dafür tun.

    Ich habe meinem damals gesagt, wenn Du irgendwann einmal fachmännische Hilfe in Anspruch nimmst und etwas gegen Deine Krankheit tust, können wir über uns sprechen. Es ist keine Schande alkoholkrank zu sein, aber sehr wohl nichts dagegen zu tun.
    Ich weiß nicht, ob wir dann noch miteinander klar kommen würden, meinte ich, das würdest Du dann ja sehen können ....

    Nun gut, bei meinem Ex wird diese Entscheidung nicht fallen und wir werden uns nicht wieder auf freundschaftlicher Basis treffen. Vielleicht ist es bei Euch anders.

    Viel Kraft und Stärke wünscht Dir
    Dagmar

  • Hallo Skybird

    ich weiß nicht, ob es ein Schnellschuss war. Ich glaub schon, daß das richtig war, aber hab auch ein fürchterlich schlechtes Gewissen weil er nicht weiß, wo er schlafen soll. Ich weiß das ist blöd, aber das Gefühl kommt halt einfach.
    Und dann das nächste Problem: was soll ich denn machen, wenn er nichts zu schlafen findet? Ich weiß, im Prinzip ist das nicht mein Problem und er hätte die Wahl gehabt aber er kann doch nicht länger im Auto schlafen. Was soll ich machen, wenn er fragt? Ich möchte nicht, daß er wieder hier wohnt bis er was eigenes hat. Und für Hotel oder so haben wir kein Geld. Bitte gebt mir ein paar Tips.

    Danke

    julchen 148

  • Hallo Dagmar ich hab ganz fest vor, konsequent zu sein. Aber was soll ich machen, wenn er so schnell
    nichts findet?

    Und das mit der professionellen Hilfe hatte er doch alles. Nervenarzt für Depressionen, Pshychotherapeuten für Kindheitstrauma,
    Nachsorge wegen Sucht , Langzeittherapie (die Therapeutin von da spricht er noch wöchentlich).

    Ich glaub wirklich, jetzt ist er dran.

    Vielen, vielen dank für eure Unterstützung!

    julchen148

  • Nichts zu schlafen findet? Ok, dann mal meine Gedanken dazu, die mir ganz spontan kommen:

      er hat Freunde / Bekannte, die ihn übernachten lassen können
      wenn keine Freunde, dann Saufkumpane, bei denen er schlafen kann
      Jugendherberge, kostet wenig
      Arbeiterwohlfahrt, können Betten vermitteln
      Suchtberatung, kennen Notunterkünfte
      Pfarrer vom Dorf / Stadt
      Sozialdienst der Spitäler
      etc...

    Und denk immer dran, ein Spruch von Spedi, der super Gültigkeit hat:

    "Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe."

    Also - kein schlechtes Gewissen machen. Wenn er will, findet er.

    Liebe Grüsse
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • auch hier möchte ich mich Skybird anschließen. Auch deshalb, weil das was ich erlebte extrem war und nicht absehbar. Von jetzt auf nachher wurde von einem friedlichen Trinker auf aggressiven Wutbengel umeschaltet, der das Haus abbrennen wollte, der sexuelle Übergriffe startete und und und. Dinge, die nicht im Vorfeld ausgeschlossen werden, sich aber auch nicht einstellen müssen. Wenn er weg ist, ist er weg. Am Besten ohne Schlüssel.....

    Sein Schlaf, seine Gesundheit, sein Rausch. Ich meinte übrigens professionelle Hilfe, nach der "nächsten" Entgiftung bzw. Therapie, nicht im aktuellen Trinkstadium....

    Julchen pass auf Dich auf, auf Deine Sicherheit und Deine Person. Du bsit es wert gut mit Dir umzugehen und kein Spielball zu sein!

    Halt Dich wacker

    lieben Gruß von Dagmar

  • Danke für die Tipps und die Unterstützung.
    Kann ich dringend brauchen.
    Und das von jetzt auf nachher hab ich leider auch mitgemacht. Ich brachte meine Tochter zur Schule und als ich heimkam hatte mein Mann Wahnvorstellungen. Wünsch ich niemanden. Und das hast du immer im Hinterkopf. Wenn er säuft kann er auch wieder kiffen(kam damals vom Kiffen)

    Schöne Grüße
    julchen148

  • Dann pas bitte ganz doll auf Dich auf liebes Julchen. Ich möchte Dir keine Angst machen, denn ich weiss, wie schwer eine Trennung ist. Auch ich kämpfe jetzt noch zuweilen mit Trauer obwohl ich glücklich bin.

    Dein Leben kann wieder zu DEINEM werden, ich würde Dir so wünschen, dass Du es schaffst stark zu bleiben um Dir die Gefahren vom Leib zu halten, die eine solche Aktion mit sich bringen kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo ich bins
    ich sitz hier rum und grübel.Hab mit meinen Kindern geredet, das war sauschwer. Sie hängen alle drei sehr an ihrem Vater. Aber es kann ja auch nicht richtig sein alle paar Wochen eine neue Tragödie zu erleben. Und zwischendurch immer Streit. Da muss ich doch die Kinder schützen (nicht vor körperlicher Gewalt) und einen Schlussstrich ziehen.

