Beiträge von Linde66

    Hallo Liesel,

    seit du hier bist - und im realen Leben vermutlich noch viel länger - führst du denselben Grund an nichts zu ändern. Meine Tochter wäre der Grund, mir einen neuen Job zu suchen und woanders neu anzufangen. Seit 6 Monaten und 10 Seiten wird jeder einzelne Beitrag hier mit demselben "'Argument" abgewiegelt: Ich muß jede Woche für 3 Tage ins Ausland. Was ja ein Schein-Argument ist, denn in der Zeit ist deine Tochter komplett allein mit dem Alkoholiker. :shock: Kocht die dann für den? Putzt die für ihn? Wer schaut nach ihren Hausaufgaben oder fährt sie zum Arzt oder zu Hobby-Terminen?

    Merkst du was?

    Du scheinst ja nicht dumm zu sein, du drückst dich gut aus, hast einen Beruf. Hast du mal mit deinem Arbeitgeber geredet? Warst du mal beim Arbeitsamt oder einer Agentur, um dich nach Alternativen umzuschauen? Wenn DU nichts änderst, wird das weitergehen, bis sie mit 18 daheim auszieht (hoffentlich). Dann kannst du den Rest deiner Tage an der Seite deines nassen Partners verbringen, wenn du auf sowas stehst. Sooo dringend scheinst du nichts ändern zu wollen. Vielleicht bietet es ja auch Vorteile nichts zu ändern,

    Ich schreibe selten so, aber als EKA geht mir das nah. Was du als erwachsene Frau machst, finde ich schon schlimm genug, aber die Tochter tut mir leid.

    Deine "zwei bis drei Tage Ausland", die ziehen für mich nicht mehr.

    Gruß, Linde

    Ich habe gerade mal deinen ersten Beitrag im Forum nachgelesen. November 22. Hast du das Gefühl du bist in dem Jahr weitergekommen? Das Kind ist in demselben Zeitraum ein Jahr seiner Kindheit diesem Mist ausgesetzt gewesen und hat gelernt, wie Saufen und Co-Abhängigkeit funktioniert. Ich war mit 8 auch schon komplett auf Suchtstrukturen geprägt. Die sind für alle Zeiten auf der Festplatte.

    Da gehen Jaaaahre um und es wird weiterhin um den Säufer gekreist. Versuche mal testweise eine Woche hier im Forum nur Beiträge zu schreiben, in denen er mit keinem einzigen Wort erwähnt wird und es ausschließlich um dich geht. Es geht um den Fokus.

    Dazu in den Texten die Worte "er, ihm, ihn, sein, seins..." usw. komplett und ersatzlos streichen. Einfach mal testen, wie es sich anfühlt, bewußt "ich" zu schreiben.

    Hallo Lotta,

    ich habe selbst sehr viel Therapieerfahrung und halte es für unmöglich, sein Leben auf Null resetten zu können. Das ist "technisch" unmöglich. Und es ist Quatsch auf etwas zu hoffen, was vielleicht bei einem gebrauchten PC machbar ist.

    Es eröffnet nämlich ein Hintertürchen: "Wenn ich dann mal irgendwann mein Leben auf Null resettet haben werde, DANN bin ich der perfekte Typ, starte vollkommen neu durch und meine Co-Freundin glaubt mir den Mist und bleibt weitere Jahre in der Hoffnungsschleife."

    So gehen Jahre um.

    Mit Suizidgedanken gehört er in die stationäre Psychiatrie. Du bist bei sowas raus. Es ist eine Zumutung, daß er dich damit belastet, falls es wirklich so ist. Vielleicht hat er aber auch einfach nur gemerkt, daß er mit der Keule "Selbstmord" ein super Manipulationsmittel gefunden hat, um dich wieder auf Spur zu bekommen.

    Es ist deine Entscheidung wirklich auszusteigen. Dazu gehört auch, dich am Telefon nicht mehr zutexten zu lassen. Es gibt Ärzte als Ansprechpartner. Wenn er depressiv und suizidal ist, kann er sich professionell helfen lassen.

    "Schulter zum Anlehnen". Toll. Und was, wenn du dich mal einen Zentimeter bewegst? Fällt er dann um?

    Lieber Gruß, Linde

    Mit deiner Angst vorm Arztbesuch gehts dir nicht alleine so, aber du willst ja aufhören und dazu nimm einfach jede Hilfe an. Der Arzt ist ein Baustein dazu.

    Klicke mal oben links im Forum die Artikel an. Dort findest du Infos zum Arztbesuch und weitere hilfreiche Schritte für den Anfang.

    Es ist so gut wie immer irgendwer online. Wenn was ist, frag hier in deinem Thema, du wirst gelesen.

    Hallo MarLe,

    herzlich Willkommen hier bei uns!

    5 Jahre sind eine lange Zeit. Um so besser ist es, wenn du jetzt damit aufhörst. Das ist machbar, auch wenn es einige Veränderungen im Alltag dazu braucht. Wohnst du noch zuhause? Wichtig ist ein alkoholfreies Zuhause, damit reduzierst du die Rückfallgefahr. Sinnvoll ist es auch, sich beim Hausarzt zu outen und durchchecken zu lassen.

    Wir begleiten dich gerne. :) Du kannst uns ruhig ein Loch in den Bauch fragen.

    Wann genau hast du denn zum letztenmal getrunken?

    Lieber Gruß, Linde