Atze!!
Paß bloß auf dich auf und laß die Giftpilze stehen!! ![]()
Ich sammle Hahnenkämme, Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge, da kann man nicht viel verwechseln.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag.
Linde ![]()
Atze!!
Paß bloß auf dich auf und laß die Giftpilze stehen!! ![]()
Ich sammle Hahnenkämme, Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge, da kann man nicht viel verwechseln.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag.
Linde ![]()
Hallo Just,
genau das damit zu verbinden ist das Natürlichste der Welt. Deine Gefühle, Familie mit Schutz zu verbinden, sind doch völlig in Ordnung. Daß man als EK in eine suchtstrukturkranke Familie hineinwächst, ändert doch nichts an den Grundgefühlen- und bedürfnissen eines Kindes. Und Kind seiner Eltern ist man ja ein Leben lang, auch wenn man erwachsen ist. Wenn die Grundbedürfnisse nie gestillt worden sind, hängt einem das nach. Mir hat das lange zu schaffen gemacht, diesen Abgleich zwischen eigentlich völlig normalen biologischem Verhalten (Liebe, Fürsorge, Interesse, Schutz usw., was z. B. Tiermütter bzw. - eltern so selbstverständlich hinbekommen) und der Wirklichkeit. Wichtig war mir, daß nicht meine Bedürfnisse und Gefühle "verrückt" sind. Sondern daß ich als EK in einer kranken Situation gelandet bin, die ich mir nie im Leben so ausgesucht hätte.
Lieber Gruß, Linde
Hallo Anina,
schlaf drüber und vielleicht kannst du morgen schreiben. Oder wenn du nicht schlafen kannst, vielleicht magst du später in der Nacht noch schreiben?
Lieber Gruß, Linde
Hm, das mit den Äpfeln ist vielleicht des Rätsels Lösung: Matthias ist gerade bei der Apfelernte!
Damit seine Vorräte aufgefüllt werden und er wieder Äpfel verschenken kann.
Liebe Grüße, Linde ![]()
Hallo Joschi,
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Von mir bekommst du eine Tüte Langsamkeit geschenkt. ![]()
Falls du mal etwas in der Richtung lesen möchtest, empfehle ich dir "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny. Es geht um einen Kapitän und Polarforscher.
Lieber Gruß, Linde
Hallo Joschi,
viel Freude bei Kaffee und Kuchen! Bei uns gab es gerade Omas Nußkuchen, lecker! ![]()
Ich finde es prima wie du reflektierst.
Grüße, Linde
Hallo caro,
ich tu dir mal ein virtuelles Blumensträußchen in die Küche stellen.
Ganz lieber Gruß, Linde
Hallo Mäuki,
es ist so, wie Matthias geschrieben hat, jemand wollte komplett gelöscht werden.
Liebe Grüße, Linde
Hallo Slowly,
ich hatte mal ein ähnliches Erlebnis in einem Supermarkt. Die Mutter war von ihrem pausenlos schreienden Kind völlig genervt. Ich hatte den Eindruck, daß es ihr auch peinlich war, daß sie das Kind nicht ruhig bekam. Sie wurde immer verzweifelter und lauter, drohender. Ich habe ganz anders reagiert. Bin erst in die Nähe und dann hin und habe sie ganz nett und fröhlich angesprochen. Irgendwie sowas wie, ach das ist ja aber ein kleiner Rebell, hat keine Lust mehr zum Einkaufen, will nach Hause ins Bettchen, wie lieb der schaut usw.. Habe mich dann vor den Kinderwagen gehockt und mit dem Kleinen direkt geredet, na was bist du denn für ein Rocker, dich nervt das alles hier, willst nach Hause, nicht wahr...
Sofort entspannte sich die Situation, vor allem bei der Mutter. Auch der Kleine war ganz perplex von der anderen Stimme und dem fröhlichen Ton. Die Mutter konnte total rasch umschwenken und den Druck rausnehmen. Wir redeten noch kurz, wie anstrengend es sein kann, mit den Kindern einkaufen gehen zu müssen, daß das jedesmal wie ein Sechser im Lotto ist, wenn man ohne Schreierei wieder heimgekommen ist usw.
