Beiträge von Linde66

    Hallo Yvonne,

    kannst du den ganzen Ostersüßkram nicht einfach aus der Wohnung schaffen, in die Tonne oder herschenken?

    Das ist ja, wie wenn jmd. trocken bleiben will und die Flaschen noch im Schrank stehen hat...

    Oder willst du die Sachen nach der Fastenzeit und während der Umstellung auf Brukersche Vollwertkost noch essen?? :shock: :wink:


    Das mit dem Fasten klingt finde ich ziemlich nach Verzicht, meist entwickelt sich ein enormer Heißhunger, dann ein Freßanfall, hört sich so ähnlich an wie Saufdruck und Rückfall... Ich hab 2 mal gefastet und nach kürzester Zeit hinterher mehr gewogen als vorher. :roll:

    2003/4 habe ich meine Ernährung auf vitalstoffreiche Vollwertkost umgestellt ohne vorher zu fasten. Fasten empfand ich als Streß für den Körper. Die behutsame Umstellung war eine intensive Zeit und ich verfeinere da immer mehr. Macht richtig Spaß. Und 25 kg sind weg.


    Andererseits kann ich gut nachvollziehen, wenn man so eine Art Zäsur macht, um nach einem Reinigungsprozeß neu anfangen zu können.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Lady,

    herzlich Willkommen hier bei den EK's!

    Meine Mutter trinkt auch, über 30 Jahre schon. Sie erzählte mir auch immer, daß da nichts wäre und wenn ich es ihr auf den Kopf zusagte, dann kam der Satz: ich hab alles im Griff...

    Derweil hat der Alkohol SIE im Griff, aber das will sie nicht wahrhaben. Einen Alkoholiker kann man nicht trockenreden, jegliche Zwangsmaßnahme von außen funktioniert nicht, also auch keine Zwangseinweisung. Der Rückfall wäre vorprogrammiert. Es ist ihre Entscheidung für den Alkohol und gegen ein lebendiges Leben, das haben wir Kinder zu akzeptieren, so schwer uns das fällt.

    Wenn sie nicht aus sich selber heraus trocken werden möchte und sich kompetente Hilfe holt, dann kann man von außen nichts tun.

    Ich habe inzwischen den Kontakt abgebrochen. Und ich lebe MEIN Leben, so gut ich das halt kann als EK. Der Abstand tut mir gut. Verantwortlich sind wir nur für uns selber, nicht für unsere Eltern.

    Komme erst mal hier im Forum an, vielen geht es ähnlich hier. Beim Lesen und schreiben kannst du dich sortieren.

    Wenn du magst, erzähl bissel mehr von DIR. Wie geht es dir heute abend?

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Muppilein,

    wenn du magst, schau mal hier: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php

    In den Grundbausteinen kannst DU vielleicht ein wenig Orientierung finden.

    Denn hier geht es um DICH. Für deine Freundin kannst du nichts tun, das ist leider so, sie selber sollte aktiv werden für sich. Wenn sie nicht aus innerer Einsicht ihre Sucht stoppen möchte, dann ist das so, da kannst du sie auch nicht trockenreden... Schaut eigentlich das Jugendamt mal nach den Kindern?


    Was ist es, was DICH monatelang in so einer 'Freundschaft' ausharren läßt?

    Lieber Gruß, Linde

    Viele Fragen, liebe Erdbeernase,

    das Leben wird die Antworten hineinleben, jetzt wollen die Fragen gelebt werden, so schwer das auch ist.

    Ich möchte dich hier im offenen Bereich noch einmal ganz herzlich begrüßen, komme erst mal in Ruhe an. Schreib einfach, wann immer dir danach zumute ist und was immer dich beschäftigt.

    Liebe Grüße, Linde

    Lindengrüße an die Löwin,

    find ich gut, daß du deinen ersten Tread zum Bodensatz deiner Biographie hinabsinken lassen wirst.

    So hab ich ich das auch gemacht. Ich schreib ja überwiegend im geschützten Bereich. Da hab ich anfangs mich mit den LindenWurzeln beschäftigt, nun bin ich bei den LindenZweigen. Die LindenBlüten trage ich in mir, die reifen noch.

