Beiträge von Linde66

    Hallo Waldliebende,

    freut mich, daß du in den geschützten Bereich kommst. :)

    Dadurch daß dort keine so große Fluktuation ist, lernt man sich besser kennen. Der Austausch ist tiefer. Wir haben den Tagebuchbereich, wo viele täglich ihre Erlebnisse und Gefühle beschreiben. Ja klar kannst du da in die Tiefe gehen.

    Reale Namen von Dritten, Wohnorte, Arbeitsplätze usw. nennen die allermeisten trotzdem nicht. Ist ja auch nicht nötig.

    Wenn du von dir schreibst kommt ganz bestimmt kein Zeigefinger! Nur so kannst du ja auch an dir arbeiten.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo beisammen!

    Wenn man etwas länger hier ist, dann fällt auf, daß wir Erwachsenen Kinder eher in unseren eigenen Threads schreiben und kein wirklicher Erfahrungsaustausch stattfindet.

    Oft schlafen dann die Threads nach nicht einmal 10 Beiträgen ein! Wie schade das ist.

    Als ich hier vor gut 2 Jahren angefangen habe zu schreiben, da war das so ähnlich und doch etwas anders. So eine handvoll Leute tauschten sich über einen längeren Zeitraum aus. Aber irgendwann kam die Fluktuation und es kamen wieder neue Leute. Jetzt bin ich im geschützten Bereich, dort ist es konstanter.

    Wenn ich bei anderen schreibe, dann ist die Wahrscheinlichkeit, daß bei mir geschrieben wird, viel größer. Und schwupps bin ich mittendrin in meiner SHG!

    Wie seht ihr das, sind Erwachsene Kinder eher die Einzelkämpfertypen? Warum schreibt jeder eher bei sich und nicht auch mal bei anderen?

    Oder reicht es vielleicht sogar, sich einmal alles von der Seele geschrieben zu haben und gut ist? Dann hätte das Forum ja seinen Zweck erfüllt und jeder ist zufrieden?

    Viele Grüße, Linde (EK)

    Zitat von Christian W.

    Im Krankenhaus wurde mir gesagt das von den Alkoholikern die es ohne Langzeittherapie, Selbsthilfegruppe oder ähnliche Stützen versuchen, 92 % in ersten Jahr wieder anfangen zu trinken. Das bedeutet aber auch das 8% das erste Jahr trocken überstehen.
    Hoffe, wir gehören zu der zweiten Gruppe.

    Hallo Christian,

    mit "Hoffen" alleine wird das evtl. nichts.

    Sich mit Freunden in eine Kneipe setzen, Alk riechen, Gläser klirren hören, die Freunde beim Trinken wahrnehmen - und dabei "hoffen", daß das gut geht... Wie lange gehörst du wohl zu den 8 Prozent?

    Nichts trinken ist das eine, das schaffen viele für eine Weile. Aber für eine lebendige, ausgefüllte Trockenheit muß man etwas TUN. Aktiv werden.

    Du kannst natürlich auch warten und hoffen, daß du das 1. Jahr "überstehst".

    LG, Linde

    Hallo,

    vom "schlechten Gewissen" ist gerade in der Weihnachtszeit oft zu lesen hier.

    Was ist das eigentlich genau, das "schlechte Gewissen"?

    Hat das etwas mit Angst zu tun, zu dem zu stehen, was man selber für richtig findet?

    Spricht da eine verinnerlichte Stimme? Wenn ja, welche?

    Ist das "schlechte Gewissen" für irgendetwas gut? Wenn nicht, wie kann man sich davon lösen?

    Es gibt ja auch noch das "gute Gewissen" und die "Gewissenlosigkeit". Was bedeuten diese Begriffe?


    Was ist das für euch, das "schlechte Gewissen"?

    LG, Linde

    Hallo Falaba,

    das ist eine sehr gute Sache, daß du in Begleitung in den Supermarkt gehst.

    Mir hat es zusätzlich geholfen, in einen anderen Supermarkt zu gehen als den üblichen. So bekam ich noch mehr Abstand zu den jahrelang eingefrästen Handlungsabläufen.

    Habt ihr den Supermarktbesuch im Vorfeld besprochen?

    Grüße, Linde

    Hallo purzelbaum,

    mit der Zeit hier im Forum habe ich ein Gespür dafür entwickelt, welche Themen mir nicht gut tun. Anfangs war ich fast erschlagen von der Fülle hier. Irgendwann konnte ich besser bei mir bleiben und es fiel mir zunehmend leichter, mich aus bestimmten Threads herauszunehmen.

    Was mich weiter bringt und was nicht, das kann ich immer besser unterscheiden. Und ich kann den PC ausmachen, wenn ich merke, daß mein innerer Abstand kippelig ist und der äußere Abstand dazukommen sollte. Insgesamt hat mich meine Forenzeit hier zunehmend stabilisiert. Ich kann immer besser bei mir bleiben und die anderen bei sich lassen.

    Solche Forentage wie heute gab es immer mal wieder. Früher wäre ich sicherlich auf so manches "angesprungen". Heute nicht.

    Es ist ein Prozeß. Hab Geduld mit dir.

    Liebe Grüße, Linde

    Zitat

    Den man „betütteln“ kann, um dem man sich kümmern kann, den man lieben kann und , das Wichtigste, der dir das Gefühl gibt auch geliebt zu werden.

    Hallo Dobby,

    das Gefühl vermittelt mir mein Hund.

    Und da finde ich das auch völlig legitim. Der ist von mir abhängig, möchte Futter, Spaziergänge und Streicheleinheiten. Und wenn er ein tränendes Auge hat, dann kümmere ich mich darum, weil er das selber nicht kann.

    Kannst du eine Beziehung auf Augenhöhe nicht leben? Mußt du eine Patientin, eine Schwache, eine Kranke neben dir haben?

    Die Fragen sind nicht bös gemeint, mir ist das einfach aufgefallen.

    LG, Linde

    Hallo Dobby,

    die Erkrankung hat sie aber nun mal. Du kannst dir nicht die Rosinen rauspicken.

    Auch wenn sie "nur" Alkoholikerin wäre, kannst du ihr nicht helfen.

    Richtest du dein Leben nach ihrer Befindlichkeit aus? Machst du dich abhängig von ihren Entscheidungen?

    Zitat

    und muss zugeben einige Symtome treffen auf mich zu.

    Da geht der Weg lang. Es geht hier um DICH und das, wo du dich in den Merkmalen für Co-Abhängige wiederfindest.

    Lieber Gruß, Linde