Beiträge von Linde66

    Hallo Nadine!

    Wenn DU eine Therapie für DICH gut findest, dann zieh das durch. Egal wo. Du findest sicher eine Therapeutin/Therapeut, wo die Chemie stimmt. Du bist 26! Da brauchst du deiner Mutter überhaupt nichts darüber zu sagen.

    Je mehr du in Gespräche reingehst, deste mehr verwischen sich die Grenzen. Dann kommen verunsichernde Kommentare, Diskussionen, Trinkerei... Nee, mach mal einfach weiter DEIN Ding, :wink:

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Manfred!

    Das stelle ich mir unheimlich schön vor: ein Fenster, von dem aus man mitten in einen Baum reinschauen kann... (bin Baum-Fan :wink: )

    Nee, ich bin nicht im Notzustand, auch wenn mein langes Singledasein manchmal sehr häßlich von Arbeitskollegen kommentiert wurde: die gehört mal wieder richtig .... So Sprüche kamen immer dann, wenn ihren sonst nix mehr einfiel. Denn in meinem Beruf bin ich gut.

    Ich hab nochmal in mich reingehört, als du das Thema angeschnitten hast. Ich hab mich gefragt, ob ich mir das Singledasein nur schönrede, oder ob ich die Zeit wirklich für mich nutze und zu schätzen weiß. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, daß ich wirklich zufrieden bin. Ich hatte früher Beziehungen, die jeweils etwa ein Jahr gingen. Dann 15(!) Jahre Singleleben. Dann eine Fernbeziehung von etwa 2 Jahren. Und seit über 2 Jahren bin ich wieder solo. Dann waren ja auch noch die 5 Jahre, in denen ich keinen Kontakt zu meiner Familie hatte.

    Ich hab mich wirklich stabilisiert in der Zeit. Habe seit 8 Jahren keinen Fernseher. Ich singe, lese, tanze, male, gehe wandern, bin mit meinen Tieren unterwegs, höre Radio, faulenze, bin im Naturschutzverein, esse u. koche bio, jogge, walke.. Wenn ich passiv wäre und das Singleleben als Schicksalsschlag begreifen würde, wäre ich sicher unglücklich. So aber genieße ich meine freie Zeiteinteilung und pflege nette Kontakte.

    Ich kann tun und lassen, was ich will. Und ich tue halt auch was! Das ist wohl der Punkt. Viele sitzen halt nur rum und bedauern sich.

    Das mit dem 'schwächsten Glied in der Familie' habe ich hier in einem Thread schon mal gelesen, weiß aber leider nicht mehr wo. Da antwortete eine Frau so ungefähr: eine Familie ist wie ein Mobile. Das Gleichgewicht ist nur da, wenn sich nichts verändert. 1 großes Teil, 2 Kleine; 3 lange, 6 kurze; so ungefähr. Und jeder hat in der Familie (Firma, Verein...) eine bestimmte "Rolle" zugewiesen bekommen. Nur wenn er die spielt, funktioniert der ganze große Rest!

    Ist dir schonmal aufgefallen, daß es in JEDER Schulklasse, Firma, Abteilung, Familie, Verein.. EINEN mobber, EINEN Starken, EINEN Schwachen, EINEN Schweinkramerzähler, EINEN Buhmann, EINEN Clown usw. gibt?? Nur so funktionieren Gruppen... Wenn dieser eine in Urlaub, Kur oder Rente geht, gibt es 100% jemanden, der dessen Rolle übernimmt, damit das große Ganze wieder "funktioniert".

    In einer bestehenden Gruppe, Familie kann man die zugewiesene Rolle nur sehr schwer verändern. Man hat ja dann alle gegen sich! Daher sollte man, wenn man sich selbst verändert hat eine neue Gruppe suchen, wo man besser reinpaßt. Eine eigene Familie gründen... Nee, die haben dich als DEN Schwachen gebraucht in dieser Familienkonstellation. Warum sollten sie ein Einsehen haben, oder gar Mitleid? Die merken nix. Die funktionieren einfach. Du spürst jetzt den Schmerz, die Trauer, die Verlassenheit all dieser Jahre. Aber bissel stärker noch als am Anfang höre ich auch heraus, daß du Mut faßt, dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen, dich den schönen Dingen des Lebens zuzuwenden.