    Immer mehr ich werden, das steht auch irgendwo bei mir. Mich immer mehr verdichten, mich destillieren, mich reinigen, mich klären, immer mehr loslassen, was nicht ich ist. Da bleibt eine ganze LindenWelt über! Bei vielen geistert die Angst herum, daß da nichts mehr ist, wenn man so viel losläßt, neee, da ist eine ganze Menge, nur isses anders, als man vielleicht erwartet hat, hihi. :wink:

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Weitsicht,

    hier noch ein Buchtitel, den ich sehr empfehlen kann:

    "Erfahrungen sexualisierter Gewalt in der Lebensgeschichte alter Frauen" von Martina Böhmer, eines der besten Bücher über Trauma, Traumaerkennung und den Umgang damit.

    Dir auch eine schöne Zeit, denn es gibt sie, die schöne Zeit. Wichtig, den Blick auch mal zu wenden, ja?!

    Linde

    Guten Morgen Cynthia,

    ob dein Freund nun Alkoholiker ist oder nicht, das kann er nur selbst beantworten. Nur er selber kann sagen, ob da bei ihm schon eine Grenze überschritten ist, hin zum Trinken-Müssen.

    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, daß Alkoholiker manchmal Geschichten erzählen, die an den Haaren herbeigezogen sind, um ihren Konsum zu rechtfertigen.

    Meine Mutter trinkt, so lange ich denken kann, mindestens 30 Jahre, da habe ich schon so einige 'Gründe' gehört...

    Ich habe die Entscheidung meiner Mutter für den Alkohol akzeptiert, sie trinkt sich zu Tode, das ist leider so wie es ist. Keiner kann das beeinflußen. Nicht durch Forderungen, Ultimatum, Druck. Der Alkoholiker kann seine Erkrankung stoppen, wenn er einsichtig ist krank zu sein und professionelle Hilfe annimmt. Wir Angehörige sind keine Profis. Wenn wir beginnen würden, am Alkoholkranken 'herumzudoktern', dann wäre das Co-abhängiges Verhalten. Schau mal hier, wenn du magst: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php

    Ich habe mit meiner Mutter vor längerer Zeit ein letztes offenes Gespräch geführt, in dem ich ihr einen möglichen Weg aufzeigte, und mich dann meinem Leben zugewandt. Ich halte Abstand. Es ist an ihr, sich um ihr Leben zu kümmern.


    Entscheidend hier und heute ist, wie es DIR geht! Dein Bauch ist da ein guter Wegweiser.

    Wie möchtest DU Leben?

    Während du hier liest und schreibst, dann kann es sich in dir klären. Wir können dir keine Schritte abnehmen, aber dich bei deinen Schritten begleiten, wenn du das möchtest.

    Liebe Ostergrüße, Linde

    Hallo Butterweich,

    auch von mir Herzlich Willkommen.

    Das mit der Leere kenne ich gut.

    Aber jetzt ist bei dir dran, eben diese Leere zu leben. Alles loszulassen, was dir nicht gut tut.

    Manche füllen die entstandene Leere gleich wieder mit 'irgendwas', sei es ein anderer Mensch, ein Suchtmittel, irgendein Ersatz...

    Aber wenn man es hinkriegt, einfach mal die Leere zu leben und zu lauschen, dann kann sich mit der Zeit das in die entstandene Lücke hineinleben, was dann dran ist zu leben... und das mag was Neues, bisher Ungelebtes, Wunderschönes sein.

    Weißt du, oft ist es einfach die Angst vor dem Unbekannten, das uns solche Gedanken denken läßt. Du mußt nicht unweigerlich depressiv werden, sicher nicht. Aber Trauer kann schon auch kommen, traurig darfst du ja auch sein, eine gescheiterte Beziehung will betrauert werden...

    Laß dir Zeit, es ist jetzt so wie es jetzt ist und das Lesen und Schreiben hier kann dir helfen, in dieser Umbruchphase deine Gedanken und Gefühle zu sortieren.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Weitsicht,

    es ist müßig darüber nachzudenken was gewesen wäre, wenn man ohne Schatten aufgewachsen wäre, wenn die Eltern ihre Kinder erst dann bekommen hätten, wenn sie selber ihre Geschichte aufgearbeitet und integriert hätten...

    Es ist so wie es ist und das haben wir anzunehmen. Wir können uns dem auch verweigern, aber dann geht es weiter in die nächste Generation.

    Die Welt ist so wie sie ist, die Spezies Mensch trägt das "Fressen" in sich, den Teil vom 'Fressen und gefressen werden' meine ich. Das heißt, überall auf dem Globus, zu jeder Zeit hat es und wird es Krieg, Folter, Gewalt usw. geben. Das ist eine Facette des menschlichen Verhaltensrepertoires.

