Hallo Luise,
herzlich Willkommen hier bei uns.
Nicht wundern, ich habe deine beiden Themen zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt.
Ich bin selber EKA. Meine Mutter ist Alkoholikerin. Ich bin mit 18 daheim ausgezogen, weil ich es absolut nicht mehr ausgehalten habe. Sie hat getrunken, als ich klein war, als ich Jugendliche war und hat immer noch getrunken, als ich längst ausgezogen und erwachsen war.
Man hat als Angehörige keinen Einfluß auf einen Süchtigen. Von daher höre auf deine innere Stimme und lasse den Kontakt erst mal einschlafen. Vielleicht wird er ja wieder zu einem richtigen Papa. Vielleicht hört er mal auf zu trinken. Das kann noch 5, 15, 25 Jahre so weitergehen... Das ist völlig ungewiss.
Von daher, schau auf deinen Sicherheitsabstand und lasse ihn sein Ding machen. Er kann ja jederzeit zum Hausarzt gehen und eine Entgiftung einleiten...
Du bist nicht Schuld, daß er trinkt und du bist nicht zuständig für seine Entscheidungen. Laß dir bloß nix einreden.
Gefühlsmülleimer, da werde ich wirklich wütend. Kein Erwachsener sollte sein Kind als solchen benutzen! ![]()
Da werden nämlich die Rollen vertauscht! Eltern sollten für ihre Kinder da sein und nicht umgekehrt.
Klar, meine Mutter ist jetzt fast 80 und ich bin für sie da. Sie ist seit ca. 3 Jahren trocken... Hat lange gedauert.
Ich habe damals als Kind und Jugendliche auch versucht zu helfen, vollkommen erfolglos. Damals bin ich krank geworden. Ich habe PTBS und Depression. Es war eine unterträglich beklemmende Situation. Du hast einen großen Vorteil, deine Mama ist ausgezogen und hat dir was wirklich gesundes vorgelebt: Nicht an der Seite eines Suchtkranken zugrunde zu gehen, sondern aktiv zu werden und das eigene Leben anzupacken.
Liebe Grüße, Linde ![]()
P.S.: Bitte einfach hier in diesem Thema weiterschreiben, also unten auf das Schreibfeld klicken.