    Am Wendepunkt, die Blickrichtung verändern...

    Ich denke, die werden vielleicht nochmal antesten, aber dich dann in Ruhe lassen. Das mit dem kurzen Brief find ich gut. Keine Rechtfertigungen. Laß lieber Taten sprechen. Mach ich auch gerade wieder! Werde den Kontakt erneut abbrechen.

    Bis dann und Grüße an deinen Baum! Was für einer ist es denn?

    Linde :wink:

    Hi Aldalas,

    das merkt man dir richtig an, daß es dir besser geht!

    Du hast dich schlau gemacht über die Thematik und dich sortiert. Du hast Abstand und triffst für dich gute Entscheidungen. Find ich gut.

    Ich würde mich nicht von der Mutter dafür einspannen lassen, auf den Vater einzuwirken. Es wäre wirklich Zeit- und Energieverschwendung, du sagst es ja selbst. Wenn er wirklich will, muß er die Sache selber angehen. Deine Mutter sollte für sich selber schauen, ob bzw. wie es für SIE weitergeht an der Seite eines Alkoholikers... Aber das ist ihre Sache und nicht deine!

    Nutz deine Kraft und Zeit für dich, deine Ausbildung, deine Hobbies usw.

    Dann kommst du aus dem Fahrwasser raus!

    Grüße von Linde

    Hallo,

    ich finde diesen Thread absolut klasse und ich bin sicher, daß viele hier was rausziehen können! Ich denke, daß neben dem Analysieren, Therapieren usw. die "Äußerlichkeiten" ganz wichtig sind. Denn sie wirken ja auf uns zurück! Ich mag zum Beispiel Rituale.

    Ich habe im Wohnzimmer einen hohlen Baumstamm. Jedes mal, wenn ich was gut hingekriegt habe, egal was, und wenn es noch so winzig und unscheinbar ist, schreibe ich es kurz auf so einen weißen Zettel vom Notizzettelblock. Und diese Zettel versenke ich im Baumstamm.

    Und "Zwischen den Jahren", ihr wisst was ich meine?, da nehme ich mir besonders viel Zeit für mich. Lese mein aktuelles Tagebuch komplettement durch. Dann lese ich quer rüber, was vor 2, 3, 5 ... Jahren war in den alten Tagebüchern. Und die Krönung ist, daß ich meinen Baumstamm umkippe und die Zettel raushole. Eine richtige kleine Zeremonie. Wolldecke auf dem Boden, Kerze an, Katze im Schoß, Teetasse daneben... Und dann lese ich alle die kleinen Zettel und bin einfach nur glücklich und stolz und überrascht und gerührt...

    Es hat was von Wertschätzung für mich selber. Ich mache mich damit unabhängig von Außenbestätigung. Und wieder ist ein Schritt gemacht Richtung un-abhängiges Leben.

    Linde

    Hi,

    mit den Stufen der Alkoholkrankheit kenne ich mich nicht aus. Meine Mutter ist seit Jahren verhaltensmäßig auf einem Level, obwohl sie immer härtere Sachen konsumiert. Viele haben das Vorurteil, jemand ist erst dann Alkoholiker, wenn er mit verpinkelten Hosen auf der Parkbank schläft.. nee, da gibt es genau so viele Varianten, wie es betroffene Menschen gibt, glaube ich.

    Vielleicht schaust du dich mal in den offenen Threads der Alkoholiker hier im Forum um. Die findest du, wenn du in die Forenübersicht gehst und mal schaust, was in blauer Schrift geschrieben ist.

    Wenn dein Bruder einen so guten Arzt hat, ist das wirklich beruhigend. Deine Therapeutin kannst du ja mal auf die Thematik ansprechen. Vielleicht hat sie eine Idee. Grundsätzlich sind es aber DEINE Stunden.

    Grüße!

    Nur zu! Laß dir von niemandem sagen, was für DICH gut, schlecht, richtig, falsch ist. Rede mit deiner Therapeutin über alles, was für dich jetzt dran ist!

