Beiträge von Linde66

    Deiner Frau bist du nüchtern sicher auch lieber, Bernsteinauge.

    Vielleicht machst du ihr einfach klar, daß Konsequenz bei deiner Erkrankung ganz, ganz wichtig ist. Also ein alkfreies Zuhause auch an Geburtstagen, Feiertagen usw.

    Es geht ja auch darum, daß nach dem Geburtstag benutzte Gläser rumstehen würden, das Wohnzimmer nach Alk riecht, deine Frau vielleicht eine Fahne hat... Wo ist da die Grenze, wenn man mal anfängt Kompromisse zu machen?

    LG, Linde

    Hallo Marcello,

    wir sind ja hier eine eigenständige Selbsthilfegruppe und tauschen uns weder über die Programme, deren Inhalte, noch über positives od. negatives der anderen Gruppen aus.

    Wenn du persönlich mit ganz bestimmten anderen SHG negative Erfahrungen gemacht hast, bitte formuliere das neutral, ohne die Namen zu nennen.

    Danke, Linde

    Hallo Kernkraft

    Im März d. J. hast du geschrieben

    Zitat von Kernkraft

    Zum großen Glück, habe ich eine erkennbare Zukunft. Sie wird nicht mit ihm zusammen sein. Der Abstand wird immer größer und die Funkstille für drei Monate meinerseits hat mir gezeigt, wie schön das Leben ist. Ich kann mein Ziel ohne ihn viel besser verfolgen. Trotzdem liebe ich ihn. Doch ich liebe auch mich.

    Wie geht es denn nun bei dir weiter? Was machst du konkret?

    LG, Linde

    Hallo Elfi,

    wie will man da als Einzelner ein ganzes Familiensystem "knacken", was sich gar nicht ändern will? Geht so etwas?

    Wenn der Alkoholiker nicht trocken werden möchte, wenn seine Frau nicht aus ihrer Co-Abhängigkeit raus möchte, dann kann man das von außen nicht beeinflussen.

    Man kann nur lernen bei sich zu bleiben. Jeder von euch. Zum Beispiel nicht mehr hingehen, wenn er betrunken ist. Also nicht reden, sondern handeln. Nicht gegen ihn oder um ihn zu beeinflussen, sondern FÜR euch.

    LG, Linde

    Hallo Liju,

    sicher kannst du dir nicht sein, du wünschst dir das natürlich, kann ich verstehen.

    Meine Mutter hat immer getrunken...

    Schuldige gibt es tatsächlich nicht. Vielleicht kannst du sie kindgerecht informieren, daß Alkoholismus eine Suchterkrankung ist. Ich habe mir mit 8 ziemlich viel beängstigendes Zeug zusammengereimt, nachdem ich im Waschpulver die versteckten Weinflaschen gefunden habe. Und ich wollte, jemand hätte mit mir WIRKLICH darüber geredet. Das hätte es mir leichter gemacht.

    Ich finde einen kindgerechten, offenen Umgang mit dem Thema Alkoholismus sehr wichtig. Die Fragen werden ja nicht weniger! Bei mir war es so, daß ich schon von klein an mit Klassenkameradinnen darüber redete. Das ist ein Thema, was ja in so vielen Familien vorkommt! Und es ist gut, wenn die Kinder wirklich einen Ansprechpartner haben. Wirklich belastend für mich als Kind war nicht der Alkoholismus der Mutter, sondern die Tatsache, daß das tabuisiert wurde und ich niemanden hatte zum Reden. Das brachte mich zum Schweigen und ich wurde dann später eine gute Co.

    LG, Linde

    Hallo Tanja,

    es ist ja IHRE Verantwortung, wie sie das alles macht.

    Unterstützung ja, aber nicht die Verantwortung abnehmen also...

    Die Weinflasche aus dem Schrank nehmen würde ich nicht, es aber vielleicht ansprechen, ob sie sich vorstellen kann, die Trockenheit konsequent umzusetzen. Und ihre Antwort oder Nicht-Antwort dann akzeptieren.

    Wenn du mal bei den länger trockenen Alkoholikern liest, dann findest du immer wieder das Wort Risikominimierung. Sie gehen dann erst gar nicht auf solche Familienfeiern, weil das ob mit oder ohne Alk Saufdruck auslösen kann, einfach durch die Gruppensituation dort.

    Aber wie gesagt, daß ist IHRE Verantwortung.

    Klar kann man auch ohne Alk schön feiern.

    Gruß, Linde

    Hallo Uschi,

    du bist ja am Ball, das wird schon, da bin ich sicher bei dir. Ein Schritt nach dem anderen.

    Was Kathleen geschrieben hat, hab ich so ähnlich auch schon gedacht, das mit dem Strand. Wie wichtig der dir geworden ist.

    Schau, daß du dir einen guten Ort suchst, wo du leben kannst nach deinen Bedürfnissen. Das macht dich stark innendrin für alles.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Wolfgang,

    "das Leben" ist nicht beschissen, sondern die aktuelle Situation ist belastend für dich. Was ja auch nachvollziehbar ist!

    Ich kenne das von mir sehr gut, daß wenn so eine ungewisse Situation ist, daß ich das dann meistens auf das große Ganze übertragen habe, das passierte einfach und das machte mich völlig handlungsunfähig, da hinten in meiner Angstecke.

    Inzwischen kann ich da besser trennen. Also mein Leben ist soweit okay. Und ab und zu kommen Situationen, die ich zu meistern habe. Situationen, die von außen an mich herangetragen werden oder sogar auf mich einstürzen, so wie jetzt bei dir.

    Du hast ja jetzt Zeit. Die kannst du nutzen, um dich zu informieren. Mit Rente kenne ich mich nicht aus, aber vielleicht besprichst du dich als erstes mit deinem Hausarzt und mit deinem zuständigen Mensch von der Rentenstelle. Das verschafft dir Klarheit. Und dann kannst du die weiteren Schritte einen nach dem anderen angehen.

    Deinen Wert hast du ja in dir! Völlig unabhängig davon, wie der von außen wahrgenommen wird.

    Grüße, Linde