Beiträge von Linde66

    Hallo,

    mir hat die Atemtherapie nach Ilse Middendorf sehr geholfen. Dazu kamen Ergotherapie mit unterschiedlichsten Materialien, vor allem aber Ton.

    Bei verletzten Gefühlen fällt mir sofort der Begriff 'Grenzverletzung' ein. Da wurden bei mir 1000 mal die Grenzen überschritten... Diese meine Grenzen habe ich gerade durch die Körperherapie, später auch durch Sport, wiedererobert.

    Bis hierhin und keinen Millimeter weiter!

    Das ist das eine. Und das andere:

    Ich lasse mich berühren, wenn ICH dazu Ja sage...


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Neues Leben!

    Zitat

    Weil, ich kann verstehe es nicht, warum Leute nicht einfach sagen, was sie denken. So vor sich hin denken und schweigen.

    Hm, vielleicht leben sie einfach im Moment das andere Extrem aus, also das Gegenteil von deinem:

    Zitat

    Manchmal rege ich mich auf und frage selbst nicht nach.....


    :wink:


    Manchmal ist das so, daß man extrem mal in die eine, dann auch mal in die andere Richtung unterwegs ist. Wie fühlt sich Wut an? Wie fühlt sich Ruhigbleiben an?

    Und mit der Zeit entwickelt man vielleicht ein Gespür für seine eigene individuelle Mitte. Gelassenheit und Überblick ist eine feine Sache, dann mußt du auch nimmer so oft den PC aus dem Fenster werfen...


    @ Caro: ich nehm das Hervorholen des Freds mal zum Anlaß zu fragen, ob du deine Wut inzwischen rauslassen kannst?

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Randy,

    es ist nicht sinnvoll, hier einzelne Kliniken, Ärzte o. ä. namentlich zu empfehlen.

    Denn was für dich ein guter Ort war, kann für jemand anderen einfach nicht passen - und umgekehrt.

    Wenn jemand wirklich für sich weiterkommen möchte, wird er selber fündig. Die Möglichkeiten, sich zu informieren und im Realen nachzufragen sind groß.

    Grundsätzlich stimme ich dir zu, was Verhaltenstherapie und Traumatherapie angeht, du hast die Inhalte gut auf den Punkt gebracht.

    Für manchen mag im Laufe der Zeit noch Körpertherapie dazukommen.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Löwenherz,

    das Kinderkriegen, das kannst du ja auch deinen Körper entscheiden lassen. Da brauchst du dich eigentlich gar nicht einzumischen. Wenn dein Körper ja sagt, dann kommt das von so tief innen heraus, ist so unbeeinflußt, dann ist es auch in Ordnung.

    Ganz schöner Aufruhr bei dir momentan. Kann mir gut vorstellen, daß deine neue Situation im Kopf Assoziationen auslöst. Dann kommen aus der hintersten Ecke so verinnerlichte Sprüche hervor.

    Gut, daß du da hinschauen kannst. Was ist deins, was ist ihres? Was ist jetzt, was ist Verinnerlichtes von anno dazumal?

    Lieber Gruß, Linde

    Hi Kopfmensch,

    mir hat in schwierigen Phasen geholfen, wenn ich mir klarmachte, daß das, was vor einer Minute war Vergangenheit ist.

    Und JETZT ist jetzt, und genau jetzt kann ich es anders machen als vorher.

    Wenn ich meinen Fokus auf genau Jetzt lege, dann kann ich ja meine Kraft auf's hier und heute bündeln. Dann geht auch was!

    Nicht aber, wenn ich mich mit "hätte dies oder jenes..", "warum hab ich nicht..." usw. befasse. Das war gestern.

    Jetzt bist du hier, kannst dich reflektieren und austauschen.

    Grüße, Linde

    Hallo Andrea,

    nochmal Willkommen im offenen Teil des Forums!

    Zitat

    Aber aus der Anzahl der bisher eingegangenen Antworten, nämlich 0, könnte man ja auch schon Rückschlüsse ziehen

    22 Minuten... warum so ungeduldig? :wink:

    In manche Themen muß man sich erst reinfühlen, bevor man schreiben kann.


    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Kopfmensch,

    Willkommen zurück!

    Du hast da schon richtig genau hingeschaut.

    Zitat

    In den Vorgesprächen wurde mir erneut bewusst, dass alles (Verhaltensmuster, Wunden) in meiner Kindheit gewissermaßen „vorprogrammiert“ wurde und ich unbewusst immer wieder die alte Problemsituation mittels gestörter Partner herzustellen versuche, um diese endlich (Sehnsucht) zu lösen und meinen Frieden zu finden. Logischerweise werde ich nie Frieden finden, wenn ich so weitermache.

    Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Gut, daß du das schon so sehen kannst.

    Die hinterherhinkenden Emotionen können einem manchmal ganz schön ausbremsen... :roll:

    Aber du kannst ab jetzt hinschauen, du kannst ab jetzt konsequent sein, ab dieser Minute!

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Fritzl,

    ich finde es gut, daß du rausgehst! Und wenn du regelmäßig zu den Treffen gehst, dann lernst du ja dort mit der Zeit die Leute kennen.

    So wie dir ging es den anderen am Anfang ja auch, man muß einfach den ersten Schritt machen.


    Lieber Gruß,

    Linde

    Hallo Fritzl,

    eine gute Rechtsberatung bekommst du halt nur von einem Anwalt. Wir können hier ja nur spekulieren und jeder Fall ist ja bissel anders...

    Ich schick dir auch eine Portion Mut. Wenn du die allerersten Schritte mal gemacht hast, wird es sicher einfacher für dich werden.

    Und ich denke es ist auch sinnvoll JETZT hinzugehen und nicht erst, wenn du eine Aufforderung bekommst. Wenn du selber hingehst, dann zeigst du dein Interesse und deine Ernsthaftigkeit.

    Wenn du beim Jugendamt bist vergiß nicht zu erwähnen, daß deine Frau die großen Kinder mit ins Bett nimmt.


    Viele Grüße, Linde

    Hallo Bleegle,

    ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch hier im Forum!


    Darf ich fragen was sind denn das für persönliche Gründe, die dich daran hindern aus diesem immer wiederkehrenden Spiel auszusteigen?

    Du kannst es nimmer ertragen, fühlst dich ganz weit unten...

    Spielball zu sein in einem Spiel ist sicher kein angenehmes Gefühl.

    Über den persönlichen Tiefpunkt deines Mannes kann man nur spekulieren, das bringt ja aber nichts. Die Frage ist, wann ist für dich der Punkt erreicht, wo du für dich und dein Kind die Initiative ergreifst?


    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Evvi,

    was mir auffällt ist, wie sehr du deine Gefühle davon abhängig machst, wie sich die anderen Menschen um dich herum verhalten. Wenn sie trinken geht es dir schlecht, wenn sie nicht trinken geht es dir gut.

    Und um kein Risiko einzugehen, ziehst du dich weitgehend zurück.

    Ich bin ja auch lieber allein auf Achse, als mit Trinkenden zusammenzusein, da bin ich sehr konsequent. Und es gibt Veranstaltungen, wo eben nicht getrunken wird. Da lernt man auch entsprechend die passenden Menschen kennen. Im Schwimmbad, bei Ausstellungen, auf dem Flohmarkt... gibt sooo viel.


    Könntest du dir vorstellen, das bissel auseinanderzudröseln? Den anderen ihrs bei denen lassen und DEINS für dich sein? Du bist doch ein ganz eigener Mensch!

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo liebe Evvi,

    auch von mir herzlich Willkommen hier bei uns Erwachsenen Kindern!

    Ich bin 43 Jahre alt und meine Mutter trinkt solange ich denken kann. Da war und ist von meiner Seite her nix, aber auch gar nix zu machen... das ist leider so.

    Mich hat das Thema auch sehr geprägt. Meine Mutter trinkt, der Vater ist Co., mein Bruder auch... Das war ganz schön schwer, da MEINEN Weg zu finden.

    Scheue dich nicht, dir jegliche Hilfe mit ins Boot zu holen die dich jetzt unterstützen kann.


    Wie geht's dir heute abend?

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo liebe Kathi,

    NEIN ist eines der wichtigsten Wörtchen, das je erfunden wurde! :wink:

    Meine Mutter ist auch Alkoholikerin und wenn ich mit ihr telephoniere, was nur noch sehr, sehr selten vorkommt, dann rufe ich früh am Vormittag an, weil da der Pegel erfahrungsgemäß noch nicht allzu hoch ist.

    Wenn ich merke, daß sie betrunken ist, breche ich das Gespräch ab. Da mache ich gar keine Worte drum, ich tue es einfach.

    Und warum?

    Um mich zu schützen. Mir geht es nicht gut dabei, also lasse ich das weg.

    Du merkst ja, daß du aggressiv wirst, da ist viel Energie im Spiel. Oft ist es so, daß EK's diese Energie dann gegen sich selber richten, Bauchweh kriegen, nicht mehr schlafen können, unruhig und fahrig werden...

    Das kann man sich alles ersparen indem man das wegläßt, was einem aus eigener Erfahrung nicht gut tut.

    Da heißt es, dem Bauchgefühl wieder vertrauen zu lernen, auch und gerade weil es die eigenen Eltern sind. Ich hab auch gemeint, weil es doch meine Mutter ist muß ich mich übergehen, meine Warnsignale überhören, dem lieben Frieden zuliebe, der Familie zuliebe...

