Beiträge von Linde66

    Hallo insecure,

    Alkohol ist Alkohol, ob Schnaps, Wein oder Bier ist egal.

    Meine Mama ist auch ein wunderbarer Mensch. Das ist es ja, was es einem so schwer macht, diese Verquickung von Extremen...

    Ignorieren geht ja nicht wirklich, wenn man unter einem Dach wohnt.

    Und trotzdem kannst du viel für dich tun.

    Lieber Gruß, Linde

    Das gilt nicht für eine Suchterkrankung wie Alkoholismus.

    Da ist Vorraussetzung, daß der Betroffene von sich aus aufhören möchte. Von außen kann man nichts tun, solange derjenige keine Einsicht hat und von sich aus um Hilfe nachfragt.

    Ihm wird ja jederzeit geholfen! Beim Hausarzt, der Suchtberatungsstelle, in der Entgifungsstation usw. - wenn er denn will!!

    Dann kommt noch dazu, daß wir Angehörige keine Profis sind und diese Erkrankung gehört professionell begleitet. Als Angehöriger meint man helfen zu müssen und kommt so in Gefahr, in co-abhängiges Verhalten zu geraten. Also den Alkoholiker in den Mittelpunkt zu rücken und die Gedanken kreisen nur noch um ihn. Und man selber geht mit unter.

    Feierst du schön?

    LG, Linde

    Hallo Sisu

    Zitat

    Ich traue mich immer noch nicht wirklich meinen Wunsch nach Abstand zu formulieren.

    Lebe den Abstand, halte ihn. Formulieren brauchst du nicht, du brauchst nichts zu erklären, begründen, rechtfertigen. Du darfst dich einfach so um dich kümmern, wortlos.

    Das ist ja das Gute heute, daß wir den Abstand verändern können.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo insecure,

    dann wünsche ich dir heute mal als allererstes alles, alles Gute zum 19. Geburtstag! :D


    Ich kann mich gut erinnern, wie ich so etwa mit 15 oder 16 beim Hausarzt saß und wegen der Trinkerei meiner Mutter nachfragte. Er hat mich quasi rausgeschmissen. :cry: Danach bin ich für Jahre verstummt, habe mich überhaupt niemandem mehr anvertraut. Ich spinne ja und sie ist schließlich ein ehrwürdiger Teil der Dorfgemeinschaft..... :roll: Ich habe dann den Hausarzt gewechselt.

    Zitat

    Wie kann ich meinem Vater helfen?
    Wie kann ich meiner Familie helfen?
    Und, wie kann ich mir selbst helfen?

    Dreh mal die Reihenfolge um, dann stehst du da, wo du hingehörst: oben!

    Die anderen sind für sich selber verantwortlich. Und du bist für dich verantwortlich. Was da jeder von euch draus macht, das ist Seins.


    Lieber Gruß und hab einen schönen Tag. Auch wenn es den anderen nicht so gut geht - Dir darf es gut gehen!

    Linde

    Hallo Elfi,

    es gibt Menschen, die über eine ausgeprägte Empathiefähigkeit verfügen. Das ist so wie es ist. Und man kann lernen damit umzugehen. Mir haben Körperübungen, z. B. Atemübungen nach Ilse Middendorf, gut geholfen, bei mir zu bleiben. Und natürlich auch das Forum hier.

    Weniger fühlen geht glaube ich nicht, es sei denn, man betäubt sich. Ich habe das jahrelang mit Essen versucht. Inzwischen kann ich gut damit leben, intensiv wahrzunehmen und zu fühlen. Ich habe auch Möglichkeiten entdeckt bzw. entwickelt, meine Gefühle auszudrücken, so daß es nichts mit anderen Menschen zu tun hat. Also z. B. beim Musikmachen, einfach so für mich.

    Daß es anderen mal schlecht geht, ist doch gut! Daran können sie wachsen und lernen und sich weiterentwickeln. Im Zustand immerwährender Glückseligkeit gibt es keine Entwicklung mehr.

    Du kannst deinen Abstand zu unglücklichen Menschen verändern, das ist Deins. Und die anderen dürfen so unglücklich sein, wie das gerade dran ist für sie. Bei mir war es schon immer so, daß Tiefpunkte zu Wendepunkten in meinem Leben wurden.

    Anerkennen was ist, nicht meinen sich einmischen zu müssen. Alles ist für irgendwas gut, auch wenn du das nicht sehen kannst. Keiner kann wissen, was beim anderen für Reifeschritte noch dran sind, bevor der nächste Schritt dran ist, das wäre anmaßend.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Elfi!

    Zitat

    Schäme mich mittlerweile für mein Verhalten hier im Forum, habe vom Moderator einen Anschiss bekommen, weil ich sowenig über mich selbst schreibe

    Das war kein Anschiß, sondern ein kleiner Wink mit dem blauen Zaunpfahl... :wink:

    Das ist ja ein Prozeß, Elfi. Komm hier zur Ruhe und schau mit der Zeit immer mehr auf dich.

    Grüße, Linde

    Hallo co-Elfi,

    zuerst ging es bei dir um die Nichte deines Schwiegervaters, jetzt geht es um ein weiteres Familienmitglied.

    Wann geht es mal um DICH?

    Du bist hier in zahllosen Threads unterwegs, nicht nur bei den Co, sondern auch bei den EK. Stellst Fragen, die den anderen weiterbringen sollen. Es besteht hier im Forum immer auch die Gefahr, daß co-abhängiges Verhalten, also z. B. Helfenwollen, sich verstärkt statt hinterfragt zu werden.

    Wann geht es um DICH?

    Grüße, Linde

    Deiner Frau bist du nüchtern sicher auch lieber, Bernsteinauge.

    Vielleicht machst du ihr einfach klar, daß Konsequenz bei deiner Erkrankung ganz, ganz wichtig ist. Also ein alkfreies Zuhause auch an Geburtstagen, Feiertagen usw.

    Es geht ja auch darum, daß nach dem Geburtstag benutzte Gläser rumstehen würden, das Wohnzimmer nach Alk riecht, deine Frau vielleicht eine Fahne hat... Wo ist da die Grenze, wenn man mal anfängt Kompromisse zu machen?

    LG, Linde

    Hallo Marcello,

    wir sind ja hier eine eigenständige Selbsthilfegruppe und tauschen uns weder über die Programme, deren Inhalte, noch über positives od. negatives der anderen Gruppen aus.

    Wenn du persönlich mit ganz bestimmten anderen SHG negative Erfahrungen gemacht hast, bitte formuliere das neutral, ohne die Namen zu nennen.

    Danke, Linde

    Hallo Kernkraft

    Im März d. J. hast du geschrieben

    Zitat von Kernkraft

    Zum großen Glück, habe ich eine erkennbare Zukunft. Sie wird nicht mit ihm zusammen sein. Der Abstand wird immer größer und die Funkstille für drei Monate meinerseits hat mir gezeigt, wie schön das Leben ist. Ich kann mein Ziel ohne ihn viel besser verfolgen. Trotzdem liebe ich ihn. Doch ich liebe auch mich.

    Wie geht es denn nun bei dir weiter? Was machst du konkret?

    LG, Linde