Hallo Nea,
Willkommen zurück.
Das hört sich alles so an, wie wenn sich die eingefahrenen Spurrillen immer weiter vertiefen. Im Januar hatte ich den Eindruck, wie wenn du noch bereit warst, wirklich genau, ohne rosa Wolke und HausHausHaus-Fokussierung auf den Ist-Zustand zu schauen.
Zitat von Nea
Der Kopf sagt auch:
" So schnell findest du an diesem schönsten Ort der Welt keinen Job, du müsstest in Karenz gehen, um dorthin zu kommen, und dich dann dort um einen Job bemühen.
Im Ernstfall hast du ein Haus am Arsch der Welt, keinen Job, ein paar kleine Kinder, 4 Pferde und einen Alki als Mann."
Leider hat sich ja vieles genau in die von dir vorhergesehene Richtung bewegt.
Aber im Unterschied zu damals findest du Erklärungen und Entschuldigungen für seine tägliche Trinkerei. Die Gaststätte als "Wohnzimmer" zu bezeichnen finde ich eine Verharmlosung. Es ist ein Ort, wo man gegen Geld seinem Alkoholismus nachgeht.
Wenn ihr mit dem Haus fertig wärt, dann würde er vermutlich andere Gründe finden, nicht in eurem, sondern seinem "Wohnzimmer" zu hocken.
Du bist zum Glück unabhängig, hast eigenes Geld und wohnst noch nicht mit ihm zusammen. Du hast ein Umfeld, wo du dich auskennst und das dich trägt. In dem Dorf bist du allein...
Wenn er aus dieser Nummer nicht raus will, ist das sein gutes Recht, Alkoholismus ist ja nicht verboten.
Aber du kannst den Abstand verändern! Noch geht das verhältnismäßig einfach. Später wird es immer schwieriger.
Hier mal ein Link zu den Grundbausteinen für Co's. Leider ist es so, daß nicht nur er schleichend in die Sucht rutscht bzw. schon gerutscht ist, sondern die Gefahr ist sehr groß, daß man als Angehörige mit runtergezogen wird. Und für die Kinder, die du gerne hättest ist das Aufwachsen mit einem nassen Alkoholiker sicher auch kein Vergnügen. Ich bin Erwachsenes Kind einer Alkoholikerin, die Prägungen spüre ich im manchen Situationen heute noch, z. B. landete ich so gut wie immer bei suchtkranken Männern. Sicher kein Zufall.
Liebe Grüße, Linde