    Dann gibt es noch die Liebe, die Menschlichkeit, die Achtung, den Respekt - und die Aufarbeitung, das Wachwerden, das Bewußtwerden, die Annahme, die Selbstliebe... all diese Samenkörner, die in jedem von uns liegen.

    Je weiter wir in unserer Aufarbeitung kommen, desto besser können wir vielleicht damit umgehen, daß es diese beiden Pole gibt: auf der Welt, aber auch in uns.

    Ich besuchte mal eine alte Frau im Krankenhaus, wir kannten uns zwar schon lange, aber wirklich miteinander geredet hatten wir nie. Damals ging es ihr sehr schlecht, keiner wußte, wie es kommen würde, inzwischen ist sie wieder wohlauf. Sie schlief damals, ich wachte lange bei ihr, betrachtete ihr altes Gesicht, las ihre Geschichte, die sich in die Haut gegraben hat. Nach einer Stunde etwa erwachte sie, sah mir in die Augen und ich sah sie ankommen, in einem Augenblick eine Brücke über 40 Jahre hinweg. Dann begann sie zu reden. Und redete von Dingen, die sie noch nie jemandem erzählt hatte, fast 80 war sie, Frauendinge, schlimme Frauendinge.

    Trauma löst sich auf, wenn ein wissender Zeuge die Lebensgeschichte wertschätzend anhört und annimmt, dabei nicht bewertet, nicht urteilt, sondern einfach da ist. Dann können sich gleichermaßen uralte Verspannungen im Nackenbereich vom langen Wegducken und Wegstecken lösen, dann können uralte ungeweinte Tränen fließen und der alte Mensch kann in Frieden einschlafen.

    Das kann so sein. Das kann anders sein. Auf jeden Fall sind Gespräche mit alten Menschen eine große Chance, für alle Beteiligten.


    Weitsicht, ich schau ja auch auf die Welt und schüttel manchmal den Kopf. Dann wende ich mich wieder dem Bereich zu, der unmittelbar um mich herum ist, mit mir im Zentrum. Denn da bin ich handlungsfähig, aus mir heraus, und da überfordere ich mich nicht.

    Lieber Gruß, Linde

    Liebe Sabine,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich kann gut nachfühlen, wie aufgewühlt du bist.

    Auch meine Mutter ist Alkoholikerin, mein Vater und mein Bruder sind Co-abhängig. Meine Mutter trinkt seit bald 40 Jahren, sie ist völlig fertig, gesundheitlich ruiniert. Und trotzdem erzählt sie, sie habe alles im Griff, alles ist bestens, da ist doch nix... Sie lügt sich selber was vor und uns deswegen auch.

    Keiner kann einem Alkoholkranken Menschen durch Reden, aktives Eingreifen oder gar Zwangseinweisung o. ä. vom Alkohol wegbringen. Nur der Alkoholkranke selbst kann, wenn er einsichtig ist, seine Erkrankung stoppen. Dazu muß er zum Arzt gehen, sich Hilfe holen und sein bisheriges Leben verändern. Das alles muß er für sich selber wollen.

    Weißt du, es ist ihre Lebensentscheidung, die Entscheidung FÜR den Alkohol. Wir wissen nicht, oder wir ahnen es vielleicht, warum sich unsere Eltern FÜR den Alkohol entschieden haben und GEGEN ein lebendiges Leben. Sie haben ihre Gründe dafür.

    Als Kinder haben wir diese Lebensentscheidung, so 'verkehrt' sie uns erscheinen mag, zu akzeptieren! Unsere Eltern sind verantwortlich für ihr Leben, und wir sind nur und ausschließlich verantwortlich für unser Leben.

    Du bist weder für ihre Sucht verantwortlich, noch für das Loskommen von der Sucht. Das ist ihre Aufgabe.


    Ich habe inzwischen keine Kontakt mehr zu meinen Eltern. Das destruktive Umfeld dort tut mir nicht gut. Ich halte Abstand von dem, was mir nicht gut tut. Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Sondern damit, daß ich gut mit MIR umgehe. Ich versuche, mein Leben so gut und verantwortlich ich das halt kann zu leben.


    Wie geht es dir heute?


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Weitsicht!

    Als ich begann, mich mit generationenübergreifener Traumatisierung zu beschäftigen, da haben sich für mich plötzlich Puzzleteile an ihren Platz gerückt.

