Beiträge von Linde66

    Hallo Erna,

    hast du aktuell Alkohol in deiner Nähe? Ist dein Zuhause alkoholfrei?

    So ein Gedankenkarussel läuft richtig rund, wenn das Suchtmittel greifbar ist.

    Ich weiß nicht so recht, ob der Spruch "aus den Augen - aus dem Sinn" hier passt.

    Aber zwecks Risikominimierung und Trigger ist die alkfreie Wohnung wirklich sinnvoll.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Lapislazura,

    ich wünsche dir einen schönen Jahreswechsel.

    Familienzusammentreffen fand und finde ich manchmal wirklich anstrengend, sogar wenn es nur für paar Stunden ist. Dann ist bei mir auch ausruhen angesagt.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Das kann man nicht wissen.

    Du könntest den sozialpsychiatrischen Dienst kontaktieren oder die Sozialstation vor Ort und nach dem Prozedere fragen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß die einem durch den Antragspapierkram helfen können.

    Die Frage ist halt, ob du das selber möchtest. Willst du den Weg mitgehen, den er eingeschlagen hat?

    Du musst das ja nicht.

    Schwierig das alles..

    LG, Linde

    Hm, leider kann ich dir da auch nichts genaues sagen. :?

    Hat er einen Pflegegrad? Das wäre vielleicht sinnvoll. Denn dann stehen ihm tägliche Besuche von einem Pflegedienst zu. Und die wiederum kennen sich mit sowas besser aus und können das einschätzen.

    Ich glaub dir, daß du solche Gedanken hast. Mein Großvater hat sich zu Tode getrunken. Das war für uns alle zuletzt daheim eine furchtbare Zeit. Ich war damals noch in der Grundschule, aber wir Kinder haben das trotzdem mitbekommen.

    Hallo Alex, hallo alle,

    Danke Alex für deine Hintergrundarbeit. Das Forum läuft ruhig und sicher auf hohem Niveau.


    Uns gibts jetzt hier seit 18 Jahren.

    Gestern wurde der 700 000. Beitrag geschrieben.

    Aktuell haben wir etwa 200 Beiträge pro Tag.

    (Die angezeigten "105,66 Beiträge" sind die Hochrechnung über 18 Jahre.)

    Es sind zu manchen Zeiten fast 30 registrierte User gleichzeitig online.

    Dazu kommen etwa 1300 Gäste, die über den Tag verteilt still im Forum mitlesen.

    Aktuell haben wir über 3.600 Mitglieder, die sich in fast 20 000 Themen austauschen bzw. ausgetauscht haben.

    Die Chats an den Feiertagen sind eine Institution, die sehr gerne genutzt wird.


    Diese Zahlen sind beeindruckend.

    Aber noch viel beeindruckender finde ich, was an Lebenswegen und Erfahrungen von den Menschen hier aufgezeigt wird: Es gibt Wege aus der Familienkrankheit Alkoholismus heraus, sei es für die Alkoholiker selber, als auch für Angehörige.

    Ich freue mich auf 2023. Weiter gehts. :)

    LG, Linde

    Hallo Nova,

    nimm dir deine Besteckschublade oder deinen Schuhschrank vor. Alles raus, gründlich putzen, ausmisten und wieder einräumen. Das hilft.

    Also das hilft wirklich. Einfach auf was ganz Konkretes im eigenen Reich konzentrieren. Laut Musik oder einen Podcast laufen lassen. Dann bist du beschäftigt und hast hinterher etwas, worauf du stolz sein kannst. So kannst du dich von Stunde zu Stunde hangeln.

    Bücherregal neu sortieren, Socken aussortieren, Hund bürsten... ich habe schon einiges durch... :wink:

    LG, Linde

    P.S. Hier kommen viele Partnerinnen an mit der Fragestellung, wie sie ihrem Alkoholkranken helfen können. Und irgendwann ändert sich die Blickweise zu der Frage: Warum lande ich bei suchtkranken Partnern und warum lasse ich mich prügeln und verharre trotzdem im Helfermodus? Oft stecken da alte Muster dahinter. Aber man kann sich davon lösen und hält künftig Abstand von destruktiven Partnern.

    Hallo Mienchen,

    herzlich Willkommen hier bei uns.

    Er scheint ja mehr als "der beste Freund" zu sein. Es hört sich an, als ob du dir eigentlich eine Partnerschaft vorstellen könntest, verstehe ich das richtig?

    Nur, wenn ein Alkoholiker nicht aufhören will und nur rumeiert, dann gehen schlimmstenfalls Jahrzehnte rum bis er aufwacht. Oder auch nicht. Du kannst nur verlieren.

    Was ich als absolutes Ausschlußkriterium für eine Partnerschaft ansehe ist körperliche Gewalt.

    2 Ohrfeigen, überlege mal! Das ist das allerletzte. Und wenn er jetzt schon zuschlägt, dann geht das auch immer so weiter. Unser Forum ist oft Anlaufstelle für mißbrauchte und geschlagene Frauen. Und die meinen immer noch ihren Schläger helfen und retten zu müssen, obwohl sie selber grün und blau geschlagen worden sind.

