Hallo LaChela,
nicht von Sartre sondern von einem Ehemaligen aus dem Forum hier:
"Wer will findet Wege, wer nicht will sucht Gründe..."
Schönen 1. Advent wünsch ich dir!
Linde
Hallo LaChela,
nicht von Sartre sondern von einem Ehemaligen aus dem Forum hier:
"Wer will findet Wege, wer nicht will sucht Gründe..."
Schönen 1. Advent wünsch ich dir!
Linde
Hallo cailin,
ich bin da einfach rausgewachsen aus dem häuslichen Umfeld, da sind alle in der Familienkrankheit Alkoholismus wie in einem unsichtbaren Netz verwoben. Die Suchtstruktur ist überall, die einen trinken, die anderen sind co, oder es wird gefressen, geritzt, ferngesehen, computergespielt oder sonstwas gemacht, gibt ja vieles...
Ich seh mich da einfach nimmer, ich gehöre da nimmer hin. Nur, anfangs war da erst mal nichts anderes, da war ein riesen Loch. Inzwischen leb ich mein Leben so gut ich es hinkriege suchstrukturfrei, mein Umfeld, mein Freundeskreis hat sich mit den Jahren verwandelt.
Das Schwierigste war diese Lücke auszuhalten die die Sucht hinterläßt, aber irgendwann füllt die sich mit Leben.
Brennt dein Kerzel?
Lg, Linde
Hallo LaChela,
ich stand auch mal vor dem Schritt ins Ungewisse, damals nach dem Abi - und habe ihn NICHT gemacht. Hm. Das war so wie es war damals. Und es hing mir sehr lange nach innendrin... Bin ganz was einfaches geworden berufsmäßig. Paar Philosophen sind später trotzdem in meine Birne kommen und vieles andere mehr... ![]()
Früher gab es mal Initiationsriten. Immer dann, wenn ein Mensch einen neuen Lebensabschnitt erreichte wurde ein Zeremoniell gehalten. Getragen von der Gemeinschaft, nicht nur von der Familie, da wurden die Kinder in den nächsten Lebensabschnitt begleitet. Klar war das von Angst begleitet beim Einzelnen, aber auch von der Sicherheit getragen zu werden, Rückhalt zu haben. In unserer Gesellschaft gibt es solche wichtigen unterstützenden Rituale leider nicht mehr.
Vielleicht überlegst du dir selber eins, z. B. etwas eingraben oder ins Wasser oder Feuer werfen..., irgendsowas.
Vielleicht mit einem Menschen, der dir wichtig ist.
Das mit der Freude kommt mit Zeitverzögerung, Geduld, Geduld!
Und wenn du die schönen Dinge hinterher erkennst ist das doch besser, als wenn du sie gar nicht erkennst. Manchmal läuft man mit sich selber nicht synchron, das wird...
Lieber Gruß, Linde
Hallo Belinda,
herzlich Willkommen hier bei uns EK's.
ZitatMeist fängt es ganz unbestimmt an, ich bekomme z.B. Herzklopfen oder irgendein anderes körperliches Symptom. Das macht mir dann sofort panische Angst - Angst vor einer schlimmen Krankheit!
Ich habe auch oft einfacht Angst vor unvorhergesehen schlimmen Ereignissen. Wenn z.B. mein Partner mit dem Auto unterwegs ist, hab ich panische Angst um ihn und rufe ihn meist mehrmals auf dem Handy an, um zu schauen, ob es ihm gut geht.
So überfallsartige Angst kenne ich auch gut. Früher war das ganz oft so, ich habe in Partnerschaften oft völlig irrationale, "unbegründete" Verhaltensweisen an den Tag gelegt.
Da ist was innendrin gekoppelt. Altes und aktuelles ist vermischt. Und eine aktuelle Situation, wo ich nicht recht weiß was abgeht erinnert mich an die Ohnmächtigkeit, Hilfslosigkeit und das Ausgeliefertsein von DAMALS. Da war das nämlich oft so. Kleines hilfloses EK mußte dieses und jenes begrifflos zur Kenntnis nehmen und fühlte sich der Situation ausgeliefert. Daraus entwickelten sich Ängste, denen ich versuchte zu begegnen.