    Puzzleteile, die ich ewig mit mir rumschleppte, die aber gar nicht mir gehörten, sondern denen, von denen ich abstamme. In den Kriegen wurden schlimmste Traumatisierungen erlebt, die von der Kriegs- und Nachkriegsgeneration nie aufgearbeitet wurden. Fast alle Frauen damals haben im Krieg oder nach dem Krieg sexualisierte Gewalt erfahren, viele mußten sich prostituieren, um für sich oder ihre Kinder Essen zu bekommen. Viele kamen nie darüber hinweg, daß sie Menschen erschossen haben.

    Das sind nur Beispiele. Aber unaufgearbeitetes Trauma wird weitergegeben an die nächste Generation. Und hier hocken wir, plagen uns mit unserem eigenen Zeug herum und im Gepäck gibt es noch die Schatten der Vergangenheit...

    Gute Autoren sind z. B. Verena Kast, Wolfgang Schmidbauer, Christa Schmidt und das überragende Buch 'Befreier und Befreite' v. H. Sander u. B. Johr.


    Ich habe irgendwann begonnen, Fragen zu stellen, sehr behutsam natürlich. Solange die Alten noch leben, kann man sie ermuntern zu erzählen. Erstens kommt man an Informationen, reine Fakten. Aber die kann man dann unter dem Aspekt 'generationenübergreifender Traumatisierung' anschauen, dann wird es interessant! Und zum zweiten hat es vielleicht eine befreiende Wirkung für die Alten, wenn da endlich jemand ist, der ihnen wirklich zuhört. (Das ist nicht Co., sondern ein Nebeneffekt solcher Gespräche.)

    Ich habe mit meiner Mutter geredet, bevor sie völlig im Alkoholdämmer abgetaucht ist. Es waren kostbare, unglaublich kostbare Gespräche, meist am Telephon, ich habe mitgeschrieben, damit ich nichts vergesse. Am Telephon deswegen, weil sie den Abstand brauchte. Wenn ich ihr gegenüber saß, dann konnte sie nicht reden über das, was ihr angetan wurde, ihr und ihrer Mutter, ihrem Vater, ihren Brüdern...

    Mit den ganz Alten habe ich auch geredet, solange sie noch konnten. Und alle wollten reden, wenn es zu Ende geht, dann ist da eine Offenheit, die nie vorher da war. Hingehen, und mit dem Herzen zuhören, das Gesagte in den Händen bergen, diese Art von Wertschätzung spüren die Gesprächspartner und öffnen sich, für einen Moment, für eine Stunde. Wahre Schätze sind das...

    Und wenn das in einem selber sackt, dann fangen lose Enden an sich zu verknüpfen. Das Puzzlebild vervollständigt sich. Und man kann sich und seine Thematik in einen größeren Zusammenhang einordnen, das entlastet sehr.


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Melanie,

    danke für die Vertiefung des Themas.

    Interessant finde ich das, was du über die Säuglinge geschrieben hast. Wenn Säuglinge in völlig reizarmer, weißer Umgebung aufwachsen, daß ihnen dadurch die Möglichkeit genommen wird, den Umgang mit Außenreizen zu erlernen. Das gilt sicherlich für alle Kinder, aber um so mehr für die hellwachen, aufnahmefähigen Hochbegabten.

    Wie früh die Weichen gestellt werden....

    Also Farbe, Gerüche und Geräusche ins Kinderzimmer, nicht zu viel, nicht zu wenig.


    Der Schwerpunkt der Forschung liegt heute eindeutig auf hochbegabten Kindern, was an sich ja gut ist, da gibt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Was, wie ich finde, aber viel zu wenig Beachtung bekommt, sind die hochbegabten Erwachsenen, deren Begabung erst als Erwachsene festgestellt wurde. Da gibt es so viele gescheiterte Biographien, du hast ja als Beispiel von den Künstlern gesprochen, die sich umbringen...

    Gruß, Linde

    Hallo,

    der IQ gehört finde ich zur Grundausstattung eines Menschen, so wie die Haarfarbe, Augenfarbe, Körperstatur und was wir sonst noch alles mitbekommen haben. Das bekommt man, einfach so, das kann man sich nicht aussuchen.

    Melanie hat etwas Interessantes über Hochbegabte geschrieben:

    Zitat

    diese kinder, menschen haben eher ein extrem schwieriges leben, wenn sie nicht ihren weg finden damit umzugehen, lernen mit sich klarzukommen, ihre intelligenz sinnvoll nutzen und auch ausleben können.

