Beiträge von Linde66

    Hallo liebe so anders,

    dann möchte ich dir jetzt als allererstes ganz herzlich zum 30. Geburtstag gratulieren. :)

    Ich kann mich an meinen 30. Geburtstag nicht mehr erinnern, eigentlich an so gut wie keinen Geburtstag. Über diesem Tag liegt wie ein Nebel drüber. Als Kind hat das angefangen, ich hatte so gut wie nie Besuch, war nirgends eingeladen. Einmal gab es eine Geburtstagsfeier mit anderen Kindern, an die ich mich erinnern kann. Das ist auch wirklich der einzige Kindergeburtstag, an den ich mich erinnern kann. Nach außen hin sah er für die erwachsenen Gäste und die anderen Kinder wahrscheinlich ganz normal aus, für mich war er schrecklich, ich war völlig verkrampft und konnte mich nicht freuen. Das sitzt tief.

    Trotz allem gibt es immer mal kleine, zufällige Momente der Freude, die haben meist auch nichts damit zu tun, daß ich Geburstag habe. Da bin ich dann immer ziemlich überrascht, wie sich Freude anfühlt... Ich kann sehr gut nachempfinden, wie es dir geht und wie traurig du bist.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo so anders,

    vielleicht bringt sie da ein ALTES Gefühl in Erinnerung, daß mal etwas schlimmes an einem Geburtstag war und du deshalb dich innendrin wie abstellen mußtest?

    Mir hilft bei sowas meistens, wenn ich die Zeiten sortiere. Die alten Gefühle bergen alte Informationen in sich. Die wollen gehört werden und man kann sie versorgen. Mit der Zeit ist es so geworden, daß heute immer mehr heute sein kann.

    Alles Liebe, Linde

    Zitat von Melinak

    es ist hier auch nicht das forum "trenn dich dann bist du frei" wie das den ersten anschein macht.

    es ist ein aufruf an die coabhängigen sich mit ihrer EIGENEN krankheit ausseinander zu setzen.

    Hallo Maria,

    Melanie hat es auf den Punkt gebracht.

    Nicht "es wird sich die nächsten Wochen zeigen wie ich auf sein Verhalten reagiere", sondern "ich mache jetzt dies und das für mich".

    Bleib dran!

    LG, Linde

    Zitat

    Es ist ja auch immer wichtig und das wird uns hier auch oft genug gesagt bzw. geschrieben, sich zwischendrin auch mal selbst was Gutes zu tun und nicht nur dem eigenen Alki.

    Hallo Leonia,

    nee, so stimmt das nicht ganz. :wink:

    Nicht "zwischendrin", sondern an allererster Stelle.

    Nicht "auch mal", sondern ausschließlich dir selbst.

    Anstelle von alkoholkranker Lebensgefährte oder Ehemann, klingt "Alki" verharmlosend.

    Und den "eigenen" Alki gibt es nicht. Dir gehört niemand, du kannst niemanden besitzen. Er ist auch nicht dein Patient. Niemand hier hat einen eigenen Alki. Das hört sich an, wie den "eigenen" Hund oder Kanarienvogel. Es handelt sich doch um einen erwachsenen Menschen.


    Grüße, Linde

    Hallo Chaosbloeb,

    ich sehe gerade, daß du noch gar keine Antworten bekommen hast. Nicht immer findet man gleich die richtigen Worte... Aber du wirst gelesen und verstanden. Viele von uns Erwachsenen Kindern haben so oder so ähnliche Erfahrungen.

    Abstand ist schonmal gut. Zum äußeren Abstand kann auch der innere Abstand dazukommen.

    Mir hat Lesen sehr viel geholfen. Und hier mit den anderen Kindern zu schreiben. Außerdem haben mir die beiden Bücher von Woititz sehr weitergeholfen.

    Wie geht es dir inzwischen? Hast du dich im Forum schon weiter umgeschaut? Im geschützten Bereich gibt es auch EK deines Alters, falls du da mal reinschnuppern möchtest.