    Allerdings merk ich jetzt, wie sich ein Alkoholiker fühlen muss.
    Ich denk die ganze Zeit wo ist er, was macht er, wie gehts ihm, trinkt er........... Es wär so einfach das Handy zu nehmen, anzurufen und zu sagen, okay wir schaffen das wieder. Man weiß, auf Dauer machts dich kaputt, aber im Moment wärs so schön und einfach.

    Aber keine Angst, ich hab fest vor das jetzt durchzuziehen.

    Es haben so viele von euch geschafft, dann sollte ich das auch schaffen.

    julchen148

  • Hallo Julchen

    habe gerade gelesen was heute abend so geschrieben wurde.Ich finde es toll das Du das jetzt durchziehen willst und Du findest hier im Forum immer Zuspruch und kannst lesen wie es anderen Frauen ergangen ist.Ich denke ,Du bist in den letzten Stunden verdammt stark gewesen -toll!!!Du wirst es schaffen!

    Liebe Grüsse

    Backmaus

  • Hallo Backmaus
    ich les deine Zeilen und muss schon wieder heulen.

    Ich fühl mich auch nicht stark, ich fühl mich nur hundeelend und hab Schiss vor der Zukunft.

    Heut als er gegangen ist war er sehr vernünftig und ruhig. Aber wenn er merkt, daß ich es ernst mein wird er bestimmt bös. Ich hab keinen Job, nur nebenbei paar Jobs im Haushalt. Die Wohnung gehört uns gemeinsam und wir haben nur ein Auto und wohnen auf dem Land mit schlechter Busverbindung.
    Also wenn er will kann ers mir ganz schön schwer machen.

    Und dann denk ich wieder wenn er jetzt kapiert daß er was machen muss vielleicht wirds dann doch wieder mit uns. Besser wärs zu denken wenn ich jetzt was für mich und meine Kinder mach will ich das vielleicht gar nicht mehr!

    Liebe Grüße

    julchen148

  • Hallo Julchen

    Du hast doch heute mit Deinen Kindern geredet.Sie bekommen doch mit wenn der Vater säuft und das belastet sie auch -eben weil sie ihn lieben -wie Du auch.Das heisst ja auch nicht das es ab sofort keinen Kontakt mehr geben soll.Nur es muss u. es wird sich auch eine Möglichkeit finden eine räumliche Trennung durchzuziehen.Du u.die Kinder müssen doch mal zur Ruhe kommen.Lese hier im Forum was mittlerweile erwachsene Kinder über ihre Kindheit mit alkoholkranken Elternteilen schreiben.Mir kommen da die Tränen.Viele unglückliche Seelen die den Co-abhängigen Elternteil heute schwere Vorwürfe machen weil man sich nicht trennen konnte o. wollte o.beides.Du hast die Verantwortung-der trinkende Vater lehnt Verantwortung ab.Soll er doch drohen-die Unterstützung von Ämtern bzw."Vater Staat " steht dir zu.Du musst da nur irgendwo den Anfang machen-Du wirst Dich wundern,wer Dir noch alles Hilfe anbietet-Du musstnicht so mutlos sein.Bitte versuch'zu schlafen-morgen gehts weiter.

    Gute Nacht
    Backmaus

  • Guten Morgen Backmaus, guten Morgen an alle

    ich hab mir schon oft Sorgen wegen der Kinder gemacht weil sie so viel mitkriegen.Die beiden Großen haben als Kleinkinder schon viel mitgekriegt, dann war 10 Jahre Ruhe und jetzt gehts auch schon wieder seit 2 oder 3 Jahren.
    Meine große Tochte ist 17 und hat schon seit 4 Jahren einen festen Freund. Sie streiten sehr viel aber sie bleibt bei ihm. Hab ich das verbockt weil ich ihrs vorgelebt hab?
    Mein großer Sohn ist im 3. Lehrjahr. Er macht jetzt Pläne wie ich am besten sein Auto mitbenutzen kann und daß er sich noch einen Nebenjob sucht um mich zu unterstützen. Ich hab ihm gesagt er soll das lassen und sich um sich kümmern. Ist wahrscheinlich auch schon Co, oder?
    Ich hätte es ändern können, aber habs nicht geschafft. Aber wenn ichs jetzt durchzieh kann ich doch noch viel gutmachen bei meinen Kindern, hoff ich.
    Sogar meine kleine Tochter (7 Jahre) kommt ständig und nimmt mich in Arm zum Trösten. Alle haben das von mir gelernt.

    Heute Mittag muß ich mit meiner Mutter reden. Sie hat noch eine kleine Dachgeschoßwohnung bei uns im Haus und die möchte mein Mann mieten. Ich will ihn aber nicht im Haus haben sonst ist wieder keine Ruhe.Ich muss sie so weit kriegen sie hat nämlich fürchterlich Mitleid mit meinen Mann.(ist schon ihr Leben lang Co-Alkoholiker)

    Liebe Grüße

    julchen148

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