Ich weiß nicht, aber Drohung mit der Polizei hätte in dem Moment ja nur den Streß der Mutter erhöht. Auch das Begafftwerden von den anderen Leuten war Druck pur für die sie. Freundlich hinwenden, Zuhören und fragen ob man ihr helfen kann, das hat den Druck sofort rausgenommen. Es sind ja nicht alles Kinderprügler, wenn man so eine Situation beobachtet. Manchmal ist es einfach eine ganz kurzfristige Überforderung, wo jemand an seine Grenzen kommt, dachte ich mir.
Ich erinnere mich aber auch an eine Situation, die mir lange, lange nachgegangen ist. Da war ich ungefähr 20. Abends konnte ich von der Straße aus durch den Vorhang in ein erleuchtetes Fenster schauen, wie ein Mann ein schreiendes Kind prügelte.
Und ich konnte nichts, aber auch gar nichts machen. Ich war wie gelähmt. ![]()
Lieber Gruß, Linde
Hallo Kitze,
ich glaube, ich war und bin eigentlich immer schon achtsam. Also eher übermäßig achtsam. Von klein auf hatte ich Radaraugen und Elefanfenohren (stelle mir das gerade bildlich vor...
). Es ging immer darum, wie ist der Pegelstand der Mutter heute, wie ist der Vater drauf, wo ist er, was muß ich wie machen oder bleiben lassen, damit dies und das passiert oder nicht passiert und vor allem mir nichts passiert, oder nicht gar so schlimmes passiert........
Meine Wahrnehmung verfeinerte sich aus purem Überlebenstrieb in so eine Art Über-Wachheit. Ich war auf Dauer-Wach eingestellt. Ich konnte nie abschalten, das dauerte bis vor wenigen Jahren sogar an.
Bei mir ging es eher darum, was kann ich für Filter einbauen oder für Puffer schaffen. Oder wie kann ich mit Erinnerungsblitzen umgehen lernen. Ich bin in traumatherapeutischer Behandlung deswegen.
Ich habe als Kind echt viele schlimme Sachen erlebt. Aber eben auch viele schöne Sachen, z. B. Garten, Tiere, klassische Musik, Mathematik, Bücherwelten... An all die guten Sachen kann ich heute gut wieder aufbauen, ohne daß mich die Erinnerung an die parallel gelaufenen üblen Dinge runterzieht. Wie gesagt, hinschauen, hinfühlen, benennen, aufschreiben, immer wieder überlegen wie alt ich gefühlsmäßig gerade bin. Dann sortiert es sich und gerade wenn ich besonders irrational drauf bin oder durcheinander bin, dann schiebt sich wie ein Vorhang ein altes Gefühl in eine heutige Situation, nur weil sie sich ähnelt. Je klarer ich das aufdrösle, desto mehr kann ich Erinnerungen an alte Gefühle und heutige Gefühle auseinander halten.
Merke gerade, das ist ein ganz schön wichtiges Thema für mich.
Grüße, Linde
Hallo Kitze,
das Entscheidene bei mir war zu einen, nichts "künstlich" hochzuholen. Also nichts forcieren. Und zum anderen, daß ich danach, also nach dem Wahrnehmen, Nachfühlen, Sortieren, Aufschreiben usw. nichts, aber auch gar nichts tun muß. Es reicht, daß ich es wahrgenommen und beachtet habe. Die Veränderung lebt sich in mich hinein, einfach indem ich die Fenster öffne. Klar kommt auch mal etwas Dunkles ins Blickfeld. Manchmal habe ich gedacht, ich bestehe nur aus Schmerz. Das ist nicht so. Aber ich bestehe eben auch aus Schmerz. Oder der Erinnerung an den alten Schmerz. Mit der Zeit sortiert es sich.