Zum Beispiel damit, daß ich versuchte, die beängstigende, unverstandene Situation unter Kontrolle zu kriegen, an mich zu reißen, selber zu organisieren, zu begreifen - dann kann sie doch gar nicht soooo schlimm sein.
Was hab ich mich darin erschöpft, Chaossituationen daheim "in den Griff zu kriegen"...
Und so ähnlich funktionierte das, ohne das es mir bewußt war, später auch. Ein kleiner Auslöser und ich kam gefühlsmäßig in das ALTE Reaktionsmuster: der angstauslösenden Situation versuchen durch Kontrolle ihre Bedrohlichkeit zu nehmen und dadurch aus der eigenen so erlebten Ohnmachtssituation herauszukommen.
Früher ging die Welt unter, jeden Tag wenn ich gerochen habe, daß sie betrunken war und nicht mehr für mich da sein konnte. Und das stürzte mich in Ungewissheit und Ängste. Heute kann ich irritierenden, ungewissen, beängstigenden Situationen erwachsen begegnen. Ich brauch keine Kontrolle mehr, ich muß nichts mehr "tun". Ich hab gelernt, daß nicht die Welt untergeht, wenn ich heute mal Angst habe. Da ist mit der Zeit ein Vertrauen gewachsen. Das entlastet auch eine Partnerschaft.
Lieber Gruß, Linde
Hallo Questor,
da steht in derem Programm immer so ein Halbsatz mit dabei: eine höhere Macht, nenn es Gott..., so wie DU ihn begreifst. - Alles andere als dogmatisch, nimm doch einfach mal an einem Treffen teil, nur so kannst du herausfinden, ob du dich wohlfühlen und öffnen könntest.
Hm, Warnschuss nächste Woche... wie meinst du das?
ZitatÜber mich habe ich auch noch was gelernt. Ich bin ein Meister des Verschiebens. Immer wieder finde ich Gründe, warum ich gerade heute nicht die (bildliche) Keule auspacke und sie vor die Wahl stelle. Allerdings ist das tatsächlich nicht ganz so einfach.
Genau so wie sie Meisterin ist im Verschieben, bist du das auch, oder? So wie sie immer wieder Gründe findet zum Saufen, findest du Gründe dich mit ihr zu beschäftigen und nicht mit dir. Ihr Fokus ist auf den Alkohol gerichtet und deiner auf die Alkoholikerin.
Warnschuss? Angeschossene Hasen ziehen sich zum Sterben zurück und angeschossene Wildschweine greifen an. Was willst du erreichen? Immer wenn man was tut, um zu, um zu, um zu.... dann ist man nicht bei sich.
Ja klar oszilliert das, da ist Liebe und unmittelbar daneben ist die Sucht.
Liebst du dich?
Gibt Beispiele, da bleiben die Kinder beim Vater und die alkoholkranke Mutter geht. Dieser Weg ist gangbar.
Herzliche Grüße, Linde
frischgeduscht ins frischbezogene Bett.....
Hallo Isis,
keiner von uns kann Ferndiagnosen über ihn stellen.
Wichtig ist ja, wie es DIR damit geht.
Durchhalten? Warten? Hm. Wonach ist dir denn?
Lg, Linde
Hallo cailin,
das mit dem gaaanz besonderen
Weihnachtspäckchen kann man sich ja einfach seeehr genüßlich ausmalen, grins, sieht ja keiner... ![]()
Wenn du magst, dann lies mal den hier oben angepinnten Thread "Merkmale für ein EK". https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic16098.html
Wir haben hier paar Seiten zusammengetragen, es kommt immer mal was dazu, da konnte ich mich in sehr vielem wiederfinden. Und stellte fest: ich bin ein gaaaanz normales EK. ![]()
Zu sehen, daß ich nicht alleine so irrational ticke, das erleichterte es mir und vor allem machte es mich wieder handlungsfähig.
Lieber Gruß, Linde
Hallo Rivanna,
es gibt Dinge, die tun unendlich weh. Leider ist das so.
Du putzt deine Wohnung, du gehst mit dem Hund spazieren und du hälst erst mal Abstand. Das ist gut.
Abstand ist gut.
Ganz lieber Gruß, hab trotz allem einen Tag mit schönen Momenten für dich.