    Ich weiß es ja nicht, ich frage einfach mal. Kennst du dieses Muster, also dieses "retten wollen" von zuhause? Trinkt dein Vater oder deine Mutter? Denn als Kind eines Alkoholikers ist man so aufgewachsen und es fühlt sich einerseits normal an, andererseits hat man die Hoffnung, den Partner trocken bekommen zu können. Nur: Liebe legt keinen Alkoholiker trocken. Das hat als kleines Kind schon nicht geklappt und klappt als EKA = erwachsenes Kind eines Alkoholkranken auch nicht.

    Viele liebe Grüße,

    Linde (EKA)

    Hallo Blacky,

    man kann an allen möglichen Tagen mit seinen Eltern klarkommen wollen, aber an Weihnachten? Dem in den meisten Familien stressigsten Fest überhaupt? Bitte überdenke, ob du nicht doch weg bleibst.

    Zitat

    Wenn das dieses Jahr wieder so kommt

    Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit?

    Du schreibst, dein Mann kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mit zu deinen Eltern.

    Du doch auch nicht, oder?

    Es geht doch um deine Gesundheit und nicht darum der Spielball von Trampeltieren zu sein, um dein Bild zu benutzen. Dein erstes nüchternes Weihnachten. Überlege es dir nochmal. Nichts ist wichtiger als deine Gesundheit.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Lapislazura,

    du klingst sehr umsichtig, was deine eigenen Belange angeht.

    Trotz allem ist es manchmal nicht einfach, das Altern und die körperliche Schwäche von nahen Angehörigen wahrzunehmen. Das geht mir aktuell mit meinen Eltern so.

    Ich finde es eine sehr gute Idee, daß ihr den Hund dabei habt und du jederzeit mit ihm raus kannst.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Wolkenbruch,

    guten Morgen.

    Ich bin auch EKA und habe viele Jahre den Kontakt zu meinen Eltern ruhen lassen. So hat es sich für mich angefühlt. Kontaktabbruch fühlt sich als Wort schon nicht machbar an. Ich habe damals etwa 25 km entfernt gewohnt, gearbeitet. Also kilometermäßig keine unüberwindliche Distanz. Aber ich habe den Kontakt einschlafen lassen. Anders wäre ich kaputt gegangen.

    Mit dem räumlichen Abstand zu ihnen kam die Annäherung an mich. Und über die Jahre sowas wie Frieden. Schwer zu erklären. Irgendwann war einfach was das Thema anbetrifft mehr Ruhe und auch Gelassenheit in mir drin. Ich habe in meinem eigenen Leben Fuß fassen können, unbeeinflußt von dem destruktivem Herkunfsumfeld. Wirklich besser ging es mir erst, als ich in diesen Jahren ohne jeglichen Kontakt, nicht einfach nur meine aufgewühlten Gefühle ausgehalten habe, sondern als ich angefangen habe aktiv zu werden. Also meine Weihnachten zu feiern, meine Aktivitäten zu machen, meine Leute zu treffen.

    Ich weiß aber noch sehr genau, wie schrecklich diese bedeutungsschwangeren Tage waren wie Weihnachten und Geburtstage. Es ist ja auch nicht 'normal', daß man als Kind Abstand zu den Eltern hält und an Familienfesttagen fällt das um so mehr auf. Dieser Spagat ist schmerzhaft.

    Ich habe sehr getrauert. Getrauert um das was war und zum Ruhen des Kontaktes geführt hat, aber auch um das was hätte sein können. Im Verhältnis zu den Eltern (ich schreibe nicht 'mit', fällt mir gerade auf), gab es bei mir über Jahrzehnte keine Leichtigkeit und Unbefangenheit, keine Lebendigkeit, keine Freude. Da war nämlich immer der Elefant im Raum. Und das war irgendwann für mich unmöglich, auch nur eine Sekunde länger zu ertragen. Also Abstand.

    Und damit Nähe zu mir. Es hat Jahre gedauert. Ich lese deinen Text und denke, weia. So viel Weg. Aber schau mal, wie lange ich EKA schon hier bin, 14 Jahre im Forum. Der Weg ändert sich nämlich stetig: Fluchtweg, Ausweg, Schleichweg, Sackgasse, Umweg, Irrweg, Fernstraße, Autobahn, Waldweg, Sandweg durch die Dünen..... und irgendwann einfach mein Weg.

    Meine Eltern sind jetzt in ihren 80. Mein Vater treibt mich/uns alle manchmal in den Wahnsinn - wenn man sich drauf einläßt. Tun wir aber nicht. Die alten Muster weden registriert, erkannt, drüber geredet und weitergegangen. Meine Mutter hat vor wenigen Jahren erst aufhören können mit dem Trinken. Die ist einfach nur lieb jetzt und ich genieße die letzte Zeit mit ihr. Sie kann jetzt eine Mutter sein, was sie Jahrzehnte nie konnte. Auch für sie ist es ihr Weg.

    In mir ist nach all den Jahren Ruhe. Nur manchmal gibt es Situationen, wo ich sehr aufgewühlt bin. Manchmal erkenne ich bei einem Anlaß, der eigentlich 'nichts' mit früher zu tun hat den Zusammenhang und das holt mich von den Beinen. Dann trauere ich um heute, um damals und um das was nie hatte sein dürfen. Das geht sehr an die Substanz, weil ich es zulasse. Und ich lasse es zu, weil es reinigend und klärend ist. Da bin ich bei deinem Usernamen, dem Wolkenbruch. Manchmal ist das so. Und danach wieder anders.

    LG, Linde