    Hochbegabte sind ganz normale Menschen, nur ist es bei ihnen so, daß ihre Antennen feiner sind. Sie fühlen mehr, sie denken mehr, sie nehmen mehr wahr. Was sie mit der Flut der aufgenommenen Informationen machen, das ist ganz individuell. Manche nehmen sie und machen was draus, z. B. beruflich. Andere hingegen ertrinken in der Flut, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Wenn ein hochbegabtes Kind in einem fördernden, liebevollen, warmen, unterstützenden, verständnisvollen Umfeld aufwächst, dann kann es in sich ankommen und sich langsam entfalten. Wird ein hochbegabtes Kind jedoch in eine destruktive Situation hineingeboren, dann leidet dieses Kind sehr, sehr intensiv. Manche finden höchst individuelle Überlebensstategien in einem chaotischen Umfeld und kommen mit Verspätung, aber immerhin, dann irgendwann als Erwachsene in sich selber an. Und entfalten sich dann.

    Die Gefahr, zu Suchtmitteln zu greifen hängt wie ich finde davon ab, in welchem Umfeld man aufwächst. Wenn Suchtstruktur vorgelebt wird, dann wird Suchtstruktur erfahren, erlernt und angewandt, völlig gleich, ob man hochbegabt ist oder nicht. EQ und IQ mögen dabei helfen, den Weg aus der Suchtstruktur herauszufinden. Aber warum es letztlich eine/r schafft, suchtfrei zu werden und jemand anders nicht, da gibt es wohl 1000 weitere Faktoren, die damit nichts zu tun haben.


    Gruß, Linde

    Hallo,

    bei mir war das immer ziemlich extrem, ich weiß nicht, ob das typisch EK oder typisch Linde ist :wink: , jedenfalls reagierte ich sehr heftig mit Aggression, wenn plötzliche Veränderungen kamen von außen. Also z. B. eine Dienstplanänderung oder im privaten Bereich eine Änderung eines geplanten Ablaufs.

    Ich kam bei solchen Situationen immer wie in der Zeitmaschine in die alte Situation rein, daß die Dinge nie so liefen, wie geplant. Nichts war sicher, nichts war vorhersehbar, ich wurde immer wieder völlig aus eigentlich klaren Abläufen herausgerissen, das hat mich bis in die Grundfesten durcheinandergebracht damals als Kind.

    Bissel was klingt da als noch nach, auch heute noch. Ich bin immer froh, wenn jemand kurz anruft und sagt, es wird bissel später... oder wenn mal ein Programm umgeschmissen werden muß, warum auch immer, dann brauch ich dafür paar Minuten länger als andere, um das geregelt zu kriegen, dann isses ja auch schnell wieder gut.

    Denn heute ist ja heute und heute bin ich nicht mehr in der alten Ohnmachtssituation.


    Als ich mir letztes Jahr die Hand brach, da mußte ich plötzlich alles mit links machen. Manches mache ich immer noch mit links, Computermaus z. B.! Finde ich viel besser, wer hätte das gedacht... Ja, das ist ein guter Tipp, spielerisch Kleinigkeiten zu verändern, Abläufe zu verändern. Das nimmt die Angst vorm bodenlosen Sturz ins Leere, so empfand ich das nämlich damals als Kind.

    Danke euch!

    Linde

    Hallo Karotte,

    also wenn sie kastriert ist und trotzdem unruhig ist und maunzt, dann würde ich sie mal beim Tierarzt durchchecken lassen, vielleicht hat sie was. Manchmal sind es kleine Ursachen, ein Wackelzahn oder eine eingewachsene Kralle, und die Katze hat Schmerzen und ist genervt von allem und jedem...

    Ansonsten rescue-Tropfen ins Trinkwasser, das hat bei meinen schon geholfen, wenn mal Streß war.

    Ist der Kater auch kastriert?

    Gruß, Linde

    Heute ist P.S.-Tag, hier kommt noch eines:

    Zitat

    Ich bin sehr froh, meinen Mann zu haben und bei ihm ganz ich sein zu können.

    Ich bin froh, ganz ich sein zu können, völlig unabhängig davon, ob ich nun in einer Beziehung lebe oder nicht.

    Und wie ist das mit dem 'haben', kann man je einen Menschen haben?

    Bin bissel spitzfindig unterweg heute, ich geb's zu... :wink:


    Weitsicht, das freut mich für dich, habe bei dir still mitgelesen.


    Liebe Grüße, Linde