Beiträge von Linde66

    Danke für die vielen Antworten!

    So kommen schon einige gute Anregungen zusammen.

    Hilfreich finde ich das Wissen, daß ich gehen kann. Daß ich den Abstand verändern kann. Und sei es "nur" auf einen winterlichen Abendspaziergang. Ich muß nichts aushalten!


    Vielleicht ist es gut, sich im Vorfeld schon mit Freundinnen oder Bekannten zu verabreden, z. B. auch einfach um zu telefonieren. Es geht ja nicht nur uns EK so, daß Weihnachten so dermaßen bedeutungsschwanger ist, daß man es kaum ertragen kann... :wink:

    Etwa 10 Jahre lang war ich gar nicht bei den Eltern. Manchmal habe ich eine Postkarte geschrieben, aber nicht immer. Ich werde dieses Jahr seit vielen Jahren das erste Weihnachten mit den Eltern verbringen. Allerdings nicht drei Tage am Stück und auch nicht unbedingt Heilig Abend. Essen am 1. Feiertag vielleicht, steht noch nicht fest. Also das ganze etwas entzerren, damit ich nicht vereinnahmt werde. Zeiten eingrenzen und mich nicht den ganzen Tag verplanen lassen. Gemeinsamen Kirchgang gab es bei uns nie, aber vielleicht einen Spaziergang, mal sehen.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Paul P.,

    Risikominimierung ist kein Weglaufen!

    Ich halte deine Äußerungen für Frischtrockene für äußerst gefährlich.

    Das Beispiel vom trockenen Wirt, das taucht hier alle halbe Jahr spätestens auf... Selbst wenn das stimmt, dann wäre es die große Ausnahme, denn mit "Willen" allein hat noch niemand seine Sucht zum Stoppen gebracht. Bestenfalls eine mehr oder weniger lange Trinkpause hingekriegt. Da braucht es schon mehr dazu an Lebensveränderungen als nur nichts mehr trinken.

    Mallorca ist eine schöne Insel. Dann gibt es noch Fuerteventura, Korsika, Malta............................. Warum also seinem Suchtgedächtnis Futter geben und sich Triggern aussetzen?

    Noch einmal: Risikominimierung ist keine Flucht, sondern kluges, vorausschauendes Verhalten.


    Gruß, Linde

    Hallo Kaleu,

    Kinderpunsch kann jeder so anrühren, wie er mag, das ist ja kein geschützter Begriff, da gibt es kein festes Rezept dafür. Deswegen schmeckt der auch an jeder Bude anders.

    Er sieht so aus wie Punsch, er wird sogar in denselben Tassen angeboten und an denselben Buden verkauft. Das kann triggern, auch wenn da kein Alk drin ist.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Monty

    Zitat

    ,auch wenn du das so nicht siehst!!!!

    Über die Bindung zu deinem jüngeren Sohn oder deine Liebe zu ihm habe ich nichts geschrieben, geschweige denn angezweifelt. :)

    Ich finde es gut, daß du mit ihm redest.

    Grüße, Linde

    Hallo Monty,

    dein erster Thread vor einem Jahr, da ging es ja um deine Söhne und dich.

    Ich kann das Mißtrauen deines jüngeren Sohnes sehr gut verstehen, immerhin hat er mit deinem Ex die schrecklichsten Szenen erlebt.

    Zitat

    ich sagte meinem Sohn, dass er ja wenigstens Guten Tag sagen könnte.

    Jetzt wird von ihm einfach so erwartet, daß er mal eben guten Tag sagen soll, wie wenn nie etwas gewesen wäre? Hast du denn nicht mit ihm vorher darüber geredet, daß du wieder mit deinem Ex zusammen bist? Die 7 Monate Nichtstrinken sind für ihn ja nicht greifbar, weil ihr das die ganze Zeit verheimlicht habt. Seine grauenvollen Erinnerungen werden ihm da näher sein.

    Ich weiß nicht warum, es hat sicher etwas mit mir selber zu tun, aber wenn ich lese, daß du ihn ständig als Zwerg bezeichnest, dann hab ich das Gefühl, wie wenn du ihn gar nicht wirklich wahrnimmst.

    Zitat

    ich stehe auf dem abwartenden Gleis..auf den Zug der da kommt, von dem ich nicht weiß, wo er hinfährt.

    Das verstehe ich nicht. Wie meinst du das?


    Gruß, Linde

    Hallo Emma,

    die Co-Abhängigkeit hüpft erfahrungsgemäß gerne von einem Objekt auf's Nächste... Nur weil der spezielle Alkoholiker nicht mehr da ist, ist die EIGENE Co-Abhängigkeit trotzdem noch latent vorhanden.

    Wie geht's denn nun bei DIR weiter?

    Grüße, Linde

    Ich habe nichts interpretiert, sondern dir die Frage gestellt, ob du einen Verantwortlichen suchst. Tust du das?

    Karsten hat dich auch etwas gefragt, was möchtest du hier im Forum für DICH erreichen?

    Du könntest ja einfach die Fragen beantworten, vielleicht verstehen wir dann besser, worum es dir überhaupt geht.

    Gruß, Linde

    Hallo nach vorne,

    versuchst du gerade die Therapeutin dafür verantwortlich zu machen, daß deine Freundin nicht bzw. noch nicht trocken ist?

    Weder die Therapeutin noch du noch sonst wer hat das in der Hand.

    Therapeuten begleiten. Die notwendigen Schritte gehen muß der Alkoholiker schon selber.

    Linde

    Hallo nach vorne,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich bin Erwachsenes Kind. Meine Mutter trinkt solange ich denken kann. Sie ist jetzt Mitte 60. Nichts und niemand konnte und kann sie vom Trinken abhalten. Sie trinkt "heimlich", hat angeblich "alles" unter Kontrolle und je direkter sie angesprochen wurde, desto mehr trank sie, um nichts zu spüren. Die Ursachen ihres Alkoholismus liegen in ihrer Biographie begründet, sie möchte da nicht dran rütteln, nicht hinschauen. Das ist ihr gutes Recht. Es ist unmöglich, einen Alkoholiker von außen trockenzulegen. Darüber geht man kaputt, weil sich irgendwann alles nur noch um den Alkoholiker dreht und das eigene Leben gar nicht mehr gelebt wird.

    Gruß, Linde

    Hallo desperate,

    geheilt werden, wie soll das gehen? Von außen heilt mich jemand und wenn ich morgens aufwache bin ich geheilt?
    Nee nee. :wink:

    Da wäre ich ja in meiner Gesundung genauso vom Außen abhängig wie gerade jetzt in meiner Co-Abhängigkeit...

    Zitat

    Wieso reicht das bißchen schon aus, um mich wieder aus der Bahn zu werfen?

    Weil das bei einer Suchterkrankung so ist. Da hilft nur konsequent das Suchtmittel weglassen und das eigene Leben in den Mittelpunkt rücken. Ein bißchen co oder kontrollierte co gibt es nicht. Entweder aktive co oder gestoppte co.

    Wovor hast du keine Angst? Da gibt es sicher sehr viel! Da sind deine Ressourcen.

    LG, Linde