Lieber Gruß, Linde
Hallo Kitze,
mir hilft, es in solchen Zeiten ganz bewußt zu versuchen, die Zeiten zu sortieren. Wie alt bin ich gerade? Oft stelle ich dann fest, daß ich denke oder handle wie mit 8 oder 14 usw. Ausgelöst durch eine altbekannte Konstellation wie in der Herkunftsfamilie, agiere ich heute dann wie als Kind damals. Wenn ich das auseinandergefisselt habe, es reicht es wahrzunehmen, dann verändert es sich. Und ich werde mit der Zeit handlungsfähiger. Komme aus der Zeitschleife heraus ins Heute.
Du machst das gut, bleib einfach dran. Ich habe mit der Zeit gemerkt, was mich triggert und aus der Ist-Zeit herauskatapultiert, das kann alles mögliche sein. Auch wenn ich so vom Gefühl her glaube, daß ich mittlerweile ziemlich viel nochmal nachempfunden und dadurch verstanden und integriert habe, kommt es immer noch vor, daß sich ab und zu die Zeiten vermischen. Dann schau ich eben wieder hin, auch wenn es schmerzhaft ist, was da hochkommt. Es löst sich auf und ich komme immer mehr im Heute an. Aus Trauma wird Biographie.
Ich weiß nicht, ob du etwas von meinen Gedanken brauchen kannst, wenn nicht, lasse sie einfach am Wegrand liegen.
Viele Grüße, Linde
Hallo Joschi,
wie war dein Tag?
Der Vorstellungsbereich ist nicht öffentlich. Wenn du magst, kannst du für die Leser hier im offenen Forum deine Texte rauskopieren oder kurz nochmal schreiben, wie alles angefangen hat.
Liebe Grüße, Linde ![]()
Hallo,
es sollte nicht um Meinungen gehen, sondern um Erfahrungen. Die Grundbausteine sind keine Meinungen, auch keine Sektensprüche, sondern Erfahrungen von Langzeittrockenen.
Grüße, Linde
Grins, bei 112 kommt die Feuerwehr! ![]()
Eigene Worte zu finden für eigene Gefühle, darum gehts ja...
Liebe Grüße, Linde ![]()
Hallo Engel,
viele Kinder von Alkoholikern gehen später in "Helferberufe", z. B. Krankenschwester, Arzthelferin, Tierpflegerin usw. usw. Eben weil sie das alles früh verinnerlicht haben. Wenn sie ihren Vater nicht "retten" konnte, arbeitet sie ausgerechnet in der Psychiatrie und Entgiftung? Vielleicht Zufall, vielleicht nicht. Aber es soll hier nicht um sie, sondern um dich gehen. Ich finde es gut, daß du dich auf diese Thematik einläßt und neue Wege in Erwägung ziehst. Aber daß alles so bleibt wie es ist oder wie es mal war, hm, ob das geht?
Lieber Gruß, Linde
Hallo step,
möglicherweise ist es ja eine Ent-lastung für sie, wenn sie wissen, daß du jetzt Verantwortung für dich übernimmst? Ich wünsche dir alles Gute für die kommenden Gespräche! ![]()
Liebe Grüße, Linde
ZitatUnd mein Verhalten kam/kommt einem Aufgeben des Selbst gleich, so dass ich nicht zeigen konnte/kann wer ich bin, dass ich ständig Angst hatte/habe, Fehler im Umgang mit meiner Partnerin zu machen, so dass ich diesen einen geliebten Menschen verliere - dass ich mich nicht mehr selbst sehen konnte,
Hallo Joe,
wenn man das mal übersetzt in die damalige Situation, als man selber Kind war: Man gibt sich selbst auf, zeigt nicht wer man ist, sondern ist völlig auf die Eltern fokussiert. Man hat eine Riesenangst Fehler zu machen, einmal daß man nicht verdroschen oder sonstwas wird und andermal, daß man nicht verlassen wird, daß man ja nix falsch macht, daß man Gedankenlesen lernt um perfekt zu sein usw.