    Nahe Angehörige sind sowieso "betriebsblind" behaupte ich mal, grins. Außerdem lebt ja dieser Alkoholiker-Coabhängige-Familien-Kosmos davon, daß alle schweigen, vertuschen, sogar lügen, versprechen, schönreden... Du kannst da aussteigen und das tust du ja gerade JETZT! Gut!

    Ich denke, jeder muß für sich selber spüren, wieviel Nähe oder Abstand er gerade haben will. Das kann man auch jederzeit wieder verändern. Du wirkst auf mich, wie wenn du regelrecht aufgewacht bist. Du hörst dich schon viel klarer an als am Anfang.

    Dein minderjähriger Bruder bräuchte vielleicht wirklich konkrete Unterstützung wegen seiner Ernährung. Habt ihr einen guten Hausarzt, den man einweihen könnte? Oder gibt es einen Lehrer, dem er vertraut? Vielleicht kann deine Mutter mit dem Jungen in ein Frauenhaus gehen? Bevor sie durchgeprügelt wird...? Gibt es jemand Vertrauenswürdigen, den ihr um Rat fragen könnt?

    Viele Fragen, gell? Schnelle Antworten/Lösungen gibt's leider meistens nicht.

    Aber du bist für dich auf einem guten Weg, auf DEINEM Weg!

    Erst mal liebe Grüße, Linde

    Hallo Aldalas!

    Ja, ich habe auch immer wieder gemerkt, wie enorm wichtig Abstand ist! Bis hin zum jahrelangen völligen Kontaktabbruch. In der Zeit konnte ich mich sortieren.

    Deine Mum ist eine erwachsene Frau und für sich selber zuständig. Schwer zu akzeptieren? Das ist mit das Schwerste für uns erwachsene Kinder! Wir wurden jahrelang darauf getrimmt, auf unsere Eltern aufzupassen. Hätte es nicht umgekehrt sein sollen?!

    Du bist jetzt erst mal in einer anderen Stadt. Du spürst, wie gut dir der Abstand tut. Du kommst zur Ruhe und deine Kraft kehrt wieder. Das ist gut.

    Weißt du, das mit dem "endlich Handeln" und "was zu unternehmen" ist so eine Sache... Du wärst der erste Mensch auf diesem Planeten, der einen Alkoholiker vom Trinken abhält. Lies dich mal hier durch einige Threads, mir hat das auch so manchen Zahn gezogen (so sagt man glaube ich, oder?).

    Was du tun kannst ist ganz einfach: Du kannst für DICH etwas tun. Damit es DIR gut geht. Mehr kannst du nicht tun. Aber es ist wichtig, genau das zu tun. Denn sonst werden noch in den nächsten 10, 20, 30, 40 Jahren deine Gemütszustände abhängig davon sein, wie sich dein Vater gerade aufführt. Und das kann es ja wohl nicht sein, oder???!

    Meine Mutter trinkt seit 40 Jahren. Tun kann ich nichts. Ich kann nur für mich mein Leben aktiv gestalten. Und das tue ich! :wink:

    Gruß, Linde

    Hallo liebe Lume,

    wie schön von dir zu hören! Du hast geschrieben:

    Zitat

    ich denke, ich werde beide Wege gehen. Völliger Rückzug würde mich in keinster Weise zufriedenstellen, aber natürlich muss ich stellvertretend für die kleine Lume jetzt, wo ich nicht so ohnmächtig bin, die Grenzen sicher stellen. Entweder, er akzeptiert es, oder er hat Pech gehabt. Das bin ich mir schuldig!

    Du bist spitze! Du sorgst für dich und auch für die Kleine in dir. Ja, heute bist du nicht mehr ohnmächtig! Du hast es in der Hand, genau da die Grenzen zu ziehen, wo du es für richtig findest!

    So arg viel über die Hintergründe würde ich deinem Bekannten gar nicht erzählen. Ihr seid noch ganz am Anfang. Wichtig ist, daß du dich eindeutig verhältst. Je mehr man redet, desto mehr gibt man auch preis und liefert sich dadurch aus.

