Hallo Colibri,
was ist denn in deinem Notfallkoffer für so einen Abend?
Nochmal duschen? einmal Straße rauf und runter im Schnee? ein Bild malen?
Es ist so, sie kann daran sterben und uns Kindern tut weh, daß wir nichts daran ändern oder aufhalten können.
Ich habe mich jetzt so lange mit all dem beschäftigt und mich immer mal gefragt, was ist das Vermächtnis meiner Mutter? Sie lebt ja noch, aber die Frage kam trotzdem irgendwann in meinen Kopf. Ich habe lange daran herumgedacht.
Ich habe ja klar diese Muster übernommen, die mich immer wieder in irgendeiner Form in Abhängigkeitsbeziehungen brachten. Ich habe aber auch Impulse, Handlungsalternativen, neue Wege übernommen. Meine Mutter konnte mir immer nur ansatzweise gute Wege vorleben, dann erschöpfe sie sich wieder in sich selber und trank. Aber: wenn ich zurückschaute, ich schaute tief in die Biographien der einzelnen Familienmitglieder, dann entdeckte ich sehr wohl Ansätze in Richtung aus der Sucht heraus.
Es ist an mir, da meinen Weg weiterzugehen, als all die, die vor mir ihren Weg gegangen sind in meiner Familie.
Mir hilft es, wenn ich mich in einen größeren Zusammenhang einsortiere, in eine Reihe von Abläufen, dann relativiert sich vieles bei mir und ich kann mein Handeln und Fühlen neu sehen.
Bis denne, Linde