Kinder von Alkoholikern werden nicht nur EK, sondern meist auch Co-Abhängige. Und tragen dieses früh erlernte, völlig verquere Beziehungsmuster in die eigenen Beziehungen rein.
Wenn du es noch nicht gemacht hast, lies mal den hier im Kinderbereich oben angepinnten Thread "Merkmale für ein EK". Wir haben hier mal eine Zeit lang etliches zusammengetragen. Mich hat das richtig betroffen gemacht, aber andererseits auch entlastet, weil ich plötzlich kein beziehungsunfähiger Alien mehr war, sondern begriffen habe, wie ein suchtstrukturkrankes Familiensystem funktioniert - und vor allem, was man selber für sich machen kann! Denn man kann etwas ändern. Aber vorher heißt es hinschauen, das kann weh tun. Mir hat viel auch der Humor geholfen. Also sowas wie wenn ich mit mir selber geduldig umgehe und lächle bei meinen ersten Wackelschritten, Hinplumpsern und Wiederaufstehakrobatik.
Lieber Gruß, bleib dran. Kann sein, daß zwar deine Beziehung auseinandergeht, aber Papa bleibste immer, wer weiß, was in 20 Jahren oder in 30 für gute Gespräche möglich sind mit deinen Kindern. Immer dranbleiben für dich.
Linde
Hallo liebe Petra,
wie schön, daß du dich meldest. Kannst ruhig öfters wieder "piep" machen! ![]()
Herzlichen Glückwunsch zum Dreijährigen!
Grüße, Linde ![]()
ZitatWie viel an mir ist nur die Rolle/das Verhaltensmuster?
Hallo Joe,
ich stelle mir gerade eine Rolle vor, z. B. eine Gesangsdarbietung. Über die Jahrzehnte wird sie immer wieder von wechselnden Sängerinnen gesungen. Und jedesmal merkt man, daß sie ganz anders interpretiert wird. Ich glaube, es ist nicht zu trennen. Man selber IST seine Biograpie, aber man kann heute jeden Tag die Biograpie selber weiterschreiben. Irgendwann wechselt die Perspektive vom Stück Papier, das beschrieben wird - hin zum Schreibstift, der auf Papier schreibt.
Mir fiel das auf, als ich neulich mal die verschiedenen Versionen von 'O mio babbino caro' im Internet durchgehört habe, von bekannten und unbekannten Sängerinnen. Immer dasselbe Lied, aber jedesmal hörte ich andere Nuancen heraus. Die Tiefe, aus der manche dieser Frauen schöpfen können, war vielleicht früher auch mal ein Abgrund, das weiß ich nicht.
Bei mir setzt die Erinnerung an den Alkoholkonsum meiner Mutter sehr früh ein, jedenfalls lang vorm 10. Lebensjahr schon. Der veränderte Geruch, dieser saure Haut- und Mundgeruch. Dann ihre völlige Abwesenheit, obwohl sie körperlich da war. Auch daß sie x mal am Tag Harmlosigkeit vorspielend pfeifend in den Keller ging und kurz darauf wieder zurück kam. Das Essen war manchmal versalzen. Beim Kämmen hat sie mir die Haare ausgerissen. Da war noch mehr.
Kapiert habe ich das mit 25 noch nicht, aber genau weiß ich das nicht mehr, weil bei mir durch die Dissoziation die Zeiten vom Nebel verschluckt sind. Ich habe zu der Zeit, glaube ich, mit der ersten Therapie begonnen und die ersten entsprechenden Bücher gelesen. Schwerpunkt, daß ich mich nicht spüre. In Zusammenhang mit dem Aufwachsen als Kind mit einer alkoholkranken Mutter und den anderen Dingen, die damals geschahen, habe ich es erst später gebracht. Als ich stabilisierter war und mehr Abstand hatte.
LG, Linde