Linde
Hallo Rivanna,
bei IHM ist alles wie gehabt.
Wie geht es nun mit DIR weiter? Was tust du für DICH?
Ich wünsch dir, daß du dich um DEIN Leben kümmern kannst und da mal hinschaust. Du kannst natürlich auch weiter wie das Kaninchen vor der Schlange deinen Sohn anstarren, aber das verändert ja nichts an der Situation.
Du kannst DEINE Situation verändern.
Wenn er übergriffig werden sollte, hast du ein Handy für einen Notruf?
Lieber Gruß, Linde
Ein ganz liebes Hallo nochmal hier im offenen Bereich!
ZitatAuf der Flucht vor dem Telefon...
Abstand ist immer gut und das Gute daran ist, daß DU ihn heute wählen kannst. Und aus Fluchtpunkt wird irgendwann Standpunkt...
ZitatSeit Monaten versuche ich meinen Eltern nun schon klar zu machen, daß ich Abstand brauche
Bringt es etwas? Ich bitte inzwischen maximal 2 mal um etwas, wenn der andere nicht reagiert, dann ist das Seins. (Beim 1. mal könnte er es ja überhört habe, grins.) Jedes weitere mal wäre Energieverschwendung.
Du kannst dich monatelang darin erschöpfen, an deinen Eltern rumzuschrauben. Du könntest aber auch einfach Zeichen setzen. Nicht SIE wollen Abstand! DU willst ihn, also ist es an DIR, deinen Abstand zu wählen.
Ist immer spannend, wenn man sich selber mal anders verhält als vorher... ![]()
![]()
Hm, ich überleg grad, Schuldgefühle könnte man auch nett in ein Päckchen einpacken und ihnen untern Weihnachtsbaum legen..?
Lieber Gruß, Linde
P.S. Hier im offenen kann das www mitlesen, die Tagebücher sind im geschützten Bereich des Forums. Ich hab monatelang hier im offenen geschrieben und bin gewechselt, als ich ans "Eingemachte" gekommen bin.
Lindengrüße sind auch duftend, grins.
Schreib einfach weiter. Das sortiert sich.
Hallo Lavandula,
ich schreibe manchmal tagelang vor mich hin und kann auf diese Art meine Gedanken weiterspinnen, meine Gefühle wachsen und konkreter werden lassen.
Oft ist es das ALTE Bedürfnis nach Resonanz, nach Rückmeldung, was anklopft. Gerade bei EK's ist es oft ein ungestilltes Bedürfnis. Ich kenne das sehr gut, diese Resonanzlosigkeit des Elternhauses.
Ich schreib hier für mich, ich lese hier für mich. Der Austausch findet in meinem Kopf statt. Im inneren Dialog mit mir selber und in der Auseinandersetzung mit dem, was ich bei anderen lese komme ich weiter. Manchmal ist es schwer, dieses Vakuum in sich selber auszuhalten, aber es ist ja auch der Raum, in dem ich wachsen kann. Klar spürt man sich besser, wenn man ständig Resonanz bekommt, aber spannend ist es, wenn man den Raum in sich selber zuläßt und plötzlich die Resonanz aus sich selber heraus spürt.
Ganz lieber Gruß, ich les dich immer.
Linde
Stimmt, Fähre fahren ist toll. Und dabei Steine ins Wasser werfen.
P.S. Nochmal nachträglich herzlich Willkommen jetzt im offenen Bereich vom Forum! ![]()
Hallo Smilla,
beschreib die Wand.
Vielleicht wird es dann für dich etwas konkreter.
Lieber Gruß, Linde
Hihi, in meinem früheren Leben war ich mal eine Bienenwachskerze. ![]()
Dochte sind geflochten und haben eine Laufrichtung. In der einen Richtung saugen sie das Wachs gut auf und leiten es hoch zur Flamme. Und in der anderen Richtung bremsen sie sich selber aus.
Die dicke des Dochtes muß zur Forum passen und gut ist, wenn du sie vorher mit Wachs tränkst.
Linde
Hallo Nele,
probiere mal aus, den Docht in die andere Richtung laufen zu lassen. ![]()
Lg, Linde
Hallo Questor,
wie geht's dir inzwischen?
Lg, Linde