    Wie es mir heute geht? Wenn du meinen Thread durchliest, merkst du, daß ich immer wieder auf die alte Geschichte Bezug nehme. Es geht mir gut heute. Und ich bin höchst lebendig! grins. Nur manchmal komme ich noch ins Schwimmen, deswegen bin ich hier. Um mich weiter zu stabilisieren. Ich möchte noch deutlicher, klarer, eindeutiger die Linde werden, die ich im Kern schon bin.

    Bei Mißbrauch gibt es kein 'Schlimmer' oder weniger schlimm. Was dir und mir angetan wurde sind Übergriffe, die nie hätten geschehen dürfen. Wichtig ist jetzt, was wir aus unserer Biographie machen!

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Nadine!

    Wie ist es dir heute ergangen? Hoffe, du hattest einen guten Tag! Die Idee, die ganze Geschichte mal aufzuschreiben, finde ich richtig gut! Das hilft beim Sortieren.

    Zitat

    An Selbsthilfegruppen oder Psychologen hab ich auch schon oft gedacht aber der Mut fehlt bislang hab immer angst das es dann "Auffallen" könnte.

    Das habe ich gerade eben nochmal gelesen und ich habe eine Frage dazu: wie meinst du das mit dem "Auffallen"?

    Nur daß ich nix falsches da rein interpretiere..

    Alles Liebe und schreib auch bald wieder hier, :wink: , Gruß von Linde

    Na, Zukunftsmusik, wie du?

    War wohl bissel viel gestern, hm? Das mit dem Häuschen tut mir leid. Du hattest dich so auf die Besichtigung gefreut. Wer weiß, sicher wartet irgendwo genau DEIN Häuschen auf dich...

    Das mit den Ritualen hat mich weiter beschäftigt. Du schreibst:

    Zitat

    Aber dann stockt es jetzt erst einmal in mir, weil ich mir nicht so recht vorstellen kann, wie ich nun weiter vorgehen soll.

    Das hört sich für mich völlig normal an. Ich kenne das, dieses Stocken!

    Wie kann man ein Abschlußritual machen, wenn man noch gar nicht abschließen kann?! Das geht halt nicht. Du kannst nicht vom Kopf her beschließen: jetzt schließ ich die alte Kiste ab und mach ein Abschlußritual... Schau mal, wie lange die Trauer in dir eingeschlossen war. Wie tief sie vergraben war. Die will erst mal gelebt werden. Sie ist eines unserer viiiiielen Gefühle. Und wenn sie 'satt' ist, wird sie sich im Guten zurückziehen und Platz machen für neue Gefühle.

    Das mit den gerahmten Photos finde ich eine gute Idee. "Den Gefühlen einen Rahmen geben..." fällt mir gerade dazu ein. Durch das Anschauen der Bilder wirst du allerdings sehr stark mit den Erinnerungen konfrontiert. Vielleicht findest du für dich im Moment so eine Art 'Vorhang', den du zwischen dich und die Bilder machen kannst. Wenn es für dich o.k. ist kannst du ihn aufziehen. Oder wieder zuziehen...Vielleicht ein Tuch in einer schönen Farbe...

    Der Tod deiner nächsten Familienangehörigen ist über dich hereingebrochen. Du hast das einfach so hinnehmen müssen, mit all dem überwältigenden Schmerz. Jetzt hast du etwas Abstand gewonnen und bist innerlich bereit, da nocheinmal hinzuschauen. Der Unterschied zu damals ist, daß du es jetzt in der Hand hast, WIE du dich konfrontierst. Wie lange, wie oft, mit wem zusammen..

    Ich habe ein ganz bestimmtes Photo in einem Briefumschlag bei meiner Therapeutin deponiert, sicher über ein halbes Jahr. Irgendwann war ich soweit, daß ich es bei ihr im Zimmer anschauen konnte. Sie hat es aus dem Umschlag genommen und gehalten. Ich bin dann hinter sie getreten und habe vorsichtig draufgeschaut. Sie hat es wieder verwahrt und dort ist es noch. Nicht bei mir in der Wohnung.

    Was ich damit sagen will ist, daß du es gestalten kannst, wie du mit den Gefühlen umgehst, die hochkommen. Hochkommen tun sie so oder so, früher oder später. Aber du hast es in der Hand, aus dem Bauch heraus Entscheidungen zu treffen.

