Hallo Elfi,
es gibt Menschen, die über eine ausgeprägte Empathiefähigkeit verfügen. Das ist so wie es ist. Und man kann lernen damit umzugehen. Mir haben Körperübungen, z. B. Atemübungen nach Ilse Middendorf, gut geholfen, bei mir zu bleiben. Und natürlich auch das Forum hier.
Weniger fühlen geht glaube ich nicht, es sei denn, man betäubt sich. Ich habe das jahrelang mit Essen versucht. Inzwischen kann ich gut damit leben, intensiv wahrzunehmen und zu fühlen. Ich habe auch Möglichkeiten entdeckt bzw. entwickelt, meine Gefühle auszudrücken, so daß es nichts mit anderen Menschen zu tun hat. Also z. B. beim Musikmachen, einfach so für mich.
Daß es anderen mal schlecht geht, ist doch gut! Daran können sie wachsen und lernen und sich weiterentwickeln. Im Zustand immerwährender Glückseligkeit gibt es keine Entwicklung mehr.
Du kannst deinen Abstand zu unglücklichen Menschen verändern, das ist Deins. Und die anderen dürfen so unglücklich sein, wie das gerade dran ist für sie. Bei mir war es schon immer so, daß Tiefpunkte zu Wendepunkten in meinem Leben wurden.
Anerkennen was ist, nicht meinen sich einmischen zu müssen. Alles ist für irgendwas gut, auch wenn du das nicht sehen kannst. Keiner kann wissen, was beim anderen für Reifeschritte noch dran sind, bevor der nächste Schritt dran ist, das wäre anmaßend.
Lieber Gruß, Linde