Hallo fab,
ich bin Erwachsenes Kind einer alkoholkranken Mutter. Jahrelang habe ich zu helfen versucht mit dem "Erfolg", daß die Mutter noch mehr getrunken hat, weil sie das Thema damit abblocken konnte.
Ich habe es dann komplett gelassen. Sie ist für sich selber verantwortlich, ich für mich. Lange Jahre habe ich sogar den Kontakt fast komplett abgebrochen, das hat uns beiden gut getan! Und heute ist es so, daß wir uns wieder gut begegnen können, es sind richtig schöne Mutter-Tochter-Gespräche möglich. Sie trinkt ja immer noch, ganz wenig, keine Ahnung wie sie das macht. Wenn sie trinkt, halte ich Abstand, wenn sie nüchtern ist, sind die Begegnungen lebbar. Das wichtigste ist, daß ich bei mir bleiben kann und meine Helferitis ad acta gelegt habe.
Ich selber habe keine Kinder, ich kann dir also auch nicht wirklich was dazu schreiben. Stell es mir aber nicht einfach vor, was dich gerade umtreibt. Ich drück dir feste die Daumen, daß du konsequent bleiben kann. Es geht hier um DICH.
Und er hat nur dann eine Chance trocken zu werden, wenn er tatsächlich für SICH trocken werden möchte und nicht weil er Druck von außen bekommt. Möglicherweise dreht er noch so einige Ehrenrunden, aber versuch bei dir zu bleiben, Achterbahnfahren ist nicht gesund, das hab ich als EK mit meiner Mutter auch hinter mir.
Liebe Grüße, Linde