Beiträge von Linde66

    Hallo Himmelsengel,

    bei sowas ist es vielleicht gut, daß du dir von außen Info's und Unterstützung holst.

    Gibt es in eurem familiären Umfeld jemand, dem du dich anvertrauen kannst?

    Oder wie wäre es, die Klassenlehrer/in bzw. den Vertrauenslehrer/in einzuweihen?

    Manchmal sind der Kinderarzt, der Hausarzt, der Pfarrer gute Ansprechpartner.

    Dann fällt mir noch eine Suchtberatungsstelle ein, die beraten auch Angehörige. Es gibt sogar Gruppen für die Kinder von Alkoholikern.

    Jugendamt ist auch eine Anlaufstelle. Manchmal gibt es die Möglichkeit, daß die Kinder in eine WG ziehen können. Vielleicht wäre das eine gute Sache für deinen Bruder.


    Erst mal liebe Grüße,

    Linde

    Hallo Celeritas,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich bin mit 18 ausgezogen, meine Mutter trank damals schon und trinkt heute immer noch.

    Wie will man mit einer nassen Alkoholikerin "klarkommen"? Das geht nur auf Kosten des Kindes, die Mutter bekommt im betrunkenen Zustand ja gar nicht mit, was sie sagt und tut. Ich habe damals ziemlich viel probiert, um selber irgendwie klarzukommen oder sie trockenzulegen, das funktioniert aber beides nicht. Mir ging es sehr, sehr schlecht dabei.

    Mir hat nur Abstand geholfen, sprich: Auszug.

    Sie könnte jederzeit zum Arzt gehen, eine Entgiftung machen usw., tut sie aber nicht. Das ist ihre Entscheidung. Reden bringt 18 Jahre lang nicht, in meinem Fall sind das noch paar Jahre mehr. Man kann von außen niemand trockenlegen, es geht einfach nicht.

    Du schreibst, deine Schwester ist schon ausgezogen. Versteht ihr euch gut? Könnte sie dich unterstützen?

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo robli,

    mit 8 Monaten bist du auch noch in der Anfangszeit.

    Du setzt dich einem völlig überflüssigen Risiko aus, indem du dich im nassen Umfeld bewegst.

    Nur den Alkohol weglassen und trotzdem sich im altbekannten Umfeld weiterbewegen kann das Suchtgedächtnis so triggern, daß es beim nächsten Kneipenbesuch schief gehen kann.


    LG, Linde

    Hallo Bär,

    freut mich, daß du das mit dem Einkaufen gleich umsetzen konntest und noch dazu mit so einem zufriedenstellenden Ausgang!

    Bleib dran, manchmal sind es nur kleine Veränderungen im üblichen Ablauf, die schon helfen. Und bleib dran mit der Suche nach einer SHG. Hast du ein Auto? Vielleicht einfach mal paar Kilometer im Umland schauen?

    LG, Linde

    Hallo Bär,

    ein 4. Punkt könnte das Einkaufen sein. Das scheint dich zu triggern.

    Könntest du da Veränderungen vornehmen? Also z. B. einen völlig anderen Supermarkt nehmen bzw. in einem Supermarkt einkaufen bei dem die Getränke-Abteilung ausgelagert ist? immer zu zweit einkaufen? vorerst gar nicht mehr selber einkaufen sondern einkaufen lassen? Da wäre das Gespräch mit deiner Frau wichtig.


    Geht evtl. Walking bei dir? ganz vorsichtig anfangen mit 15 bis 20 Minuten?

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Nasenbär,

    hier in den Hinweisen unten steht, wie wir das im Forum handhaben. Das Forum ist ja nicht deine reale SHG.

    Unabhängig davon, was bringen dir die Fallbeispiele von anderen? Das kann doch bei dir und deiner Mutter im Einzelfall völlig anders laufen. Deswegen empfehlen wir bei solchen Dingen, konkret vor Ort an fachlicher Stelle nachzufragen. Hat deine Mutter eine private Haftpflichtversicherung? Wenn ja, könntest du auch mal dort anfragen. Oder du fragst bei deiner eigenen Privathaftplicht nach, wie die das sehen.

    Grüße, Linde

    Zitat

    Ich weiß ja nicht, ob das auch unter "Rechtsberatung" fällt,

    Hallo Nasenbär, ja, tut es. :wink:

    Bitte frage daher einfach bei deiner eigenen Versicherung bzw. bei einem Rechtsanwalt für Familienrecht nach. So eine rechtsanwaltliche Beratungsstunde kostet nicht die Welt und du hättest das Thema für dich geklärt.

    LG, Linde

    Hier finden sich die Grundbausteine zur Co-Abhängigkeit.

    Hallo,

    hier in diesem Thread kann jede/r gerne aufschreiben, welcher Art professioneller Hilfe in Anspruch genommen wurde.

    Wir war das beim Arzt, bei der Beratungsstelle, wo kann man sich hinwenden, wie war das mit der Scham oder der Angst, wie komme ich an eine Therapie, was hat mir konkret weitergeholfen...?

    Das sind so ein paar Einstiegsfragen zum Thema 'professionelle Unterstützung'.

    Vielleicht können die hier aufgeschriebenen Erfahrungen ja denjenigen Mut machen, die noch unentschlossen sind, sich professionelle Hilfe zu holen.


    Lieber Gruß, Linde