Hallo Arnulf, herzlich Willkommen hier.
Einerseits konsequent, andererseits Bauchweh... diese Mischung ist häufig hier im Umgang mit den alkoholkranken Eltern zu sehen. Lies dich durch die einzelnen Threads, dir wird vieles bekannt vorkommen.
Du beschreibst dich als Spinner, hört sich bissel abwertend an, ist es das? Wenn einer ver-rückt ist, mit Bindestrich!, finde ich das gar nicht so schlecht... Ver-rückt im Sinne von: ich geh meinen eigenen Weg, auch wenn der anders ist, als der Norm-Weg. Schreib ruhig bissel mehr über dich.
Bei deiner Vorstellung hast du immer wieder deine Lebensentscheidungen und Entwicklungsschritte in Bezug gesetzt zu deiner Mutter, und immer wieder so formuliert, daß sie das als Anlaß genommen hat, für ihre Erkrankung, Sucht usw. Das mag so sein, aber auch nicht. Andere Kinder ziehen auch aus, und die Eltern müssen nicht in die Psychiatrie. Es ist ihr Weg. Es ist ihre Entscheidung mit allerlei Lebensumständen so umzugehen, wie sie es eben tut. Das hat nichts mit dir zu tun, und du brauchst dir diese Schuhe nicht anzuziehen.
Wenn sie nicht einsichtig ist in ihren Alkoholismus und von sich aus einen Entzug machen möchte, ist jeglicher Zwang von außen völlig sinnlos. Der Rückfall wäre vorprogrammiert.
Du kannst hier nur für DICH etwas tun. Nicht für sie. Hier kannst du öfter mal lesen: die beste Hilfe für einen Alkoholiker ist Nicht-Hilfe. Das hört sich erst mal egoistisch und unmenschlich an. Aber andererseits ist es so, daß wenn sie ihren persönlichen Tiefpunkt erreicht, daß sie dann evtl. aus sich selber heraus etwas verändern möchte, für sich. Also ist Nicht-Eingreifen und Rückzug deinerseits vielleicht eine Chance für sie...
Wie auch immer, du bist gerade mal 28, du studierst, dein Leben liegt vor dir. Merkst du was? Wo sind deine Prioritäten?
Grüße, Linde
P.S. was heißt denn bei dir untendrunter immer 'BA', interessiert mich...