    Ich hab mal unsäglich getrauert um ein inneres Kind, ein kleines Mädchen, das ich mal war und das mißbraucht worden ist. Ich hab für die Kleine ein Weidenkörbchen gestaltet mit Goldpapier beklebt. Innendrin sind weiße Federchen und Goldfäden. Es ist ein sehr zartes feines goldenes Bettchen geworden. Darin habe ich -symbolisch -das kleine Mädchen geborgen. Wenn jemand in meine Wohnung kommt, denkt er vielleicht, das ist Kunst. Nur ich weiß, was es wirklich bedeutet.

    Laß dir Zeit. Ich hab mir auch Zeit gelassen. Für manches über 20 Jahre. Und das ist in Ordnung so.

    Alles Liebe, Linde

    Kleines P.S., und dann geh ich aber WIRKLICH ins Bett:

    Aus eigener -schlechter- Erfahrung heraus finde ich es wichtig, eine Beziehung nicht mit solchen Themen zu belasten. Es ist gut und richtig, daß dein Freund informiert ist, aber mehr auch nicht.

    Aber die Aufarbeitung, die Suche nach Lösungswegen, all das solltest du weitgehend außerhalb der Beziehung für dich selbst klären. Mit Hilfe von uns, von einer realen Selbsthilfegruppe, von einer guten Therapeutin... was auch immer dir hilft. Zum einen sind außenstehende Menschen objektiver und haben den nötigen Abstand. Und viel wichtiger: eine Liebesbeziehung ist keine Mini-Selbshilfegruppe. Der Partner ist kein Therapeut.

    Bewahrt euch das, was EUCH verbindet und entwickelt EUCH als Paar weiter.

    Meine letzte Beziehung ist u.a. daran gescheitert, daß ich ihn ständig mit meinen Themen zugetextet habe.

    Jetzt aber Gut nacht!

    Nein, du bist nicht allein.

    Schreib weiter hier und lies dich in ein paar Threads ein. Daraus habe ich auch viel für mich selber an Hilfen ziehen können.

    Du bist auf einem guten Weg, DEINEM Weg. Und gut ist, daß du nicht ständig daheim bist. Abstand ist wichtig, in jeder Hinsicht...

    Schlaf gut und bis bald. Linde

    Hey liebe Zukunftmusik,

    mach langsam. Weinen ist in Ordnung. Gut daß du das alles heut abend noch aufgeschrieben hast.

    Vielleicht legst du die Bilder hin. Und wenn dir danach ist, drehst du sie wieder um. Es ist gut, wenn dir Tür auf ist für die Gefühle. Aber mach langsam.

    Das mit dem luftleeren Raum und den ausgeliehenen Stimmungen ist sehr gut beschrieben! Jetzt eröffnet sich erst mal eine Lücke, ja klar! Aber wenn du das einfach mal so SEIN läßt, wird in diese Lücke hinein genau das sich entwickeln, was gerade jetzt für dich dran ist zu leben! Hab Vertrauen.

    Frag dich, was tut dir genau JETZT in dieser Minute gut? Was brauchst du JETZT? Ein Bad, eine Wolldecke? Einen Tee?

    Rituale entwickeln sich von innen heraus. Wir können weiter darüber 'fachsimpeln', wenn du magst.

    Ich drück dich! Linde

    Hallo Nadine!

    Auch von mir Herzlich Willkommen hier bei den Erwachsenen Kindern!

    Ganz schön viel, was da um dich herumtobt. Bei mir war es ähnlich: der Opa trank, meine Mutter trinkt seit 40 Jahren "heimlich", die Patentante bei der ich jahrelang lebte trank auch, mein Bruder trank - ist aber inzwischen trocken.

    Und trotz solcher Familienkonstellationen, wie du sie hier im Forum öfters finden wirst wenn du die einzelnen Threads liest, gibt es Wege da raus! Aber diesen Weg da raus kann nur jeder für sich selber gehen.

    Ja, du kannst deiner Mutter nicht helfen. Das müsste sie für sich selbst wollen. Aber du kannst ganz viel für DICH tun. Damit es DIR gut geht.