    Grüße, Linde

    Hallo Hans,

    am Urlaubsort kann man unverhofft in Situationen geraten, die das Suchtgedächtnis massiv triggern. Umgeben von trinkenden Miturlaubern in lockerer Atmosphäre, Gruppendynamik, es sieht ja keiner, dabei sein wollen, nur mal ein Glas, Gedankenlosigkeit usw., all das kann zum Rückfall führen.

    Nicht zuletzt deswegen schreiben wir hier im Forum, daß man mindestens ein Jahr trocken sein sollte, bevor man in Urlaub fährt. Die sichere Burg zuhause, das alkoholfreie Umfeld der eigenen Wohnung, das fehlt auf einmal. Und wenn die Trockenheit da noch nicht stabil ist, begibt man sich unnötig in große Gefahr.

    Ich kann gut verstehen, wie sehr du den Urlaub gebraucht und auch genossen hast. Du hast im Vorfeld hingeschaut und überlegt, wo du als trockener Alkoholiker hinfahren kannst. Daß das sich so schräg entwickelt, war vielleicht nicht absehbar. Eine Nachfrage im Reisebüro hätte vielleicht mehr Klarheit gebracht über die Gegebenheiten vor Ort?

    Eine Sache fiel mir beim Lesen auf, das waren die alkoholfreien Drinks. Oft ist es ja so, daß diese Cocktails in denselben Gläsern serviert werden und auch so aufgemacht sind, wie alkoholhaltige Drinks. Das kann das Suchtgedächtnis triggern und mit Zeitverzögerung nach dem Urlaub zuschlagen.

    Schau da gut bei dir hin, ob sich bei dir da insgeheim die Grenzen etwas aufweichen.

    Wie geht es dir inzwischen im Alltag?

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Leonia,

    stimmt, mit alleinigem Verlassen des alkoholkranken Partners ist man nicht automatisch die eigene Co-Abhängigkeit los. Die lebt sich dann woanders aus: bei den Eltern, den Kindern, am Arbeitsplatz, hier im Forum, beim nächsten Partner usw.

    Es ist wichtig, da bei sich selber hinzuschauen, was das mit dieser Befriedigung und dem sich stark Fühlen auf sich hat, was man im "Helfen" erzielt.

    Könntest du dir vorstellen, erst einmal alleine zu leben? Für Co's wäre das ein Stück weit Risikominimierung. Und wenn man sich stabilisiert hat steht ja einer neuen Beziehung nichts mehr im Wege.

    Grüße, Linde

    Hallo Seti,

    willkommen zurück.

    Du wolltest doch in den geschützten Bereich wechseln, damit du offener schreiben kannst.

    Hier im offenen Bereich möchten wir nicht, daß so detailliert über Angehörige geschrieben wird.

    Alles was du hier über deine Frau schreibst, kann von Tausenden von Menschen gelesen werden. Auch deine Frau, Kollegen und Angehörigen könnten sich hier wiederfinden.

    Bitte mal hier lesen.

    LG, Linde

    Hallo Leonia,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Für deinen Erfahrungsaustausch hier ist es nicht notwendig, daß du detailliert über deinen Freund schreibst. Man meinst das immer nur, daß das so ist. Aber der Fokus liegt ja auf dem EIGENEN Empfinden und Handeln. :)

    Du hast ja schon einiges für dich unternommen, daß du dich gut abgrenzen kannst jetzt. Wie du schon sagst, du bist nicht verantwortlich und schon gar nicht Krankenschwester.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch mit den anderen Angehörigen.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo miss-priya,

    ich habe deine Beiträge über deine Verwandten aus dem offenen Internet genommen. Wir möchten nicht, daß in solcher Ausführlichkeit über Dritte hier ins Forum geschrieben wird. Bitte diesen Link beachten.

    Wie geht es DIR? Wenn er keine Hilfe möchte, was möchtest DU für DICH tun bzw. an deiner Situation verändern?

    LG, Linde