    Nö. Mir zuliebe lasse ich weg, was mir nimmer gut tut. Hört sich egoistisch an, ist aber die gesunde Form des Egoismus.

    Meine Mutter hat ja meine Telephonnummer, sie könnte wenn sie wollte hier jederzeit nüchtern anrufen, tut sie aber nicht, warum, weil sie nie nüchtern ist. Ihre Verantwortung.


    Viele Grüße und herzlich Willkommen hier im Forum! :D

    Linde

    Hallo liebe Weitsicht!

    Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Walken!


    Du hast geschrieben:

    Zitat

    Bin dankbar, dass ich an die Kraft der Liebe heute dennoch glauben kann. Das konnte selbst dieser Pfarrer nicht zerstören.

    Weißt du, mich gab es ja schon VOR dem Mißbrauch, VOR dem alkoholgeschwängerten Umfeld, VOR der Lieblosigkeit....

    Es gibt da einen Kern in mir, den gab es schon VORHER, egal wie kurz diese VORHER war. Es gibt da etwas Reines, Unberührtes, Heiles, Ganzes in uns, davon bin ich zutiefst überzeugt.

    Und in all den Jahren bin ich zu diesem Kern vorgedrungen, bissel Licht Luft und Liebe ran... und schon beginnt der Kern in mir zu wachsen.


    Lieber Gruß,

    Linde

    Hallo Fritzl!

    Mit Tablettenentzug kenne ich mich nicht aus. Deine Frau ist ja jetzt dort in guten Händen. Du kannst über das Thema besser einen Arzt fragen.

    Wenn sie ihren Klinikaufenthalt als Chance nimmt, dann kann es sein, daß sie gerade anfängt ihr ganzes Leben umzukrempeln. Sie wird über alles mal nachdenken. Vieles in Frage stellen. Zu vielem Nein sagen, wo sie immer Ja gesagt hat - oder umgekehrt.

    So ein Klinikaufenthalt ist ganz schön aufwühlend. Kann sein, daß sie dich jetzt im Moment nicht sprechen möchte, weil sie so sehr mit sich selber beschäftigt ist.


    Du kannst anrufen wenn du magst oder du kannst es bleiben lassen. Höre einfach auf deinen Bauch.

    Auch für dich ist diese momentane getrennte Situation eine Chance mal hinzuschauen, FÜR DICH, wie du weiterverfahren möchtest. Was ist für dich jetzt am wichtigsten und wie kannst du das für dich in Angriff nehmen?

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie aufwühlend das alles jetzt ist. So aus dem normalen Alltag herausgerissen zu sein. Jetzt ist zwar schwierig für dich, aber der Alltag, den du die ganze Zeit hattest, der war ja nicht so schön für dich.

    Also kannst du das jetzt in die Hände nehmen, erst mal für dich.


    Erst mal viele Grüße, Linde

    Hallo Fritzl,

    wie geht's dir?

    Hast du oder jemand anderes mal mit den Kindern über die Krankheit Alkoholismus geredet?

    Du könntest dir Rat beim Jugendamt holen oder bei einer Suchtberatungsstelle. Oft ist es ja so, daß Alkoholismus die ganze Familie betrifft, also auch die Kinder. Die Berater kennen sich damit aus.


    Lieber Gruß,

    Linde

    Hallo ihr beiden,

    danke für's Drücken, geht mir doch gut jetzt.

    Heute kann ich hinschauen, da bin ich froh drum. Diese alten Zusammenhänge anschauen und verstehen zu können hilft mir, heute genau hinschauen und handeln zu können.

    Denn heute kann ich handeln, ich kann gestalten und vor allem kann ich weglassen und kann Nein sagen. Ich bin froh darum. Wenn ich heute wahrnehme, daß jemand verstrickt ist in Suchtmustern, da kann ich den Abstand herstellen, der mir gut tut. Das konnte ich früher nicht. Da meinte ich Leute retten und aufklären zu müssen. Oder ich verlor mich in unguten Beziehungskonstellationen, spürte mich dabei nicht.

    Mein Weg zu mir als erwachsene Frau war sehr schwierig, Frausein war lange Jahre unmöglich für mich. Da war ich eher ein Neutrum, so sah ich auch aus. Heute bin ich höchst lebendig, weiblich, gerne Frau. Klar fehlte mir die Mutter als Identifikationsmöglichkeit, als Vorbild, als Ansprechpartnerin. Da bin ich in die Bücher eingetaucht und habe überall wo ich war Frauen angeschaut, mir hier was und dort was rausgepickt, was mich in meiner Entwicklung weiterbrachte.


    Liebe Grüße, Linde