    Liebe Grüße von Linde

    Hi,

    so eine Trennung ist NIE einfach! Das kriegt keiner mal eben locker hin!

    Zitat

    Samstagabend habe ich mich dann in die Küche gesetzt und auch Wein getrunken und geraucht

    Wie das nach außen wirkt ist erst mal völlig egal. Wichtig ist, daß du da nicht in eine falsche Richtung abdriftest! Betäuben nützt nix. Trennungen tun weh, aber der Schmerz und das Gefühlschaos werden ja weniger!

    Zitat

    Ich fühle mich zwar traurig, aber auch befreit. Irgendwie nicht so schlimm wie ich mich fühlen sollte

    Diese Mischung von Traurig und Befreit ist völlig normal! Und es gibt da auch keine allgemeingültige Regel, wie man sich in so einer Situation fühlen müßte. Warte ein paar Tage und deine Gefühle klären sich mit Sicherheit!

    Tu dir was Gutes und halte vielleicht erst mal Abstand vom Ex.

    Gut finde ich, daß du nur noch die Lebensmittel einkaufen wirst. Du brauchst da auch gar nicht viele Worte drum zu machen, tu es einfach! Wie alt ist deine Schwester? Sie sollte auch keinen Alk für die Mutter kaufen, aber wenn sie alt genug ist, dann ist das halt ihre Entscheidung.

    Bis bald. Linde

    Hallo Aldalas!

    Erst mal Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Das ist ja ganz schön viel, was du da auf dem Herzen hast. Ich kann gut verstehen, daß du in dieser Situation verzweifelt bist und Ängste dich quälen.

    Wenn du weiter hier liest und schreibst, dann hilft dir das bestimmt, deine Lage zu sortieren und die nächsten Schritte zu planen. Du wirst etliche ganz ähnliche Familiengeschichten lesen. Vielleicht findest du etwas darin, was dir ganz konkret eine Hilfe sein kann.
    Das wünsche ich dir.

    Du hast ein Recht auf ein glückliches Leben. Vielleicht können wir dich hier ein Stück weit auf deinem Weg begleiten.

    Liebe Grüße von Linde

    Hallo gatita!

    Jaja, Warten auf Godot... damals in der Schule hab ich es schon "seziert" und klasse gefunden! Den theoretischen Unterbau hab ich, nur mit der Umsetzung in die Praxis klappt es manchmal noch nicht so dolle...

    Zitat

    ich beginne mich wahrzunehmen, meine Bedürfnisse wahrzunehmen und genieße das Gefühl, dass mir dabei nichts fehlt, keine Defizite mehr.

    Und der entscheidende Punkt dabei ist, daß der Partner ja tatsächlich NICHT für unsere Bedürfnisbefriedigung zuständig ist!! Ersehnen und wünschen kann man sich viel, aber einfordern sollte man nichts. Für meine Bedürfnisbefriedigung bin ich ganz und gar selber zuständig, in jeder Hinsicht.

    Mein Partner sollte nicht zu meinem Pausenclown, zum Mülleimerträger, zum Ernährer, Bespaßer... und und und instrumentalisiert werden. Was immer von ihm kommt, ist eine Bereicherung für mich. Wenn mir zu wenig oder ständig das Falsche kommt, dann hab ich mir evtl. den Falschen ausgesucht... Wenn ich mir selbst alle meine Bedürfnisse befriedige, dann kann ich alles, was vom Parter kommt als Geschenk annehmen. Und bin wieder weiter auf dem Weg, autark zu leben.

    Deswegen siebe ich im Moment auch so! Ich bin lieber allein, als daß ich auf die Avancen von bestimmten Leuten eingehe. Zwei "Patienten" könnte ich zur Zeit bekommen... Nee, kein Bedarf!!!! Bei dieser Gelegenheit eine Runde Schulterklopfen für dich, daß du dich von deinem ganz speziellen "Freund" distanziert hast! supi.

    Hey, du hast schon einen Adler fliegen gesehen... Jesses, das muß ja ein grandioser Anblick gewesen sein!

    Zitat

    Ich fange an, es in MIR drin zu finden und es beruhigt mich unendlich.

    Ist das nicht wunderbar?!

    Liebe Grüße, Linde