Beiträge von Linde66

    Hallo,

    vom "schlechten Gewissen" ist gerade in der Weihnachtszeit oft zu lesen hier.

    Was ist das eigentlich genau, das "schlechte Gewissen"?

    Hat das etwas mit Angst zu tun, zu dem zu stehen, was man selber für richtig findet?

    Spricht da eine verinnerlichte Stimme? Wenn ja, welche?

    Ist das "schlechte Gewissen" für irgendetwas gut? Wenn nicht, wie kann man sich davon lösen?

    Es gibt ja auch noch das "gute Gewissen" und die "Gewissenlosigkeit". Was bedeuten diese Begriffe?


    Was ist das für euch, das "schlechte Gewissen"?

    LG, Linde

    Hallo Falaba,

    das ist eine sehr gute Sache, daß du in Begleitung in den Supermarkt gehst.

    Mir hat es zusätzlich geholfen, in einen anderen Supermarkt zu gehen als den üblichen. So bekam ich noch mehr Abstand zu den jahrelang eingefrästen Handlungsabläufen.

    Habt ihr den Supermarktbesuch im Vorfeld besprochen?

    Grüße, Linde

    Hallo purzelbaum,

    mit der Zeit hier im Forum habe ich ein Gespür dafür entwickelt, welche Themen mir nicht gut tun. Anfangs war ich fast erschlagen von der Fülle hier. Irgendwann konnte ich besser bei mir bleiben und es fiel mir zunehmend leichter, mich aus bestimmten Threads herauszunehmen.

    Was mich weiter bringt und was nicht, das kann ich immer besser unterscheiden. Und ich kann den PC ausmachen, wenn ich merke, daß mein innerer Abstand kippelig ist und der äußere Abstand dazukommen sollte. Insgesamt hat mich meine Forenzeit hier zunehmend stabilisiert. Ich kann immer besser bei mir bleiben und die anderen bei sich lassen.

    Solche Forentage wie heute gab es immer mal wieder. Früher wäre ich sicherlich auf so manches "angesprungen". Heute nicht.

    Es ist ein Prozeß. Hab Geduld mit dir.

    Liebe Grüße, Linde

    Zitat

    Den man „betütteln“ kann, um dem man sich kümmern kann, den man lieben kann und , das Wichtigste, der dir das Gefühl gibt auch geliebt zu werden.

    Hallo Dobby,

    das Gefühl vermittelt mir mein Hund.

    Und da finde ich das auch völlig legitim. Der ist von mir abhängig, möchte Futter, Spaziergänge und Streicheleinheiten. Und wenn er ein tränendes Auge hat, dann kümmere ich mich darum, weil er das selber nicht kann.

    Kannst du eine Beziehung auf Augenhöhe nicht leben? Mußt du eine Patientin, eine Schwache, eine Kranke neben dir haben?

    Die Fragen sind nicht bös gemeint, mir ist das einfach aufgefallen.

    LG, Linde

    Hallo Dobby,

    die Erkrankung hat sie aber nun mal. Du kannst dir nicht die Rosinen rauspicken.

    Auch wenn sie "nur" Alkoholikerin wäre, kannst du ihr nicht helfen.

    Richtest du dein Leben nach ihrer Befindlichkeit aus? Machst du dich abhängig von ihren Entscheidungen?

    Zitat

    und muss zugeben einige Symtome treffen auf mich zu.

    Da geht der Weg lang. Es geht hier um DICH und das, wo du dich in den Merkmalen für Co-Abhängige wiederfindest.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Dobby,

    herzlich Willkommen hier bei uns im Forum!

    Trockenwerden und Trockenbleiben ist eine lebenslange Aufgabe. Da geht es nicht um Tage oder Wochen, bis sie sich "beruhigt" hat. Wenn sie nicht selber trocken werden möchte, dann ist Warten eine aussichtslose Angelegenheit.

    Sie möchte ihr Leben mit Alkohol und Drogen genießen und nicht mit dir. Das ist eine klare Ansage.

    Hast du den Text über Co-Abhängigkeit inzwischen durchgelesen?

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Preha,

    du kannst gegenüber uns Moderatoren, dem Admin oder den Usern hier deinen Alkoholkonsum verschweigen, aber das ändert nichts an der Tatsache, daß du Alkohol konsumierst. Du bist also nicht abstinent.

    Du machst dir was vor. Du redest dir deinen Konsum schön. Es ist ja nuuur das Essen abschmecken mit Alkohol, es ist ja nuuur ein Teelöffel voll für die Sauce.... usw. usf.

    Du bist nicht trocken.

    Dein Versuch, hier augenzwinkernd Gleichgesinnte zu finden, die deine Einstellung eventuell gutheißen könnten, bringt dich auch nicht weiter.

    Du bist nicht trocken.

    Möchtest du dich weiter hier ausbreiten, wie du dich durchs Leben schummelst? Oder endlich beginnnen, wirklich konsequent trocken zu leben?

    Du kannst natürlich tun und lassen was du willst, aber die Voraussetzung für den Austausch hier im Alkoholiker-Forum ist, wie du bei der Registrierung lesen konntest, daß der Hilfesuchende ein Leben OHNE Alkohol erlernen will. Offensichtlich möchtest du das nicht. Dann bist du hier falsch.

    Gruß, Linde

    Hallo Emma,

    ich meinte das so, daß man als Co-Abhängige eine Co-Rückfall haben kann im Forum. Durch das Schreiben bei anderen entfernt man sich von sich selber. Man hilft anderen, statt sich selbst. Man ist im Außen unterwegs, statt im eigenen Inneren. Das kann passieren, muß aber nicht.

    Da gilt es einfach immer wieder die eigene Motivation zu hinterfragen.

    Es ist gut, wenn du so klar sagen kannst, daß du deine Verantwortungsbereiche geordnet hast.

    Grüße, Linde

    Hallo Emma,

    das ist ja eben ein Zeichen der Co-Krankheit, daß man nicht bei sich ist, sondern im Außen unterwegs...

    Du schaust da gut hin!

    Zitat

    ..., dass ich gar keinen Ansatz zum Helfen finde.

    Hier im Forum kann es passieren, daß man gerade als Co zum Co der anderen wird. Du bist für DICH hier, nicht um anderen zu helfen. Im Selbsthilfeforum geht es ja eben darum zu lernen, sich selber zu helfen.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Zwergi,

    du klingst sehr aufgewühlt.

    Du kannst dein Leben verändern. Ihn nicht. Wenn er nicht von sich aus trocken werden will, dann kannst du nichts erreichen.

    Dieser andere Ort, das kannst du verwirklichen. Einen Schritt nach dem anderen.

    LG, Linde